Graue Wölfe: die “NPD” der Deutschtürken?

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Das Neue Deutschland stellt folgende Preisfrage:

Wie heißt die stärkste Organisation des militanten Rechtsextremismus in Deutschland?

Nein, es nicht die NPD. Die hat »nur« über 6600 Mitglieder – Geheimdienstspitzel eingerechnet. 7000 Rechtsextremisten sind hingegen in der »Föderation der Demokratischen Türkischen Idealistenvereine« vereint, einer in Deutschland aktiven Dachorganisation, die der türkischen Partei MHP nahe steht. Den Grauen Wölfen also.

Ihre Hochburg ist NRW. Hier leben und agieren etwa die Hälfte der Grauen Wölfe Deutschlands. Die Übergriffe sollen sich mehren.

Was charakterisiert die türkischen Faschisten?

Sie streben ein großtürkisches Reich nach ihren Moralvorstellungen an und hassen und bekämpfen alle, die diesem Ziel vermeintlich oder tatsächlich im Wege stehen. Zuvörderst Kurden, aber auch Juden, Schwule, natürlich Linke und überhaupt Andersdenkende. Ahnherr der Bewegung ist der Hitler-Verehrer Alparslan Türkes.

Sie zeigen sich vor allem

  • in ca. 150 “Kulturvereinen” (die Hälfte davon in NRW)
  • in Massenveranstaltungen mit 7.000 bis 8.000 Teilnehmern (alle 2 Jahre)
  • in Angriffen auf Kurden und deren Einrichtungen

In den letzten Wochen hatten Graue Wölfe mehrfach in NRW-Städten randaliert – insbesondere am vorletzten Oktoberwochenende.

In Duisburg wurden fünf Polizeibeamte verletzt. In Hagen attackierten 150 Rechte einen kurdischen Kulturverein mit Dachlatten und Steinen.

In Köln versuchten etwa 150 Rechtsextreme, die Keupstraße (»Klein-Istanbul«) zu stürmen. Nur ein massives Polizeiaufgebot konnte verhindern, dass die extrem Rechten Schaufenster des Malakurda-Hauses einschlugen.

Stets entwickelte sich die Gewalt aus so genannten »Friedensdemonstrationen« gegen PKK-»Terror in der Türkei« heraus.

Man wirft den Grauen Wölfen auch vor, an den Schulen zu agitieren und dort ein “Klima der Angst” zu verbreiten.

Der Deutschlandkongress 2011 der Grauen Wölfe hat kürzlich in der Essener Gruga-Halle stattgefunden und kaum öffentliche Resonanz gefunden. Auf Antrag der Grünen sollte der Essener Integrationsrat diese Veranstaltung vorab verurteilen: »Kein Raum für Rechtsextremismus und Völkerhass in der Grugahalle!« Dem Integrationsrat bereitete ein solches Nein Bauchschmerzen, der Antrag fand nur eine knappe Mehrheit.

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Entschlossen bekämpft werden die Grauen Wölfe etwa in Bochum durch ein überparteiliches »Bündnis gegen Rechts« mobil – mit einer »Zeitung gegen Rechts« (www.bochumgegenrechts.de).

Dort knöpft man sich den örtlichen “Kulturverein” der Grauen Wölfe vor.

Der DGB-Chef von Ruhr-Mark Michael Hermund schreibt darin:

Die Grauen Wölfe sind eine nationalistische türkische Organisation, die Andersdenkende diskriminiert und andere Nationalitäten sowie Religionen zu Sündenböcken machen will. Sie sind zutiefst undemokratisch, indem sie Feindbilder schüren.

So notwendig wie das Verbot der NPD ist, so notwendig ist das Verbot der Grauen Wölfe. Beide Gruppen begründen ihr Selbstverständnis auf Ausgrenzung, Menschenverachtung und Rassismus.

Mustafa Calikoglu (Die Grünen) stellt fest, dass

die Reethnisierungstendenzen welche von den Grauen Wölfen gepflegt werden, nicht den Lebensrealitäten der türkischen Migrantinnen und Migranten in Deutschland entsprechen. Im Gegenteil, die Migrantinnen und Migranten wollen Teilhabe und Akzeptanz in der deutschen Mehrheitsgesellschaft.

In der praktischen Arbeit vor Ort behindern Gruppierungen wie die Grauen Wölfe in Dahlhausen das friedliche Zusammenleben im Stadtteil und versuchen die Gesellschaft zu spalten. Ein Verein wie der in Dahlhausen hemmt die Integration und versucht durch Hass und Abgrenzung, sowie der Überhöhung einer sogenannten türkischen Rasse gegenüber Anderen, eine Segregation herbeizuführen.

Wir dürfen in einer multikulturellen Gesellschaft keinen Rassismus dulden, egal ob deutsch, russisch oder türkisch, ein Rassist bleibt ein Rassist!

Sevim Dagelen (MdB Die Linke) erklärt, dass

die Grauen Wölfe, genau wie die Rechtspopulisten, eine ernsthafte Gefahr für die Demokratie und eine offene, tolerante Gesellschaft sind.

Mit ihrer völkischen Ideologie und demokratiefeindlichen Haltung besitzen sie ein Weltbild, das von Hass auf Linke und Andersdenkende geprägt ist.

Sie ähneln darin den neofaschistischen Gruppen und Parteien in Deutschland, mit denen zum Teil eng kooperiert wird.

Eine Verharmlosung der Grauen Wölfe ist naiv und fahrlässig. Völkischer Nationalismus und die Ablehnung einer offenen und toleranten Gesellschaft darf nicht geduldet oder gefördert werden, egal welchen Ursprungs sie sind.

Nuray Boyraz weist darauf hin, dass die Grauen Wölfe sehr erfolgreich unter den jugendlichen Männern werben und ständig stärker werden. Sie wendet sich gegen die Grauen Wölfe, weil

sie eine antidemokratische und faschistische Bewegung sind und weil ich für eine offene, freie und demokratische Gesellschaft bin, in der sich jeder Mensch unabhängig seiner Gesinnung, Herkunft und Religion frei entfalten sollte.

DieGrauen Wölfe lehnen dies jedoch mit ihrer antidemokratischen und rassistischen Weltanschauung ab.

Die Verantwortlichen in unserer Gesellschaft müssen endlich begreifen: Was passiert wenn Jugendliche aus der Mehrheitsgesellschaft ausgeschlossen werden?

Bemerkenswert finde ich besonders Thilo Sommers (GEW) Statement. Man müsse den faschistischen Grauen Wölfen die Rote Karte zeigen, weil von ihnen

die altbekannte Mischung aus amerikanisch-jüdischer Weltverschwörung, Antikommunismus und Rassismus in unsere Schulen getragen wird. SchülerInnen und LehrerInnen werden vermehrt beschimpft und bedroht.

Diese Umtriebe kommen aus einer unerwarteten Richtung. Junge MigrantInnen wurden bislang eher als schutzbedürftige soziale Gruppe wahrgenommen, nun werden aus diesem Umfeld gewalttätige Aktionen organisiert.

Es ist die fehlende Bereitschaft der politisch Verantwortlichen, Integration und wirtschaftliche Teilhabe von MigrantInnen zuzulassen (man muss sich hier nur die Arbeitslosenzahlen unter den jugendlichen Migranten ansehen).

Dazu kommen wohlmeinende Multikulti-Ideen, die die Bewahrung kultureller Unterschiede der zugewanderten Bevölkerung vor deren wirtschaftliche und soziale Einbindung stellen.

