Brauchen wir ein Islamgesetz?

islam

1

Ich zitiere zunächst die FAZ:

In der CDU wird der Ruf nach einem Islamgesetz lauter. Mehrere Spitzenpolitiker fordern, dass die Union die Forderung nach einem Islamgesetz ins Wahlprogramm aufnimmt. Die stellvertretende Parteivorsitzende Julia Klöckner sagte der „Bild am Sonntag“:

„Ein Islamgesetz kann die Rechte und Pflichten der Muslime in Deutschland auf eine neue rechtliche Basis stellen.“

Konkret soll darin laut Klöckner unter anderem der rechtliche Status der muslimischen Organisationen und Moscheevereine festgelegt werden.

Außerdem soll es ein Verbot einer Finanzierung aus dem Ausland enthalten. Auf der anderen Seite soll ein Anspruch auf muslimische Seelsorger in Gefängnissen, Krankenhäusern und Pflegeheimen sowie das Recht auf islamische Bestattungen geregelt werden.

Klöckner plädierte zudem für ein Moscheen-Register, „damit wir wissen, wie viele Moscheen es in unserem Land gibt, wo sie sind, wer Träger und wer Finanzier ist.“

Der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der Union (MIT), Carsten Linnemann, unterstützt das Projekt: „Die radikal-islamischen Ideen dürfen nicht weiter um sich greifen.

Zustimmung kommt auch von der Jungen Union. Deren Vorsitzender Paul Ziemiak sagte der Zeitung:

„Der Staat muss wissen, wo Moscheen sind und was in ihnen passiert. Wenn dort kein Deutsch gesprochen und ein radikaler Islam gepredigt wird, muss Integration scheitern.“

Braucht man ein Islamgesetz, um herausfinden zu können, wieviele Moscheen es gibt und wo und unter welcher Leitung, mit welcher Orientierung, und wie finanziert?

Braucht man ein Islamgesetz, um das in dieser Sache Nötige zu tun, also etwa die Finanzierung des Politislams von DITIB durch Ankara zu beenden?

Auch frage ich mich, warum man Moscheebesuchern, die nicht gut Deutsch sprechen, keine Predigt auf Arabisch geben sollte.

Predigten SOLLEN zu Herzen gehen – dafür MÜSSEN sie in der Muttersprache gehalten werden.

In der Sprache liegt ja nun wohl nicht das Problem.

Die Forderung nach einem Islamgesetz und einem Deutschzwang ist Populismus.

2

Wenn ich ein Islamgesetz ablehne, muss ich allerdings trotzdem eine Antwort geben auf die Fragen, die sich etwa nach Schreibers Freitagspredigt-Bericht ergeben. (Siehe dazu meinen Artikel davor, den zu DITIB.)

Was tun?

Diese Frage stellen wir bitte all denen, die – mit guten Gründen – ein Gesetz ablehnen, das den Islam herausgreift und unter Pauschalverdacht stellt.

(Auch wenn, wie wir zugeben müssen, nun ein gewisser Pauschalverdacht gegen die Predigten in unseren ca. 3000 Moscheen berechtigt erscheint.)

Wir werden DITIB-Moscheen künftig wie Salafisten-Moscheen betrachten und behandeln müssen. Sie sind primär politische Vereine mit einer gegen Integration und konkret auch gegen Deutschland ausgerichteten Stoßrichtung.

Also: Keine Kooperation mehr mit DITIB.

Dazu braucht man kein Islamgesetz.

Zweitens wird man den Verfassungsschutz bemühen müssen. Der Chef der DITIB, Erdogan, hat mit seinen Kriegserklärungen und nicht zuletzt mit seiner Warnung, seine Türken könnten zu Dschihadisten werden, wenn wir uns nicht den türkischen Forderungen beugen, deutlich gemacht, dass wir alle DITIB-Aktivitäten misstrauisch beobachten müssen.

Drittens muss die Finanzierung aus der Türkei unterbunden werden, ebenso der Imam-Transfer aus der Türkei.

Viertens sollte einen Meldepflicht für Moscheen sowie ein Melderegister eingerichtet werden.

Fünftens: Ich erwarte mir, dass die Politik klarstellt: Der DITIB-Islam ist nicht Deutschland-kompatibel.

3

Was WIRD geschehen?

Meine Prognose:

Die Forderung nach einem Islamgesetz ist unter Konservativen und bis weit in die Mitte und in die Linke hinein so populär, dass sie sich durchsetzen wird.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass die CDU-Basis bzw. auch die CSU diese Forderung gegen den Willen der CDU-Parteiführung ins Wahlprogramm schtreiben werden.

Die Union macht damit auf jeden Fall Wählergewinne.

Etwas Ähnliches sehe ich für den Doppelpass voraus.

Ich halte es für falsch, ihn abzuschaffen. Aber er wird abgeschafft werden. Dank Erdogan und der Erdotürken.

Er wird in der nächsten Legislaturperiode beseitigt oder stark eingeschränkt werden, weil das überaus populär ist.

Wenn es nicht die nächste Legislaturperiode sein wird, dann eben die übernächste.

