Warum die AfD für offene Grenzen und Einwanderung ist

verruecktIhr habt schon richtig gelesen.

Ich behaupte, die AfD sei FÜR Merkels Politik der relativ offenen Grenzen und der weiteren starken Einwanderung nach Deutschland.

Sie ist DAFÜR.

Aber sie sagt doch das Gegenteil, Leo!

Richtig. Sie sagt das Gegenteil. Und trotzdem, schaut her:

Schritt 1:

Unsere Wirtschaft profitiert von der Globalisierung, auch von der Globalisierung der Arbeitsmärkte, von der starken Einwanderung. Sie profitiert oben – man holt sich qualitativ wertvolle Arbeitskräfte, sie profitiert unten – man lässt die einfachen Arbeiten billig erledigen.

Nebenbei mildert man noch das demografische Problem.

Schritt 2:

Merkel und Schäuble sind Leitende Angestellte der deutschen Wirtschaft. Sie haben 2005 den Kurswechsel der Unionsparteien im Auftrag der deutschen Wirtschaft vollzogen.

Soweit die Wähler es zulassen, halten sie die Grenzen offen und die Einwanderung hoch.

3. Schritt: 

Die AfD kritisiert die Wirtschaft nicht. Sie kritisiert die Globalisierungspolitik der Wirtschaft und ihren Parteienvertretern in den Parlamenten nicht.

Im Gegenteil. Die AfD tut, was sie kann, um sich der deutschen Wirtschaft anzubiedern.

Die AfD ist entschieden kapitalistenloyal und lehnt die linke Kritik an den Finanzmärkten und den Bänkstern ab.

Mit keinem Wort verweist sie auf die Verantwortung der Wirtschaft für die un-nationale Globalisierungsorientierung unserer Wirtschaft, für die Einwanderungspolitik der Wirtschaft, für die rücksichtlose Überfremdung durch diese Einwanderung in unsere Arbeitsmärkte.

4. Schritt:

Wenn die Einwanderungspolitik beschimpft wird, schlägt die AfD nur auf die Linke ein, auf die Grünen, auf die sogenannten Gutmenschen.

Merkel und Schäuble werden dieser Minderheit angeglichen – so, als ob sie ihre Politik nicht konzeptionell der Wirtschaft gemäß betreiben.

Damit lenkt die AfD konsequent von der Verursachung der “Invasion”, der “Überfremdung”, der “Entnationalisierung” durch die Wirtschaft ab – schützt die Verursacher vor der Kritik.

5. Schritt – Konklusion:

Insofern fördert die AfD die Einwanderungspolitik von Merkel und der deutschen Wirtschaft.

Ich glaube, das ist schlüssig. Das ist nicht Satire, nicht Sarkasmus, sondern sachlich und logisch zutreffend.

Überraschend vielleicht. Versucht doch mal, diese Argumentationskette auszuklinken!

6. Schritt:

Ich denke, man braucht noch ein psychologisches Zusatzargument, damit diese 5 Schritte tatsächlich funktionieren können.

Die erste Hälfte dieses psychologischen Arguments lautet:

Buckeln nach oben – treten nach unten.

Ein AfDler ist ein autoritätshöriger Mensch.

Trifft er auf reale Macht, buckelt er.

Zum Treten wählt er sich nur die, die schwach genug sind, um ihm nicht gefährlich zu werden.

Dazu braucht er auch noch die Rückendeckung der realen Macht.

Wer aber verkörpert hier und heute die reale Macht?

Nicht mehr die traditionalen Eliten der Politik, der Öffentlichkeit, der Bildung.

Die reale Macht liegt heute bei Big Money. Bei der Wirtschaft. Bei den Milliardären. Bei den Multinational Corporations. Bei den Finanzmärkten.

Die Politik, der Staat – sie tanzen nach deren Pfeife.

Also hopst auch der AfD-Mensch nach dieser Pfeife – und buckelt dabei und schielt dabei.

Kein Wort gegen die Wahre Macht!

Das nun kombiniert der schielende, buckelnde, tretende AfDler mit einem zweiten Motto:

Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.

Weiß ich, dass die Wirtschaft für die Einwanderungspolitik verantwortlich ist? – Nein, ich weiß es nicht. Ich muss es nicht wissen. Ich ignoriere es einfach, wenn einer wie der Blogger hier sowas behauptet.

Damit lebt der AfDler gut. Er kann sich seiner Xenophobie hingeben, hemmungslos hetzen und politische Siege bejubeln -

- und dabei die Ahnung vermeiden, dass Die Macht politisch das genaue Gegenteil von dem praktiziert, wofür er kämpft. (Zu kämpfen scheint. Es genügt ja, in der virtuellen Welt zu leben. Was geht mich die reale noch an?)

Ist es nicht ein herrlicher Widerspruch?

Wir haben ihn in etwas anderer Art auch in den USA. Da stützt eine anarchische Anti-Elite-Bewegung eine extrem elitäre und raffgierige Sonderelite gegen die Normal-Elite. Oder einen Teil davon. Der sich einen Ast lacht und absahnt, solange es geht.

Dumm nur, dass der Führer dieser Sonderelite ein Psychopath ist und das Projekt ziemlich katastrophal werden kann – für ALLE. Auch für das Kapital.

 

 

Kommentare

  1. Der Detektiv meint:

    Gute Satire, Brux.

    Ich meine, ernst kannst Du das ja nicht meinen – oder?
    Oh je, ich fürchte doch…

    Zu Deiner Information: In Deutschland entscheidet immer noch die Politik über Gesetze. Egal, ob es Versuche von Einflußnahme seitens bestimmter Konzerne gibt. Verantwortlich ist letztendlich die aktuelle Regierung. Die Kritik der AfD als einzige demokratische Alternative gegen Überfremdung und Massenmigration ist also völlig richtig adressiert.

    Du

  2. Der Detektiv meint:

    Sorry, sollte heißen: “Du solltest das eigentlich wissen.”

