Blankenese: Betuchte Asoziale machen Widerstand anders.

asylBlankenese ist ein Stadtviertel der (relativ) Reichen in Hamburg.

Die Stadt Hamburg hat seit Anfang 2015 insgesamt über 22.000 Flüchtlinge aufgenommen.

Im Moment muss sie dafür sorgen, dass noch ca. 5.600 Flüchtlinge aus Notunterkünften irgendwie angemessen unterkommen.

192 von ihnen sollen nach Blankenese. 9 kleine Häuser in Holzrahmenbauweise sollen für sie am Björnsonweg entstehen.

Bisher in Blankenese: 0 Flüchtlinge. Null.

Und das soll, so diejenigen in Blankenese, die sich der Sache angenommen haben, auch so bleiben.

Sie blockieren den Bau der Unterkunft – und machen das “eleganter” als der Mob anderswo in Deutschland: Sie engagieren eine Biologin …

Es gehe natürlich nicht um das Flüchtlingsheim, beteuerte eine Anwohnerin am Mittwoch, sondern um den Schutz der reichhaltigen Flora und Fauna in dem Wäldchen.

Glaubwürdig ist das nicht. Es ist schon ein komischer Zufall, dass diese Zusammenballung Hamburger Baumfreunde ausgerechnet im Björnsonweg wohnt. Zufall auch, dass ausgerechnet in der Straße der Umweltschützer Anhänger mit Segelbooten sowie Limousinen stehen – die das dortige Landschaftsschutzgebiet mit beachtlichen CO2-Mengen belasten dürften.

Der Verdacht liegt nahe: Die Gegner der Flüchtlingsunterkunft fürchten wohl weniger den Verlust einiger Bäume, sondern eher einen Wertverfall ihrer Grundstücke und Häuser. Sie wollen in ihrem Idyll nicht gestört werden – auch nicht von Schutzbedürftigen.

Dabei sind die Asylgegner vom Björnsonweg sicherlich keine Neonazis. Wer aber den Wert des eigenen Grundstücks, den hübschen Ausblick auf den Wald oder die Existenz einiger Bäume über die Lebensbedingungen Hunderter Geflüchteter stellt, der beweist: Man muss nicht Rassist sein, um rassistisch zu handeln.

Peter Maxwill bei Spiegel Online

Der Kommentator meint, dass diese betuchten Asozialen schlimmer sind als die in Sachsen. Auch wenn sie weniger pöbelhaft daherkommen. Sie gehören zur Elite und setzen Maßstäbe – der Egozentrik.

Ist es eine Mehrheit in Blankenese, die gegen den Bau der Unterkunft für Flüchtlinge ist? – Ich weiß es nicht. Möglicherweise nicht. Es rühren sich leider nur diejenigen, die dagegen sind.

Im Moment gibt es aufgrund eines Gerichtsbeschlusses einen Baustop. Wir werden sehen, wie sich der Konflikt weiter entwickelt.

Kommentare

  1. Cool Calio meint:

    “Der Verdacht liegt nahe: Die Gegner der Flüchtlingsunterkunft fürchten wohl weniger den Verlust einiger Bäume, sondern eher einen Wertverfall ihrer Grundstücke und Häuser.”

    Da steht doch der Grund! Und das ist auch absolut verständlich. Stell Dir mal, Du hättest ein Haus und das wäre plötzlich 30-40% weniger wert. Weil man Dir irgendwelche Asylanten vor die Nase setzt. Das würdest Du, Leo Brux, wahrscheinlich auch nicht so toll finden (bei der Geldbörse kommen erfahrungsgemäß auch viele Grüne/Linke ins Wanken).

  2. Geht es um die Bäume oder darum, dass die Leute keine Flüchtlinge vor der Haustür haben wollen? Ich weiß es nicht. Vielleicht ist es tatsächlich nicht so schlau, Bäume in den Städten für Flüchtlingsunterkünfte zu fällen, wo es doch in Hamburg wie anderswo auch reichlich ungenutzte Brachflächen gibt.

  3. @ Cool:

    Sagen sie es offen? – Nein.
    Warum sagen sie es nicht offen? – Weil sie wissen, dass ihr Wert-Argument unsittlicher Natur ist. Und außerdem noch nicht einmal belegt ist. Die Erfahrung zeigt nämlich, dass der Wertverlust sehr sehr gering ausfällt – wenn es überhaupt einen gibt.

