Europas wächst ein Lampedusen-Gesicht …

… ein giftiges, böses, vernichtendes.

Schauen wir uns an, wie man sich im Moment anstellt – angesichts einiger zehntausend Flüchtlinge.

22 000 hat Italien inzwischen aufgenommen, die Insel Lampedusa inzwischen geleert. Schon kommen die nächsten aus Tunesien und Libyen, letztere sicher mit besseren Fluchtgründen als erstere.

1. Wie reagiert “Italien” (soweit Berlusconi das Land noch repräsentiert und regiert)?

Europa dürfe Italien nicht allein lassen. Es solle doch bitte Italien einen Teil der Flüchtlinge abnehmen. Man würde ihnen entsprechende Papiere ausstellen, damit sie in andere europäische Länder reisen könnten.

2. Wie reagieren darauf Deutschland und Frankreich (mit ihren panischen Wählern im Nacken)?

Sarkozy wehrt ärgerlich ab, und Friedrich holt gleich mal den Hammer raus: Deutschland werde dann wieder die Grenzen zu Italien bzw. Österreich kontrollieren lassen. Italien müsse sein Flüchtlingsproblem selber lösen. Italien könnte die Tunesier in eigene Schiffe packen und zurück in die Heimat schicken.

Der gelassene, nüchterne Beobachter nickt angesichts dieser Aufgeregtheit bedächtig mit dem Kopf.

100 000 Flüchtlinge sind für die EU-Staaten eigentlich kein großes Problem. Oder, besser gesagt, sie müssten es nicht sein. Sie sind es, weil ziemlich viele Europäer inzwischen lieber eine Mauer hochziehen würden, um sich hinter ihr verschanzen zu können, als weitere Einwanderer zuzulassen, zumal solche, die man sich nicht ausgesucht hat.

Da macht es für die zuständigen Politiker Sinn, den starken Mann zu markieren und gleich die Freizügigkeit in Europa in Frage zu stellen.

Kann Italien nicht allein fertig werden mit 20 000 oder (das Jahr ist noch lang) 100 000 Flüchtlingen aus Nordafrika? -

Natürlich könnte es das.

Die Flüchtlinge in großen Gruppen in Schiffe der italienischen Marine zu stecken, wie sich das Landratten so vorstellen, würde ich aber nicht unbedingt empfehlen. Die Opfer stürmen diese Schiffe möglicherweise auf hoher See … Man müsste einen eigenen Schiffstyp entwickeln für solche Rücktransport-Zwecke – sich dazu vielleicht nochmal kundig machen, wie früher mal die Sklavenschiffe konstruiert waren.

Der Rücktransport von 20 000 jungen, kräftigen, wütenden tunesischen Männern, die nicht viel zu verlieren haben, könnte sich also als schwierig und teuer erweisen. Es könnte sein, dass ständig mehr Tunesier übers Meer kommen, als unter den gegebenen Umständen zurückgeschickt werden können.

Also muss Italien sie – oder einen größeren Teil von ihnen – bei sich unterbringen. Zumindest auf einige Zeit. Und hoffen, dass der Zustrom bald abflaut.

Kann Italien das? – Natürlich könnte Italien das, aber — siehe oben.

Ist dann Italiens Aufruf an die anderen Europäer, ihnen einen Teil der Flüchtlinge abzunehmen, gerechtfertigt? -

Er widerspricht durchaus der Schengenregelung, die – wie schon vorher Griechenland, so jetzt Italien – den Grenzländern die ganze Last der Flüchtlingsabwehr aufbürdet.

Gerechtfertigt ist Berlusconis Ruf trotzdem. Wieso sollen Griechenland und Italien die ganze Last alleine tragen?

Einwand!

Man könnte noch argumentieren: Wenn man den jungen Tunesiern hier auch nur die kleinste Chance anbietet, dann ist das Anreiz für viele mehr, den selben Weg zu suchen, und die Zahl der Flüchtlinge multipliziert sich.

Das stimmt wohl.

So sitzen wir in einer Art Falle.

Handeln wir gemäß unseren eigenen Werten (zumindest denen, die wir in unseren Reden hochhalten, wenn wir unser christliches Abendland würdigen), dann rennt man uns die Bude ein.

Wenn wir aber ein Medusengesicht aufsetzen und die Tunesier so abschreckend behandeln, dass sich bald keiner mehr traut, nach Lampedusa überzusetzen, haben wir das EINE Problem gelöst, uns aber ein viel größeres eingehandelt: Wir sind nicht mehr wir selber. Wir sind bösartig geworden. Ein Volk der Abgrenzer und Ausgrenzer, das sich in den Zeiten der Globalisierung lieber abschottet, als sich den globalen Zusammenhängen und der globalen Verantwortung zu stellen.

Das Lampedusen-Gesicht zeigt sich zum Beispiel in dieser Variante – ich zitiere eine Leser-post an den tagesspiegel:

Wieso müssen die Flüchtlinge in Lampedusa unter diesen Bedingungen leben?

Was ich im Fernsehen erblicke, sind fast ausschließlich junge, kräftige Männer aus Tunesien.

Die sollten ihr nun freies Land aufbauen und nicht als Wirtschaftsflüchtlinge nach Europa kommen!

Wir gewähren unter ganz klar festgelegten Richtlinien Asyl für Verfolgte! Das ist auch gut so.

Aber solange in Deutschland 3 Millionen Kinder in Armut leben, kümmere man sich zuerst einmal um diese!

Es wäre wohl keine Lösung des Problems für Afrika, wenn alle hier sind und keiner mehr dort!

Dann gehn wir auch bankrott und was dann?

Ist es nicht nett, wie man sich plötzlich der 3 Millionen Kinder in Armut in Deutschland erinnert?

Aber nicht daran, dass wir jahrzehntelang eine extrem korrupte und destruktive Diktatur in Tunesien gehätschelt haben – die die Jugend des Landes am Ende so in die Verzweiflung getrieben hat, dass sie das Verblüffende gewagt haben: sich aufzulehnen und eine Revolution zu machen.

Wenn diese jungen Leute aus Tunesien flüchten, dann sind sie natürlich Wirtschaftsflüchtlinge. Na und? Seit wann ist es falsch, sich räumlich dahin zu orientieren, wo es Arbeit gibt?

Die Rückseite der Falle:

Wir wollen die Ungleichheit. Wir haben nichts dagegen, wenn diese globale Ungleichheit zunimmt — aber diese eine Folge der Ungleichheit wollen wir nicht: die Fluchtbewegung. (Und natürlich auch nicht, dass die Verzweifelten  zu verzweifelten – terroristischen – Mitteln greifen.)

Wir erklären: Wir sind für Tunesien (bzw. jedes andere Land der Dritten Welt) nicht verantwortlich! – Nun, dann kommt die Verantwortung, die wir nicht mit Blick nach vorn wahrnehmen und annehmen, eben von hinten – als Flüchtlingsstrom, im ganz extremen Fall als Terrorismus.

Mein erster Artikel über Tunesien – Lampedusa – Deutschland

Ergänzung:

Rom ist dabei, mit Tunis zu vereinbaren, dass Tunesien künftig die Flüchtlinge direkt zurückzunimmt. Das löst das Transport-Gefahren-Problem noch nicht. Italien könnte es aber per Vertrag auf die tunesische Regierung abwälzen.

Hoffentlich lässt sich Tunesien für eines solche Regelung – wenn sie denn überhaupt zustande kommen sollte – ordentlich bezahlen.

Kommentare

  1. Deutschsprecher meint:

    Der Kommentator im Tagesspiegel hat das Problem durchaus richtig beschrieben. Europa kann nicht so viele Menschen aufnehmen. Tun wir es dennoch, geht es hier bald noch steiler bergab, als es schon der Fall ist.

    Aktuell ist es bereits so:
    Die Beiträge zur Krankenversicherung werden weiter steigen. Die Strompreise werden ebenfalls steigen (nicht zuletzt wegen der Panik-Aktionen seit Japan, danke liebe Politik), Benzin sowieso und auch die Lebensmittelpreise werden nicht mehr lange auf ihrem vergleichsweise niedrigen Niveau bleiben. Fazit: Immer mehr Bürger rutschen in Armut ab, der Mittelstand bricht weiter ein. Und da sollen wir noch Wirtschaftsflüchtlinge aufnehmen? Ganz klares NEIN. Wenn Sie, Leo, unbedingt diese Leute aufnehmen wollen, dann tun Sie das meinetwegen privat, aber lassen Sie den Staat und uns Steuerzahler da raus. Vielen Dank. Ihr Deutschsprecher.

  2. Kaiserliche Majestät meint:

    Ist es nicht nett, wie man sich plötzlich der 3 Millionen Kinder in Armut in Deutschland erinnert?

    Was für ein Zufall aber auch.

    Die Beiträge zur Krankenversicherung werden weiter steigen. Die Strompreise werden ebenfalls steigen (nicht zuletzt wegen der Panik-Aktionen seit Japan, danke liebe Politik), Benzin sowieso und auch die Lebensmittelpreise werden nicht mehr lange auf ihrem vergleichsweise niedrigen Niveau bleiben. Fazit: Immer mehr Bürger rutschen in Armut ab, der Mittelstand bricht weiter ein. Und da sollen wir noch Wirtschaftsflüchtlinge aufnehmen?

    Wäre ich ein Verschwörungstheoretiker, dann würde ich jetzt behaupten, dass die Politik genau solche Zustände mit Absicht herbeigeführt hat, um in solchen Situationen zu behaupten, sie hätte hier genug Probleme und könne sich nicht um weitere kümmern.

    Fakt ist, Deutschland hat bereits in den 80ern und 90ern alleine Hunderttausende geflohene Jugoslawen und Kurden aufgenommen. Heute reden wir von 20 000 Menschen.

    Fakt ist, hier wird die ganze Zeit von Wirtschaftsflüchtlingen geredet, aber woher will man das wissen? Nur weil die Flüchtlinge über Tunesien kommen müssen es noch lange keine Tunesier sein.

    Das kürzlich gekenterte Boot transportierte Menschen aus Somalia, Eritrea und der Elfenbeinküste.

    Fakt ist, für Portugal sind 80 Mrd Euro als Kredit möglich aber das Flüchtlingsproblem ist zu teuer?

    Man hätte die 20 000 Leute längst auf diverse EU-Staaten aufteilen können. Die großen Staaten jeweils einige Tausend und die kleinen Staaten jeweils einige Hundert Flüchtlinge.

    Dann hätte man schon längst überprüfen können, was jeden einzelnen zu seiner Flucht bewegt hat.

    Wo bleibt der “Marshall-Plan” für Tunesien? Da kann sich die EU nicht beschweren, wenn sie die Ursachen nicht bekämpft.

  3. Deutschsprecher meint:

    Fakt ist, Deutschland hat bereits in den 80ern und 90ern alleine Hunderttausende geflohene Jugoslawen und Kurden aufgenommen.

    …und damit ist das Kontingent für die nächsten, sagen wir, 50 Jahre erschöpft.

    Wenn Europa jetzt das falsche Signal sendet (“Ihr könnt ruhig kommen”), dann wird das zu einem konstanten Strom führen. Darunter würde Europa in wenigen Jahren zusammenbrechen. Gerade weil mit Portugal bereits das nächste Euro-Land taumelt, brauchen wir jetzt alle Reserven und können nicht Samariter spielen. Ich denke, Europa muss definitiv zur Festung werden, wenn es nicht untergehen soll.

  4. Kaiserliche Majestät meint:

    …und damit ist das Kontingent für die nächsten, sagen wir, 50 Jahre erschöpft.

    Wer ist “wir”?

    Europa muss ein Interesse daran haben, die Ursachen für Flucht zu bekämpfen. Die Flüchtlinge zu bekämpfen ist falsch.

    Am Geld kann und darf es nicht liegen. Deutschland mag 1.8 Billionen Euro Schulden haben, aber das Priatvermögen liegt bei 7.8 (!!!) Billionen Euro, wovon die oberen 10% alleine 5 Billionen Euro besitzen.

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=8249

  5. Deutschsprecher,

    KM hat recht, wenn er auf die finanziellen Dimensionen hinweist: auf die zig-Milliarden, die wir zur Verfügung stellen, um teils die Banker und die Anleger rauszuhauen (Sozialismus für die Millionäre), teils die wankenden Volkswirtschaften von Griechenland, Irland und Portugal zu retten, damit wir nicht in den Strudel hineingezogen werden.

    Was uns die Flüchtlinge kosten würden, das wären Peanuts.

    Ihnen geht es letztlich auch nicht um die Kosten. Sie wollen nicht in der Welt leben, die sich entwickelt hat: multikulturell, global, durch Wanderungsbewegungen aufgemischt.

    DIE Gesellschaften werden sich in Zukunft am besten bewähren, die diesem Wandel konstruktiv begegnen. Wer sich abschottet, wie Sie es wollen, der wird sich isolieren, Anschluss verlieren, Exportmärkte verlieren, degenerieren.

    Ein Deutschland, das sich einmauert, schafft sich ab.