  3. Ich wiederhole:

    (1) Die deutsche Wirtschaft betreibt in ihrem Interesse die gegebene Einwanderungspolitik. Merkel und die CDU orientiert sich daran.
    (2) “Detektiv” weiß das, ignoriert es aber.
    (3) “Detektiv” schützt damit diejenigen, die die Einwanderungspolitik vorantreiben.
    (4) “Detektiv” steht damit objektiv auf der Seite dieser Einwanderungspolitik.
    (5) Seine Bekundungen, er sei entschieden gegen sie, widersprechen seiner Nicht-Kritik an den Verursachern und Betreiber dieser Einwanderungspolitik.
    (6) Der Widerspruch erklärt sich damit, dass “Detektiv” sich nicht traut, DIE MACHT zu kritisieren. Er lässt sie also kritiklos ihre Politik betreiben – eine Politik, die er doch für höchst schädlich hält.
    (7) “Detektiv” fördert damit eine Politik, die er selbst für höchst schädlich hält.

    Wir können daraus schließen: “Detektiv” ist sowohl FÜR als auch GEGEN Merkel und ihre wirtschaftsfreundliche Einwanderungspolitik. Aber mehr FÜR sie, denn er besteht darauf: Freie Bahn für die Wirtschaft!

  4. Der Detektiv meint:

    Tut mir leid, dieses Argumentationskette ist und bleibt für mich völliger Nonsens. Nirgendwo habe ich etwas geäußert, dass Schlüsse wie “Freie Bahn für die Wirtschaft” zulässt. Zumal – ich wiederhole mich ebenfalls – die aktuelle Regierung die Gesetze macht und nicht “die Wirtschaft”. Maximal ein Stück weit im Hintergrund in Form von Lobbyismus.

  5. Man braucht sich nur ansehen, wer im Vorstand großer Unternehmen sitzt und wer Großaktionär ist und schon sieht man, dass die hiesige Wirtschaft die Politik maßgeblich mitgestaltet.

  6. Jakobiner meint:

    Ein ziemlicher Blödsinn, den der Leo Brux da schreibt. Die AfD ist für ein Einwanderungsgesetz wie die SPD und die Grünen auch, wenn die Wirtschaft QUALIFIZIERTE Fachkräfte sucht, dann sollen sie auch kommen dürfen– im Interesse der Wirtschaft. Wogegen die AfD sich lehnt, ist die unkontroliierte Massenimmigration von zumeist unqualifizierten Arbeitskräften.Zudem ist Trumps Regierung zwar eine Oligarchenregierung aus Finanzkapital und reichen Eliten, aber die Mauer will er trotzdem bauen und mit der Deportation illegaler Mexikaner hat er gerade begonnen. Dass also AfD und Trump die gleiche Politik wie Merkel oder Clinton bezüglich der Migration machen würde, ist Wunschdenken.

  7. Politiker wechseln heutzutage problemlos aus dem Parlament in die Führungsebenen von Unternehmen und umgekehrt.

  8. Jakobiner meint:

    “Man braucht sich nur ansehen, wer im Vorstand großer Unternehmen sitzt und wer Großaktionär ist und schon sieht man, dass die hiesige Wirtschaft die Politik maßgeblich mitgestaltet.”

    Das stimmt nicht, denn in den Vorständen der grössten Konzerne sitzen kaum, bzw.keine Parteipolitiker. Das ist die alte Stamokap-Theorie, die auf Lenins “Imperialismus als höchste Stufe des Kapitalismus”zurückgeht, der meinte Wirtschaft und Staat, Ökonomie und Politik seien dasselbe. Diese Gleichsetzung stimmt eben nicht.Vulgärmarxismus at its worst!

  9. Jakobiner meint:

    Zu KM: Ich habe nicht gesagt, dass es solche Wechsel überhaupt nicht gibt,sondern dass sie zahlenmässig sehr beschränkt sind. Wenn du dir deine Lobbypedialiste durchschaust, wirst du keine hochrangingen Minister oder Kanzler außer zumesit außer den rotgrünen Schily, Fischer, Schröder in hohen Positionen von Unternehmen aufzählen können.Nicht sehr beeindruckend diese Liste.

  10. Ist ja nur eine Auswahl.

  11. Jakobiner meint:

    Vergleiche das mal mit den USA–da ist es Usus, dass der Goldmann Sachs, JP Morganmann Finanzminister wird oder ehemalige Manager Wirtschaftsminister, da werden Botschafterjobs oft nach Vermögen an Reiche vergeben oder nun unter Trump herrscht die Oligarchie gleich selbst, sei es als US-Präsident, Außenminister oder ala Mnuchin ala Finanzminister. Das ist in Deutschland und zumeist in Europa die Ausnahme und da sind wir quasi Entwicklungsland. Mit Ausnahme von Friedrichsen (FDP) von der Dresdner Bank als Wirtschaftsminister sind solche Personalunionen Leninscher Provinienz eher selten. Und wie gesagt: Es waren vor allem die rot-grünen Politiker wie Schily, Schröder, Fischer, die sich in die Wirtschaft abgesetzt haben.

  12. Der Detektiv meint:

    Wasser predigen, Wein saufen. Kennt man doch.

  13. Jakobiner,
    kannst du lesen?
    Manchmal nicht …

    Hab ich behauptet, die AfD würde für die gleiche Politik wie Merkel EINTRETEN?
    Ich habe behauptet, dass sie genau das nicht tut.
    Aber de facto – aufgrund ihrer Kritikverweigerung in Richtung Wirtschaft – es dann eben doch darauf hinausläuft.

    Interessant, dass dir das nicht auffällt: Die Rechtspopulisten verschonen genau diejenige politische Kraft, die die Einwanderungspolitik verursacht, mit ihrer Kritik.

    Und natürlich orientiert unsere Regierung ihre Politik an den Interessen der Wirtschaft. Der Unternehmen. Der Finanzmärkte. Würdest du das bestreiten, Jakobiner?