Dies hat dazu geführt, dass sie sich ausgeschlossen fühlen und es in ihren abgesonderten Wohnvierteln auch tatsächlich sind.

Die Schule ist die Gesellschaft im Kleinen: dort werden Lehrerinnen und Lehrer unmittelbar mit diesen Problemen konfrontiert. Gut gemeinte erklärende pädagogische Konzepte alleine werden nichts ausrichten, wenn sie nicht mit einer Zukunftsperspektive für junge MigrantInnen einhergehen. Damit können diese endlich in unserer Gesellschaft ankommen.

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In der WELT führt Stoldt ein Interview mit dem CDU-Politiker Olaf Lehne (NRW).

Welt Online: Rhetorik hin oder her, die Wölfe leisten immerhin ordentliche Jugendarbeit und holen die Jungs von der Straße – so könnte man einwenden.

Lehne: Ich zitiere mal aus einer Vorlage des NRW-Innenministeriums: Im Zentrum ihrer Ideologie „stehen Feindbilder: vor allem Kurden, Amerikaner, Juden und Armenier, aber auch Angehörige gesellschaftlicher Minderheiten, zum Beispiel Homosexuelle.“ Diese Feindbilder würden unter anderem im Internet verbreitet. Hier bleibe „es nicht bei der bloßen Diffamierung. Vielmehr wird in volksverhetzender Weise zu Körperverletzung, Mord und sogar Lynchjustiz aufgerufen.“ Wenn man dem Verfassungsschutz vertrauen darf, und das tue ich als Freund des Rechtsstaates, dann trügt der nette Schein, dann sind die Grauen Wölfe noch immer gefährlich.

Welt Online: Aber die Zeit, als Mitglieder der Grauen Wölfe politische Morde und Attentate begingen, etwa 1981 auf Papst Johannes Paul II., scheint längst vergangen.

Lehne: Ja, aber zu Überfällen von türkischen Rechtsextremen auf kurdische Geschäfte kommt es hierzulande noch immer. Außerdem warnt der Verfassungsschutz vor einer weiteren Gefahr der Wölfe. Ich zitiere: Ihre Feindbilder „sind dazu geeignet, bei Jugendlichen zu einer Radikalisierung und Gewaltaffinität beizutragen. Jugendliche, die diese Inhalte in die örtlichen Jugendszenen oder auch in die Schulen hineintragen, sind emotionalisiert und bringen erhebliches Konfliktpotenzial in ihre Umgebung.“

Welt Online: Die Idealisten-Sammelorganisation ADÜTDF hat aber bundesweit nur 7000 und landesweit nur rund 2000 Mitglieder.

Lehne: Allerdings verfügen sie über ein größeres Sympathisantenumfeld, auch unter Jugendlichen. Auf die jungen Menschen haben die Rechtsextremen sicher keinen integrationsförderlichen Einfluss.

Welt Online: Wer von Integration spricht, darf über Graue Wölfe nicht schweigen?

Lehne: Es wird aber noch viel zu laut geschwiegen. Wobei ich nicht behaupte, alle Mitglieder oder

Mitläufer würden die inhumane Ideologie der Wölfe teilen. Gerade unter den Jüngeren wissen viele überhaupt nicht, welches Weltbild ihnen da sukzessive vermittelt werden soll. Die glauben, sie seien einfach nur gute türkische Patrioten, was ja auch völlig in Ordnung wäre.  … …

Welt Online: Um bei Ihrer Partei zu beginnen: In Städten wie Köln, Berlin oder Hamm arbeiten Graue-Wölfe-Freunde in der CDU mit, der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland lässt sich schon mal mit Wölfe-Aktivisten beim freundlichen Plausch ablichten, in Köln suchten Christdemokraten gezielt den Dialog mit Grauen Wölfen …

Lehne: … was lange Zeit allein der kleine Christlich-Alevitische Freundeskreis in der CDU beklagte. Auch in der Union müssen wir viel deutlicher die Grenzen des Dialogs herausarbeiten. Mit Feinden elementarer Verfassungswerte kann es keine Gemeinsamkeit und keinen Dialog geben, der zu Verharmlosung führt.

Welt Online: Das sehen manche in Ihrer Partei anders. Die Linksfraktion im Bundestag zitierte jüngst aus  einer Studie der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung. Ihr zufolge solle man „aus politstrategischen Gesichtspunkten“ im Einzelfall abwägen, „inwieweit eine zielgerichtete Zusammenarbeit“ mit Anhängern der Grauen Wölfe möglich sei.

Lehne: Was ich für völlig falsch halte. Ich werde bald den CDU-Landesvorsitzenden Norbert Röttgen bitten, für Klarheit zu sorgen. Wer in der Union mitmacht, darf nicht gleichzeitig verfassungsfeindliche Ziele verfolgen oder Gruppen mit solchen Zielen angehören – das ist Inhalt unserer Satzung, daran müssen unsere Mitglieder unüberhörbar erinnert werden.

Welt Online: Zu Ihrer Freude haben aber auch die Sozialdemokraten ein Problem mit dem türkischen Rechtsradikalismus.

Lehne: Das freut mich nicht, aber es stimmt: Im Essener Integrationsausschuss weigerten sich jüngst zwei türkeistämmige Sozialdemokraten, einem Aufruf gegen die Graue-Wölfe-Veranstaltung in Essen zuzustimmen. Die waren zu keinem kritischen Wort zu überreden. Und im September …

Welt Online: … feierten Sozialdemokraten wie der Landtagsabgeordnete Rainer Schmeltzer mit einem MHP-Politiker die Städtepartnerschaft zwischen Lünen und der türkischen Stadt Bartin. Der MHP-Mann ist Bürgermeister von Bartin.

Lehne: Würden Sie mit einem NPD-Bürgermeister zusammen feiern? Man kann doch nicht die einen Extremisten bekämpfen, die anderen aber herzlich begrüßen. Übrigens ließ es sich anscheinend auch NRW-Integrationsstaatssekretärin Zülfiye Kaykin nicht nehmen, dem MHP-Mann aus Bartin die Glückwünsche der Landesregierung zu überbringen. Das finde ich schon sehr erstaunlich.

Welt Online: Frau Kaykin stand bereits wegen einer Veranstaltung der Grauen Wölfe in der Duisburger Moscheebegegnungsstätte in der Kritik. Dort war sie damals Geschäftsführerin, aber die Veranstaltung verhinderte sie nicht. Ob sie das nicht konnte oder nicht wollte, ist umstritten.

Lehne: Gerade nach diesen Diskussionen um ihr Verhältnis zu den Idealisten hätte Kaykin wenigstens vor dem Essener Wölfe-Treffen öffentlich warnen müssen.

Welt Online: Distanziert hat sie sich aber schon vom türkischen Rechtsextremismus.

Lehne: Ja, weil sie durch meine kleine parlamentarische Anfrage dazu genötigt wurde. Aber von sich aus meidet sie jedes kritische Wort, während sie schon oft im herzlichen Gespräch mit Grauen Wölfen gefilmt wurde. Das ergibt einen bedenklichen Eindruck.

Welt Online: Extreme Gesinnung beweist das noch nicht. Wer mit den Ausländer- und Integrationsräten in Kaykins Heimatstadt Duisburg arbeiten wollte, kam an den Idealisten oft kaum vorbei.

Lehne: Mag sein, aber auch wenn sie deren Ideologie von Herzen ablehnen sollte: Frau Kaykin treibt die Unkultur des Wegschauens und Verschweigens auf die Spitze. Und das ist einer Integrationsstaatssekretärin unwürdig. Irgendwann muss man sich entscheiden, auf welcher Seite man steht.

