Die PKK in Deutschland. Der Krawall in Mannheim.

Samstag 8.9., Mannheim, Kurdisches Kulturfestival:

40.000 kurdische Teilnehmer, 2.500 gewaltgeile zu8meist junge Krawalliers, 600 Polizisten angegriffen, 80 davon durch Wurfgeschoße (Flaschen, Ziegelsteine, Feuerwerkskörper) aus der Menge heraus verletzt, 13 Einsatzfahrzeuge demoliert, 31 Verhaftungen. (Quelle)

Ca. 800.000 Kurden bzw. Kurdischstämmige leben in Deutschland.

Ein Teil davon – der Verfassungsschutz schätzt: ca. 10 Prozent – hängt der PKK an, sei es als Aktive (ca. 13.000), sei es als Sympathisanten,  die sich mobilisieren lassen.

Jährlich veranstalten die Kurden ein großes internationales Kulturfestival in Deutschland. 

Dieses Jahr fand es auf dem Maimarktgelände in Mannheim statt, von Mittags bis 20 Uhr. Es ist das 20. Sein Motto: „Freiheit für Abdullah Öcalan, Status für Kurdistan“.

Apo Öcalan groß auf dem Einladungsplakat:

Viele reisten aus den Nachbarländern an. 40.000 Besucher sollen es auch dieses Jahr wieder gewesen sein.

Schon im Vorfeld gab es Probleme: Ein Jugendmarsch von Straßburg nach Mannheim musste am Ende von der Polizei aufgelöst werden, weil es auf dem Weg immer wieder zu gewaltsamen Konflikten mit Türken gekommen sei.

Der Organisator des Festivals ist YEK-KOM, ein Dachverband der kurdischen Vereine in Deutschland. Auf seiner Website kann man sich über Programm und Aktivitäten und über die vertretenen Vereine informieren.

War der Krawall geplant? Oder hat man ihn in Kauf genommen? Oder ist den Veranstaltern die Sache entglitten?

Ausgangspunkt der Eskalation war Bolls Angaben zufolge, dass die Polizei die kurdischen Ordner dabei unterstützen wollte, die angereisten Menschenmassen besser in den Griff zu bekommen. Dies sei auf Anfrage der Ordner geschehen, betonte der Polizeisprecher. “Allerdings haben die gewaltbereiten Kurden unseren Einsatz ganz offensichtlich als Provokation betrachtet”, sagte er. 

RP online

Aus einer anderen Quelle:

Die vom Veranstalter beauftragte Sicherheitsfirma alarmierte die Polizei, als ein 14-jähriger Kurden mit einer verbotenen Fahne auf das Gelände wollte.

Schon bei der Ankunft der Beamten kam es zu Rangeleien. Als weitere Polizisten zur Unterstützung gerufen worden seien, bewarfen Umstehende die Beamten aus der Menge heraus mit Gegenständen.

Die gewalttätigen Kurden seien von vielen tausend weiteren Veranstaltungsbesuchern lautstark unterstützt worden. Man habe “keine Chance” gehabt, die Situation zu beruhigen, sagte der Polizeisprecher.

dradio

Ein Polizeisprecher:

“Der Gewaltausbruch der Angreifer war enorm.” Hunderte, “wenn nicht sogar mehr als Tausend” kurdische Angreifer seien auf die Polizisten zugestürmt und hätten mit Steinen nach den Beamten geworfen, sagte Boll.

So einen Gewaltausbruch habe er in 30 Jahren Polizeiarbeit nicht erlebt. Einsatzfahrzeuge wurden demnach durch Steinwürfe beschädigt.

RP online

Das alles klingt eher nach einem vielleicht vorhersehbaren, aber doch ungeplanten Anlass und Start. Und nach überforderten Veranstaltern.

Der Krawall wird wohl Konsequenzen haben.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) verurteilte die Ausschreitungen. Die Politik müsse sich dafür einsetzen, dass künftig solche Veranstaltungen nicht mehr stattfinden dürfen.

dradio

Welche Stadt in Deutschland wird nächstes Jahr bereit sein, ein solches Kulturfestival der PKK-orientierten Kurden zu genehmigen?

Man wird auf Mannheim verweisen.

Die PKK-Strategie in Deutschland sieht eigentlich Gewaltfreiheit vor.

Der Verein PKK ist in Deutschland seit 1993 verboten, d. h. er hat ein Betätigungsverbot. Von der EU wird er seit 2002 als Terrororganisation gelistet.

Aus dem Bericht des Verfassungsschutzes 2011 (Seite 273-293):

Neben der logistischen und finanziellen Unterstützung der Gesamtorganisation lag ein wesentlicher Schwerpunkt der PKKAktivitäten in Deutschland in der Vorbereitung und Durchführung von Großveranstaltungen, welche häufig sowohl für propagandistische Zwecke wie auch zur Anwerbung neuer Anhänger für die PKK genutzt werden.

Darüber hinaus intensivierte die PKK ihre Bemühungen – insbesondere durch die „Föderation der kurdischen Vereine in Deutschland e.V.“ (YEK-KOM) –, mit Öffentlichkeitsarbeit und Kontaktpflege zu politischen Entscheidungsträgern ihre Anliegen zu platzieren, und sich damit als eine trotz Verbots  handlungsfähige Organisation darzustellen.

Zur Strategie:

In den westeuropäischen Staaten bemüht sie sich um ein weitgehend gewaltfreies Erscheinungsbild und intensiviert ihre Anstrengungen, auf der politischen Ebene als einziger legitimer Vertreter und Ansprechpartner in der Kurdenfrage anerkannt zu werden.

Zur Organisation:

Trotz der mehrfach im Zusammenhang mit den wechselnden Bezeichnungen propagierten Einführung interner demokratischer Strukturen hält die Organisation an einem strikt hierarchischen Kaderaufbau und einer autoritären Führung fest.

