Klaus J. Bade antwortet Leo Brux

Ich hatte zum Erscheinen von Klaus J. Bades Buch “Kritik und Gewalt” (20.3.2013) drei Gesichtspunkte formuliert, in denen ich etwas kritisch anmerken konnte.

Hier nun die Antwort von Klaus J. Bade.

badeLieber Leo Brux,

es wird Zeit, daß ich mich auch einmal auf Ihrem Blog zu Wort melde, den ich gerne abonniert und auch auf meiner Facebook-Seite empfohlen habe, weil hier engagiert, intensiv und sachlich diskutiert und nicht agitiert bzw. denunziert wird wie auf gewissen anderen Seiten. Ich habe Ihre bisherige Artikelfolge über mich mit großem Interesse gelesen und möchte hier nur zu Nr. 5 („Klaus J. Bade – gibt es auch Unterschiede?“) Stellung nehmen. Ein Kompliment vorweg: Das ist wirklich sehr pointiert geschrieben! Und damit gleich zur Sache:

Einleitend schreiben Sie:

„Bade ist Profi, ich bin Laie. Ein kluger Laie vergisst das nicht.“ Das gilt aber auch umgekehrt: Ein kluger Profi vergisst nie, daß er sich mit seinem Fachwissen auch an die weitere Öffentlichkeit wenden sollte, aber so, wie ich das in den USA gelernt habe: in einer Sprache, die auch der gebildete Nichtfachmann versteht, also wissenschaftlich fundiert, aber in menschenfreundlicher Prosa.

Umgekehrt: Ich habe ein wissenschaftliches und stark praxisorientiertes Leben lang immer auch von Experten der Praxis gelernt und deshalb zusammen mit Kollegen in den 1990er Jahren am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) in Osnabrück sogar ein einschlägiges Konzept dafür entwickelt, das wir den ‚doppelten Dialog‘ genannt haben: geprägt einerseits durch den interdisziplinären Dialog zwischen Experten der Wissenschaft und andererseits durch den Dialog zwischen ihnen und den verschiedensten Experten der Praxis.

Wir haben dabei Entscheidendes gelernt; denn nichts lehrt mehr als die Praxis. „What works?“, fragen die Amerikaner. Und die Antwort erfährt der Konzepteschmied nur, wenn er den Praktiker fragt, der sehr häufig auch eigene Konzeptideen hat. Dieser Austausch ist immer spannend und ergebnisreich – aber nur dann, wenn jeder bei seinen Leisten bleibt, wenn also der Wissenschaftler nicht den Praktiker spielen will und umgekehrt. Intellektuelle Bescheidenheit und gegenseitige Achtung sind die Spielregeln für den doppelten Dialog. Deswegen finde ich Ihre Argumentation auch immer sehr hilfreich.

Ihr Punkt 1:

Sie schreiben: „Bades Appell richtet sich vor allem an die Regierungen, an die Spitzen der Politik, an die Eliten, die die Entscheidungen treffen. Sie müssen, so sagt er, ihrer Vorbildfunktion gerecht werden.“

Sie schränken dann ein: „Die politischen Eliten reagieren auf Stimmungen im Volk. Sie sind nicht unabhängig davon, und Sie können diese Stimmungen auch nicht beliebig beeinflussen.“

Ich meine, wir haben beide Recht; denn die die Wahrheit liegt in der Mitte: Politische Eliten, die sich nur an „Stimmungen im Volk“ orientieren würden, wären schiere populistische Opportunisten. Und eine Bevölkerung, die sich nur an der Vorbildfunktion von politischen Eliten orientieren würde, hätte in ihrer politischen Meinungsbildung eine Art totalitäre Abhängigkeit von der Macht. Wer sich also nur an die Adresse der Eliten wendet und glaubt, damit die politische Meinungsbildung in der Bevölkerung beeinflussen zu können, wäre in einem liberaldemokratischen Rechtsstaat sicher im falschen Kino.

Ich denke, man muss beide Seiten im Blick behalten, aber auch die Rolle der Medien und diejenige von agitatorischen Publizisten im Printbereich und im Web 2.0. Hier gibt es viel demagogische Agitation, die verheerende Folgen dann haben kann, wenn sie Kulturängste mobilisiert und die denunziative Suche nach Sündenböcken betreibt. Das war z.B. in der Sarrazin-Debatte der Fall, in der die kulturaggressive Wahnvorstellung in Umlauf gesetzt wurde, daß Deutschland durch ‚die‘ Muslime, die ‚nicht integrierbar‘ seien, demographisch erobert und zugleich ‚immer dümmer‘ werden würde.

Anderes Beispiel: Das wirklichkeitsfremde Geplapper von der ‚gescheiterten Integration‘, das von der Desintegrationspublizistik in Umlauf gesetzt wurde, wurde von nicht wenigen opportunistischen Politikern nachgeplappert. Es wurde in den Medien breitgetreten und dann von vielen Menschen für bare Münze genommen, obgleich es, um im Bild zu bleiben, nur argumentatives Falschgeld war. Das habe ich in meinem Buch zu zeigen versucht.

Ihr Punkt 2:

Sie schreiben: „Die Desintegrationspolemiker sind am Verlieren“. Das sehe ich auch so. Aber gerade deswegen werden die Tiraden der Menetekelwerfer immer schriller. Zu Ihren weiteren Argumenten:

Das mit der ‚Willkommenskultur‘ würde ich nicht überschätzen, denn da geht es, soweit ich bislang sehe, um utilitaristische Willkommenstechnik, aber nicht um tiefergreifende Willkommenskultur: Solange im Internet vom Verfassungsschutz demonstrativ unbeobachtete islamkranke Aggressoren ihre fremdenfeindliche Volksverhetzung betreiben und auf dem Boden der Republik neo-nationalsozialistische No-Go-Areas mit bedrückendem Alltagsterrorismus wachsen, solange ist für mich ‚Willkommenskultur‘ eine wohlklingende Absichtserklärung, de facto aber ein aktueller Beitrag zum Märchen von des Kaisers neuen Kleidern oder ein Kandidat für das Unwort des Jahres 2013.

Keine Frage: Integration funktioniert insgesamt ausgesprochen gut – gemessen an den miserablen Bedingungen, unter denen sie sich in diesem Land entfalten musste. Und in vielen Köpfen heißt es doch : „Willkommen – aber ohne Muslime“, die in Deutschland mehr als vier Millionen Menschen ausmachen, von denen fast die Hälfte deutsche Staatsbürger sind. Das ist ein Skandal. Und solange das so bleibt, ist Sand im geistigen Getriebe. Ich weiß, daß Sie das auch so sehen und ich teile umgekehrt auch Ihre Befürchtung im Blick auf möglicherweise gemeingefährliche xenophobe Stimmungsumschwünge in Zeiten der Krise.

Ihr Punkt 3:

Sie schreiben: „Auch Klaus J. Bade fragt sich, warum es in Deutschland – anders als in allen unseren Nachbarländern – keine politische starke Repräsentanz des Rechtspopulismus gibt. Soweit ich sehe, führt er es nur auf den guten Stand der Integration zurück bzw. auf das vernünftige Handeln derer, die in Amt und Würden sind und sich konsequenter vom Rechtspopulismus abgrenzen als das in den Nachbarländern passiert ist.“ Das bezweifeln Sie und verweisen auf die geistige Sperrwirkung des langen Schattens NS-Geschichte in Deutschland.