Welt Online: Wie wollen Sie Entscheidungsdruck schaffen?

Lehne: Im Dezember werden wird breit im Landtag über die Gefahr des türkischen Rechtsextremismus’ debattieren. Außerdem überprüft das Land – auf CDU-Betreiben – alle geförderten Sozialprojekte darauf, ob Idealisten Steuergeld erhalten. Vorbild für alle Integrationsräte sollte das Essener Beispiel werden: Wenn überall Appelle gegen türkische Rechtsextreme formuliert werden, fliegen die Wölfe-Sympathisanten bald auf.

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Ich habe bereits einmal einen Artikel über die Grauen Wölfe geschrieben:

Sind die Grauen Wölfe eine Gefahr?

In diesem Artikel habe ich abgewiegelt und festgestellt, die  Grauen Wölfe hätten keine Deutschland-spezifischen Ziele, ihre Agitation richte sich auf die Türkei.

Ich denke, ich muss meine Position neu justieren.

Es ist schon richtig, dass die Grauen Wölfe die Türkei im Auge haben und sich nicht einbilden, Deutschland erobern bzw. in Deutschland ein faschistisches System errichten zu können.

Aber das ist eigentlich kein Grund zur Entwarnung und kein Grund, die NPD-Ähnlichkeit zu übergehen.

Es ist ein Grund, der Hysterie und Paranoia der xenophoben Türkenfeinde entgegenzutreten. Der Schaden für die Integration ist dennoch beträchtlich; auch die Eskalationsmöglichkeiten sollte man nicht aus dem Auge verlieren.

Ich schließe mich also Lehne und den Aktivisten des Bochumer “Bündnisses gegen Rechts” an:

Sind die Grauen Wölfe die “NPD” der Deutschtürken? – Ja.

Folgt daraus die Forderung nach einem Verbot? – Das müsste man gesondert überlegen. Intuitiv würde ich NEIN sagen.

Kommentare

  1. Ich habe den Eindruck, dass Türken oder generell Muslime hier als Reaktion auf die allgemeine Kritik (ob berechtigt oder unberechtigt) geradezu idealisiert werden.

    Sollte der Autor nun umdenken und damit beginnen, stärker zu differenzieren, also auch mal die Negativseiten von Migration und Islam zu beleuchten, statt zu idealisieren und vorhandene Probleme zu marginalisieren, würden er und seine Arbeit glaubwürdiger. Ein erster Schritt in diese Richtung ist dieser Artikel.

  2. Idioten gibt es überall.

  3. Was für eine bahnbrechende Erkenntnis!

  4. Kaiserliche Majestät meint:

    Ich habe den Eindruck, dass Türken oder generell Muslime hier als Reaktion auf die allgemeine Kritik (ob berechtigt oder unberechtigt) geradezu idealisiert werden.

    Wo genau?

    Sollte der Autor nun umdenken und damit beginnen, stärker zu differenzieren, also auch mal die Negativseiten von Migration und Islam zu beleuchten, statt zu idealisieren und vorhandene Probleme zu marginalisieren, würden er und seine Arbeit glaubwürdiger. Ein erster Schritt in diese Richtung ist dieser Artikel.

    Das kann nicht der erste Schritt sein, wenn Sie sich bereits mit den vorhandenen Artikeln beschäftigt hätten.

  5. In der Tat habe ich hier noch nicht alle Artikel gelesen (bei der Fülle…). Die, die ich gelesen habe, wirkten auf mich allerdings eher unkritisch.

  6. Ich habe den Eindruck, dass Türken oder generell Muslime hier als Reaktion auf die allgemeine Kritik (ob berechtigt oder unberechtigt) geradezu idealisiert werden.

    Sollte der Autor nun umdenken und damit beginnen, stärker zu differenzieren, also auch mal die Negativseiten von Migration und Islam zu beleuchten, statt zu idealisieren und vorhandene Probleme zu marginalisieren, würden er und seine Arbeit glaubwürdiger. Ein erster Schritt in diese Richtung ist dieser Artikel.

    Gerold,
    ich habe nicht vor, FÜR SIE glaubwürdig zu werden.
    Angesichts meines immer abwägenden Standpunkts zeugt es schon von erheblicher Einseitigkeit Ihrerseits, wenn Sie meinen feststellen zu müssen, ich würde hier idealisieren.

    Umgekehrt wird wohl eher ein Schuh daraus: Sie sehen NUR die negativen Seiten von Migration und Islam, praktisch ausschließlich, und Sie interessieren sich auch nur DAFÜR.

    Wie also können SIE, Gerold, glaubwürdig werden?

  7. Jakobiner meint:

    Es wäre einmal zu hoffen, dass hier nicht nur über die Grauen Wölfe/MHP ein derart offener Artikel verfasst wird, sondern auch die islamistische Milli Görus, aus der Erbakan und Erdogan (AKP) hervorgingen in derselben Schärfe kritisiert würden. Solange es sich um trükische NPDler handelt wird dies kritisiert, sobald es sich um türkische Islamisten handelt, wird die Milli Görus und die AKP schonend und zugleich lobend behandelt!!!!

  8. Jakobiner meint:

    Das ist eben die Unausgewogenheit auf diesem Blog, die mich grundsätzlich nervt: Gegen säkulare Kräfte heftigste Kritik, gegen religiöse nur handzahm. Das hängt eben damit zusammen,dass Leo Brux den Säkularisums verdammt wegen des 20.Jahrhunderts und die religiösen Zeiten verherrlciht!!!Graue Wölfe pfui, Milli Görus, Muslimbrüder und Hisbollah samt Hamas diskutabel!!!

  9. IG schrieb:

    Angesichts meines immer abwägenden Standpunkts zeugt es schon von erheblicher Einseitigkeit Ihrerseits, wenn Sie meinen feststellen zu müssen, ich würde hier idealisieren.

    Nun, ich habe gewiss nicht alle Artikel gelesen (wie auch, bei der großen Anzahl…), aber vieles wirkt auf mich idealisierend und verharmlosend.

    Umgekehrt wird wohl eher ein Schuh daraus: Sie sehen NUR die negativen Seiten von Migration und Islam, praktisch ausschließlich, und Sie interessieren sich auch nur DAFÜR.

    Das wollen Sie aufgrund meiner wenigen Kommentare erkannt haben? Das ist ja interessant… ich erspare mir einen Kommentar hierzu. Trotzdem noch einen schönen Sonntagabend.

  10. Gerold,
    jetzt wär es interessant gewesen, Sie hätten ein paar positive Seiten des Islam, des Koran, der Muslime, der Türken vorgebracht, um zu ZEIGEN, dass Sie – wie ich – durchaus nicht einseitig sind.

    Geben Sie es zu: Das würde Ihnen schrecklich schwer fallen. Hab ich recht?

  11. Dreimal darf man raten, wer sich hinter “Gerold” verbirgt. Der Typ ist so krank, dass meine sprachlichen Fähigkeiten für eine adäquate Beschreibung nicht ausreichen.

    Kürzlich hat er mir übrigens mit einem Arschtritt gedroht, falls ich ihn hier nochmal enttarne.

  12. Schau, wie schnell er sich verabschiedet, der Redford/Gerold.
    Und wie schnell er unter einem anderen Namen wieder kommt.
    Und uns keine Antwort auf meine Frage geben wird.

    Wie gibt man einen virtuellen Arschtritt?

