“Unter Arabern”

geschrieben von Leo Brux

Unter Arabern ist der Titel eines Artikels in Johannes Hampels Berliner Blog. Herr Hampel hat die Elternversammlung seiner Schule in Kreuzberg, nur 1 km vom Reichstag entfernt, besucht und sich dort zum Elternsprecher wählen lassen. Zwei Zitate – etwas aus dem Zusammenhang gerissen:

Die Türken haben diesen Teil des Bezirks schon weitgehend verlassen. Verdrängt. Zugezogen sind zahlreiche arabische Familien mit oft 8 bis 10 Kindern. Der Islam ist jetzt viel stärker spürbar. Man könnte sagen: Die Nachbarschaft der Schule, die Schule selbst ist durchislamisiert. Und das wird weitergehen.       …

“Deutschland muss auch noch in Kreuzberg erkennbar bleiben.” Für diesen Satz wurde damals der Parteiausschluss von Kurt Wansner verlangt, die halbe Republik fiel über ihn her. Ich meine dennoch, er hatte recht. Wo sind denn all die Eltern, die damals so schimpften, all die Gutmenschen und Allesversteher? Sie besuchen jetzt die Spezialschulen nach Montessori, oder sie sind weggezogen.  Ich bin sicher: Genau die, die damals so schimpften, die würden ihr Kind niemals zu uns geben. Zu uns, den Arabern.

Na ja, nicht ganz meine Perspektive. Aber sachlich und beherzt. Ein wenig bitter oder melancholisch. Eine kleine Spitze gegen — hmm – uns? Berechtigt?

- Jedenfalls scheinen sich die Migrations- und Integrationsfragen in Berlin beunruhigender und schmerzhafter zu stellen als in München. Oder täusche ich mich da?

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