Wie viele Muslime leben in Deutschland? – 5 Millionen oder 20 Millionen?

islamAlso, Muslime sollen ein Problem sein. In Deutschland. Kann man drüber reden.

Man sollte dann von allen Beteiligten an einem solchen Gespräch erwarten, dass sie sich die grundlegenden statistischen Daten angeschaut haben.

Also zum Beispiel, wie viele Muslime es in Deutschland gibt, wie hoch der Anteil ist, wie die vermutliche Entwicklung dieses Anteils in den nächsten Jahren aussehen wird.

Die Zahlen sind leicht zugänglich.

Das Problem: Sie interessieren diejenigen nicht, die etwas gegen Muslime haben.

Die Zahlen sind ihnen einfach zu niedrig.

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Das BAMF berichtet in einer Neuauflage seiner Studie “Wie viele Muslime leben in Deutschland?”:

Ende 2015 leben in Deutschland zwischen 4,4 und 4,7 Millionen Muslime. Das macht 5,4 bis 5,7% der Bevölkerung aus.

Zum besseren Sich-Merken sagen wir, es gibt knapp 5 Millionen Muslime in Deutschland, also knapp 6% der Bevölkerung.

Die hohe Zahl der Flüchtlinge aus Syrien, Irak und Afghanistan ist dabei schon mit eingerechnet.

Wer meint, diese Zahlen bestreiten zu müssen, möge bitte genau prüfen und uns mitteilen, inwiefern sich das Institut täuscht.

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Nur zum Problem mit diesen Zahlen:

Die Bürger “fühlen” eine ganz andere Zahl. Und “gefühlte” Zahlen sind heute bekanntlich richtiger als reale.

IPSOS hat das in vielen Ländern untersucht und ist zu einem geradezu unglaublichen Ergebnis gekommen.

Wie viele Muslime gibt es in Deutschland, werden Deutsche gefragt. Im Durchschnitt geben sie an:

21%.

Tatsächlich 21%.

Das wären dann fast 20 Millionen.

Sie glauben, dass fast ein Viertel aller, die in Deutschland leben, Muslime sind. Nicht 5% oder 6%, sondern 21%.

In Frankreich ist das noch krasser. 7,5% sind es dort real, die Annahme der Bürger liegt bei 31%.

Wir können Land für Land betrachten – überall zeigt sich ein groteskes Missverhältnis.

Auch in Ländern, in denen es fast keine Muslime gibt. Beispiel Tschechische Republik: real 0,1%, Annahme der Bevölkerung 3%. Da haben sie sich immerhin um das 30fache verschätzt; in Deutschland nur um das 4fache. (In Polen liegt die Differenz sogar beim 70fachen: real 0,1%, Annahme der Bevölkerung: 7%. Das ist der Rekord.)

Auf die Frage, mit wie viel Prozent Muslimen man im Jahre 2020 erwarte: 31% in Deutschland (offizielle Prognose: 7%). Die atemberaubenden Missverhältnisse wiederholen sich Land für Land.

Das legt ein paar Fragen nahe:

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Wie kommt es zu diesen durchgängig krassen Fehleinschätzungen in praktisch allen europäischen Ländern?

Ständig ist von Muslimen die Rede. Das verzerrt die Wahrnehmung: Die Muslime sind über-präsent. Also um ein Vielfaches stärker im Gefühlshaushalt, als es ihrem Anteil an den Nachbarn entspricht.

Das Gefühl sagt: Es sind unglaublich viele.

Eine rationale Gefühlskontrolle ist den Leuten fremd.

Was das Gefühl sagt, ist richtig. Basta.

Kommt jemand wie das BAMF oder IPSOS oder Leo Brux daher und liefert nüchtern eruierte Zahlen – warum sollte man sich darum kümmern?

Das barbarische Gehirn kennt keine fachlich-neutrale Prüfung.

Ich habe oft amerikanische Studenten fragen können: Wieviel Juden haben vor 1933 in Deutschland gelebt? Die Annahmen lagen fast ausnahmslos über 10%, einige gingen hoch bis 30 oder 40%. – Die Realität: Es waren weniger als 1%.

