Flüchtlingskrise 2015 (16): Was passiert jetzt an unserer Grenze?

asylIch würde es gerne wissen.

Aus den Nachrichten darüber werde ich noch nicht schlau.

Weist man die Flüchtlinge, die etwa an der ungarisch-österreichischen oder an der österreichisch-deutschen Grenze (Salzburg, Passau) zurück?

Wenn ja, was sollen die Flüchtlinge denn nun machen?

Sie brauchen auch Lebensmittel, Übernachtungsmöglichkeiten, Hygiene, …

Will man tatsächlich Flugzeuge oder Busse chartern, um sie in die verkommenen Lager in der Türkei oder im Libanon zurückzuverfrachten?

Haben sie denn nicht ganz einfach das Recht, bei uns Aufnahme zu finden?

Schengen ist ohnehin außer Kraft. (Und ohnehin eine perverse Regelung: Die Grenzstaaten sollen sich allein mit den Flüchtlingen herumschlagen, die Länder weiter weg von der Schengengrenze wie Deutschland zum Beispiel wären fein raus. Gut, dass das nicht mehr hinhaut.)

Ein Situationsbericht aus Wien bei Spiegel Online.

Ständig neue Infos bekommt man hier über die Süddeutsche Zeitung.

Ein Situationsbericht aus Ungarn, auch bei der Süddeutschen Zeitung.

Die Ungarn tun, was sie können, um die Flüchtlinge zu quälen. Mit der offen erklärten Absicht der Abschreckung. Man muss sich das konkret, Fall für Fall, Mensch für Mensch vorstellen.

Und unser Bayerischer Ministerpräsident Seehofer lädt das Dreckschwein Orban hochoffiziell nach Bayern ein, um mit ihm zu konferieren. Und meint: Ganz richtig, man dürfe die syrischen Flüchtlinge nicht reinlassen.

Offensichtlich sollen die Flüchtlinge, die noch unterwegs sind, in Griechenland und Ungarn interniert werden. In Lager gesperrt werden. Also erst einmal monatelang die Hölle durchmachen. Damit sich das rumspricht und dann weniger kommen.

Komme mir nochmal jemand, der das befürwortet, mit europäischen Werten, mit christlich-jüdischer bzw. aufgeklärter Tradition!

Ich drücke jedem Flüchtling die Daumen, dass er es doch noch irgendwie nach Deutschland (oder Schweden) schafft.

Die Ungarn, so lese ich, räumen derzeit das Lager an der Grenze zu Serbien und transportieren die F’lüchtlinge zur österreichischen Grenze …

Torschlusspanik bei den Flüchtlingen, die es noch nicht bis Ungarn geschafft haben: Sie müssen befürchten, dass Ungarn ab dem 15. September die Grenze total dicht machen wird. Dann wird es schwieriger für sie. Vermutlich geht es dann über die längere Fluchtroute Serbien-Kroatien-Slowenien nach Österreich und Deutschland. Die Torschlusspanik treibt im Moment die Zahlen hoch.

Etwas Hoffnung macht mir eine Äußerung von SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi:

Fahimi verteidigt die vorübergehenden Grenzkontrollen zu den EU-Nachbarstaaten.

„Die Geschwindigkeit, mit der uns der Flüchtlingsstrom erreicht, ist fast dramatischer als die absolute Zahl an sich“, sagt Fahimi.

Es müsse nun darum gehen, den Andrang unter Kontrolle zu bringen und zu verlangsamen.

„Was jedoch nicht heißt, dass wir keine Flüchtlinge mehr aufnehmen.“

Die Kontrollen seien zwar keine dauerhafte Schließung der Grenzen, Deutschland brauche jedoch eine „Atempause“.

Die Grenzkontrollen sollen zudem anderen EU-Ländern signalisieren, sich für eine gemeinsame Lösung und faire Verteilung einzusetzen.

SZ

Ich würde gern von der Bundeskanzlerin hören, ob sie das auch so sieht.

Merkel sagt heute:

… wer nicht schutzbedürftig sei, “der kann keine Bleibeperspektive bei uns haben”. Wer aus wirtschaftlichen Gründen komme, dürfe nicht bleiben. “Und das müssen wir auch ganz klar sagen.”

Vor wenigen Tagen hatte Merkel vor allem betont, dass das deutsche Asylrecht keine Obergrenzen kenne und Deutschland die Aufnahme hunderttausender Flüchtlinge bewältigen könne.

