Flüchtlingskrise 2015 (52): Paris und Bayern

asylSöder södert:

„Die Zeit unkontrollierter Zuwanderung und illegaler Einwanderung kann so nicht weitergehen“, sagte er der Zeitung „Welt am Sonntag“:

„Paris ändert alles“. Europa müsse sich besser schützen „vor Feinden, die vor nichts zurückschrecken“, sagte der CSU-Politiker.

„Nicht jeder Flüchtling ist ein IS-Terrorist“, sagte Söder. „Aber zu glauben, dass sich kein einziger Bürgerkrieger unter den Flüchtlingen befindet, ist naiv.“

Frankreich habe seine Grenzen geschlossen: „Das sollten wir uns auch vorbehalten. Viele Flüchtlinge sind nicht registriert, weil sie über die grüne Grenze gekommen sind. Es kann nicht sein, dass wir nicht wissen, wer nach Deutschland kommt und was diese Menschen hier machen.“

FAZ

Was zum Teufel haben die syrischen Kriegsflüchtlinge mit diesen Dschihadisten zu tun – außer, dass sie u. a. vor ihnen fliehen?

Der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Burkhard Lischka:

„Es ist klar, dass jeder Flüchtling, der hier einreist, registriert und überprüft werden muss. Daran arbeiten wir auch mit Hochdruck.

Wer jetzt aber ausgerechnet die Flüchtlinge für den Terror auch nur indirekt verantwortlich macht, der blendet vollkommen aus, dass diese vor der Barbarei fliehen, die wir jetzt in Paris erlebt haben“, sagte Lischka der „Stuttgarter Zeitung“.

Wer so rede, der spalte die Gesellschaft in Muslime und Nicht-Muslime. „Genau das ist das Ziel des Terrors“, sagte Lischka weiter.

Anschläge ließen sich auch nicht durch die Schließung von Grenzen verhindern: „Terror gibt es überall, in Staaten mit offenen Grenzen, in Staaten mit aufwendigen Grenzkontrollen und sogar in autoritär regierten Ländern.“

Aber aber aber mischen sich denn nicht auch Dschihadisten unter die Flüchtlinge aus Syrien?

Dazu der, der das wissen bzw. befürchten müsste:

Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen hält es für „weniger wahrscheinlich“, dass mit Flüchtlingen auch Terroristen nach Deutschland kommen.

Den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben) sagte Maaßen: „Die Flüchtlingsroute ist ausgesprochen gefährlich. Es wäre risikoreich und untypisch, dass Personen mit Kampfauftrag in einem Seelenverkäufer von der Türkei auf eine griechische Insel übersetzen.“

Wirklich, wer glaubt denn, die Dschihadisten hätten nicht genug Leute hier bei uns, die das nächste Oktoberfest in München zum Anschlagsziel machen könnten?

Was kann der Verfassungsschutz machen? Maaßen:

Der Verfassungsschutz habe eine „neue Arbeitseinheit eingerichtet, um mehr Informationen über Asylsuchende zu sammeln, damit mögliche Extremisten oder Terroristen unter ihnen erkannt werden. Dabei arbeiten wir eng mit dem Bundesnachrichtendienst und mit ausländischen Nachrichtendiensten zusammen. Wir bekommen nahezu wöchentlich Hinweise darauf, dass unter den Flüchtlingen auch Personen sein könnten, die über Erfahrung mit Waffen verfügen oder mit einem Kampfauftrag nach Deutschland kommen“, sagte Maaßen.

Er betonte: „Es ist möglich, dass mit den Flüchtlingen auch Terroristen kommen, aber wir halten das für weniger wahrscheinlich.“

Doch versuchten Islamisten, „in Aufnahmeeinrichtungen gezielt Kontakt mit Flüchtlingen aufnehmen. Uns sind bereits mehr als 100 Fälle bekannt“, sagte der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz. „Die einen wollen helfen: Sie bringen traditionelle Bekleidung oder den Koran. Die anderen sprechen Flüchtlinge an, um sie in ihr islamistisches Netzwerk einzubinden.“

Dieses Einbeziehen geht dann, wenn wir uns so verhalten, wie es die Flüchtlingshysteriker gern hätten: abschreckend nämlich. Wenn wir die Verzweiflung der ohnehin oft traumatisierten Flüchtlinge steigern. Wenn wir ihnen klar machen, dass sie nichts mehr zu verlieren haben.

In Frankreich sind die Terroristen nicht als Flüchtlinge ins Land gekommen. Die allermeisten sind Gewächse Frankreichs. Folgen der Nicht-Integration in Frankreich. Folgen der Verwahrlosung in den Vorstädten.

Da rächt sich nicht die Flüchtlingspolitik, sondern das Versagen der Integrationspolitik.

Möchte jemand Frankreich vorschlagen, jetzt alle “Braunen” und “Schwarzen” zu deportieren und ein rein-weißes, sozusagen arisches Frankreich herzustellen?

Möchte jemand Frankreich vorschlagen, den Islam zu verbieten und alle, die ihm nicht abschwören, zu deportieren?

Wenn jemand die angeblich Frankreich-Fremden pauschal verdächtigen, markieren und ausgrenzen möchte, dann setzt er die schon anlaufende Eskalationsspirale fort.

Man muss Söder fragen: Was bedeutet der generelle Verdacht? Wie möchte man denn möglicherweise verdeckte Dschihadisten unter den Flüchtlingen (falls es überhaupt welche geben sollte – siehe Maaßen!) herausfinden? Das ginge doch wohl nur durch Folter oder dergleichen.

Einer, der als Dschihadist kommt, verrät sich nicht so leicht.

Ich denke, Söder weiß das. Es geht bei seiner Äußerung eher ums Hetzen.

Womit er der CSU nicht hilft.

Denn er fügt gleich mal – durchaus nicht unvernünftig – hinzu:

Deutschland könne nicht jedes Jahr eine Million Flüchtlinge aufnehmen. „Vorstellbar ist allenfalls eine geordnete Zuwanderung von 200.000 bis 300.000 Menschen“, sagte der Landesminister.

Ich bin mit dieser Zahl ebenso wenig einverstanden, wie es alle diejenigen sind, die Söders hysterisch-hetzerisch-opportunistischer Warnung vor Dschihadisten unter den Flüchtlingen folgen. Nur, dass ich die Zahl bei einer halben Million ansetzen würde – als Ziel fürs nächste Jahr; auch wenn wir es vielleicht nicht ganz schaffen werden, sie hingegen eher gegen Null gehen würden.

