Wird die Türkei syrische Kriegsflüchtlinge zurücknehmen?

asylGemeint sind Flüchtlinge, die auf dem Wasser zwischen türkischer Küste und griechischer Inselküste abgefangen werden können?

Die NATO hat schon ihre Schiffskapazität erhöht. Wenn die Türken bereit wären, könnten sie mit Hilfe auch der NATO-Flotte jedes oder fast jedes Flüchtlingsboot rechtzeitig orten und von türkischen Schiffen zurück an die türkische Küste bringen lassen. Das soll selbst dann noch gemacht werden, wenn das Boot mit den Flüchtlingen schon griechisches Hoheitsgewässer erreicht hat.

Das ist der Plan. Der NATO-Plan. Die Türkei ist Mitglied der NATO … Hat sie zugestimmt?

Die NATO, die EU behaupten es.

Die Türkei scheint es zu dementieren.

Die Planung des Nato-Einsatzes gegen Menschenschmuggler in der Ägäis stößt nach Berichten aus Athen auf Komplikationen.

Die türkische Vertretung bestreite einen Punkt in Vereinbarungen zwischen der EU, der Nato und Ankara, wonach von Nato-Schiffen gerettete Bootsflüchtlinge in die Türkei zurückgebracht werden sollen.

Das berichtete die Athener Zeitung “Ta Nea”. Kreise des Athener Außenministeriums bestätigten dies der Nachrichtenagentur.

Das Militärbündnis hat festgelegt, dass bei den Einsätzen gerettete Flüchtlinge selbst dann in die Türkei zurückgebracht werden, wenn sie sich bereits in griechischen Hoheitsgewässern befanden. So will die Nato Flüchtlingen jeden Anreiz nehmen, sich auf die gefährliche Überfahrt zu begeben und damit auch das Geschäftsmodell der Schlepper zerstören.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte vor zwei Wochen bestätigt, dass die türkische Regierung in Ankara sich bereit erklärt habe, alle Flüchtlinge wiederaufzunehmen, die aus der Türkei gekommen sind – auch wenn sie von Nato-Schiffen aus Seenot gerettet werden.

Aus Ankara kommt nun noch in einem weiteren Punkt Kritik: Zudem gebe es Probleme mit dem Einsatz der Nato-Schiffe in Regionen der Ägäis, die nach Ansicht der Türkei entmilitarisiert sein müssen. Nach Informationen aus Kreisen der griechischen Küstenwache sind die eingesetzten Nato-Schiffe bislang in internationalen Gewässern unterwegs und nähern sich nicht den Seegebieten zwischen den griechischen Inseln und der Türkei. Der Nato-Marineverband SNMG2 steht unter deutscher Führung.

Die NATO und die EU nennen es einen Einsatz gegen Menschenschmuggler. Zu feige sind sie, Klartext zu reden. Es wird ein Einsatz gegen die syrischen Kriegsflüchtlinge. Und eigentlich auch gegen die türkischen Interessen …

Ja, warum sagen das nicht nur unsere Politiker nicht offen und warum kommentieren es unsere Medien nicht offen:

DIE TÜRKEI

HAT KEIN INTERESSE DARAN,

DIE SYRISCHEN KRIEGSFLÜCHTLINGE IM LANDE ZU BEHALTEN

UND AN DER AUSREISE ZU HINDERN.

Soll ich es noch einmal schreiben, oder hast du, lieber Leser, es schon verstanden?

Falls du meinen solltest, die Türkei habe doch ein Interesse daran, wüsste ich gern, was dich zu dieser Annahme bewegt.

Falls du meinen solltest, wenn Deutschland ein Interesse an der Aufnahme der syrischen Kriegsflüchtlinge haben sollte, dann doch wohl auch die Türkei. Und umgekehrt: Beide haben kein. Also, falls du das meinen solltest:

Die Türkei ist in mehrerlei Hinsicht nicht mit Deutschland zu vergleichen.