    Psychiatrisch gesehen: Er ist halt ein Stalker. Und wie immer bei Stalkern: Einer wirklichen Begegnung hält er nicht stand.

  13. Nein, Sie haben mit Ihrer Unterstellung nicht Recht, und was dieser komische Kerl namens genova68 für ein Problem hat, erschließt sich mir auch nicht so recht. Ein komischer Club ist das hier – bin offenbar falsch abgebogen.

  14. lol, du bist wirklich irgendwann falsch abgebogen, da geb ich dir mal recht.

  15. Redford Gerold übt sich in taqiyya.
    Uns darf er anlügen. Denn wir sind Ungläubige und Feinde.

    Und MIR Einseitigkeit vorwerfen, aber dann selber nicht ein positives Wort über Islam, Muslime, Türken zustandebringen; sowas von Heuchelei!

    Auch daran erkennt man Redford.
    Lügen, Betrügen, Stalken, Heucheln, Hetzen – und sich gleichzeitig völlig gerechtfertigt und als GUTER Mensch fühlen.

    Anders als du, genova, finde ich das recht menschlich. Auch wenn Redfords Stalken natürlich schon penetrant ist und weit über das Typischmenschliche hinausgeht.

  16. Ich weiß gar nicht, wovon Sie reden. Redford… Stalken… Hetzen? Ich glaube, Sie sind verrückt.

    Positives fällt mir atsächlich kaum ein. Na ja, der Döner ist eine kulinarische Bereicherung (wer’s mag). Und einige Türken verkaufen in ihrer Eigenheit als Obsthändler preiswert Obst. Ich glaube, das war’s so ungefähr…

    Ansonsten sehe ich Paralellgesellschaften und zwei Volksgruppen, die sich überwiegend nicht viel zu sagen haben und wenig miteinander anzufangen wissen. Da haben sich sogar die ebenfalls kulturfremden Asiaten überwiegend besser integriert (die sind außerdem sehr höflich). Oder die Griechen. Auch überwiegend anständige Leute. Aber Sie haben offenbar ein Türken- und Islamfebel. Na ja, jeder wie er meint.

  17. Gerold,
    zumindest Einseitigkeit werden Sie mir jetzt nicht mehr vorwerfen können, nicht wahr?
    Nachdem Sie sich selber als einseitig geoutet haben.

    Da Sie ja nun zu glauben meinen, ich sei die einzige Ausnahme und alle andern könnten mit Türken nichts anfangen – Sie kennen die InitiativGruppe nicht. Da fänden Sie hundert Gegenbeispiele. Sie selber können und wollen nichts mit Türken zu tun haben. Bittesehr. Ein Problem ist da nur, dass Sie es generalisieren.

    Was Ihre Maske angeht: Wir kennen Redford. Mal abgesehen vom Provider, an dem man es erkennen kann, jeder Satz von Ihnen riecht penetrant nach Redford. Ihren wirklichen Namen hat Genova hier schon mal genannt, ich hab ihn wieder vergessen.

    Wenn Sie nicht gleich wieder den Namen wechseln wollen: strengen Sie sich an, hier Substanzielles zu bieten. Ich hatte geschrieben:

    Auch daran erkennt man Redford.
    Lügen, Betrügen, Stalken, Heucheln, Hetzen – und sich gleichzeitig völlig gerechtfertigt und als GUTER Mensch fühlen.

    Anders als du, genova, finde ich das recht menschlich. Auch wenn Redfords Stalken natürlich schon penetrant ist und weit über das Typischmenschliche hinausgeht.

    Jeder poster würde angesichts solcher Worte aufhören, weiter posts zu schicken. JEDER. Nur eben Redford nicht. Ein Stalker.

  18. Nein, Ihre Gruppe kenne ich tatsächlich nicht. Genauso wenig, wie tausende andere Vereine in Deutschland. Schlimm?

    Ich hege keinen Groll gegen Türken, falls Sie das denken. Es ist nur einfach so, dass die Mehrheit der Deutschen meiner Ansicht nach wenig mit Türken anfangen kann – und umgekehrt! Deshalb gibt es auch so auffallend wenig binationale Beziehungen und Ehen. Man bleibt eben – auf beiden Seiten – lieber “unter sich”. Das dürfte auch mit der sehr gegensätzlichen Kultur zusammenhängen. Und in einigen Fällen auch mit der Religion.

    Mit Ihrem komischen Stalker habe ich nichts zu tun. Ich bin Kunde bei einem großen deutschen Provider in einer Großstadt. Einer von vermutlich Millionen. Aber wenn ich hier unerwünscht bin, brauchen Sie’s bloß sagen, dann ich sofort weg.

  19. Gerold,
    kann eine Mehrheit der Deutschen etwas mit Vietnamesen oder Indern oder Süditalienern anfangen?
    Die Deutschtürken haben sich erstaunlich gut integriert, trotz der Ablehnung, auf die sie gestoßen sind. Und dort, wo es Arbeit gibt, also zum Beispiel in München, gibt’s darum auch kaum Probleme mit Türken. Jedenfalls dann nicht, wenn man nicht jedes Problem gleich ethnisiert.

    Gerold,
    wenn Sie schon hier schreiben, dann müssen Sie etwas mehr liefern als nur stinkende Duftmarken. Sie müssen uns mit Argumenten und Informationen herausfordern, und dann richtig mit uns diskutieren.

    Wir wissen aber bereits – Sie haben ja nun oft genug unter verschiedenen Namen hier Ihre Auftritte gehabt – dass Sie das nicht liefern können. Aber immer und ewig bloß diese Duftmarken, das bringt es wirklich nicht. INSOFERN sind Sie unerwünscht.

  20. IG,
    das Problem Redford ist ja eigentlich zur Genüge diskutiert. Wenn jemand permanent mit neuer Maske auftritt, wäre es mir zu blöd, mit dem zu diskutieren, weil man das immer selbst schreiben muss. Es wäre für mich schlichtweg Zeitverschwendung. Davon abgesehen kennen wir beide die kriminelle Energie von Redford. Das mag alles menschlich sein, ich kann aber auf diese Art von Menschlichkeit verzichten. Stalking ist justiziabel.

    Es ist aber natürlich deine Entscheidung, ob du solchen Leuten hier Platz einräumst und dich mit ihnen beschäftigst. Die Minimalforderung sollte schon sein, mit offenem Visier zu kämpfen.

  21. Kaiserliche Majestät meint:

    Woher wollen Sie wissen, dass es Redford ist? Soweit ich mich erinnere, stand der damals schon kurz vor einer Klage wegen Identitätsmissbrauch und Rufschädigung und da wurde er ganz leise. Wäre jedenfalls ziemlich dämlich, es hier noch einmal zu riskieren.

  22. Mein Gott, KM, Redford postet hier alle Nase lang unter einem anderen Namen, du unterhältst dich am laufenden Band mit ein und demselben Irren. Ich dachte, das hättei ich hier schon oft genug klargemacht. Ich weiß das, weil ich einerseits seinen Stil und seine Tricks kenne und andererseits schreibt er mich dann gerne in eindeutiger Art und Weise an.

  23. gutefrage222 meint:

    Ein sehr interessanter Beitrag!

    Besonders interessant finde ich die Zitat aus dem ND. Wahrscheinlich würde sich viel in der Integrationsdebatte positiv verändern, wenn diese Statements weiter verbreitet würden.

  24. gutefrage222 meint:

    Ähem … vielleicht sollte man vor einem eigenen Posting erst einmal alle anderen Postings lesen.