  14. Jakobiner meint:

    Die Interessen der Wirtschaft sind nicht alle homogen. Auch Hitler verrat die Interessen des Großkapitals und der Finanzwirtschaft–er hat aber eine deutlich andere Politik betrieben als etwa Stresemann oder Otto Braun oder Schleicher oder Papen, die ebenso Kapitalinteressen vertraten. Und es ist durchaus möglich, dass die deutsche Wirtschaft im Falle einer deftigen Wirtschafts- und Finanzkrise den Euro vergessen will und lieber auf eine nationalere Option setzt, zudem wenn die Gewerkschaften entrechtet werden.

  15. Bei einer katastrophalen Wirtschafts- und Finanzkrise werden die Karten neu gemischt. Das ja. Aber vorher werden die Unternehmen und Finanzmärkte um den neoliberal strukturieren Weltmarkt kämpfen. Es wird da nur wenige Ausnahmen geben – trotz der gelegentlich unterschiedlichen Interessen in einzelnen Aspekten.

    Man merkt doch unserer Politik an, dass sie entlang der Wirtschaftsinteressen gestaltet wird. Extremstes Beispiel war die Art, wie die Finanzkrise 2008 “gelöst” wurde: auf Kosten der Steuerzahler, nicht auf Kosten der Zocker. Aber auch sonst, wenn man die Steuergesetzgebung etc. anschaut, sieht man vor allem die Hand der Wirtschaftsinteressen und weniger die Hand der Arbeitnehmerinteressen am Werk. Wobei natürlich die Ideologie gepflegt wird, dass die Wirtschaftsinteressen identisch mit dem Gemeinwohl sind und “der Markt” mit seiner “unsichtbaren Hand” hinter dem Rücken der Politik alles optimal wendet.

    Zum Wirtschaftsinteresse hier und heute gehört ein offener globaler Arbeitsmarkt, und zwar für Arbeitskräfte von oben bis unten. Modell: Das Personal des FC Bayern München ist oben multinational – und unten, etwa bei den Reinigungskräften, auch. Kein Modell: Anklam, die national befreite Zone. Die ist tote Hose.

    Ich zitiere mich hier einmal selbst – ich hab das Folgende unter einem anderen Artikel geschrieben, aber es gehört auch hierher:

    Allerdings zeigt sich mit Trump etc. der Pferdefuß des neoliberalen Wirtschaftens für diese Wirtschaft selbst: Sie hat kein gefährliches “marxistisches” Proletariat erzeugt, keine “sozialistische Gefahr”, sondern einen auf andere Weise für sie gefährlichen anarchischen Pöbel.

    Letztlich sind es nicht die Rechtspopulisten, die unsere Gesellschaften spalten, sondern es ist die neoliberale Wirtschaftskonzeption, die einen immer größeren Teil der Bevölkerung zum Prekariat macht und verwahrlosen lässt. Der dann rechtspopulistisch wählt und kaum berechenbare charismatische Pöbelpolitiker attraktiv findet.

    Vielleicht kritisieren die Rechtspopulisten auch deshalb die Wirtschaft nicht, weil sie ihnen auf diese Weise – unbeabsichtigt – in die Arme wirtschaftet.

  16. Jakobiner meint:

    “Bei einer katastrophalen Wirtschafts- und Finanzkrise werden die Karten neu gemischt. Das ja. Aber vorher werden die Unternehmen und Finanzmärkte um den neoliberal strukturieren Weltmarkt kämpfen. Es wird da nur wenige Ausnahmen geben – trotz der gelegentlich unterschiedlichen Interessen in einzelnen Aspekten. ”

    Das ist mit der katastrophalen Finanzkrise 2008 ja schon teils eingetreten, wobei diese nur der Anfang ist: Die Eurokrise flammt gerade wieder auf und Trump als mächtigste Weltwirtschaftsmacht möchte die Bankenregulierung des Dodd-Frank-Acts wieder abschaffen, die Unternehmenssteuern senken, nur noch bilaterale Handelsverträge schließen, die EU vernichten. Da ist jetzt schon trotz Schulzhypes das Motto. Wir müssen uns bei allem Protektionismus Trumps seiner Globalisierungsagenda stellen, die Unternehmenssteuern auch senken, die Bankenregulierungen auch aufweichen, wenn wir mit Wall Street und City of London noch mithalten wollen. Wie egsagt: Die kapitalistische, ökonomische Globalisierung scheitert gerade daran dass es keine politische Globalisierung gibt sei es mittels eines Weltstaats, einer Weltföderation, einer G-20-Institution statt Gipfeln, internationalen Institutionen oder gar einem Weltsowjet ala Trotzki. Alles geht regressiv zurückgewandt in die nationalistische Richtung, bei der sich die jeweiligen Kapitalien auf die größten Binnenmärkte konzentrieren und diese als Gegenposition aufbauen: USA, China; Indien, aber für die europäischen Staaten sieht es eben bei Zerfall des EU-Binnenmarkts dann düster aus. Also das Interesse des deutschen und zumeist europäischen Kapitals ist schon noch der EU-Binnenmarkt, wenngleich sie den Euro nicht als Notwendigkeit sehen. Aber der EU-Binnenmarkt wird auch von allen Seiten infrage gestellt und die europäischen Kapitalien müssen sich dann neu arrangieren, wenn breite Bevölkerungesmehrheiten nicht einmal den mehr wollen.

  17. So eine Entwicklung wird auf unser aller Kosten gehen. Auch auf meine. Ich hab kein Interesse daran, dass sich Deutschland abschottet und dass sich alle anderen auch national abschotten. Damit würden wir verarmen und den Frieden gefährden.

    Wir müssen einen nicht-neoliberalen, vielleicht sogar nicht-kapitalistischen Weg finden, wie wir die globale ökonomische Vernetzung gestalten.