Ungeachtet mehrerer Versuche einer teilweisen Demokratisierung, wie u.a. der Einbeziehung der Basis bei Entscheidungen, wurden bislang weder entsprechende strukturelle noch personelle Veränderungen durchgeführt. Organisationsinterne Vorgaben und Anweisungen werden auch weiterhin strikt an die jeweils nachgeordneten Kaderbereiche weitergegeben.

Statt Kurdenstaat jetzt Konföderation?

Die Abkehr von der Forderung nach einem eigenen Kurdenstaat hin zu der Forderung nach konföderalen – in der Diktion der PKK auch „basisdemokratischen“ – Strukturen in der Türkei, aber auch in Europa, wird zumindest in Deutschland durch die Schaffung sogenannter Volksräte vorangetrieben.

Diese sollen nicht mehr ausschließlich vom Prinzip „Befehl und Gehorsam“ bestimmt sein und so eine neue Legitimationsbasis schaffen.

Allerdings haben diese Räte bei weitem keine so starke Stellung, dass sie den Kurs der PKK beeinflussen könnten.

Wer führt die PKK in Deutschland?

Da sie sich nicht als Verein in Deutschland betätigen kann, wird sie durch ein CDK genanntes Gremium vom Ausland aus geführt:

Die Führungsfunktionäre der CDK – an der Spitze ein Leiter und ein mehrköpfiges Leitungsgremium – halten sich vorwiegend in europäischen Nachbarländern auf.

Die verantwortlichen Kader in Deutschland, deren Tätigkeit in aller Regel zeitlich begrenzt ist, werden überwiegend durch die CDK-Leitung eingesetzt.

Sie agieren konspirativ und leiten organisationsinterne Anweisungen und Vorgaben zur Umsetzung an nachgeordnete Ebenen weiter.

YEK-KOM

Für die Umsetzung von Vorgaben der Führungsspitze und den Informationsfluss zur Basis bedienen sich PKK und CDK überwiegend der örtlichen Vereine in Deutschland, die den Anhängern der Organisation als Treffpunkte und Anlaufstellen dienen. Als Dachverband dieser Vereine fungiert die „Föderation Kurdischer Vereine in Deutschland e.V.“ (YEK-KOM), der – eigenen Angaben zufolge – 43 Vereine angeschlossen sind.

Finanzierung

Europa und insbesondere Deutschland stellen für die PKK unter finanziellen Gesichtspunkten eine rückwärtige Basis für ihren politischen und militärischen Kampf dar.

Die jährlich stattfindende Spendenkampagne („kampanya“) ist nach wie vor die wichtigste finanzielle Einnahmequelle der PKK. Funktionäre, Aktivisten und Unterstützer konnten unter den in Europa lebenden PKK-Anhängern wieder einen zweistelligen Millionenbetrag einsammeln.

Die im Berichtsjahr erzielten Einnahmen hielten sich in Deutschland ungefähr auf Vorjahresniveau.

Weitere Einkünfte erzielt die PKK aus Mitgliedsbeiträgen, dem Vertrieb von Publikationen und aus Veranstaltungen wie dem jährlichen Kurdistan-Festival.

PKK-Artikel auf BlogIG

Anhang:

Einige Leser werden Schwierigkeiten mit meinem Standpunkt zur PKK haben. Liegt das an mir oder am binär-beschränkten Denken derer, die entweder PKK oder Anti-PKK sind?

(1)

Ein erheblicher Teil der um die 12-15 Millionen Kurden in der Türkei (wohl knapp die Hälfte) strebt nach einem entweder föderal autonomen oder ganz unabhängigen Kurdistan. Dieses Streben ist legitim und darf nicht unterdrückt werden. Es hat seine Wurzeln in der ethnischen und kulturellen Eigenständigkeit der Kurden einerseits, in der brutalen Unterdrückung der Kurden in der Türkei seit Bestehen der Republik andererseits.

Dieses Ziel ist auch das der PKK, und ich erkenne es an.

(2)

Die PKK ist in der Tat eine Terrororganisation. Sie kämpft mit Mitteln, die ich verurteile, und es ist anzunehmen, dass sie ein “freies” Kurdistan in eine totalitäre Hölle verwandeln würde.

Ich lehne die PKK also entschieden ab und halte ihren Führer, Öcalan, für einen Verbrecher.

(3)

Wegen (1) säße ich als Journalist oder Blogger in Erdogans Türkei im Gefängnis – verurteilt als PKK-Propagandist.

Wegen (2) – wenn ich mich trauen würde, das als Kurde in der Türkei offen und politisch offensiv zu vertreten – würden mich die PKKler möglicherweise umbringen.

(4)

Generell halte ich von Nationalismus nichts. Wir leben in einer Zeit der Globalisierung; Nationalismus ist unpraktisch, kontraproduktiv geworden, leidenschaftlicher Nationalismus ist heute schlicht bescheuert, sei des der Nationalismus der deutschen Rechten und Deutschnationalen, sei es der Nationalismus der Türken oder der Nationalismus der Kurden oder der Nationalismus der US-Amerikaner.

So, wie wir uns nicht mehr als Stämme definieren, sollten wir uns heute auch nicht mehr primär als Nationen definieren. Sondern möglichst weltbürgerlich und zu vielen Gruppen zugehörig. Wir brauchen eine multiple Identität, um mit den globalen Herausforderungen fertig werden zu können.

(5)

Für die Türkei wäre es die beste Lösung, die “kurdischen” Vilayets im Südosten abzustoßen und dann zum freundlichen Nachbarn des neuen Kurdenstaates  zu werden, so wie es schon mit Irakisch-Kurdistan der Fall ist.