    ICH plädiere für die Aufnahme einiger tausend Libyer und für die Aufnahme einiger tausend junger Tunesier, die speziell ausgebildet werden sollten, damit sie später einmal wählen können: Bleiben sie hier oder gehen sie zurück, dann reicher an Qualifikationen.

    Wir können nicht alle aufnehmen, die kommen wollen. Das ist schon klar. Also brauchen wir auch die Härte, einen Teil zurückzuweisen. Aber das akzeptiere ich nur unter der Voraussetzung, dass wir dabei nicht aus dem Auge verlieren, wer wir sind und wo unser global zu definierender Nutzen liegt.

    Es geht also – meines Erachtens – nicht um ein Entweder-Oder, sondern um ein Teils-Teils.

  6. Deutschsprecher meint:

    Am Geld kann und darf es nicht liegen. Deutschland mag 1.8 Billionen Euro Schulden haben, aber das Priatvermögen liegt bei 7.8 (!!!) Billionen Euro…

    Richtig, Privatvermögen. Wollen Sie die Leute enteignen, damit wir mit dem Geld Libyer und Tunesier versorgen oder wie darf ich das verstehen?

    Bereits heute werden Spitzenverdiener mit Steuersätzen von rund 50% quasi “enteignet”, damit deutsche Hartz IV-Bezieher plus tausende ausländischer Leistungsbezieher (viele darunter, die hier nie einbezahlt haben) davon leben können. Das genügt Ihresgleichen wohl noch nicht, nein, da muss noch mehr gehen…

  7. Deutschsprecher meint:

    ICH plädiere für die Aufnahme einiger tausend Libyer und für die Aufnahme einiger tausend junger Tunesier, die speziell ausgebildet werden sollten, damit sie später einmal wählen können: Bleiben sie hier oder gehen sie zurück, dann reicher an Qualifikationen.

    Sie glauben doch selber nicht, dass die, die einmal hier sind, jemals wieder zurück gehen?
    Und wie soll man die ausbilden? Wovon sollen die leben? Ok, das war eine rhetorische Frage. Die leben natürlich von unseren Steuern. Dafür mache ich mich fast jeden Tag kaputt. Fakt ist, wir haben bereits viel zu viele Arbeitslose und können keine gering- oder gar nicht qualifizierten Leute mehr brauchen.
    ICH plädiere deshalb dafür, die Grenzen dicht zu machen und nichtmal mehr eine Maus ohne Passierschein durchzulassen. Europa muss einer Festung gleichen. Und bitte hören Sie auf mit Exporten, wir brauchen erstmal einen funktionierenden Binnenmarkt. Und nur weil wir keine Tunesier usw. aufnehmen, werden unsere Exporte in Länder, die diese auch bezahlen können, nicht abnehmen.

  8. Kaiserliche Majestät meint:

    Bereits heute werden Spitzenverdiener mit Steuersätzen von rund 50% quasi „enteignet“, damit deutsche Hartz IV-Bezieher plus tausende ausländischer Leistungsbezieher (viele darunter, die hier nie einbezahlt haben) davon leben können. Das genügt Ihresgleichen wohl noch nicht, nein, da muss noch mehr gehen…

    Viel mehr.

  9. Kaiserliche Majestät meint:

    Fakt ist, wir haben bereits viel zu viele Arbeitslose und können keine gering- oder gar nicht qualifizierten Leute mehr brauchen.

    Neoliberale Sozialdarwinisten mögen das so sehen.

  10. Polenta meint:

    “Ein Volk der Abgrenzer und Ausgrenzer, das sich in den Zeiten der Globalisierung lieber abschottet, als sich den globalen Zusammenhängen und der globalen Verantwortung zu stellen.”

    Was heißt globale Verantwortung? Sollte nicht jeder für sich selbst verantwortlich sein? Im Christentum ist z.B. von “Nächstenliebe” (modern: Empathie) die Rede , nicht von Fernstenliebe.

    Außerdem hier sehr viele problematische Begriffe die moralisch aufgeladen werden:
    Schauen Sie mal IG, haben sie schon mal etwas von der Tokugawa-Zeit gehört? Das war die Zeit der gewählten Selbstisolation Japans (In der Serie Shogun wird darauf angespielt)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Tokugawa-Zeit
    da steht:
    Als Edo-Zeit (jap. 江戸時代, Edo jidai) wird der Abschnitt der japanischen Geschichte von 1603 bis 1868 bezeichnet, in dem die Tokugawa-Shogune herrschten, benannt nach dem damaligen Namen der Hauptstadt, Edo (heute Tokio). Er beinhaltet die längste ununterbrochene Friedensperiode eines Landes in der Neuzeit weltweit.

    Das ist ein Gegenargument gegen ihr Verteufeln von Ab- und Ausgrenzung. Und schauen sie mal in die Psyche von Briten und Franzosen. Diese Nationen begreifen sich als INSELN. Schlussfolgerungen überlasse ich Ihnen.

    Heute morgen habe ich mal wieder im Frühstücksfernsehen gelernt wie Politik funktioniert: Es ging um die Lampedusen-Gesichter :-)
    Dort war ein “Migrationsexperte” der Grünen am interviewt werden und er sagte: Für die Flüchtlingsproblematik kann nur eine EUROPÄISCHE Lösung gefunden werden.
    Die Moderatorin hätte ihm mal die Frage stellen sollen ob er in Bezug auf die Atomkraft auch eine EUROPÄISCHE Lösung favorisiert.
    Ich glaube da wäre er dann ziemlich kleinlaut geworden :-)

  11. Polenta meint:

    Neoliberale Sozialdarwinisten??? :-)
    Das ist viel zu nett ausgedrückt:
    Das sind unmenschliche, bornierte, faschistische, sozialdarwinistische Ultranazis. Sie haben alle Rechte in dieser Gesellschaft verwirkt!!!

  12. Kaiserliche Majestät meint:

    Hätte sich Westdeutschland nach dem zweiten Weltkrieg isoliert, dann hätte es sowas wie das Wirtschaftswunder nicht gegeben.

    Was heißt globale Verantwortung? Sollte nicht jeder für sich selbst verantwortlich sein? Im Christentum ist z.B. von „Nächstenliebe“ (modern: Empathie) die Rede , nicht von Fernstenliebe.

    Sicherlich muss man sich international engagieren. Und da hat man sich nicht am Christentum zu orientieren, sondern an den Menschenrechten.

  13. Polenta meint:

    “Sicherlich muss man sich international engagieren. Und da hat man sich nicht am Christentum zu orientieren, sondern an den Menschenrechten.

    MÜSSEN muss man garnichts…man kann, wenn man will. Außerdem, Menschenrechte, ist das nicht etwas eurozentristisch gedacht?

    “Viele Autoren der postkolonialen Kritik verweisen auf ein hierarchisches Verhältnis des Westens und Europas gegenüber anderen Regionen und betrachten den Menschenrechtsdiskurs vor dem Hintergrund einer kolonialen Geschichte und postkolonialen Gegenwart. Dazu gehören Autoren wie Frantz Fanon, Stuart Hall, die Literaturnobelpreisträgerin Toni Morrison, Homi K. Bhabha, Edward Said, Gayatri Chakravorty Spivak oder Gauri Viswanathan. Damit verbunden ist eine Kritik am Eurozentrismus, etwa dass das Konzept der Menschenrechte seine Wurzeln in der europäischen Philosophie habe. So hätten die Philosophen der Aufklärung nicht nur emanzipatorische Projekte verfolgt, sondern auch rassifizierende und essentialisierende Konzepte verwissenschaftlicht, mit denen kolonialistische Politiken auch in rechtsphilosophischer Hinsicht – wie die Praxis eines Racial Contract[11] – legitimiert wurden. Der Menschenrechtsdiskurs wird hierbei auch unter den Aspekten der weißen und europäischen Bildungsprozesse der eigenen Identität und nationaler Diskurse betrachtet. Diese Autorinnen verweisen dabei auf die Etablierung einer weißen Dominanzkultur.”

  14. Kaiserliche Majestät meint:

    MÜSSEN muss man garnichts…man kann, wenn man will. Außerdem, Menschenrechte, ist das nicht etwas eurozentristisch gedacht?

    Deutschland hat die entsprechenden völkerrechtlichen Verträge ratifiziert.

  15. Manfred O. meint:

    @Kaiserliche Majestät

    Sie schreiben:

    Neoliberale Sozialdarwinisten mögen das so sehen.

    ….

    Tja, KM, was glauben Sie, wenn es dazu eine Volksbefragung in Europa gäbe ? 65% ? 75 % 80% ? ALLES neoliberale Sozialdarwinisten ?

  16. Polenta meint:

    Tja, Manfred, da hilft dann wohl nur noch die Umerziehung. Aber dafür sollten wir noch genug Leute im Lande haben, die sich mit so etwas auskennen.

  17. Kaiserliche Majestät meint:

    Tja, KM, was glauben Sie, wenn es dazu eine Volksbefragung in Europa gäbe ? 65% ? 75 % 80% ? ALLES neoliberale Sozialdarwinisten ?

    Ja, da fragen Sie die Leute mal nach den Hartz IV-Sätzen, Zeitarbeitern, Niedriglöhnen, Aufstockern usw. Da müssen Sie bestimmt einiges Verdrehen, um auf 80% zu kommen.

  18. Deutschsprecher meint:

    Tja, ob rot oder braun…
    Nicht umsonst hieß es NationialSOZIALISMUS. Die Roten wollen den ohne Ansehen der Nationalität, quasi für alle, auch für die lieben Ausländer. Ansonsten aber die gleiche Scheisse.

  19. Kaiserliche Majestät meint:

    Dumm nur, dass führende “Linke” wie Strasser Mitte 1934 ermordet wurden. Offensichtlich hatte Hitler keine Lust auf Sozialismus.

  20. Polenta meint:

    Der hier “durfte” aber bleiben:

    Der junge Goebbels verstand sich als Sozialist. Er verherrlichte den Arbeiter und wollte sich innerlich mit ihm verbunden fühlen. Sein Abscheu galt dem „Bourgeois“: Dies war nicht nur der Kapitalist, sondern auch der Kleinbürger. An Kommunisten gefiel ihm deren revolutionärer Eifer und der Hass auf das Bürgertum. Sozialdemokratie und Liberalismus waren die gemeinsamen Gegner. Trennend war für ihn die internationale Ausrichtung des Kommunismus, während er selbst einen „nationalen Sozialismus“ zu errichten gedachte. Als er 1926 Gauleiter in Berlin wurde, sah er jedoch in den Kommunisten erbitterte Gegner.

  21. Kaiserliche Majestät meint:

    Sie sollten vollständig zitieren: “Dies blieb aber nicht seine Position, 1929 wollte er das Privateigentum erhalten sehen, allenfalls bei Bodenspekulation und Warenhäusern eine Ausnahme machen. Und als er als Propagandaminister Rundfunk, Presse und Film beherrschte, sah er darin den „wahren Sozialismus“ – an eine Streuung des Eigentums dachte er nun nicht mehr.”

  22. Zum Thema Abschottung:
    Plädieren Sie, Polenta und Deutschsprecher, tatsächlich für Abschottung, so werden Sie auch allen anderen zugestehen müssen, dass sie sich abschotten – immer natürlich gegen das, was sie stört. Das Resultat wird sein, dass sich die Länder, die in der Konkurrenz im Bereich Produktion von Maschinen und Apparate, Autos, Chemie- und Arzeiwaren zum Beispiel zurückbleiben, ihren Markt gegen deutsche Produkte abschotten werden. ist das in unserem Interesse?

    Wie soll Abschottung noch möglich sein, wenn über die modernen Transport- und Kommunikationsmittel die totale Offenheit geradezu erzwungen wird?

    Ausgerechnet wir, die wir außerdem dringend Fachkräfte aus dem Ausland brauchen, um unser wachsendes Defizit in diesem Punkt (das wir sowohl unserer Geburtenarmut als auch unserem mediokren Bildungssystem verdanken), ausgerechnet wir wollen uns abschotten gegen Einwanderer?

    Wäre es nicht naheliegend, endlich zu lernen, wie man OPTIMAL Einwanderer integriert, so dass sie rasch zu wirtschaftlichen und kulturellen Pluspunkten für unsere Gesellschaft werden?

    Das japanische Abschottungsbeispiel hat übrigens ein interessantes Ende gefunden, Polenta. Sie kennen es, nicht wahr?

    Und so ging das ganz am Anfange der Globalisierung. Was würde da wohl heute herauskommen?

  23. Manfred O. meint:

    @ Leo Brux

    Sie wollen uns ernsthaft erzählen, das das, was da übers Meer nach Lamepdusa (oder andere,illegale Kanäle) kommt,

    Fachkräfte aus dem Ausland

    sind ???

    Sind Sie so naiv ? Wir nicht.

  24. Kaiserliche Majestät meint:

    Es geht um die allgemeine Abschottung! Also trollen Sie hier nicht rum.