Man müsste den syrischen Kriegsflüchtlingen in Syrien versprechen, dass wir sie nach und nach zu uns holen werden; dass sie sich nur ein wenig gedulden müssen, weil es schwierig ist, sie alle auf einmal herzuholen, aufzunehmen und unterzubringen.

Auf jeden Fall ist Söder für einen Flüchtlingshysteriker nicht wählbar, wenn er eine Viertelmillion für vorstellbar hält. Söder lädt also dazu ein, AfD zu wählen. Das sollte ein Möchtegern-Ministerpräsident von Bayern nicht tun. Es ist nicht in seinem Interesse.

Die Stimme der Kirchen:

Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung hat angesichts der Terroranschläge in Paris vor zunehmender Fremdenfeindlichkeit in Deutschland gewarnt. Nach den Attacken mutmaßlicher islamistischer Terroristen sei zu befürchten, „dass es in den nächsten Tagen eine Diskussion geben wird, ob mit den Flüchtlingen Terror und Gewalt nach Europa gekommen sind“, sagte Jung am Sonntag in seiner Predigt im Berliner Dom zum Volkstrauertag.

Die Menschen im Land seien jetzt gefordert, „sich den Blick nicht trüben zu lassen“, sagte Jung, der auch Vorsitzender der Kammer für Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist. Viele Flüchtlinge würden momentan vor Terror und Gewalt fliehen. „Sie kommen nach Europa, weil sie Freiheit und Sicherheit und Toleranz suchen. Dafür müssen sich jetzt viele einsetzen“, sagte der Kirchenpräsident. Dazu seien auch gute und verlässliche Strukturen nötig. Debatten darüber, „wie wir uns vor denen schützen können, die Schutz suchen“, seien nicht hilfreich.

Jung ging in seiner Predigt auch auf religiös motivierten Terrorismus ein. „Der Gedanke an die letzte Verantwortung vor Gott sagt: Der Verantwortung vor Gott kann sich niemand entziehen“, sagte er. Auch im Islam sei es ein völliger Irrglaube zu meinen, andere und sich selbst zu töten sei ein direkter Weg ins Paradies. Er glaube an die Vorstellung eines letzten Gesichtes, vor dem sich Menschen verantworten müssten und zugleich an Gottes Gerechtigkeit und seine Liebe.

Dies könne über das Leben hinaus „stärker als der Tod“ sein, sagte Jung. Bereits am Samstag hatte er sein Mitgefühl für die Opfer der Anschläge ausgedrückt und zur Besonnenheit gemahnt. „Es wäre schlimm, wenn politische Kräfte jetzt in unserem Land daraus Kapital schlagen würden und beispielsweise Migranten plötzlich unter einen terroristischen Generalverdacht stellten“, sagte er.

Nach den Terroranschlägen in Paris hat auch der Rottenburger Bischof Gebhard Fürst davor gewarnt, Muslime unter Generalverdacht zu stellen. „Wir werden den Mördern und Extremisten nicht den Gefallen tun, das in der Regel gute Miteinander von Christen und Muslimen in unserem Land in Gefahr zu bringen“, sagte der Kirchenfürst einer am Sonntag veröffentlichen Mitteilung des Bistums zufolge.

Der Rottenburger Bischof äußerte sich zuversichtlich, dass es den Feinden der freiheitlichen Demokratie nicht gelingen werde, den Glauben an das friedvolle Miteinander der Religionen auszulöschen. Es gelte, eine freundliche Gesellschaft zu verteidigen, nicht zuletzt auch im Interesse derer, die Schutz gerade vor diesem Tod bringenden Terrorismus des Islamischen Staates (IS) suchen.

FAZ

Kommentare

  1. Korbinian meint:

    Also so wie ich dass bisher mitbekommen habe suchen die Flüchtlinge Schutz vor Assad und den schiitischen Milizen. Dass Leute vor dem IS (außer Kurden) geflohen sind davon war bisher nicht die Rede.

  2. Die Flüchtlinge wurden von Beginn dieser Bewegung an von interessierteN SeiteN politisch ausgenutzt und zwar vom Beginn ihrer Reise bis an deren Ziel. Die sicherste Weise Terroristen nach Europa zu bringen, dürfte noch immer ein Erste-Klasse-Flug sein mit einem professionell gefälschten Pass?
    Die Annahme, dass jemand, der am 3. Oktober auf Leros registriert wird und (zu Fuß?) nach Europa flüchtet, am 13. November in Paris einen Terroranschlag unternimmt, ist geradzu absurd! Es gibt übrigens bei den drei großen Terroranschlägen in Frankreich eine übereinstimmende Komponente, die des radikalisierten, heimischen, französischen Kleinkriminellen, der unter den Augen der ihn kennenden Geheimdienste agiert. Das galt für den Motorroller-Killer Merah von Toulouse, wie die CHARLIE-HEBDO-Terror-Brüder Kouachi und auch für einige der jetzt in Paris mordenden, ortskundigen, perfekt französisch sprechenden Eigengewächse…

  3. Jakobiner meint:

    Zu Korbinian meint:
    16. November 2015 um 01:02

    Also so wie ich dass bisher mitbekommen habe suchen die Flüchtlinge Schutz vor Assad und den schiitischen Milizen. Dass Leute vor dem IS (außer Kurden) geflohen sind davon war bisher nicht die Rede.”

    Aber auch mal anders: Sie sind auch nicht zum IS übergelaufen oder wollen noch in Syrien kämpfen. Die dürften die Schnauze voll haben von dem ganzen Krieg und sehen eben keinerlei Hoffnung mehr in ihrem land.

  4. Korbinian meint:

    @almabu Tja, dummerweise kann man diese Kleinkriminellen nicht so einfach präventiv wegsperren, gelle?

  5. @almabu Tja, dummerweise kann man diese Kleinkriminellen nicht so einfach präventiv wegsperren, gelle?

    Dazu zwei Antworten:
    1.) Einer der Täter von Paris 11/13 stand 8 Mal wegen Delikten vor Gericht und wurde NICHT EINMAL zu einer Haftstrafe verurteilt! Seine digtale Akte wurde von den Behörden aber seit 2010(!) mit einem “S” Vermerk für Gefahr für die Staatssicherheit markiert und der Typ soll erst 2014 über unseren NATO-Verbündeten Türkei (vielen Dank, Erdogan!) für einige Monate nach Syrien (zum IS?) gegangen sein!