Die letztere Einschätzung kann ich in Grenzen mittragen, obgleich dieser Schatten ständig schwächer wird. Das erste, die Einschätzung also, daß ich das auf „den guten Stand der Integration“ bzw. „das vernünftige Handeln derer, die in Amt und Würden sind“, zurückführen würde, ist in Teilen ein Missverständnis:

Das spielt sicher auch eine Rolle. Meine Meinung, die ich am Ende meines Buches vorgetragen habe,. ist aber die, daß eine solche starke fremdenfeindliche und insbesondere islamfeindliche Partei (darum geht es ja in den meisten Fällen) in Deutschland gar nicht mehr nötig ist, weil „islamkritische“ Publizisten wie Kelek, Broder und Giordano und ihnen wohlgesinnte Medien hier längst die Stimmung erzeugt haben, die in anderen europäischen Ländern erst durch solche Parteien bewirkt wurden (die natürlich ihrerseits auch auf entsprechenden Emotionen aufsattelten, das ist ja immer ein Wechselbezug). So herum wird für mich ein Schuh daraus.
Das bedeutet allerdings nicht, daß es keine kleine bis mittelgroße, von Kulturangst getriebene, nicht stumpf fremdenfeindliche, aber doch ‚islamkritische‘ möglicherweise zugleich auch ‚europakritische‘ Partei geben könnte. Dann nämlich, wenn die aggressiven Kleinstparteien, die törichterweise immer noch immer miteinander an den Wahlurnen konkurrieren, von einem charismatischen ‚Führer‘ zusammengebracht würden – womit ich freilich keine strategische Anregung gegeben haben möchte.

Soviel fürs erste, lieber Leo Brux. Ich bin gespannt auf Ihre angekündigte Beschäftigung mit weiteren Aspekten meines Buches. Es wird von der medialen islamkritischen Front bislang gezielt totgeschwiegen – nach dem von Henryk M. Broder auf seiner breit aufgestellten journalistischen ‚Achse des Guten‘ ausgegebenem Schweigegebot über dieses von ihm schon vor seinem Erscheinen, also ohne Lektüre, durchschaute „stinklangweilige Buch“.

Die Argumentationstechnik des ‚islamkritischen‘ Agitations- und Denunziationskartells habe ich in meinem Buch freigelegt und Broders Technik der Schmähkritik vor Lektüre wie folgt zusammengefasst: „So ist das, wenn man einen inneren Aggressionsstau spürt, von einer Sache keine Ahnung, zu Information und Weiterbildung durch Lektüre keine Zeit oder keine Lust und deshalb auch keine sachlichen Argumente hat, aber doch unbedingt etwas absondern will, um den inneren Stau zu lösen.“ (K. J. Bade, Kritik und Gewalt, S. 203f.). Broder bleibt sich treu: Sein Schweigeaufruf auf der ‚Achse des Guten‘ bestätigt meine Analyse. Dankeschön.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr KJB

Soweit Klaus J. Bade. Ich denke jetzt mal eine Zeit lang über die Antwort nach.

Broders Vorabcharakterisierung des Buches stammt übrigens vom 13.3.. Falls der Mann das Buch überhaupt einmal auch nur in der Hand hatte, wird das nach dem 20.3. der Fall gewesen sein …

Sarrazins Opus ist zwar 1,5 Millionen mal verkauft worden, gelesen haben es aber wohl fast nur Sarrazin-Gegner. Bades Buch wird weniger gekauft, aber mehr (und mit mehr Genuss) gelesen werden.

Wenn Bade eine Auseinandersetzung von Broder & Co mit seinem Buch wünscht, dann erwartet er, dass das Wasser mal freiwillig nach oben fließt.

WIR können Sarrazin etc. lesen, auch wenn so ein Buch 300 oder mehr Seiten hat; solche Mühe muten sich unsere Gegner nicht zu. Warum sollten sie auch. Es geht doch vorwiegend ums Ressentiment. Das kommt auch gut mit einer Twittermeldung aus. Oder einem Rülps-Artikel von Broder.

Kommentare

  1. Norbi meint:

    Sehr interessant finde ich Punkt 3 von Herrn Bade, über das Nichtvorhandensein einer stärkeren rechtspopulistischen Partei in Deutschland.

    Es ist doch schon sehr interessant zu wissen, dass hier in Deutschland der Rechtspopulismus größtenteils von den Medien ausgeht und dann von einigen spitzfindigen Politikern aufgewärmt und nochmal serviert wird.

    Ich errinnere dabei an die unsäglichen Titelseiten eines großen Deutschen Magazins, auf dem in regelmäßigen Abständen der Islam recht tendenziös thematisiert wurde.
    Oder an den Zwischenfall in München, bei dem zwei südländische Jugendliche einen älteren Mann brutal zusammengeschlagen haben und was dann wochenlang thematisiert wurde und dann auch noch von Herrn Roland Koch für den Wahlkampf instrumentalisiert wurde.

    Bei diesen und ähnlichen Fällen ist es mir auch aufgefallen, dass teile der Presse hier im Namen der objektiven Berichterstattung regelrechte Hetzkampagnen starten. Dass es in Frankreich möglicherweise anders ist, darauf bin ich leider mangels Information nicht gekommen.

    Ich frage mich wieso ist das in Deutschland so und z.B. in Frankreich anders? Wieso gehen Islamophobe Kampagnen in Deutschland eher von den Medien aus und in Frankreich vorrangig von der Politik?

    Eine mögliche Antwort könnte meiner Meinung nach sein, dass es vielleicht nicht in den Medien, aber ganz besonders in der Politik einen “langen Schatten der NS-Geschichte”. Vielleicht sind die Politiker im angrenzenden Ausland einfach etwas mutiger und auch mal bereit zu polarisieren? Man hat hier in Deutschland als Politiker dann vielleicht doch Angst, schnell als Rechtspopulist abgestempelt und dann ironischerweise zur Zielscheibe der Medien zu werden?

    Ohne Frage ein interessantes Thema, mich würde neben den ganzen Ungereimtheiten der “Islamkritik”, ganz besonders interessieren, welche Psychologischen Mechanismen dabei ein Rolle spielen?

    Dazu hatte ich im Radio (DW INFO müsste es sein) einen sehr aufschlussreichen Kommentar gehört, der ungefähre Inhalt lautete zusammngefasst:

    Die Islamkritik als solche ist vielmehr eine allgemeine Unzufriedenheit bestimmer Teile der Bevölkerung, die sich oft als Randgruppe behaupten müssen. In dieser Rolle als Randgruppe wiederum entwickeln sie ein Feindbild in der sie alle Unzulänglichkeiten reinprojezieren. Ein Interessantes Beispiel, Alice Schwarzer verbündet sich mit den “Islamkritikern” um die Rolle der Frau im Islam anzumärkeln und sie als eine Art Machoreligion und frauenfeindlichste Ideologie zu beschimpfen. Dass sie dabei teilweise im Boot mit Menschen sitzt, die gerade z.B. die Frau auf das dasein als Gebärmaschine reduzieren ist ihr dann egal.

    Die Kritik oder eher gesagt die Hetze richtet sich dabei eigentlich nicht gegen den Islam. Es geht hier um unsere Gesellschaft, die den Vorstellungen gewisser Kreise nicht passt, oft ist es blanke Wut, die solche Menschen antreibt.
    In ganz extremer Form drückt sich das bei einem Massenmörder wie Breivik aus. Wer war Breiviks primäres Ziel? Es war ein Feriencamp der Sozialdemokraten. Nur auf den ersten Blick erscheint das unlogisch, ist es jedoch die Essenz der ganzen Agitation der Islamkritiker.

    Es ist eine Antibewegung. Anti- verweichlichung, -gutmenschentum, -toleranz, -weltoffenheit, -pluralismus, -anti Europa etc. etc.

    Ausgenommen sind natürlich die ganzen Nutznießer dieses Frustes, die aus reiner Geldgeilheit auf den Zug aufspringen. Eine Necla Kelek würde ich z.B. dazu zählen.
    Abgesehen davon, gibt es natürlich auch angebrachte Islamkritik/ Integrationskritik. Diese findet jedoch fast nur auf akademischer Ebene statt, das ist einfach zu unspektakulär für die meisten Menschen, anscheinend auch für unsere Medien.

    Vielen Dank für Ihren Kommentar Herr Bade und danke an Leo für die Buchempfehlung.

  2. conring meint:

    @ Norbi
    “Ich errinnere dabei an die unsäglichen Titelseiten eines großen Deutschen Magazins, auf dem in regelmäßigen Abständen der Islam recht tendenziös thematisiert wurde.”
    Welches Magazin soll das sein? Mir fällt jetzt wirklich keines ein, dass regelmäßig eine “tendenziöse” Titelsory zum Islam hat.
    Gut die taz erzählt ständig, was der Islam für eine dolle Sache ist. Aber die haben Sie doch eher nicht gemeint?

