Merkel: Mehr C!

multikulturManchmal wirkt Merkel hilflos.

Wie Seehofer bei der Beschwörung der christlichen Leitkultur.

Auf dem Mecklenburger Parteitag der geschlagenen CDU können wir das erleben:

Mit Blick auf die AfD, die im Islam verfassungsfeindliche Werte sieht, räumte Merkel ein: „Ich weiß, dass es Sorgen vor dem Islam gibt.“

Es liege aber an den Bürgern, diesen Sorgen auch durch die Pflege christlicher Traditionen zu begegnen.

„Wir sind die Partei mit dem C im Namen“, sagte die Kanzlerin. Wie viele sängen bei der CDU-Weihnachtsfeier eigentlich noch christliche Lieder, fragte sie.

„Oder läuft da auch Tamtatata oder Schneeflöckchen, Weißröckchen?“

Unter dem Gelächter der Delegierten fügte Merkel hinzu: „Was bringen wir unseren Kindern und Enkeln bei?“

Sie schlug vor, Liederzettel zu kopieren und jemanden aufzutreiben, der Blockflöte spielen kann.

„Ich meine das ganz ehrlich. Sonst geht uns ein Stück Heimat verloren.“

WELT

Was soll man nun damit anfangen?

Erstens ist das die geringste Sorge der islamfeindlichen Bürger, dass vielleicht die christlichen Traditionen à la Weihnachten, Ostern oder Sonntagsmesse in Frage gestellt werden könnten.

Selbst diejenigen, die noch Mitglied der Kirchen sind oder sagen, sie würden an Gott und Bibel glauben, sehen das weniger durch den Islam bedroht als durch den modernen rabiaten Säkularismus, durch Materialismus und Hedonismus.

Christen sind bei Pegida, AfD und dem Hetzmob im Internet eine seltene Ausnahme.

Zweitens: Es ist ja wohl, soweit es sich um den Islam als gefühlte Bedrohung handelt, eher der politische Islam, der übergriffige Islam, der Religion (und speziell die des Islam) zur Pflicht für alle zu ernennen versucht.

Der Versuch, unsere Leitkultur und unser Heimatgefühl am Christlichen festzumachen, sei es in Form von Traditionen wie Weihnachtsbräuchen, sei es in Form von explizit christlichen Werten, geht an der deutschen Realität hier und heute vorbei.

Die deutsche Identität – die manche bedroht fühlen – ist definitiv nicht christlich, sondern – ja was eigentlich?

Darüber sollte man sich unterhalten. Auch bei CDU und CSU.

Aber hier noch etwas, das wichtiger ist:

Auf dem Sonderparteitag bezog Bundeskanzlerin Angela Merkel Position zu grundsätzlichen Werten ihrer Partei – und kritisierte die AfD scharf.

Der Partei, die bei der Wahl im September mehr Stimmen erringen konnte als die CDU, wirft sie vor, eine Nein-Sager-Partei zu sein.

„Die AfD ist eine Partei, die immer weiß, was gerade nicht geht: was schlecht ist, wo man Nein sagen muss, den Finger in die Wunde legen muss“, sagte die CDU-Vorsitzende in Wittenburg.

„Aber davon wird das Leben nicht besser.“ Die CDU sei dagegen eine Partei, die versuche, eine Lösung anzubieten.

Damit liegt Merkel richtig.

Der praktische Versuch würde das auch zeigen. Man stelle sich vor, die AfD wäre gezwungen zu regieren.

Sie hat nur einen Bereich, der sie interessiert. Alles andere würde man allenfalls nebenbei zu erledigen versuchen. Weil es die Klientel langweilt.

Und das, was die AfD in dem Bereich, der sie  interessiert, machen würde, wäre zum einen rein destruktiv und spalterisch, zum andern ständig in Konflikt mit der deutschen Verfassung.

Soweit, so gut, Frau Merkel.

Aber die Strategie der AfD (bzw. ihrer Wähler) geht nicht wirklich dahin, selber zu regieren. Sondern dahin, die CDU und CSU in rechtspopulistische Parteien zu verwandeln.

In Bayern funktioniert das schon ganz gut. Da mausert sich die CSU allmählich zur Alternative für Deutschland.

Es funktioniert natürlich nur, wenn die Wähler immer weiter die AfD stärken und damit die C-Parteien weiter nach rechts treiben bzw. sie dort festhalten.

Die C-Parteien begeben sich in die Falle.

Wie üblich werden die eigentlichen strategischen Fragen nicht mit den Bürgern (hier: den Parteitagsdelegierten) diskutiert. Die Politik hat keine Sprache, die sich eignen würde, den Diskurs öffentlich zu führen.

Sie hält die Bürger für zu dumm dafür.

Und so kommt die Kanzlerin eben auf die Blockflöte.