    2.) Der französische Premier Valls hat in TF1 erklärt, ALLE Vorschläge zu prüfen, AUCH DIE DER RECHTEN PARTEIEN Frankreichs. Dazu zählen neben der Front National, FN von Marine Le Pen auch die REPUBLICAINS von Ex-Präsident Sarkozy. Deren 3. Mann, Wauquiez hat die Internierung aller Islamismus-Verdächtigen (4.000-9.000 Personen!) in Lagern öffentlich vorgeschlagen und Premier Valls hat, wie gesagt ebenfalls öffentlich, erklärt diese Vorschläge zu prüfen!

  6. Der LE FIGARO berichtet eben*, daß zwei weitere Täter indentifiziert worden seien und daß einer der getöteten Terroristen sogar schon von den französischen Behörden wegen eines mit Terrorismus verbunden Deliktes vernommen worden sei! Das hört sich doch wohl klar nach Eigengewächs und nicht nach unter Flüchtlingen infiltrierten IS-Terroristen aus Syrien an, oder?
    –––––
    “Le procureur de Paris a annoncé que deux autres auteurs présumés des attentats ont été identifiés, etqu’un des kamikazes avait déjà été mis en examen dans un dossier lié au terrorisme…”

  7. Sie flüchten vor dem Krieg. Vor allem vor dem Krieg.
    Vor Assad brauchen sie nicht ins Ausland zu flüchten. Millionen sind in die Gebiete geflohen, die von Assads Regime sicher beherrscht werden. Nicht, weil sie Assad schätzen, sondern weil sie dort nicht bombardiert und beschossen werden.

  8. In einer kleinen, ruhigen Straße im Viertel Karreveld des Brüsseler Problembezirks Molenbeek fand am heute Morgen eine Razzia der belgischen Polizei statt. Ziel war eine kleine Kneipe, die von den belgischen Behörden Anfang Novemver wegen ständigen Drogenhandel und -konsum geschlossen worden war. Nachbarn hatten sich seit langem beschwert und Nebel von Rauschgiftschwaden hätten LES BEGUINES*, benannt nach einer zwar religiösen, aber zivilen, nicht klösterlichen Frauengemeinschaft des Mittelalters, umwabert. Doch auch das Bier soll reichlich geflossen sein und die Kneipe galt als Treffpunkt von Kleinkriminellen.

    Nicht nur, wie es nun scheint? Der Wirt und Betreiber der Kneipe war Ibrahim Abdeslam, 31, einer der Terroristen von Paris 11/13!
    Ibrahim hatte seinen Sprengstoffgürtel im «Comptoir Voltaire» ausgelöst und war vorher nicht als besonders religiös aufgefallen und seit zwei Jahren betrieb er seine Kneipe.

    An der Tür hängt noch der Anschlag mit der Verfügung der Schließung und deren Gründe. Am 14. August hatten Nachbarn die Polizei gerufen, die einen starken Geruch von Drogen konstatierte. Auf den Tischen in den Aschern halbgerauchte Joints und viele Gäste hatten Drogen in den Taschen.

    Die Bürokratie nahm ihren Lauf und schon am 4. September wurde der Wirt Ibrahim als Zeuge zur Vernehmung vorgeladen, doch er kam nicht. Das führte letztlich zwei Monate später zur auf fünf Monate befristeten Schließung der Kneipe. Hätte sich der Ibrahim nicht in Paris in die Luft gejagt, hätte er zum 4. April 2016 seine Kneipe wieder öffen können…

    Die Nachbarn konnten wieder ruhig schlafen, ja.. bis zu Paris 11/13. Am Donnerstag, am Tag vor dem Anschlag sei Ibrahim und seine beiden Brüder Mohamed und Salah nochmals in dem Lokal gewesen, wie so oft zuvor… (LE PARISIEN)

    http://www.leparisien.fr/faits-divers/belgique-le-bar-des-freres-abdeslam-a-molenbeek-un-repaire-de-petits-voyous-16-11-2015-5280961.php
    _____
    *https://en.wikipedia.org/wiki/Beguines_and_Beghard

  9. Jakobiner meint:

    Ist Leo eigentlich dem Ratschlag von Peter Friedel gefolgt und hat den Gerlad Karlsen als Troll zensiert oder warum meldet der sich nicht mehr? Er ist so auffallend ruhig. Kaum anzunehmen, dass da nach dem Pariser Anschlag keine Kommentare mehr kommen sollten….

  10. Jakobiner meint:

    Was will uns eigentlich Almabu mit dieser Anektode sagen? Hätte man ihn seine Kneipe gelassen und ihn kiffen gelassen, dann wäre er nicht zum Terroristen geworden?! Mariuahan for Peace. Kiffer gelten ja eigentlich als Peaceniks und friedfertig.

  11. Gerald Karlsen meint:

    Nein, Ralf, ich bin noch da. Im Augenblick habe ich jedoch tatsächlich nichts zu sagen bzw. mir fehlt schlicht und einfach die Lust dazu. Leo Brux wird weiterhin relativieren und beschwichtigen und Andersdenkende als “Fiesmenschen” anfeinden – irgendwann wird man müde, auf so etwas einzugehen. Den Kern des Problems in Bezug auf islamisch motivierten Terror kann oder will er nicht sehen.

    Eventuell melde ich mich zu gegebener Zeit nochmal zur Wort, falls mir danach ist und sofern lupenreine Demokraten wie Peter Friedl es nicht geschafft haben, mich mundtot machen zu lassen.

  12. Was will uns eigentlich Almabu mit dieser Anektode sagen?

    Der will lediglich mit aller Vorsicht und unter dem Vorbehalt des gegenwärtigen Ermittlungsstandes darauf hinweisen, dass anscheinend die meisten bisher identifizierten Terroristen französische, belgische, europäische “Eigengewächse” sind, die nicht mit den Flüchtlingen nach Europa kamen, sondern die zumeist hier geboren und aufgewachsen sind und die laut Zeugenaussagen hervorragende Sprach- und Ortskenntnisse besaßen. Deshalb scheint es mir mehr als verfrüht auf Syrien hinzuweisen, was derzeit mit Ausnahme des Bekennervideos des IS unbewiesen ist!

    Hier wird Politik gemacht und der Terroranschlag hat allen Hardlinern, die einen Einmarsch der NATO in Syrien wollen, direkt in die Karten gespielt. Soviel Dummheit darf man nicht einmal beim IS voraussetzen!

    Frankreich, Hollande: Er steht mit saumäßigen Umfragewerten vor Wahlen und hat darauf früher schon mit Kriegen in Afrika reagiert, die sein Ansehen kurzfristig ansteigen ließen. Sein Vorgänger und möglicher Nachfolger Sarkozy ist noch radikaler. Internierungslager werden diskutiert!