  3. Norbi,

    ich müsste die englischen, französischen, holländischen Medien besser kennen. Vielleicht kann ich von den österreichischen reden, ein bisschen auch von den englischen – da würde ich aber sagen, dass die nicht besser gewesen sind als die unseren in Fragen der Migration und dem Umgang mit dem Islam und mit Einwanderern. Die englische Presse hat auch ihre Hetzblätter mit hoher Auflage, Sun, Daily Mail u. a., die Österreicher haben ihre Kronenzeitung, die noch schlimmer ist als BILD und nahe an einer Monopolstellung ist.
    Dazu kommt, dass es auf Englisch und Französisch jede Menge Bücher gab, die ähnlich wie bei uns den Markt mit islamophoben Perspektiven bedient haben.
    Wie war’s in den TV-Sendern? Da, so würde ich sagen, haben die Österreicher nicht schlecht abgeschnitten; die Engländer? Nun, die haben nicht nur BBC, ich kann nicht sagen, wie’s bei den anderen Sendern war, und über Frankreich und die Niederlande fehlt es mir völlig an einschlägigem Wissen.

    Angesichts dieses unsicheren Faktenstands möchte ich im vorliegenden Dissenspunkt Klaus J. Bade noch nicht recht geben, wenn er meint, bei uns seien es Journalisten und Medien, die die rechtspopulistische Partei ersetzt hätten.

    Der nächste Schritt meiner Argumentation ist der: Wenn die Rechtspopulisten nicht in den Parlamenten sitzen, bzw. wenn sie dort als kleine, isolierte, ignorierte Minderheit vor sich hin pöbeln – ist das nichts wert? Ist es nicht der eigentliche Ort, an den die Rechtspopulisten gelangen wollen: Macht über die Gesetzgebung, über den Staat zu erlangen, um ihre paranoischen und menschenfeindlichen Forderungen in die Tat umsetzen zu lassen?

    Da waren und sind sie bei allen unseren Nachbarn näher dran als bei uns – ausgerechnet bei uns.

    Wär ich ein Rechtspopulist – ich wär verzweifelt. Ich würde schmerzhaft spüren, dass mich genau diejenigen, die ich brauche (die Eliten der Wirtschaft, der Bildung, der staatlichen Institutionen, der Medien) nicht für ernst nehmen. Ich werde zwar als Krawallbruder mal gern in eine Talkshow eingeladen, um für Hitze zu sorgen, aber ernst nehmen tut mich dann nur ein Teil des Publikums, nicht aber diejenigen, auf die es mir ankommt: die Träger der Macht.

    Wenn einer, der politisch oder staatsamtlich mit Migrations- und Integrationsproblemen befasst ist, jemanden um Orientierung und Rat fragt – fragt er dann Klaus J. Bade oder den Herrn Broder? Ich bin mir sicher, den Broder hat noch nie jemand gefragt, der was Sachliches über Migration wissen wollte. (Als Medienclown macht er dann natürlich mehr her als der Professor.)

    Nun stellt sich der Rechtspopulist, soweit er fähig ist, konzeptionell und strategisch zu denken, vor: Wir müssen den Staat erobern, und das machen wir, indem wir die Massen mobilisieren, und damit zwingen wir dann die zögerlichen Eliten, mitzumachen und unseren Volkswillen in die amtliche Tat umzusetzen.

    Genau das funktioniert in Deutschland nicht. Auch nicht im Ansatz – obwohl, Vorsicht! – im Fall des Verfassungsschutzes Thüringen und vielleicht auch Bayern (siehe Penzberg!) hat es funktioniert.

    Von dieser Ausnahme mal abgesehen: In Deutschland sind die Rechtspopulisten weiter vom Machthebel entfernt als bei allen unseren Nachbarn. Sie schaffen es nicht einmal mehr, die CDU/CSU hinreichend nach rechts zu treiben, auch wenn es jetzt wahlkampfbedingt mal wieder ein paar rechtspopulistische Töne zu hören gibt. Meine Prognose: Nach der Wahl ist das vergessen, und die Union wird ihren integrationspolitischen Kurs verstärken. Die CDU/CSU wird sich der türkischstämmigen Bevölkerung immer weiter öffnen und bald die von Deutschtürken bevorzugte Partei werden. (Was ich ganz in Ordnung finde. Nun gut, es dauert schon noch ein bisschen, bis es so weit ist … Aber ein Türkenfeind und Islamhasser wird aufheulen bei solchen Aussichten.)

    Norbi,
    das mit der Anti-Orientierung der Rechtspopulisten, vor allem der rabiaten unter ihnen, ist eine wichtige Einsicht. Ich bin sicher, ein typischer Rechtspopulist hasst jemanden wie Bade, mich oder Claudia Roth tausend mal mehr als Ayman Mazyek oder Pierre Vogel, und Ayman Mazyek wiederum mehr als Pierre Vogel.

    Es sind ja nicht in erster Linie die Muslime oder Türken, die (in den Augen der Rechtspopulisten) aus Deutschland ein multikulturelles Land gemacht haben, sondern – Grüne, Linke, Liberale, Intellektuelle, die das zugelassen und sogar noch begrüßt und gefördert haben. (Man vergisst dabei gern eine besonders wichtige Gruppe: die Wirtschaft!)

  4. conring, ich nehme an, Sie kennen den Spiegel. Er macht Auflage, indem er destruktive Neigungen tendenziös verstärkt.
    Vielleicht jetzt weniger contra Islam und Migranten, weil es der Wirtschaft angesichts ihres Bedürfnisses nach Fachkräfteeinwanderung nicht gefallen dürfte, und der Spiegel Werbeeinnahmen braucht.

    Die taz ist bezüglich des Islam durchaus nicht einheitlich orientiert, aber als Medium, das diskriminierte Minderheiten verteidigt, natürlich eher pro. Aber nennen Sie mir doch mal ein paar taz-Artikel (außer der Kolumne von Kübra Gümüsay), in denen der Islam einfach als dolle Sache dargestellt wird!

    Noch was anderes. Mein Stalker hat mir mal wieder was Hübsches geliefert, das ich euch nicht vorenthalten will (auch wenn ich die post nicht freischalten möchte; aber ich zitiere sie hier vollständig:)

    Bade und Brux: Zwei linke Träumer unter sich. “Case closed.”

    Übrigens: Vor wenigen Tagen lief im Fernsehen mal wieder “96 Stunden”. Diesen Film möchte ich besonders unseren lieben Gutmenschen und Täterverstehern empfehlen, denn er zeigt, wohin unkontrollierte Einwanderung von bestimmten Personengruppen führen kann. Im Film gibt es den ultrareaktionären “Helden”, der nicht lange fackelt und aufräumt, real aber gibt es nur eine überforderte Polizei, desinteressierte Politiker und zahlreiche (größtenteils deutsche) Opfer.

    Wenn ich richtig informiert bin, ist 96 Stunden ein auf Brutalität hin getrimmtes Phantasie-Thriller-Produkt, das sein Publikum davon überzeugen möchte, dass wir armen Abendländer schrecklich von bösen Fremden bedroht sind und dass Folter eigentlich eine gute Sache ist. Produkt einer überhitzten und perversen Traumwelt also.