Kommentare

  1. Garry Freshman meint:

    Jetzt, wo die Karre bereits tief im Dreck steckt, besinnt sich Merkel plötzlich vorgeblich auf das “Stück Heimat”. Dabei war und ist sie es doch, die unsere Heimat gerade durch Massenmigration völlig kulturfremder, überwiegend islamisch geprägter Einwanderer bis zur Unkenntlichkeit zerstört. Was für eine bittere Ironie!

    Die AfD wird so lange weiter wachsen bis Merkel eine 180 Grad Kurskorrektur vollzieht. Da das vermutlich nicht passieren wird, wird die AfD eben weiter Erfolge einfahren. Man darf auf nächstes Jahr gespannt sein.

  2. Garry Freshman meint:

    Und ja, das haben Sie richtig erkannt, die Alternative für Deutschland treibt die anderen Parteien bereits vor sich her. Langsam, aber stetig.

    Das die AfD eine Ein-Themen-Partei wäre, ist falsch. Die AfD bezieht in ihrem Programm Stellung zu praktisch allen politischen und gesellschaftlichen Aspekten. Nur linksdrehende Schmierfinken wie Sie diskreditieren diese Partei gerne als “Anti-Einwanderung”- oder “Anti-Euro”-Partei, was völliger Nonsens ist. Sicher sind das (berechtigte!) Schwerpunkte, doch das Spektrum ist viel breiter.

    Habe ich schon erwähnt, dass Sie ein linksdrehender Schmierfink sind? :P

    HEHEHEHEHEHEHEHE.

  3. Habe ich schon erwähnt, dass Sie ein linksdrehender Schmierfink sind? :P

    HEHEHEHEHEHEHEHE.

    Na schön, Gerhard Frischmann,
    dann können wir die Debatte ja beenden.

    Was kann man an dieser letzten Frischmann-Wendung erkennen?
    Deinen Charakter. Dass es dir nicht auf sachliche Auseinandersetzung ankommt. Dass bei dir rasch die Infantilität durchbricht. Dass die kulturelle Decke in deinem Fall recht kurz ist und immer wieder zuverlässig der Barbar durchkommt.

    Ich frage mich, wieso du diese Wende ins Infantile und Dumme wählst.
    Müsste es dir und deinen Freunden nicht darum gehen, uns zu zeigen, dass ihr Deutschland rationaler und verantwortungsbewusster regieren könntet als wir?
    Mit deinem Trumpismus zeigst du, dass du gar nicht weißt, was Rationalität und Verantwortungsbewusstsein sind.

    Wir sehen: Eine Zeitlang kann sich einer wie Gerhard Frischmann mal einigermaßen rational und sachlich halten. Ich hab mich schon gefreut und mir gedacht, nun ja, vielleicht geht da doch mal sowas wie eine rationale und Diskussion zur Sache.

    Aber schon nach ein paar wenigen Wortwechseln bricht bei Frischmann voll der Idiot durch. Schade. Kann sich der Typ nicht zurückhalten und beim rationalen Austausch von Argumenten bleiben? Warum nicht? Er schießt sich doch mit seiner Kurve ins Trumpistische selber ins Bein. Man liest jetzt jede seiner zum Teil durchaus passablen, diskutierenswerten Überlegungen in diesem Licht: Hehehehehe …

    Wahrscheinlich ist er von einer wirklichen Debatte einfach überfordert. Er hat nur seine oberflächlichen Parolen zur Verfügung, und die sind rasch ausgereizt.

    Es geht Frischmann darum nicht um Argumentation. Der Barbar hält sich aus taktischen Gründen mal kurz ein argumentatives Feigenblatt vor seine hassvolle Einstellung, vor sein peinliches Ressentiment. Aber lang schafft er das nicht, dann MUSS sowas folgen:

    Habe ich schon erwähnt, dass Sie ein linksdrehender Schmierfink sind? :P

    HEHEHEHEHEHEHEHE.

    Sind sie eigentlich alle so, diese Rechtspopulisten und Rechtsradikalen?

    Wir können uns ausmalen, was es für Deutschland bedeuten würde, wenn SOLCHE Leute den politischen Kurs bestimmen würden. Wenn SOLCHE Leute uns regieren würden.

    Soll ich jetzt noch eingehen auf die an sich durchaus rationalen Einlassungen von Frischmann in der post von 16.15 und 16.06?

    Diese Äußerungen bedeuten ihm ja nicht viel. Er meint das alles ja nicht wirklich ernst. Es ist nur mal so vorgeschoben.

    Festzuhalten ist auf jeden Fall: Die Flüchtlinge wollen arbeiten. Unbedingt. Die kommen nicht wegen der Sozialleistungen. Sie kommen, um hier leben und arbeiten und Geld verdienen zu können. Man muss schon ziemlich böswillig sein, wenn man diesen Leuten unterstellt, sie wollten sich nur mal ins soziale Netz legen.