    Türkei, Erdogan: Bei einem NATO Landkrieg könnte er einige Dinge an seiner Süd- und Ostgrenze “seinen Vorstellungen anpassen” und seine Bedeutung für die NATO und EU in’s Unermessliche steigern…

    USA, Obama: Er könnte im Syrien-Schlamassel die US-Kontrolle behalten, die Russen und den Iran in die Schranken weisen, Assad endlich absetzen und seine IS-Freunde umgruppieren in Länder die noch islamisiert werden müssen, wie z.B. an Russlands Südgrenze, bevor sie dann von den USA befreit werden.

    Israel, Netanyahu: Er kam zwar mit Syrien lange Zeit klar, aber seit da die Iraner rumspringen und mitmischen, traute er dem Frieden nicht mehr. Eine prowestliche Satellitenregierung käme da schon recht.

    EU, Juncker: Er ist umzingelt von Nationalstaaten, die alle nach Grenzkontrollen und mehr nationaler Souveränität schreien, der Brite Cameron droht sogar mit Austritt. Die Sicherheitsbedürfnisse nach den Anschlägen werden neu formuliert, schärfer gefasst werden. Für “freien Grenzverkehr und so’ Gedöns” ist da kein Platz mehr, für Flüchtlinge wird die Sache auch schwierig bis unmöglich. Er kann (und muss?) jetzt wohl Dinge tun, die bisher mit dem Selbstverständnis und den Ansprüchen der EU unvereinbar schienen?

    Diese Liste erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit!

    All diese Dinge, die Europas Rechte und Kriegstreiber jubeln lassen, haben die Idioten vom IS(?) mit einem Anschlag erreicht. Ohne ihn hätten der Westen, die Europäer diese Dinge nicht in dieser Zeit auf die Tagesordnung gebracht, oder?

  13. Korbinian meint:

    @almabu

    Wahrscheinlich waren die Attentäter gar nicht vom IS, sondern von Pegida. Die hat alle der Bachmann rekrutiert.

  14. Bravo Alambu, gegen diese Inszenierung (Paris) ist die des NSU und die der Mondlandung ein Dreck.

    LG

    TomTom

  15. Sagen wir es mal so: Wenn die offizielle Lesart der Franzosen und des Westens über den IS stimmt, dann hätten diese Islamisten Europa mit einem Mindestaufwand von 7 eigenen Todesopfern erheblich mehr umgeformt als Europas Nationalstaaten den Nahen Osten mit seinen Kriegen. Dort ist zwar fast alles kaputt gebombt worden und es sind Millionen Tote zu verzeichnen, aber die Verhältnisse haben sich, von wenigen Ausnahmen abgesehen, nicht grundlegend verändert.
    Wenn Europa aber mit ein paar Terroranschlägen von einem Hort der Freiheit zu einer Festung mit reduzierten Freiheitsrechten umgestaltet werden kann, dann hätten die Terroristen gewonnen, weil wir aus Angst uns unsere Freiheit selbst nehmen (lassen)!

  16. Almabu, es ist ein Krieg gegen den Islam ansich. Paris war nur ein weiterer Schritt um ihn zu legimentieren. Schauen sie sich die Rohstoffpreise an, alle fast halbiert. Das trifft Russland nicht so doll wie es uns in dem Medien weisgemacht wird, sondern viel mehr die Golfstaaten, Indonesien und viele afrikanische Länder da diese keinerlei oder kaum Industrieprodukte herstellen. Dann kommt irgendwann noch der große Aktiencrash und da werden die genannten Staaten (dick im Geschäft) auf der Verliererseite sein.
    In Israel ist der IS überhaupt kein Thema, warum wohl?

    LG

    TomTom

  17. Almabu, vielleicht sollte ich noch erwähnen das ich ihre Gedanken gut nachvollziehen kann und ich Ihnen Recht gebe. Nicht das Sie meinen ich würde mich über Sie lustig machen.

    LG

    TomTom

  18. Karlsen ist beleidigt, weil er – nachdem er mich und meinesgleichen als Gutmenschen meinte diffamieren zu dürfen, von mir als “Fiesmensch” bezeichnet wird.

    Ich werde natürlich weiter “relativieren” und “beschwichtigen” – beide Ausdrücke sind durchaus richtig. Ich relativiere grundsätzlich, und ich beschwichtige Ängste, wo ich kann. Wer kühl und sachlich analysieren will, wird immer relativieren und – bezüglich der Handlungskonsequenzen – das Beschwichtigen als eine der Optionen in petto haben. In Bezug auf Rechtsradikale und auf Hetzer beschwichtige ich allerdings nicht. Auch nicht, wenn es sich dabei um Muslime wie Erdogan handelt, und schon gar nicht, wenn es sich um Dschihadisten handelt.

  19. Ich sehe das wie du, almabu.

    Der große Gewinner der Terroraktionen von Paris ist – die europäische Rechte. Sind die europäischen Nationalisten.

    Das heißt nicht, dass sie das ganze inszeniert haben. Ich bin sicher, auch sie bemühen sich, solche Massakeraktionen zu verhindern. Aber sie sind die Gewinner dabei, und insofer schwingt auch immer spürbar etwas mit, das von der Sache her absurd ist: dass man die Muslime insgesamt haftbar machen muss. Eine Art Sippenhaft in großem Stil. ALLE Muslime sollen markiert, ausgesondert, verdächtigt werden. Wer Muslim ist, ist verdächtig! DAS liegt den Rechten, den Rechtspopulisten, den Neonazis im Blut, sozusagen; ich meine natürlich nicht das Blut, sondern die Nerven. Sie funktionieren so. Pauschale Schulzuweisungen. Pauschale Charakterisierungen. Das WESEN der Muslime sei eben so … (Umgekehrt gibt es dasselbe natürlich auch bei vielen Muslimen: die selbe Pauschalisierung, die selbe Kollektivhaftung.)

    IS und die europäische Rechte arbeiten Hand in Hand, so extrem unterschiedlich sie “inhaltlich” sein mögen. Europa soll seine liberale, multikulturelle Qualität aufgeben und sich einem Kulturkrieg hingeben: hier die abendländischen Kreuzzügler – da die islamistischen Assassinen. Beide Seiten finden offen oder insgeheim Gefallen an diesem Kampf- und Kriegsszenario. Würde die Mitte sich drauf einlassen, würde sie zwischen den beiden Mühlsteinen zerrieben.

    Sag mir jemand, Orban, der erklärte Todfeind des liberalen Staates, der liberalen Gesellschaft, würde sich nicht freuen über die Schützenhilfe, die der IS in Paris gerade geleistet hat.

