Marwa (Fortsetzung)

geschrieben von Leo Brux

Orientbrücke stellt den Mord an Marwa in einen größeren Zusammenhang.

Warum wurde dieser Mord nicht zur Titelgeschichte bei uns? – Der ägyptische Schriftsteller al-Aswani (Der Jakubijan-Bau) vergleicht die Reaktionen westlicher Medien auf den Mord an Marwa mit denen auf den Mord an Neda Sultan in Teheran (bei den Protesten gegen die gefälschten Wahlen) und schreibt dann:

Der Grund ist, dass der Mord an Neda das iranische Regime belastet, während der Mord an Marwa zeigt, dass Terrorismus keine Domäne der Araber und Moslems ist. Ein weißer deutscher Terrorist bringt eine unschuldige Frau um, die er nicht kennt, und versucht ihren Mann zu töten – und das alles nur deshalb, weil sie Muslimin ist und einen Hidschab trägt. Westliche Medien scheren sich nicht um diese Nachricht. Kurz: Der Westen, die Politik wie die Medien, vertritt immer den Standpunkt und die Politik, die den Arabern und Moslems feindlich gegenüber ist. Das ist eine Tatsache, die nicht zu leugnen ist.

Al-Aswani klagt pauschal den Westen an, verwendet hier das Wort immer. Da möchte ich ihm widersprechen. Der Westen spricht mit vielen Zungen und in keiner einheitlichen Sprache.

Marwa (1) finden Sie hier! (Marwa al-Sherbini: Ein Verbrechen aus Islamophobie)

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