    Ob die Integration gelingt und in welchem Maße sie gelingt, das liegt an uns.

  4. Garry Freshman meint:

    Doch, sicher könnte ich mich “zurück halten”, doch warum sollte ich? Sie sind sowieso ein unverbesserlicher Sturkopf und Träumer. Da kann man auch ein bisschen poltern :D

    Tschüssi.

  5. Jakobiner meint:

    Zur Leitkultur und der Religion–da finden ja einige grüne VertreterINNEN inzwischen völlig schizophrene buddhistische Bezugsbilder:

    Bruttonationalglück—wollt ihr das totale Glück und die totale Leitkultur?

    Wie jeden Sonntag tagte im Bayerischen Fernsehen der Lansinger Stammtisch unter der Moderation von Ex-Focuschef Markus Markwort. Geladen war eine illustre Runde, unter anderem auch die Schauspielerin Claudia Trautow, eine bekennende Grüne und Fan von Barbara Ruttig, einer ehemaligen Grünen, der die Grünen nicht grün genug waren, vor allem in Sachen Tierschutzfragen. Die Runde kam auf Fluchtursachen und Wirtschaft zu sprechen, worauf Frau Trautow plötzlich bemerkte, man solle sich das neue Wirtschaftssystem Bhutans als Beispiel nehmen, das als Verfassungsziel das Bruttonationalglück der Bevölkerung habe.Betretene Gesichter, keiner wußte so recht, wovon die Dame sprach.

    Bhutan hat sich vom bisherigen Bruttosozialproduktbegriff der Volkswirtschaft verabschiedet und eben duch den wesentlichen breiteren Begriff des Bruttonationalglücks ersetzt. Die Kritik am Bruttosozialprodukt als wesentlichem Wirtschaftsindikator ist schon so alt wie es Wirtschaftswissenschaften gibt, vor allem, dass das BSP nicht qualitative Aspekte berücksichtigt, mehr eine Tonnenideologie ist, die sowohl Zerstörung wie auch Aufbau gleichermassen als Wirtschaftswachstum subsumiert. Verteidiger des Bruttosozialproduktes weisen darauf hin, dass dies zwar stimme, aber das BSP dennoch ein wichtiger Indikator für Wirtschaftstätigkeit sei und zumal auch holistisch in Gesamtbetrachtung mit anderen Wirtschaftsindikatoren analysiert und betrachtet werde.

    Fans des Bruttonationalglücks reicht diese Einschränkung nicht. Das Bruttonationalglück beinhaltet ein ausgeglichene Wachstum unter Berücksichtigung der Ökologie, der psychischen und physischen Gesundheit der Bevölkerung sowie dem Erhalt von Tradition, Religion und Brauchtum, der Volkskultur. Dazu gehört unter anderem auch das in Bhutan verhängte Rauchverbot, das für alle Untertanen gilt, im Gegensatz zum König, der Kettenraucher bleiben darf.Vor allem interessant ist, dass die letzten zwei Elemente des Bruttonationalglücks da nicht auf Nachfragen stossen.

    Wie misst man denn die psychische Gesundheit der Bevölkerung und deren Glück? Handelt es sich hierbei nur um psychatrisch klar definierte Krankheiten oder wird hier Glücklichsein und Happiness einem sich als glücklich empfindend sollendem Volk zwangsverordnet? Soll man das Bruttonationalglück durch dem Volk verordneten positiv Denken, Don´t Worry, be happy , ewigem asiatischem Lächeln, Vermeidung von konfliktträchtigen Diskursen, vermeintlicher Harmonie steigern? Wer ist die staatliche Behörde, die die psychische Gesundheit des Volkes mittels welcher Kriterien misst? Ein Glücksministerium? Was ist mit jenen Leuten, die sich nicht glücklich fühlen–sind sie dann Störfaktoren und Saboteure des verordneten Bruttonationalglücks, die mittels staatlicher Maßnahmen beglückt werden müssen? Solch ein Volksbeglückungstotalitarismus besteht ja auch schon in Nordkorea, wo jeder so tut als wäre er oder sie der glücklichste Einwohner im glücklichsten Staat der Welt.

    Ich könnte mir vorstellen, wenn in Deutschland solch ein Vorschlag erhoben würde, es gehörige Proteste gebe, vor allem und gerade seitens der Grünen, denn hier liegt die Gefahr einer staatlichen Zwangsbeglückung und Zwangspsychatrierung schon ansatzweise nahe.Oder im anderen Falle würde man die von der Volkskrankheit Depression Betroffenen vielleicht auch aus der Statistik tilgen, damit das Bruttonationalglück wieder stimmt und gewachsen ist. In Indien werden ja inzwischen schon Weltyogatage und Weltlachyogatage staatlicherseits von der hindunationalstischen Modi-Regierung gefördert, um das Menschheitsglück zu befördern.