    Wir dürfen bei Karlsen dasselbe annehmen.

    Und wie ist es bei dir, Korbinian?

  20. Korbinian meint:

    Habe ich mich irgendwo pro Orban, pro Putin oder pro Erdogan geäußert? Ich denke nicht dass ich einen autoritären Maßnahmenstaat befürworte.

  21. Gerald Karlsen meint:

    Brux,

    wenn Sie mir unterstellen, ich würde mich über “Schützenhilfe” aus Paris freuen, dann bin ich tatsächlich beleidigt (nicht, dass Sie das kümmern würde, nehme ich an). Daher zur Klarstellung: Nein, ich freue mich nicht über solche Taten, selbst dann nicht, wenn sie den Einen oder Anderen vielleicht aufwecken.

    Frank Berghaus hat die Ursachen hier

    http://blog.initiativgruppe.de/2015/11/14/paris/#comment-57990

    sehr gut beschrieben.

    Mehr möchte ich zu diesem Thema vorerst nicht sagen.

    Ich lese natürlich weiterhin mit, doch werde mich aus Zeitgründen zurücknehmen. Außerdem ermüdet mich die Debatte, siehe oben.

  22. peter friedl meint:

    @karlsen

    einer, der ‘wette gewonnen’ postet klinkt sich aus der gemeinschaft aus.

    er wartet lüstern.
    er ersehnt das böse.
    er trachtet nach der erfüllung – seiner erfüllung.

    sie haben keine moral, keinen mut und keinen gemeinschaftssinn: da helfen auch keine smileys.

    mit diesem ‘ wette gewonnen’ haben sie sich auf die andere seite der gemeinschaft begeben. sie sitzen im kolosseum und applaudieren den mördern.
    welche stufe der verkommenheit wollen sie noch erreichen?

    vielleicht halten sie das ganze für ein spiel, für eine extravaganz, für ein fröhliches intermezzo; doch sie missverstehen die situation: hier wird mit dem leben gezahlt – natürlich nicht ihres.

    was sind sie für ein mensch?

  23. Leo, so etwas wie “Pauschale Schulzuweisungen”, das hatten wir in NRW bis vor ein paar Jahren, wo die zuständige Grundschule verbindlich an die Wohnadresse des Schülers gekoppelt war. Ist jetzt nicht mehr so ;-)

  24. Gerald Karlsen ist schon ein verkappter Gewalttäter. Das hat man insbesondere bemerkt als er hier letztens betrunken Kommentare verfasst hat. Prinzipiell ist sein gemäßigtes Auftreten nur Show.

  25. Korbinian meint:

    Hollande hat übrigens jetzt Maßnahmen eingeleitet daran denkt wahrscheinlich hier noch nicht mal die AfD.

  26. Gerald Karlsen meint:

    Peter Friedl,

    Sie haben einen an der Waffel. Selten so einen pseudo-philosophischen, heuchlerischen Stuss gelesen. Wer applaudiert denn hier? Nehmen Sie unbedingt weniger von dem Zeug, was Sie offenbar konsumieren. Wenn Ihnen Menschenleben etwas bedeuten, warum reden Sie dann Leuten das Wort, bei denen das absolut nicht der Fall ist? Im übrigen: Wenn Sie mit bissigen, satirischen Kommentaren nichts anfangen können, ist das Ihr Problem. Nicht meins. Doktorn Sie ruhig weiter an Form und Etikette rum, wenn Sie argumentativ sonst nichts zu bieten haben.

  27. Gerald Karlsen meint:

    KM,

    oh ja, ich bin absolut ein Gewalttäter! Und was für einer! Wenn Sie weiterhin so einen Müll schreiben, dann komme ich vorbei und foltere Ihren Goldhamster :P

    Meine Güte! Sie müssen arge Probleme haben. Mein “Auftreten” hier ist so, wie ich denke. Weder gemäßigt noch verstellt. Wenn Sie auf Radikales stehen, muss ich Sie enttäuschen. Vielleicht finden Sie auf einem NPD-Blog derlei, woran Sie sich aufgeilen und als Bessermensch profilieren können.

  28. peter friedl meint:

    @karlsen

    ist ‘wette gewonnen’ satire: ich glaube nicht.
    ich denke sie bringen da einiges durcheinander und schlagen jetzt wild um sich.

    vielleicht habe ich ‘einen an der waffel’, aber menschen wie sie haben die welt noch nie einen schritt weiter gebracht. blut fordert immer mehr blut und noch mehr blut und noch mehr…
    lesen sie von taha hussain دعاء الكروان / die nachtigall ruft.

    sie sind so voller hass, neid und missgunst, dass sie kaum noch atmen können.

    geht es ihnen so schlecht?

  29. Gerald Karlsen, schon klar, Sie reagieren nur aggressiv auf die böse Überfremdung. Deswegen wollen Sie es den schuldigen Gutmenschen mal so richtig zeigen, haha.

  30. Korbinian meint:

    @Friedl

    Interessanter Mann, klingt so ein bisschen nach Bielefelder Schule in den Anfängen in Kairo.

  31. Gerald Karlsen meint:

    Friedl,

    mir persönlich geht es recht gut, kann nicht klagen. Für Hass und Neid besteht kein Grund.

    Passen Sie mal auf: Sie mögen mich nicht und ich mag Sie nicht. Das ist schon in Ordnung. Es wäre trotzdem nett, wenn Sie auf Ihre total bekloppten Unterstellungen und fehlgeleitete Interpretationen zu meiner Person verzichten können. Das ist einfach nur arm.

    Nur für’s Protokoll: Ich habe mich an keiner Stelle für Gewalt ausgesprochen. Ich finde auch Hollandes Alibi-Aktion, mal eben irgendetwas zu bombardieren, völlig unsinnig. Der Kern des Problems ist ja nicht “nur” der IS. Es ist die gesamte Ideologie, die dahinter steckt. Solange diese krude Religion nicht grundlegend reformiert wird (wie es das Christentum auch durchgemacht hat), wird es nie Frieden geben können.

  32. Gerald Karlsen meint:

    KM, Ihre Sprüche werden zunehmend peinlicher. Seltsamerweise treten vor allem Sie hier aggressiv auf.

  33. Gerald Karlsen, Ihre gestörte Wahrnehmung ist genau der Grund für Ihre Probleme.

  34. Gerald Karlsen meint:

    KM, alles klar, Sie haben recht und ich meine Ruhe :)

    Die Unterhaltungen hier kosten wieder viel zu viel Zeit. Wie angekündigt, ziehe ich mich vorerst zurück und melde mich bei Gelegenheit wieder zu Wort. KM & Co. können jetzt also nach allen Regeln der Kunst ablästern.

