Prognose 2013. Thema 2: Internationale Entwicklungen

Rückblick und Prognose zur Weltpolitik

Die Zitate stammen aus meiner Prognose fürs Jahr 2012.

Palästina: Es wird alles noch schlimmer werden. Das heißt, Israel wird den Konflikt weiter eskalieren.

So wird es auch weitergehen. Langsam. Immer mehr Siedlungen. Immer größerer Widerstand dagegen.

Iran: Eigentlich hat der Krieg schon begonnen. Er läuft im Moment noch verdeckt, in Form von Mordanschlägen, von Sprengattentaten, von Cyberangriffen zum Beispiel. Wird es zum heißen Krieg kommen – und durch Israel? Ich halte das für möglich. …

Obama konnte es vermeiden, verhindern. Gut so. Auch 2013, so scheint mir, wird es zu keinem “heißen” Krieg mit dem Iran kommen.

USA: Obama wird die Wahl gegen Mitt Romney knapp gewinnen.

War nicht schwer vorherzusehen.

Arabische Länder: Der arabische Frühling wird in Nöten sein. Für Ägypten wage ich keine Prognose. Für Syrien auch nicht. Vielleicht kann sich Assad noch über das Jahr retten. Libyen wird Jahre brauchen, um Stabilität zu gewinnen. Tunesien wird ein positives Beispiel geben. Ich sehe nicht, welches andere Land sich dem “Frühling” anschließen könnte.

Negative Entwicklung in Ägypten, bezüglich Tunesien war ich etwas zu optimistisch, bezüglich Libyen etwas zu pessimistisch, aber die beiden Fälle bleiben auch 2013 offen und unsicher. In Ägypten muss man wohl mittelfristig mit einer mehr oder weniger theokratischen Herrschaft der Muslimbrüder rechnen, im Bündnis mit dem Militär.

Syrien: Es wird dieses Jahr mit Assad und seinem Regime zu Ende gehen. Was dann? – Bürgerkrieg der rivalisierenden Gruppen. Entwicklungen zur Afghanisierung bzw. Libanonisierung Syriens.

Türkei: Der Weg in die Halbdiktatur Erdogans wird weiter gehen. Eine Wirtschaftskrise ist möglich und wäre ein Rückschlag für den gewählten, durch die Mehrheit legitimierten Diktator.

Die Wirtschaftskrise könnte dieses Jahr kommen. Wir werden Erdogans Griff nach der Präsidentschaft sehen – und vermutlich einen Machtkampf mit dem jetzigen Präsidenten Gül. Die Präsidentenwahl ist aber erst 2014.

China: Der Aufschwung wird etwas gebremst werden durch die weltweite Rezession, aber in Relation zu den westlichen Konkurrenten wird China weiter vorankommen, seine Macht schwungvoll ausbauen.

Das wird auch 2013 so weiter gehen.

Spektakulär wird es 2013 also vor allem in Syrien. Wir wissen aber, dass die Welt für Überraschungen immer gut ist. Der Prognostiker ist kein Prophet.

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