  25. Manfred O.,
    wo hätte ich denn behauptet, es handle sich bei den Tunesiern um Fachkräfte?

    Auf diese Frage erwarte ich mir eine Antwort, Herr O.. (Lesen Sie dazu mal die Zensur-Regelungen, falls Sie es noch nicht getan haben.)

  26. Deutschsprecher macht sich zum Sprecher der armen Reichen in Deutschland:

    Bereits heute werden Spitzenverdiener mit Steuersätzen von rund 50% quasi „enteignet“, damit deutsche Hartz IV-Bezieher plus tausende ausländischer Leistungsbezieher (viele darunter, die hier nie einbezahlt haben) davon leben können.

    Haben Sie schon mal was von Schlupflöchern gehört? – Unsere Steuergesetze sind so gemacht, dass sie denen, die VIEL Geld verdienen, es leicht machen, GANZ GANZ WENIG Steuern zu bezahlen.

    Was diese Leute natürlich nicht daran hindert zu jammern.

    Deutschsprecher,
    Sie haben die Peanuts im Blick, die großen Beträge sind Ihnen zu groß, um sie sehen zu können. Sie identifizieren sich mit den Reichen …

  27. Was heißt globale Verantwortung? Sollte nicht jeder für sich selbst verantwortlich sein? Im Christentum ist z.B. von „Nächstenliebe“ (modern: Empathie) die Rede , nicht von Fernstenliebe.

    Polenta,
    schließt das eine das andere aus?
    Globale Verantwortung übernehme ich aus eigenem Interesse, aufgrund kühler Interessenkalkulation – die freilich über den Tag hinaus geht. Auch über meine eigene Lebenszeit hinaus.

    Zur Nächstenliebe:
    Damit man das nicht missversteht, hat Jesus den Satz von der Nächstenliebe erläutert: Liebe deine Feinde! Es geht also in der Tat um eine universelle Liebe (im Sinne von agapé), nicht um die Liebe zu den Nahestehenden. Alle stehen uns nahe, sogar unsere Feinde.

  28. Manfred O. meint:

    @ Leo Brux

    Thema des Threads ?

    Lampedusa

    Ihre Aussage:

    Ausgerechnet wir, die wir außerdem dringend Fachkräfte aus dem Ausland brauchen, um unser wachsendes Defizit in diesem Punkt (das wir sowohl unserer Geburtenarmut als auch unserem mediokren Bildungssystem verdanken), ausgerechnet wir wollen uns abschotten gegen Einwanderer?

    Zitat Ende

    Es ist also davon auszugehen, das (so Sie Forumsdisziplin wahren) Sie sich mit diesem Text AUCH auf die Ankömmlinge besagter Insel beziehen = Einwanderer = Fachkräfte aus dem Ausland

    P.S. Lassen Sie das lächerliche “Keuleschwingen” mit den “Zensurregelungen” IHRES Blogs, das ist für jemanden, der allüberall SO auf Freiheit pocht, unwürdig, Herr Brux.

    Übrigens…

    wollen Sie uns wirklich weismachen, das unter den WIRTSCHAFTS-Flüchtlingen aus den anderen Ländern Nordafrikas größere Mengen an FACHKRÄFTEN sind ???

  29. Eugen, Prinz von Savoyen-Carignan meint:

    Tja, in der Lateinischen Version ist da glaube vom “inimicus” die Rede, nicht vom “hostis” .

  30. Polenta meint:

    Yepp, die Amerikaner tauchten mit Kanonenbötchen vor Japan auf, erzwangen die Öffnung und 70 Jahre später beherrschte Japan fast den ganzen asiatischen Raum.
    Eins bedingt das andere.

  31. Hiermit sind Sie als TROLL rausgeschmissen,
    Manfred O..

    Verarschen können Sie jetzt andere.

  32. Eugen,
    inimicus und hostis sind Synonyme. Stehen beide für Feind.

  33. Polenta,
    die Japaner haben sich nach der erzwungenen Öffnung gleich weiter geöffnet, als es erzwungen war, und die moderne Welt zu sich hereingeholt. Sie haben ihre alte Welt dabei weitgehend über den Haufen geschmissen. So haben sie die modernen Technologien nutzen können.

    Wer heute stark sein will, muss die eigenen (internen) Stärken mit denen der anderen verbinden. Die Integration von Fremden gehört dazu:
    a) die Attraktivität für Fachkräfte aus dem Ausland,
    b) die Fähigkeit, möglichst alle Inländer zu Fachkräften zu bilden.

    Das könnte man zum Beispiel mit den Tunesiern machen. Man holt sich einige tausend und bildet sie aus. Wenn sie bleiben, ist es gut – wenn sie in ihre Heimat zurückgehen, ist es auch gut. Hier bei uns leisten sie nützliche Arbeit, in der Heimat fördern sie die Wirtschaft mit ihren Qualifikationen und bereiten zusätzlich unseren Waren den Weg …

  34. Polenta meint:

    Oh, ich muss da mal den Gedanken von Eugen aufgreifen: So weit ich weiß heißt Hostis “Landesfeind”, ein Feind, der die Identität einer Gruppe, Gemeinschaft oder Nation bedroht. Den sollte man meiner Meinung nach nicht lieben.

    Ich würde zum Beispiel Erdogan als Landesfeind definieren, da er aufgrund seiner Reden, Vorwürfen und Drohungen nicht mal mehr als missliebige Person, die man ignorieren kann infrage kommt.

    In Bezug auf Einwanderung: Vielleicht sollte man doch besser seine Hausaufgaben zuerst machen, bevor man nach Einwanderung ruft, oder?
    Dem deutschen Volk sollte die Möglichkeit, besser gesagt, die Idee gegeben werden dass es sich lohnt Kinder in die Welt zu setzen und eine auf christlichen Idealen (von mir aus auch Sokrates, der sagt dasselbe) fußende Gesellschaft aufzubauen. Leute hier auszubilden, hier zu behalten steht dann auf einem ganz anderen Blatt…

  35. Kaiserliche Majestät meint:

    Haben Sie schon mal was von Schlupflöchern gehört? – Unsere Steuergesetze sind so gemacht, dass sie denen, die VIEL Geld verdienen, es leicht machen, GANZ GANZ WENIG Steuern zu bezahlen.

    Zumal das mit den “rund 50%” in keinster Weise stimmt. Es sind 45%, und zwar erst ab 250 000(!) Euro Einkommen.

  36. Kaiserliche Majestät meint:

    Dem deutschen Volk sollte die Möglichkeit, besser gesagt, die Idee gegeben werden dass es sich lohnt Kinder in die Welt zu setzen

    Dumm nur, dass dies nur für Gutverdiener der Fall ist. Transfergeldempfänger (beachte: die müssen nicht Arbeitslos sein!) wurden alle Zuschüsse bezüglich der Erziehung (Elterngeld) von Kindern gestrichen. Das waren vor einiger Zeit noch 7200 Euro für 2 Jahre, danach 3200. Jetzt 0,0.

  37. Polenta,
    das ist auch eine von Erdogans Lieblingsideen: Ständig ruft er seine Landsleute auf, doch bitte wieder mehr Kinder in die Welt zu setzen. Die Geburtenrate in der Türkei sinkt erschreckend, ist von der europäischen nicht mehr weit entfernt … und sinkt und sinkt …
    Da darf Pascha Erdogan schon das Kindermachen predigen, und Sie dürfen das natürlich auch, Polenta. Nur, ist das nicht geradezu rasend naiv?
    Geburtenrate als abhängig vom Predigen?
    Liegt es uns aufgeklärten Menschen nicht näher, sachliche Ursachen anzunehmen, wenn ein statistischer Vorgang uns beeindruckt und wir ihn uns erklären möchten?
    Geben Sie mal dem Volk die Idee, dass es sich lohnt, Kinder in die Welt zu setzen!
    Sarrazin hat da ein paar skurrile Vorschläge in seinem Buch … die auch gleich noch berücksichtigen, dass es die richtigen Mütter sein müssen, die richtigen Familien, damit nicht zu viele blöde Kinder unter dem Nachwuchs sind. Ich nehme mal an, dass Sie diesen Weg nicht gehen wollen …

    hostis und inimicus: Polenta, auch Sie versuchen also, der zentralen religiösen Provokation, die uns Jesus zumutet, auszuweichen? Selbstverständlich ist auch der Landesfeind Gottes Kind und mitgemeint, wenn Jesus sagt: Liebe deine Feinde. Schließt etwa Jesus die Römer nicht mit ein in seine Liebe? Oder die Samariter? – Landesfeinde, damals. Hat Jesus irgendwo einmal den Unterschied zwischen privat-persönlichem Feind und Feind der Gruppe, Feind des Landes gemacht und erläutert?

    Es ist nicht leicht, dem universellen Liebesgebot zu folgen. Ich übersetze mir agapé mit “tiefem, liebevollem Respekt vor dem anderen Menschen” und bin mir nicht ganz sicher, welches Konzept von Liebe in dem Wort von Jesus steckt. Jeder Mensch ist genau so, wie er sein muss, und insofern mir gleich, denn auch ich bin genau so, wie ich sein muss. Da wir alle nicht anders sein können, als wir sind, müssen wir uns auch so anerkennen. Die gegenteilige Option, die Nichtanerkennung, ist destruktiv. Wer kann, der wird anerkennen. Wer nicht kann, leidet und fügt Leiden zu.

  38. ..meine Oma hat mal gesagt:
    “Will sich jemand mit dir streiten,
    dann setze dich nicht gleich zur Wehr.
    Verdopple deine Höflichkeiten.
    S’ist christlicher. Und ärgert mehr.”
    Man kann auch sagen: “Wenn dir einer auf die eine Wange schlägt, dann halte auch die andere hin.”
    Ich würde das mal so erklären: Wenn sich jemand auf Deubel komm raus mit mir streiten will, liegt es mit in meiner Hand das zu verhindern. Ich darf mich nur nicht auf diesen provozierten Streit einlassen. Es treiben sich in dieser Welt genügend Trolle herum, welche Streits provozieren wollen. Und leider schaffen diese es dann manchmal auch. So entsteht dann eine Spirale aus Rache und Gewalt, da es leider meistens nicht bei Worten bleibt.

  39. Kaiserliche Majestät meint:

    Soweit ich weiß, haben die türkischen Politiker mal davon geträumt, dass das Land die 100 Millionen-Marke bezüglich der Einwohnerzahl knackt. Das ist unter den jetztigen Umständen natürlich nicht mehr erreichbar.

  40. Polenta meint:

    Tja, SIE reden doch immer von der Wiederverzauberung der Welt. Dann kommen auch die Kinder. Und, außerdem, wenn das Pyramidenspiel, welches wir auch als Rente bezeichnen, zusammenbricht, dann sind bei einem Neustart auch Kinder mit dabei, da können sie drauf wetten.

    Jeder Mensch mag so sein wie er ist, allerdings kann man durch Erziehung ne Menge erreichen.

    Allerdings werde ich bei gewissen Leuten bei denen so etwas im “Heiligen Buch” steht:

    3.28. Die Gläubigen sollen sich nicht Ungläubige zu Freunden nehmen vor den Gläubigen – und wer das tut, hat nichts mit Allah -, es sei denn, daß ihr euch vorsichtig vor ihnen hütet. Allah warnt euch vor Seiner Strafe, und zu Allah ist die Heimkehr.

    immer im Hinterkopf behalten das diese mir im Zweifel nicht wohlgesonnen sind und eine sogenannte Freundschaft somit wohl immer unter einem Vorbehalt von deren Seite stehen wird.
    Im Gegensatz zur christlichen Botschaft.

  41. Kaiserliche Majestät meint:

    Halten Sie sich immer an die Zehn Gebote?

  42. @Polenta
    Wenn Sie schon aus dem Qur’an zitieren, dann reißen Sie das doch bitte nicht aus dem Zusammenhang. Es gehört immer noch ein gewisser Kontext dazu.
    Ich verweise hiermit auf
    5:57 O die ihr glaubt, nehmt nicht diejenigen, die sich über eure Religion lustig machen und sie zum Gegenstand des Spiels nehmen, von denjenigen, denen vor euch die Schrift gegeben wurde, und die Ungläubigen zu Schutzherren. Und fürchtet Allah, wenn ihr gläubig seid!

    5:58 Wenn ihr zum Gebet ruft, machen sie sich darüber lustig und nehmen es zum Gegenstand des Spiels. Dies, weil sie Leute sind, die nicht begreifen.

    sowie auf:
    60:8 Allah verbietet euch nicht, gegenüber denjenigen, die nicht gegen euch der Religion wegen gekämpft und euch nicht aus euren Wohnstätten vertrieben haben, gütig zu sein und sie gerecht zu behandeln. Gewiß, Allah liebt die Gerechten.

    60:9 Er verbietet euch nur, diejenigen, die gegen euch der Religion wegen gekämpft und euch aus euren Wohnstätten vertrieben und zu eurer Vertreibung Beistand geleistet haben, zu Schutzherren zu nehmen. Diejenigen, die sie zu Schutzherren nehmen, das sind die Ungerechten.
    ..Zitat Ende

    Manch einer nimmt sich nur die Stellen heraus, die ihm gefallen und welche in den Kram passen. Das Drumherum wird dabei meistens vergessen.
    Alles geschieht aus einem bestimmten Grund bzw. wurde aus einem bestimmten Grund angeordnet.
    Ich will mir hier mitnichten anmaßen, den Qur’an zu interpretieren. Aber ich kann lesen, und zwar im Zusammenhang. Und ich denke über das Gelesene nach.