Der Druck auf die Politik wird steigen, endlich etwas zu tun gegen diejenigen, die sich ungeniert als Feinde im Innern organisieren. Die Mehrheit wird zuschlagen, auch wenn sie dabei das Kind mit dem Bad ausschüttet.

4

Die Aufgabe ist komplex:

Was können wir tun, um die Muslime in Deutschland zu integrieren – und den nicht integrationswilligen Teil der Muslime, der die säkulare moderne Umwelt und die liberale Politik für eine Bedrohung hält, isolieren und nach Möglichkeit zahlenmäßig klein halten?

Das ist die konstruktiv formulierte Aufgabe.

Die destruktive Lösung liegt den Bürgern näher.

Die Zeit ist dafür noch nicht reif, aber ich rechne auf längere Sicht mit drastischen Gesetzen gegen die sich abschottenden Teile der Muslime.

Deutschland ist eine Demokratie – die Politik in Berlin wird sich auf Dauer nicht dem Druck der Bürger widersetzen können, widersetzen wollen.

Die Abschottungsmoscheen, die Abschottungsimame stehen vor einem Dilemma:

Wenn die Abschottung nicht gelingt und die Muslime sich tatsächlich integrieren, werden die sie (bzw. ihre Kinder) irgendwie westlich, säkular, liberal.

Wenn die Abschottung gelingt, werden sie isoliert und am Ende aus dem Land gedrängt werden.

So oder so, der Islam in Deutschland wird am Ende ein europäischer, aufgeklärter Islam werden.

Kommentare

  1. Natürlich brauchen wir kein Islamgesetz – was für ein Unsinn!

    Wir brauchen endlich eine Säkularisierung, die diesen Namen auch verdient: Abbau von ungerechtfertigten Privilegien und nicht Aufbau von neuen.

    Alles andere ist kontraproduktiv.

  2. Eine Säkularisierung bzw. Säkularität, die diesen Namen verdient, haben wir – erfreulicherweise. Ein paar Nachbesserungen wären wünschenswert, aber alles in allem ist Deutschland ein säkulares Land mit säkular orienterter Bevölkerung und Politik.

  3. Jakobiner meint:

    Zu Leo Brux: Das Islamgesetz beinhaltet ja viele deiner eigenen Forderungen, warum also dagegen sein? Obwohl richtig sein mag, dass man diese auch ohne ein eigenes Gesetz realisieren könnte.Aber so wird die Angelegenheit systematisiert.

  4. Korbinian meint:

    Wäre es konstruktiv wenn man z.B. die Freitagspredigten in Arabisch und Türkisch von einer Behörde autorisieren ließe in der mehrere Referate von liberalen bis hin zu traditionellen Muslimen organisiert sind?

  5. Es geht nicht, dass sich der Staat in Predigten einer Religionsgemeinschaft einmischt. Die sollen predigen, wie sie wollen. Eine Religionsbehörde wie in der Türkei wäre in Deutschland schlicht unmöglich.

    Wichtig ist, dass wir einigermaßen Bescheid wissen, was da läuft.

    Wenn über eine Moschee oder einen Moscheeverband integrationsschädliche Arbeit geleistet wird, kann man das machen, was man ja schon gegenüber salafistischen Moscheen und Gruppen macht. Erstens gibt es rechtliche Grenzen, deren Überschreitung man ahnden kann. Zweitens gibt es die Ausgrenzung und die damit verbundenen Schwierigkeiten, in die eine Moschee bzw. ein Moscheeverein und Moscheeverband dadurch geraten kann. Drittens muss man die staatlich-türkische Finanzierung und Personalpolitik bei DITIB unterbinden – aus dem Grund, dass die Türkei inzwischen eine Diktatur ist. Im Falle von Saudi-Arabien hat Deutschland das übrigens gemacht – die Wahhabiten mussten ihre teure Einrichtung schließen.

    Soviel sollte erst einmal reichen.

    Wichtig ist dann auch die konstruktive Seite. Integrative Orientierung muss angeregt, möglich gemacht, gefördert und belohnt werden. Grundvoraussetzung dafür: keine Islamophobie! Der Islam ist ein Teil von Deutschland.

  6. Warum, Jakobiner?

    Weil man nicht für eine Religionsgemeinschaft ein eigenes Gesetz machen sollte. Ein Gesetz muss für alle Religionsgemeinschaften gleich gelten.

  7. Das Thema Islamgesetz hat sich vorläufig offenbar sowieso erledigt?

    http://www.faz.net/aktuell/politik/harte-bretter/kommentar-zum-islamgesetz-islam-chinesisch-14955883.html

  8. Jakobiner meint:

    “Weil man nicht für eine Religionsgemeinschaft ein eigenes Gesetz machen sollte. Ein Gesetz muss für alle Religionsgemeinschaften gleich gelten.”

    Da bin ich anderer Ansicht. Der Islam ist nun einmal keine Religion wie alle anderen, sondern hat den Islamismus auf weltweiter Ebene hervorgebracht. Eine ähnliche, expansionistische Ideologie hat weder das heutige modernisierte Christentum, der Hinduismus oder der Buddhismus hervorgebracht oder gar diesen Terrorismus.Von daher ist also ein spezielles Gesetz, das diese spezielle Problem addressiert, überfällig.