Innenminister Thomas de Maizière sagte dem Tagesspiegel, das Tempo müsse verringert werden, mit dem Flüchtlinge nach Deutschland kämen.

Das Auswärtige Amt hat im Ausland eine Informationskampagne gestartet, um zu positive Asyl-Erwartungen in Deutschland zu dämpfen.

Merkel und de Maizière verteidigten die Entscheidung, am vergangenen Wochenende 20.000 Flüchtlinge aus Ungarn einreisen zu lassen.

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hatte dies wie zuvor schon die CSU scharf kritisiert.

SZ

 

Kommentare

  1. Diese Entscheidung, die deutschen Grenzen von der Bundespolizei kontrollieren zu lassen, macht eigentlich nur dann Sinn, wenn diese tatsächlich vor Ort zwischen legalen und illegalen Migranten (weil Wirtschaftsflüchtlingen aus sicheren Ländern) unterscheidet mit allen Risiken und Fehlern. Wenn aber die Bundespolizei dies bei Nacht und Nebel vor Ort an der Grenze ‘ad hoc‘ und richtig entscheiden kann, dann muss man sich über den Grund der Dauer der Asylantragsverfahren wundern? Im Prinzip müsste die BP “die Syrer” pauschal durchlassen aber auch in sichere menschenwürdige Ankunftsstätten leiten. Auch die Abgewiesenen können nicht einfach auf der Straße sitzen gelassen werden. Wenn sie sich durtch die Grenzkontrollen erst einmal in den Händen deutscher Behörden befinden, hat man die Verantwortung sie sicher und menschenwürdig unterzubringen und zu verpflegen. Dies alles macht keinen wirklichen Sinn, es sei denn man will mit den EU-Staaten Druck ausüben, pokern, oder den empörten ‘Seeufer Horsti‘ befriedigen?

  2. Alambu, auch Syrer müssen ihren Asylantrag in dem EU-Staat stellen den sie zuerst betreten haben, oder zuerst befahren, nur zuerst überflogen zählt nicht.
    An anderer Stelle behaupten Sie: ” Wir sind als zentrales europäisches Land auf offene Zu-und Ausgänge angewiesen sonst haben wir ganz schnell akute, ja geradezu existentielle Versorgungsprobleme. ”
    Hä? Hatte Deutschland oder irgend ein anderes europäisches Land VOR dem Schengenabkommen irgendwelche Versorgungsprobleme??, oder Exportprobleme?? Gewiss nicht. Und reisen konnte ich auch wohin ich wollte, musste halt ab und zu meinen Ausweis zeigen, ja und?

    LG

    TomTom

  3. Für die Flüchtlinge scheint sich nur wenig zu ändern. Zurückgeschickt wird wohl keiner:
    “Bis zum Mittag hat die Bundespolizei hier rund 500 Flüchtlinge aus Zügen gefischt, sagt ein Sprecher. In Bussen werden sie in die nächsten Erstaufnahmelager gebracht. Die Grenzkontrollen bedeuten für die Flüchtlinge eigentlich nur, dass sie nicht bis München fahren müssen, sondern 150 Kilometer vorher registriert werden. Abgewiesen werden darf keiner von ihnen, wenn er Asyl begehrt.”
    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-09/fluechtlinge-grenze-deutschland-oesterreich

    Die “Welt” meint hier, dass es bei der Wiedereinführung der Grenzkontrollen sowieso um eine Maßnahme handelt, die sich an die Adresse unserer EU-Partner richtet:
    “Deutschland reagiert damit auf eine Machtlosigkeit innerhalb der Europäischen Union. Das Dublin-Abkommen funktioniert schon lange nicht mehr. Flüchtlinge verbleiben eben nicht in jenem Staat, den sie innerhalb der EU zuerst betreten haben. Sie ziehen weiter, sie fliehen weiter, nach Deutschland etwa oder nach Schweden. De Maizière formuliert während seiner Pressekonferenz die Erwartung, dass diejenigen Staaten, in die Asylbewerber gelangen, diese – wie vereinbart – auch wirklich registrieren und ein Asylverfahren aufnehmen.”
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article146366428/Was-de-Maiziere-mit-dem-Signal-an-Europa-wirklich-meint.html?config=print

  4. Korbinian meint:

    Ich würde gern mal die Position der Kirchen hören: Da ja viele muslimische Flüchtlinge kommen müssten sie doch ihrem Missionsauftrag nachkommen und diese Leute für die Lehren Christi begeistern. Hört man da irgendetwas?