    Im übrigen würde ich selbst einen Wertverlust von 30% lächelnd wegstecken. Geld ist mir nicht so wichtig. Geld macht das Leben nicht lebendig und nicht sinnvoll. Man braucht ein bisschen davon, damit man frei ist; d. h. damit man sich fürs Lebensnotwendige nicht selbst verkaufen muss. Aber wenn man dieses Minumum hat, und das haben die Blankeneser Hausbesitzer locker, dann ist ihre Sorge ums Geld eher neurotisch. Das würde auch für diejenigen gelten, die grün wählen.

    Damit hast du den Grund, warum diese Blankeneser Typen den Geldaspekt nicht herausstellen. Sie wissen recht gut, dass sie eigentlich seelisch krank sind. Entweder geld-hysterisch oder xenophob-hysterisch. Oder beides. Also heucheln sie lieber und tun so, als ob es ums Biotop ginge.
    Peinlich, nicht wahr?

  4. Cool Calio meint:

    Sie sagen es nicht offen, weil das politisch derzeit nicht möglich ist. Das Kilma ist vergiftet. Die Leute dort würden sonst medial erst recht abgestempelt und müssten schlimmstenfalls mit Farbbeutel-Anschlägen irgendwelcher selbsternannter “Antifa”-Irren rechnen.

    Ich finde den Vorwand nicht peinlich. Er ist vielmehr eine unvermeidbare Notwendigkeit in diesen Zeit – leider. Wobei sich der Wind zu drehen beginnt, habe ich den Eindruck. Die AfD legt in Umfragen immer weiter zu, proportional dazu steigt die gefühlte Ablehnung weiterer Überfremdung. Insofern habe ich noch einen Funken Hoffnung für die Zukunft dieses Landes.

  5. Korbinian meint:

    Es wär ja mal ne interessante Frage wieviel von diesen Blankenesern Grünwähler sind ;-)

  6. Cool,
    niemand kann denen, die ihre materielle Motivation offen benennen, etwas tun, oder?
    Außer, dass allgemein sichtbar wird, was für Egozentriker und Gierhälse sie sind. Und dass sie bereit sind, andere leiden zu lassen und provokativ Solidarität verweigern.

    Ist es nicht peinlich, wenn man seine wahren Gründe verbirgt, weil eben einem diese Gründe peinlich sind?

    Apropos Überfremdung: Wovon geht in den letzten 30 Jahren Überfremdung aus?

    Könnte es nicht mehr an der permanenten technologischen Revolution liegen, und ihren Folgen und Nebenfolgen?

    Könnte es nicht auch sein, dass das Überfremdungsgefühl genau da am geringsten ist, wo die meisten Migranten Fuß fassen? (Etwa in Stuttgart oder München.) Und dass es da am höchsten ist, wo die sozialen Probleme am größten sind bzw. da, wo es eigentlich fast keine Migranten gibt?

    Also, Cool, wie erklärst du dir, dass die Leute vor allem in einer Stadt wie Dresden, das doch kaum Flüchtlinge bzw. Muslime bzw. Türken oder sonstige Migranten aufgenommen hat, das Überfremdungsgefühl am größten ist, in Städten wie Stuttgart oder München, in denen der Migrantenanteil bei ca. 40% liegt (1. und 2. Generation gerechnet), am geringsten?

    Es sieht doch so aus, als ob die Erregung über Migranten die Erregten selber ablenkt von den eigentlichen Ursachen ihrer Verunsicherung.

  7. Interessant wäre es zugleich, die beiden Standpunkte meinungsstatistisch zu verbinden: Wie viele wählen grün und sind ZUGLEICH gegen den Bau der Häuser für Flüchtlinge?

    Es wird nicht viele geben, bei denen das gleichzeitig zutrifft, hoffe ich, aber den einen oder anderen Fall schon. Denen würde ich dann freundlich empfehlen, doch bitte AfD zu wählen. Unanständige Leute sollten bitte nicht grün wählen.

  8. Cool Calio meint:

    “Könnte es nicht mehr an der permanenten technologischen Revolution liegen, und ihren Folgen und Nebenfolgen?”