  9. Islamismus ist eine Sonderform des Nationalismus – nach dem Motto “wir gegen die”. Und der Nationalismus wuchert weltweit. Mit Religionen hat das nur insoweit zu tun, dass Nationalisten einen gemeinsamen Nenner brauchen um viele Leute auf ihre Seite zu ziehen.

    Es braucht ein Nationalismus-Gesetz.

  10. Korbinian meint:

    @KM

    Die Lösung ist die Weltmonarchie, geführt von der kaiserlichen Majestät.

  11. Jakobiner meint:

    “Es braucht ein Nationalismus-Gesetz.”

    Interessante Idee, nur wo beginnt der Nationalismus und wer definiert das? Ist Patriotismus dann schon Nationalismus und wie verhält es sich mit dem wirtschaftlichen Standortnationalismus und dem Wirtschaftsnationalismus? Ist Heimatverbundenheit schon Nationalismus? Was ist der anzustrebende Zustand? Der Kosmopolitismus oder Globalismus, das Europäertum, “die Weltmonarchie, geführt von der kaiserlichen Majestät”? Ist wer nicht Weltbürger sein will, sondern nur Deutscher schon Nationalist? Ist, wer sich Europa als Europa der Vaterländer oder nur als Binnenmarkt ohne politische Union, sondern subsidär am Nationalstaat ausgerichtet denkt schon Nationalist? Zumal sich ja der vielbeschworene, angeblich harmlose Patriotismus in Krisenzeiten ja schnell zum Nationalismus radikalsiiert, die Grenzen also schwimmend sind wie zwischen Islam und Islamismus.

  12. Patrioten betonen die positiven Dinge Ihres Landes/Kultur. Nationalisten betonen die Unterschiede und fördern die Abgrenzung.

  13. Jakobiner meint:

    Die Hauptorganisationsform der Weltpolitik sind immer noch die Nationalstaaten mit ihrem Staatshaushalt, der aus einer nationalen Solidargemeinschaft über Steuern und Abgaben erhoben wird. Ist dann also schon einer Nationalist, der angesichts des Flüchtlingszustroms Gedanken und Sorgen um die Finanzierbarkeit und die Kosten und Auswrikungen macht? Oder ist dies dann Sozialdarwinismus und Wohlstandschauvinismus, auch bei Hartzlkern Geringverdienern, und armen Rentnern, denen es ja wie 3.Welt-Helferteams betonen immer noch glänzend geht angesichts der noch prekäreren Zustände in den Flüchtlingsländern?

  14. Ein Europa der Vaterländer ist prinzipiell nur ein Vorwand um langfristig eigene Interessen durchzusetzen (z.B. Wiederherstellung der Grenzen von 1937). Hier erhoffen sich deutsche Nationalisten einen Vorteil durch die individuelle Stärke Deutschlands, um dann Druck auf die anderen Vaterländer auszuüben. Deswegen sind diese Leute auch grundsätzlich gegen die “ethnopluralistisch” viel logischere Idee eines Europas der Regionen, weil Deutschland hier in 4-5 Regionen gegliedert wäre.

  15. Jakobiner meint:

    “Patrioten betonen die positiven Dinge Ihres Landes/Kultur. Nationalisten betonen die Unterschiede und fördern die Abgrenzung.”

    Sehr idealtypische Einteilung: Trump, Seehofer , Putin und Orban bezeichnen sich aber wie ihre Anhänger als Patrioten. Nationalist will keiner sein.Die Grenzen sind doch verschwimmend.

  16. Jakobiner meint:

    “Deswegen sind diese Leute auch grundsätzlich gegen die “ethnopluralistisch” viel logischere Idee eines Europas der Regionen, weil Deutschland hier in 4-5 Regionen gegliedert wäre.”

    Völlig durchgeknallt: Auch noch ein Europa der Regionen, dass dann in Lokalpatriotismen/nationalismen ausufern würde und die völlige Zersplitterung des Kontinents bedeuten würde. Die völlige Regression.Zumal auch die CSU für ein Europa der Regionen eintritt, da Bayern da ganz groß rauskäme. Aber setzt man dies mal in Gang würden sich auch noch die Franken und Schwaben von Bayern loslösen und ihre eigene Region beanspruchen.

  17. Jakobiner meint:

    Das “logische” und konsequente Zuendedenken dieses Europa der Regionen sind dann die Reichsbürger, die ihre eigenen Staaten ausrufen.

  18. Die meisten Nationalstaaten kooperieren international indem sie Gemeinsamkeiten finden und fördern. Nationalisten betonen die Unterschiede.

    Es kommt darauf an, was man sich für Sorgen über Flüchtlinge macht. Wenn Sie ein Problem mit Flüchtlingen hätten, weil diese Menschen keine Deutschen sind, dann wären Sie mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ein Nationalist.

  19. Deswegen sind Nationalisten so an größtenteils eigenständigen Vaterländern interessiert. Bei europäischen Bundesstaaten, stark kooperierenden Nationalstaaten oder Regionen können sie ihre Ansichten nicht durchsetzen.

    Ich sehe die Grenze zwischen Patrioten und Nationalisten nicht als verschwimmend an.