  5. Ich dachte, das mit dem Missionieren hätte sich gelegt? Oder sollen die Muslime etwa den Glauben wechseln und Atheisten werden, ratlos..?

  6. Korbinian meint:

    @almabu Wenn die Kirche sich selbst ernstnimmt ( also ihre Lehre und ihre Entwicklung) dann ist sie zur Mission verpflichtet. Informier Dich da noch mal!

  7. @Korbinian. Mir genügt es, wenn DU mich informierst. Ich unterstelle dabei einfach mal, dass Du weisst worüber Du redest?

  8. Korbinian meint:

    Ja natürlich, wenn man schon nach der christlichen Nächstenliebe handelt dann sollte man sich schon bemühen den Funken auf die Flüchtlinge zu übertragen.

  9. Jakobiner meint:

    Zu Almabu und Korbinian:

    Mit dem Missionieren ist das so eine Sache. Papst Franziskus und Benedikt haben ja zur Missionierung der Welt explizit aufgerufen (sie nennen das auch “Evangelisierung”), vor allem der Ratzinger sah in Asien da den kommenden Glaubensmarkt des 21. Jahrhunderts. Dennoch ist es nicht so, dass die christlichen Hilfsorganisationen die Vergabe von Hilfsmitteln von der Religion abhängig machen würden–nach dem Motto: Biste Christ, krigeste was, biste Muslim, kriegste nicht. Hintergedanke dürfte aber schon sein, dass sich vielleicht einige Flüchtlinge und sozial Schwache durch das karikative Hilfsvorbild dazu animiert werden, sich dem christlichen Glauben zu öffnen.Also plumpe Missionierung nein, subtile, indirekte ja.

  10. Jakobiner meint:

    Also, wie es aussieht bedeuten Grenzkontrollen eben nur Grenzkontrollen, um die Migration wieder in georndte Bahnen zu lenken, aber eben nicht “Grenzen dicht!”und Schließung der Grenzen. Anders eben als Orban mit seinem Maschendrahtzaun (wäre ine toller neuer Stefan Raab-Song…).

  11. Jakobiner meint:

    Grenzkontrollen bedeuten nicht Grenzschließung ala Ungarn. Das scheint noch gar nicht so klar zu sein. Elsässer schon: Er baut seinen Gedanken die Armee zur Revolte aufzurufen nun mittels Bürgergrenzposten aus, die sich mit den bewaffneten Sicherheitsorganen fraternsieren und diese unterstützen sollen. Hört sich nach Bürgerwehren an.Hier der nächste Aufruf Elsässers:
    ———————————————————————

    Die Grenzkontrollen sind Show – Wir brauchen Grenzschließung!

    FB_AugustWas jeder einzelne jetzt tun kann, um Deutschland vor der Überflutung zu schützen!

    Der gestrige Beschluss der Bundesregierung, endlich wieder Grenzkontrollen einzuführen, um den Asylantenzustrom zu begrenzen, war ein Placebo, um den Unmut in der Bevölkerung zu sedieren. Auch Der Spiegel spricht heute von einer “Show der Stärke” und verweist auf den genauen Ablauf an den bayrischen Kontrollstationen:

    “In dem aktuellen Befehl zum Grenzeinsatz heißt es zwar, illegal Einreisende, die kein Asylbegehren äußerten, sollten abgewiesen werden. In der Praxis jedoch tritt dieser Fall nach Aussagen von Beamten so gut wie nie ein. ‘Alle geben sich als Syrer aus’, sagt ein in Bayern stationierter Bundespolizist, ‘selbst wenn sie ganz offensichtlich Schwarzafrikaner sind.’ Nach der Registrierung schickt die Polizei die Flüchtlinge dann zu den regionalen Erstaufnahmestellen – wie bisher.”

    Mit anderen Worten: Wir werden weiter verarscht! Weiter kommen Asylbetrüger hierher und lachen den Polizisten ins Gesicht, weil sie wissen, dass sie nicht abgeschoben werden. Wenn Gabriel heute schon sagte, es kommen bis Jahresende eine Million, darf man bei Fortdauer dieser Zustände gerne von 1,2 Millionen ausgehen.