    Da kann ich keinen Zusammenhang erkennen. Wenn ich auf den Straßen hier in NRW zunehmend, in manchen Bezirken teilweise gar ausschließlich nur noch fremde Sprachen höre, dann fühle ich mich zunehmend fremd im in meiner Heimat. Da spielt es keine Rolle, dass ich einen modernen Flachbild-TV oder ein Smartphone besitze. Ich habe auch nichts gegen ein gesundes Maß an Einwanderung, doch sollte der Charakter einer Stadt in Deutschland vorwiegend deutsch bleiben. Das ist vielerorts schon lange nicht mehr so. Das Maß ist völlig verloren gegangen.

    Woher wollen Sie eigentlich wissen, dass das “Überfremdungsgefühl” in München oder Stuttgart “gering” ist? Ich kenne zufällig jemanden, der ganz in der Nähe von Stuttgart lebt und derjenige teilt meine Meinung. Zu München kann ich nichts sagen, ebenso wenig zu Dresden.

  9. Die permanente technologische Revolution verändert unsere Lebenswelt ständig zund drastisch. Nicht nur äußerlich. Die Medien und Transportmittel der Moderne verbinden uns, weichen die Grenzen auf. Die globale Vernetzung und globale Abhängigkeit, die globale Nähe und Nachbarschaft werden zur Erfahrung des Alltags. So wie es nun EINEN Weltmarkt gibt, so entsteht nun auch EIN globaler Arbeitsmarkt. Die Migration ist davon ein Aspekt. Warum kommt es denn global zu immer mehr Migration? Kannst du einmal versuchen, uns deine Sicht der Gründe zu erläutern?

    Du gehst auf den Straßen deiner Stadt – und hörst manchmal nur noch fremde Sprachen. Da fühlst du dich fremd in deiner Heimat. – Ja, so geht das. Mir macht das Freude. Ich weiß, dass es einige Städte in Deutschland gibt, die das nicht so entspannt hinbekommen wie München oder Stuttgart. Man darf keine Ghettos entstehen lassen. Das aber ist in Berlin oder Duisburg und einigen anderen Orten passiert. Da muss was getan werden. Es sind soziale Hausaufgaben, die da zu machen sind.

    Das Überfremdungsgefühl ist in München oder Stuttgart offensichtlich geringer als in Dresden, zum Beispiel. Das zeigen die durch Wahlen und Statistiken und Proteste sichtbar werdenden Meinungen der Bürger. Wenn zufällig mal einer aus der Gegend von Stuttgart sich “überfremdet” fühlt, sagt das nicht viel, oder?

    Was ist eigentlich der “deutsche” Charakter einer Stadt? – München oder Stuttgart zum Beispiel sind nach wie vor sehr deutsche Städte – und haben doch 40% Migrantenanteil. Könnte daran liegen, dass ja auch die Migranten nach und nach “deutsch” werden – und dass das “Deutsch”sein” auch heißen kann: weltoffen und multikulturell orientiert zu sein. Siehe die deutschen Klassiker, Goethe oder Heine oder Mozart oder die Mann-Familie.

  10. Cool Calio meint:

    “Die permanente technologische Revolution verändert unsere Lebenswelt ständig zund drastisch. Nicht nur äußerlich. Die Medien und Transportmittel der Moderne verbinden uns, weichen die Grenzen auf.”

    Für mich ist das “One-World-Geschwafel”. Fakt ist, es gibt Staatsgrenzen. Und das hat gute Gründe! Fast überall in Europa besinnt man sich auf das, was die Republikaner mal als ein “Europa der befreundeten Vaterländer” bezeichnet haben.

    “Du gehst auf den Straßen deiner Stadt – und hörst manchmal nur noch fremde Sprachen. Da fühlst du dich fremd in deiner Heimat. – Ja, so geht das. Mir macht das Freude.”

    Schön für Dich. Geht aber sehr vielen Deutschen anders. Das ist Dir jedoch scheissegal. Hauptsache, Du kannst den Über-Gutmenschen raushängen lassen.

    “Wenn zufällig mal einer aus der Gegend von Stuttgart sich “überfremdet” fühlt, sagt das nicht viel, oder?”

    Mag sein. Wenn zufällig mal ein Lehrer aus München auf Multikulti steht, sagt das auch nicht viel, oder? Wer weiß, wie viele Münchener das total ankotzt.

  11. 35

  12. Cool,
    ist es cool, den Kopf in den Sand zu stecken? Die zunehmende globale Vernetzung und ihre Auswirkungen auf Politik, Wirtschaft, Kultur und Lebenswelt einfach zu ignorieren?
    Man kann das schon ignorieren. Aber mit welchen Folgen!