    Hier Ausschnitte aus zwei Rezensionen des Films (aus Wikipedia zitiert):

    Die Redaktion von Cinema ist der Meinung: „Obwohl das Drehbuch nach einer Idee von Besson bis hin zum klischeebeladenen Finale denkbar plakative Schwarz-Weiß-Malerei betreibt – dem Adrenalinrausch, den Neeson als gnadenlose Kampfmaschine auf seinem Solo-Rachefeldzug durch die Pariser Unterwelt entfesselt, kann man sich schlicht nicht entziehen. Zum einen ist dies den atemberaubenden Fightsequenzen geschuldet. Wie der 56-Jährige mit bloßen Händen zahlenmäßig überlegene Schurken unschädlich macht, bezieht seine Faszination aus einer erschreckend realistisch anmutenden Kampfchoreografie, die nicht auf Martial-Arts-Eleganz, sondern auf Effektivität ausgerichtet ist. Zum anderen lässt Neeson bei aller zur Schau gestellten Unbeirrbarkeit immer wieder die Besorgnis eines verzweifelten Vaters durchschimmern – und das macht den Zorn seiner Figur nachvollziehbar gerecht. Fazit: Wer die dramaturgische Schlichtheit und fragwürdige Botschaft auszublenden vermag, erlebt dank Liam Neeson einen Adrenalinrausch der Extraklasse!“

    Michael Ranze vom Hamburger Abendblatt schreibt: „»96 Hours«, produziert von Luc Besson, folgt ungeniert den Konventionen des Rächerfilms. Ein Mann sieht rot. Ungestraft foltert und tötet er und kehrt in die USA zurück, als sei nichts passiert. Europäern ist nun mal nicht zu trauen: zu locker die Sitten, zu mild die Verhörmethoden, zu lasch die Polizei. Da muss erst ein Amerikaner kommen, um aufzuräumen. Verheerend ist auch das Ausländerbild des Films. Und dann dieses kitschige Ende. Am Schluss ist die Familie wieder vereint, der Vater hat wieder Zeit für seine Tochter, die Mutter überlegt es sich noch mal. Das ist nicht einmal zu viel verraten. Fazit: eine ebenso plumpe wie hanebüchene Actionmär, ohne Ironie, ohne doppelten Boden, ohne Verstand.“

    Wie viele amerikanische, französische, deutsche, englische etc. Mädchen aus gutbürgerlichen Familien werden pro Jahr so wie in diesem Film von bösen Ausländern entführt und zu Prostituierten gemacht? REicht es zu einem einzigen Fall pro Jahr, im Durchschnitt?

    Der Poster nun meint, das, was dieser Fantasyfilm zeigt, sei die Realität.

    Wir verstehen nun, in welcher Welt er lebt, und woraus sie sich speist.

    Auch, wie in der Tat Medien ihren Beitrag dazu leisten, die Neigung mancher zum Spinnen zu fördern.

    Ironischer Dreh: Der Poster meint, wir – Bade und ich – seien die Träumer.
    Wir werden ihn kaum davon überzeugen können, dass er hier projiziert. Da hilft keine Statistik, kein nüchterner Spaziergang durch München, keine Konfrontation mit der professionellen Kriminologie.

    Der Poster zeigt auch, wo er die Rettung sieht: Im “Helden”, der nicht lange fackelt und aufräumt – ins Politische übersetzt also wohl die moderne Variante eines Hitler?

    Das Ideal des reaktionären “Helden”: Er steht über dem Gesetz, er ist unbesiegbar, zugleich ist er unschuldig und völlig im Recht, auch wenn er foltert und mordet.

    Wir dürfen vermuten, dass der Poster in seinen feuchten Träumen sich selbst als Liam Neeson bzw. als der “Held” Bryan Mills erlebt. Und noch in der Erinnerung immer wieder einen “Adrenalinrausch der Extraklasse” kriegt. Ein bisschen Glück auf Erden.

    Wie fühlt man sich, Herr Broder, wenn man solche Fans hat?

  5. Jakobiner meint:

    “Broders Vorabcharakterisierung des Buches stammt übrigens vom 13.3.. Falls der Mann das Buch überhaupt einmal auch nur in der Hand hatte, wird das nach dem 20.3. der Fall gewesen sein …
    Wenn Bade eine Auseinandersetzung von Broder & Co mit seinem Buch wünscht, dann erwartet er, dass das Wasser mal freiwillig nach oben fließt. (…) Wie fühlt man sich, Herr Broder, wenn man solche Fans hat?”
    Ja, Broder braucht keine Bücher zu lesen, um sich sein (Vor-)Urteil zu machen, bzw. es zu kommentieren. “Langweiliges Buch”ist ja auch mehr eine Denunzierung des Unterhaltungswertes denn des Inhalts–es ist ihm wohl zu sachlich und wissenschaftlich gehalten und das verträgt der Broder gar nicht, dessen Sache die eher die resentimentgeladene Polemik ist.Dennoch habe ich den Eindruck, dass Leo Brux es gerne sehe, wenn sich Broder mit ihm und Bade mal medienwirksam auseinandersetzten, um Publizität zu erhaschen–anders ist die direkte Ansprache des letzten Satzes wohl nicht verstehbar!

  6. Jakobiner meint:

    Broder beschäftigt sich ja weniger mit dem Buch selbst, sondern mit den Labeln “Islamkritiker” und
    “Migrationsforscher”.So schreibt er:

    “Henryk M. Broder 13.03.2013 23:37 +Feedback
    Kelek, Broder und Giordano

    Der weltberühmte “Migrationsforscher” Klaus Bade sagt in einem Gespräch mit der “Neuen Osnarbrücker Zeitung”: Selbst ernannte „Islamkritiker“ wie die Publizisten Necla Kelek, Henryk M. Broder und Ralph Giordano haben dem kulturellem Rassismus Vorschub geleistet und auflagenstark davon profitiert.

    Nun, ich weiß nicht, wie Necla und Ralph es halten, ich habe mich jedenfalls darum bemüht, zu einem amtlich anerkannten “Islamkritiker” ernannt zu werden. Leider aber gibt es in der Bundesrepublik weder eine Reichskultur- noch eine Reichsschriftumskammer, die eine solche Lizenz zum Kritisieren ausstellen könnte. Auch der Verband Deutscher Journalisten, vertreten durch seinen rührigen Vorsitzenden Michael Konken, wollte sich nicht exponieren, ebenso der PEN-Club unter Johano Strasser. Was blieb mir also übrig, als mich selbst zum “Islamkritiker” zu ernennen?

    Da hatte es Klaus Bade besser, er wurde von der “Neuen Osnabrücker” zum Migrationsforscher geadelt. Jetzt drücken wir ihm die Daumen, dass keiner sein stinklangweiliges Buch kauft. Damit ihm niemand den Vorwurf machen kann, er würde von der Ernennung “auflagenstark” profitieren.”

    D.h. er zieht einmal Bades Kompetenz selbst infrage–wiederum jedoch ohne weitere Argumente zu liefern außer eben der angeblichen Publizitätsgeilheit von Base.Ansonsten hält er es mit den Habsburgern: Den Feind–nicht einmal ignorieren!!!

  7. Jakobiner meint:

    Necla Kelek zweifelt ebenso an Bades Kompetenz und schildert ihn eher als den Kopf einer totalitären Integrationsmafia–der Vergleich mit dem Politbüro fällt hierbei:

    “Necla Kelek hat nun in einem Artikel in der FAZ Näheres über die Methoden der sauberen Herren Sachverständigen zu erzählen:

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/2.1763/migrationsforschung-professor-bade-gibt-den-anti-sarrazin-12930.html

    Ich bezeichne diesen Rat als Politbüro, weil hier offenbar nicht nur nach wissenschaftlichen Kriterien geforscht, sondern nach ideologischen Kriterien Politik betrieben wird. Forschung als Machtpolitik, denn die geforderte Unabhängigkeit gibt es zwar formell, inhaltlich wird aber nicht nur mit einer „Stimme“ gesprochen, sondern ist auch nur eine Meinung zugelassen. Der Sachverständigenrat ist so auch das Kontrollorgan der politischen Korrektheit in Sachen Integration. Probleme, die nicht in das Gedankenschema passen, werden ignoriert oder wie zum Beispiel die Entwicklungen bei der Familienzusammenführung, die nach eigener Aussage immerhin 44 Prozent der Zuwanderung ausmachen, relativiert.

    Hallo Jakobiner!

    Anmerkung Nr. 1 des Bloggers:
    Bitte längere Texte nicht copy paste reinstellen, sondern allenfalls in Auszügen; im übrigen verlinken!