    Trotz aller praktischen Schwächen ist der Beschluss der Bundesregierung zu den Grenzkontrollen ein Eingeständnis, dass die vorherige Grenzöffnung ein schwerer Fehler war. In diese offene Flanke der Zuwanderungslobby kann man hineinstoßen.

    Nun ist die Stunde, wo es auf jeden einzelnen ankommt. Was kann jeder tun?

    Wenn Sie in Grenznähe wohnen: Gehen Sie zu den Grenzkontrollposten, bedanken Sie sich bei den Beamten, bringen Sie Kuchen und Blumen mit! Zeigen Sie Willkommenskultur – aber nicht gegenüber den Grenzstürmern, sondern gegenüber den Grenzschützern. Wo viele Bürger mit diesem Ansinnen kommen, kann man einen zivilen “Bürgerkontrollpunkt” in Grenznähe einrichten, der den Beamten bei ihrer Arbeit den Rücken stärkt. Fraternisierung zwischen Volk und bewaffneten Organen – das muss die Losung sein. Polizei und Armee sind Söhne des Volkes, dürfen sich nicht von der Regierung missbrauchen lassen. Vor allem mit viel Liebe und Zuwendung dafür sorgen, dass die Beamten auch gegen Asylbetrüger vorgehen. Dokumentieren Sie Übergriffe der Asylforderer und veröffentlichen Sie diese auf Facebook etc. UND schicken Sie sie an redaktion@compact-magazin.com.
    Besuchen Sie die Kundgebungen von Pegida (Dresden) und Legida (Leipzig), auch ähnliche Kundgebungen in Meißen und Freital diese Woche, auch -gida-Aktionen in Westdeutschland. Letztere sind bisher politisch manchmal irrlichternd gewesen – aber in der aktuellen Situation darf das kein Grund sein, NICHT hinzugehen; vielmehr muss man erstrecht dort hingehen und für ein bürgerliches Profil dieser Aktionen sorgen und das Spektrum der Teilnehmer zu verbreitern versuchen.
    Rütteln Sie Nachbarn, Kollegen, Freunde auf! Bestellen Sie sich unsere neue Sonderausgabe COMPACT-Spezial Nr. 7 “ASyl. Die Flut – So wird Deutschland abgeschafft” und geben Sie Exemplare weiter. Das überzeugt jeden

    https://juergenelsaesser.wordpress.com/2015/09/14/die-grenzkontrollen-sind-show-wir-brauchen-grenzschliessung/#more-7663

  12. peter friedl meint:

    @ralf

    was soll das andauernde zitieren von jürgen elsässer?
    einem mittlerweile völlig verwirrten verschwörungstheoretiker, antisemiten, pegida-anhänger, demagogen, dugin-verehrer usw.
    und was willst du uns dadurch sagen?
    der mann wird schon seit einiger zeit nicht mehr ernstgenommen und dämmert im politischen und intellektuellen nirvana dahin. lies meinetwegen in deinem von der realität abgeschirmten kämmerchen die gesamte compact-reihe, ein paar bücher von hubbard und ganser, aber lass uns mit diesen abstrusitäten bitte in ruhe.

  13. peter friedl meint:

    @ ralf – 2

    außerdem wäre es sehr von vorteil, wenn du bisweilen deinen eigenen verstand einsetzen würdest, statt zitatüberladen andere medien zu referieren. die zeit des kompilierens ist vorbei, selbst in der philosophie werden die anhänge und referenzen kürzer. popper (ein konsequenter logiker) meinte: je länger die referenz, desto kürzer die einsicht.

    der eigene verstand ist gefragt – nicht das panische ‘ja, ja, ja, genau’ der menschen, die suchen, was sie denken. selbstkritik oder wie jandl es formulierte ‘denkenkraft’.
    in deinem artikel ‘What if… migration was class struggle?’ sind praktisch nur 20 zeilen von dir; der rest besteht aus ‘copy-paste’.
    dennoch zitierst du das wichtigste des taz-artikels nicht:

    ‘Wir haben immer gesagt: Einwanderung wird kein Spaziergang – we never promised you a rosegarden. Aber es ist immer besser, sie zu gestalten als sie zu erleiden. Nutzen wir die Gunst der Stunde.’

    warum, ralf?