  20. Jakobiner meint:

    Heribert Prantl über das Islamgesetz, wobei er Fritz den Großen und dessen religiöses Toleranzedikt zitiert und einen Generalverdacht gegen den Islam sieht, wobei er “Probleme”attestiert, für die es aber kein Gesetz bräuchte und vor einem Bismarckschen Kulturkampf warnt:

    http://www.sueddeutsche.de/politik/prantls-politik-ein-islamgesetz-ist-scheinheiliger-unsinn-1.3451450

  21. Jakobiner meint:

    Wobei die (ausländische) Finanzierung der Imame und Moscheen, sowie deren Unabhängigkeit und Ausbildung wohl nicht näher druch das jetzige Gesetz geregelt ist oder nur so, dass es ein Freibrief für Erdogan-DITIB, Muslimbrüder, Saudi-Wahhabismus/salafismus,etc. ist. Da geht Prnatl nicht näher darauf ein. Wobei die Frage ist, ob man dann anderen Religionen auch ihre ausländischen Finanzquellen abdrehen sollte oder dies nur bei Religionsgemeinschaften, die im Auftrage eines anderen Staates oder Verfassungsunmäßigkeit ihres spezifischen Glaubens anwenden sollte.

  22. Jakobiner meint:

    “Wenn Sie ein Problem mit Flüchtlingen hätten, weil diese Menschen keine Deutschen sind, dann wären Sie mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ein Nationalist.”

    Auch nicht so klar, denn wenn man einen begrenzten Staatshaushalt hat und nur eine begrenzte Zahl von Flüchtlingen bezahlen kann, wie dies etwa Sarah Wagenknecht sagt, wird ihr ja schon vorgeworfen, dass die nationalistisch und AfD-kompatibel sei. Oder eben der CSU wegen der Obergrenze, die aber auch ein Rupert Neudeck forderte. Und was ist mit all jenen Leuten, die darauf hjinweisen, dass der Staatshaushalt zuerst für Deutsche da sein müsse und dann für Ausländer? Ist auch das nationalistisch? Oder patriotisch? Oder sozialdarwinistisch oder wohlstandschauvinistisch?

  23. Fakt ist, der Staatshaushalt ist zuerst für Deutsche da. Der Bundeshaushalt beträgt etwa 1,3 Billionen Euro. Wenn er nicht zuerst für Deutsche da wäre, dann müsste er mehrheitlich, also über 650 Milliarden Euro jährlich, an Nichtdeutsche fließen.

  24. Zumal eine Begründung mit Geldausgaben für Nationalisten nur ein weiterer Vorwand wäre. Damit wollen die nur möglichst viele Menschen ansprechen. Nationalisten hätten kein Problem damit, den Staatshaushalt zu ruinieren, wenn das ihren Zielen hilft. Das Geld würde man sich dann anderweitig wiederbeschaffen.

  25. Jakobiner meint:

    Also, der Bundeshaushalt beträgt keine 1,3 Billionen Euro, sondern 348 Milliarden Euro. Und auch mit Landeshaushalten und Kommunalhaushalten dürfte man nicht auf 1,3 Billionen Euro kommen–woher stammt die Zahl? Zumal es hierbei ja im wesentlichen um den Sozialhaushalt geht–das ist etwa die Hälfte inklusive Rentenzahlungen.
    Geldausgaben sind zwar für Nationalisten ein Vorwand (bei Rüstungsausgaben,etc.dann wieder nicht…) , aber Geldausgaben sind eben auch für Nationalisten ein Begründungsmoment, da die Steuereinnahmen nicht unbegrenzt hochgefahren werden können, insofern man keine Ruinierung der Wirtschaft herbeiführen will–andernfalls müsste man den Kommunismus einführen und selbst da würde dann mittels Arbeitszeitäquivalenten verrechnet, die auch begrenzt wären, da die Arbeitszeit auch nicht beliebig ausdehnbar ist, insofewrn man die Bevölkerung nicht in Arbeitslager mit Stachanow-Bewegungs-Plansollen stopfen will.

    Für viele Deutsche ist es eben schon wundersam, dass ihnen jahrelange empfohlen wurde den Gürtel enger zu schnallen, immer behauptet wurde, dass kein Geld da sei und bei der Flüchtlingskrise urplötzlich 26 Milliarden Euro mobilisiert werden ohne dass die schwarze Null davon tangiert wäre. Da kommt doch schon der Eindruck auf, dass für Deutsche nichts da war, für Flüchtlinge nun aber Geld plötzlich mobiliserbar wäre. Insofern man dann nicht die Flüchtlinge als Sündenbock aufmacht, sondern diese offensichtliche Diskrepanz benennt, soll das dann nationalsitisch sein?
    Ist es nationalistisch gegen den Euro und die ganzen Bankenrettungspakete, die damit verbunden sein zu sein? Solange es noch keinen Weltstaat gibt oder einen europäischen Zentralstaat, bleibt der Nationalstaat die wesentliche Bezugsgröße kategorialen Denkens der Bevölkerung, aber ist dies dann nationalsistisch oder nicht etwa der realen Weiterexistenz von Nationalstaaten zu verdanken?