    Wenn die Wirtschaft verstehen würde, dass sie sich mit ihrer neoliberalen Ausrichtung selber das Grab schaufelt, könnte sie sich für ein Lernprogramm entscheiden, das ähnlich wie das nach dem kapitalistischen Fiasko 1929-1945 konstruktive Kompromisswege sucht und findet. Damals war das vorwiegend national, aber auch schon partiell überregional (EU z. B.), jetzt muss das global passieren.

    Ich fürchte, erst brauchen wir wieder 20 Jahre totale Katastrophe mit hunderten von Millionen Toten, ehe dieses Lernen passiert.

    Big Money sieht nur auf seinen kurzfristigen Profit. Vielleicht träumen die Geldleute auch von den Wonnen einer neofeudalen (!!) Ordnung der Welt – mit sich selbst als den neuen Aristokraten.

  18. Die heutige Forsa Umfrage sieht die AfD bei nur noch 9%.

  19. Höcke hat offenbar 2010 an einer Neonazi-Demo bezüglich der Bombardierung Dresdens teilgenommen.

    http://www.tagesspiegel.de/politik/aufmarsch-am-13-februar-2010-in-dresden-bjoern-hoecke-seit-an-seit-mit-neonazis/19389230.html

  20. Es gibt auch Vermutungen, dass Höcke unter Pseudonym Texte mit positiven Bezug zum Nationalsozialismus verfasst haben soll:

    https://andreaskemper.org/2015/09/22/bjoern-hoecke-ein-verkappter-ns-sympathisant/

  21. Der Detektiv meint:

    KM, in der DDR hättest Du eine große Nummer werden können. Ehrlich.
    Propaganda, Bespitzelung, Gerüchte verbreiten…

  22. Der Detektiv meint:

    Habe mir gerade den Artikel beim Kemper durchgelesen. Lauter Mutmaßungen und null Beweise.

    KM, so wie Du hier pausenlos gegen die AfD feuerst, musst Du die Hose ja gestrichen voll haben :D
    Ich gebe Dir Brief und Siegel darauf, dass die AfD zweistellig in den Bundestag einziehen wird. Okay, vielleicht mit ein paar Prozentpunkten weniger als erhofft, aber sie wird mindestens drittstärkste Kraft vor Linken und Grünen. Davon bin ich überzeugt.

  23. Am 25. Januar trat Traeder aus der AfD aus. Nach drei Jahren und vier Monaten. [...]
    “Und ich habe dann eben gesagt: Ich schätze so, dass zumindest ein Drittel der Mitglieder antisemitische Tendenzen haben. Darauf wurde mir gesagt, dass ich ja so tue, als ob ich selber Jude wäre und man mir auf den Schlips getreten hätte.”
    [...]
    “Es geht nicht nur um Antisemitismus, es geht um den Umgang mit behinderten Menschen. Dass Leuten vorgeworfen wird innerhalb der Partei, dass sie behinderte Kinder haben. Dass das Wort “behindert” als Schimpfwort benutzt wird innerhalb der Partei und darüber hinaus auch eine vollkommene Undifferenziertheit beim Thema Islamisierung”[...]

    http://www.deutschlandfunk.de/afd-und-antisemitismus-warum-parteimitglieder-die-afd.862.de.html?dram:article_id=378546

  24. Korbinian meint:

    Also Bernd Höcke hat hier in Köln im Maritim und angeschlossenen Räumlichkeiten Hausverbot.
    Er kann es ja als Transvestit Landolfine Ladig versuchen ;)

  25. Korbinian meint:

    Betr.: Offene Grenzen
    Ob cenki und seine Meenzer Habibis am Wochenende in Oberhausen sind?
    Da verkündet ja Schuhputzer Yildirim wieder große Weisheiten des Gangbangstars aus Ankara.

  26. Jakobiner meint:

    Jetzt geht Petry nach Höcke auch gegen Poggenburg vor: Er soll NS-Zitate in seinen Reden verwendet haben. Gauland wiederum kritisiert die Petry scharf, da sie sich “der CDU anpasst”.

  27. Ja, heute tagt der AfD-Vorstand wieder. Mal schauen, ob Poggenburg dort auch ärger bekommt.

  28. Afd fällt auch in der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen. Mitte Januar lag sie noch bei 13%. Heute nur noch bei 10%.

  29. Die AfD Berlin hat ihre Vorstandswahlen massiv manipuliert und versucht nun, das Ganze zu vertuschen:

    http://www.focus.de/politik/deutschland/berlin-manipulationen-bei-vorstandswahlen-wie-die-afd-mut-zum-wahlbetrug-bewies_id_6651817.html

  30. Insbesondere Frau Storch ist tief darin verstrickt.

  31. “..(1) Die deutsche Wirtschaft betreibt in ihrem Interesse die gegebene Einwanderungspolitik. Merkel und die CDU orientiert sich daran…” (Zitat: Leo)

    Das halte ich für ein Gerücht, Leo! Zum Höhepunkt der Flüchtlingswelle gab es z.B. von Daimler-Zetsche ein paar euphorische Willkommensworte. Wieviel Flüchtlinge arbeiten heute beim Daimler?

    Eher hört man von Arbeitgeberfunktionären, daß es einen langen Atem brauche, bis diese Menschen soweit wären in den Betrieben gewinnbringend(!) eingesetzt werden zu können.

    Du hast doch sicher die Zahlen, Leo, wieviel Flüchtlinge in der Industrie, im Handel, im Handwerk, kurz in der Wirtschaft untergekommen sind?

    Von ihren Arbeitsgenehmigungen mal ganz zu schweigen…

    Im Moment werden sie (bis ins Alter von 26, ist das richtig?) durchs deutsche Schulsystem geschleust. Danach käme eine berufliche Ausbildung. Wir reden also von Zeiträumen von ca. 5 Jahren, den damit verbundenen entsprechenden Kosten und dem aus heutiger Sicht ungewissem Ausgang dieses Experimentes, einverstanden?