  14. Jakobiner meint:

    Vielleicht ist meine Idee 2%der EU-Bevölkerung als Flüchtlinge aufzunehmen,d.h. 10 Millionen doch nicht so gut. Daimler-Zetsche schwadroniert von einem neuen deutschen Wirtschaftswunder durch die Flüchtlinge–wohlgemerkt: “im besten Fall”. Umgekehrt meint Nahles, dass nur 10% der Flüchtlinge direkt in den Arbeitsmarkt vermittelbar seien und die Integration Jahre dauern würde und nicht Monate.D.h. 90% müssen erst einmal Jahre von Hartz 4- leben.Es sei denn die deutsche Wirtschaft kommt für Ausbildung und Integration auf–was aber nicht anzunehmen ist, wenn sie der Gesetzgeber nicht dazu verdonnert.

  15. Korbinian meint:

    @Jakobiner

    Es hat halt jeder so seine feuchten Träume in diesem Land, die Willkommenskulturler, die Wirtschaft, Selfie-Merkel. Deutschland deliriert.
    Was bei Merkel augenscheinlich ist: Erst jetzt sie Dublin aus und sagt alle können kommen, dann beschwert sie sich auf einmal bei Ungarn und Slowakei dass sie keine Leute aufnehmen. Ja was denn nun? Die Frau hat doch keinen Plan.

    @Peter Friedl
    Wer ist denn “uns” bzw. das ominöse “wir” von dem Du sprichst?

    Besonders diskursfähig scheinst Du auch nicht zu sein wenn Du jemandem vorschreibst wer wann was zitieren darf.
    Elsässer sollte man im Auge behalten weil er gefährlich werden kann, durch Ignorieren schafft man die Probleme die jetzt geschaffen werden nicht aus der Welt. Irgendwann laufen alle zu diesen Leuten wenn wir es hier nicht schaffen diese Probleme zu lösen.

  16. peter friedl meint:

    @ Korbinian

    mit dem ‘uns’ und dem ‘wir’ hast du recht, verzeih.

  17. Korbinian meint:

    und da kommen sie auch schon aus ihren löchern:

    http://www.heise.de/tp/artikel/45/45884/1.html

    Es lebe die reservearmee!

  18. peter friedl meint:

    @ Korbinian
    mit dem anderen leider nicht, denn dann müssten wir uns hier mit mutti gisela befassen, die nun wirklich nichts mit den realen wirklichkeiten in deutschland zu tun hat:
    ich könnte die nachbarin zitieren, dich oder leo. zitate sollten die wirklichkeit erhellen, korbinian, nicht in abseits führen und vor allem nicht die wirklichkeit verdunkeln oder vernebeln…

  19. Die völlige Unfähigkeit der EU, human und logistisch angemessen mit der Flüchtlingsfrage umzugehen, macht mich hinsichtlich der Zukunft dieser EU sehr, sehr nachdenklich und besorgt! Diesen Abgrund an Egoismus und Nationalismus habe ich so nicht erwartet und dabei gelte ich nicht einmal als extremer Pessimist..

  20. Jakobiner meint:

    Zu Peter Friedel:

    Global Review ist die Dokumentierung und Kommentierung nationaler und internationaler Artikel–mal mehr mit anderen Gedanken, mal mehr mit eigenen Gedanken. Wo wir bei Copy und Paste sind. 2/3 deiner Ausführungen hier auf Leos Blog waren bisher irgendwelche ellenlangen Gedichte und PhilosophenZITATE. Da könnte ich dir auch denselben Vorwurf machen in Sachen eigener Originalität und Urheberrechten. Mache ich aber nicht, weil es egal ist, ob man einen Gedanekn selbst ausspricht oder zitierend.Das ist ein legitimes Stilmittel des “Sag es durch die Blume” Zu meinen Ausführungen, dass die Migrationsfrage ebenso eine staatsidentitäre, eine kulturelle und auch außenpolitische Frage sei, bist du bisher noch gar nicht inhaltlich eingegangen. Sofern du nicht bereit bist, inhaltlich zu argumentieren, werde ich deine STILkritik in Zukunft einfach ignorieren. Desweiteren: Elsässer hat sich inzwischen schon ein eigenes Netzwerk aufgebaut, tritt mit Götz Kubitschek als Vordenker der Pegida-Bewegung auf und lotet juristische Grenzen aus (wie z.B. Leo richtig meinte: Ist der Aufruf zu einem Militärputsch nicht strafbar oder der neueste Aufruf?). Kann man ignorieren, kann man aber auch nicht. Auch die NSDAP fing mal als 6-Leutepartei vermeintlicher Spinner an. Wem Pegida keine Vorwarnung für Krisenzeiten ist, der ist ein gnadenloser Verharmloser.