  26. Jakobiner meint:

    Korrektur: “aber Geldausgaben sind eben auch für Nichtnationalisten und Ottonormalbürger”

  27. Jakobiner meint:
  28. Jakobiner meint:

    Kaiserliche Majestät hat einen hegeliansichen, metaphysischen, voluntaristischen Nationalismusbegriff, der den Kern des Nationalismus nicht in der Begrenztheit der ökonomischen Resourcen infolge einer kapitalistischen Ökonomie und der Existenz von Nationalstaaten begründet sieht, also keine materialistische Ideologiekritik zu fomrulieren weiß.Wobei zugestanden wird, dass Ideologie nicht nur ökonomisch zu erklären ist, aber in weiten Teilen doch.

  29. Ja, ich meine dem Gesamthaushalt. https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/FinanzenSteuern/OeffentlicheHaushalte/AusgabenEinnahmen/KassenergebnisOeffentlicherHaushalt.html

    Die positive Entwicklung der deutschen Finanzlage in den letzten Jahren ist Ihnen aber schon aufgefallen? Das kam nicht plötzlich.

    Es kommt darauf an, ob es nationalistisch ist, gegen den Euro oder Bankenrettung zu sein. Wenn Sie dagegen sind, weil Sie einen besseren Finanzplan haben, dann ist es nicht nationalistisch. Wenn Ihre Hauptbegründung “deutsches Geld für deutsche Interessen” ist, dann ist es nationalistisch.

  30. Jakobiner,
    ich steh da auf Prantls Seite. Deine Kritik daran musst du schon noch etwas weiter ausführen, um sie verständlich zu machen.

    Zu einer anderen post von dir:

    “Weil man nicht für eine Religionsgemeinschaft ein eigenes Gesetz machen sollte. Ein Gesetz muss für alle Religionsgemeinschaften gleich gelten.”

    Da bin ich anderer Ansicht. Der Islam ist nun einmal keine Religion wie alle anderen, sondern hat den Islamismus auf weltweiter Ebene hervorgebracht. Eine ähnliche, expansionistische Ideologie hat weder das heutige modernisierte Christentum, der Hinduismus oder der Buddhismus hervorgebracht oder gar diesen Terrorismus.Von daher ist also ein spezielles Gesetz, das diese spezielle Problem addressiert, überfällig.

    Der Islam ist eine Religion wie die anderen auch. Natürlich ist jede Religion anders als jede andere. Aber Religion ist Religion.

    Wenn es innerhalb einer Religion zu ideologischen, also politischen Perversionen kommt, gilt das ja nicht für alle, die sich zu der Religion zählen.

    Es wird kein Gesetz geben, das einfach nur auf den Islam abzielt. Dafür sorgt das GG bzw. dafür wird das Bundesverfassungsgericfht sorgen, falls es eine populistisch gestimmte Parlamentsmehrheit mal versuchen sollte.

    In Österreich gibt es Einzelgesetze für ALLE wichtigen Religionen. Nicht einfach nur für den Islam.

    Im übrigen möchte ich nochmal betonen, dass Predigten in der Sprache gehalten werden sollen, die die Gläubigen am besten verstehen. Das gilt für ALLE Kirchen. Wenn die katholische Kirche den Kroaten ihre Kirche für eine katholische Messe zur Verfügung stellt, hält der Priester seine Predigt natürlich auf Kroatisch. Wenn sich in Alanya in einem kleinen Kirchenraum deutsche Christen (meist Rentner, die dort ihren Alterssitz haben) zur Messe treffen, wird die Predigt auf Deutsch gehalten, nicht auf Türkisch. In den griechisch-orthodoxen Kirchen in Deutschland dürfte die Predigt auf Griechisch gehalten werden; ich hab jedenfalls noch nichts anderes gehört.

    Es wird kein Gesetz geben und es wird kein Gesetz geben können, das die Moscheen verpflichtet, ihre Predigten auf Deutsch zu halten. Das weiß vielleicht ein Jakobiner nicht, aber die Politiker von der CDU, die das ins Gespräch bringen, wissen es. Sie betreiben da mal wieder billigen Populismus. Politisch ist das ein Skandal: Sie versuchen damit, die Autorität des Grundgesetzes zu unterlaufen und fördern die Mob-Gesinnung in der Bevölkerung.

  31. KM, Jakobiner

    Die Ausgaben zur Finanzierung der Aufgaben der öffentlichen Haushalte (insbesondere Bund, Länder, Gemeinden/ Gemeindeverbände und die Sozialversicherung) lagen im Jahr 2011 bei 1.110,2 Milliarden Euro (Rechnungsergebnisse der öffentlichen Haushalte). Pro Einwohner entsprach das 13.837 Euro (1995: 11.643 Euro / 2000: 11.691 Euro / 2005: 12.153 Euro).
    bpb

    2017 könnten es dann durchaus 1,3 Billionen Euro sein.

    Es geht ja nicht nur um den Bundeshaushalt, sondern alle öffentlichen Haushalte. Deren Geld geht fast ausschließlich an deutsche Staatsbürger.

    Ich erlaube mir hinzuzufügen, dass auch die Milliarden, die wir für Flüchtlinge ausgeben, letztlich uns zugute kommen; dass also auch dieser relativ kleine Betrag uns zugute kommt. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass diese Ausgaben nicht auf Null heruntergefahren werden können (selbst wenn die Grenzen total zugemacht und das Asylrecht abgeschafft würde), denn in den angeblich 26 Milliarden stecken auch die erheblichen Ausgaben für die vielen Maßnahmen zur Flüchtlingsabwehr, und diese Ausgaben wollen die Kritiker ja wohl eher noch erhöhen, oder?