    Nur damit keine Missverständnisse entstehen. Meine Feststellung, dass es sich um einen guten Beitrag handelt, bezog sich auf den ursprünglichen Beitrag von Herrn Brux zu den Grauen Wölfen.

    Die Diskussion hier hat irgendwie so gar nichts mit diesem Thema zu tun.

    Schade – ich fand die Zitate aus dem ND wirklich wichtig (und duchaus auch erörterungswürdig ;-) )

  25. Sie meinen die Zitate aus der Bochumer “Zeitung gegen Rechts”, nehme ich an.

    Ja, die haben mich auch beeindruckt. Die haben mich auch dazu bewogen, den Artikel zu schreiben.

    Ich hätte “Gerold” nicht freischalten sollen. Dieser immer wieder unter einem anderen Namen auftauchende Troll stört eigentlich nur und lenkt vom Thema ab.

  26. gutefrage222 meint:

    Sie haben natürlich Recht. Gemeint waren die Zitate in der von Ihnen genannten Quelle, nicht im ND. Sorry!!!!

    Lassen Sie mich aber kurz zum Inhalt Ihres Beitrags ein paar Anmerkungen machen:

    1. Den Ausdruck Deutschürken finde ich schon grundsätzlich unglücklich. Mehr noch: Er ist kontraproduktiv!

    Wer in Deutschland lebt, sich mit diesem Land und den Menschen identifiziert, hier gerne lebt usw. ist Deutscher. Punkt!

    Jede Differenzierung bedeutet letztlich nur Abgrenzung.

    Das bedeutet nicht, dass man seine Wurzeln verleugnen soll. Die (Selbst- und Fremd-)Einordnung als Deutscher soll aber den Ist-Zustand aufzeigen. Und letztlich schafft dieses (Selbst.)Verständnis erst die notwendige Basis für ein staatliche Gemeinwesen.

    Gerade bei den von Ihnen beschriebenen Personen passt der Begriff übrigens überhaupt nicht. Denn diese sehen sich kein bißchen als Deutsche – also auch nicht als Deutsch-Türken – sondern ausschließlich als Türken.

    Wer einen übersteigerten Nationalismus für ein anderes Land pflegt, hat hier aber schlicht nichts zu suchen. Wenn türkische Nationalisten hier siedeln, dann ist das schlicht Landnahme. Denn nur mit dieser Zielsetzung können sie ihr Türkentum – das sich eben gerade gegenüber anderen Kulturen und Vökern und damit auch gegenüber uns abgrenzt – hier ausleben.

    Das gilt übrigens ganz allgemein: Wer kein Deutscher sein will, dieses Land, seine Menschen, unsere Verfassung usw. ablehnt, soll dorthin gehen wo es ihm gefällt. Hier bleiben soll er aber nicht. Wenn er unser Land ablehnt, dann hat er es zu verlassen.

    Auch – und vielleicht gerade das – wäre wohl auch der wichtigste Schritt, um Integration zu ermöglichen. Denn diese Menschen sind es, die dafür verantwortlich sind, dass unsere Bevölkerung gegen Immigration allgemein sind. Und damit verbauen sie den integrationswilligen letztlich den Weg in unsere Gesellschaft.

    2. Natürlich kann man (persönlich) für oder gegen ein Verbot sein.

    Das Grundgesetz (Art. 9 GG) ist insofern aber eindeutig. Solche Vereinigungungen “sind” verboten.

    Ein Verbotsverfahren hat daher auch keinen konstitutiven, sondern nur deklaratorischen Charakter.

    Nach den Verfassungsvorgaben ist dabei für Opportunitätserwägungen kein Raum. Vielmehr gilt es dem Legalitätsprinzip Geltung zu verschaffen.

    Nur by the way: Verfassungsfeindliche Parteien können sich dagegen auf das Parteienprivileg berufen. Erst durch eine – dem BVerfG – vorbehaltene Verbotsentscheidung (die dann auch erst konstitutiv wirkt) kann es zu einem Verbot kommen.

    Diese Differenzierung mag zunächst erstaunlich erscheinen, ist aber für eine durch das Wirken von Parteien bestimmte parlamentarische Demokratie existenziell.

  27. gutefrage222 meint:

    Oje – mein letzter Beitrag enthält ja unglaublich viele Schreibfehler :-(

    Ich bitte um Entschuldigung!

  28. gute frage,
    ich verstehe Ihre Abneigung gegen den Begriff Deutschtürken und gegen gewisse Differenzierungen.
    Ich selber aber bin unbedingt dafür, auch wenn ich zugebe, dass andere diese Differenzierungen missbrauchen.
    ICH missbrauche sie nicht, im Gegenteil, ich brauche sie, um etwas genau zu bezeichnen. Genaue Bezeichnungen sind immer ein Kollektivunternehmen, das macht man nie einsam und allein, wenn es von Bedeutung sein soll – drum ist da dieses Risiko dabei, von dem Sie sprechen.

    Diese riskanten Bezeichnungen dienen nicht dazu, einen Zustand zu beschwören, sondern einen Zustand zu beschreiben. Ich empfehle eine Vorwärts-Strategie: Kämpfen wir für sympathische Konnotationen der uns wichtigen Begriffe!

    Meine Exfrau ist de facto eine Deutschtürkin. Sie ist eine Deutsche (hat den deutschen Pass), ist darüber hinaus perfekt integriert (spricht perfekt Deutsch, hat den deutschen Ordnungssinn, verdient mehr Geld als ich, will ihr ganzes Leben hier verbringen), sie ist aber – fragen Sie sie selbst! – eine Türkin, und zu allererst eine Türkin. Sie sieht sich so, und es ist schlicht ehrlich. Sie weiß, wer und was sie ist.

    Also, was ist sie jetzt?
    Wenn Sie sagen, meine Exfrau ist NUR und AUSSCHLIESSLICH eine Deutsche, verletzen Sie sie und verpassen Sie das Wesentliche an ihrer multiplen Identität. Der Clou bei ihr ist: Sie ist wirklich beides, Deutsche und Türkin, und in einer beinahe perfekten Balance.

    Ich finde dieses Doppelte (Deutschtürkisch, Deutschitalienisch, Deutschrussisch etcetera) einfach wunderbar, und ich beneide alle diejenigen, die solchermaßen mit beiden Beinen in beiden Welten stehen.

    Für dieses existenzielle und wichtige Faktum BRAUCHE ich einen passenden Begriff. Ich wähle “Deutschtürken”. Klingt nicht sehr melodisch oder elegant, ok, eine musikalischere Alternative wäre Almanci (gesprochen almandsche), aber ich fürchte, damit komme ich unter Deutschen nicht durch.

    Der Begriff Deutschtürken passt meines Erachtens auch auf einen Jugendlichen, der türkischer Herkunft ist, in Deutschland sozialisiert und verwahrlost ist und sich ganz nationaltürkisch identifiziert. Da würde ich sagen: typisch deutsches Unterschichtsverhalten; und natürlich weiß der Kerl gar nicht, wer und was er ist. Der Dummkopf glaubt, er sei ein Muslim und ein Türke, und merkt nicht, wie wenig er Muslim und wie sehr er Deutscher ist.