    Anmerkung Nr. 2 des Bloggers:
    Bades Antwort gehört dazu!

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/integration/migrationsforschung-ich-sitze-keinem-politbuero-vor-13228.html

  8. Christoph meint:

    Sehr interessanter Artikel und Kommentare.

    Etwas schockiert war ich dann doch vom Film-Vergleich “des Stalkers”. Wie kann man nur aus einem Actionfilm auf die Realität schließen? Zumal dann auch noch die Zusammenhänge verdreht dargestellt werden: die fiktiven Filmbösewichte sind Albaner (ohne das die Konfession eine Rolle spielt, also wieso Muslime?), korrupte französische Polizisten, gelangweilte französische und internationale “Reiche”.
    Die Wahrnehmung muss schon ordentlich verdreht sein, um hieraus den bösen Islam zu sehen.

  9. Jakobiner meint:

    Verständnisfrage: Hat Klaus J. Bade eigentlich promoviert und ist Dr. oder nicht? Wenn ja, in welchen Fächern? Gibt es eigentlich ein Studienfach Migrationsforschung oder ist das eingebettet bei Wirtschaftsgeographie, Soziologie, Ethbnologie, o.a.?

  10. Klaus J. Bade hat eine Website, da kann man nachschauen.

    Hier zum Beispiel gibt’s einen Überblick über den beruflichen Lebenslauf (Auszug, von unten nach oben zu lesen):

    Begründer und Vorstand (1991–97 Gründungsdirektor, 1997–2007 Vorstand, 2002–05 Direktor) des interdisziplinären ’Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien‘ (IMIS) der Universität Osnabrück;
    Berufung auf den neu eingerichteten Lehrstuhl für Neueste Geschichte (19./20. Jahrhundert) der Universität Osnabrück 1982;
    Ernennung zum Prof. a. Z. für Neuere und Neueste Geschichte, FAU Erlangen-Nürnberg 1981;
    Lehrstuhlvertretung für Neuere und Neueste Geschichte, Universität Augsburg 1980/81;
    Habilitation mit Lehrbefugnis für Neuere und Neueste Geschichte, FAU Erlangen-Nürnberg 1979;
    Studium von Geschichte, Germanistik, Politik- und Sozialwissenschaften, Promotion an der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg 1972;

    Schau dir mal die ganze Seite an!

    (Ob Broder sich diese Seite angeschaut hat, als er meinte, bestreiten zu müssen, Bade sei Migrationsforscher? Was kommt aus der Broder-Kelek-Ecke als Forschungsergebnis? Und als Ratschlag für die Politik?)

    Auch Kelek gibt zu, dass Politik, Wissenschaft, Medien, Fachbasis eher auf Bade hören und sie selbst nur bei denen punkten kann, die keine Fachleute sind (aber gern ihrem Ressentiment frönen).

    Wer in Deutschland Migrationsforschung betreiben will, kommt an dem inzwischen emeritierten Migrationsforscher Prof. Dr. Klaus J. Bade aus Osnabrück nicht vorbei.

    Bade und diejenigen, die mit dem Sachverständigenrat verbunden sind oder sich an ihm orientieren, dominieren das Feld – und sehen Kelek als Desintegrationsjournalistin, die Ressentiments bedient und mit Wissenschaft nichts (mehr) am Hut hat.

    Da dies in Kreisen der Migrationsforschung wohl ganz überwiegend die Meinung ist, schlägt die somit abgewertete und ausgegrenzte Necla Kelek mit dem Vorwurf “Politbüro” zurück.

    Bade hat auf seiner Website alle FAZ-Artikeln bezüglich der Auseinandersetzung mit Necla Kelek pdf-dokumentiert:

    http://kjbade.de/in-eigener-sache/

    Viel Spaß beim Lesen!

    Ausführlich gibt es die Auseinandersetzung mit Kelek in Bades Buch.

  11. Jakobiner meint:

    Bade ist also Philosoph und Historiker (Neuere Geschichte), der vielleicht noch über ein wenig interkulturelle Kompetenz verfügt. Es werden aber die Nebenfächer, die er belegt hat, im Lebenslauf nicht genannt.Ökonomische oder wirtschaftsgeographische Kenntnisse scheinen bei ihm nicht vorhanden.Zudem: Man müsste sich mal den Sachverständigenrat genauer ansehen, welcher “Sachverstand” da konkret zusammensitzt.

  12. Jakobiner meint:

    Interessant ist ja, dass Necla Kelek Bade und seinen Sachverständigenrat wegen seiner Machtfülle und Dominanz kritisiert (Meinungsmonopol), nicht aber wegen seiner Kompetenz— also sie analysiert nicht die 9 Mitglieder des Sachverständigenrates und die Fachgebiete, die von ihnen abgedeckt werden auf etwaige Lücken und Defitite, sondern stellt nur fest: Sehr einflussreich (zumal von 9 kapital- und eiflussstarken deutschen Stiftungen von Bertesmann, Körber,etc. finanziert) und zu PCmäßig.Wo Kelek aber recht zu haben scheint, ist, dass der Sachverständigenrat bisher noch keine Diskussionen über Integrationsdefizite angestossen oder initiert hat und entsprechende Gesetzesänderungen (Ehrenmord, Zwangsverheiratung/Mindestheiratsalter,etc.) erst auf Druck der Islamkritiker und eben nicht des Sachverstädnigenrats erfolgten. Da entsteht schon etwas der Eindruck des “Schönredens”.

  13. Jakobiner meint:

    Verbesserung: In dem Lebenslauf steht doch etwas zu den Nebenfächern dabei:
    “Studium von Geschichte, Germanistik, Politik- und Sozialwissenschaften”
    Ob das ausreicht, um zu einem Migrationsfachmann zu werden?
    Sarrazins Königsdisziplin ist ja die Ökonomie und Soziologie –hat Bade und der Sachverständigenrat da genug Kompetenz?

  14. Jakobiner meint:

    Zu Leo Brux:
    “Was kommt aus der Broder-Kelek-Ecke als Forschungsergebnis? Und als Ratschlag für die Politik?”
    Laut Wikipedia Folgendes:
    “Keleks Hauptthema ist „die islamisch geprägte Parallelgesellschaft in Deutschland“. Sie lehnt eine Duldung einer nicht-emanzipatorischen Erziehung von Mädchen, aber auch von Jungen, in traditionalistischen islamischen Familien als „falsch verstandene Toleranz“ ab. Sie berät die Hamburger Justizbehörde zu Fragen der Behandlung türkisch-muslimischer Gefangener. In Vorbereitung des Deutschen Evangelischen Kirchentags 2005 in Hannover wurde sie zur Mitarbeit in der Projektgruppe eingeladen. Außerdem beriet sie die baden-württembergische Landesregierung bei ihrer Gesetzesinitiative, Zwangsheirat als eigenständigen Straftatbestand zu formulieren, statt als besonders schweren Fall der Nötigung. Sie war Mitglied in der von der Bundesregierung berufenen ersten Islam-Konferenz und freie Autorin, unter anderem in der Frauenzeitschrift Emma und vielen Tageszeitungen. Kelek war bis 16. Mai 2007 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Giordano-Bruno-Stiftung, einer „Stiftung zur Förderung des evolutionären Humanismus“”.

  15. Ich würde an deiner Stelle mal die Bücher von Bade lesen, die Aufsätze, die sonstigen Beiträge — und dann schauen, ob es da in der einen oder anderen Dimension an Sachverstand fehlt.

    Wenn du dann bei einem der Gutachten oder bei einem der Aufsätze meinst, hier oder da würde es an Sachverstand fehlen, dann kann man drüber reden. Aber so pauschal? (Er hat keine Wirtschaftswissenschaften studiert, also kann er in Migrationsfragen nur bedingt mitreden? Er hat keinen Uniabschluss im Fach Statistik, also kann er nicht bei Statistiken mitreden? – Ist doch Unsinn.)

    Schließlich, nenn mir Leute, die mehr Kompetenz in Migrationsfragen vorweisen können!