  32. Korbinian meint:

    Wenn Fratzscher schon so argumentiert leigt doch einiges im Argen:

    http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-02/investitionen-exportueberschuesse-unternehmen-banken

  33. Ceuta: Fast 500 schafften es über das Zaunsystem von Afrika direkt in die EU!

    Genau 497 Afrikanern gelang der Grenzdurchbruch bei Tarajal. Sie waren heute Morgen um 6 Uhr an vier verschiedenen Stellen gleichzeitig zum Sturm auf die Grenzbefestigungen angetreten. Damit waren die Polizeien auf beiden Seiten der Grenze überfordert, die nur etwa hundert der insgesamt 600 Afrikaner aufhalten konnten. Taktisch gingen sie ähnlich vor wie am 9. Dezember des Vorjahres.

    Die Zahl der Durchbrecher kann sich noch erhöhen, denn vielen gelang unkontrolliert die Flucht weg von der Grenze in die Stadt hinein. Denn ihre einzige Chance ist es das offizielle Flüchtlingszentrum CETI dort zu erreichen um NUR DORT einen Asylantrag stellen zu können! CETI ist zur Zeit bei einem Fassungsvermögen von 512 Asylanten mit 620 Asylanten (vor dem Sturm von Heute!) rund 20% überbelegt. Die durchschnittliche Verweildauer beträgt derzeit 140 Tage. Die Zustände in CETI mag sich jeder selbst vorstellen.

    Während ein Teil der Afrikaner noch immer den Weg über die 6m hohen Zäune mit Stachel- bzw. NATO-Draht sucht, gehen andere zunehmend mit schwerem Gerät gegen die Absperrungen vor. Wer hingegen in der Stadt, oder gar gleich an der Grenze erwischt wird, muss damit rechnen, direkt auf dem kleinen Dienstweg durch Türen im Zaunsystem an Marroko zurückgegeben zu werden. 25 Grenzdurchbrecher und 11 Polizisten der GUARDIA CIVIL wurden verletzt. Von Verletzten auf Seiten der marrokanischen Polizei liegen keine Angaben vor.

    Das Grenzsystem erinnert fatal an die innerdeutsche Grenze zur Zeit der DDR, wenngleich es keine Minen, Selbstschussanlagen und Schießbefehle gibt, bisher…
    ______

    Im folgenden Link gibt es Luftaufnahmen von CEUTA und MELILLA zur Übersicht und der Grenzinstallationen VALLA FRONTERIZA zum Anklicken:

    http://www.elmundo.es/elmundo/2014/graficos/mar/s3/valla_frontera_melilla_ceuta.html

    In diesem Link gibt es eine Bildergalerie zu den Ereignissen in CEUTA:
    http://www.elmundo.es/album/sociedad/2017/02/17/58a6d22622601d43108b45b9.html

  34. Nachtrag zu oben:
    Wenn CETI zusätzlich die rund 500 Asylanten von Heute aufnehmen müssten dann befänden sich rund 1.120 zum Teil verletzte Menschen in einer Anlage die für 512 Personen geplant worden ist. Sie wäre also um 118% überbelegt. Die bisherige Regelung, über die Asylanträge in der Exklave Ceuta zu entscheiden, ist damit nicht mehr weiter durchführbar!

  35. Petry geht jetzt juristisch gegen Elsässer vor. Der ist außer sich.

    https://juergenelsaesser.wordpress.com/2017/02/17/skandal-petry-geht-juristisch-gegen-compact-vor/

  36. almabu,
    könnte es sein, dass dir noch nie aufgefallen ist: Die CDU ist eine Wirtschaftspartei? Und als solche hat sie u. a. 2005 den Kurs gewechselt und wirtschaftskonform Deutschland als Einwanderungsland anerkannt.

    Ist dir auch nie aufgefallen, wie überwiegend positiv der Wirtschaftsteil der jeweiligen deutschen Hauptmedien die Einwanderung, auch die von Flüchtlingen, kommentieren? (Ausnahmen bestätigen die Regel.)

    Die Wirtschaft hat ein Problem damit, dass die Staatsseite der Qualifizierung und Beschäftigung zu viele Hürden in den Weg stellt und zu wenig für die Integration in den Arbeitsmarkt investiert.

    Jetzt versucht Merkel die Balance zu finden:
    zwischen einer recht deutlichen einwanderungsgegnerischen Mehrheit
    und einer eher einwanderungsfreundlichen Wirtschaft.

    Wir, als Linke, können da nur zuschauen. Wir zählen politisch kaum.

  37. Petry kämpft um ihre politische Existenz.
    Ob das momentane Ringen wirklich inhaltliche (konzeptionelle und/oder strategische) Gründe hat? Strategische wohl schon: Höcke & Co gehen ihr für den Moment zu weit, denn sie würde der AfD gern die Option eröffnen, mal eines Tages mit der Union koalieren zu können. Irgendwie eine FPÖ-Variante für Deutschland zu werden. Da darf man nicht zuuuu weit nach rechts gehen, nicht so weit wie Höcke.

    Meuthen und Gauland sehen das anders.

    Wie gesagt, ich sehe Petry untergehen. Aber bis es so weit ist, erleben wir noch einige Spektakel.

    Auf jeden Fall ist es eine gute Entwicklung: Die eindeutig Braunen und die Angebräunten trennen sich mit heftigem Krach von denen, die auf keinen Fall braun sein wollen und sich nicht völlig abnabeln wollen von der politischen Mitte.

    Eine nach Petrys Untergang richtig braun gewordene AfD wird trotzdem über 5% und vielleicht sogar über 10% bleiben. Der Prozentsatz der Faschismusanfälligen in Deutschland liegt immerhin bei ca. 20%. Das war auch schon vor dem Auftauchen der AfD so. Da gibt es also ein ziemliches Reservoir.

    In der Krise kommt bei einem erheblichen Teil der Bevölkerung der Faschist zum Vorschein. Man kann ihn schon vorher bemerken, wenn man Gelegenheit hat, mit solchen Leuten länger und politisch intimer zu diskutieren. Dann merkt man, dass sie völkisch und autoritär ticken und zu pöbelhaften Reaktionen neigen. Und wenig Sinn für Fakten, Kooperation und Kompromiss haben.