    Was die tatsächliche politische Meinung der Leute angeht, das zeigt sich beim Wählen. Da wägt man ab, wofür man letztlich – die verschiedenen Themen und Präferenzen betrachtend – steht. In München ist die AfD noch nicht besonders stark. Weil die meisten Münchner eben gute Erfahrungen mit der Migration und der faktisch gegebenen multikulturellen Gesellschaft gemacht haben.

    Ich höre aus deinen Beiträgen heraus: Du respektierst die Wahlergebnisse nicht. Du tust so, als ob eigentlich nur die Stimmen zählen, die deine Position vertreten. Da zeigt sich das Populismus-Syndrom: NUR wir sind das Volk! Die anderen 85% zählen irgendwie nicht richtig zum Volk.

    Halten wir fest: Zurzeit ist Kretschmann der beliebteste Politiker in Deutschland. Gehören diejenigen, die ihn so hoch schätzen, nicht zum Volk, Cool?

    Da liegt ein wesentlicher Unterschied zwischen uns beiden: ICH meine, dass die Pegidaner und AfDler genauso teil des (vielfältigen, pluralistisch verfassten) deutschen Volkes sind wie ich selbst oder Kretschmann oder Merkel und deren Anhänger. Ich käme nie auf die Idee zu sagen: NUR WIR sind das Volk, und die AfDler gehören nicht richtig dazu. Ich bin eben Demokrat. Der Demokrat erkennt die politische Vielfalt an und schätzt sie und schließt niemanden aus. Drum dürfen die AfDler ja auch beliebig öffentlich auftreten.

    Kommt aber jemand von deiner Tendenz an die Macht – siehe Kaczynski in Polen, Orban in Ungarn, Putin in Russland, Erdogan in der Türkei – dann beginnt rasch die Repression, dann beginnt rasch der Abbau der Gewaltenteilung, und zwar im Namen des Volkes.

    Darauf läuft es hinaus, und man kann es auch in Deutschland der Art entnehmen, wie Leute wie du über die repräsentative Demokratie sprechen, und wie sie alle diejenigen meinungsmäßig aus dem (wahren) Volk ausschließen, die nicht ihre politische Tendenz vertreten.

  13. Cool Calio meint:

    Den Zusammenhang zwischen übertriebener(!) Einwanderung, daraus resultierende Überfreumdung und “Technologien” habe ich immer noch nicht verstanden. Was das hat das Internet, was haben die Industrie und moderne Verkehrsmittel mit Einwanderung zu tun? Außer beim Arbeitsmarkt (mit Einschränkungen) sehe ich da keinerlei Überschneidungen.

    Wie kommst Du darauf, ich würde Wahlergebnisse nicht respektieren? Das ist weit hergeholt. Ich kann zwar nicht nachvollziehen, wie jemand nach allem noch den etablierten Parteien seine Stimme geben kann, doch natürlich respektiere ich das. Ziemlich frech von Dir, mir gleich antidemokratische Züge anzudichten.

    Im übrigen: Die AfD hat sich doch gut geschlagen bisher. Sehr gut sogar. Trotz Medienkampagne gegen sie hat sie solide bis hervorragende Ergebnisse in drei Bundesländern eingefahren. Man wird sehen, was 2016 passiert.

  14. Der Zusammenhang:
    1. Überall auf der Welt sehen die Leute, wie es überall sonstwo auf der Welt zugeht. Via Medien ist heute jeder der Nachbar eines jeden. Und man kann global kommunizieren. Fast umsonst und in Sekundenschnelle. Was für eine Revolution! Sie verändert auch die Mentalitäten. Jeder auf der Welt kann sich jetzt fragen: Wo auf dieser Welt ist für mich der aussichtsreichste Platz?
    2. Man kann bequem überall hin. Die Transportmöglichkeiten für Mensch und Ware sind heute tausendmal besser, schneller, bequemer, billiger als früher.
    3. Unsere Waren kommen überall hin. Sie gehen dahin, wo sie gekauft werden. Die Grenzen sind offen für sie. Auch Arbeitskraft ist eine Ware. Sie möchte dahin gehen, wo sie nachgefragt wird. Und die Nachfrager wollen und müssen aus Konkurrenzgründen den globalen Arbeitsmarkt nutzen. So kommen sich Nachfrage und Angebot entgegen – auch bei der Ware Arbeitskraft.
    4. Die Leute überall auf der Welt merken, wie unser relativer Wohlstand mit ihrer relativen Armut zusammenhängen. Warum sollten sie sich einfach bloß ausbeuten lassen?
    5. Im konkreten Fall Nahost kann man historisch verfolgen, wie der Westen seit dem Ende des 1. Weltkriegs die katastrophalen Verhältnisse geschaffen und immer weiter entwickelt hat, die jetzt zu den Flüchtlingswellen aus dem Irak und aus Syrien geführt haben. Wir destabilisieren mit unserer egoistischen Politik immer mehr Länder auf dieser Welt.
    6. Die ökologischen Folgen unserer Politik werden noch zu sehr viel heftigeren Flüchtlingswellen führen. Das steht uns noch bevor. Was wird passieren, wenn in 30 Jahren halb Bangladesh überflutet sein wird? Zum Beispiel. Und wenn Wüsten halb Afrika unbewohnbar machen werden? Aber ok, das ist noch Zukunftsmusik.