  21. peter friedl meint:

    @ almabu

    du hast recht, es ist bestürzend.
    es wird sich zeigen, ob die eu ihre humanistischen vorgaben in die realität überführt oder ob sie nur ein konsortium zur befriedigung internationlaer shareholder bleibt.

  22. Korbinian meint:

    es wird sich zeigen, ob die eu ihre humanistischen vorgaben in die realität überführt oder ob sie nur ein konsortium zur befriedigung internationlaer shareholder bleibt.

    So lange es nicht einen radikalen Kurswechsel in der jetzigen Politik gibt wird sie das bleiben.

  23. Korbinian meint:

    @Peter Friedl

    Was ist denn die Wirklichkeit? Kennst Du sie? Oder ist es nur Deine Wirklichkeit?

  24. Jakobiner meint:

    Zu Peter Friedel,

    wenn du mal Leos Blogartikel durchsiehst,l wird dir auch auffallen, dass 50%-2/3 aus Zeitungszitaten und deren kurzen Kommentierung mittels einiger prägnanter Gedanken besteht. Da gelten deine Maßstäbe plötzlich nicht.Und wie gesagt: Was soll daran falsch sein ausführlich zu zitieren?
    Die Taz habe ich auch ausführlich zitiert, da der Artikel ganz gut ist, da er das Spektrum der mit der Migration zu behandelnden Fragen anschneidet. Dass dies kein gemütlicher Spaziergang ist, ist aber vielleicht ein Euphemismus. Ich habe mich aber nicht in Prognosen hineinbegeben, sondern mehr daran angesetzt, wo die grundsätzlichen Fragen bestehen. Was soll daran falsch sein? Wie gesagt: Was du betreibst ist STILkritik, um einer inhaltlichen Auseinandersetzung mittels Personaliserung auszuweichen.

  25. Jakobiner, haha, Elsässer will nur Geld

    Bestellen Sie sich unsere neue Sonderausgabe COMPACT-Spezial Nr. 7 “ASyl. Die Flut – So wird Deutschland abgeschafft”

    Oder verschenkt er gratis 50 Exemplare an Interessenten? Ich denke nicht.

  26. Jakobiner meint:

    Zu Almabu:

    Naja, mal abwarten, was der Gipfel der EU-Staatschef nächste Woche ergibt. Interessant, dass die rumänische Regierung heute Ungarn kritsierte und meinte, um dieses Land selbst sollte man einen Zaun bauen. Die Einheitsfront der Osteuropäer scheint also Risse zu bekommen. Auch hat Kroatien bisher noch keine Absichten laut werden lassen, die Grenzen zu schließen. Noch 2 Artikel aus der Jüdischen Allgemeinen und Hagalil zu Orban-Ungarn, die zeigen, was die EU dem Despoten bisher unwidersprochen durchgehen liess:

    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/15407/highlight/Universität&Budapest

    http://www.hagalil.com/archiv/2014/04/03/ungarn-23/

  27. Korbinian meint:
  28. Jakobiner meint:

    Zu KM:

    “Jakobiner, haha, Elsässer will nur Geld
    Bestellen Sie sich unsere neue Sonderausgabe COMPACT-Spezial Nr. 7 “ASyl. Die Flut – So wird Deutschland abgeschafft”
    Oder verschenkt er gratis 50 Exemplare an Interessenten? Ich denke nicht.”

    Motto: Denen geht´s nur um die Kohle.Das, was sie betreiben ist Vulgärmarxismus. Elsässer nur als umsatzmachenwollenden Gewinnstrebenden oder psychologisierend als Profilierungsneurotiker abzutun, übersieht, dass er ein ideologischer Überzeugungstäter ist.Auch linke Oragnsiationen verschenken ihre Publikationen nicht, sondern wollen Geld dafür, schon aus Selbstfinanzierungsgründen. Wenn man alles verschenken würde, wäre die Bewegung oder Organisation schnell pleite und am Ende. Genauso könnte man sagen, die NPD und AfD kandidiere nur, um Wahlkampfmittelerstattung zu erhalten und hätte keine politischen Absichten.( Im übrigen kam gerade die Meldung, dass die AfD in Umfragen gleichauf mit der SPD liegt).