1. Die Türkei hat schon fast 3 Millionen syrischer Kriegsflüchtlinge aufgenommen. Deutschland noch nicht einmal eine Million.

2. Die Türkei hat für die Aufnahme von so vielen Flüchtlingen wesentlich weniger materielle Ressourcen als Deutschland.

3. Die Türkei hat für die Integration von so vielen Flüchtlingen auch wesentlich weniger kulturelle Ressourcen als Deutschland – die Deutschen sind sehr viel weniger nationalistisch und völkisch orientiert, sehr viel weltoffener, kosmopolitischer eingestellt als die Türken.

Deutschland (einige andere EU-Länder könnten es auch) kann aus der Flüchtlingsaufnahme ein win-win-game machen. Die Türkei kann das nicht.

Aber selbst wenn auch Deutschland kein Interesse daran hätte, die Flüchtlinge aufzunehmen, bleibt das Faktum bestehen:

Die Türkei hat objektiv kein Interesse daran, die Flüchtlinge – wie NATO und EU es gern hätten – an der Ausreise nach Europa zu hindern oder die schon Ausgereisten wieder zurückzunehmen.

(Ich wiederhole meine Frage: Wieso kommt diese Überlegung in keinem Kommentar irgend eines unserer Medien? Übersehe ich da etwas?)

Nächster Gedankenschritt:

WENN man der Türkei ein Interesse dazu machen will, gäbe es grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

— WIR zahlen der Türkei Riesensummen, meiner Schätzung nach in der Größenordnung von 10 Milliarden pro Jahr; dazu kriechen wir dem dortigen Möchtegernsultan politisch in den Arsch und geben ihm innen- und außenpolitisch freie Hand.  D. h.: WIR lassen uns von der Türkei zur Not auch erpressen.

— Oder WIR erpressen die Türkei. Die Türkei braucht uns ökonomisch und politisch sehr viel mehr als wir die Türkei brauchen. Die EU kann, wenn sie möchte, die Türkei innerhalb eines Jahres in den ökonomischen Abgrund stürzen; die NATO kann über das türkische Militär die dortige Regierung stürzen.

Beide Seiten werden es nicht auf eine solche Erpressungs-Eskalation-Strategie ankommen lassen. Ich erwähne es nur, weil es im Hinterkopf präsent ist. Es wäre für beide Seiten der worst-case, wenn es zur offenen Konfrontation käme. (= Die Türkei karrt alle syrischen Flüchtlinge an die Grenzen zu Griechenland und Bulgarien und lässt sie rüberströmen; die EU eröffnet ein Wirtschaftsembargo gegen die Türkei.)

Aber es bleibt, mehrere Schritte vor dieser offenen Konfrontation, ein Faktum, dass die Türkei objektiv kein Interesse an einer Entscheidung hat, wie sie die NATO angeblich getroffen hat.

Die Türkei wird selbst dann, wenn sie diese Entscheidung entgegen ihrem eigenen Interesse schlucken muss, versuchen, gegen sie zu handeln. Versteckt, hintenherum, immer wieder mit spektakulären symbolischen Aktionen ablenkend, immer bestreitend, was doch jeder sehen kann. – Wir kennen das. Aber wieso soll denn die Türkei gegen ihr eigenes Interesse handeln?!

Die Hoffnung für Angela Merkel bleibt trotz dieser verzwickten Lage, dass es vielleicht immerhin gelingen kann, die Zahl der Flüchtlinge, die ab April auf einer griechischen Insel ankommen, einigermaßen zu verringern.

Die Zahl pro Tag beläuft sich seit 1. Januar auf ca. 1.500 – und das, obwohl das Wetter eine Überfahrt ziemlich gefährlich macht. Wie wird das aussehen, wenn im April und Mai der Wellengang wieder sanft wird? Ohne Eingreifen von Türkei und NATO-Flotte, ohne Abkommen mit der Türkei werden es wieder 10.000 pro Tag.

Es ist schon klar, dass das in diesem Jahr so nicht gehen darf, wenn Angela Merkel sich und ihre Regierung nicht gefährden will.