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Spielt Angstlust eine Rolle?

Vermutlich liegen ähnliche Mechanismen zugrunde wie bei der (ebenso falschen) Annahme, die Kriminalität nehme ständig zu, die Sicherheit nehme ab.

Wie gebannt schauen die Leute auf ihre Albträume.

Und werden wütend, wenn man sie mit realen Zahlen zu beruhigen versucht.

Sie wollen nicht beruhigt werden. Sie wollen wüten, hassen, schimpfen. Je höher die Zahl der Muslime, desto besser kann man rechtfertigen, dass man sich vor ihnen fürchtet und dass man sie weg haben will.

(Insgeheim, wie bei einem Horrorfilm auch, weiß man ja doch, dass man im sicheren Wohnzimmer sitzt und das alles nur ein virtuelles Spiel ist.)

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Nun sind aber die Zahlen Teil der öffentlichen Debatte. Sie werden immer wieder zu lesen und zu hören sein. Kann man dann nicht erwarten, dass sie Teil des Wissens werden?

Offensichtlich nicht.

Nehmen wir als Beispiel Sarrazin. In seinem Buch “Deutschland schafft sich ab” schwelgt er in Statistiken.

Aber bei der Zahl der Muslime, die tatsächlich jetzt in Deutschland lebt, bringt er keine Statistik, sondern nur eine frei aus der Luft gegriffene Annahme, die näher bei 10 als bei 4 Millionen liegt.

Warum hat sich Sarrazin nicht einfach auf die ihm bekannte offizielle Statistik bezogen? Warum hat er sie aber auch nicht offen in Zweifel gezogen, wenn er gemeint haben sollte, sie sei falsch? Warum hat er so getan, als ob es diese Statistik gar nicht gebe?

Die Zahlen sind einerseits schwer zu bestreiten – und passen andererseits nicht ins Konzept. Das ist der Grund.

Das ist auch ein Grund in Deutschland und den anderen europäischen Staaten für die Fehleinschätzung.

Wir dürfen davon ausgehen: Die Leute WOLLEN die realen Zahlen nicht wissen.

Damit kommt man heutzutage durch.

Facebook-Kultur.

Der Abschied von der Aufklärung ist eingeläutet.

Anmerkung:

Die Türken UNTERschätzen den Anteil der Muslime in der Türkei: real sind es 98%, angenommen werden nur 81%. Wahrscheinlich denken sich die Leute, viele der Muslime im Land seien gar keine richtigen Muslime, sondern Ketzer oder Ungläubige.

Die Prognose ist: Zahl und Anteil werden noch leicht weiter steigen.

Kommentare

  1. Korbinian meint:

    Bei der Türkei kann man genau den gegenteiligen Effekt bemerken.

    Hier in Deutschland droht die Machtübernahme durch die Muslime (da können wir ja froh sein dass es die AfD und den neuen Führer Björn Höcke gibt, gell fantomas? ;) ) und in der Türkei bedrohen die PKKler, Freimaurer, Juden, Gülenisten (=Ungläubige) den heiligen Staat.

    Interessant finde ich allerdings auch wie die Niederländer die Moral ihrer Mitmenschen einschätzen, da scheint es auch riesige Diskrepanzen zu geben.

  2. Korbinian meint:

    Btw.: Erdoganisten und andere verstrahlte Nationaltürken gibt es hier definitiv zu viele. Aber so lange der Lebensstandard hier höher ist als im gelobten, heiligen Land bleiben sie halt hier.

  3. Jakobiner meint:

    Keinen Doppelpass mehr und Ditib und andere Erdogannahen türkischen Vereine in den Verfassungsschutzbericht und Observation, wenn man schon die Muslimbrüder drinnen hat!

  4. Jakobiner meint:

    Viele Deutsche befürchten, dass sich die Zahl der Muslime durch den Familienzuzug weiter erhöhen könnte. Ein Leserbriefschreiber im Münchner Merkur sprach von 5-6 dazukommenden Familienangehörigen, die den Sozialstaat dann kollabieren lassen würden. Bei 1 Millionen Flüchtlinge wären dies dann 5-6 Millionen.