Man würde damit viel Geld und Blut sparen, Handlungsfreiheit und Prestige gewinnen, mehr innere Freiheit möglich machen.

Früher oder später kommt der kurdische Staat ja doch.

Ob der dann für die Kurden selbst eine gute Sache wird, steht auf einem anderen Blatt.

Kommentare

  1. Ich sage ja immer wieder: Wir importieren uns hierzulande fremde Konflikte, die uns nichts angehen. 80 verletzte Polizisten, hohe Sachschäden. Wer kommt dafür auf? Ich weiß, warum ich Multikulti ablehne. Weil es hochexplosiv ist – siehe Balkan.

  2. Du lehnst Multikulti ab – also lehnst du die Realität ab. Deutschland ist nun mal multikulti, ob wir das wollen oder nicht.
    Wenn wir es nicht wollen – äh, ja – was dann? Dann wollen wir also mal alles Fremde (wer definiert das dann?) rausschmeißen?
    Alle Kurden aus Deutschland raus! – Ist das jetzt die Forderung, Alarmo?
    Also los, Alarmo, an die politische Arbeit!

    Ich schätze mal, dass unsere Fußballrowdies summa summarum jedes Jahr 100mal mehr Sachschäden und Personenschäden produzieren als unsere Kurden und unsere Salafisten zusammen. Und die Fußballrowdies sind Biodeutsche, meistens, oder?

    Also, schließen wir endlich die Fußballstadien und ersetzen wir die “Atmosphäre” durch optische und akustische Tricks. Ist doch unerträglich, diese wöchentliche Gewaltorgie rund um unsere Fußballarenen, oder?

    Ja ja, ich weiß schon, Alarmo, wenn etwas DEUTSCH zu Bruch geht, dann ist das weniger schlimm als wenn etwas MIGRANTISCH zu Bruch geht. Irgendwie muss sich der Rassismus doch zeigen, gell.

  3. “Du lehnst Multikulti ab – also lehnst du die Realität ab. Deutschland ist nun mal multikulti, ob wir das wollen oder nicht.”

    An den realen Zuständen kann ich zwar nichts ändern (das hat die Politik nunmal jahrzehntelang verbockt), aber die Ideologie Multikulti darf ich doch ablehnen, oder?

    Und zu Ihren Fußballrowdies:: Denen würde ich ein lebenslanges Stationverbot aufbrummen.

  4. Saejerlaenner meint:

    @ InitiativGruppe, am 10. September 2012 um 01:12

    Na super, mal wieder ‘Tu quoque’. “Die deutschen Fußballrowdies. Die Deutschen machen ja auch Mist.”

    Reicht es nicht, wenn sich ein Land mit den eigenen Tunichtguten herumschlagen muß? Muß man deswegen die Tunichtgute aus aller Herren Länder einladen, herzukommen und sich hier ebenfalls auszutoben?

    Frei nach folgendem Motto: “Fritzchen: Herr Lehrer, Murat hat mir auf die Nase gehauen! – Lehrer: Das musst du aushalten, Karl ist ja auch nicht besser.”

  5. Man sollte unterscheiden zwischen der Idee der multikulturellen Gesellschaft als Utopie des harmonischen Zusammenlebens von menschen verschiedenster Kulturen und der Realität dieses Zusammenlebens, die von gegenseitiger Abneigung und Konkurrenz um knappe Ressourcen (staatliche Gelder) geprägt ist.

    Beides einfach gleichzsetzen wie sie es hier tun und die existierenden Konflikte bloß dem Rassismus und der Ausländereindlichkeit einer Seite zuzuschreiben, ist unredlich.

    Haben die Deutschen irgendeinen Grund, Kurden und Türken eine Arena für ihren idiotischen Konflikt zu bieten? ich wüsste nicht warum.

  6. Alarmo,

    vorsicht, dass dich nicht einige von denen, denen du lebenslanges Stadionverbot aufbrummst, besuchen … Außerdem werden die Rowdies andere Gelegenheiten zum Krawall suchen und finden, wenn’s im Stadion nicht geht.
    Läge nahe, sich die URSACHEN solchen Verhaltens anzuschauen.

    Multikulturalismus ist keine Ideologie, sondern einfach Realität, und ich genieße das multikulturelle Deutschland, du verabscheust es – das ist der Unterschied.
    Vielleicht sollte es dich auch nachdenklich machen, dass ALLE westlichen Länder multikulturell geworden sind. Nur die östlichen nicht so ganz, bisher. Denen geht es deswegen nicht besser. Die Dörfer und Kleinstädte in Ostdeutschland leiden arg an demographischem Schwund, die Leute ziehen weg. München dagegen, eine multikulturelle Hochburg, zieht deutschstämmige und ausländische Zuwanderer an.

    Saejerlaenner,

    die gewalttätig gewordenen jungen Kurden haben wir nicht eingeladen, sie sind bei uns geboren bzw. aufgewachsen. Die sind Teil unserer Gesellschaft.

    Zu Fritzchen, Murat und Karl: Es ist schon etwas, was der Lehrer berücksichtigt, wenn NICHT NUR Murat, SONDERN AUCH Karl “böse” sind. Der kluge Lehrer wird daraus erkennen, dass es eine weiter verbreitete Handlungsweise ist, eine, die nicht nur Murat, sondern auch Karl und andere betrifft. Er wird also seine Reaktion nicht auf Murat beschränken, sondern Karl etc. mit einbeziehen.

    Warum, Saejerlaenner, sollte der Lehrer Murat bestrafen, Karl aber nicht? Denn darauf möchtest du doch wohl hinaus, oder?