Es gibt dazu immer noch den Ergänzungsplan: Die Grenzschließung Griechenland-Mazedonien, die Grenzmaßnahmen an der Grenze Sloweniens zu Kroatien und die an der Grenze Östereichs zu Slowenien. (Deutschland ist fein raus; die andern machen dann hier die Drecksarbeit für uns.)

IRGENDWIE wird man einen Weg finden, den Flüchtlingszustrom nach Deutschland auf eine auch politisch handhabbare Zahl zu reduzieren.

Bis Ende März oder Anfang April wird das Konzept stehen müssen.

Unbeantwortet bleibt die Frage, was denn zum Teufel nochmal die Millionen Flüchtlinge in der Türkei, im Libanon und in Jordanien auf die Dauer anfangen sollen.

Das ist nicht nur eine humanitäre Frage. Die politischen Folgen könnten für uns sehr viel teurer werden, als es jetzt eine Aufnahme der Flüchtlinge wäre.

Es ist bisher fast nur Geschwätz, nur Ablenkung, was dazu gesagt wird – wenn überhaupt etwas gesagt wird.

Der einzige konstruktive Vorschlag dazu kommt von Angela Merkel: Sie hat mal von einem jährlichen Kontingent von 200.000 syrischen Kriegsflüchtlingen gesprochen, die Europa aufnehmen könnte. Das wäre schon eine beträchtliche Zahl, auch wenn sie zu gering ist, um das Problem in den Griff zu bekommen. Im Moment ist die Debatte dazu stillgestellt. Fast kein Land in Europa erklärt sich bereit, einen kleinen Teil der schon mal jetzt anstehenden (in der EU beschlossenen) 160.000 aufzunehmen.

 

 

Kommentare

  1. K.Gerlach meint:

    Türkei ? 3 Millionen ?

    Ca. (max.) 400.000 sind in den Lagern untergebracht,
    der REST lebt irgendwo in der Türkei, und erhält quasi
    keinerlei Unterstützung, lebt von Erspartem, Verkauftem,
    Schwarzt-Erarbeitetem, in größtenteils bitterer Armut !

  2. Korbinian meint:

    Aber, aber, laut Fantomas werden alle syrischen Flüchtlinge in der Türkei großzügig unterstützt und gepäppelt. Denen ist allerdings das Wetter zu schön dort, die gehen dann trotzdem ins angenehm nasskalte und verregnete Deutschland.

  3. Die Situation für syrische Kriegsflüchtlinge in der Türkei ist unterschiedlich – aber überwiegend schlecht. (Auch wenn es viele gibt, die es lieber dort als in Deutschland aushalten werden.)

    3 Millionen, etwa, inzwischen, Gerlach. Ich hab nicht gesagt, dass diese an die 3 Millionen alle über zumeist in Lagern leben.

  4. Korbinian meint:

    Noch ein Punkt:

    4. Die Türkei (oder besser: AKP und Erdogan) haben ein Interesse daran dass sich viele Flüchtlinge nach Europa und Deutschland aufmachen, am besten solche die ideologisch den Muslimbrüdern nahestehen (davon wird es wohl nicht wenige syrische Sunniten geben) um für den politischen Islam in Europa, besonders gern in Deutschland, eine kraftvolle Basis zu schaffen und zu verbreiten.

  5. Dazu würdest du gern deinen Beitrag leisten, Korbinian, nicht wahr?

    Die Türkei kann es sich kaum aussuchen, wer von den syrischen Kriegsflüchtlingen nach Europa geht. In der Regel werden es diejenigen sein, die auch der Türkei relativ nützlich sein könnten, also die mit guten Berufen. Die haben im Durchschnitt eher das Geld und die Motivation und die Chance, es in Europa zu versuchen.

    Wie soll eigentlich in Deutschland der politische Islam eine “kraftvolle Basis” bekommen? Je “kraftvoller” sie würde, desto schärfer würde die Ausgrenzung – damit die “Entkräftung”.