  32. Jakobiner meint:

    “In Österreich gibt es Einzelgesetze für ALLE wichtigen Religionen. Nicht einfach nur für den Islam.”

    Dann kann man das ja auch so in Deutschland machen, auch für den Islam oder eben ein allgemeines Religionsgesetz, das die Finanzierung durch reaktionäre ausländische Religionsgemeinschaften und Staaten unterbindet. Das Problem hat man faktisch aber im wesentlichen mit dem Islam. Fundamentalchristen ala evangelikalische Freigemeinden, Piusbruderschaft und Opus Dei stellen bei weitem nicht solch ein Problem da wie islamistische Gruppen. In welcher Sprache die Predigten gehalten werden, ist mir letztendlich egal–es kommt ja auf den Inhalt an und der ist wie Constantin Schreiber dies eben richtig schildert in dem meisten normalen Moscheen gegen Integration und die Aufklärungswerte gerichtet. Jedenfalls bin ich gegen den Bau von neuen Moscheen solange es kein Religionsgesetz oder Religionsgesetze gibt.Leider läßt sich die vorübergehende Schließung der konservativen Moscheen nicht durchsetzen.

  33. Jakobiner meint:

    “Der Islam ist eine Religion wie die anderen auch. Natürlich ist jede Religion anders als jede andere. Aber Religion ist Religion. ”

    Theoretisch richtig, aber der Islam hat auch den Islamismus hervorgebracht wie keine andere Religion bisher in der Gegenwart. Zumal auch mit Weltherrschaftsanspruch, den das Christentum abgelegt hat, der Hinduismus und Buddhismus nie hatten. Mit der Ausnahme des christlichen IS, der Army of the Lord, die vom Westen auch als Terrororganisation gelistet ist, gibt es keine ähnlichen totaliären Entwicklungen im Christentum oder anderen Religionen–bei aller Kritik an Evangelikalen und Falungong. Gesetze sind dazu da auf konkrete Situationen eine Rechtsgrundlage zu schaffen, anders als eben ein Grundgesetz, das allgemeingültig ist.

    Näheres kannst du im Manifest des linken Counterjihad lesen (zweite Version). das dir aber wahrscheinlich zu viel zu lesen sein wird:

    https://www.global-review.info/2017/03/19/manifest-des-linken-counterjihad-2/

  34. Jakobiner meint:

    “2017 könnten es dann durchaus 1,3 Billionen Euro sein.
    Es geht ja nicht nur um den Bundeshaushalt, sondern alle öffentlichen Haushalte. Deren Geld geht fast ausschließlich an deutsche Staatsbürger. ”

    Entscheidend sind die Bundesausgaben für Arbeit und Soziales, die Arbeitslosengeld, Hartz, Renten und Familiengeld sowie Wohngeld umfassen und eben nur 145 Milliarden Euro betragen. Da sind 26 Milliarden Euro eben schon ein erheblicher Betrag und kann man nicht mit dem Gesaamthaushalt von 1, 3 Billionen Euro vergleichen–das ist irreführend und soll suggerieren, es gebe riesige Verteilungsspielräume und Geld aus dem Füllhorn.Und die Frage, woher die 26 Milliarden Euro für Flüchtlinge plötzlich generiert wurden bei schwarzer Null hat auch noch keiner beantwortet.

  35. 26 Milliarden bis 2020 für Sozialleistungen wie Hartz 4 und Mietzuschüsse. Die Zahl müssen Sie also noch durch 5 teilen.

    “Plötzlich generiert” wurde das Geld durch erhebliche Haushaltsüberschüsse, die es vor fünf-zehn Jahren nicht gab, heute aber wegen niedriger Zinsen und guter Konjunktur.

  36. Jakobiner meint:

    Nein, die 26 Milliarden sind für Flüchtlingskosten jährlich. Nix bis 2020.Und diese “plötzlichen” Haushaltsüberschüsse kamen den deutschen Hartzlern, Geringverdienern,etc. nie zu Gute, weswegen diese auch überrascht und sauer sind, da ja um jede 5-Mark-Erhöhung ein neoliberales Geschreie entfacht wurde, das die wirtschaftspolitische Apokalypse nahelegte. KM, sie verstehen meine Kritikpunkte einfach nicht–deswegen zur Lektüre:

    “Für mehr Ehrlichkeit und Realismus in der Flüchtlingsdebatte und warum ich Sarah Wagenknecht gut finde”:

    https://www.global-review.info/2016/10/18/fur-mehr-ehrlichkeit-und-realismus-in-der-fluchtlingsdebatte-und-warum-ich-sarah-wagenknecht-gut-finde/

  37. Nein, die 26 Milliarden Euro Sozialleistungen sind bis 2020 veranschlagt.

  38. Die Rente wurde doch gerade massiv erhöht.

  39. Soweit ich das verstanden habe, sind ja nun nicht 26 zusätzliche Milliarden für Flüchtlinge generiert worden, und außerdem nicht allein aus dem Bundeshaushalt, sondern auch aus den Landes- und Kommunalhaushalten. Müsste ich mal nachprüfen.