    Fritz,

    wir beschäftigen uns mit der Realität der multikulturellen Gesellschaft, wie sie in praktisch allen mittel- und west- und nordeuropäischen Nationen, dazu in den USA, Kanada, Australien und Neuseeland bestehen.

    Dass das einigermaßen funktioniert, sieht man. Wenn es ein paar Probleme gibt, dann sind die noch kein Argument dagegen. Eigentlich ist es meistens vor allem ein soziales Problem, wenn auch nicht im speziellen Fall Kurden contra Türken und umgekehrt. Wir haben auch ein paar Probleme mit Fußballrowdies, und trotzdem sperren wir nicht die Stadien zu. Solche Probleme sind überschaubar, sie bleiben eingegrenzt und letztlich harmlos und wären über die soziale Schiene durchaus lösbar.

    Mit anderen Worten, wir haben es nicht mit einer Utopie oder utopischen Idee zu tun, sondern mit der Realität einer funktionierenden multikulturellen Welt und einer imemr problematischer werdenden (un)sozialen Welt.

    Was anderes wäre in der globalisierten Welt auch nicht mehr möglich. Abschottung wäre die Utopie.

    Was Kurden und Türken betrifft: Beide Gruppen sind nun mal da und Teil unserer Gesellschaft. Also lösen wir das Problem MIT ihnen, nicht gegen sie.

    Jedenfalls dann, wenn man nicht der Utopie einer ethnisch udn kulturell homogenen Nation nachrennt. Der Utopie einer Deportation der in den westlichen Ländern lebenden Kurden und Türken.

    Oder siehst du die Deportation nicht als Utopie und Unmöglichkeit?

  7. @IG
    ist das Beispiel der PKK-Syphatisanten-Szene nicht ein etwas mißglücktes Beispiel für “Multi-Kulti”?
    Diese Leute sehen sich doch eher als klassische politische Exilanten, die nach der Befreiung Kurdistans heimkehren und im europäischen Exil eben an dieser Rückkehr basteln. Als langfristiger Teil dieser Gesellschaften definieren sie sich nicht.
    Daneben braucht auch die multikulturelle Gesellschaft, wie alle Gesellschaften sowas wie einen Common Ground und den können sie nur aus den kulturellen prinzipien der Mehrheitsgesellschaft entwickeln. Die Minderheiten können da gerne mitmachen, aber letzendlich müssen sie sich anpassen, wenn sie zur “Mitte der Gesellschaft” gehören wollen.

  8. Das alles gibt sich mit der Zeit – und wenn man vernünftige Integrationsperspektiven anbietet.

    Wir haben doch nichts dagegen, wenn eines Tages einige Kurden, die in Deutschland leben, in die neu gegründete Nation Kurdistan ziehen. Wenige würden das machen, vermute ich.

    Den Common Ground braucht man, da stimme ich zu, auch dass er sich aus der Kultur der Mehrheitsgesellschaft entwickelt. Das ist aber dank Grundgesetz, Sozialstaat, Aufklärung und gelernter Geschichtslektion einigermaßen der Fall.

    Zum Common Ground gehört auch, dass es da Ränder gibt und dass sich gelegentlich der eine oder andere außerhalb bewegt – die von mir erwähnten Fußballrowdies genauso wie PI, NPD oder die 1.Mai-Randalierer der anarchischen Linksradikalen in Berlin, die gottesstaatsorientierten Salafisten oder unsere wirtschaftskriminellen Banker, die uns global abzocken und uns weis machen, die Krise sei eine der ökonomischen Fehler der Mittelmeer-EU-Länder. Gefährlich sind nur die letzteren, alles andere ist ziemlich überschaubar.

    Zum Common Ground gehört bei uns, dass man nicht hysterisch überreagiert und durch solche Überreaktion genau diesen Common Ground beschädigt.

    Ernsthaft beschädigt wird er allerdings durch die Entmachtung der Politik via Finanzmärkte. Das erleben wir grade – wo die Finanzmärkte durch den ESM beruhigt werden sollen, statt dass man sie austrocknet. Man füttert das Monster mit immer mehr Geld und Macht und hofft, wenn man es genug füttert, dass es uns nicht frisst.

  9. Saejerlaenner meint:

    InitiativGruppe, am 10. September 2012 um 12:38

    Warum, Saejerlaenner, sollte der Lehrer Murat bestrafen, Karl aber nicht? Denn darauf möchtest du doch wohl hinaus, oder?

    Nein, das sehen Sie falsch. Selbstverständlich gehört Karl genauso bestraft. Es soll eher darauf hinauslaufen, daß Murat, wenn man ihn zur Rede stellt, vehement “Ausländerfeind!” schreit, und der Lehrer, der sich das nicht nachsagen lassen will, zu Fritzchen sagt: “Da kann ich leider auch nichts machen. Außerdem ist Karl auch böse.”

    Worauf es sonst noch hinauslaufen soll, s.o. Meine Reaktion auf Ihr Tu-quoque-Argument. Stellen Sie sich mal vor, einige Tausend Deutsche würden in der Türkei eine solche Show liefern, wie die Kurden in Mannheim. Glauben Sie, dort würde man sagen: “Oh, das ist aber schlimm, aber die sind ja auch ein Teil unserer Gesellschaft, und es gibt ja auch türkische Hooligans.”…? No Sir, diese Leute würden die Türkei verlassen, ob sie wollten oder nicht, und vorher vermutlich noch eine unangenehme Zeit in einem türkischen Gefängnis verbringen.

  10. Saejerlaenner,
    willst du jetzt wirklich Deutschland auf die selbe Stufe stellen wie die Türkei?
    Sollen wir die selben Standards bei uns einführen, wie sie für die Türkei gelten?

    Ich dachte, WIR hier legen wert auf Rechtsstaatlichkeit.