    Unser zuletzt als “Detektiv” schreibender AfD-Fan hat sich für Höcke ausgesprochen, gegen Petry und den Parteiausschluss.

    Das ist konsequent von ihm. Auch wenn er meistens so getan hat, als ob er ein ganz ganz Gemäßigter wäre. Immer konnte er es nicht durchhalten. Er war ja unter anderen Namen auch schon hier und hat dann doch gelegentlich die Sau rausgelassen.

    Im Moment juckt ihm der Finger – schreibt aber nichts, denn er weiß noch nicht recht, wie er sich aus der Höcke-Petry-Affäre ziehen soll. Na, am Ende kommt er wieder – unter wer weiß welchem Namen – und applaudiert denen, die Petry und ihre Fraktion gestürzt und aus der AfD gedrängt haben.

    Schließlich geht es ihm (wie Höcke & Co) um die völkische Revolution und nicht nur um eine Politik der weitgehenden nationalen Abschottung.

  38. Die 30 DAX-Konzerne, die „Creme de la creme“ der deutschen Wirtschaft, verantwortlich für 1.100 Milliarden €uro Umsatz erwirtschaftet durch 3,5 Millionen Beschäftigte stellten 2016 zusammen genau 54 Flüchtlinge ein!

    50 Flüchtlinge stellte die POST ein,
    02 Flüchtlinge stellte SAP ein und
    02 Flüchtlinge stellte MERCK ein, macht
    54 Flüchtlinge in der Summe, irgendwann nützlich für die Wirtschaft?

    Leo, was Merkel oder die CDU 2005 sagte und was die Wirtschaft 2016 machte, das sind zweierlei Schuhe!

    Die folgenden Fakten sind dem verlinkten FAZ-Artikel entnommen:

    Der DAIMLER Zetsche, der vollmundig vor der IAA die Flüchtlinge als die verzweifelt gesuchten hochmotivierten Arbeitnehmer angepriesen hatte, hat übrigens keinen Einzigen eingestellt! DAIMLER suche noch unter den 135.000 als arbeitslos gemeldeten Flüchtlingen, von denen 100.000 nicht die geringste Qualifikation besitzen.

    Insgesamt habe es im Juni 2016 übrigens 665.000 offene Stellen gegeben.
    Arbeitsministerin Andrea „die unsägliche“ Nahles, bezeichnet Flüchtlinge inzwischen nicht mehr als Arbeitskräfte von Morgen, sondern von bestenfalls Übermorgen!

    Die Bundesagentur für Arbeit sieht die Mängel in der fehlenden Sprachqualifikation auf benötigtem Level. Die DAX Konzerne haben inzwischen eine geringe Zahl von Praktikumsplätzen exklusiv für Flüchtlinge eingerichtet, von denen gerade mal 20% besetzt sind…

    Leo, bei allem Respekt, eine Erfolgsgeschichte liest sich anders, oder?
    ––––––
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/welcher-konzern-stellte-fluechtlinge-ein-14322168.html

  39. almabu,
    ich versteh nicht so ganz, wie du das auf die Politik der offenen Grenzen beziehst, die von der Wirtschaft propagiert wird. Natürlich dauert es eine Zeitlang, bis die Flüchtlinge hinreichende Qualifikationen erworben haben. Es dauert mehrere Jahre.

    Die offizielle Wendung zur Einwanderungsgesellschaft (informell war Deutschland das schon seit den 60er Jahren) war für die Konservativen ein großer (und für die konservativen Wähler ein überraschender) politischer Schritt. Seither betreibt die Bundesregierung nicht mehr nur Abwehrpolitik, sondern auch Integrationspolitik.

    Und schau dir mal an, wie hoch der Migrantenanteil bei den Firmen ist! Die meisten Firmen könnten ohne Migranten (erste, zweite Generation) nicht mehr existieren.

    Es geht auch nicht um eine Erfolgsgeschichte, sondern um eine Wende.

    Welchen Sinn macht es, die jeweilige Realität immer primär an einer Phantasie des Ideals zu messen?

    Ich finde es schon einen Fortschritt, dass Firmen ÜBERHAUPT Flüchtlinge einstellen (können und wollen), und dass man überhaupt in Erwägung zieht, ein erheblicher Teil der Flüchtlinge könnte in Deutschland bleiben. Das war früher mal anders!

  40. Auf Facebook hat jemand Marcus Pretzel angeschrieben:
    “Wenn Höcke geht wähle ich DIE REPUBLIKANER! Merk dir das du Saboteur! ”

    Antwort von Pretzel:
    “Tun Sie das! Höcke ist draußen. Politisch ist die Entscheidung längst gefallen. Juristisch wird sie nur noch nachvollzogen. “

  41. Die AfD steht nun auch in der Emnid-Umfrage bei 9%.

  42. Jakobiner meint:

    Elsässer mobiliisert jetzt zur Palastrevolte gegen Petry/Pretzell und Weidel:

    https://juergenelsaesser.wordpress.com/2017/02/15/wahnsinn-nun-auch-ausschlussantrag-gegen-poggenburg/#more-8677

    https://juergenelsaesser.wordpress.com/2017/02/17/skandal-petry-geht-juristisch-gegen-compact-vor/

    Höcke will jetzt nicht mehr für den Bundestag kandidieren, sondern in seinem Bundesland antreten, wo bald Wahlen bevorstehen und er sich fulminanter Stimmenzuwächse für die AfD erhofft, womit er zeigen will, wie unersetzlich er dort für die Partei ist.

  43. Jakobiner meint:

    Wohlgemerkt: Der Höcke entschuldigt sich für den “falschen Tonfall”,nicht aber für den Inhalt seiner Rede. Wie der von KM verlinkte ZEIT-Artikel zeigt, bietet diese keinerlei “Interpretationsspielraum”.