  5. Jakobiner meint:

    Interessant: EVP-Präsident und CSU-Vizechef Manfred Weber hat jetzt angesichts der Tragödie von Aleppo die Aufnahme von 20 000 syrischen Kriegsflüchtlingen durch die EU gefordert. Damit soll Europa wohl zeigen, dass es nicht ganz inhuman ist, zumal eben die Türkei hier wesentlich aktiver bei der Flüchtlingshilfe ist. Bin schon mal gespannt, wie die Reaktionen aus Ungarn, Polen, Frankreich und Schweden ausfallen. Wenn diese hier blockieren, zeigen sie eigentlich wie xenophob und unmenschlich sie sind.

  6. Jakobiner meint:

    “In demselben Interview attackiert Wagenknecht die Bundesregierung wegen ihrer laschen Haltung zur Türkei. Wagenknecht forderte die Bundesregierung auf, die Aufsicht über den islamischen Religionsunterricht an deutschen Schulen endlich selbst zu regeln.
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    „Der deutsche Staat lässt zu, dass der türkische Despot über seine Religionsbehörde die hiesigen Imame und den Inhalt ihrer Predigten bestimmt. So fördern wir Parallelwelten, die nichts mit unserer Demokratie, nichts mit einer aufgeklärten Gesellschaft zu tun haben“, sagte Wagenknecht der „Welt am Sonntag“. Imame müssten endlich in Deutschland ausgebildet und „die Agenten Erdogans“ ausgewiesen werden.”

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article160390853/Die-Agenten-Erdogans-muessen-wir-ausweisen.html

  7. Viele Deutsche befürchten, dass sich die Zahl der Muslime durch den Familienzuzug weiter erhöhen könnte. Ein Leserbriefschreiber im Münchner Merkur sprach von 5-6 dazukommenden Familienangehörigen, die den Sozialstaat dann kollabieren lassen würden. Bei 1 Millionen Flüchtlinge wären dies dann 5-6 Millionen.

    Beliebige Familienangehörige dürfen gar nicht nachziehen. Nur der Ehepartner und die Kinder. Und die Familien sind größtenteils schon hier. Von den eine Million Flüchtlingen sind nämlich die Hälfte Frauen und Minderjährige.

  8. Jakobiner meint:

    Zu KM: Da haben Sie wohl recht, aber immer wieder interessant, wie leichtfertig da mit Zahlen gespielt wird und Ängste geweckt werden. Wie steht es eigentlich mit den UMAs/ Unbegleiteten Minderjährigen Asylbewerbern–kommt da die ganze Familie nach? Aber das wäre ja auch keine Zahl über die man sich ernsthaft Sorgen müsste.

  9. Jakobiner meint:

    Völlig neue Töne. Heute hat Gabriel als Wirtschaftsminister und neben Schulz möglicher Kanzlerkandidat seinen Wirtschaftsbilanzbericht Deutschland vorgestellt. Natürlich alles nur gut und paletti, aber interessant war, dass er in Abgrenzung zu Merkel deren “marktkonforme Demokratie” geisselte und meinte, es bräuche eine “demokratiekonforme soziale Marktwirtschaft”. Hat er abgeschrieben aus der AfD-Rede, was sagt Sarah Wagenknecht zu, jedenfalls liegt diese Diskussion in der Luft–interessante Entwicklungen!!Endlich werden mal Alternativen angedacht jenseits des neoliberalen oder Alternativ-AfD-Denkens! Hier noch die Anti-AfD-Rede, die schon zuvor Gabriels Forderung brachte:

    Rede bei einer Anti-AfD-Demo–Statt Merkels “marktkonformer Demokratie” “demokratiekonforme soziale Wirtschaft”

    Wir stehen hier wegen der Veranstaltung der AfD, die wie viele verharmlosend „rechtspopulistisch“ genannten Parteien für Nationalismus, Sozialabbau, Sexismus, Homophobie steht. Die AfD will zurück zu den alten Energien inklusive Atomkraft, leugnet den menschengemachten Klimawandel, will aus der EU austreten und eine autoritäre Herrschaft. Sie will wieder die Wehrpflicht, ein Massenheer und einen neuen deutschen Militarismus. Und die AfD ist eben nur eine von den neuen rechtsextremen Parteien weltweit.Diese Entwicklung sehen wir überall auf der Welt und Grund hierfür ist, dass der Weltmarkt und die Globalisierung die Entwicklungen allerortens synchronisiert.