    DU wohl eher weniger.
    Insgeheim bewunderst du offensichtlich die rabiaten Methoden, mit denen Erdogan % Co gegen Minderheiten und Oppositionelle vorgeht. SO würdest du den deutschen Staat auch gerne zuschlagen sehen.

  11. Umfrage.... meint:

    “Abschottung wäre die Utopie. ”

    Wenn die MEHRHEIT der Deutschen (inkl. der mit dt. Pass) der Meinung wären, das man sich in Deutschland (und Europa) gegen UNGESTEUERTE Zuwanderung, auch und gerade in die Sozialsysteme, bzw. von Migrantengruppen, die NACHWEISLICH
    in Summa erhebliche Probleme bei der Integration machen (eben aus islamisch geprägten Ländern)wehren sollte, dies ablehnen, und das über ihre Volksverteter so umsetzen lassen, was gilt dann ?

    Leo’s Vorstellungen und Wünsche ?

    Gibt es ein Recht auf Einwanderung ?

    “…dass ALLE westlichen Länder multikulturell geworden sind…”

    Und ? findet das uneingeschränkte Zustimmung in Deutschland ?

    Common Ground wird in einer Demokratie immer noch durch Mehrheitsbeschluss gebildet und gesehen.

    Was glauben Sie, wenn es eine anonyme (weil sonst die Leute Angst haben müßten, von Ihnen und Ihresgleichen als Nazis tituliert zu werden), MEHR als repräsentative Umfrage in Deutschland geben würde, mit 2 ganz klaren Fragen :

    Zuwanderung von Menschen aus dem islamischen Kulturkreis ?

    Dafür Dagegen

    Sollte staatlicherseits Maßnahmen ergriffen werden, um hier eingewanderte Personen aus dem islamischen Kulturkreis
    (ohne dt. StAng.) die Rückkehr in ihre Herkunftsländer zu
    ermöglichen/nahezulegen ?

    Dafür Dagegen

    Holzschnittartig, Brux, weiß ich.

    Aber, was glauben Sie, wie die Prozentzahlen aussehen würden ?

    Ehrlich.

  12. Erstens gibt es keine ungesteuerte Zuwanderung nach Deutschland.
    Zweitens gibt es hauptsächlich eine Zuwanderung aus dem EU-Raum.
    Drittens können sich die Bürger bei den nächsten Bundestagswahlen, aber auch sonst bei Landtagswahlen und Kommunalwahlen für Parteien entscheiden, die die Zuwanderung anders steuern wollen.
    Viertens legt unsere Verfassung fest, dass wir eine repräsentative und keine plebiszitäre Demokratie haben.
    Fünftens: Da wir eine Verfassung haben, die auf die Menschenwürde achtet, geht es bei uns schlecht, bestimmte Menschen nach rassistischen Kriterien einer Sonderbehandlung zu unterziehen – wie du es gern möchtest.

    Soweit, holzschnittartig, meine Antwort.

    Aber diese fünf Punkte kennst du doch längst. Wieso versuchst du nicht, einmal etwas mehr in die Tiefe zu gehen? Ewig diese oberflächliche Leier …

  13. Saejerlaenner meint:

    Nein, Herr Brux, ich würde definitiv nicht gerne sehen, daß der ‘deutsche Staat’ hergeht und mit Maschinenpistolen auf den Gegenstand dieser Diskussion feuert. Genausowenig gern sehe ich es aber, daß der deutsche Staat Veranstaltungen wie dieser quasi hilflos gegenübersteht. Wissen Sie, es ist ein unbehagliches Gefühl, wenn, wie den Presseberichten zu entnehmen ist, sich mir nichts dir nichts 40000 Kurden zusammenrotten können, die u.a. “wahllos auf Leute einprügeln, die sie für Türken halten”, mit Abzeichen verbotener Organisationen (PKK) posieren, und die Polizei dagegen machtlos ist. Es sind adhoc zwei Dinge, die mich ganz besonders stören:

    1. Konflikte aus weit entfernten Ländern werden auf deutschem Boden ausgetragen
    2. Die deutschen Ordnungshüter können (oder wollen – oder dürfen?) dem nichts entgegensetzen.

    Sind sie der Ansicht, derartige Auswüchse von Konflikten zwischen Kurden und Türken seien in Deutschland zu toleriern, weil die Kurden und die Türken nun mal da sind?

  14. Wissen Sie, es ist ein unbehagliches Gefühl, wenn, wie den Presseberichten zu entnehmen ist, sich mir nichts dir nichts 40000 Kurden zusammenrotten können,

    Das war ein Festival, keine Zusammenrottung von 40000 Kurden.

    die u.a. “wahllos auf Leute einprügeln, die sie für Türken halten”, mit Abzeichen verbotener Organisationen (PKK) posieren, und die Polizei dagegen machtlos ist.

    Es waren nach Polizeiangaben “Hunderte, “wenn nicht sogar mehr als Tausend”” Randalierer. Sie nennen hier die Ausschreitungen einfach so im Zusammenhang mit der Zahl 40000 und einer Zusammenrottung. Sie sollten schon bei der Wahrheit bleiben.

  15. @ Saejerlaenner

    Hallo Saejerlaenner! Was hat Dich denn hierher verschlagen? Keine Lust mehr auf „WB“? Hast Du überhaupt die Erlaubnis von „Dummchen am Herd“ von QQ? ;) Du weißt, dass sie sehr böse werden kann, wenn man ohne ihre Erlaubnis woanders postet. Gestern musste Simbo daran glauben, weil sie mich auf meiner Seite angeschrieben hat.

    Lass Dich nicht stören, ich wollte nur grüßen.