    Der Islam gehört zu Deutschland, weil in Deutschland auf Dauer ca. 5 Millionen Muslime leben. Aber er wird nur akzeptiert werden, wenn er sich integriert, auch als Religion integriert, und das ist mit “Muslimbrüderlichkeit” nicht zu machen. Je mehr sie es versuchen würden, desto entschiedener würde die Abwehr. Die Ablehnung des Islam insgesamt, am Ende.

    Genau das, was du möchtest, Korbinian.

    Also, was DU wünscht, ist, dass die Muslime in Deutschland möglichst penetrant und arrogant ihre Nahostversion des Islam vertreten und durchzusetzen versuchen. Ergo, dass sich der Konflikt nach Möglichkeit verschärft. Denn nur das, genau das könnte dazu führen, dass dein Ziel erreicht wird: die radikale Ausgrenzung und am Ende Ausweisung des Islam aus Deutschland.

    Das arbeitet den Salafisten in die Hände, die ebenfalls auf eine solche radikale Zuspitzung setzen. Sie wissen, dass am Ende dann nicht die Muslimbrüderlichen, sondern sie, die Dschihadisten, stark werden. Weil den ausgegrenzten Muslimbrüdern der Hang zur Gewalt, zum Dschihad fehlt und sie deshalb von vielen jungen Muslimen als zu schwach angesehen werden.

    Dein Spiel, Korbinian, geht Hand in Hand mit den strategischen Vorstellungen der Muslimbrüder (einschließlich Erdoganisten) und Salafisten (insbesondere der Dschihadisten unter ihnen). In der Aufwiegelung, Aufhetzung liegt die Chance! Sie wollen, wie du, den Konflikt. Denn im Konflikt, so meinen sie, reifen ihre Früchte. So unterschiedlich diese Früchte sind, im Anheizen des Konflikts bist du dir mit deinen Feinden einig.

  6. fantomas007 meint:

    @ Korbinian

    “Aber, aber, laut Fantomas werden alle syrischen Flüchtlinge in der Türkei großzügig unterstützt und gepäppelt.”

    Es ist nicht meine Schuld, wenn du nicht in der Lage bist, das Geschriebene richtig zu verstehen. Eine Arbeitserlaubnis nach sechs Monaten, kostenlose Behandlung im Krankenhaus und die Verpflegung für diejenigen, die in Lagern untergekommen sind, ist für ein Schwellenland wie die Türkei eine enorme Belastung und eigentlich deutlich mehr als das, was sie sich leisten können.

    Ganz Europa(!) hat weniger Kriegsflüchtlinge aufgenommen als die Türkei. Und dir fällt nichts anderes dazu ein, als die Türkei zu kritisieren, während du am liebsten die deutsche Grenze sofort schließen würdest.

    Ein Land, in dem der Mindestlohn aktuell bei knapp 400 Euro liegt, hat weit mehr getan als ganz Europa. Und genau dies sollte dich zum Nachdenken animieren und nicht etwa das, was die Türkei hätte noch mehr tun sollen. Du bist nämlich bisher nicht gerade als Flüchtlingsfreund aufgefallen.

  7. Korbinian meint:

    @Leo

    Wie kommst Du darauf dass ich mir das wünsche wenn ich Erdogans Absichten beschreibe? Dass müsstest Du mir mal erklären.

    @fantomas

    Nun, wenn man mal Kriegsflüchtlinge aus Eritrea, Somalia und Afghanistan mit dazurechnet dann wird Europa schon mehr als die Türkei aufgenommen haben.
    Grenzen schließen?
    Vielleicht sollte man einfach mal überprüfen wer sich hier als Flüchtling registrieren lassen kann und darf und nicht pauschal alle reinlassen.