  44. Jakobiner meint:

    Es gibt aber asuch Gegenbewegung:Die Proeuropäer formieren sich jetzt: 300 Intelektuelle der Spinelligruppe, die für einen europäischen Zentralstaat mit einem echten EU-Parlament, Staatshaushalt und EU-Regierung eintreten rufen am 25.3. 2017 zum Marsch auf Rom für eine Wiederbelebung Europas auf, um gegen den erstarkenden Nationalismus in Europa einen Kontrapunkt zu setzen

    http://www.marchforeurope2017.eu/academic-community-launches-appeal-in-support-to-the-march-for-europe/

  45. Jakobiner meint:

    Demoaufruf für den Marsch für Europa in Rom: Mobilisierungswebseite mit den neuesten Updates:
    http://www.marchforeurope2017.eu/

  46. Hier ist eine Übersicht über die diverse Spaltungskämpfe innerhalb der AfD. Neben dem Bundesvorstand sind mindestens sieben Landes-AfD betroffen.

    http://www.express.de/news/politik-und-wirtschaft/neuer-afd-skandal-was-machte-hoecke-auf-der-nazi-demo–25765530

  47. Eine bemerkenswerte Übersicht.

    Ein Hauptproblem der Rechtsradikalen und Rechtspopulisten ist der zu große Anteil an giftigen Typen, an hoffnungslos politikunfähigen Eiferern.

    Gerd Wilders in Holland hat das Problem aufgrund der dortigen gesetzlichen Möglichkeiten ideal gelöst: Er ist einziges Mitglied seiner Partei, der PVV.

    Die AfD bräuchte – da das Parteiengesetz in Deutschland sowas nicht erlaubt – dringend einen charismatischen Führer, also einen, dessen Autorität jede innere Opposition und jeden Alleingang einzelner überwältigt.

    Aber grade so eine autoritäre charismatische Führerfigur in Deutschland ist aufgrund unserer Geschichte – U N M Ö G L I C H.

    Es ginge also auch bei der AfD nur mit gutem Teamwork, und das erfordert eine gewisse Toleranz gegenüber Abweichungen und Meinungsverschiedenheiten und Temperamentsunterschieden.

    Wie aber kriegt man das Konstruktive hin, wenn man politisch auf Hass, Verachtung, Radau, Unanständigkeit, Aggression, Diskriminierung, Ausgrenzung setzt? Bösartige Politik braucht bösartige Charaktere. Blinde Politik braucht blinde Augen. Faktenverachtende Politik braucht faktenverachtende Hirne.

  48. Das Problem der AfD ist der kleinste gemeinsame Nenner. Zu Luckes Zeiten war es die Euro-Krise. Als die im Tagesgeschäft immer unbedeutender wurde, kamen die Rechtskonservativen mit Ihrer Forderung nach deutlich härterer Gangart gegen Ausländer. Das wollten die Rechtsliberalen aber nicht. Die Folge war die erste Spaltung. Der nächste kleinste gemeinsame Nenner waren die Flüchtlinge. Nachdem sich das alles stark beruhigt hat, wollen die Völkischen nun die gesellschaftliche Revolution, das wollen die Rechtskonservativen aber nicht.

  49. Die AfD fällt auch in der neuesten INSA-Umfrage um einen Prozentpunkt. Der Rückgang in den letzten vier Wochen beträgt hier schon 3,5 Prozentpunkte.

    Zudem gibt es parteiinterne Befürchtungen, dass der Verfassungsschutz nun bald die Partei beobachten könnte:

    http://www.focus.de/politik/videos/nach-hoecke-rede-fuerchterliche-angst-interner-brief-verraet-wen-die-afd-jetzt-am-meisten-fuerchtet_id_6676006.html

  50. Nächstes Kapitel in der Spaltung der AfD: Petry verhindert, dass Gauland und Meuthen eine Rundmail gegen den Ausschluss von Höcke an AfD-Mitglieder verschicken können, obwohl Meuthen dazu die Berechtigung hätte.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/a-1135649.html

  51. Fantomas007 meint:

    “Die 30 DAX-Konzerne, die „Creme de la creme“ der deutschen Wirtschaft, verantwortlich für 1.100 Milliarden €uro Umsatz erwirtschaftet durch 3,5 Millionen Beschäftigte stellten 2016 zusammen genau 54 Flüchtlinge ein!

    50 Flüchtlinge stellte die POST ein,
    02 Flüchtlinge stellte SAP ein und
    02 Flüchtlinge stellte MERCK ein, macht
    54 Flüchtlinge in der Summe, irgendwann nützlich für die Wirtschaft?”

    Um es mal ganz einfach und in Kürze darzustellen:

    Natürlich sind sie für die Industrie nützlich. Die Flüchtlinge können trotzdem nützlich sein, auch wenn sie nicht direkt bei den Dax-Unternehmen beschäftigt sind.

    Es reicht, wenn sie in den Zulieferbetrieben unterkommen. Es reicht, wenn sie weiter in der Kette der Zulieferbetriebe z.B im Transportwesen und anspruchsvollen wie anspruchslosen Dienstleistungsbetrieben unterkommen, die Auftragnehmer für die Zulieferbetriebe sind. Dies würde auch die Kosten für die Dax-Konzerne indirekt senken oder zumindest dafür sorgen, dass die Kosten langsamer steigen und somit dafür sorgen, dass sie weiterhin konkurrenzfähig gut aufgestellt sind und bleiben. Und generell ist für die Industrie immer wichtig, dass die Zahl der Konsumenten steigt. Dies hätte für die Nahrungsmittelindustrie einen direkten Umsatzschub, und im Hochtechnologiebereich einen indirekten, durch die Firmen, die diese Technologie brauchen, um das einfache Volk zu bedienen. Je mehr Menschen, desto mehr Maschinen, um es mal ganz einfach auszudrücken.