    Kantomas

  16. Was glauben Sie, wenn es eine anonyme (weil sonst die Leute Angst haben müßten, von Ihnen und Ihresgleichen als Nazis tituliert zu werden), MEHR als repräsentative Umfrage in Deutschland geben würde, mit 2 ganz klaren Fragen :

    Zuwanderung von Menschen aus dem islamischen Kulturkreis ?

    Dafür Dagegen

    Sollte staatlicherseits Maßnahmen ergriffen werden, um hier eingewanderte Personen aus dem islamischen Kulturkreis
    (ohne dt. StAng.) die Rückkehr in ihre Herkunftsländer zu
    ermöglichen/nahezulegen ?

    Dafür Dagegen

    Holzschnittartig, Brux, weiß ich.

    Aber, was glauben Sie, wie die Prozentzahlen aussehen würden ?

    Ehrlich.

    Ich würde so eine Umfrage durchaus unterstützen, sobald die Einwanderungs- und selbesternannten Islamkritiker alle Lügen, Halbwahrheiten, Tatsachenverdrehungen, aus dem Kontext gerissene Dinge usw. die sie bisher jahrelang erzählt haben, um ihre Ansichten zu verbreiten, vollkommen aufdecken und komplett richtigstellen. Zu 100%. Ganz einfach.

    Wenn nicht, dann nicht. Ist halt deren Sache.

  17. Saejerlaenner meint:

    @ fantomas007

    Hallo Kantomas, du frecher Kerl :smile: Seit wann frage ich Herd um Erlaubnis?

    Ich kenne Brux’ Blog schon lange, habe manchen Disput zwischen ihm und einigen anderen Bloggern mitverfolgt.

    Daß Simbo dort wieder Schiete über den Kopf geschüttet bekommt, war doch klar. Nur eine Frage der Zeit.

    Gruß. Saejerlaenner

  18. @IG
    “Zum Common Ground gehört bei uns, dass man nicht hysterisch überreagiert und durch solche Überreaktion genau diesen Common Ground beschädigt.”
    Da stimme ich vollkommen zu.
    Wie Sie vielleicht ahnen, halte ich auch ihr Finanzmarkt-Bashing für etwas hysterisch.
    Übrigens gab es dieses kurdisches Kulturfestival schon in diversen Vorgängerversionen, die alle friedlich verlaufen sind:
    Beispiel:
    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=15682

  19. Saerjerlaenner,
    deine Antwort von 17.55 Uhr ist eine Schande für dich. Du nimmst dich selber nicht ernst.

    Kaiserliche Majestät hat schon knapp und gut geantwortet.

    Vielleicht noch das dazu:
    Unsere Sicherheitsbehörden haben alles gut unter Kontrolle. Die PKK ist verboten, Konflikte zwischen Kurden und Türken kommen nur gelegentlich mal vor und bleiben in einem erträglichen Rahmen.

    Für dich sind Vorkommnisse wie die in Mannheim nur der Aufhänger, um generell gegen die Existenz gewisser Minderheiten zu polemisieren. Was also schlägst du politisch-praktisch vor – auf der Grundlage des GG natürlich?

  20. Hier sieht man 40000 zusammengerottete Kurden, die wahllos Leute verprügeln und mit Abzeichen verbotener Organisationen posieren (Achtung, könnte Sarkasmus enthalten)


  21. Der Blogger vorab:
    Zum Spaß, und weil einige meiner Leser sicherlich gern mal Schlimmes über mich persönlich lesen wollen, erlaube ich mir – ausnahmsweise – diesen Erguss zu präsentieren:

    Warum disputiert ihr eigenttlich noch mit Leo Brux? Dieser Vollpfosten hatte ein scheiß Elternhaus, eine verpatzte Ehe und keine Kinder. Also kein Mensch.Dazu noch nie ferne Länder bereist (z.B. Um sich selbst ein Bild zu machen). Er kennt die Welt und derer Völker nur aus den Nachrichten(Internetz) sitzt in seiner Häuserblockwohnung und stiert nur in´s Internet. Der lebt doch gar nicht. Ich kenne Behinderte (auch geistig Behinderte) die leben intensiver wie Herr Brux. Ein Mensch der die Welt nicht kennt und dem Menschenkenntnis fremd ist. Und so ein Depp darf heutzutage einen Blog betreiben und seine krankhaften Triebe ausleben. Sowas hat es früher nicht gegeben. Und das war gut so.

    Ja, sowas wie mich hat’s früher, unter dem Adolf, nicht gegeben. Das heißt, sowas hat sich nicht lange halten können und ist entweder rechtzeitig ins Exil gegangen oder zum Insassen eines KZ geworden.

    Und jetzt lebe ich einen meiner krankhaften Triebe aus — indem ich diese post doch tatsächlich freischalte. Als Strafe für “Karla Mees”. Das ist übrigens, wie ich grade herausgefunden habe, der Herr Gerhard Ochwat, von der Eifel, nee, vom Hunsrück, glaube ich, Idar-Oberstein oder so. Früher (2011) w<r er mal fleißig hier zugange. Und ist dann von mir brutalst wegzensiert worden. Mann, das hat geblutet. (Bei ihm.) Er ist lange nicht drüber weggekommen. Das Trauma hält bis heute an, wie man sieht.

  22. Und so ein Depp darf heutzutage einen Blog betreiben und seine krankhaften Triebe ausleben. Sowas hat es früher nicht gegeben. Und das war gut so.

    Sie fragen sich bestimmt jeden Tag, warum so viele Geisterfahrer unterwegs sind.

  23. Das ist übrigens, wie ich grade herausgefunden habe, der Herr Gerhard Ochwat, von der Eifel, nee, vom Hunsrück, glaube ich, Idar-Oberstein oder so. Früher (2011) w<r er mal fleißig hier zugange. Und ist dann von mir brutalst wegzensiert worden. Mann, das hat geblutet. (Bei ihm.) Er ist lange nicht drüber weggekommen. Das Trauma hält bis heute an, wie man sieht.