    Ich denke, wenn ein Deutschtürke Deutschland ablehnt, dann kann man ihm schon sagen, dass er doch bitte abhauen soll. Das läge ja nahe. Aber wir können auch davon ausgehen, dass die Menschen oft gar nicht wissen, was sie sagen und was sie wollen und wer und was sie überhaupt sind. Darin besteht u. a. die Verwahrlosung, die diese deutschenfeindlichen Jugendlichen charakterisiert.
    Wer in Deutschland geboren und aufgewachsen ist, hat – aus meiner Sicht – ein Heimatrecht in Deutschland, egal, was er hier macht und was er hier sagt; auch als Mörder, auch als Grauer Wolf, auch als das fieseste Schwein oder als der größte Idiot der Welt.

  29. Ich gratuliere zu der allmählich zunehmenden Erkenntnis, dass die Grauen Wölfe nicht minder gefährlich als deutschstämmige Neonazis sind.

    Leider gibt es seitens vieler Migrationspolitiker immer noch die Tendenz, alles was sich als Migrantenverein nennt zu unkritisch zu sehen. Nicht alle, die sich vordergründig für die Belange von Migranten einsetzen haben gutes im Sinn, sondern verfolgen dabei ihre eigene Agenda.

    Ich würde übrigens vorschlagen, den Link zu Turkishpress aus der Linkliste dieses Blogs zu entfernen. Turkishpress ist ganz wesentlich von Anhängern der Grauen Wölfe beeinflusst und beinhaltet Hetze gegen Armenier, Kurden und Israel. Siehe auch meinen Blogeintrag zu dem Thema unter:

    http://haydars.blog.de/2011/06/18/woelfe-schafspelz-11337507/

  30. Haydar,
    ich meine gute Gründe zu haben, warum ich sage: Die Grauen Wölfe sind in Deutschland keine so große Gefahr wie die Neonazis.
    (1) Die Grauen Wölfe zielen nicht auf eine Veränderung des Systems in Deutschland. Ihr Ziel ist die Türkei und die Veränderung dort.
    (2) Für demokratische eingestellte Türken bedeutet Erdogan eine größere Gefahr als selbst die dortige MHP.
    (3) Vergleicht man die Terrortaten der Grauen Wölfe in Deutschland mit denen der Neonazis, so haben letztere eindeutig mehr auf der Latte.
    (4) Die Grauen Wölfe werden scharf observiert, die Neonazis eher weniger (wie wir erstaunt erfahren durften). Ob sich daran etwas ändert, wird sich noch zeigen müssen. Gewisse Teile der Sicherheitsbehörden betrachten Neonazis als ihnen nahe stehende, aber etwas abgeirrte junge Leute, die man eher schützen muss, als dass man sie unschädlich macht.

    Was Turkishpress angeht, so sehe ich da eher einen immer wieder rabiaten engstirnigen perversen Nationalismus der üblichen türkischen Art, den man ganz ähnlich auch bei der CHP und der AKP findet, beim türkischen Militär und seinen Fans ohnehin. Dass Türkishpress MHP-orientiert wäre, ist mir noch nicht aufgefallen. Aber ich werd natürlich mal schauen …

    Wenn ich sage “keine so große Gefahr”, soll das bedeuten: Sie sind durchaus eine Gefahr. Ich betone das, weil ich schon ahne, welches Missverständnis hier unvermeidlich hochkommt.

  31. Zu (1): Richtig, die Veränderung des politischen Systems in Deutschland ist kein primäres ziel der Ülkücü – wohl aber die Veränderung der Gesellschaft, in dem Sinne, dass sie Anti-Integrationsarbeit leisten. Sie bieten eine vordergründige und überhöhte Identifikation mit dem Türkentum an, bei gleichzeitiger Verächtlichmachung anderer Volksgruppen. Damit verstoßen sie massiv gegen den Gedanken der Völkerverständigung, was sie m. E. schon als verfassungsfeindliche Gruppe qualifiziert.

    Türkeipolitische Ziele spielen in der Tagespolitik und der Aktivität der deutschen Ülkücü kaum eine Rolle außerhalb von theoretischen Debatten. Den gemeinen jugendlichem deutschstämmigen Neonazi sind die ehemaligen deutschen Ostgebiete wahrscheinlich ziemlich egal, während sie in de Programmatik der rechtsextremen Parteien und bei den alten Kadern noch eine größere Rolle spielen. Wichtiger ist bei den neuen und jungen Nazis das “Deutschtum” und die Bekämpfung alles andersartigen. Exakt das selbe ist es bei den jungen Ülkücü-Anhängern hier.

    Zu (2): Ob nun die AKP oder die MHP die größere antidemokratische Gefahr in der Türkei ist wage ich nicht zu beurteilen. Mir geht es aber auch ausdrücklich um die deutschen Ülkücü. Ich verwende diese Formulierung bewusst, denn die Ülkücü in Deutschland sind ein Problem des deutschen Staates, nicht des türkischen. Zum allergrößten Teil dürften dort Mitglieder tätig sein, die schon lange in Deutschland leben, also Mitbürger sind.

    Zu (3): Mag sein, auch wenn ich da gar nicht mal so sicher bin, was es in dieser Richtung alles an unaufgeklärten Gewalttaten gibt. Gewalttätige Überfälle der Grauen Wölfe auf kurdische Vereine scheinen jedenfalls immer noch an der Tagesordnung zu sein. Auch bei Beschädigungen von jüdischen Einrichtungen kommen beide Gruppen in Frage. Wie auch immer, ich halte es für nicht richtig, zwischen deutschstämmigen und türkischstämmigen Faschisten zu unterscheiden, denn es ist dieselbe Ideologie. Ein Nazi ist ein Nazi, Punkt. Es wäre doch ein Wahnsinn, wenn ausgerechnet wir als Aufklärer gegen den Rechtsextremismus anfangen würden, die Nazis nach der ethnischen Abstammung auseinander zu dividieren.

    Zu (4) Ich bezweifle stark, dass die Grauen Wölfe so stark observiert werden. Denn ansonsten wären ihre Verbindungen zur Kölner CDU, zum Integrationsbeirat in Essen und zu vielen anderen Gruppen schon viel bekannter geworden. Ich glaube auch nicht, dass der VS so viele Mitarbeiter hat, die des Türkischen mächtig sind. Ein schönes Beispiel dafür ist eine Antwort der thüringischen Landesregierung auf die Anfrage bzgl. der Zusammenarbeit zwischen NPD und Ülkücü. Die Antwort lässt sich mit den Worten “keine Ahnung” zusammenfassen. Siehe http://haskala.de/2011/04/17/antwort-der-landesregierung-npd-und-graue-wolfe/

    Zu Turkishpress: Allein schon dieser rabiate Nationalismus sollte doch eigentlich Grund genug sein, diese Seite nicht weiter zu empfehlen, es sei denn als ausdrücklich abschreckendes Beispiel.

    Sicher, nach den Enthüllungen der letzten Wochen ist wohl jedem klar geworden, dass mehr getan werden muss im Kampf gegen den Rechtsextremismus, auch gegen die NPD. Das war mir – und ich denke auch ihnen – schon lange klar. Aber es geht doch nicht nur um die Gewalttaten. Es geht auch um ein Klima, in dem rassistische Meinungen gedeihen können, die letztendlich solche Gewalttäter hervorbringen. Dagegen hilft nur Aufklärung, und zwar auf allen Seiten. Ich will es mal so formulieren: Als linker kurdischstämmiger Mensch hätte ich in Sachsen Angst vor deutschstämmigen Neonazis und in Duisburg-Marxloh Angst vor den Grauen Wölfen.

  32. Danke,
    Haydar,
    für die Aufklärung und für die sachliche Darstellung des Problems.
    Wir liegen nicht weit auseinander, ich habe ja auch Ähnliches zitiert und selber geschrieben; Ihre Worte werde ich im Hinterkopf behalten.