    Wo Kelek aber recht zu haben scheint, ist, dass der Sachverständigenrat bisher noch keine Diskussionen über Integrationsdefizite angestossen oder initiert hat und entsprechende Gesetzesänderungen (Ehrenmord, Zwangsverheiratung/Mindestheiratsalter,etc.) erst auf Druck der Islamkritiker und eben nicht des Sachverstädnigenrats erfolgten. Da entsteht schon etwas der Eindruck des “Schönredens”.

    Einmal, welche Gesetzesänderungen gab es bezüglich Ehrenmord, Zwangsverheiratung u. a.?
    Ich erinnere mich nur an die eine Schikane, die in Form von Sprachkurszwang im Heimatland eingeführt wurde. Dazu hab ich einige Artikel geschrieben.
    Hier zum Beispiel, oder hier und hier.

    Dann: Wo, in welchem Text, hätte Bade Ehrenmorde oder Zwangsverheiratungen “schöngeredet”?

    Wenn man etwas nicht medial dramatisiert – ist das dann schon ein “Schönreden”?

    Schließlich: Der Sachverständigenrat spricht ständig über Integrationsdefizite – nur eben nicht einseitig. Er sieht das Problem nicht einfach als Schuld der Migranten und nicht einfach als Gelegenheit, auf Migranten moralisch einzuschlagen. Bei Bade läuft das unter dem (von ihm selbst geprägten?) Begriff “nachholende Integration”. Da könntest du auf über 1000 Seiten nachlesen, worin Integrationsdefizite bestehen und was eventuell zu tun wäre.

  16. Jakobiner meint:

    Zu Leo Brux:

    Die einfache Nachfrage, wie denn der Sachverstand konkret aussieht, ist ja auch noch kein Urteil. Mir ist schon klar, dass kein Mensch auf allen Gebieten kompetent sein kann–deswegen bildet man ja auch ein Team, das die relevantesten Teilgebiete abdeckt.Kelek ist auch nur Sozialwissenschaftlerin und kann auch nicht alle relevanten Gebiete abdecken.Umgekehrt kannst du meine einfache Nachfrage auch mal in Richtung Sarrazin lesen: Welche Kompetenze hat er denn? Statistik (vor allem wie man diese falsch auslegt) und Ökonomie. Interkulturelle Kompetenz und Gesiteswissenschaften null.Anstatt gleich als beleidigte Leberwurst die Frage nach der Kompetenz als Angriff zu werten, wäre doch mal interessanter herauszufinden, wie denn die Mitglieder des Sachverständigenrates zusammengesetzt sind. Das kannst du Bade ja mal fragen.

  17. Inzwischen ist Kelek ziemlich raus. Drum beklagt sie sich auch. Welches Ministerium würde sie heute noch als Mitarbeiterin, Beraterin oder dergleichen heranziehen? Allenfalls als Alibi mal.

    Aber bei Vortragsreisen kriegt sie schon noch Publikum. Leute, die viel Ressentiment, aber kaum ein Sachinteresse haben.

    In seinem Buch beschreibt Bade Keleks “Wirken” bei der ersten Islamkonferenz – und ihre Nichtberücksichtigung bei den darauf folgenden …

    In meiner post davor hab ich noch nachträglich die Links zu drei Artikeln von mir eingefügt, zum Thema. Wir können ja dort über die Sache diskutieren und uns den Beitrag von Kelek anschauen.

    Hier die Mitglieder des Sachverständigenrates.
    Ziemlich eindrucksvoll, wenn ich mir die Kompetenzen so alle anschaue …

    Und das vergleichen wir mal mit den migrationswissenschaftlichen Kompetenzen von Kelek, Broder & Co.! Kein Wunder, dass die bloß rumpolemisieren. Und in keine wirkliche Debatte einsteigen.

  18. Jakobiner meint:

    Das ist doch mal eine konkrete Antwort auf eine konkrete Frage: Die Sachverständigen: Ökonomen, Juristen, Kulturexperten und ein Türke–wird also schon eine Menge an relevanten Gebieten abgedeckt. Zumal hast du meine Frage missverstanden: Die Frage nach der Kompetenzzusamensetzung stellt letztendlich die Frage, wie ganzheitlich/holistisch das Thema Integration unter Berücksichtigung der verschiedenen Teildisziplinen und Perpsektiven behandelt wird.Gerade umgekehrt wird ja ein Schuh draus: Sarrazin und Kelek sind Einzelkämpfer mit eingeschränkter Sichtweise und Kompetenz. Sarrazin ökonomisch, Kelek kulturalistisch. Die Islamkritiker haben ja scheinbar bisher noch kein Team oder einen Rat aufgestellt, um dieses Manko zu beheben, vielleicht wolen sie das ja auch gar nicht. Auch ist auffällig, dass sie Bades Sachverständigenrat gar nicht erst in Sachen Kompetenz angreifen–wohlwissend, dass der Schuss nach hinten losgehen würde. Zudem zeigt schon, wie begrenzt Sarrazins Sichtweise ist–am besten sieht man das im Gespräch mit dem Integrationskritiker Paul Scheffer, der Sarrazins kulturalistische Thesen flux auseinanderzerpflückt, da der Ökonomen und Statsitiker Sarrazin auf diesem Gebiet eben keinerlei Kompetenz hat, sondern nur mit Mutmaßungen arbeitet oder halt die vermuteten und postulierten Kausalitäten gar nicht erklären kann.

  19. fantomas007 meint:

    @ Christoph

    “Etwas schockiert war ich dann doch vom Film-Vergleich “des Stalkers”…
    ….”Die Wahrnehmung muss schon ordentlich verdreht sein, um hieraus den bösen Islam zu sehen.”….

    Genauso ist es! Man muss schon ordentlich neben der Spur sein, um aus diesem Film die Schlussfolgerung zu ziehen, dass der Islam ganz doll böse ist. Ich hab den Film vor einiger Zeit auch gesehen. Es ist einfach nur ein Actionfilm a la Hollywood, wie man es kennt. Abgesehen davon, dass Liam Neeson, der Hauptdarsteller, bei seinem letzten Besuch in Istanbul, vom Islam und den Moscheen geschwärmt hat.

    Hier:

    http://www.spielfilm.de/news/14129/wird-neeson-moslem-star-schwaermt-von-moscheen.html

    http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2012/01/354374/nach-istanbul-besuch-will-liam-neeson-jetzt-zum-islam-konvertieren/

  20. conring meint:

    Zur badeschen Migationskompetenz:
    Der Mann hat sich seit seiner Habilitationsschrift (1979; hier online: http://www.imis.uni-osnabrueck.de/BadeHabil.pdf )
    mit dem Thema Migration aus sozial- und wirtschaftshistorischer Sicht beschäftigt. Von daher ist er schon kompetent. Vorallem da man sich diesem ziemlich komplexen Gegenstand eben von verscheidenen Wissenschaftsdiszlinen aus annähern kann.
    Dem Kelekschen “Politibüro” gehören auch Wisssenschaftler ganz unterschiedlicher Diszlipinen an, von den Rechtswissenschaften bis zur Kulturanthropologie.

  21. Sarrazin und Kelek sind Einzelkämpfer mit eingeschränkter Sichtweise und Kompetenz.

    Auch Broder.

    Ich würde es ihnen nicht vorwerfen — wenn sie selber ein wenig Respekt vor der Kompetenz derer hätten, die nun mal berufliche Kompetenz haben, und wenn sie ihre publizistische Polemik nicht zur Hatz auf Minderheiten missbrauchen würden.

    Man kann als Laie Fachleute vernünftig angreifen, da deren Kompetenz auf einem Boden aufsetzt, der durchaus irdisch und menschlich ist.

    Beispiel:

    Man wird Fragen der Wirtschaftspolitik von einem sozialen Interessenstandpunkt aus sehen – oder von einem “Bereichere dich!”-Standpunkt aus; von einem keynesianischen oder von einem marktradikalen; von einem demokratisch-makroökonomisch-nachhaltigen Konzept aus oder von einem kurzfristigen, ganz ego-bezogenen. U. a.