    Nach dem Fall des Kommunismus obsiegte der westliche Kapitalismus und in den 90er Jahren nahm die Globaliserung volle Fahrt auf und mit ihr eine neoliberale Agenda, die die schon herrschenden Gesetzmäßigkeiten des Kapitalismus noch verschärfte und die auf Privatiserung des Wohnungsbau, der Daseinsvorsogre,Deregulierung der Finanzmärkte , Sozialabbau und Lohnkürzungen setzte und von allen etablierten Parteien mitgetragen wurde. Ob Sozialdemokraten, Grüne, Liberale, Konservative, alle haben sie diese neoliberale Politik unterstützt, auf der nun die Rechtsextremen aufbauen können.

    Der Globaliserungsboom dauerte nur ein Jahrzehnt und erste Krisenerscheinungen traten mit dem Crash der New Economy 2001, der Sättigung der emerging markets und Schwellenländer und schließlich mit der Finanzkrise 2008 zutage und sie werden sich wiederholen und auch noch vertiefen, da sie wie die Mangelwirtschaft in einer Planwirtschaft eben genauso dem Kapitalismus systemimmanent sind. Genauso wie der Schwarze Freitag 1929 dem Kapitalismus systemimmanent war, so ist dies auch die Finanzkrise 2008 und die noch schlimmer kommenden Krisen in der Zukunft, die eben keine Zufälle und Betriebsunfälle oder Anomalien sind, sondern eben dem kapitalistischen System immanent sind. Das wusste jeder, der einmal ins verbotene Buch Das Kapital von Karl Marx reinliest, das aber von den neoliberalen Mainstreamökonomen,- politikern und -medien als irrelevant angesehen wird.

    Der postkommunistische Boom des Kapitalismus ist nun folgerichtig von Stagnation und weiteren Krisen abgelöst worden, auch in den BRICS-Staaten.Genauso wie die kommunistische Planwirtschaft Mangelwirtschaft und Unfreiheit bedeutet, so zeichnet sich die kapitalistische Wirtschaft des Westens durch Wirtschafts- und Finanzkrisen aus, durch Konzentration von Eigentum, durch Prekarisierung und sozialen Abstieg der Arbeiter und auch der Mittelschichten, steigende Mieten und Immobilienspekulation, die dann eben auch neue politische Bewegungen und Parteien hervorbringen, die sich als Schutzmacht der kleinen Leute versprechen und zunehmend auf Nationalismus setzen: „America first“, „Britain first“, „Germany first“, “Russia first”, “China first”, “Philipines first”.

    Max Horkheimer sagte einmal „”Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen”. Das Wiederaufkommen rechtsextremer Parteien und Bewegungen sowie des Nationalismus liegt im Wirtschaftssystem begründet. Solange es keine anderen Gesellschaftsentwürfe gibt oder wieder diskutiert werden, können Demokraten nur die politischen und sozialen Exzesse dieses Systems versuchen einzudämmen und zu mildern.Wir befinden uns im wesentlichen in einem Abwehrkampf und dieser ist mit der Wahl Trumps und dem Sieg der Brexitbefürworter nicht leichter geworden.Daher sollten wir nicht bei den Abwehrkämpfen stehen bleiben, sondern wieder über eine neue Gesellschaft diskutieren.

    Um uns herum sehen wir die rapide Erosion der Nachkriegsordnung und Trump stellt inzwischen auch alle Nachkriegsinstitutionen von EU. NATO, IWF, Weltbank, WTO, UNO auf den Prüfstand und zur Disposition.Die US-Politik im Nahen und Mittleren Osten, der Irakkrieg 2003 und dann der übereilte Rückzug des US-Militärs unter Obama haben diese Region in ein Trümmerfeld und Nährboden für islamistischen Terror verwandelt, vor den nun breite Flüchtlingsströme Richtung Europa drängen.