    Die Ausgaben sind auf diesen Betrag gestiegen. Wie hoch war der Betrag in den Jahren vorher? Niedriger, aber ja wohl nicht bei Null.

  40. Jakobiner meint:

    Auch wenn mir Vera Lengsfeld auf der Achse des Guten ins Genick springen dürfte, so möchte ich doch Sarah Wagenknecht von der Linkspartei als eine ehrliche und realistische Politikerin apostrophieren, die sich bei Flüchtlingspolitik nicht um das Thema drückt und auch keine Illusionen verbreitet, was ich auch als Gedankenexperiment für die Ehrlichkeit und den Realitätsbezug vorwiegend multikultureller Ideologen, die bei Grünen, Linkspartei, CDU und SPD anzutreffen sind ansehe. Zum ersten hat Sarah Wagenknecht klar gemacht, dass die Aufnahme von 890 000 Flüchtlingen als Akt der Humanität zu verstehen ist, der begrenzt werden müsste und Kosten entstehen lassen wird, insofern man sich diesen Humanitätserwägungen anschliesst.

    Sarah Wagenknecht hat nie die Mär verbreitet, dass die Flüchtlinge den Fachkräftemangel beheben könnten, dass die Flüchtlingswelle ein neues Wirtschaftswunder auslösen würde, dass wir es bei den Elendgestalten aus Kriegsgebieten oder Afrika vor allem nur mit den vielzitierten Wirtschaftsinformatiker aus Asmara oder dem Arzt aus Aleppo zu tun hätte. Noch hat sie mit dem Argument der demographischen Lücke allzu inflationär um sich geschmissen.

    Sie hat klar gemacht, dass Deutschland Milliarden Gelder, die in die Infrastruktur, in die Förderung von IT-Forschung und alles was den deutschen Wirtschaftsstandort stärker machen könnte oder aber die soziale Infrastruktur für Deutsche von Kita bis Kindergarten, Hartz 4, Gesundheitssystem,etc., zugunsten einer humanitären Aktion geopfert wird, beziehungsweise man all dies mit Steuererhöhungen zur Finanzierung all dessen ausgleichen könnte, wobei da Wirtschaftswissenschaftler da aufgrund von Lohnnebenkosten, Sozialanteil, falscher Steuerpolitik da gravierende Nachteile für den Wirtschaftsstandort Deutschland sehen, der diesen im internationalen Wettbewerb niedergehen lassen würde.

    Zum zweiten hat sie klargemacht, dass allein schon die Integration eine Art Integrationsplan vorraussetze, der zum einen klar bestimmt, wer da eigentlich gekommen ist, wie man diese ausstatten muss mit Arbeit, Wohnung, Bildung, ja sie hat einen Integratonsplan gefordert,der sozialen Wohnungsbau, Ausstattung mit Lehrern, Schaffung von Arbeitsplätzen fordert, der ein aktives Vorgehen des Staats ist und nichts den mageren Resultaten des Marktes ala Merkels marktkonformer Demokratie überlässt oder eben Schwätzern wie Daimler-Chef Zetsche, der von einem zweiten deutschen Witrschaftswunder faselt, während die Daxkonzenre mit ihren Millionen Beschäftigten gerade mal 154 Flüchtlinge angestellt haben.

    Wagenknecht macht klar, dass diese Sorte Humanität kräftig kostet und nicht zu knapp, dass man die Integration zielgerichtet angehen muss und nicht dem Markt überlassen sollte.Dass dies nur über Steuererhöhungen zu erzielen ist, macht sie ehrlicherweise auch klar. Zudem sie auch noch einen Solidarpakt für sozial schwache Deutsche vorschlägt, um auch die einheimischen Teile der Bevölkerung zu befrieden, die sich zu kurz gekommen vorkommen und das Ganze nochmals teurer macht. Kurz: Ein Abermilliardenprogramm, das durch Steuererhöhungen der Ober- und Mittelschichten finanziert werden soll.

    Wagenknecht ist insofern ehrlich, dass sie dies einmal offen ausspricht, während die sonstigen Parteienverterter immer wieder betonen, dass die Steuereinnahmen von Euro-Deutschland ewig sprudeln würden und es keinen etwas kosten oder zum Nachteil gereichen würde.Ebenso spricht sich Wagenknecht für eine Obergrenze aus, da sie wie Ruppert Neudeck oder Oskar Lafontaine oder eben die CSU weiß, dass man unbegrenzt nach oben offene Flüchtlingszugänge der ohnehin schon gestressten Bevölkerung nur in Maßen zumuten kann.Desweiteren tritt sie dafür ein, die Flüchtlingslager vor Ort finanziell so auszustatten, damit keiner den Weg nach Europa antritt—ähnlich wie Entwicklungsminister Müller (CSU) , der einen 10 Milliardenfonds der EU vorschlägt, um die Flüchtlingslager zu Städten auszubauen mit Schulen, Infrastrukturen, Strassen, etc., wobei er darauf verweist, dass die Flüchtlingshilfe vor Ort in Nordafrika, Libanon, Syrien, Nordirak, Jordanien etwas die 50-fache Kaufkraft hätte, die in Deutschland nie erzielt würden.Auch wenn man Wagenknecht nicht mag, so sollte man ihr doch anrechnen, dass sie die Debatte relativ zu ihrer eigenen Partei und den Berliner Parteien ehrlich führt, während andere nur von Problemen reden und dass wir das schaffen, aber eben nicht sagen wie—z:B. Mittels eines Integrationsplans.