  29. Jakobiner meint:

    Korrektur: Die AfD in Sachsen

  30. Jakobiner meint:

    Eine gute Analyse des Elssäerschen Querfronts-Netzwerkes und des Alternativmedienkonglomerats hatte die Otto-Brenner-Stiftung vorgenommen:
    OBS Arbeitspapier Nr. 18: “Querfront” – Karriere eines politisch-publizistischen Netzwerks

    https://www.otto-brenner-shop.de/publikationen/obs-arbeitspapiere/shop/obs-arbeitspapier-nr-18-querfront-karriere-eines-politisch-publizistischen-netzwerks.html

    Nun musste sie sie aber vorerst vom Netz nehmen, da eine Klagewelle rollt.Auch hier wie auch beim Aufruf zum Militärputsch und zur Bildung von Bürgergrenzposten wie auch im Prozess gegen Jutta Ditfurth sucht Elsässer und Konsorten systematisch Tabubrüche und Präzendenzfälle zu schaffen. Im Falle Ditfurths hatte er schon Erfolg: Antisemitismus darf man nun nur noch alle antisemitischen Phänomene nennen, die sich direkt aufs 3. Reich beziehen, die Zeit zuvor und danach geht seit neuestem straffrei aus.

  31. Jakobiner, was ändert sich bitteschön daran, dass es Elsässer ums Geld geht, wenn es andere auch machen? Das bestätigt sein Verhalten ja nur. Erst einmal etwas für die Kundenbindung schreiben (ganz normale Werbung halt) und dann zum Kauf auffordern (und das noch recht plump).

    Macht PI auch so. Die locken die Leser mit dem, was die hören wollen (mit hauptsächlich gestohlenen Inhalten wie Fotos oder Videos verschönert) und schalten dafür massenhaft Werbung und fordern regelmäßig zum Bücherkauf auf.

  32. Ich würde gern mal die Position der Kirchen hören: Da ja viele muslimische Flüchtlinge kommen müssten sie doch ihrem Missionsauftrag nachkommen und diese Leute für die Lehren Christi begeistern. Hört man da irgendetwas?

    Korbinian,
    du scheinst unsere Kirchen nicht zu kennen. Sie missionieren nicht (mehr). Sie lassen Muslime Muslime sein und freuen sich darüber, dass man gemeinsam religiös, gemeinsam gottgläubig ist – im Gegensatz zur säkularistischen, oft atheistischen, religionsfernen Mehrheit in Europa.

  33. Jakobiner,
    nicht 50% bis 2/3, sondern ca. 25%, oder ein Viertel.

    Außerdem sorge ich für Absätze, Nummerierungen, Hervorhebungen, damit es gut lesbar bleibt. Das würde ich dir auch empfehlen.

  34. Korbinian meint:

    Hmm Leo, aber an welchen Gott glaubt man dann zusammen? Den dreieinigen? Die komplexe Beziehung zwischen Vater, Sohn und heiligen Geist? Oder, das ist ja eh alles Quatsch, es gibt ja nur den Einen, hm?
    Wahrscheinlich können diese Leute auch gleichzeitig Fans von Borussia Dortmund und Bayern München sein, anything goes, wie Paul Feyerabend schon sagte.

    Nun, wenn die Kirche ihre eigene Botschaft schon nicht ernst nimmt, warum sollte ich sie denn Ernst nehmen? Warum sollte man überhaupt irgendetwas aus dieser Richtung Ernst nehmen?

  35. Die spanische Firma “European Security Fencing”, ESF, aus Malaga liefert, da Monopolist in Europa, den “NATO-Draht”-Zaun den die Ungarn jetzt gerade in 180km Länge um ihr Land bauen, sich selber einsperrend bei dem Versuch “die Syrer” draussen zu halten! Das sind auch die Zäune mit denen in den nordafrikanischen spanischen Exklaven Ceuta und Melilla die Golfplätze der EU-Bürger vor den humanen Brandungswellen der Afrikaner “geschützt” werden müssen. Die ESF verdient an den Flüchtlingen ebenso wie die Schleuser auf der Gegenseite, aber das ist natürlich etwas völlig Anderes…
    PS: Der GF der Firma sagt verharmlosend, dass man sich an einer offenen Dose Fischkonserven übler schneiden könne, als an seinem Zaun, na denn!

  36. Almabu, mir hat man damals während meiner Armeezeit erzählt, dass man, sollte man in den Nato-Draht fallen, warten soll bis man
    herausgeschnitten wird, weil die Klingen einem sonst das Fleisch von den Knochen schneiden.

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