    Nachtrag: Ich hab Türkish Press nochmal durchgesehen – und daraufhin aus der Linkliste gelöscht. Es gibt da tatsächlich Beiträge, die schlicht faschistisch sind.

  33. Sinan A. meint:

    Das ist arg zusammen gebastelt, was Haydar hier vorträgt.

    “Verächtlichmachen anderer Volksgruppen” und “gegen den Gedanken der Völkerverständigung verstoßen” verfassungfeindlich? Grundsätzlich nicht falsch, nur streng genommen müsste die Behörde dann die halbe Republik beobachten, besonders die geschichtsorientierten Herkunftsdeutschen. Fernsehen, Buch- und Souvenierhandel belegen ja deutlich, was den Deutschen fasziniert, diese gewissen 12 Jahre.

    Der angebliche Faschismus von Einwanderen ist in der Regel Folklore, und Wandkarten mit historischen Ländergrenzen sind garantiert keine türkische Spezialität. Da gibt es ganz andere Kaliber unter Einwanderern, aber die sind halt weniger interessant.

    Es ist auch bezeichnend, wie sich Linke und PI-Leute gleichermaßen auf diese Mini-Meldung eines NPD-Kreisverbandes stürzen. Zahlreiche Blogs haben den gleichen Text drin. Dabei schreibt die NPD selber von einer “außergewöhnlichen” Begegnung. Die Herkunft des Redners ist nicht ganz klar. Das Ganze hat eher exotisch-informativen Charakter. Die Fragen bezogen sich anscheinend darauf, wie Graue Wölfe zu Einwanderung nach Deutschland stehen, einem der Kernpunkte der Nazis. Hier tun sich wohl kaum Gemeinsamkeiten auf. Dass der Verfassungsschutz zu dieser Verbindung nichts sagen kann, ist logisch. Es gibt ja auch keine. Dazu braucht man keine Türkischkenntnisse, denn seit wann spricht man bei der NPD türkisch?

    Die politische Gefahr, die von Einwanderern ausgeht, muss man schon mit der Lupe suchen, kein Vergleich zu dem handfesten Aktivismus der Nazis. Diese Gleichsetzung ist völlig inakzeptabel.

  34. Die Gefahr sehe ich auch eher
    - personell: bestimmte Gruppen können sich schon bedroht fühlen
    - für die Integration generell: die Jungs lernen, sich feindselig gegenüber der Mehrheitsgesellschaft zu verhalten, kontraproduktiv.

    Das sind schon Gefahren, die man auch benennen muss. Und die man versuchen muss abzuwehren.

    Mit der Gefahr, wie sie von Neonazis kommt, ist das aber nicht zu vergleichen. Die ist um ein Vielfaches größer. Da gebe ich Ihnen recht, Sinan.

  35. Sinan A. betreibt hier die übliche Verharmlosung der Grauen Wölfe, alles nur “Folklore” – sicher genau wie bei der “schlesischen Jugend”. Und die Überfälle auf Kurden und kurdische Einrichtungen im Oktober mit mehreren Verletzten geschah sicher auch nur aus folkloristischen Gründen.

    Die Gefahr ist, wie ich schon ausgeführt habe, nicht so sehr politisch, sondern gesellschaftlich zu sehen. Aber auch politisch versuchen die Grauen Wölfe Fuß zu fassen, wie man an den Vorfällen in Essen sieht, wo die Nazis großen Einfluss auf den Integrationsbeirat ausüben.

    Die Forderung des BDAJ auf http://www.bdaj.de/index.php?option=com_content&view=article&id=386&catid=65&Itemid=225 eine ganzheitliche Strategie gegen rechtsextremistisches Gedankengut zu entwickeln ist ganz richtig. Wer die eine oder andere Gruppe verharmlost – PI mit Hinweis auf extremistische Migrantengruppen, Turkishpress und andere im Umfeld der Wölfe mit Hinweis auf deutschstämmige Neonazis – hat doch ganz anderes im Sinn.

  36. Ich hab auch von Leuten, die ich nicht im Verdacht der Verharmlosung oder der Ahnungslosigkeit habe, Entwarnendes über die Grauen Wölfe gehört. Andererseits gibt mir zu denken, was ich in dem Artikel zitiert habe.
    Ich selber hab keinen Kontakt und keine persönliche Erfahrung mit Grauen Wölfen.
    Rückblickend auf das, was ich über diese Gruppe in München erfahre, kommen sie mir zunächst eher harmlos vor.

    Bei einem der Artikel in Turkishpress sind mir allerdings die Haare zu Berge gestanden – nicht wegen der größenwahnsinnigen Vorstellungen über den eigenen Einfluss, sondern wegen der rabiaten Gehässigkeit. Da bauen sich einige Deutsche, die türkischer Herkunft sind, eine Parallelwelt des rechten Wahnsinns auf.

    Wer einen solchen Artikel unkommentiert veröffentlicht, hat natürlich bei meinen Linkempfehlungen nichts zu suchen.

  37. Zum Thema gab es am 08.12. eine Aussprache im Landtag NRW – erstmals in einem deutschen Landtag. Die CDU-Fratkion hat dazu einen Antrag eingereicht, siehe
    http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument?Id=MMD15/3266

    Das Video der Sitzung gibt es unter
    http://www.landtag.nrw.de/ramgen/plenum20111208.rm – ab etwa 08:15:00 (Zeit ca. 18.15 Uhr) geht es los. Bemerkenswert fand ich den Beitrag des Abgeordneten Atalan (Linke).

  38. Yeni Yol meint:

    Der Gemeinnützige Türkische Kulturverein Mönchengladbach IST die örtliche Gruppierung der TÜRK FEDERASYON oder ADÜTDF. Auch die im gleichen Haus ansässige sportive Abteilung Turanspor Rheydt ist bekennend Teil der Grauen Wölfe.

    Auf seinem Facebook-Konto sagt Turanspor über sich selbst: “Zugehörigkeit Almanya Türk Federasyon; Mönchengladbach Türk Kültür Derneğine [Türkischer Kulturverein] bağlı olan Amatör Futbol Kulübü”.

    https://www.facebook.com/pages/Turanspor/107398859301932?id=107398859301932&sk=info

    Hier verlinkt der Türkische Kulturverein Mönchengladbach zu mindestens fünf Ülkü Ocağı (Idealistenvereinen, die örtlichen Grauen Wölfe), zum für die Volksgartenstraße vorgesehenen Rechtsrocker ZAFER İŞLEYEN sowie zweimal zu Einzelpersonen oder Gruppen der türkischen rechtsradikalen Partei MHP und verwendet selbstverständlich das hellblau-rote Logo der ADÜTDF

    https://www.facebook.com/mg.tkd.1976

    Türk Federasyon-NRW 1. Bölge- Mönchengladbach Ülkü Ocagi-Neuss Ülkü Ocagi-Solingen Ülkü Ocagi- TURAN TV – TURANSPOR- Alsdorf Ülkü Ocagi- GRAUER WÖLFE

    http://www.youtube.com/watch?v=9IRCytnLEjg

    Zur Wiederholung:

    Der Gemeinnützige Türkische Kulturverein Mönchengladbach IST die örtliche Gruppierung der TÜRK FEDERASYON oder ADÜTDF.