  43. Polenta meint:

    och man kann einfach mal Koran in Zusammenhang mit Ungläubigen, Juden, Christen googeln, da kommt einiges zu Tage. Es ist ja nun nicht so dass, dass das nur einzelne Suren sind, die aus dem Zusammenhang gerissen werden, es ist ja ein richtiges Thema, welches sich durch den kompletten Koran zieht. Und wenn so etwas zum Thema wird, dann steigt auch die Relevanz, oder?

  44. Kaiserliche Majestät meint:

    Polenta sieht den Balken in ihrem Auge nicht.

    Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. Denn nach welchem Recht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welchem Maß ihr meßt, wird euch zugemessen werden. Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge? Oder wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen? Siehe, ein Balken ist in deinem Auge. Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; danach sieh zu, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst.

  45. Polenta meint:

    ach? Dann kann ich ja genau so sagen dass die KM den Ihren auch nicht sieht :-)

    Netter Versuch :-)

  46. Da kann man auch in der Bibel lesen.
    Ich hatte da mal auf meinem eigenen Blog eine Diskussion mit einem gewissen Joshua…. Der wollte auch so argumentieren: Er hat einige Qur’an- Suren genommen und aus dem Zusammenhang gerissen.
    Wen es interessiert, hier ist die Diskussion:
    http://silviameier1.wordpress.com/2010/11/19/ich-will-hier-raus/#comments

  47. ..ich glaube, mein Kommentar ist im Spam gelandet wegen einem Schlüsselwort, was ich benutzt habe… :)

    ja, hab ihn aber wieder rausgeholt …
    Ist wohl wegen des Namens Joshua. Der führt direkt zum Spam.
    Leo

    Hab mir grade mal den Text von Joshua angeschaut auf deinem Blog. Der Mann sieht ein MONSTER. Ich kann nicht anders, aber ich denke da wie von selbst, dass nur ein Mensch, der selber etwas von einem Monster hat, in anderen Menschen Monster sehen wird.

  48. Kaiserliche Majestät meint:

    ach? Dann kann ich ja genau so sagen dass die KM den Ihren auch nicht sieht :-)

    Netter Versuch :-)

    Meine These wurde mal wieder bestätigt.

  49. Polenta meint:

    Ihre Thesen werden Sie sich immer bestätigen, KM, ist Ihnen das noch nicht aufgefallen?

  50. KM theoretisiert nun mal recht zutreffend…. Das macht einfach die Erfahrung

  51. Polenta,
    mich interessiert es eher am Rande, was in der Bibel oder im Koran steht. Mich interessiert, was die Leute tatsächlich machen. Und da finde ich unsere Muslime ausgesprochen gastfreundlich mir und anderen gegenüber. Muslime haben in der Regel kein Problem, sich einen Nichtmuslim zum Freund zu nehmen, und wenn doch, liegt es weniger am Koran als am Charakter oder an den Umständen.

    Wenn ich sage, dass jeder Mensch eben so ist, wie er ist, dann gehört da auch seine mehr oder weniger große Lernfähigkeit und Lernbereitschaft dazu. Das charakterisiert uns doch: dass wir lernen, dass wir uns anpassen, dass wir uns unsere Umwelt anpassen, dass wir uns verändern …

    Dass irgendwann das Rentensystem zusammenbricht, glaube ich auch. Wenn es passieren wird, dann wird insgesamt alles so katastrophal laufen und sich so radikal verändern, dass schwer zu sagen ist, wie die Welt dann ausschauen wird.

    - Mich wird’s nicht mehr treffen.

    Was ist dann mit den Kindern? Verstehe ich Sie richtig, dass Sie dann wieder eine größere Zahl von Kindern erwarten?

  52. Polenta meint:

    Ja, was denken Sie denn?
    Kinder sind auch eine Altersvorsorge :-)
    Waren sie noch nie in einem relativ realwirtschaftlich armen Land?
    Reicht ja schon Mexiko oder Brasilien.

    Ihre Naivität erstaunt mich diesbezüglich.

  53. Polenta meint:

    @SM

    so so, KM ist also der weise Salomon. Habe die Ehre!

  54. Ich kenne die Dritte Welt auch aus eigener Anschauung.
    Nur hätte ich nicht vermutet, dass SIE, Polenta, annehmen, wir hier in Deutschland würden in absehbarer Zeit Dritte Welt werden. Dann werden allerdings erst einmal viele, vielleicht die meisten Menschen umkommen. Denn die radikale Anpassung nach unten überleben viele nicht. Außerdem macht so ein Prozess so viele Leute irrsinnig, dass es recht blutig zugehen wird. Was DANN am Ende herauskommen wird, wage ich nicht zu profezeien. Bei den Waffen, die wir heute haben …

    Ich würde mir lieber überlegen, wie wir unser demografisches Problem im Rahmen unserer heutigen Gesellschaft lösen könnten. Da fiele mir schon auch was ein. Ich denke, eine Kombination von verschiedenen durchaus machbaren (aber im Moment nicht gewünschten) Maßnahmen könnte zum Ziel führen:

    ein komplettes Ganztagssystem für alle Kinder von der Krippe bis zur Mittleren Reife, gut ausgestattet und professionell betreut, gratis natürlich
    + stärkere steuerliche und andere Privilegierung von Familien mit Kindern (arme mehr als reiche)
    + gezielte Einwanderungsförderung auch unter der Berücksichtigung von Familienförderung.

    So ungefähr.

  55. Kaiserliche Majestät meint:
  56. Polenta meint:

    “ein komplettes Ganztagssystem für alle Kinder von der Krippe bis zur Mittleren Reife, gut ausgestattet und professionell betreut, gratis natürlich”

    Genau, damit die Eltern die Kinder möglichst wenig sehen ( Frauen z.B. MÜSSEN berufstätig sein, sonst gelten sie nicht als vollwertig, oder besser voll VERWERTBAR)

    Genau, noch mehr Einwanderung, damit wir bald 30 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund haben (da bieten sich ja dann Länder an, die genug junge Leute abzugeben haben, womit wir wieder bei Lampedusa sind).
    Le Boche payera tout, wie immer, auch in der EU.
    Mal sehen wie lange noch, Leo.

  57. .. nicht zu vergessen all diejenigen, welche sich elegant aus der Solidargemeinschaft ausgeklinkt haben. Zum Beispiel Beamte: Vater Staat zahlt für Beamte ‘ne Menge, die Otto Normalverdiener von seinem Lohn abgezogen bekommt. Über diese absolut nicht mehr zeitgemäße Alimentierung könnte ich mich schon wieder aufregen.
    Gegen Beamte, welche wirklich ihren Kopf hinhalten (wie z.B. Polizisten etc.) will ich ja nicht mal was sagen, aber Finanzbeamte usw…
    Die zahlen in keine Rentenversicherung ein, bekommen aber eine Pension vom Staat, für die manch einer mehrere Monate arbeiten muss. Privatversichert sind sie sowieso, was ebenfalls an der Solidargemeinschaft vorbeigeht.
    Ich glaube, es war in den 70ern, als verbeamtet wurde wie besessen. Da hat sich keiner Gedanken drüber gemacht, dass ja auch irgendwann mal Pensionen bezahlt werden müssen. Und der Spruch von Adenauer, dass die Leute immer Kinder bekommen würden, ist heutzutage Schall und Rauch. Die geburtenstarken Jahrgänge gehen bald in Rente. Und es wurden danach zu wenig Kinder geboren, um deren Rente zu verdienen. Nach der Wende war im Osten ein ziemlicher Geburtenknick zu verzeichnen, da keiner wusste, wie es weitergeht. Die Unsicherheit über die Zukunft hat viele den Wunsch nach einem Kind erstmal zurückstellen lassen.

  58. Polenta meint:

    außerdem, wie kommen Sie darauf das Mexiko und Brasilien Dritte Welt ist? Hab ich nie behauptet.

  59. Kaiserliche Majestät meint:

    Die Eltern sehen ihre Kinder doch sowieso nicht, die werden vor dem Fernseher geparkt. Ich kenne Kindergärten und da bringen viele Eltern die Kinder selbst dann noch hin, wenn sie Urlaub haben. Hauptsache die Kinder sind bis 15 Uhr weg und man hat seine Ruhe. Dann sollten die Kinder wenigstens nicht drunter leiden, sondern die Zeit im Kindergarten so effektiv wie möglich nutzen.

  60. Polenta meint:

    Jawoll, KM, sie müssen es ja wissen, Ihre Thesen stimmen immer, am KM-Stammtisch.

  61. @Polenta
    Es geht hier nicht darum, dass Eltern und Kinder sich noch weniger sehen. Es geht auch darum, dass Kinder eine gewisse Sozialisation erfahren müssen, welche nicht allein vom Elternhaus geleistet werden kann. Kinder lernen auch von anderen Kindern. Womit wir wieder bei den Impulsen von außen sind. Kinder wollen lernen. Man muss sie nur lassen und ihnen die entsprechenden Angebote machen. Gerade Kinder aus bildungsfernem Umfeld profitieren von der Betreuung, wie Leo sie beschrieben hat. Bildungsferne geht meist mit sozialer Schwäche einher. Das ist dann ein Kreislauf, den es zu durchbrechen gilt. Nur wer entsprechend Bildung aufweisen kann, wird in die Lage versetzt einen Beruf zu ergreifen, der Geld einbringt. Und entkommt somit der Armutsfalle. Denn ungebildete Hilfsarbeiter verdienen meist nicht genug, um ohne Aufstockung über die Runden zu kommen. Womit wir wieder bei den deutschen Sozialsystemen sind.

  62. Kaiserliche Majestät meint:

    Die Unsicherheit über die Zukunft hat viele den Wunsch nach einem Kind erstmal zurückstellen lassen.

    Ich würde sagen, dass das einer der Hauptfaktoren ist. Wenn ich wüsste, dass ich nun die nächten 35-45 Jahre ein sicheres Einkommen habe und mir in 15 Jahren mein eigenes Haus leisten kann und für Ehepartner und Kinder sorgen kann, dann dürfte das schon ganz anders aussehen.

    Aber so ist das nunmal nicht, weil der Niedriglohnsektor sich immer weiter ausweitet. 20% aller Kinder in Deutschland gelten als arm (In Berlin sogar mehr als jedes dritte Kind). Bei solchen Zuständen ist es klar, dass niemand Kinder bekommen will. Die unteren Schichten haben nicht das Geld, die oberen Schichten keine Zeit bzw. andere Ziele (Karriere geht vor) und die Mittelschicht hat Zukunftsangst.

  63. Kaiserliche Majestät meint:

    Jawoll, KM, sie müssen es ja wissen, Ihre Thesen stimmen immer, am KM-Stammtisch.

    Eine Verwandte von mir ist Kindergärtnerin und ich helfe da gelegentlich mit. Vertrauen Sie mir ruhig.

  64. Polenta meint:

    nun am besten werden in diesem Staat alleinerziehende Frauen gefördert, die verschiedene Kinder von verschiedenen Männern hat.
    Soviel zur Familienförderung.

  65. Kaiserliche Majestät meint:

    Nennen Sie das etwa Förderung?:

    In Haushalten von Alleinerziehenden ist einer Studie des Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zufolge das Armutsrisiko mit 36 Prozent doppelt so hoch wie im Durchschnitt aller Haushalte oder in Paarhaushalten mit Kind(ern). Alleinerziehende sind daher in höherem Maße auf die Leistungen nach dem SGB II (Hartz IV) angewiesen.

    Alleinerziehende bilden 18 Prozent der Haushalte mit minderjährigen Kindern in Deutschland (Statistisches Bundesamt, 2008), haben aber einen Anteil von ca. 50 Prozent an den Bedarfsgemeinschaften mit Kind(ern), die Leistungen nach dem SGB II beziehen (Bundesagentur für Arbeit, 2009).

    [...]

    Gründe für den langen Leistungsbezug durch Alleinerziehende sind vor allem die fehlenden Kinderbetreuungsmöglichkeiten, aber auch allgemeine Merkmale, die die Bezugsdauer beeinflussen.

    [...]

    Ist eine kontinuierliche Kinderbetreuung nicht sichergestellt, haben die betroffenen Alleinerziehenden nur sehr eingeschränkteMöglichkeiten, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen.

    http://www.alleinerziehend.net/artikel324.html

  66. Ich sag ja,
    Polenta,
    dafür ist Deutschland nicht reif.
    Dafür sind auch Sie nicht reif.

    Ich hab eine Lösung vorgeschlagen, die dafür sorgen würde, dass 1. die Unterschicht, die Bildungsfernen, nicht zuletzt die Migrantenkinder, nach oben kommen können (was natürlich die, die oben sind, nicht gerne sehen werden), dass 2. die Eltern unserer Zeit mehr Kinder wollen können, weil ihnen so mehr Zeit für sich selbst bleibt.

