“NEBEN uns die Sintflut” (Lessenich) – Teil 5

theorieWir leben in einer Externalisierungsgesellschaft.

Die hat ihren Preis.

Ein Preis ist: Unsere Opfer kommen zu uns.

Die globalen Fluchtbewegungen nehmen zu.

Stephan Lessenich, “Neben uns die Sintflut”  liefert eine Theorie, die das Geschehen erklären kann.

Zum ersten Teil.

Zum zweiten Teil.

Zum dritten Teil.

Zum vierten Teil.

“Unsere Handlungsräume haben sich massiv erweitert, die Welt ist zum Dorf geschrumpft, wir alles sind jetzt Weltbürger.”

Man vergleiche den Alltag von vor 50 Jahren mit dem von heute. Man gehe Punkt für Punkt durch. Dann wird es offenbar.

Mag sein, dass die ältere Generation es nicht wahrhaben will. Die Jüngeren leben ganz selbstverständlich kosmopolitisch. Sie nehmen Teil an der Weltkultur.

Vor 50 Jahren waren die (sichtbar, erlebbar) Ausgegrenzten noch die Unterschichtler der Nation, die Arbeiter, die Arbeitslosen, die Wohnungslosen im Lande.

Heute sind es diejenigen auf der ganzen Welt, die in der internationalen Konkurrenz den Kürzeren ziehen.

Das zeigt sich in all dem, worüber ich in den ersten vier Teilen schon gesprochen habe. Hinzu kommt die Bewegungsfreiheit. Visumsfrei kann ein Deutscher in 93 Länder der Welt reisen. Ein Bürger des Iran oder ein Bürger Malis hat dafür kaum 5 Länder zur Verfügung.

WIR haben ein Mobilitätsmonopol. Für unsere Waren ebenso wie für unsere Kultur wie für unsere Reiseoptionen.

WIR bauen unsere Grenzen aus. WIR bauen Mauern. WIR versuchen uns abzuschotten. Gleichzeitig achten wir darauf, dass WIR möglichst überall hin können. WIR wollen frei sein – und verweigern dem Rest der Welt diese Freiheit.

Die Reichen – also WIR – versuchen sich an einer sozialen Schließung. Wer das Glück hat, in die Welt der Privilegierten hineingeboren zu werden, kämpft dafür, dass er dieses Glück nicht teilen muss. Der größere Teil muss draußen bleiben, damit das Glück erhalten bleibt.

Dieses Ausschließen der Welt trotz der kosmopolitischen Gesamtsituation ist das Paradox der Gegenwart und der näheren Zukunft.

Mental zeigt es sich in der panischen Beschwörung vom “vollen Boot”, von der “Einwanderung in unser Sozialsystem”, von der “Überfremdung”.

Das endet damit, dass WIR dem Universalismus der Aufklärung, den Menschenrechten, der Menschenwürde eine Absage erteilen müssen.

Dies jedenfalls ist die Botschaft, die wir von rechts außen hören. Schluss mit der Aufklärung! Auch wenn man das – vorerst – noch nicht so formuliert. Denn natürlich läuft die Abschottungspolitik, die soziale Schließung des Westens auf den Bruch mit dem dem Denken der Aufklärung hinaus, also auch auf das Ende unserer aufgeklärten Verfassungen und Instituitonen.

Wir refeudalisieren uns.

Wir refeudalisieren, re-barbarisieren unsere Welt.

Gibt es da keinen Ausweg?

Fortsetzung folgt.

Kommentare

  1. Heiko Gerhauser meint:

    Diese Serie ist aber auch verdammt einseitig negativ.

    Vor etwas über 150 Jahren gab es noch die Sklaverei in den USA . Die durchschnittliche Lebenserwartung des Landes mit der niedrigsten Lebenserwartung heute ist höher als die Lebenserwartung des Landes mit der höchsten Lebenserwartung vor 300 Jahren. https://ourworldindata.org/life-expectancy/
    Und es ist doch nicht alles zero sum und Ausbeutung, z.B. PV wird jetzt massiv in Entwicklungsländern eingesetzt, das geht doch nur weil die hier erstmal groß gefördert worden ist.