  8. Habe einen Artikel einer Tageszeitung aus Barcelona gelesen in dem es um Flüchtlinge ging. Dass Spanien seine Zusagen bezüglich der 160.000 von der EU umverteilten Flüchtlinge zwar nicht einhalte (wie die meisten anderen Europäer übrigens auch), daß aber in Barcelona ein weiteres Gebäude für max. 50 Flüchtlinge umgebaut, bzw. “aufbereitet” worden sei. Dabei wurde der übliche Streit zwischen Stadt, der Autonomie Katalonien und der Zentralregierung in Madrid als erschwerend erwähnt. Interessant fand ich in diesem Zusammenhang einige Bemerkungen, die in dem Artikel nicht vertieft wurden: Die Stadt Barcelona habe mit den Inseln Lampedusa (Italien) und Lesbos (Griechenland) Vereinbarungen über Flüchtlinge getroffen. Näheres wurde nicht erwähnt. Erwähnt wurde aber, daß in das fertig gestellte Haus Ende März etwa 30 Flüchtlinge einquartiert würden. SIE KÄMEN ALLE(!) AUS DER UKRAINE! Ist die nicht von den US/NATO befreit worden, kein sicheres Herkunftsland? Erwähnt wurde weiter, daß es Syrer in Barcelona gäbe, die in regelmäßiges Abständen versuchten aus Spanien nach Deutschland zu gelangen und wenn dies nicht gelänge sie für eine Weile nach Katalonien zurückkehrten um es dann erneut zu versuchen! Mir selbst sind vor längerer Zeit auch schon recht gut spanisch sprechende Syrer begegnet…

  9. Korbinian meint:

    Deutschland muss echt das Traumland schlechthin sein. Mit schlechtem Auskommen ist das Leben in Spanien tendenziell immer noch angenehmer als hier.
    Wahrscheinlich ist der gemeine Spanier doch immer noch eher der Franquist geblieben. Und die Katalanen sind auch nicht viel besser.

  10. K.Gerlach meint:

    “Wie soll eigentlich in Deutschland der politische Islam eine “kraftvolle Basis” bekommen?”

    “Je mehr sie es versuchen würden, desto entschiedener würde die Abwehr. ”

    @ Leo Brux

    Wie das gehen soll, versucht wird ?
    Ein Blick zu unseren Nachbarn nach Ö
    gibt da zur Zeit gute Einblicke:

    http://www.krone.at/Oesterreich/Wien_Vernichtendes_Zeugnis_fuer_Islam-Kindergaerten-Experten_warnen-Story-498038
    ( Da kann man auch auf Textauszüge des Gutachtens klicken)

    “Die Politik wurde getäuscht – und hat jahrelang die Augen vor der Realität verschlossen”, kritisiert jetzt auch Amer Albayati, der Präsident der Initiative Liberaler Muslime Österreichs, die Situation in Wiens Islam- Kindergärten. Er mailte der “Krone” Belege, dass er sowohl die SPÖ als auch das Unterrichtsministerium seit 2009 konkret warnt: Viele Kindergarten- Betreiber seien radikale Islamisten.
    http://www.krone.at/Oesterreich/Islam-Kindergaerten_Politik_war_seit_2009_gewarnt!-Terror-Verbindungen-Story-498383

    http://www.heute.at/news/politik/Die-schlimmsten-Vorwuerfe-der-Islam-Kindergarten-Studie;art23660,1262201

    Von klein an, Leo, die Kinder schon von kleinauf indoktrinieren, schon Mädchen ab 3 Jahren auf ihre Rolle, und das Kopftuch konditioneren,
    SO geht das ! Und zwar auch noch mit üppigen Steuergeldern, die dann auch noch vermutlich in die Terrorfinanzierung gehen.

  11. Korbinian meint:

    @K. Gerlach

    Das ist ein bedauerlicher Einzelfall. Daraus lassen sich keine Schlüsse für das große gute Ganze ziehen.

  12. Korbinian meint:
  13. @KORBINIAN:

    “..Wahrscheinlich ist der gemeine Spanier doch immer noch eher der Franquist geblieben. Und die Katalanen sind auch nicht viel besser..”

