Was tun gegen Deutschlandfeinde in Deutschland? (2)

multikulturMit den deutschen Deutschlandfeinden muss man leben. Muss man auch mit eingewanderten Deutschandfeinden leben?

Ja.

Das geht, solange es nicht zu viele sind.

In allen von mir aufgezählten fünf Kategorien.

Eine freiheitlich-demokratische Ordnung, wie wir sie in Deutschland haben, solide multikulturell und pluralistisch, rechtsstaatlich und politisch stabil, nicht allzu unsozial – eine solche Gesellschaft verträgt einiges. Sie ist stark. Widerstandsfähig. Ganz ohne politisches und polizeiliches Machotum.

Es wird hier und da Gewalttaten geben – aber auch wenn sie natürlich medial stark beachtet werden, statistisch (also auch fürs reale Leben) fallen sie kaum ins Gewicht.

Es wird hier und da unsympathische Vorgänge in der Öffentlichkeit geben, unterhalb der Schwelle der Kriminalität, aber dafür gilt dasselbe. Es fällt eigentlich nicht ins Gewicht.

Unsere Gesellschaft kann einen verrückten Rand durchaus ertragen. Der Schaden ist gering.

Das Problem ist: Was passiert, wenn es tatsächlich viele Deutschlandfeinde werden?

Erste Frage dazu: Sind oder werden es viele?

Zweite Frage: Da Deutschland ein Einwanderungsland war, ist und bleiben wird – entsteht da nicht ein Problem?

Ich denke: Ja, da haben wir ein Problem.

Erstens sind unter denen, die schon eingewandert sind, viele, die sich gegen Deutschland wenden. Zum Teil auch aggressiv – und nicht nur passiv in Parallelgesellschaften.

Zweitens kommen auch verwahrloste Typen und schauen mal, was bei uns geht – ohne das Ziel, zu einem Teil Deutschlands zu werden. Siehe Köln.

Drittens ist die Integrationskraft Deutschlands und der Deutschen begrenzt. Viele, die sich durchaus integrieren wollen und integrieren könnten, werden es nicht schaffen. (Da liegt der Fehler auch bei uns. Wir machen es nicht gut genug.)

Fortsetzung folgt.

 

Kommentare

  1. Es macht zwar wenig Sinn, wenn ich hier trotz meiner Moderation etwas sage – aber ich versuche es trotzdem:

    “Deutschenfeindlichkeit” – übrigens von den Rechtspopulisten als Begriff bereits besetzt für alle “Systemparteien” – trifft es nicht wirklich. Die von Leo genannten Gruppen sind eher allgemein menschenfeindlich, ganz unabhängig von irgendwelchen Nationalitäten.

  2. Ja, menschenfeindlich auch. Aber es geht mir tatsächlich um die Feindschaft, die manche gegen Deutschland, die Deutschen, die deutsche Kultur empfinden – und dies als Einwanderer.

    Es ist ein Randphänomen, aber immerhin eins, das man auch thematisieren können sollte.

    Ich möchte mich gerne auch ALS DEUTSCHER artikulieren und gegebenenfalls wehren können.

  3. Cenki66 meint:

    mich als Gruppe hast du vergessen, Leo.

    Geboren und aufgewachsen in Rheinhessen und trotzdem latente Deutschlandfeindlichkeit *ironiemoduson

    ich bitte höflichst um Korrektur.

  4. Gibt es auch islamfeindliche Islamisten, oder ist dies gar zwingende Voraussetzung, z.B. für IS-Terroristen?

    Der IS-Lkw-Terrorist von Nizza tötete über ein Drittel Muslime!

    Unter den inzwischen identifizierten 84 Toten befinden sich 30 Menschen muslimischen Glaubens, die meisten davon aus der tunesischen Heimat des Attentäters, darunter viele Kinder. Sie wohnten in seiner unmittelbaren Nachbarschaft, ermordet vom „Killer von Nebenan“!

    Sein erstes Opfer aber war die 62-jährige Fatima Charrihi, die vor 40 Jahren aus Marroko nach Frankreich gekommen war, eine Mutter von 7 Kindern, die den Schleier trug und regelmäßig in die Moschee ging…

    Aber der IS hat damit kein Problem. Die allermeisten seiner Opfer im Nahen und Mittleren Osten sind schließlich Muslime. Ein Muslim, der in Europa lebt und sich nicht dem Djihad anschließt, gilt dem IS nur nominell als Muslim, gilt viel mehr als Verbündeter der Ungläubigen, dessen Tod vollkommen gerechtfertigt sei…

    Der bei den Trauerfeiern ausgepfiffene und ausgebuhte Französische Premierminister Manuell Valls (dessen Polizei wurde Sicherheitsversagen vorgeworfen!) forderte indessen von der muslimischen Gesellschaft Frankreichs eine wichtigere Rolle im Kampf gegen den Salafismus ein.
    __________
    http://www.lavanguardia.com/internacional/20160721/403362162539/una-de-cada-tres-victimas-de-niza-es-musulmana.html

  5. @Almabu:

    Die Info von den angeblich 20 Tunesiern stammt letztlich von islam.de. Sie ist falsch. Es handelt sich um tunesisch-stämmige Franzosen. Die auch betroffenen “echten” Tunesier sind inzwischen repatriiert. Ich zitiere aus meinem Posting in der Initiative Humanismus:

    Beim Attentat von Nizza wurden auch vier Tunesier getötet (drei bereits überführt, der vierte folgt heute). Den Familien der Opfer steht nun psychologische und – wenn nötig – finanzielle Hilfe des Staates zu. Keine “Seel”sorger, keine schwülstigen Gottesdienste, sondern schlichte Hilfe in der Not:

    http://www.mosaiquefm.net/fr/actualite-national-tunisie/20977/attaque-de-nice-encadrement-psychologique-des-familles-des-victimes.html

  6. Ja, Frank Berghaus, das habe ich “unsauber formuliert”, sorry! Ich hätte Franzosen mit tunesischem Migrationshintergrund sagen müssen, aber das hätte an der eigentlichen Hauptaussage, daß es sich bei 35%, einem guten Drittel oder bei 30 der in Nizza Ermordeten um Muslime handelt, nichts geändert, einverstanden?

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