  35. Korbinian meint:

    KM, nicht zu weit aus dem Fenster lehnen ;)

  36. Jakobiner meint:

    Zu Almabu:
    “Sein Vorgänger und möglicher Nachfolger Sarkozy ist noch radikaler. Internierungslager werden diskutiert!”

    Wer soll das denn gefordert haben? Internierungslager für wen genau? Und Internierungslager ist nicht gleich Internierungslager–für Gefährder vielleicht eine Option, wenn Fussfesseln und Hausarrest nicht machbar sind. Die USA haben ja damals auch die ganzen japanisch-stämmigen Amerikaner während des 2. Weltkriegs mit Japan in Internierungslager gesteckt–in Frankreich fordert wohl keiner, die ganzen Muslime einzuweisen, sondern nur die Islamisten.Eine Quelle und ein Link wären ganz gut, Alamabu.

  37. Jakobiner meint:

    Das kommt natürlich darauf an, welche Sorte Internierungslager das ist. Wenn es so ist, wie bei den US-Amerikanern während WK2 ginge das wohl in Ordnung. Wenn es ein neues Guanatamo (samt Waterboarding) wird, dann ist das wohl eher ein propgandistischer Sieg für die Islamisten.Man hat ja auch gesehen, welche propagandistische Wirkung die RAF mittels ihrer Gefangenen entwickleln konnten–die Sympathisanten wurden durch Stammheim ja politisiert und standen ja da Reihe, sonst hätten sie es nicht bis in die 3.Generation durchgehalten. Wahrscheinlich würden sich auch islamistische Solidaritätsgruppen mit den Gefangegen gründen, umgekehrt wohl seitens der Rechten Gruppen, die immer drakonischere Strafen fordern werden, womit sich das Ganze polarisiert.Also, alles nicht so einfach.

  38. Jakobiner meint:

    Internierungslager haben aber auch den Nachteil, dass da alle Islamisten unter sich wären,was das Gruppengefühl erhöhen dürfte und für die Zeit danach auch Pläne gemacht werden dürften. Solch ein Lager könnte geradezu ein Katalysator des Terrorismus werden, obwohl man ja das Gegenteil damit erreichen wollte. Vielleicht wäre Einzelhaft für Gefährder sinnvoller, damit amn sie nicht untereinander in Kontakt kommen lässt.

  39. Korbinian meint:

    @Jakobiner

    Also Isolationshaft? Wenn dat mal mit den allgemeinen Menschenrechten vereinbar ist…

  40. Jakobiner meint:

    Zu Korbinian:

    Einzelhaft und Isolationshaft sind ja noch mal zwei paar Stiefel. Bei der Isolationshaft geht es um sensorische Deprivation, also Entzug von Sinneswahrnehmungen, bis der Insasse psychisch zusammenbricht.Das wurde von den Briten in Nordirland und anfangs bei Teilen der RAF so gehandhabt (z.B. anfangs bei Ulrike Meinhof). Das meine ich natürlich nicht. Zudem wurde viel als Isolationshaft kritisert, was diesen namen nicht verdient.Z.B. konnten die RAF-Häftlinge in Stammheim trotz angeblicher Isolationshaft in Gemeinschaftsräumen und dauf der Dachterasse zusammenkommen. Die Unterstützerszene hat hingegen die wahrsten Horrorbilder gezeichnet und wurde durch die Hungerstreikkampagnen erst so richtig radialisiert. Gut möglich, dass die islamisten dies ebenso propagandistisch nutzen. Umgekehrt wird die Rechte dann die Haftbedingungen mehr als hedonistisches Freizeitbordell mit Flachbildfernsehen und Sauna schildern.

  41. Gerald Karlsen, da äußert sich wieder Ihre gestörte Wahrnehmung. Es geht hier nicht ums Rechthaben sondern um Anstand und respektvollen Umgang miteinander.

  42. Solange diese krude Religion nicht grundlegend reformiert wird (wie es das Christentum auch durchgemacht hat), wird es nie Frieden geben können.

    Schreibt Karlsen.

    Dazu hätt ich gern zwei Erläuterungen:
    a) Wie macht man das von außen? Was genau sollten WIR tun, damit DIE Muslime IHRE Religion den Wünschen des (Atheisten?) Karlsen anpassen?
    b) Was machen wir, wenn sie es nicht machen?

    Bitte konkret werden!
    Geerd Wilders hat es konkret gemacht. Schon vor vielen Jahren. Er fordert die Deportation. Damit ein niederländisches Deportationsregime.

    Du hast dich nicht explizit für Gewalt ausgesprochen. Aber implizit. Es steckt in deiner völkischen und islamophoben Argumentation als die unvermeidliche praktische Konsequenz. Natürlich: Es wäre staatliche Gewalt. Aber eben Gewalt. Das hieße noch nicht: Faschismus. Aber es wäre etwas Verwandtes. Es wäre das Ende des Rechtsstaats. Das Ende der Minderheitsrechte. Das Ende der Menschenrechte.

  43. Gerald Karlsen meint:

    KM, ausgerechnet Sie reden von Anstand und Respekt. Guter Witz. Sie sind es doch, der Anderen ständig die Worte im Mund verdreht und sogar zu Lügen greift, wenn nötig. Sie sollten bei diesem Thema besser ganz still sein.

  44. Gerald Karlsen meint:

    Brux,

    wenn es keine ernsthafte Reform von innen heraus gibt, haben wir alle ein Problem. Die Moslems und wir (die “Ungläubigen”). Von außen können wir den Gläubigen keine aufs Auge drücken. Die Einsicht muss von innen kommen. Kommt sie nicht, halte ich es mit Geerd Wilders. Dazu stehe ich.

    Sie sagen:
    “Es wäre das Ende des Rechtsstaats. Das Ende der Minderheitsrechte. Das Ende der Menschenrechte.”

    Das Ende der Minderheitenrechte – möglicherweise. Das Ende des Rechtsstaats und der Menschenrechte wäre es ganz sicher nicht, denn das Recht auf Leben und körperliche Unversehrheit ist das höchste Gut. Wenn man uns zu solchen Schritten indirekt zwingt, würde ich diese nicht aus ideellen, romantischen Gründen verweigern. Ungerne, aber was nötig ist, muss getan werden.