    Der muss von dem bisschen Leben, dass er Ihnen noch zugesteht, so sehr beeindruckt sein, dass er hier bereits jahrelang mitliest, sogar die Kommentare.

  24. Nun ja, sogar Wikipedia sagt: “Das politische Schlagwort multikulturelle Gesellschaft wird sowohl deskriptiv als auch normativ verwendet.” Und diesen Unterschied machen sie hier eben nicht. Deskriptiv kann man sagen: Wir leben in einer multikulturellen Gesellschaft, sprich: bei uns leben Menschen aus verschiedenen Kulturen mit verschiedenen (teilweise gegensätzlichen) Wertvorstellungen zusammen. Normativ kann man sagen: Diese Zusammenleben ist gut und anstrebenswert. Und das ist eben der Streitpunkt, ist es das wirklich? Und unter welchen bedingungen?

    Im übrigen: Wenn ihnen jemand grundlos vor´s Schienenbein tritt, wie reagieren sie dann? Sagen sie: ich muss besser sein als er und bedanke mich für die Behandlung? Oder protestieren sie und ergreifen Gegenmaßnahmen?

    Sie fordern erstere Verhaltensweise von ihren Mitbürgern, und das wiederspricht allen moralischen Intuitionen, nach denen ich mit denen kooperiere, die mit mir kooperieren, und mit denen, die sich unkooperativ zeigen, meinerseits nicht kooperiere. Genauso empfindet die Mehrheit der Deutschen gegenüber den Zuwanderern, sie sind keineswegs rassistisch oder fremdenfeindlich, aber erwarten Kooperationsbereitschaft. Das ist völlig legitim, und ihre hochgestochenen Moralvorstellungen sind fernab der Realität.

  25. Fritz,

    so kommen wir schon mal einen Schritt weiter.

    (1) Also, du erkennst an, dass Deutschland eine multikulturelle Gesellschaft IST. Es ist einfach so. Es ist ein Faktum. Und du sagst jetzt – erfreulicherweise: Ok, Deutschland IST eine multikulturelle Gesellschaft. (Das ist ein Riesenschritt vorwärts, Fritz!)

    (2) Nachdem wir also das Faktische geklärt und uns da geeinigt haben, gehen wir zur normativen Ebene. Klar, zu jedem Faktum kann ich ein normatives Urteil fällen. Ich kann das Faktum als gut oder schlecht oder neutral einschätzen.

    Da sagst du nun, anders als ich: Das Faktum ist zu bedauern. Es ist schlecht.

    Jetzt können wir uns drüber streiten, ob du gute Gründe für dein Urteil hast. Lassen wir das aber für den Moment mal aus, gehen wir zum nächsten Schritt:

    (3) Da das Faktum schlecht ist, muss es beseitigt werden. Da die multikulturelle Gesellschaft schlecht ist, muss sie beendet werden. Zurück zur monokulturellen Gesellschaft!

    Macht du diesen Schritt? Falls ja, käme der vierte Schritt:

    (4) Um die multikulturelle Realität zu beenden und die monokulturelle Realität wieder einzuführen, brauchst du eine Strategie. Eine Politik, die das zustande bringt. Welche könnte das sein?

    Falls du die Schritte (1) bis (3) so mitvollziehst, stehst du bei (4) natürlich vor einer ziemlichen Herausforderung.
    - Du musst brutal werden.
    - Dafür ist die Zeit noch nicht reif. Woraus folgt: Man versucht, (4) zu umgehen, sich nicht dazu zu äußern, oder Maßnahmen vorzuschlagen, die eine Ent-Multikulturalisierung nur einleiten – wohin das eskalieren wird, soll im Dunkeln bleiben, damit die Leute nicht abgeschreckt werden.

    Apropos ans Schienbein treten:
    Das geschieht hauptsächlich GEGEN Minderheiten, Migranten, und wird hauptsächlich durch Vertreter der Mehrheitsgesellschaft gemacht.

    Die Kooperationsbereitschaft fast aller Minderheiten und Migrantengruppen ist geradezu überwältigend. Es war und ist die Mehrheitsgesellschaft, die sich lange Zeit gesperrt und sich nicht geöffnet hat. Ein Teil ist immer noch so abweisend.

    Woran es den Einwanderern manchmal fehlt, ist die Kooperationsfähigkeit: die Sprachkenntnisse, oder das Verstehen der fremden Kultur und ihrer Regeln. Kooperationsbereitschaft einmal vorausgesetzt, lässt sich dieses Defizit beheben. Leider hat sich Deutschland darum in den Jahren 1960-2005 nicht genug bemüht. Dank der großartigen Kooperationsbereitschaft der Migranten ist es dennoch zu erstaunlich viel Integration gekommen.

    Ich vermute, Fritz, dass es dir nicht um Integration geht, sondern um Assimilation. Die hat natürlich nur bei einer Minderheit der Einwanderer statt gefunden.

  26. Saejerlaenner meint:

    InitiativGruppe, am 10. September 2012 um 22:51sagte:

    Für dich sind Vorkommnisse wie die in Mannheim nur der Aufhänger, um generell gegen die Existenz gewisser Minderheiten zu polemisieren. Was also schlägst du politisch-praktisch vor – auf der Grundlage des GG natürlich?

    Herr Brux, warum meine Antwort nun gleich eine Schande für mich sein soll, kann ich nicht erkennen.

    Gegen Minderheiten polemisiere ich wohl tatsächlich, aber nicht gegen die, die Sie ganz offensichtlich meinen. Die Minderheit, gegen die ich polemisiere, nennt sich Tunichtgut, oder wie immer man sie sonst noch nennen mag. Ich mache da wenig Unterschiede, ob es sich nun um Deutsche oder um Ausländer handelt. Mein Anliegen ist es vor allem, die friedliche Mehrheit zu schützen.