    Natürlich ist man in Deutschland dagegen. Bittesehr.

    Die Einwanderung von Personen, die uns durch die Qualitäten stärken, die sie mitbringen, würde das Programm ergänzen. Auch hier würde ich dafür sorgen, dass sie Familien gründen und Kinder kriegen – die dann in meinen Ganztagseinrichtungen perfekt Deutsch lernen würden … deutschte Kultur lernen würden. Hätten meine lieben Deutschen so viel deutsches Selbstbewusstsein wie ich, würden sie keine Angst haben, überfremdet zu werden. Wir würden wissen: In zwei Generationen sind die Deutsche. Und wir werden uns auch ein wenig zum Besseren verändert haben, indem wir was von den Einwanderern gelernt haben werden.

    So wird es nicht kommen, ich weiß. Wir sind zu feig, zu dumm, zu unsicher, zu ängstlich, zu egozentrisch, um so naheliegende Lösungen zu ergreifen.

    Schade um Deutschland. Was soll’s. Ich bin in 20 Jahren tot, im Grab wird es mich nicht mehr interessieren.

    Sie werden die Frauen nicht wieder zum Heimchen am Herd machen können. Kinder, Küche, Kirche – das ist vorbei.

    Oder liegt in dieser Richtung doch noch Ihre Hoffnung, Polenta?

    Als ich in Mexico war, war Mexico noch Dritte Welt. Die Türkei seinerzeit auch, und Ägypten sowieso.

  67. Danke für die Links,
    KM.
    Ich glaube, ich hab letztes Jahr schon mal die Zahlen dieser Studie gelesen und irgendwo darüber etwas geschrieben – aber ich hab das meiste wieder vergessen. Ich werde mir das am Dienstag nochmal durchschauen und suchen, in welchem Artikel ich da – wie ich glaube – schon was gebracht habe. Vielleicht täusche ich mich auch.

  68. Polenta meint:

    Tja, schade um Deutschland, ich werde in 50 Jahren an Sie denken und alles noch einmal Revue passieren lassen.
    Schade um Deutschland schon seit 1918, sage ich.

    “Sie werden die Frauen nicht wieder zum Heimchen am Herd machen können. Kinder, Küche, Kirche – das ist vorbei.”

    Ja ja, dieser Grüne-Parteitagssprech :-) :-)
    Mit einer Vorstellung von Mama Klementine aus den Fünfzigern im Hinterkopf.
    Lassen Sie doch Frauen (und auch Männern) einfach die Wahl, auch die Kirche wird zurückkommen, weil die Menschen nämlich merken dass das ganze Verwertungs- und Verwertbarkeits und Dienstbarkeitsgequatsche ihnen kein Seelenheil bringen wird.
    Sagen Sie doch auch immer!

    Ach, und es fällt mir echt schwer so Länder wie Mexiko oder Brasilien mit sagen wir mal Zentralafrika und dem Jemen zu vergleichen, zwischen der zweiten und der dritten Welt unterscheide ich immer noch, sie vielleicht nicht.

  69. Deutschsprecher meint:

    Polenta, der Punkt ist, dass unser Herr Leo die Folgen seiner Politik nicht mehr erleben wird, wir Jüngeren hingegen schon. Ich sehe für Deutschland schwarz. Masseneinwanderung, Arbeitslosigkeit, Steuerirrsinn, Euro-Krise, …

    Wann wird’s knallen? Ich dachte bisher, das dauert noch mindestens 30 Jahre. Inzwischen denke ich, dass 10 Jahre und weniger nicht unrealistisch sind. Den Anfang vom Ende erleben wir gerade.

    Da wünscht man sich beinahe, auch “Integrationslehrer” kurz vorm Ruhestand zu sein, seine Schäfchen im trocknen zu haben und in einer netten Gegend mit netten Migranten zu leben. Aus dieser Perspektive heraus lässt sich dann so reden, wie unser Leo. Über Brennpunkte, die er nicht kennt und Probleme, die er nicht hat.

  70. Kaiserliche Majestät meint:

    Man erlebt eben nicht den Anfang vom Ende sondern den Anfang vom Anfang.

    Es geht eben darum, dass die Leute sich nicht mehr gefallen lassen dürfen, was Technokraten und Neoliberale auftischen.

    Und wer hier Problemursachen bei Arbeitslosen und Einwanderern sieht, der hat halt nicht kapiert, dass wir hier Teile und Herrsche spielen.

    So wie bei Sarrazin halt. Die Wohlhabenden gegen die Armen, die Arbeitenden gegen die Arbeitslosen, die Christen gegen Muslime, die Intelligenten gegen die Dummen, Abendland gegen Morgenland usw.

    Die Wirtschafts- und Industrielobby kann in der Zwischenzeit in Ruhe weitermachen. Vielleicht haben Sie das mitbekommen, dass im EU-Parlament Abgeordnete jeweils mit mehreren Zehntausend Euro “bezahlt” wurden um Gesetzesentwürfe nach Wunsch anzupassen. Tja, sowas ist aufgeflogen, weil die “Lobbyisten” Journalisten waren, aber davon hört man nichts. So funktioniert das System.

  71. Polenta meint:

    Sagt sowas nicht auch der Elsässer? :-)
    Obwohl…der steht ja schon im Volksgemeinschaftsdunstkreis, er wurde hier aber schon von Fatima zitiert…

  72. Deutschsprecher meint:

    Och, bitte kommen Sie mir nicht mit divide et impera :) Das ist so eine typisch linke Erklärung, manchmal auch Rechtfertigung für alles und nichts.

    Sarrazin spaltet, meinen Sie? Man könnte das auch anders sehen. Er trennt die Spreu vom Weizen ;)

    Und von wegen Christen vs. Muslime… ich kenne eigentlich nur Muslime gegen Christen. Hört man ja immer wieder in den Nachrichten. Mit viel Blut und so.

    Übrigens: Das es Korruption gibt und die bis in höchste Politikebenen reicht, ist bekannt und nicht wirklich ein Geheimnis. Solche Sümpfe müssten trocken gelegt werden. Passiert aber natürlich nicht, weil eine Krähe…

  73. Deutschsprecher meint:

    Ach ja, KM, das Problem mit Linken wie Ihnen ist, dass Sie unerreichbaren, utopischen Zielen nachhängen… etwa “alle Menschen gleichmachen” usw. Das ist aber Quatsch, denn Menschen sind nicht gleich und manche haben eben mehr Potential. Ebenfalls haben Leute wie Sie oft ein Helfersyndrom. “Die armen Ausländer” – “wir haben doch genug Geld” – “wir müssen dies/das/jenes tun”. Na ja, Sie verstehen sicher, was ich meine ;)

    Ich sage da nur, vergessen Sie’s.

    Unsereins arrangiert sich clever mit den vorhandenen Begebenheiten und nutzt diese zum eigenen Vorteil :D
    Deshalb bin ich auch nicht neidisch auf Spitzenverdiener. Die haben’s halt drauf – und Sie eben nicht (ich selbst zahle übrigens nicht den Spitzensteuersatz, aber allzu viel fehlt nicht mehr). Deshalb werden Sie klein bleiben, während andere wachsen. “So funktioniert das System” – ganz genau! Ich habe kein Interesse daran, zukünftig noch mehr Ausländer und Sozialfälle durchzufüttern. Ich lege aber Linken grundsätzlich nahe, doch einen Förderverein für Migranten zu gründen. Unser Leo ist ja bereits in einem drin.

  74. Deutschsprecher meint:

    Ich gebe zu, ich habe vorhin ein Bierchen getrunken (morgen arbeitsfreier Tag, Besprechung fällt aus). Sowas lockert die Zunge. Daher lasse ich Sie meine Verachtung für Ihre linken Quatsch mal ganz deutlich spüren… :D Bin ja sonst eher diplomatisch, aber ich muss das jetzt mal deutlich sagen. Für mich sind Sie ein Nichts. Nehmen Sie doch ihre muslimischen Freunde und fahren Sie weit weg. Nordpol oder so. So, ich trinke jetzt aus und dann werde ich schlafen.

  75. Kaiserliche Majestät meint:

    Sarrazin spaltet, meinen Sie? Man könnte das auch anders sehen. Er trennt die Spreu vom Weizen ;)

    Hmm, dass heißt wohl, dass die von Sarrazin vorgeschlagenen 50 000 Euro Geburtenprämie pro Kind(!) von Akademikerpaaren unter 30 Jahren wohl auch nur die Spreu vom Weizen trennen soll (Arbeitslose bekommen natürlich nix, weil die sollen ja keine Kinder kriegen dürfen und wenn, dann müssen sie es heftig im Geldbeutel spüren).

    Und von wegen Christen vs. Muslime… ich kenne eigentlich nur Muslime gegen Christen. Hört man ja immer wieder in den Nachrichten. Mit viel Blut und so.

    Und wie reagieren Sie darauf?

  76. Sayın Deutschsprecher,
    KM doğru.
    Divide et impera ist eine Tatsache, die leider gern übersehen wird. Der Stunk ist gewollt, weil dann regiert sich’s leichter.. wenn man das Regieren nennen kann..
    Und Sarrazin provoziert einfach nur. Keine Aufregung über ihn -> die Verkaufszahlen für seine “Literaturergüsse” werden wohl sinken. Sein Machwerk wurde hier im Blog schon genau analysiert.
    Zur Situation von Alleinerziehenden: Frauen und speziell Müttern wird es in Deutschland nicht wirklich einfach gemacht. Das liegt aber allgemein an der Gesellschaft. An solchen Meinungen wie “Kinder, Küche, Kirche…”

    Ich habe zwei erlernte Berufe. Mit gutem bis sehr gutem Abschluss. Ich bin dabei, die 3. Fremdsprache zu lernen. An der Bildung kann es also nicht liegen…
    Ich bin geschieden und Mutter einer Tochter. Auf dem Arbeitsmarkt sieht es mau für mich aus, ganz einfach weil ich eine Frau bin und ein Kind habe. Hier im Osten Deutschlands ist es zwar um die Kinderbetreuungsmöglichkeiten weit besser bestellt als im Westen, trotzdem bekommt man eine Menge Steine in den Weg gelegt. (Von wegen Artikel 3 des Grundgesetzes..)
    Diese ganze Situation hier in unserem Land geht mir tierisch auf den Keks, um es mal etwas salopp auszudrücken. Dieser ganze Hass, diese Klüngelwirtschaft, einer misstraut dem anderen..
    Statt in Frieden zusammen bzw nebeneinander zu leben und voneinander zu lernen, bekriegt man sich wo man kann. Das ergibt eine nicht enden wollende Spirale. Man kann das mit den Blutfehden /Vendettas vergleichen. Einer begeht ein Verbrechen, was gerächt werden muss, was wieder gerächt werden muss, was wieder gerächt werden muss, was wieder gerächt werden muss, usw. usf….
    Aber manch einer scheint wohl sein Feindbild zu brauchen wie die Luft zum Atmen. Man hat sich ja sooooo dran gewöhnt…
    Şimdiden iyi geceler herkese.
    Wa salam

  77. Kaiserliche Majestät meint:

    Ach ja, KM, das Problem mit Linken wie Ihnen ist, dass Sie unerreichbaren, utopischen Zielen nachhängen… etwa „alle Menschen gleichmachen“ usw.

    Ich bin also ein Linker, so so. Ich weiß nicht, was Sie mit alle Menschen gleichmachen meinen, ich kenne nur die Gleichbehandlung!

    Das ist aber Quatsch, denn Menschen sind nicht gleich und manche haben eben mehr Potential. Ebenfalls haben Leute wie Sie oft ein Helfersyndrom. „Die armen Ausländer“ – „wir haben doch genug Geld“ – „wir müssen dies/das/jenes tun“. Na ja, Sie verstehen sicher, was ich meine

    Sicherlich, weil hier die Menschenwürde untergraben wird.

    Deshalb bin ich auch nicht neidisch auf Spitzenverdiener.

    Sie verstehen es nicht, es geht nicht darum, dass jeder soviel hat wie der andere. Es geht darum, dass jeder ein Leben in Würde führen und sein Leben frei gestalten kann. Dazu gehört meiner Ansicht, dass man die Möglichkeit haben muss, so zu verdienen, dass man eine Familie gründen, sich eine schöne Wohnung mieten, vielleicht sogar ein kleines Haus ansparen und sich einen Erholungsurlaub im Jahr leisten kann.

    Für mich sind Sie ein Nichts.

    Deswegen müssen Sie wohl auch hier immer wieder schreiben. Aber was juckt es die kaiserliche Eiche, wenn sich die deutsch grunzende Wildsau dran reibt. ;)

  78. Kaiserliche Majestät meint:

    Diese ganze Situation hier in unserem Land geht mir tierisch auf den Keks, um es mal etwas salopp auszudrücken. Dieser ganze Hass, diese Klüngelwirtschaft, einer misstraut dem anderen..