    In Afrika hat die Wirtschaftspolitik des Westens und auch der EU, die Freihandelsabkommen zuungunsten der afrikanischen Staaten abschloss, subventionierte Nahrungsmittel in die afrikanischen Länder exportierte, deren Fischgebiete mit Hochseeflotten leerfischt und den bäuerlichen Existenzen so ihre Existenz nimmt, für viele die Lebensumstände derart verschlechtert, dass sie nun den Weg nach Europa suchen.

    In Deutschland erhofft sich die AfD nun Zulauf.Die neuen rechtsextremen Parteien setzen nun auf Nationalismus und Wirtschaftsnationalismus. Sie forden die völlige Entsolidarisierung der Gesellschaft, wie auch der internationalen Staatengemeinschaft, die auch schon unter den demokratischen, neoliberalen Parteien mittels der “Standortkonkurrenz” betrieben wird, aber nun nochmals durch die Rechtsextremen zugespitzt werden soll.Es soll wieder wie bei Hobbes ein Krieg jeden gegen jeden werden, die Menschen und die Staaten als Wolfsmenschen, die einander bekämpfen und das sozialdarwinistische Recht des Stärkeren gilt und die Schwächeren und Andersdenkenden unterdrückt und aussortiert werden. Wo Wirtschafts- und Handelskriege sowie Kriege zum bevorzugten Mittel der Auseinandersetzung werden.

    Dem kann man nur den Gedanken der Toleranz, Mitmenschlichkeit, des Humanismus, der Solidarität, des Internationalismus, des Kosmopolitismus entgegenhalten sowie eine Sozialpolitik, die Rechts- und Sozialstaat sichert.Aber alle Demokraten sollten auch wieder über andere Wirtschafts- und politische Systeme nachdenken, damit die Rechtextremen nicht als alternativlos erscheinen.

    Merkel vertritt laut eigener neoliberaler Aussage eine „marktkonforme Demokratie“, deren Ergebnisse wir sehen. Die Gegenforderung von uns sollte sein: eine demokratiekonforme soziale Wirtschaft. Die wichtigste Aufgabe der Demokraten ist es über solch eine demokratiekonforme soziale Wirtschaft und andere Gesellschafts- und Ssytementwürfe wieder zu diskutieren, die die neoliberale und unsoziale Politik der etablierten Parteien, wie auch der sozialdarwinistischen Rechtsextremen und ihren nationalistischen und autoritären Gesellschaftsentwürfen etwas entgegensetzen.Dazu solte man über solche Demonstrationen hinaus wieder politisch-inhaltliche Veranstaltungen organisieren, wo man darüber diskutieren kann, wie man sich eben eine andere und neue Gesellschaft vorstellt.

  10. Heiko Gerhauser meint:

    Mich würde mal interessieren, was bei einer solchen Umfrage raus käme, wenn stattdessen nach Autofarben gefragt würde. So sind http://www.wiwo.de/unternehmen/auto/neuzulassungen-die-liebsten-autofarben-der-deutschen/7289026.html?p=5&a=false&slp=false#image

    5,9% der Autos rot und 1,1% sind grün. Wenn bei einer solchen Umfrage rauskommen würde, dass die Deutschen meinen 20% der Autos wären rot und 3% wären grün, wüsste zumindest ich etwas besser wie man die Ipsos Umfrage zu interpretieren hat.

    Ich habe zumindest den Verdacht, dass bei 1-100 Prozentabfragen ein gewisser Teil an Frage nicht Verstehern, von Umfragen genervten und möglichst rasch die Fragen abarbeitenden oder einfach total keine Ahnung habenden, ziemlich automatisch den vermeintlich gefühlten Durchschnitt Richtung 50% verschiebt, und damit auch wenn die Mehrheit rot und grün etwa richtig ein schätzt (ich hätte in der Tat auf 1% für grün getippt und 5% für rot), die Durchschnittsantwort so aussehen könnte.

    Ich werde es mal mit ein paar Leute probieren und gucken, was ich für Antworten bekomme.

  11. Danke für die wohltuende Rückkehr ins Faktische!

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