  39. Dietrich meint:

    Ein trotz vieler Hinweise aus der Bevölkerung durch Presse und Lokalpolitik aufwändig vermiedenes sprich Norbert Bude offensichtlich ziemlich unangenehmes Thema: Gülistan Yüksel und die TÜRK FEDERASYON (ADÜTDF, Graue Wölfe). Der 2014 erfolgreich (Wahlergebnis ist angefochten worden, Neuwahlen wurden gefordert, Stadt hat noch nicht entschieden) in den Integrationsrat gewählte TDIV (Türkisch-Deutscher Integrationsverbund) mit seinem umstrittenen Bestandteil Türk Kültür Dernegi (ADÜTDF) ist ja aus Sicht des Oberbürgermeisters vielleicht nicht wirklich integrationsfeindlich, denn sonst hätte SPD-Politikerin doch eigentlich nicht zu Gast sein dürfen ohne sich hinterher nicht sogleich von den Grauen Wölfen zu distanzieren, Aile ve Cocuk etkinligi bedeutet Familien- und Kinder-Aktion:

    Mönchengladbach Türk Kültür Dernegi‘nin [das bedeutet: Gemeinnütziger Türkischer Kulturverein Mönchengladbach, Erzbergerstraße, = der ADÜTDF-Ortsverein] her sene geleneksel hale getirdigi Cocuk etkinligine bu defada sehrimizin bir cok Ailesi cocuklariyla katilmistir! Bunun yani sira SPD Milletvekili [SPD-Bundestagsabgeordnete] sn Gülistan [Gülistan YÜKSEL zu Gast bei den Grauen Wölfen] hanimla beraber Yabancilar Meclis üyesi [Integrationsratsmitglied] sn Mehmet Gümüs [unser Grauer Wolf im Mönchengladbacher Integrationsrat] de etkinlige istirak etmistir. Bu güzel calismalarindan dolayi Münchengladbach Türk Kültür dernegini tebrik eder diger calismalarinda da basarilar dileriz.

    https://www.facebook.com/media/set/?set=a.224855384353569.1073741913.117835988388843&type=3

    Cuma Namazi-Mönchengladbach Ülkü Ocagi-19.04.2013

    Mönchengladbach Ülkü Ocagi – Türkischer Kulturverein Mönchengladbach und Umgebung, Graue-Wölfe-Gast Gülistan Yüksel:

    https://www.facebook.com/117835988388843/photos/a.224855384353569.1073741913.117835988388843/224855751020199/?type=3&theater

  40. Einzelfälle. Sehr selten. Und kaum ausbaufähig. Also keine Gefahr.

  41. Elżbieta Wawrzyńska meint:

    Mönchengladbach: Wahlgewinner Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners (CDU) und die Fachaufsichtsbeschwerde gegen den Ablauf der Wahlen zum Integrationsrat

    Der am 15.06.2014 nicht wiedergewählte Mönchengladbacher Oberbürgermeister Norbert Bude, der Integration zur Chefsache erklärt hatte, duldete die Mitarbeit der Grauen Wölfe des lokalen ülkü ocak (“Idealistenvereins”) der ADÜTDF (Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland) im Integrationsrat der Stadt.

    Erst im April 2014 untersagte Bude (Chef der Verwaltung) dem Türk Kültür Derneği (Gemeinnütziger Türkischer Kulturverein Mönchengladbach) die Durchführung eines Konzerts mit drei rechtsextremistischen Musikern in einer Gesamtschule.

    Im Mai 2014 zeigte die zur Wahl antretende Liste Türkisch-Deutscher Integrationsverbund (TDIV) auf den im Stadtgebiet aufgehängten Wahlplakaten die Zeichen ihrer sechs Gründungsorganisationen, darunter das Logo der rechtsextremistischen ADÜTDF (Graue Wölfe).

    Inzwischen haben Mönchengladbacher Bürger von Stadtwahlleiter Bernd Kuckels und Verwaltungschef (bis vorgestern) Norbert Bude die Annullierung der Wahlen zum Integrationsrat und Neuwahlen ohne die Liste TDIV gefordert und den Wahlgewinner Hans Wilhelm Reiners über die Fachaufsichtsbeschwerde vom 13.06.2014 in Kenntnis gesetzt.

    In einer Woche wird das vorläufige Wahlergebnis entweder offiziell gemacht oder aber, was zu hoffen ist, bei geplanten Neuwahlen für ungültig erklärt werden. Spannende Frage: Wie wird OB Reiners in den nächsten Tagen mit dem Problem Graue Wölfe umgehen?

  42. Elżbieta Wawrzyńska meint:

    (abgeordnetenWatch)
    Extremisten in den Integrationsräten: OB Hans Wilhelm Reiners und Mönchengladbachs Graue Wölfe

    Der Gemeinnützige Kulturverein Mönchengladbach ist der reguläre sogenannte Idealistenverein (ülkü ocak) der rechtsextremistischen Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland (ADÜTDF). Eine Gründungsorganisation der Wahlliste TDIV (Türkisch-Deutscher Integrationsverbund) ist der Türkische Kulturverein Mönchengladbach als der lokale ülkü ocağı besagter ADÜTDF (Graue Wölfe), eine weitere die islamistische IGMG. Erst im April 2014 hatte die Stadtverwaltung das in einer Gesamtschule geplante Konzert von drei rechtsradikalen türkischen Musikern untersagt, Organisator war die ADÜTDF, Anmelder ein Mitglied des Türkischen Kulturvereins. Nach Bekanntwerden der Kandidatur von Grauen Wölfen hatten Bürger die Annullierung der Wahlen zum Integrationsrat und Neuwahlen ohne die Liste TDIV gefordert, der damalige Oberbürgermeister Norbert Bude reagierte nicht. Mittlerweile ist Fachaufsichtsbeschwerde gegen den Ablauf der Wahlen eingelegt worden, Neuwahlen waren gefordert worden. Sehr geehrter Herr Reiners, wie werden Sie mit dem Problem Graue Wölfe umgehen?

    http://www.abgeordnetenwatch.de/hans_wilhelm_reiners-672-47052.html

  43. Elżbieta Wawrzyńska meint:

    Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Bernd Kuckels wurde am 07.07.2014 eingereicht und trifft einen Stadtdirektor (und Wahlleiter für die Kommunalwahlen sowie Europawahlen), der zu den Grauen Wölfen zielsicher schweigt. Andererseits war Norbert Bude, der inzwischen abgewählte Oberbürgermeister, 2014 Wahlleiter für den Bereich Wahlen zum Integrationsrat

    Wahlleiter für die Integrationsratswahl ist Oberbürgermeister Norbert Bude

    Amtsblatt Nr. 4 vom 24.02.2014

    http://www.moenchengladbach.de/uploads/media/Abl-2014-04.pdf

    An die
    Bezirksregierung Düsseldorf
    Düsseldorf

    08.07.2014

    Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Wahlleiter bei den Wahlen zum Integrationsrat der Stadt Mönchengladbach 2014, Norbert Bude

    http://eifelginster.wordpress.com/2014/07/08/387/

  44. Elżbieta Wawrzyńska meint:

    11.09.2014
    Betreff Wahlen vom 25.05.2014

    Sitzung des Wahlprüfungsausschusses
    Donnerstag, 11. September 2014
    17:00 Uhr, Rathaus Abtei, Raum 37

    Vorprüfung der Gültigkeit der Wahl der Mitglieder des Integrationsrates der Stadt Mönchengladbach …

    Prüfung der Beschwerde und des Einspruchs gegen die Wahl der Mitglieder des Integrationsrats der Stadt Mönchengladbach sowie der Forderung von Neuwahlen

    http://www.moenchengladbach.de/uploads/media/Abl-2014-28.pdf

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