    Stark vereinfacht gesagt scheint jemand ein Interesse zu haben, dass deutsche und türkische Arbeiter und Angestellte nicht gemeinsam auf die Straße gehen, wenn z.B. Sparpakete beschlossen werden. Die deutsche Seite muss denken, dass die Türken für soziale Probleme und Unruhen verantwortlich sind und die türkische Seite muss denken, dass die Deutschen fremdenfeindlich und ungerecht sind.

  79. Deutschsprecher,
    im Gegensatz zu Ihnen, vermutlich, arbeite ich in einem Brennpunkt. Ich arbeite ständig mit Migranten zusammen, seit Jahrzehnten.
    Wo soll’s denn knallen? Es ist doch eher so, dass die Probleme abnehmen.
    Wir werden die Integrationspolitik, die ja noch nicht lange betrieben wird, fortsetzen — die deutsche Wirtschaft braucht besser ausgebildete Menschen aus dem Inland — also wird es ein paar Reformen geben, die dafür sorgen werden …

    Ich kann nichts dafür, dass ich älter bin als Sie. Und dass ich in München lebe, wo es vielleicht einen höheren Anteil an Migranten und an Muslimen gibt als da, wo Sie wohnen, und wo es trotzdem – dank kluger rot-grüner Stadtpolitik – recht friedlich zugeht.

    Und wie kommen Sie auf Massen(!)einwanderung? Haben wir die jetzt? Unser Problem ist doch nicht, dass zu viele einwandern, sondern zu wenige. Deutschland schrumpft, oder? Es werden jetzt jedes Jahr weniger.

    Dass Globalisierung nichts ist, was Sie verstehen oder verstehen wollen, haben wir schon gemerkt. IHR Problem. Wenn alles global zusammen hängt, muss man eben versuchen, global zu denken. SIE wollen und können das nicht. Darum werfen Sie es anderen vor, die es wollen und können.

    Ein gewissen Augenzwinkern hin zu KM kam mir ins Gesicht, als ich das von Ihnen gelesen habe:

    dass Sie fast schon zu den Bestverdienern gehören. –

    Im Internet kann ja jeder behaupten, was er will. Aber dass jemand, der nahe dem Spitzensteuersatz verdient, eine Stunde oder mehr jeden Tag hier an diesem kleinen Blog seine Meinung loszuwerden, und das über Monate hinweg — also, Deutschsprecher, dass ist ENTWEDER ein ungeheures Kompliment an dieses Blog — oder ein klitzekleiner (erlaubter!) Schwindel. Aus Eigeninteresse glaube ich natürlich eher an ersteres.

    Toll. Jemand, der knapp vor dem Spitzensteuersatz steht — muss ja doch wohl ziemlich im Arbeitsstress stehen jeden Tag, hohe Verantwortung schultern, ziemlich Leistung bringen … und trotzdem nimmt der sich Zeit, uns hier zu beehren. Mit ca. 10 posts pro Tag.

    DANKE!

    (Na ja, wenn ich mal bedenke, wie wenig Sie von Wirtschaft und von Globalisierung verstehen, weiß ich nicht so recht, in welchem Bereich Sie sooo vieeel verdienen.)

    Lassen Sie mich in Ruhe, was habe ich Ihnen getan? Was wollen Sie von mir? Gehen Sie mit Ihren Muslimen in Frieden aber gehen Sie. Ich will Sie und sie nicht….

    Soll ich das den Bierchen zuschreiben — oder verrät sich hier mal wieder eine gewisse Inkonsequenz: Sie brauchen hier doch weder zu lesen noch zu schreiben, wenn es Ihre Ruhe stört. Würden Sie sich um die Muslime hier in Deutschland nicht kümmern, würden Sie kaum merken, dass überhaupt welche da sind. SIE rempeln die Muslime aggressiv an – und dann beschweren Sie sich, dass Ihnen ständig Muslime im Weg sind?

  80. @KM :) Genauso habe ich es gemeint. (Danke. Ich neige manchmal zu ausschweifenden Formulierungen :) )

  81. Deutschsprecher meint:

    @Silvia

    Ich bin geschieden und Mutter einer Tochter. Auf dem Arbeitsmarkt sieht es mau für mich aus, ganz einfach weil ich eine Frau bin und ein Kind habe.

    Vielleicht eher, weil sie konvertiert sind und der Islam hierzulande (nicht ganz unbegründet) keinen guten Ruf genießt. Irgendwie passt das auch ins Bild: Geschieden, beruflich gescheitert und dann zum Islam gewechselt, weil dieser “Halt” bietet ;)

    Diese ganze Situation hier in unserem Land geht mir tierisch auf den Keks, um es mal etwas salopp auszudrücken. Dieser ganze Hass, diese Klüngelwirtschaft, einer misstraut dem anderen..

    Sozialneid und Korruption gibt es leider überall auf der Welt. Ansonsten hätte ich Ihnen jetzt geraten, auszuwandern, wenn Sie hier sooo unzufrieden sind. Versuchen Sie’s doch mal in einem islamischen Staat. Gut, da müssen Sie Ihre Menschenrechte als Frau an der Grenze abgegeben, aber vielleicht wird dort ja nicht so schlimm geklüngelt und gehasst (außer die Ungläubigen, natürlich).

  82. Kaiserliche Majestät meint:

    Irgendwie passt das auch ins Bild: Geschieden, beruflich gescheitert und dann zum Islam gewechselt, weil dieser „Halt“ bietet ;)

    Nun, Ihre Art über andere zu Urteilen, zeigt sehr schön, was Ihnen fehlt.

    Welt. Ansonsten hätte ich Ihnen jetzt geraten, auszuwandern, wenn Sie hier sooo unzufrieden sind.

    Na, dann sollten Sie es vormachen.

  83. Deutschsprecher meint:

    @KM

    Hmm, dass heißt wohl, dass die von Sarrazin vorgeschlagenen 50 000 Euro Geburtenprämie pro Kind(!) von Akademikerpaaren unter 30 Jahren wohl auch nur die Spreu vom Weizen trennen soll

    Gewissermaßen, ja. Wir brauchen ja mehr Akademiker und wenige Bildungsferne. Wenn wir letzteren weniger Anreize zur Reproduktion geben, verringert sich die Unterschicht und damit auch die Belastung des Sozialstaates.

    Es geht darum, dass jeder ein Leben in Würde führen und sein Leben frei gestalten kann. Dazu gehört meiner Ansicht, dass man die Möglichkeit haben muss, so zu verdienen, dass man eine Familie gründen, sich eine schöne Wohnung mieten, vielleicht sogar ein kleines Haus ansparen und sich einen Erholungsurlaub im Jahr leisten kann.

    Menschlich würde ich das jedem gönnen, es ist systemtechnisch in einer Leistungsgesellschaft aber nicht möglich. Manche Menschen haben leider nicht das Potential und in Billigjobs verdient man nunmal nicht soviel. Die theoretische Alternative wäre Sozialismus, aber der scheitert regelmäßig an seinem falschen Menschenbild.

  84. Kaiserliche Majestät meint:

    Gewissermaßen, ja. Wir brauchen ja mehr Akademiker und wenige Bildungsferne. Wenn wir letzteren weniger Anreize zur Reproduktion geben, verringert sich die Unterschicht und damit auch die Belastung des Sozialstaates.

    Und das kann man nur biologisch lösen?

    Menschlich würde ich das jedem gönnen, es ist systemtechnisch in einer Leistungsgesellschaft aber nicht möglich. Manche Menschen haben leider nicht das Potential und in Billigjobs verdient man nunmal nicht soviel.

    Die Menschen werden gezwungen(!), niedrigst bezahlte Arbeit anzunehmen, weil sonst das Arbeitslosengeld gestrichen wird. Mit Potenzial hat das überhaupt nichts zu tun.

    Die theoretische Alternative wäre Sozialismus, aber der scheitert regelmäßig an seinem falschen Menschenbild.

    Das ist völliger Unsinn. Weg von der Lohnentwicklung nach unten muss man kommen. Dafür braucht man keinen Sozialismus.

  85. Deutschsprecher meint:

    @Herr Leo

    München ist kein Brennpunkt. Berlin ist einer, Duisburg ist einer – um mal zwei Beispiele zu nennen. Sie haben einen lauen Job in der “Migratenindustrie”. Das gönne ich Ihnen ja auch, aber reden Sie bitte nicht von Brennpunkten.

    Knallen wird es wahrscheinlich aufgrund der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung und der zunehmenden ökonomischen Probleme. Das hat nur zu einem Teil mit Einwanderung zu tun (ethnische Konflikte).

    Ich weiß sehr wohl, was Globalisierung ist und bedeutet. Sie verwenden diesen Kampfbegriff, um Einwanderung zu legitimieren und schielen nebenbei auf Exporte. Das ist aber nicht alles.

    Da ich seit einigen Jahren mein eigener Chef bin, kann ich es mir meistens erlauben, zu tun, was ich möchte. Natürlich habe ich viel Verantwortung und dieser werde ich auch gerecht. Lassen Sie das mal meine Sorge nennen, Leo. Dank Notebook und Smartphone bin ich sehr flexibel und kann auch vom ICE oder sonstwo aus mal etwas schreiben. Trotzdem kotzt es mich an, dass ich mich an manchen Tagen fast kaputt mache und Leute wie Sie – ich nehme an, Ihr Verein wird mit Steuergeldern gefördert – großzügig MEIN Geld an irgendwelche Ausländer verteilen wollen.

  86. Deutschsprecher meint:

    @KM

    Was die Lohnentwicklung angeht, stimme ich Ihnen zu. Obwohl Unternehmer, bin ich sogar für Mindestlohn, da ich weiß, dass nur anständig bezahlte Mitarbeiter gute (motivierte) Mitarbeiter sind. Bei mir gibt es auch kein Dumping. Jetzt muss ich erstmal wieder Schluss machen. Später habe ich aber eventuell nochmal Zeit, mich in diese sehr interessante Diskussion einzubringen.

  87. Kaiserliche Majestät meint:

    MEIN Geld

    Diese Einstellung ist das Problem.

  88. @Deutschsprecher
    Meine berufliche Situation hat nichts mit der Konversion zu tun, da das hier kaum einer weiß. Auch lag die zeitliche Abfolge genau andersherum. Beruflich gescheitert bin ich ebenfalls nicht. Ich habe lediglich gesagt, dass einem in meiner Situation ständig Steine in den Weg gelegt werden. Genau lesen bitte!

  89. Kaiserliche Majestät meint:

    da ich weiß, dass nur anständig bezahlte Mitarbeiter gute (motivierte) Mitarbeiter sind.

    Eben, keiner würde sich die Mühe machen zu arbeiten, wenn er nur 100-200 Euro im Monat mehr bekommt. Deswegen läuft das über Zwang. Die Lösung von Leuten wie Sarrazin ist es, Transfergelder immer weiter zu kürzen, um “Anreize” zu schaffen. Das ist letztendlich eine Spirale nach unten. Ziel muss eben sein, die Menschen ordentlich zu entlohnen.

  90. Deutschsprecher,
    München müsste doch eigentlich ein Brennpunkt sein, haben wir doch mehr Migranten und mehr Muslime, auch prozentual, als Duisburg oder Berlin.

    Duisburg und Berlin haben größere SOZIALE Probleme, weniger Arbeitsplätze und mehr Arbeitslosigkeit — das macht den Hauptunterschied.

    So ist das Problem kein ethnisches, sondern ein soziales.

    Das SIE ethnisieren.

    Warum ethnisieren Sie ein soziales Problem?

    Globalisierung ist ein KAMPFBEGRIFF? – Da reden Sie doch bitte mal mit Siemens darüber!

    Einerseits tun Sie so, als ob Sie auf der Seite der Wirtschaft wären, andererseits möchten Sie gern die Voraussetzungen für unseren wirtschaftlichen Erfolg untergraben.

    Also, nach Ihrer durchzechten Nacht mit dem bierigen Outing von letzter Nacht erzählen Sie uns jetzt, rechtschaffen verkatert, dass Sie sich an manchen Tagen fast kaputt arbeiten und dass es Sie ankotzt, so viele Steuern zu bezahlen – und das auch noch für diese blöden Migranten.

    Daraus schließe ich:

    1. Sie gehören zur Mittelschicht, die tatsächlich Steuern zahlt. Nicht zur Oberschicht, die das relativ wenig tun muss, weil unsere Steuergesetze zu deren Gunsten gemacht worden sind.

    2. Sie buckeln nach oben und treten nach unten: Statt die Banksters und Steuerflüchtlinge und Schlupfloch-Füchse – die ganze neoliberale Mafia als Problem und Gegner zu erkennen, hacken Sie lieber nach unten, hacken Sie lieber auf die wehrlosen Muslime ein. Typisches Verhalten von Kleinbürgern, die auf dem absteigenden Ast sind.