    Bemerkenswert, dass das Bruttonationalglück auch den Erhalt der Volkskultur vorschreibt und eine Grüne dies entweder überlesen hat oder in ihrem eklezistischen Multikultipluralismus ignoriert, denn was für den kleinen buddhistischen Himalyastaat positiv gesehen wird, ist nichts anderes als die verfassungsmäßige Verpflichtung auf eine verbindliche Leitkultur, die die Grünen ja im Falle der CSU und Deutschlands gerade ablehnen. Interessant auch, dass neben dem, bhutanischen Buddismus auch der Vertreter des tibetischen Buddhismus, der Dalai Lama sich gegen eine Vermischung westlicher Kulturen mit anderen Kulturen aussprach, was aber die grünen Multikultileute nicht als völkisch ansehen, da es ja aus dem berufenen Munde des allseits vergötterten Buddismus kommt.Das Ganze soll dann kein Widerspruch sein und dass der Dalai Lama und das Bruttonationalglück Bhutans in Sachen Leitkultur der CSU näher steht als den Grünen, ficht grüne Ideologen nicht an.

    Bleibt abzuwarten, wie sich die Diskussion um das Bruttonationalglück weiterentwickelt, unlängst wurde eine Entquettekommission des Deutschen Bundestages zu diesem Thema eingesetzt.Viellicht kommt Merkel ja auch noch auf die Idee, ein Bruttonationalglück staatlicherseits mittels eines Glücksministeriums einzuführen, wobei als höchstes Glück des Volkes dann definiert wird, eine solche glückliche Fügung des Schicksals als Kanzlerin und höchstes Bruttonationalglück zu haben. Wobei man dann auch mal nach der psychischen Gesundheit solcher Beglückungsideologen fragen könnte.

    http://www.global-review.info/2016/10/25/bruttonationalgluck%e2%80%94wollt-ihr-das-totale-gluck-und-die-totale-leitkultur/

  6. Klar, Diskussion ist nicht. Nicht für einen Frischmann. Denn da kann der nicht mithalten. Der kann nur hetzen. Pöbeln. Trumpen. Na, zwischendurch mal auch kurz argumentieren. Aber das macht er nur zum Schein. Tut dann so, als ob er “gemäßigt” wäre. Ist er aber nicht. Das Gemäßigte, das in seiner eigentlich recht sachlichen Kritik meiner Ausführungen zunächst einmal mein Interesse geweckt hat, war nur Taktik. (siehe Diskussion zu http://blog.initiativgruppe.de/2016/10/24/wer-will-den-burgerkrieg/

    Armselig, so ein “Deutscher”. Typisch für die Afd-Anhänger? Vermutlich.

  7. @Jakobiner

    Deinen Hinweisen stimme ich zu: Buthan ist kaum als Vorbild für eine hochkomplexe pluralistische europäische Gesellschaft zu verwenden. Ich sehe nicht, dass das Beispiel Buthan bei den Grünen eine besondere Bedeutung hätte. Es ist wohl mehr ein Steckenpferd von einigen wenigen. Und ein bisschen interessant ist es ja schon, was da in Buthan passiert. Man braucht dabei ja nicht zu übersehen, wie sie übel mit der nepalesischen Minderheit im tropischen Süden des kleinen Landes umgehen.

    Bleibt abzuwarten, wie sich die Diskussion um das Bruttonationalglück weiterentwickelt, unlängst wurde eine Entquettekommission des Deutschen Bundestages zu diesem Thema eingesetzt.

    Wirklich? Kann’s kaum glauben. Hast du einen Beleg dafür?

  8. @Leo:

    Da einige Körner Wahrheit in deinem Artikel stecken, habe ich mir erlaubt, ihn auf unserer Seite https://www.facebook.com/groups/153148274781316/ zu verlinken.

    Deine Schuldzuweisung an den “modernen, rabiaten Säkularismus” ist natürlich unhaltbar – aber das solltest du auch wissen.

  9. Es ist nicht meine Schuldzuweisung, sondern eine von denen, die in diesem Satz genannt werden: Christen, die noch in die Kirche gehen.

    Die würden vielleicht auch mich zu den rabiaten Säkularisten zählen.

  10. Korbinian meint:

    Die “rabiaten Säkularisten” sind aber kaum in der regierung und im Bundestag vertreten.
    Es kirchelt und moscheelt doch aller Orten und in allen Diskussionen.

  11. Jakobiner meint:

    Bhutans Bruttonationalglück wurde in der Enquettekommission diskutiert–siehe folgenden SPIEGELartikel:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/enquete-kommission-wohlstand-legt-abschlussbericht-vor-a-894481.html

    Der Verweis auf den Umgang mit den hinduistischen nepalesischen Minderheiten in Bhutan zeigt, zum einen, dass der Buddhismus eben auch Extremisten kennt und inwieweit eine Leitkultur eben exklusiv sein kann–vergleiche auch die muslimischen Rohingyas im buddhistischen Burma/Myanmar. Aung San Suyi hat als Musterdemokratin im Wahlkampf dazu geschwiedgen, da sie Stimmverluste befürchtete.