  45. Gerald Karlsen meint:

    Noch etwas: Die Gewalt geht eindeutig von anderer Seite aus. Dieser muss man begegnen. Geht dies nicht mit friedlichen Mitteln, muss man eben zu anderen greifen. So unschön das auch sein mag. Doch lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.

  46. Gerald Karlsen, jetzt haben Sie wieder sehr schön offen gelegt, wie antimenschlich Sie ticken. Mit Märchen über angebliche Lügen von meiner Seite kommen Sie damit auch nicht weiter. Sie bleiben halt jemand der nur mittels Zwang Politik machen könnte, notfalls gewalttätig. Deswegen haben Leute wie Sie zum Glück nichts zu melden. Sie genießen aber umgekehrt sehr weitreichende Freiheiten, die die Gesellschaft Ihnen bietet, die Sie anderen niemals anbieten würden. Seien Sie froh darüber, dass wir Ihnen diesen Minderheitenschutz gewähren, weil es unser Prinzip ist, dass man es so zu machen hat. Wir betrachten Sie nicht als Menschen zweiter Klasse sondern als Gleichberechtigter.

  47. Jakobiner meint:

    “Wie macht man das von außen? Was genau sollten WIR tun, damit DIE Muslime IHRE Religion den Wünschen des (Atheisten?) Karlsen anpassen?”

    Also willkommen im Club der bösen fanatischen Atheisten, Gerald Karlsen. Du bist jetzt auch so einer wie Frank und ich. Leos liebstes Feindbild: Der ewige Atheist, denn wir sind alle teuflische Egoanbeter mit keinerlei Gemeinsinn–anders eben als die guten Religiösen.
    Erstens mal ist der Denkfehler, dass sich die Muslime an atheistische Forderungen anpassen müssten–wer fordert das denn? Bisher habe ich noch nicht die Forderung gelesen, dass jemand von den Muslimen oder Religiösen fordert, ihren Gottesglauben aufzugeben. Gefordert wird im wesentlichen, dass sich die Muslime an das GG halten und die westlichen Werte akzeptieren. Zu Atheisten will die (fast)keiner machen. Aber ich halte es für legitim einen moderaten Islam zu fordern mit dem man friedlich koexistieren kann. Zudem gibt es ja auch liberale Muslime, die genau das von den konservativen Muslimverbänden fordern. Und was Hamed Abdel-Samad und Aaran Hirsi Ali als Muslime fordern, halte ich auch für richtig. Distanzierung von den gewaltverherrlichenden Suren des Koran, Lockwerung des konservativen Weltbilds und eine historische Betrachtung des Propheten Mohammeds ist ebenso zu fordern–genauso wie man von der Kirche forderte, sich vom Alten Testament zu distanzieren.

  48. Obamas leeres Versprechen?

    Im September versprach Obama bis September 2016, also innerhalb eines Jahres, die schändlich niedrige Zahl von 10.000 syrischen Flüchtlingen in die USA aufzunehmen. Die kommen teilweise in 24 Stunden nach Bayern. Vorgestern, am Montag appellierte Obama an die Teilnehmer des G20 beim Gipfel im türkischen Antalya die Herzen nicht zu verschließen vor dem Elend im Nahen Osten. Doch genau dies haben offenbar viele seiner Landsleute in den USA getan, republikanische Politiker nämlich!

    Mindestens 19 US-Bundesstaaten haben angekündigt, die Aufnahme von syrischen Flüchtlingen mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern und dies fünf Tage nach den Anschlägen des IS in Paris.
    Die Republikaner wollen die Syrer nach ihrer Religion selektieren und offenbar nur Christen aufnehmen, wenn überhaupt.

    Die Phalanx von Obamas Gegnern ist beträchtlich: unter Ihnen befinden sich drei republikanische Präsidentschaftskandidaten, darunter Jeb Bush, wichtige Kongressabgeordnete, sogar ein demokratischer Governor lehnen offen und direkt jede Aufnahme von Syrern ab, weil IS-Mitglieder, Terroristen unter ihnen sein könnten.

    „Nach den tragischen Attacken von Paris und den Drohungen die wir bereits gesehen haben, kann Texas sich an keinem Programm beteiligen, das die Aufnahme syrischer Flüchtlinge beinhaltet, von denen ein jeder mit dem Terrorismus verbunden sein könnte“, schrieb Governor Greg Abbott, Texas am Montag in einem Brief an Obama.
    Governor Phil Bryant, Mississippi: “I will do everything humanly possible to stop any plans from the Obama administration to put Syrian refugees in Mississippi“, und, „Obamas Politik des Willkommens sei nicht fehlgeleitet, sondern extrem gefährlich“, fügte er noch hinzu.

    Alabama und Michigan erklärten am Sonntag ihre Ablehnung. Ihnen folgten die von Republikanern geführten Staaten Arizona, Arkansas, Florida, Georgia, Illinois, Indiana, Louisiana, Massachusetts, Mississippi, Nebraska, North Carolina, Ohio, Oklahoma, Tennessee, Texas und Wisconsin.
    New Hampshire’s demokratischer Governor Maggie Hassan schloß sich ihnen an.
    Governor Rick Snyder aus Michigan, einem Staat mit einer der größten Bevölkerungsgruppen des Nahen Ostens, hat die Aufnahme von Syrern ausgesetzt bis Homeland Security diese völlig gecheckt und durchleuchtet habe und diese Prozeduren festgelegt seien. Michigan’s Detroit Free Press, berichtet, daß etwa 1,800 bis 2,000 Flüchtlinge sich im vergangenen Jahr im Staat angesiedelt hätten, davon nur 200 aus Syrien…

    Die Governors der Bundesstaaten haben zwar nicht direkt die Kompetenz die Aufnahme von Flüchtlingen zu verweigern, diese liegt bei Washington und die Flüchtlingen werden ihnen zugewiesen. Was sie aber tun können und offenbar auch planen, ist die Blockade der Finanzierung dieses Programms Anfang Dezember im Kongress und Senat?

  49. Gerald Karlsen meint:

    KM, ich sagte es bereits: Sie haben recht und ich meine Ruhe :) Was soll ich auf so einen Unsinn jetzt antworten?

    Nebenbei, gelogen haben Sie sehr wohl in anderen Threads, indem Sie mir Aussagen unterstellt haben, die ich so niemals getätigt habe.

  50. Gerald Karlsen meint:

    Ralf, genau dieser Ansicht bin ich auch. Komisch. Wenn ich so etwas sage, bin ich wahlweise ein Troll, ein islamophober Fiesmensch oder ein böser Räääächter.