    3. Mit der Integrationsarbeit eines Integrationsbetriebs wie der InitiativGruppe werden die Migranten QUALIFIZIERT. Sie können dank uns mehr leisten, privat, schulisch und in der Arbeit – wodurch insgesamt die Wirtschaft und damit indirekt auch Sie gefördert werden. IHRE Steuergelder sind also bei uns gewinnträchtig angewendet: eine weitsichtige Investition, die ein Vielfaches von dem erwirtschaftet, was reingesteckt wurde. – Wie kommt es, dass Sie diesen einfachen Zusammenhang nicht erkennen? – Offensichtlich mangelt es Ihnen an wirtschaftlicher Kompetenz.

    4. Sie arbeiten zu viel. Vielleicht, weil Sie zu teuer leben. Sie machen sich selber unglücklich, und unglückliche Leute sind in der Gefahr, sich so zu verhalten, dass sie auch andere unglücklich machen.

  91. Kaiserliche Majestät meint:

    Zu Punkt 3 möchte ich noch anmerken, dass sich durch solche Ansichten meistens auch verrät, was man für eine wirkliche Meinung hat.

    Auf der einen Seite möchte man nicht, dass Migranten vom Sozialsystem leben.

    Auf der anderen Seite wird aber kritisiert, wenn der Staat seine Pflicht wahrnimmt und diese Menschen mit Steuergeld aufbaut, damit sie eben nicht mehr auf Transfergeld angewiesen sind und im besten Fall ein zigfaches der Ausbildungskosten zurückwirtschaften können.

    Das führt dann wieder dazu, dass man hier überhaupt keine Migranten haben will (wegen der ‘Überfremdung’ usw.). Sicherlich wird derjenige das bestreiten und betonen, dass er qualifizierte Migranten sehr wohl begrüßt. Nun, ich kenne einen Iraner, der Zahnmedizin studiert hat und der darf in Deutschland übrigens nicht praktizieren, weil sein Abschluss aus irgendeinem Grund nicht anerkannt wird. Siehe auch hier: http://initiativgruppe.wordpress.com/2011/03/25/anerkennung-auslandischer-abschlusse-ein-gesetz-mit-teufel-im-detail/

  92. Der Deutschsprecher kommt mir irgendwie bekannt vor…

    Wobei ich jetzt einfach nur mal anmerken will: Vor ein paar Tagen sah ich im TV, in den Nachrichten, wie tunesische Flüchtlinge auf Lampedusa Polizisten mit Steinen beworfen haben. Coole Typen, die sehr lässig agierten. Da muss man sich nicht wundern, dass deren Abschiebung gefordert wird. Wohlgemerkt: nicht von mir, aber man sollte von der Masse nicht erwarten, dass die solche Leute aufnehmen will. Da ist Schluss mit der Dialektik.

  93. Kaiserliche Majestät meint:

    Typisches Verhalten von Kleinbürgern, die auf dem absteigenden Ast sind.

    Oder Angst davor haben, auf diesen Ast zu geraten. Wo wir dann wieder bei Punkt ankommen: “Die unteren Schichten haben nicht das Geld, die oberen Schichten keine Zeit bzw. andere Ziele (Karriere geht vor) und die Mittelschicht hat Zukunftsangst.”

  94. Genova,
    wär ich Innenminister, wär ich vermutlich ein ziemlich harter Typ. Unsentimental.
    Ich würde kühl feststellen, dass wir nicht alle, die nach Deutschland wollen, aufnehmen können und aufnehmen wollen, und zweitens, dass wir bei der Aufnahme wählen – Asylgründe sind ein Kriterium, wirtschaftlicher Nutzen für Deutschland ein zweites, Förderung sich entwickelnder Länder wie Tunesien ein drittes. In allen drei Fällen sind Grenzen zu setzen – und gegebenenfalls Rückführungsaktionen durchzuführen.
    Ich hätte da kein schlechtes Gewissen.
    Wenn ich destruktives Verhalten bei Leuten entdecke, die aus wirtschaftlichen Gründen kommen wollen, sag ich NO!

    Aber WENN ich Leute aufnehme, dann sorge ich auch dafür, dass die Bedingungen der Integration und des Lernens für sie optimal werden. Dann sorg ich für ein nicht nur symbolisches Willkommen. Dann sag ich: Werdet ein Teil von uns! Und schaffe dafür die Bedingungen.

    Das Problem in Deutschland und Europa ist – und das sehen wir wohl ähnlich – die Hysterie, der Mangel an Realitätssinn und an Integrationsbereitschaft bei einer Mehrheit der Bürger, die die unvermeidliche globale Öffnung des Nationalstaats nicht verstehen und nicht akzeptieren können.

    Da könnte es mir als Innenminister auch passieren, dass ich gezwungen wäre, die Grenzen enger zu setzen, als es für Deutschland gut ist.

  95. Kaiserliche Majestät meint:

    Vor ein paar Tagen sah ich im TV, in den Nachrichten, wie tunesische Flüchtlinge auf Lampedusa Polizisten mit Steinen beworfen haben. Coole Typen, die sehr lässig agierten. Da muss man sich nicht wundern, dass deren Abschiebung gefordert wird.

    Es gibt auch Aufnahmen, die zeigen, wie einige von denen randalieren. Das war vielleicht eine Gruppe von 10 Leuten. Wie schon gesagt, solche Idioten führen dazu, dass ein gewisses Bild von den Flüchtlingen entsteht. Das keineswegs 20 000 Flüchtlinge so ausgetickt sind, sondern nur die paar Spinner, wird dann ganz schnell vergessen.

  96. “Wir wollen die Ungleichheit. Wir haben nichts dagegen, wenn diese globale Ungleichheit zunimmt — aber diese eine Folge der Ungleichheit wollen wir nicht: die Fluchtbewegung. (Und natürlich auch nicht, dass die Verzweifelten zu verzweifelten – terroristischen – Mitteln greifen.)”

    Wer keine Flüchtlinge will, hat für ein gerechteres Wirtschaftssystem zu sorgen. Wer allerdings randaliert, hat sein Gastrecht verwirkt und deb würde ich an die Luft setzen.

    Deutschsprecher hat anscheinend nichts Besseres zu tun, als Silvia persönlich unterhalb der Gürtellinie anzugreifen, ekelhaft .
    Auch wir sind übrigens selbständig und es tut uns in der Seele weh, dass UNSER GELD den Banken sonstwohin geschoben wird!

    Nach oben buckeln und nach unten treten, das hatten wir doch schon mal.

  97. Deutschsprecher meint:

    Da ich gerade etwas Luft habe, schalte ich mich kurz in die Diskussion ein. Heute Abend, je nach Zeit und Laune, ggf. mehr…

    @Herr Leo

    Ich kenne München nur flüchtig. Es ist aber wohl kein Brennpunkt, was sicher auch, aber nicht nur soziale Ursachen hat. In Ihrem Umfeld kam es dennoch ebenso bereits zu ethnisch motivierten Übergriffen auf Deutsche. Ich erinnere mich an den Fall eines Rentners vor wenigen Jahren, ich glaube, der war zufällig auch Lehrer. Dieser Herr wurde von Ausländern deutschfeindlich beschimpft und anschließend beinahe tot getreten.

    Zu meiner Person: Ich war jahrelang Angestellter, später in leitender Position. Das war jedoch eher unbefriedigend. Vor einigen Jahren entschloss ich mich zum Sprung ins kalte Wasser und habe es nicht bereut. Details möchte ich hier aus verständlichen Gründen nicht preisgeben, nur soviel: Umsätze und Gewinne steigen trotz Finanzkrise von Jahr zu Jahr und müsste ich mit meinen Steuern das Sozialsystem für Prekariat und Migranten zwangsfinanzieren, wäre ich heute bereits Millionär. So bin ich das, was man als “gut situiert” bezeichnet. Kleine Auszeiten wie den Spaß in Ihrem Blog gönne ich mir da zwischendurch. Das Internet ist schon eine tolle Sache. Dies aber nur am Rande.

    @KM

    In der Tat vertrete ich die Meinung, dass wir in Deutschland zu viele Migranten haben. Vor allem zu viele, die uns Geld kosten und wenig einbringen (von den zahlreichen Kriminellen will ich gar nicht erst anfangen). Ich bin nicht ausländerfeindlich, wie Sie mir vielleicht unterstellen. Ich plädiere jedoch für ein gesundes Augenmaß. Die Einwanderungspolitik muss sich nach deutschen Interessen ausrichten, nicht nach denen der Ausländer.

    @Genova68

    meine Dame (oder mein Herr), kennen wir uns etwa? Ihr Name sagt mir leider nichts.

  98. ethnisch motivierten Übergriffen auf Deutsche —

    Also, wenn ein Deutschtürke eine Bank überfällt, ist das ethnisch motiviert? Wenn mir ein Taschendieb aus Serbien den Geldbeutel aus der Hosentasche zieht, ist das ethnisch motiviert? Motiviert ist es schon, aber die Ethnie spielt da doch wohl nicht die Rolle, die Sie hier — hetzerisch — unterstellen: Ach, der ist ein Deutscher, den beklauen wir jetzt! Den schlagen wir jetzt zusammen! Und diese Bank, das ist eine deutsche Bank, die überfalle ich jetzt!

    Fehlt noch, dass Sie annehmen, ein Imam in München würde den Jungs raten, Deutsche zusammenzuschlagen.

    Weiters fällt mir auf: In der Regel sind diese Fälle gewalttätiger Jugendlicher in München solche, in denen Jungs ohne Migrationshintergrund tätig werden. Besonders spektakulär: der Fall Brunner.

    Man könnte das Spiel mit den (seltenen) Beispielen auch umdrehen: Hat da nicht – vermutlich – ein deutscher Familienvater zwei Kinder bestialisch ermordet? — München ist ein Brennpunkt des Kindermords! Deutsche Familienväter sind gefährlich!

    Die Art, wie Sie also das eine Beispiel verwenden, in dem ein türkischer und – wenn ich mich richtig erinnere – ein jugoslawischer Junge einen alten Mann zusammengeschlagen haben, ist das, was ich als Hetze bezeichne. Sie verwenden es zur bösartigen Verallgemeinerung.

    Was motiviert SIE dazu?

    Die Einwanderungspolitik muss sich nach deutschen Interessen ausrichten, nicht nach denen der Ausländer.

    Um dem eigenen Interesse gerecht zu werden, muss man manchmal etwas im Interesse auch der anderen tun. Siehe dazu meinen Kommentar von vorhin.

  99. Aha, Redford ist jetzt also Unternehmer und hat gerade ein wenig Luft. Vom Arbeitslosen zum erfolgreichen Leistungsträger in vier Wochen. Da sage noch einer, dieses Land böte keine Chancen…

    IG,
    ich stimme zu.

  100. Kaiserliche Majestät meint:

    Das ist nicht Redford.

    Ich kenne München nur flüchtig. Es ist aber wohl kein Brennpunkt, was sicher auch, aber nicht nur soziale Ursachen hat.

    Ich denke mal eher, dass München sich um seine “Brennpunkt”-Viertel, im Gegensatz zu Berlin und Duisburg, gekümmert hat. In Berlin scheinen die Verantwortlichen in den letzten Jahren wohl auch etwas aktiver geworden zu sein.

  101. “Das ist nicht Redford.”

    Mein sicheres Gespür für Geschriebenes trügt mich nur selten.

  102. Deutschsprecher meint:

    @Herr Leo

    Sie haben mich falsch verstanden oder falsch verstehen wollen(?). Das Beispiel sollte aufzeigen, dass auch München nicht frei von Konflikten ist und manche dieser Konflikte eben ethnisch motiviert sind. Eine Verallgemeinerung oder Hetze sehe ich darin nicht.

    Zum eigentlichen Thema (Flüchtlinge und was Europa tun sollte) schreibe ich, wie angekündigt, vielleicht später noch etwas. Habe im Augenblick nicht genügend Zeit.

    @Genova68

    Um Ihr Gespür ist es nicht gut bestellt. Ich bin nicht dieser “Redford” und ich war in meinem Leben noch nie arbeitslos. Wer soll das sein und wer sind SIE überhaupt?

  103. “Die Einwanderungspolitik muss sich nach deutschen Interessen ausrichten, nicht nach denen der Ausländer.”

    das ist richtig. Allerdings müssen Sie zugeben, dass sich die allgemeine Wut auch gegen muslimische Inländer richtet, die weder dem Staat auf der Tasche liegen, noch kriminell sind. Ihr einziger Fehler ist, dass sie Muslime sind. Die Islamophobie liegt mit Sicherheit nicht im deutschen, sondern eher im israelischen Interesse. Schon 2003 sagte Sharon, es gäbe zu viele Muslime in Europa, die angeblich das Leben von Juden in der EU gefährden würden.
    Und jetzt bekennt sich der antiislamische Rechtspopulismus offen zum Zionismus:

    http://die-rote-fahne.eu/viewtopic.php?t=63146&highlight=Pal%C3%A4stina

    Das ist garantiert NICHT im Interesse Deutschlands.

  104. Auch München ist nicht frei von Konflikten.
    Ja mei, sagen Sie mal, wer wie oder was auf dieser Welt frei von Konflikten ist?