  12. Jakobiner meint:

    Für mehr Ehrlichkeit und Realismus in der Flüchtlingsdebatte und warum ich Sarah Wagenknecht gut finde

    Auch wenn mir Vera Lengsfeld auf der Achse des Guten ins Genick springen dürfte, so möchte ich doch Sarah Wagenknecht von der Linkspartei als eine ehrliche und realistische Politikerin apostrophieren, die sich bei Flüchtlingspolitik nicht um das Thema drückt und auch keine Illusionen verbreitet, was ich auch als Gedankenexperiment für die Ehrlichkeit und den Realitätsbezug vorwiegend multikultureller Ideologen, die bei Grünen, Linkspartei, CDU und SPD anzutreffen sind ansehe. Zum ersten hat Sarah Wagenknecht klar gemacht, dass die Aufnahme von 890 000 Flüchtlingen als Akt der Humanität zu verstehen ist, der begrenzt werden müsste und Kosten entstehen lassen wird, insofern man sich diesen Humanitätserwägungen anschliesst.

    Sarah Wagenknecht hat nie die Mär verbreitet, dass die Flüchtlinge den Fachkräftemangel beheben könnten, dass die Flüchtlingswelle ein neues Wirtschaftswunder auslösen würde, dass wir es bei den Elendgestalten aus Kriegsgebieten oder Afrika vor allem nur mit den vielzitierten Wirtschaftsinformatiker aus Asmara oder dem Arzt aus Aleppo zu tun hätte. Noch hat sie mit dem Argument der demographischen Lücke allzu inflationär um sich geschmissen.

    Sie hat klar gemacht, dass Deutschland Milliarden Gelder, die in die Infrastruktur, in die Förderung von IT-Forschung und alles was den deutschen Wirtschaftsstandort stärker machen könnte oder aber die soziale Infrastruktur für Deutsche von Kita bis Kindergarten, Hartz 4, Gesundheitssystem,etc., zugunsten einer humanitären Aktion geopfert wird, beziehungsweise man all dies mit Steuererhöhungen zur Finanzierung all dessen ausgleichen könnte, wobei da Wirtschaftswissenschaftler da aufgrund von Lohnnebenkosten, Sozialanteil, falscher Steuerpolitik da gravierende Nachteile für den Wirtschaftsstandort Deutschland sehen, der diesen im internationalen Wettbewerb niedergehen lassen würde.

    Zum zweiten hat sie klargemacht, dass allein schon die Integration eine Art Integrationsplan vorraussetze, der zum einen klar bestimmt, wer da eigentlich gekommen ist, wie man diese ausstatten muss mit Arbeit, Wohnung, Bildung, ja sie hat einen Integratonsplan gefordert,der sozialen Wohnungsbau, Ausstattung mit Lehrern, Schaffung von Arbeitsplätzen fordert, der ein aktives Vorgehen des Staats ist und nichts den mageren Resultaten des Marktes ala Merkels marktkonformer Demokratie überlässt oder eben Schwätzern wie Daimler-Chef Zetsche, der von einem zweiten deutschen Witrschaftswunder faselt, während die Daxkonzenre mit ihren Millionen Beschäftigten gerade mal 154 Flüchtlinge angestellt haben.

    Wagenknecht macht klar, dass diese Sorte Humanität kräftig kostet und nicht zu knapp, dass man die Integration zielgerichtet angehen muss und nicht dem Markt überlassen sollte.Dass dies nur über Steuererhöhungen zu erzielen ist, macht sie ehrlicherweise auch klar. Zudem sie auch noch einen Solidarpakt für sozial schwache Deutsche vorschlägt, um auch die einheimischen Teile der Bevölkerung zu befrieden, die sich zu kurz gekommen vorkommen und das Ganze nochmals teurer macht. Kurz: Ein Abermilliardenprogramm, das durch Steuererhöhungen der Ober- und Mittelschichten finanziert werden soll.