    Das kann ich so nicht pauschal bestätigen. Spanier sind im Allgemeinen keine Rassisten. Von radikalen Nationalkatalanisten einmal abgesehen, die sowieso oft etwas faschistisches an sich haben, würde ich auch die Katalanen nicht als Rasisten sehen! Aber die Lebensbedingungen der Unterschicht, oft im direkten Kontakt mit Migranten, sind sicher härter als in Deutschland?

  14. Korbinian,
    mich interessiert auch das, was im Hinterkopf vorgeht.
    Ich weiß, wie sehr du obsessiv fixiert bist auf Muslime in Europa und die Gefahren, die deiner Meinung nach von ihnen ausgehen. Also nehme ich an, dass du hier gewissermaßen wie ein Erdoganist denkst: Wir Türken, wir Muslime schaffen uns in Deutschland eine Fünfte Kolonne …
    (Das meint auch Donald Trump. Er meint, das sei schon der Fall …)

    Das diesem Gedanken entsprechende strategische Gegen-Kalkül, das dazu passt, habe ich erläutert. Du kannst das, was du bezüglich der Muslime in Deutschland (oder Europa) erreichen möchtest, nur durch brutale Eskalation der Konflikte erreichen.

    Dabei unterstelle ich natürlich, dass aus dem, was du an “Argumenten” gegen Muslime vorbringst, auch Taten folgen würden. Taten, über die du jetzt klugerweise noch nicht sprichst. Die sich aber logisch ergeben, wenn man die Kritik in politisches Handeln umsetzt.

    Du könntest darauf antworten, indem du (nochmal?) die politische Konzeption erläuterst, die deiner Meinung nach aus deiner Analyse der Sachlage folgt.

  15. Gerlach,
    und was ist jetzt die Reaktion in Österreich?
    Am Ende werden diese Kindergärten geschlossen werden.
    Was sonst?
    Wenn sich bestätigt (und ich vermute auch, dass sich die Befürchtungen zumindest teilweise bestätigen werden), dass hier Kinder islamistisch indoktriniert werden, ist es aus mit diesem Projekt.

    Also ergibt sich hier eine Bestätigung dessen, was ich geschrieben habe.

    In Europa schaden die Islamisten dem Islam. Massiv. Katastrophal.
    Indem sie seine Integration zu verhindern versuchen, isolieren sie ihre Leute und sich selbst und bereiten ihren Abschied aus Europa vor.

    Diese Islamisten haben hierzulande keine Chance, weil sie total isoliert bleiben.

    Das ist ganz anders bei den Rechtsradikalen. Die sind nicht isoliert. Die haben ihre Sympathien bis weit in die hysterische paranoide politische Mitte hinein. Die haben die immer wieder neu auflebende Chance, über den Extremismus der Mitte tatsächlich an die Macht zu kommen.

    Zu diesen Steigbügelhaltern des Rechtsradikalismus zähle ich auch dich, Gerlach.

    Ich zitiere hier, was ich heute an “Franziska” gerichtet geschrieben habe:

    Der Wunschtraum vieler in Europa (in der Schweiz wie in Ungarn wie in Polen wie in Deutschland) ist ein sozusagen gemäßigt faschistisches Regime, ganz orientiert am “gesunden Volksempfinden”, populistisch-plebiszitär, mit charismatischer und maßvoll autoritärer Führung, völkisch-nationalistisch. Wäre das vereinbar mit den Anforderungen der globalisierten Wirtschaft und Kultur? Mit unserem Verständnis von liberaler pluralistischer Politik und weltoffener Kultur haben diese Leute jedenfalls nichts mehr am Hut.

    Einmal angenommen, diese Art von Politik setzt sich durch:

    Dann kommt es zur Eskalation. Der Widerstand gegen diese Politik muss autoritär gebrochen werden … Das geht dann wie bei Mussolini in den 20er Jahren in Italien. Wir werden es in den nächsten Jahren in Ungarn beobachten können. Auch in der Türkei. Dort spielt sich etwas Ähnliches ab, wenn auch unter islamistischen Vorzeichen. Auch Russland ist ein Beispiel. Das Land ist bereits jetzt hoffnungslos autoritär und völkisch-nationalistisch ausgerichtet. Mit Eskalationspotenzial.