    Wer sich einen Konflikt rauspickt und dann so tut, als ob da ein Fall vorliegt, den man einer ganzen Gruppe in die Schuhe schieben kann — da kann es zur Hetze werden.

    Wieso bringen DIE Deutschen ständig ihre Kinder um, Deutschsprecher? Können Sie mir mal diese Frage beantworten?

  105. Kaiserliche Majestät meint:

    Sie haben mich falsch verstanden oder falsch verstehen wollen(?). Das Beispiel sollte aufzeigen, dass auch München nicht frei von Konflikten ist und manche dieser Konflikte eben ethnisch motiviert sind. Eine Verallgemeinerung oder Hetze sehe ich darin nicht.

    Ich verstehe nicht ganz, worauf Sie hinaus wollen? Was soll uns das nun sagen? Das ethnische Konflikte hauptsächlich von Nichtdeutschen ausgehen? Am Wochenende haben gerade erst 20 Rechtsextreme in Winterbach eine Gruppe von Türken und Italienern verfolgt und versucht eine Hütte anzuzünden, in der sich die Flüchtenden versteckt haben. DAS ist ethnisch motivierte Gewalt.

  106. komisch, mein Beitrag ist weg….

    Hm.
    Manchmal landet ein Beitrag ohne mein Zutun in der Warteschleife oder im Spam. Dann hol ich ihn schon raus.

    Sorry.
    Leo

  107. Deutschsprecher meint:

    @Leo

    Hetze ist nicht meine Sache. Ich lehne Gewalt und Diskriminierung ab. Als bekennender Homosexueller weiß ich zu gut, was Diskriminierung bedeutet (übrigens auch durch Muslime). Ich halte mich deshalb lieber an Fakten. Was ich nicht mag: Mit zweierlei Maß messen, siehe meine folgende Antwort auf KM.

    @KM

    So schlimm solche Vorkommnisse natürlich sind, stelle ich mir die Frage: Woher wissen Sie eigentlich, dass die “Rechtsextremen” ethnisch motiviert gehandelt haben und nicht bloß typische Schläger waren, die auf Gewalt aus waren? So etwas kommt deutschlandweit schließlich sehr oft vor. Wenn in der U-Bahn oder S-Bahn etwa zum x. Mal in wenigen Monaten irgendwelche Migranten oder Personen mit Migrationshintergrund ein (deutsches) Opfer ausrauben, verletzten oder ins Koma prügeln, unterstellen Sie bestimmt keine ethnisch motivierte Gewalt. Selbst dann nicht, wenn laut Medien in vielen Fällen Sprüche wie “Scheiss Deutscher” o.Ä. gefallen sein sollen. Warum eigentlich?

  108. Polenta meint:

    @Fatima

    Die ist bestimmt aus Versehen beim Mossad gelandet :-)

  109. Kaiserliche Majestät meint:

    Woher wissen Sie eigentlich, dass die „Rechtsextremen“ ethnisch motiviert gehandelt haben und nicht bloß typische Schläger waren, die auf Gewalt aus waren?

    Woher wollen Sie es bei den Migranten wissen? Gerade da muss es doch nachgewiesen werden, wenn Sie es behaupten. Interessant ist, dass Sie bei offensichtlich deutschen Tätern sofort in der Lage sind zu differenzieren.

    Zum Fall in Winterbach: http://endstation-rechts.de/index.php?option=com_k2&view=item&id=6112:neonazis-jagen-migranten-und-z%C3%BCnden-haus-an&Itemid=410

  110. Sorry, der Mossad sind diesmal ausnahmsweise unschuldig, es lag wohl an der Warteschleife. Danke fürs Rausholen :-)

    “Wieso bringen DIE Deutschen ständig ihre Kinder um, Deutschsprecher?”

    Ja, so herum könnte man in der Tat auch mal fragen. Leider gibt es aktuell wieder einen traurigen Fall in Langelsheim /Niedersachsen. Eine Mutter hat zwei ihrer drei Kinder umgebracht.

  111. Deutschsprecher meint:

    @KM

    Ich weiß es nicht und habe das dementsprechend auch nicht behauptet. Sie müssen schon genauer lesen. Ich stelle jedoch die Frage in den Raum, weshalb Übergriffe auf Migranten scheinbar automatisch rassistisch sind, während Migranten sich an Deutschen vergehen können, ohne sich diesem Vorwurf auszusetzen.

    Im Fall von Winterbach scheint die Sachlage eindeutig zu sein (Link) und ich hoffe, die Täter bekommen eine ordentliche Strafe.

    Da ich noch etwas Schreibtischarbeit für morgen erledigen muss, werde ich heute nicht weiter teilnehmen können. Gerne setze ich aber unser Gespräch morgen fort. Ihr Deutschsprecher.

  112. Kaiserliche Majestät meint:

    Ich weiß es nicht und habe das dementsprechend auch nicht behauptet. Sie müssen schon genauer lesen.

    Sie haben geschrieben:

    In Ihrem Umfeld kam es dennoch ebenso bereits zu ethnisch motivierten Übergriffen auf Deutsche. Ich erinnere mich an den Fall eines Rentners vor wenigen Jahren, ich glaube, der war zufällig auch Lehrer. Dieser Herr wurde von Ausländern deutschfeindlich beschimpft und anschließend beinahe tot getreten.

    Ich stelle jedoch die Frage in den Raum, weshalb Übergriffe auf Migranten scheinbar automatisch rassistisch sind, während Migranten sich an Deutschen vergehen können, ohne sich diesem Vorwurf auszusetzen.

    Umgekehrt wird ein Schuh draus. Überfälle auf Migranten sind keinesfalls automatisch rassistisch, außerdem behauptet das niemand. Es ging um den Unterschied zwischen dem Vorfall mit diesem Rentner (ihrer Ansicht nach ein rein ethnischer motivierter Überfall, was ohne genaue Kenntnis über den Hintergrund der Täter ziemlich weit hergeholt ist.) und dem Vorfall vom Wochenende. Um mehr ging es nicht.

  113. Deutschsprecher,
    wir möchten gern eine Antwort von Ihnen auf diese Frage:

    Wieso bringen DIE Deutschen ständig Kinder um?

    Bitte zieren Sie sich nicht! Und wenden Sie bitte die selbe Logik an, die Sie auch bei Ihren Verweisen auf Migranten, Türken, Muslime benützen.

  114. Kaiserliche Majestät meint:

    EU-Streit über Umgang mit “Flüchtlingen”

    Das verschleierte Problem der Wirtschaftsmigration

    Die Ströme an Einwanderern aus den nordafrikanischen Krisengebieten nach Europa reißen nicht ab. EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström will sie nun über die europäische Richtlinie für die Gewährung von vorübergehendem Schutz an Vertriebene in den Griff bekommen. Warum das kaum helfen wird und an den eigentlichen Problemen vorbeigeht, erklärt Julia Schieber.

    [...]

    Zur Deeskalation des Konflikts hat EU-Innenkommissarin Malmström nun vorgeschlagen, die Richtlinie 2001/55/EG über die Gewährung vorübergehenden Schutzes im Falle eines Massenzustroms von Vertriebenen anzuwenden.

    [...]

    Als “Vertriebene” definiert die Richtlinie Personen, die ihr Herkunftsland verlassen mussten und in dieses wegen der dort bestehenden Lage nicht zurückkehren können. Dazu zählen etwa Personen, die vor bewaffneten Konflikten fliehen oder die Opfer von systematischen Menschenrechtsverletzungen sind.

    Die meisten tunesischen Einwanderer, die momentan Europas Küsten erreichen, gelten jedoch als so genannte Wirtschaftsmigranten.

    [...]

    So lange die EU keine nachhaltigen Versuche unternimmt, die wirtschaftlichen Verhältnisse in den Fluchtländern zu verbessern und die EU-Subventionspolitik noch zur Verschärfung der Unterschiede beiträgt, so lange werden Menschen auf der Suche nach einer besseren Zukunft nach Europa kommen.

    [...]

    Arbeitssuchende als Flüchtlinge oder Vertriebene zu qualifizieren und durch völlig aussichtslose Initiativen zu suggerieren, dass Europa bereits rechtliche Lösungen für das Problem bereit halte, hilft indes niemandem. Dadurch wird der Blick auf den tatsächlichen Kern des Problems verschleiert: Eine fehlende Entwicklungs- und Kooperationsperspektive mit den Ländern der so genannten Dritten Welt.

    http://www.lto.de/de/html/nachrichten/3013/eu-streit_um_umgang_mit_fluechtlingen_das-verschleierte_problem_der_wirtschaftsmigration/

  115. “So lange die EU keine nachhaltigen Versuche unternimmt, die wirtschaftlichen Verhältnisse in den Fluchtländern zu verbessern und die EU-Subventionspolitik noch zur Verschärfung der Unterschiede beiträgt, so lange werden Menschen auf der Suche nach einer besseren Zukunft nach Europa kommen.”

    So und nicht anders sieht es aus.

  116. Hier nochmal was zur Flüchtlingsproblematik und das Verhalten der EU: http://islam.de/17810.php
    Man liest sich so einen Text durch, und schüttelt innerlich mit dem Kopf über das Verhalten der Gesellschaft. Und erschrickt darüber, dass man ja auch irgendwie zu dieser Gesellschaft gehört…

  117. Deutschsprecher meint:

    Islam.de – sehr interessant, die Seite.
    Dort gibt es auch einen Artikel über ein “muslimisches Sorgentelefon”. Da fragt man sich zwangsläufig, ob unseren muslimischen Mitbürgern denn das “normale Sorgentelefon” nicht gut genug ist. Mal ehrlich, es ist doch gerade diese Art von Extrawürsten und bewusster Abgrenzung, die bei vielen Deutschen bzw. Nicht-Muslimen auf Ablehnung stößt.

  118. Kaiserliche Majestät meint:

    Deutschsprecher, lief der Geschäftstermin nicht so gut?

  119. Deutschsprecher meint:

    Lesen Sie meine Antwort bei “Penzberger Moschee”.

  120. “Mal ehrlich, es ist doch gerade diese Art von Extrawürsten und bewusster Abgrenzung, die bei vielen Deutschen bzw. Nicht-Muslimen auf Ablehnung stößt.”

    Dann verurteilen S ie sicher auch jüdische Schulen, jüdische Kindergärten und vieles andere.

    Außerdem gibt es Vergleichbares auch für gläubige Christen, na und?

  121. Für Deutschsprecher gelten nicht die gleichen Regeln für alle. Katholiken, Protestanten und Juden dürfen sich zeigen, dürfen fordern, dürfen mitreden — die Muslime nicht. Da ist alles, was die Religion als Eigenes einbringt (vom Minarett bis zu halal-Speisen) eine Extrawurst.

    Deutschsprecher weiß also nicht, was das bedeutet: Gleiche Rechte für alle!

    Ihm ist also die Grundlage der deutschen Kultur fremd. Er ist undeutsch. Unaufgeklärt.
    Für ihn ist es Deutsch, wenn man diskriminiert. Das aber ist ein anderes Deutschland, als es unsere Verfassungsordnung politisch einfordert.

    Wer politisch die Diskriminierung von Menschen einer bestimmten Gruppe fordert, ist ein Verfassungsfeind.

  122. Manfred O. meint:

    Tja Herr Brux, wenn z.B. ich diesen Text von 11.25 Uhr hier eingestellt hätte, aber mit ANDEREN Vorzeichen, hätten Sie ihn dann freigeschaltet ? Nein? Sehen Sie.

    Das liegt an Ihrer Zensor-Gutsherrenart. Wer in einer Art WIE SIE zensiert, ist ein Verfassungsfeind, Herr Brux. Das können Sie versuchen, zu übertünnchen,verschwinden lassen, aber es scheint IMMER durch.

    P.S. Nur lesen. Nicht freischalten. Bitte.

  123. Der Admin hat hier Hausrecht, kann also freischalten, was er will. Das mag einem gefallen oder nicht. Aber deswegen ist man noch lange kein Verfassungsfeind, denn niemand ist verpflichtet, alles freizuschalten.

  124. Manfred O.,
    überlegen Sie sich das doch mal. Wir können das Vorzeichen ändern, genau. Was kommt dann heraus?

    Diskriminierung ist Deutsch. Wer nicht diskriminiert, ist undeutsch. Unsere Verfassungsordnung fordert uns auf zur Diskriminierung von Minderheiten …

    Ist das so? Ihrer Meinung nach?

    Wer für Diskriminierung ist, kann das hier ruhig darstellen und begründen. Sie oder Deutschsprecher oder wer immer. Aber man muss sich auch an die Regeln halten, die ich für die Kommentatore aufgestellt habe.

    Sie bestreiten ja grundsätzlich, dass ein Blogger für sein eigenes Blog Zensurregeln aufstellen darf …

    Wie lautet denn IHRE Antwort auf meine Frage:

    Sind die Deutschen Kindermörder?

    (Wobei Sie sich bitte die erschreckend lange Liste der Fälle vorhalten sollten, in denen Deutsche in den letzten Jahren Kinder umgebracht haben. Eltern vor allem ihre eigenen.)

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