    Wagenknecht ist insofern ehrlich, dass sie dies einmal offen ausspricht, während die sonstigen Parteienverterter immer wieder betonen, dass die Steuereinnahmen von Euro-Deutschland ewig sprudeln würden und es keinen etwas kosten oder zum Nachteil gereichen würde.Ebenso spricht sich Wagenknecht für eine Obergrenze aus, da sie wie Ruppert Neudeck oder Oskar Lafontaine oder eben die CSU weiß, dass man unbegrenzt nach oben offene Flüchtlingszugänge der ohnehin schon gestressten Bevölkerung nur in Maßen zumuten kann.Desweiteren tritt sie dafür ein, die Flüchtlingslager vor Ort finanziell so auszustatten, damit keiner den Weg nach Europa antritt—ähnlich wie Entwicklungsminister Müller (CSU) , der einen 10 Milliardenfonds der EU vorschlägt, um die Flüchtlingslager zu Städten auszubauen mit Schulen, Infrastrukturen, Strassen, etc., wobei er darauf verweist, dass die Flüchtlingshilfe vor Ort in Nordafrika, Libanon, Syrien, Nordirak, Jordanien etwas die 50-fache Kaufkraft hätte, die in Deutschland nie erzielt würden.Auch wenn man Wagenknecht nicht mag, so sollte man ihr doch anrechnen, dass sie die Debatte relativ zu ihrer eigenen Partei und den Berliner Parteien ehrlich führt, während andere nur von Problemen reden und dass wir das schaffen, aber eben nicht sagen wie—z:B. Mittels eines Integrationsplans.

    Als Gegenforderung wäre wiederum bei der AfD zu fordern: Ein Rückführungsplan. Padzerski, der Berliner Spitzenkandidat der AfD formuliertte: „Wir wollen keine Integration, da Integration bedeutet, dass die Flüchtlinge bleiben. Wir wollen aber, dass sie zurückgehen“. Insofern die AfD der Ansicht ist, dass die Flüchtlinge wegen des Bürgerkriegs längere Zeit nicht zurückkönnten, bleibt es dennoch sinnvoll Integrationsangebote zu machen, dass zumindestens ein Teil in den Arbeitsmarkt kommt, um die Sozialhilfekosten möglichst niedrig zu halten. Ansonsten sollte die AfD offen sagen, dass sie die ganzen Flüchtlinge wieder raus haben will, dann aber einen Rückführungsplan erstellen, der die Rückführung in welche Länder, mit welchen Transportkapazitäten, in welchen Zeiträumen und zu welchen Kosten beziffert.Meiner Ansicht nach wird die ganze Debatte auf beiden Seiten nicht offen und ehrlich und zielgerichtet geführt. Sarah Wagenknecht ist da die berühmte Ausnahme, auch wenn Vera Lengsfeld mir für diese Bemerkung ewig böse sein wird und Linke und Antifa der Sarah eine Torte auf dem Linksparteitag wegen ihrer Klarheit in den Positionen ins Gesicht schmeissen.

    http://www.global-review.info/2016/10/18/fur-mehr-ehrlichkeit-und-realismus-in-der-fluchtlingsdebatte-und-warum-ich-sarah-wagenknecht-gut-finde/

  13. @ Jakobiner:

    Das mit dem Buthan und dem Bruttonationalglück kam also mal vor in der Kommission, wurde mal erwähnt. Wie? Wahrscheinlich auch nicht so viel anders, als wir es hier diskutieren.

    Ich bin da übrigens nicht so streng und denke mir immer: Auf einer bestimmten Stufe wir immer eine eher provinzielle oder kleinere Einheit durch eine höhere, größere, weitere ersetzt. Das geht vom Clan zum Stamm zur Region zur Nation zum übernationalen Zusammenschluss.

    Manche sind – historisch bedingt – in dieser Entwicklung noch zurück.

    WIR wissen, dass heute praktisch die Menschheit die Einheit sein muss, auf die wir uns letztlich zu beziehen haben. Wir tendieren zwangsläufig zum Kosmopolitischen. Die Technologien zwingen uns dazu – über die kommunikativen und ökonomischen und kulturellen globalen Vernetzungen. Dem kommen wir nicht aus. Wir müssen versuchen, diese globalen Vernetzungen so zu gestalten, dass die Menschheit damit überleben und gut leben lernt.

    Für Menschen, die noch lokal und traditional gebunden sind, ist das ein Schritt zu weit. Als Deutsche von heute aber kommen wir dem Schritt zum Übernationalen, Globalen, Kosmopolitischen nicht aus.

    Das dürfte letztlich der Bruch innerhalb von Deutschland sein: diejenigen, die global offen sind und diejenigen, die sich abschotten wollen. Wobei ich zugebe, dass man die Öffnung sich auch in langsameren, vorsichtigeren Schritten vorstellen kann – siehe Sahra Wagenknecht, zum Beispiel.

  14. Wer behauptet, dass die Flüchtlinge den Fachkräftebedarf in Deutschland decken könnten? Ich kenne niemand. Sie können nur dazu beitragen. Denn es befinden sich natürlich unter den Flüchtlingen auch solche, die die passende oder noch zu entwickelnde Kompetenz dafür mitbringen.

    Dass es nach oben eine Grenze gibt, ist doch auch klar. Aber die ist noch weit entfernt. Und man kann sie nicht einfach für Flüchtlinge postulieren – das muss man sozusagen pragmatisch hinbekommen. Was Merkel ja nun versucht.