    Die Leute werden radikaler und radikaler.

    Das liegt auch daran, dass sich die Lebensqualität in diesem autoritären Staat ständig verschlechtert und dies durch eine Radikalisierung der völkischen Emotionen beantwortet werden kann. Am Ende braucht es auch eine aggressive Außenpolitik, um die völkisch emotionalisierten Leute bei der Stange zu halten. Am Ende steht also Krieg.

  16. K.Gerlach meint:

    “Ich weiß, wie sehr du obsessiv fixiert bist auf Muslime in Europa und die Gefahren, die deiner Meinung nach von ihnen ausgehen.”

    Im Gegensatz zu Ihnen geht es auch um die Kinder, Jugendlichen und Frauen,
    die diesen “Gefahren” tagtäglich ( auch über den Gruppendruck) ausgesetzt sind, und mir ist es, im Gegensatz zu Ihnen nicht egal, weil es sich ja nur um Einzelfälle, die zu vernachlässigen sind ( wie Sie ja schon des Öfteren hier erklärt haben). Diese Kinder, Jugendlichen Frauen haben ein RECHT auf ihre freie Entfaltung. Ihnen ist das offensichtlich wurscht.

  17. Es müssen daher möglichst viele weibliche Flüchtlinge und Jugendliche und Kinder aufgenommen werden, damit die ihr Recht auf freie Entfaltung wahrnehmen können, was in den Heimatländern häufig nicht möglich ist.

  18. K.Gerlach meint:

    @ Mäßiger Versuch “anzutäuschen”.

    Diese Möglichkeit haben jene aber oft auch in Deutschland nicht, wegen besagtem Gruppendruck. Fängt schon an in deutschen Aufnahmelagern.

    Hören Sie sich an, was jene (männlichen) Asylbewerber so für
    Einstellungen haben. Die tradierten/religiösen Vorstellungen bringen
    viele Flüchtlinge ja mit.

    http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/programdata/befc0476-9f54-36cb-bcb9-43012ec8ac62/52577b2f-3bf2-4830-b9f9-41001bb392a8?doDispatch=1#

    Die schon hier Lebenden scheinen Ihnen völlig wurscht zu sein ?

  19. Dann muss man den Menschen helfen, so wie Sie es fordern. Da darf man keinen Unterschied machen.

  20. K.Gerlach meint:

    Wie ?

  21. Die EU muss mittels eines massiven Fonds menschenwürdige Aufnahmezentren einrichten. Die Flüchtlinge brauchen Zugang zu hochwertiger Bildung, Medizin und Verpflegung. Man muss Beschäftigungsmaßnahmen für einen regelmäßigen Tagesablauf durchführen. Die Anträge müssen sehr schnell geprüft werden. Das ist der Witz an der Sache, dass z.B. das BAMF es nach über zwei Jahren immer noch nicht auf die Reihe bekommen hat, die Kapazitäten auszubauen.

  22. K.Gerlach meint:

    @ KM

    Was haben “…..mittels eines massiven Fonds menschenwürdige Aufnahmezentren einrichten….Zugang zu hochwertiger Bildung, Medizin und Verpflegung…… Beschäftigungsmaßnahmen für einen regelmäßigen Tagesablauf…. Anträge müssen sehr schnell geprüft werden. ”

    mit [ religiösem] Gruppendruck und tradierten ,religiösen Vorstellungen zu tun ? Nichts.

    KM, Ihre Masche, auf Kommentare/Fragen nicht inhaltsbezogen ( Frage APFEL – Antwort KARTOFFELN) zu antworten macht einen vernünftigen Diskurs quasi unmöglich, und ermüdend ( aber genau diesen Zweck verfolgen Sie ja), ich werde daher zukünftig darauf nicht mehr reagieren.
    Da diskutiere ich lieber mit Leo Brux, oder anderen, die sich hier beteiligen.