  2. Trump hat anscheinend weder Lessenich noch Brux gelesen und hat (schon wieder!) dekretiert: Keine Syrer in die USA!

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-verhaengt-einreisestopp-fuer-sieben-muslimische-staaten-a-1132129.html

  3. Trump ist gut meint:

    Trump ist für uns Deutsche eventuell nicht gut (Wirtschaft), aber für die Amerikaner ist er wahrscheinlich ein SEGEN!

    Wir bräuchten auch einen Trump. Dringender denn je zuvor. Einen Macher, der Probleme direkt anpackt. Und nicht noch vergrößert, wie es Merkel macht.

    Die ganze Medienhetze gegen Trump zeigt doch, dass er der Stachel im Fleisch der Eliten ist. Die wollen natürlich keine Veränderung. Das ist genauso wie in Deutschland mit der AfD. Alle hetzen gegen die AfD, weil sie die gewohnte “Ordnung” gefährdet und manche Stühle ins wackeln bringt. Motto: Oh je, Politik für Deutsche?! Nein, lieber nicht…

    Aber ich halte da es mit Höcke. Auch ich weise der AfD einen langen Weg, aber er wird letztendlich erfolgreich sein! Und dann wird AUSGEMISTET!!! Solche wie Brux können sich dann schonmal warm anziehen.

  4. Trump ist gut meint:

    Meine das natürlich politisch. Brux ist ja bei den Grünen. Bevor Missverständnisse entstehen und jemand noch behauptet, Brux solle in ein Umerziehungslager :P

  5. “…Der US-Präsident hatte am Freitag verfügt, dass die Visa-Vergabe an Bürger aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern für 90 Tage ausgesetzt wird. Unter diesen Ländern sind neben Iran auch der Irak, Syrien, der Jemen, Libyen, Somalia und der Sudan…” (Zitat: SPON)

  6. Iran hat reagiert und lässt keine Amis mehr rein…
    Super_politik des Trumpeltiers?

  7. … dann wird AUSMISTET …

    Nun, wir kennen das aus der deutschen Geschichte.

    Hier schreibt ein Neonazi, der natürlich (vorerst noch) keiner sein will, sondern ein braver AfD- und Höckefan, wie er in anderen posts kund tut.

    Was haben die USA denn immer schon anderes gemacht, als Politik FÜR die USA zu betreiben?
    Das US-Interesse hat immer und bei jeder Entscheidung im Mittelpunkt gestanden.
    Die Frage ist jeweils, ob und inwiefern nicht auch das Berücksichtigen der Interessen der Partner im eigenen Interesse sein könnte.
    Da sagt ein Trump nein. Man soll und braucht die Interessen der anderen nicht berücksichtigen. Man gewinnt mehr, wenn man das nicht tut. – Nun, wir werden sehen.

  8. Es geht schon gut an. WENN Trump so weiter macht, wird sich da im Laufe eines Jahres so einiges ansammeln …

  9. Komisch… Trump hat gar nicht die Einreise von Personen aus Saudi-Arabien in die USA untersagt. Achso, da leben ja seine Geschäftspartner.

  10. Betreiber der Trump-Towers in Istanbul überprüfen ihre Beziehungen zu Trump!

    Die Zwillingstürme, die die Skyline der Bosporusmetropole überragen, wurden nicht von Trump, sondern von dem türkischen Milliardär Aydin Doğan erbaut und tragen den Namen Trump als Folge eines Franchising-Vertrages mit Trump. Im Grunde also eine Mogelpackung, wo Trump drauf steht, ist eben nicht immer Trump drin…

    https://www.theguardian.com/world/2015/dec/11/donald-trump-towers-istanbul-condemns-anti-muslim-stance

    Auch in den Golf-Emiraten ist man über Trumps Moslem-Bann nicht erfreut.