    Auch, dass es der Markt nicht richtet, dürfte unumstritten sein. Die Wirtschaft legt großen Wert darauf, dass der Staat die Integrationsinfrastruktur bereitstellt. Da ist noch viel zu tun.

    Im Ausland Flüchtlingslager aufzubauen und einzurichten, ist eine allzu billige Idee. Wir haben nicht die Macht dazu. Wir regieren die Türkei nicht. Oder Libyen. Wir können nicht kontrollieren, was mit dem Geld passieren wird, das wir dort in Lagerinfrastruktur hineinstecken. (Außerdem: Aus den Augen, aus dem Sinn. Sobald keine Flüchtlinge mehr über unsere Grenzen kommen, werden sie schlicht vergessen, ignoriert. Wir kümmern uns nur darum um sie, weil sie über unsere Grenze kommen.)

    Deutschland tut schon einiges, aber immer noch viel zu wenig und viel zu langsam und viel zu bürokratisch-schikanös, um diejenigen Flüchtlinge zu integrieren, die wir nicht zurückschicken können. (Das sind die meisten.) Der Input ist mager, der Output entsprechend. Und trotzdem wird die Integration überwiegend (nicht ganz!) gelingen: weil die Flüchtlinge selbst die Sache in die Hand nehmen. Sie wollen nicht verlieren. Sie haben nur EIN Leben, und das findet nun hier in Deutschland statt, und daraus versucht man das beste zu machen. Das gelingt im Normalfall. Uns fallen natürlich die Fälle des Misslingens stärker auf.

    Geld ist in Deutschland im Überfluss da. Die Reichen und Superreichen haben so viel davon, dass sie gar nicht mehr wissen, wo sie es noch anlegen oder verspekulieren können. Die Schieflage wird immer schlimmer: die Reichen werden immer reicher, die Armen eher ärmer, der Mittelstand stagniert und bröckelt. Wir wissen, wo das Geld zu holen wäre – auch in ausreichender Höhe. Das wird Wagenknecht nicht anders sehen als ich und du, nehme ich an.

  15. Korbinian,

    das erscheint nur einem rabiaten Säkularisten so. In der Realität entfernen sich auch die Parlamente und Regierungen immer mehr vom C. Vom M bzw. I sowieso. Den rabiaten Säkularisten geht es nur nicht schnell und weit genug. (Weil sie selber zum Fundamentalismus neigen.)

    Es gibt einen rabiaten, fundamentalistischen Säkularismus und einen liberalen, großzügigen, toleranten. Genauso, wie es das bei Christen und Muslimen und Juden und Buddhisten gibt. Diejenigen, die ihre Religion oder Weltanschauung liberal, großzügig und tolerant leben, stehen im Gegensatz zu den Fundis der anderen.

    Ich stehe als liberaler, großzügiger, skeptischer, toleranter Atheist dem liberalen, großzügigen, skeptischen, toleranten Teil der Christen, Muslimen, Juden und Buddhisten näher als den rabiaten, fundamentalistischen Atheisten.

    Die Fundis sind meine Todfeinde. Weil sie mich diskriminieren und vielleicht sogar umbringen würden, wenn sie die Herrschaft erringen.

    Nicht vor den Christen, Muslimen, Juden, Buddhisten oder Atheisten muss ich mich in Acht nehmen, sondern von den Fundamentalisten dieser Glaubensgemeinschaften.

    Ich fürchte deren Gift, deren Aggressivität, deren Verachtung für alles, was ihnen entgegensteht.

    Ich bin übrigens bei den Grünen erst eingetreten, als die grünen Fundis raus waren.

    Ich ERTRAGE Fundamentalisten nicht.

  16. conring meint:

    @ Leo Brux
    “In der Realität entfernen sich auch die Parlamente und Regierungen immer mehr vom C.”
    Was ist daran eigentlich so schlecht?
    Man kann heute eben in der BRD über Dinge wie gleichgeschlechtliche Ehe, Abtreibung oder auch Sterbehilfe diskutieren, ohne dass die C-FunktionärInnen gleich die Diskussion abwürgen können.
    Ist doch ein echter Fortschritt der Säkularisierung. Was soll daran negativ sein?

  17. Jakobiner meint:

    Strohm-Bedford hat jetzt mehr religiöse Feiertage gefordert–da wäre es zu wünschen, dass das C wieder mehr betont wird. Aber was die Parteien vor allem verloren haben, ist das S, auch die SPD seit der Agenda 2010.