  23. Es geht um freie Entfaltung. Was reiten Sie jetzt nur auf Gruppendruck rum? Sind Sie geistig so beschränkt?

  24. Gerlach,

    wenn du mit mir diskutieren willst:

    es wäre nun an der Zeit, von dir mal etwas Konstruktives zu lesen: Was genau soll getan werden? Und warum?
    Ich erwarte mir von dir jetzt Äußerungen zu deiner Konzeption bezüglich a) Flüchtlingspolitik, b) Integrationspolitik.

    Du meinst ja immer, ich würde dir da was unterstellen. Dabei schließe ich nur von deinen Äußerungen auf das, was vermutlich an politischer Konzeption dahintersteckt.

    Wie schmeckt dir die rabiate Deutschfeindlichkeit und ebenso rabiate reaktionäre Haltung eines Kaczynski in Sachen Kultur?
    Wie schmeckt dir Putins autoritärer Kurs, seine vampiristische Wirtschaftsordnung, seine Kriminalisierung der Homosexualität? (Ganz abgesehen von seinem ziemlich aggressiven Ukraine-Kurs und den russisch-imperialen Vorschlägen, die man den von ihm beherrschten Medien entnehmen kann.)
    Wie schmeckt dir der antisemitische, antiwestliche, antiliberale. proputinistische Orban?
    Wie schmeckt dir der nicht weniger autoritäre islamistische Erdogan?

    Bald kommen Le Pen als Regierungschefin in Frankreich und Strache als Regierungschef in Österreich dazu und verstärken die Phalanx der autoritären, reaktionären, völkischen, nationalistischen Regierungen.

    Ich nehme an, du hättest gern deine deutsche Variante von alledem, die sich dann natürlich deutlich und vielleicht sogar aggressiv unterscheidet von den Borniertheiten der anderen. Jeder Nation ihre je eigene, für sie typische Borniertheit! Wir wollen das alte Europa der Vaterländer wieder zurück! (Es muss ja nicht mehr so antisemitisch und frauenfeindlich und sexuell repressiv sein wie damals. Also, ein bisschen was von den Errungenschaften der Zeit nach dem WK II wirst auch du retten wollen. Aber die völkische Selbstbesinnung, die wird deiner Meinung nach kommen müssen, oder?)

  25. K.Gerlach meint:

    Hab mich ja gerade etwas verausgabt, dazu schreib ich morgen etwas.

  26. Der eine kurze Text im anderen Thema hat Sie schon verausgabt?

  27. Vom vergangenen Freitag, den 3. Februar bis Sonntag, den 5. Februar 2017 retteten italienische, spanische Marineschiffe der „EunavforMed“ sowie einige Handelsschiffe bei sechs verschiedenen Operationen unter Koordination durch die italienische Küstenwache ca. 3.000 Flüchtlinge aus dem zentralen Mittelmeer. Alleine am Sonntag seien 900 Menschen laut Aussagen italienischer Behörden in nur drei Schlauchbooten, zwei kleinen Schiffen und einer Barkasse unterwegs gewesen…

  28. 2.291 Bootsflüchtlinge gelangten an Bord von 81 Booten, also durchschnittlich 81 Migranten pro Boot, in den ersten zwei Monaten des Jahres 2018 über die andalusische Küste nach Europa. Das entspricht einer Zunahme von 80,7% zum Vorjahr 2017 und damit – grob gesagt – fast einer Verdoppelung! Sieben Menschen konnten in dieser Zeit tot geborgen werden. Die Dunkelziffer der spurlos im Mittelmeer verschwundenen dürfte erheblich höher sein? Nicht alle sind ertrunken, z.T. dürften sie des ungewöhnlich kalten Wetters wegen an Unterkühlung gestorben sein.

    ––––––
    http://www.elmundo.es/andalucia/2018/03/03/5a9a7b3cca47413b438b466a.html

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