    Auf dem Rückweg vom Trump-Besuch flog Theresa May noch schnell bei Erdogan vorbei und ging ihm um den Bart. Zwei extrem wichtige Länder außerhalb der EU müssten zusammenhalten, ein Freihandelsabkommen abschließen, schei__egal wenn dies wegen der noch andauernden EU-Mitgliedschaft gegen EU-Recht verstiesse! Wen kümmert den EU-Recht? Da haben sich die beiden sicher die Bäuche gehalten vor lachen? Sicher kann sich Erdowahn über die Unterstützung der Noch-Europäerin May in allen Fragen eines türkischen EU-Beitritts freuen, bräuchte das UK doch die Folgen eines solchen Beitritts nicht mehr mit tragen. Da musste dann aber sofort die Frau Merkel zu Erdowahn um zu klären, was diese May wieder ausgeheckt hat, dort unten in der fernen Türkei?

  11. Trump ist gut meint:

    Wenn man als Patriot in Deinen Augen ein “Neonazi” ist, nun, dann ist das eben so. Die Nazikeule wirkt nicht mehr, Brux! :D Da scheisse ich doch drauf, wenn so einer wie Du damit herumfuchtelt.

    Trump macht ordentlich Dampf. Ich bin sicher, die AfD wird davon ein Stück weit profitieren. Ebenso Le Pen und Wilders in unseren befreundeten Nachbarländern. Oh ja, das werden unruhige Zeiten für linke Multikulti-Träumer. Ihr könnt Euch warm anziehen! Hihihi.

  12. “Ihr könnt Euch warm anziehen! ”

    Soll das eine Drohung sein?

  13. Korbinian meint:

    Ja, was denn sonst? Wer zum lieben deutschen Volk gehört bestimmt doch der Björn.

  14. Trump ist gut meint:

    Nein, ein Versprechen :D

    Höcke sagte doch, er weise der AfD einen langen und entbehrungsreichen Weg. Doch letztendlich wird ausgemistet. Darunter verstehe ich, dass linken Multikulti-Träumern der Geldhahn zugedreht wird und Brux stempeln gehen muss. Hehe. Wobei, bis dahin ist der Typ eh in Rente…

    Ferner verstehe ich darunter, dass in wichtigen Ämtern durchgekehrt wird und danach vernünftige Leute dort sitzen, die wieder das Wohlergehen des deutschen Volkes im Auge haben – und nicht das irgendwelcher lauter Minderheiten.

    Besonders die Polizei braucht endlich Rückhalt! Unsere Beamten machen eine gute Arbeit, werden aber ausgebremst und dürfen z.B. bei den kriminellen, 1000 Mann starken Clans (häufig Araber oder Libanesen) nicht durchgreifen. Das muss sich ändern!

    Es gibt sooo viel zu tun, ich hoffe sehr, die AfD erzielt ein starkes Ergebnis. Es ist vielleicht die letzte Chance, das Ruder noch herum zu reißen. Ich habe ernsthaft Angst um die Zukunft dieses Landes. Weitere 4 Jahre Merkel mit ungebremster Migration verkraftet Deutschland nicht. Dann sind wir endgültig ein hochexplosiver Balkanstaat, der jederzeit auseinander fliegen kann. Dann Gnade Gott uns Deutschen und unseren Kindern.

  15. Trump ist gut meint:

    Lieber 10 Björn als 1 Korbinian.

  16. Ich bestelle mir schon einmal Popcorn, denn damit macht das Rumgeheule der AfD-Wähler am Bundestags-Wahlabend noch viel mehr Spaß, sobald sie wieder feststellen, dass die Partei deutlich hinter den Erwartungen geblieben ist, wie schon bei den letzten Landtagswahlen, und es eine Schwarz-Grüne oder Rot-Rot-Grüne Koalition geben wird. Das wird ein Fest. :D

  17. Korbinian meint:

    @KM

    Ich würde mich bezüglich dieser Thematik noch etwas bedeckt halten. Dieses Jahr wird noch unberechenbarer als 2016 hab ich das Gefühl.

  18. Wenn man in Deutschland vor zwei Jahren gefragt hätte, wie Deutschland, Europa und die Welt in 2017 aussähen, dann hätten sich wohl die meisten total geirrt?

  19. Es ist jetzt schon klar, dass dort ein riesen Katzenjammer ausbrechen wird, nachdem die AfD unter 15% bleibt. Das war bei der Berlin- und Mecklenburg-Wahl auch so, weil man dort mindestens fünf Prozentpunkte hinter den Erwartungen zurückblieb.

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