  18. Jakobiner meint:

    Vielleicht werden die Parteien auch wieder mehr D. Vorgestern forderte Söder bei Maybrit Iller im ZDF, dass die Deutsche Bank wieder deutsch sein müsse.
    Gestern nach Brexitschock und Ceta-Einigung, die nun die “Handlungsfähigkeit der EU”symbolisieren soll, fand ein Vortrag von Prof.Dr. Sinn in München statt, bei dem zahreiche Politiker und Wirtschaftsvertreter präsent waren. Der pensionierte Chef des Ifo-Instituts stellte da ein recht dunkles Szenario für Deutschland und Europa in den Raum. Durch den Brexit verlören die markorientierten Länder wie Deutschland ihre Sperrminorität in der EU.Faktisch könnten “die Südländer durchregieren”und würden als nächste Stufe der Integration eine Transferunion etablieren. Hier müsse sich Deutschland die Option eines Deuxits vorbehalten. Die EU-Verträge müssten jetzt so verändert werden, um eine solche Entwicklung schon in Ansätzen zu unterbinden.Jetzt sei nicht mehr die Zeit des Aussitzens, sondern Merkel müsse handeln.Während Merkel hart gegenüber GB auftrete, sei sie gegenüber den Südländern zahm und opportunistisch. Gerade das Gegenteil sei angesagt: Konzilianz gegenüber GB und harte Kante gegen die Südländer.Gut möglich, dass dies die kommende Debatte im Wahlkampf seitens der AfD sein wird, denn bisher hatte noch keiner einen Deuxit von berufener und etablierter Seite so explizit als Option formuliert wie Sinn, der nun als Autorität und Stichwortgeber fungieren kann. Damit dreht sich die Debatte über den Sinn und Unsinn des Euro inzwischen nun zum Sinn und Unsinn einer EU-Mitgliedschaft selbst weiter, zumal ein Deuxit auch das Ende der EU bedeuten würde oder aber es bildet sich eine Nord- und eine Süd-EU heraus mit einem Nord- und einem Südeuro–ganz wie es Henkel früher bei der AfD und nun bei der Lucke-Alfa gefordert hat.

  19. Jakobiner meint:

    “Das geht vom Clan zum Stamm zur Region zur Nation zum übernationalen Zusammenschluss.” Nach brexit und Deuxit ginge die Entwicklung aber in die andere Richtung…

  20. Jakobiner meint:

    Die AfD macht nach einer neuen Allensbach-Studie nun Front gegen die Grünen und betont das S wie sozial, das eben in Anlehnung an die NPD nur national gehe: Die AfD sei die Partei des kleinen Mannes und auf dem Weg zur Volkspartei, die Grünen hingegen eine Wohlstandspartei der Besserverdienenden, die keine Rücksicht auf die Belange der kleinen Leute nehmen:

    https://www.alternativefuer.de/gauland-die-gruenen-sind-die-neue-wohlstandspartei/

  21. Jakobiner meint:

    Dafür, dass sie laut Gauland keine chritsliche Partei ist, scheint die AfD um das Seelenwohl ihrer religiösen Anhänger doch besorgt und betont das C, wie sie sich auch als Partei anbietet, die die “neue Christenverfolgung”thematuisiert und das “christliche Abendland”schützt–AfD gegen katholische und evangelische Kirche:

    https://www.alternativefuer.de/von-storch-mit-vertretern-wie-bischof-droege-darf-sich-die-ekd-ueber-kirchenaustritte-nicht-wundern/

    https://www.alternativefuer.de/hampel-um-gottes-willen-tut-etwas/

  22. Die AfD macht nach einer neuen Allensbach-Studie nun Front gegen die Grünen und betont das S wie sozial, das eben in Anlehnung an die NPD nur national gehe: Die AfD sei die Partei des kleinen Mannes und auf dem Weg zur Volkspartei, die Grünen hingegen eine Wohlstandspartei der Besserverdienenden, die keine Rücksicht auf die Belange der kleinen Leute nehmen

    Die AfD ist auf dem Weg zum NATIONAL – SOZIALISMUS.

    Im übrigen ist diese nationale Sicht eine kategorische Absage an die Aufklärung. Nieder mit Kant, nieder mit Lessing, nieder mit Goethe, nieder mit Schiller, nieder mit Heine, nieder mit Thomas Mann und fast der gesamten deutschen Klassik, der alten und der modernen!

    Ironie der Geschichte: Die Neoliberalen ruinieren nach und nach den Sozialstaat – und die Opfer dieser anti-sozialen Politik beschimpfen – die Grünen. Ausgerechnet eine Partei, die versucht hat und weiter versucht, den Sozialstaat zu verteidigen. Und warum greifen die neuen Nationalsozialisten nicht diejenigen an, die den Sozialstaat abgebaut haben? Aufgrund ihres National-Rassismus.

    Bebel, zur Zeit des Kaiserreichs: Der Antisemitismus ist der Sozialismus der dummen Kerls.

    Das kann man für heute auch sagen, man muss nur Juden ersetzen durch Einwanderer, Migranten.

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