    Alleine letztes Jahr ist knapp 0,3 % des Zuwachses des Bruttoinlandsproduktes den Flüchtlingen zu verdanken, die einfach dafür gesorgt haben, dass mehr konsumiert wurde, natürlich mit dem Geld, dass der Staat reingepumpt hat. Langfristig rechnet man sogar mit 0.7%.

    Man kann das als eine Art Konjunkturprogramm betrachten, zumal dies auch bei einem Finanzminister wie Schäuble, der gern auf dem Geld sitzen bleiben möchte, anders nicht zu holen gewesen wäre. Er möchte ja gerne Schulden begleichen, die sowieso nie werden beglichen werden können. Wozu Geld in etwas stecken, dass früher oder später so oder so anders gelöst werden wird, wenn die Schulden bei genügend Industrieländern zu einem großen Problem geworden ist. Man wird sich zusammensetzen und plötzlich wird aus dem Hut etwas gezaubert werden, was der gemeine Mann auf der Straße nicht verstehen und sich fragen wird, wieso man sie so lange verarscht und an der kurzen Leine gehalten hat.

    http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-12/konjunktur-deutsche-wirtschaft-ausgaben-fluechtlingskrise-konsum

  52. Mich würde mal interessieren, wie viele Flüchtlinge überhaupt arbeiten dürfen. Die 500 000 mit noch laufenden Verfahren dürfen, meines Wissens nach, zumindest nicht arbeiten.

  53. Die AfD fällt in der neuesten Forsa-Befragung auf 8%.

  54. Jakobiner meint:

    Kon junkturprogramm ist gut. Das würde aber nicht nur für Flüchtlinge zutreffen. Genauso hätte man Arbeitslosengeld I die Hartzsätze erhöhen können, die Steuern senken, etc., um die Kaufkraft zu stärken, was ja angeblich immer nicht ging. Den betroffenen Deutschen wird schlecht erklärbar sein, warum all dies trotz Gürtel-Enger-Schnall-Austeritätspolitik nicht gehen soll, aber bei Flüchtlingen doch–zumal da auch urplötzlich 26 Milliarden Euro zusätzliche Mittel scheinbar aus dem Nichts mobilisiert werden können, während es zuvor hieß: Es ist kein Geld da und man kann nur das verteilen, was man auch erwirtschaftet hat.

  55. Das würde nicht so zutreffen, weil die Flüchtlinge das Geld wieder ausgeben müssen, um ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen. Das würde die Bevölkerung nicht machen, zumal nicht viel Geld von den 26 Milliarden Euro herumkommen würde. Die 26 Milliarden Euro sind für fünf bis sechs Jahre gedacht. Das sind etwa 310 Euro pro Flüchtling (bei 1,4 Millionen Flüchtlingen) pro Monat. Also nur ungefähr 5,20 Euro monatlich pro Einwohner bzw. 72 Euro pro Monat für ALG I und Ii-Empfänger.

  56. Petry bekommt jetzt von Gauland ärger, weil sie sich mit Schirinowski getroffen hat. Der ist selbst Gauland zu radikal: http://www.bild.de/politik/inland/alternative-fuer-deutschland/vorstand-erhoeht-druck-auf-petry-50538484.bild.html

  57. In der neuen Allensbach-Umfrage fällt die AfD von 11,5% auf nur noch 8,5%.

  58. Korbinian meint:

    Ich glaub nicht dass er Gauland zu radikal ist. Der Gauländer Gauleiter sucht gerade nach Möglichkeiten Petry an den Karren zu pinkeln,

  59. Fantomas007 meint:

    “Es ist kein Geld da und man kann nur das verteilen, was man auch erwirtschaftet hat.”

    Das ist nichts anderes als eine Floskel. um das einfache Volk zu verarschen. Und leider glauben das auch die meisten. Zumindest bei Deutschland ist dieser Satz nichts als Verarsche. Ein Land, dass solch ein großes Handelsbilanzüberschuss hat und noch dazu das Glück hat im Eurosystem zu sein, braucht sich keine großen Sorgen um Geld machen.

    Ein bisschen schwieriger wäre es, wenn Deutschland noch die D-Mark hätte. Auch hier wäre der Handelsbilanzüberschuss zwar sehr hilfreich, aber in einem kleineren Währungsraum hätte ein groß angelegtes Konjunkturprogramm viel schneller den Effekt einer Geldentwertung, wenn die Inflation anzieht.

  60. Korbinian meint:

    Mittlerweile wissen wir (also hier aufm Blog) alle dass genug Geld da ist und es ist eine ziemliche Schande dass wir einen solchen Investitionsstau in Deutschland haben.

  61. Fantomas007 meint:
  62. Die Spaltung innerhalb der Parteispitze nimmt immer weiter zu. Vorstandsmitglied Driesang ist der Ansicht, Gauland benutze die Partei als Mittel der persönlichen Rache an der CDU. Der restliche Vorstand müsse zudem auf eine Linie gebracht werden. Gauland droht daraufhin mit dem “Sturm der Spaltung” und Absinken der Partei auf 4%.

    Zudem wollen Höcke-Unterstützer per Mitgliederentscheid sofortige Neuwahlen des Bundesvorstandes erzwingen, um Petry schnellstmöglich zu stürzen.

    http://www.tagesschau.de/inland/afd-373.html

  63. Jetzt wird es ganz eng für Höcke. Das Wall Street Journal hat nun eine Tonaufnahme vorgelegt, in der Höcke die geschichtliche Betrachtung Hitlers in Frage stellt.

    https://www.wsj.com/articles/german-politicians-comments-about-hitler-stoke-debate-1488912569

  64. Soll ich den Artikel des WSJ jetzt kaufen? Können Sie nicht erzählen, worum es darin geht?

  65. Hier ist noch eine Sekundärquelle: http://www.huffpost.com/de/entry/15236812

  66. Der letzte Link funktioniert nicht, hier ist die korrigierte Version:

    http://www.huffingtonpost.de/2017/03/08/hoecke-hitler-afd_n_15236812.html

Hinterlassen Sie einen Kommentar

*