  51. Gerald Karlsen, dass Sie Gleichberechtigung als Unsinn bezeichnen, passt genau zu den bereits erwähnten Ansichten ihrerseits. Da nützen auch Ihre Märchen nichts.

  52. Gerald Karlsen meint:

    KM, geht das jetzt wieder los mit den Verdrehungen? Ich habe nicht Gleichberechtigung als Unsinn bezeichnet, sondern Ihr Gesülze. Sie sind einfach ein vollkommen unseriöser Gesprächspartner. Wenn wieder Unfug kommt, werde ich das einfach mit einem Smiley quittieren. Sie wissen dann schon Bescheid :D

  53. Gerald Karlsen, Sie markieren Ihren eigenen Beitrag mit einem Smiley als Unfug. Ich verstehe. Schön, dass auch Sie lernfähig sind.

  54. Jakobiner meint:

    Zu Leo Brux:

    Leo argumentiert, dass man Minderheiten schützen müsse und den Minderheitenschutz betonen müsse. Das ist für mich sehr abstrakt gehalten und eine etwas schräge Anischt. Ich glaube, er will die Muslime und Ausländer vor rassitsicher Pauschalisierung schützen, was ja legitim ist. Die Frage ist nur, wie man das konkret macht und was Minderheitenschutz konkret bedeutet.Ich bin z.B. der Anischt, dass der beste Minderheitenschutz ist, diese 300-1000 islamistischen Gefährder in Deutschland zu verhaften und zu internieren. Es kann ja wohl nicht im Interesse der muslimischen Minderheit sein, dass diese tickenden Zeitbomben frei herumlaufen können. Da man deren Überwachung personell nicht sicherstellen kann, muss man eben abwägen, ob die Freiheit der Gefährder wichtiger ist als die Sicherheit der restlichen Bevölkerung (Biodeutsche und Muslime).Da würde ich die Priorität eindeutig auf die Sicherheit legen. Zumal jeder Anschlag die Gesellschaft nicht nur physisch schadet, sondern vor allem auch opsychisch und emotional, was zu einer xenophopen, paranoiden Atmoshäre führt, wo dann jeder verdächtigt wird.Minderheitenschutz kann wohl nicht bedeuten, die 300-1000 Gefährder zu schützen. Man muss die Muslime auch vor diesen schützen. Denn die Einstufung als Gefährder wird ja nicht leichtfertig vorgenommen, sondern bedeutet eben, dass sie latent gewalttätig sind und eine konkrete Gefahr von ihnen ausgeht.

  55. Jakobiner, stellen Sie sich einmal vor, da kommt irgendjemand und sperrt Sie als angeblichen Gefährder weg. Dann müssen Sie wohl damit leben, oder wie stellen Sie sich das vor?

  56. Jakobiner meint:

    Bester KM,

    um bei den Sicherheitsbehörden als Gefährder zu gelten, muss man schon klar vorgegebene Kriterien erfüllen. Da wird nicht einfach wahrlos drauflosverhaftet. In Deutschland rechnet man von einer Gefährderzahl von 300-1000 Islamisten. Das ist doch sehr klar umrissen und setzt jeder Willkür Grenzen. Das hat auch mit Schutzhaft nichts zu tun, denn es werden ja nicht Zehntausende Muslime oder Vertreter der Muslimverbände in KZs eingeliefert wie früher Juden,Sozialdemokraten und Konservative unter den Nazis, sondern eben ein kleines, begrenztes Terroristenumfeld.Irgendwo hört diese abstrakte Prinzipienreiterei ja auch mal auf.Warum verteidigen Sie eigentlich diese tickenden Zeitbomben, die Biodeutsche und Muslime ernsthaft gefährden?

  57. Korbinian meint:

    @Jakobiner

    Weil KM auf der Seite der Minderheiten steht. Er ist nämlich selber eine: Die autistische KM-Minderheit.

  58. Gerald Karlsen meint:

    Ich glaube, KM ist einfach ein notorischer Opponent. Ich frage mich, wie er daher reden würde, wenn bei einem Anschlag jemand aus seinem nahen Umfeld umkäme. Nein, das wünsche ich niemandem – doch ich bin sicher, er wäre dann plötzlich sehr dafür, härter gegen sogenannte Gefährder vorzugehen. Derzeit sitzt er halt in seinem ideologischen Elfenbeinturm.

  59. Was für Unsinn, es geht nicht um Minderheiten oder tickende Zeitbomben. Es geht um die Unverletzlichkeit der körperlichen Bewegungsfreiheit einer Person. Jakobiner, Sie schreiben es ja schon, es werden der Willkür Grenzen gesetzt. Die wollen Sie jedoch abschaffen. Das betrifft dann immer alle, nicht nur die Gefährder, ansonsten wäre das rechtlich auch gar nicht haltbar. Es wäre dagegen viel sinnvoller den privaten Waffenbesitz abzuschaffen und den Schwarzmarkt für Waffen trockenzulegen. Was glauben Sie, wie viele Menschen die Terroristen ohne Schusswaffen und Sprengstoff hätten töten können?

  60. Gerald Karlsen, das zeigt doch wieder nur, dass es Ihnen nicht um die Verhinderung von Gewalttaten geht sondern nur um die Ausländer-/Islamfrage und der Rest einfach nur Vorwand ist.

  61. Korbinian meint:

    Wie wollen Sie denn Schwarzmarkt für Waffen trockenlegen? Das geht ja dann nur weltweit. Wir haben offene Grenzen mein Schätzchen. Oder wie die von Heckler und Brux sagen würden: Jede Waffe ist mein Nachbar.

  62. Gerald Karlsen meint:

    KM, dummes Gelaber.

  63. Gerald Karlsen meint:

    Tja, das weist man KM auf die Unsinnigkeit einer Aussage hin und er rotzt als Antwort darauf irgendeinen haltlosen Vorwurf hin. Billig, billiger, KM.

  64. Gerald Karlsen, solange es Sie offensichtlich nicht interessiert, woher die Terroristen ihre Waffen herbekommen haben und wie man zukünftig verhindern kann, in diesem Maße an solche Ausrüstung zu kommen, ist es vollkommen zutreffend.

  65. Ich denke, wir bedanken uns für Karlsens fleißige, wenn auch eher querulantische Beteiligung und verabschieden uns von ihm. Es kommt ja wohl kaum noch was Nützliches bei ihm raus.

    Ich nehme nach wie vor an, dass er zu den (eher wenigen) strategischen Rechtspopulisten gehört.

  66. Hier, das wird alles schon praktisch diskutiert: http://www.spiegel.de/politik/ausland/a-1063482.html

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