    Pegida und AfD behaupten, DAS VOLK zu repräsentieren. Da du die AfD wählst, nehme ich an, dass du genauso rufst: WIR (= nur wir!) sind das Volk!

    Und schau dir den Hass, die Verachtung, das Gift an, das sich hier ausdrückt. Es ist eine Bewegung der Hassmenschen. Wollen wir doch erst einmal sehen, wie sie sich in den Parlamenten benehmen. Ob sie irgend welche Kompetenz entwickeln. Ob sie konstruktiv am politischen Prozess teilnehmen. Ob sie sich unter sich vertragen – und das heißt, ob sie unter sich Kompromisse finden. Ich beobachte das mit Neugierde.

  15. K.Gerlach meint:

    “Unsere Waren kommen überall hin. Sie gehen dahin, wo sie gekauft werden. Die Grenzen sind offen für sie. Auch Arbeitskraft ist eine Ware. Sie möchte dahin gehen, wo sie nachgefragt wird.”

    Gut.

    Dann sollen eben auch nur DIE kommen, die nachgefragt werden.
    Genau wie die Waren.

    Keine Nachfrage nach Migranten = keine Zuwanderung.

    Nur um aufzuzeigen, WIE Ihr Vergleich mehr als hinkt………

  16. Cool Calio meint:

    Ich stimme da K. Gerlach zu. Der Vergleich hinkt sehr stark.

    Als (zukünftiger) AfD-Wähler betrachte ich mich nicht als Hassmensch, sondern als Realist. Ich sehe keine andere politische Alternative. Weiter so mit Merkel? Nein, danke. Dann schafft sich Deutschland in einigen Jahren tatsächlich selbst ab, wie es ein Herr Sarrazin prophezeit hat.

  17. @ Gerlach

    Wie funktioniert kapitalistischer Arbeitsmarkt?
    Die Nachfrager ziehen dahin, wo sie eine Chance auf Arbeit sehen.
    Die sehen sie in Deutschland. Nicht ganz zu Unrecht, nicht wahr?

    Generell empfiehlt die marktwirtschaftliche Lehre: Leute, zieht dahin, wo ihr Arbeit finden könnt! Zeigt euch flexibel! Ihr könnt nicht davon ausgehen, auf Dauer an einem festen, einem Heimatsort zu leben.

    So wie das Kapital wandert, so wie die Waren wandern, so wandern auch die Arbeitskräfte. Das ist Kapitalismus.

    Gerlach, siehst du das anders?

    Du könntest auch mal auf die Frage eingehen, warum eigentlich die deutsche Wirtschaft so engagiert hinter Angela Merkels Flüchtlingspolitik steht. Könnte es etwas mit der von mir soeben wiederholten kapitalistischen Grundregel zu tun haben?

    Ich erwarte mir von Cool & Gerlach eine Antwort auf diese Fragen!

  18. Cool Calio meint:

    Die bruxsche Logik hinkt auch bei der x. Wiederholung noch.

    Ich schrieb es bereits an anderer Stelle: Die Wirtschaft benötigt keine Flüchtlinge. Sie benötigt Fachkräfte. Man wird nur aus den wenigsten Flüchtlingen solche machen können. Maximal ein paar prekäre Jobs wie Straßenreinigung o.Ä. kommen in Frage. Da gibt es dann mehr Druck auf die deutschen Arbeiter. Die werden sich freuen. Die Verlierer dieser Flüchtlingsflut sind auch die Niedriglöhner.