    Ich bin nicht sonderlich kompetent in Fragen der Wirtschaft. Aber Wirtschaft ist wichtig, auch für mein Thema hier, auch für einen Staatsbürger, der sich nezüglich seiner Wahlentscheidung informieren und entscheidungsfähig machen muss – also, ich kann mich nicht einfach zurückziehen und sagen, da hab ich keine Meinung, da sag ich nix zu.

    Wie verhalte ich mich da?

    Das erste ist, dass ich mir selbst und denen, mit denen ich über Wirtschaft rede, klar mache, dass ich hier als Laie spreche und entscheide.
    Das zweite ist, dass ich meinen vom Fachmann abweichenden Standpunkt grundsätzlich begründe – etwa aus einer anderen Interesseninterpretation heraus.
    Das dritte ist, ich stütze mich auf andere Fachleute, die eher von meinem Interessenstandpunkt ausgehen (also etwa sozial, demokratisch, ökologisch, makroökonomisch, langfristig denken).
    Das vierte ist, ich halte in mir das Gefühl meiner Unsicherheit aufrecht. Ich will gar nicht absolut überzeugt sein von meinem momentanen Standpunkt in Wirtschaftsfragen.

    Das alles ergibt keine ideale, perfekte Lösung des Laienproblems, aber pragmatisch funktioniert es so ganz gut.

    Ich werde also denen, die ich im Bereich der Wirtschaft kritisiere, schon harte Vorwürfe machen können, aber eine gewisse Zurückhaltung muss ich mir zumuten, Respekt versage ich meinen Gegnern nicht. Schließlich könnte ich mir durchaus vorstellen, dass sich am Ende herausstellt: Angela Merkel hat’s eben doch richtig gemacht! Ich glaube das nicht, ich halte es für unwahrscheinlich, ich äußere mich hier ganz entschieden und agiere auch praktisch auf dieser Grundlage – und ich nennen Angela Merkel polemisch eine Leitende Angestellte der Finanzoligarchie.

    Ich bin mir aber trotzdem sicher, dass Angela Merkel mehr von Wirtschaft und Politik versteht als ich.

    Und dass ich zwar ein guter Prognostiker bin, aber kein unfehlbarer. Dass mich die Realität immer mal wieder auf dem falschen Fuß erwischt.

    Unter dieser Perspektive kann man sich die von dir, Jakobiner, zitierte rotzige Bemerkung Broders über Bades Buch anschauen. Sogar dass Bade Migrationsforscher ist, bezweifelt Broder. Nennt ein Buch, das er nicht gelesen hat, “langweilig” – in einem Satz, der implizit unterstellt, dass er es gelesen hat.

    Mich erinnert diese arrogante Art an die Nazis. Jede Äußerung über den Gegner zielt auf Vernichtung. Sachliche Richtigkeit, fachliche Kompetenz – sind nicht nur irrelevant, sondern sogar noch ein Extragrund für den Vernichtungswillen.

    Mit seinem Buch schlägt Bade zurück. Auf eine immer noch etwas professorale Weise – angenehmerweise. Bade schlägt zurück, ohne sich auf den Boden von Kelek oder Broder zu begeben. Wenn er polemisch wird, dann mit Substanz dahinter. Er bleibt der Wissenschaftler, auch wenn er jetzt mal etwas aus seiner Haut fährt.

    (Hätte er das Buch NUR als Wissenschaftler geschrieben, hätte er sich auch in Kelek, Broder, Sarrazin hineinversetzt; das Buch hätte einen anderen Ton erhalten.)

    Was den Fachmann, den sachlichen Experten, den Wissenschaftler wütend macht: Der journalistische Polemiker braucht nur mal kurz aufs Ressentiment zu zielen, und schon hat er mehr Öffentlichkeitswirkung als der Fachmann mit einer 300 Seiten langen präzisen Analyse.

    Das ist eine Schieflage, die auch politisch gefährlich ist.

    Man muss denen, die emotional attackieren, auch emotional entgegentreten. Es sollte aber nicht nur emotional sein.

    Bade – wie auch vor ihm schon Bahner in seinem großartigen Buch contra Sarrazin – kann das.

  22. Jakobiner meint:

    Zu Leo Brux:
    ” Sarrazin und Kelek sind Einzelkämpfer mit eingeschränkter Sichtweise und Kompetenz.Auch Broder.”

    Aber Sowohl Sarrazin wie auch Kelek versuchen immer noch wissenschaftlich und empirisch zu arbeiten, verwenden ellenlange Statstiken, Interviews, massenweise Zitate etc., schreiben fette Bücher. Broders “Hurrah, wir kapitulieren”weist nichts dergleichen auf und Broder ist doch meistens nur für eine 1-seitige Polemik gut, die nie über das Niveau der Sant-Pauli-Nachrichten herauskommt, bei der er früher mal mit Stefan Aust zusammengearbeitet hat, weswegen der ihn auch zum SPIEGEL holte.Broder pickt sich meistens nur ein Pawlowsches Zitat oder einen Satz raus und zieht daraus meist die ihm genehmen Schlussfolgerungen.Und es gehört schon viel Skrupellosigkeit dazu Neudecker von den Grünhelmen als “Schmock der Woche” und Augstein als den weltweit 9. wichtigsten Antisemiten bei dem Simon-Wiesenthal anzuschwärzen.Sarrazin und Kelek geben sich jedenfalls Mühe, Broder vixt seine Kurzpolemiken aus dem FF und im Fließband runter.

  23. Stimmt, Sarrazin und Kelek geben sich ein bisschen Mühe, ihre Aggressionen mit “Fakten” und logischen Schlüssen zu unterfüttern. Weit kommen sie dabei nicht, und weit brauchen sie dabei nicht zu kommen. Denn ihr Publikum glaubt ihnen alles unbesehen.

    Da haben es Klaus J. Bade und Leo Brux schon etwas schwerer. Glücklicherweise. Denn nur, wenn man die vielen Augen der Kritik auf sich gerichtet spürt, gibt man sich nicht nur ein bisschen Mühe, sondern man strengt sich richtig an.

  24. Jakobiner meint:

    “Stimmt, Sarrazin und Kelek geben sich ein bisschen Mühe, ihre Aggressionen mit “Fakten” und logischen Schlüssen zu unterfüttern. Weit kommen sie dabei nicht, und weit brauchen sie dabei nicht zu kommen. Denn ihr Publikum glaubt ihnen alles unbesehen.”

    Ich glaube, dass sowohl Sarrazin wie auch Kelek an das glauben was sie schreiben und es auch für die Wahrheit halten.Sarrazin hat die spezielle Erfahrung in der wohl integrationsdefitzitären Großstadt Deutschlands Berlin gemacht und Kelek kennt eben die Macho- und Paschakultur in türkischen Familien aus eigener Erfahrung.Aufgrund dieser subjektiven Erfahrungen kommen sie eben zu ihren Schlüssen, genau wie der Leo Brux im eher idelaen Milieu des Integrationsmusterort München eben seine subjektive Erfahrung verallgemeinert.

  25. Ich glaube, dass sowohl Sarrazin wie auch Kelek an das glauben was sie schreiben und es auch für die Wahrheit halten.

    Jakobiner, das stimmt für Sarrazin, Kelek, Stalin, BinLaden, GWBush, Leo Brux, Mahatma Gandhi, Klaus J. Bade, Jakobiner, Adolf Hitler, Jesus, und für den Rest der zigMilliarden Menschen, die leben bzw. gelebt haben.

    Das haben wir Menschen so an sich: Wir sind überzeugt, recht zu haben, und wir stellen den Anspruch, dass es richtig ist, was wir sagen und schreiben.