    Deshalb, auch wenn es Ihnen vermutlich nicht gefällt, schlage ich – auf der Grundlage des GG natürlich – vor: Anwendung des § 125 StGB bzw. – je nach Schwere der Taten – § 125a StGB in Verbindung mit den §§ 54 und 53 AufenthG (wobei (schwerer) Landfriedensbruch schon allein in den beiden letztgenannten §§ mit aufgelistet ist).

    Natürlich erst im Wiederholungsfall.

  27. Labern Sie keinen Unsinn. Wenn es Ihnen wirklich darum gehen würde, dann würden Sie nicbt behaupfen, dass sich 40000 Kurden zusammengerottet haben, die u.a. auf Menschen einschlagen, die sie für Türken halten und mit Abzeichen verbotener Organisationen posieren. Sie kehren sich kein Stück für die friedliche Mehrheit.

  28. Saejerlaenner meint:

    Daß nicht alle 40000 gewalttätig waren, ist mir auch klar. Scheinbar gehen die Schätzungen von einige 100 bis zu 2500.

    http://www.bild.de/politik/inland/polizeiliche-massnahmen/schwere-krawalle-in-mannheim-26106416.bild.html

    http://www.welt.de/politik/article109106222/80-verletzte-Polizisten-nach-Kurden-Randale.html

    Woran machen Sie es fest, ob ich mich kein Stück für die friedliche Mehrheit interessiere?

  29. Citizen Kahn meint:

    Bei KM muss ich immer an die hier denken: http://is.gd/JBDBEp :D

    Einladungsvideo zum Kulturfestival™:

    Liveschalte zum Programmdirektor des Kulturvereins™:

  30. Es gibt sogar Theorien, dass die Antifa die Attacken mitgesteuert hat.

    Die friedliche Mehrheit interessiert Sie nicht. Für Sie ist es stattdessen ein unbehagliches Gefühl, wenn sich 40000 Kurden zusammenrotten.

  31. Saejerlaenner meint:

    @ Kaiserliche Majestät, am 11. September 2012 um 20:38

    Sie argumentieren gerade ziemlich unsachlich, wenn ich das mal so bemerken darf. Was Sie da äußern, ist Meinung, nicht Thema.

  32. Zitat: “Ein Teil davon – der Verfassungsschutz schätzt: ca. 10 Prozent – hängt der PKK an, sei es als Aktive (ca. 13.000), sei es als Sympathisanten, die sich mobilisieren lassen.”

    na leo, dämmerts? ;)

    p.s.: sorry, dass ich unsere letzte diskussion nicht so ausgiebig fortführen konnte, da ich beruflich sehr eingespannt bin.

  33. Sie haben mich nach meiner Meinung gefragt. Ich habe Ihnen geantwortet. Ganz simpel.

  34. Cenki,
    10 Prozent von 800.000 sind 80.000.
    Dazu kommen dann deren Kinder und ein Teil von deren Ehefrauen und Alten, die nicht direkt aktiv sind, also nicht mitmarschieren, sondern zu Hause bleiben.

    Das ergäbe mindestens 200.000 Personen.

    Dann kommen dazu diejenigen, die wie ich zum Beispiel mit dem Ziel, aber nicht mit den Methoden sympathisieren. Die also auch gegen den türkischen Nationalismus und für eine kurdische Autonomie bzw. Unabhängigkeit bzw. kulturelle Eigenständigkeit sind und von der türkischen Regierung umstandslos in den PKK-Topf geworfen werden, aber nicht von unserem Verfassungsschutz, der diesen Unterschied natürlich wichtig findet. – Das sind dann vielleicht nochmal ebensoviele. Das ergibt dann auch in Deutschland gut die Hälfte der Kurden.

    Die andere Hälfte setzt auf Assimilierung. Was ja auch legitim ist. Aber ich würde persönlich nicht dazugehören. Ich wär ein stolzer, kulturbewusster und nach politischer Selbstbestimmung strebender Kurde – und würde den Nationaltürken den Stinkefinger zeigen – ohne deshalb etwas mit der PKK zu tun haben zu wollen.

  35. die eine und die andere hälfte also, wo wir wieder beim thema schwarz-weiss denken wären. glaub mir, es gibt viele kurden, die kulturbewusst sind, sich als solche ausgeben, nicht assimiliert sind, aber auch nicht terror- bzw. gewaltbereit sind. und das ist auch gut so.

  36. Cenki,
    hast du es nicht wahrgenommen? Genau das hab ich geschrieben:

    Dann kommen dazu diejenigen, die wie ich zum Beispiel mit dem Ziel, aber nicht mit den Methoden sympathisieren. Die also auch gegen den türkischen Nationalismus und für eine kurdische Autonomie bzw. Unabhängigkeit bzw. kulturelle Eigenständigkeit sind und von der türkischen Regierung umstandslos in den PKK-Topf geworfen werden, aber nicht von unserem Verfassungsschutz, der diesen Unterschied natürlich wichtig findet. – Das sind dann vielleicht nochmal ebensoviele. Das ergibt dann auch in Deutschland gut die Hälfte der Kurden.

    Gib zu, dass ich das geschrieben habe!
    Wieso übergehst du es einfach und tust so, als ob ich schwarz-weiß nur die Assimilationskurden und die PKK-Kurden sehen und nennen würde?

  37. und von der türkischen Regierung umstandslos in den PKK-Topf geworfen werden,

    —–

    schwachsinn!

  38. Wieso werden dann schon öffentliche Meinungsäußerungen bestraft, wenn sie separatistisch sind?

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