  19. Cool,
    wieso steht dann die Wirtschaft hinter Merkel und ihrer Flüchtlingspolitik?
    Bitte erklär uns das!
    Wieso wirbt die Wirtschaft für die Integration der Flüchtlinge?
    Ganz offensichtlich äußern sich die Wirtschaftsfachleute (von Ausnahmen abgesehen) anders als du.

    Offensichtlich haben sie – deiner Meinung nach unrecht. Aber wie kommt das, dass die, die es doch eigentlich wissen müssten, sich für Merkel und für die offenen Grenzen und für die Integration entscheiden?

    Könnte es sein, dass DU dich irrst? Dass DIR der Durchblick fehlt? Oder ist der Grund ein anderer?

  20. Cool Calio meint:

    Nun, ich kann nirgendwo erkennen, dass “die” deutsche Wirtschaft (wer genau?) hinter Merkels Politik steht. Manche äußern sich so, andere so. Diese komische Medienkampagne (“Wirtschaft zusammen”) haben vermutlich eine handvoll Unternehmen finanziert. Daraus auf die gesamte Wirtschaft zu schließen, na ja…

    Man kann es sich natürlich auch einfach machen. Das machst Du gerade. Setzt alles aufs Wirtschaftliche. Die sozialen, kulturellen und sicherheitsrelevanten Aspekte ignorierst Du. Das viele Deutsche sich zunehmend überfremdet fühlen (ja, durch die schiere Masse… und nicht etwa durch moderne Technik!) ignorierst Du ebenfalls. Auf dieser Basis ist eine Debatte wenig sinnvoll.

    Im übrigen haue ich ab, weil ich ja schon weiß, was für ein Schicksal mir hier blühen wird. Gewisse Leute verschwinden plötzlich. Ich lese hier schon lange mit. Da gab es mal einen Karlsen oder Carlsen. Der wurde auch plötzlich abgesägt (zensiert). Es gab noch weitere Kommentatoren, die Dir wohl nicht gepasst haben. Sie sind alle weg. Entweder freiwillig oder wegzensiert. Jetzt gibt es hier fast nur noch Leute, die auf der brux’schen Linie schwimmen. Den Berghaus und Gerlach mal ausgenommen. Entsprechend ruhig ist es hier geworden. Bevor meine Leitung also womöglich auch plötzlich gekappt wird, gehe ich freiwillig.

    Das war nun mein letzter Kommentar. Ciao.

  21. Das Schicksal, dass Ihr Geschwafel hier nicht unkritisiert bleibt, wie Sie es vielleicht sonst gewöhnt sind, müssen Sie hier halt aushalten. Außerdem wären Sie nicht der erste, der sich hier, groß inszeniert als armes Opfer der bösen Linksgrünen (“Wie können die es wagen, mir zu widersprechen?!”), verabschiedet und dann nach einer Weile doch wieder auftaucht. :D

  22. Schade. Meine letzte Antwort auf Cool:

    Liest du FAZ, SZ, WELT, BILD, SPIEGEL, etc? Was erfährst du da über die Stellung der Wirtschaft in der Flüchtlings- und in der Einwanderungsfrage? Ganz überwiegend wird Einwanderung für notwendig gehalten, auch in hohen Zahlen begrüßt, die Probleme damit werden für lösbar gehalten. Das hat Angela Merkel im Hintergrund, wenn sie ihre Politik macht. Warum sollte sie sie sonst so machen? Wie könnte sie sie sonst so gemacht haben? Die Wirtschaft hält Angela Merkel alles in allem die Stange.

    Ein für dich und die AfD peinliches Faktum.

    Was das “Verschwinden” von Hetzern angeht: Ich kündige das schon an. Das passiert nicht heimlich.

    In deinem Fall hätte ich noch länger abgewartet. Eines der Kriterien für mich ist: Bringt der Gegner etwas Substanzielles? Kann man mit ihm einigermaßen diskutieren? Oder bleibt es bei billiger Hetze? Bleibt es bei rechtspopulistischen Duftmarken? Ich hab ja keine Lust, mich ständig immer nur zu wiederholen. Ich hab also auch bei dir geschaut: Bringt der Cool auch mal Argumente? Begründet er seine Position einigermaßen? – Bis jetzt dachte ich, nun ja, es könnte besser sein, aber es geht noch einigermaßen. Ein bisschen Begründung ist schon immer noch dabei. Also etwas Stoff, über den man reden kann.

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