    Gibt es Ausnahmen? – Talleyrand vielleicht? Werbeprofis? Angela Merkel bei ihren Reden? Ich denke, auch die kleinen Abweichungen von der Regel passen noch unter das Dach meiner Feststellung. Ich bin überzeugt, dass Hitler überzeugt war, das Richtige zu tun und das Richtige zu sagen. Ganz wie ich davon überzeugt bin, dass das bei mir genau so läuft, nur vielleicht mit etwas mehr Selbstzweifeln im Schlepptau. Unser Gehirn funktioniert so. – Daraus folgt allerdings etwas Ungeheuerliches, etwas, dem wir allesamt nicht recht gewachsen sind: Wir sollten uns selber nicht vertrauen! – Das geht nicht, weil unser Gehirn dafür nicht geschaffen worden ist. Wir sind auf Glauben hin angelegte Wesen. Wir MÜSSEN uns selber glauben. Und unseren Verwandten und Freunden und Partnern.

  26. conring meint:

    @ Leo Brux (3.4/ 3:20)
    “Die taz ist bezüglich des Islam durchaus nicht einheitlich orientiert, aber als Medium, das diskriminierte Minderheiten verteidigt, natürlich eher pro.”
    Sie postulieren auf Ihrem Blog immer, dass die religiösen Menschen generell von den hiesigen Nichtreligösen gemobbt werden:
    Müßte dann die taz nicht auch mal den Christen beispringen? Ein Opus Dei-Mitglied als Kolumnist wäre doch schön. Sowas wie die Kolumne “Das Tuch” könnte der Mann sicher auch fabrizieren…
    Im Hinblick auf das Christentum gibt aber nur den üblichen links-spießigen/pseudo-kritischen Unsinn.
    Der neue Papst war ein Knecht der argentinischen Militär-Diktatur. Und ein echter taz-Evergreen: Tanz- und Musik-Verbot an Karfreitag.
    Herr Bax erklärt doch auch ständig, dass der Islam und alle seine Exponenten ganz “doll” sind.

  27. Christoph meint:

    @ fantomas: Danke für die Links.

  28. Klaus B. meint:

    Herr Brux hält sich für den Größten. Er zensiert und löscht wie der König. Er verzapft die größte Scheiße, die ich je gelesen habe. Nun konferiert er mit dem Herrn Professor. Super. Das wirft auch noch ein bißchen Schein auf Brux aus München ab.
    Brux, ich halte sie für ein dummes Grußmaul. Sie waren nie in einem Lehrverhältnis, sondern verdingen sich seit ihrem 31. Lebensjahr weil sie eine unterträgliche Person sind. Sie glauben, dass sich der kommunistische Wind zu ihren Gunste gedreht hat. Im Grunde sind und waren sie ein Hetzer. Sie versuchen sich als ein intellektuelles Großmaul zu verkaufen, als einen Historiker und Deutschlehrer. Dabei haben sie nicht in ihrem Leben erreicht außer dass Sie sich als den tollen Deutschen verkaufen vor Asylbewerbern, die Sie nicht nicht einschätzen können: so eine Art Einäugiger unter den Blinden.
    Sie hassen alles Deutsche, finden es aber gut, wenn es bald viele deutsche Chinesen gibt. Haben sie noch alle Tassen im Schrank?
    Der kleine Wicht Leo Brux aus Sendling aus dem Mietblock 4. Stock links hält sich bloggend für den King. Hat keine Ahnung von Islam, aber lässt sich von den feixenden Islamvertretern vor den Karren spannen wegen ihrer Moschee.
    Leo Brux, ich halte Sie für einen ausgemachten Deppen. Sie diskutieren hier mit 3-4 Leuten und auf 30-40 anderen Seiten macht man sich über Sie lustig. Sie sollten aufpassen, dass man sie nicht dem Verfassungsschutz meldet mit Ihren volksverhetzenden Beiträgen. Sie sind der klassische Wolf im Schafspelz.
    So viel Dreck wie in diesem Blog habe ich noch nie gelesen. So ein Wahnsinniger wie Brux ist einer Sozialstudie würdig für narzißtistsche Überschätzung und pathologischen Irrsinn.

  29. fantomas007 meint:

    @ Klaus Bescheuert

    …”Leuten und auf 30-40 anderen Seiten macht man sich über Sie lustig.”

    Na dann muss er ja wichtig sein, nicht wahr?

    …. “Sie sollten aufpassen, dass man sie nicht dem Verfassungsschutz meldet mit Ihren volksverhetzenden Beiträgen.”

    Was hast Du eigentlich eingenommen? Alkohol kann es nicht sein. Dafür ist die Wahrnehmungsstörung zu heftig. Pass bloß auf, dass sie dadurch nicht auf Dich aufmerksam werden. Das könnte nämlich nach hinten losgehen. Wer weiß auf welchen Blogs Du Dich rumtreibst, wenn Du Leo für einen Kommunisten hältst.

    “Der kleine Wicht Leo Brux aus Sendling aus dem Mietblock 4. Stock links ”

    Falls das die Adresse von Leo sein soll, hoffe ich, dass er Deine IP speichert. Für alle Fälle. Hast Du auch vernünftige Hobbys, Du armseliger?

  30. Was Klaus B. hier sagt, musste doch einfach mal gesagt werden.

    U. a. das:

    Sie hassen alles Deutsche, …

    Immerhin scheine ich ein liebevolles Verhältnis zur deutschen Sprache zu pflegen.

    Klaus B. ist derjenige, der meinte, es hätte im Titel meines letzten Artikels heißen müssen, der Berg kreiste …

    Er war zu faul, mal kreisen / kreißen im digitalen Wörterbuch oder über google zu prüfen, zu wenig gebildet, um wenigstens zu ahnen, dass es im Deutschen auch das Verb kreißen geben könnte, zu arrogant, um sich vorzustellen, dass einem Deutschprofi bei so etwas nicht so leicht ein Fehler unterläuft – und natürlich war er auch nicht in der Lage, meine Adresse herauszufinden – was wirklich nicht hätte schwer sein sollen, da ich mit meinem Klarnamen und mit offenem Visier in die Turnierarena reite.

    Leo Brux, Lindenschmitstr. 11, 81371 München.

    Damit er mich leichter findet, falls er beim nächsten Oktoberfest in München vorbei schaut – meine Wohnung ist nicht weit von der Theresienwiese entfernt. Ich säße ihm gern mal bei einem Bier gegenüber. Ob er ohne den Schutz der Anonymität dann auch seinen inneren Schweinehund so wild bellen lassen würde?

    Und nun gönnt euch das Vergnügen und lest Klaus B.s Erguss noch einmal!

    Seine IP-Adresse: 84.130.163.104 (Deutsche Telekom AG, Raum Stuttgart)

    PS: Ich bekomme so ausgesucht liebevolle posts wie die von Klaus B. recht häufig.
    Aber jetzt machen wir mal Schluss mit den Ablenkungen. Ich würde mich gern über die Überlegungen von Klaus J. Bade unterhalten.

  31. conring meint:

    Ich bin ehrlich gesagt schockiert.
    Wenn Leute wie Klaus B. mit dem mittelhochdeutschen Verb “kreißen” nichts anfangen können, dann sehe ich für den Kampf gegen die Islamisierung schwarz.
    Schließlich ist nach Dr. Sarrazin das wirksamste Gegenmittel, dass wieder mehr Ureinwohnerinnen kreißen und der Kreißsaal nicht kampflos den türkischen Kreißenden überlassen wird.

  32. Klaro meint:

    Ach Klaus B.,
    sind Sie besoffen?
    Leo Brux hätte es sich in seinem Leben einfacher machen können.
    Als ausgebildeter Deutschlehrer und Geschichtslehrer hätte er in den Staatsdienst an eine staatliche Schule gehen können mit Rundum-Vollversorgung und könnte heute eine dicke Pension einstreichen.
    Aber als Idealist hat er auf ein sorgenfreies Leben verzichtet und sich darum bemüht Migranten die deutsche Sprache beizubringen, deutsche Kultur und deutsche Geschichte näherzubringen. Also Migranten zu Deutschen zu machen.

    Könnte das eigentlich ein Mensch, der Deutschland hasst?
    Nein! Sondern nur ein Mensch, der Deutschland liebt.
    Klaus B., bringen Sie mal einem Menschen bißchen mehr RESPEKT entgegen, der sich wirklich um Integration bemüht und nicht nur nörgelt, sondern etwas dafür tut.

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