  41. Jakobiner meint:

    Nochmals Sahras Argumentationskette: Die Flüchtlingshilfe ist ein Akt der Humanität. Humanität hat ihren Preis und ist im Möglichen zu gestalten. Diesen Preis sollte man zahlen, einen Integrationsplan aufstellen und zugleich die Finanzierung zuungunsten der Oberklsse gestalten. Ist das Nationalismus? Verdient diese Position eine Torte ins Gesicht? Leo Brux und KM sind nicht so ehrlich, versuchen da Kosten umzulügen und wirtschaftsnationalistisch Flüchtlinge als Faktorvorteile für den Wirtschaftsstandort Deutschland und kostenneutral auszuphantasieren. Kein Wunder, dass Teile der Bevölkerung diese offensichtliche Fake News mit Unglauben und Protest goutieren. Da ist Sahra Wagenknecht eben die einzige, die sich solch utilistarischen, wirtschaftsnationalistischen Argumenten vereweigert und eben die Flüchtlingshilfe als zugleich humanitäre wie auch soziale Frage offen ausbuchstabiett!

  42. Jakobiner meint:

    Und Sarah Wagenknecht wurde ernsthaft vorgeworfen, AfD-Positionen und Nationalismus zu verbreiten. Wie krank und dumm ist eigentlich Deutschlands Linke?

  43. Jakobiner meint:

    Und zur Obergrenzenforderung von der Sahra. Die sah halt, dass 1 Millionen Flüchtlinge 15% AfD bedeuten, 2 Millionen 30% und alles was darüber hinausgeht, die Machtübernahme durch die AfD samt dann ethnischer Säuberung und die Errichtung einer autoritären Herrschaft bedeutet hätte, während unsere Multikultiidioten immer noch von offenen Grenzen und keine Obergrenzen oder Begrenzung fabulierten. Auch hier war ihr Bestreben den Nationalismus zu begrenzen und möglichst kleinzuhalten.Anstatt dessen wurde es ihr als Nationalismus und AfD-kompatibel ausgelegt.Wirklich: Wie dumm, realitätsfern und ideologisch muss solch eine deutsche Linke sein?

  44. Jakobiner meint:

    Humanität und Solidarität hat ihren Preis und da muss man eben bereit sein zu teilen. Diese Leute spricht Wagenknecht allgemein an, wennglech sie sich dafür einsetzt, dass vor allem die Oberklasse die Kosten übernimmt. Aber die Sahra ist eine zutiefst humanistische und sozial denkende Frau mit einem Realitätssinn–deswegen kapiere ich die AfDvergleiche und die Nationalismusvergleiche ihr gegenüber überhaupt nicht.

  45. Jakobiner meint:

    Die Frage, die Sahra Wagenknecht grundsätzlich stellt: Bist du bereit für die Menschlichkeit zu sein im Rahmen des Möglichen und dann zu verzichten , wie auch vor allem die Oberen dafür zahlen zu lassen? Es ist die Synthese von Humanismus und Klassenkampf im Rahmen eines Realismus und eben nicht Nationalismus. Wo hat denn die AfD vergleichbare Positionen, die der Sahra vorgeworfen werden?

  46. Nationalisten hätten auch ein Problem mit Flüchtlingen oder Einwanderern, wenn die jeweils 100 000 Euro mitbringen würden.

  47. Der Ausdruck “Multikultiidioten” geht ja wohl überhaupt nicht? Bestenfalls wäre Multikultiidylioten denkbar, wenn überhaupt!

    Aber die EU hat gerade die visafreie 90 Tage Einreise für Ukrainer mit neuen Pässen genehmigt. Die nächste Flüchtlingswelle dürfte dann aus der Schoko-Poro-Ecke kommen und wie üblich Putin in die Schuhe geschoben werden? Wenn sie’s zu doll treiben in der EU, die Ucras, dann könne man das ja wieder vorübergehend aussetzen mit der visafreien Einreise, meinten die Eurokraten dazu, na dann!

    In Spanien z.B. stellen Ukrainer seit Jahren die größte Zahl von Asylsuchenden.

  48. erdokopp meint:

    Die “junge Osmanische Generation” auf YOUTUBE,
    ein Song zum Referendum, unglaublich…..

    “Die Trauer alles Muslime soll ein Ende finden,
    stimmt mit JA für die Du’a…”

    https://www.youtube.com/watch?v=YzSqBDAstco&feature=youtu.be

    Danke! EVET und Ja zu Erdogan, einer starken Türkei, Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden für alle Menschen und für die Erfüllung der prophetischen Prophezeihungen an die Muslime! ♥

    Islam und Faschismus, da ist er wieder….

  49. conring meint:

    @ Leo Brux
    “Die Forderung nach einem Islamgesetz ist unter Konservativen und bis weit in die Mitte und in die Linke hinein so populär, dass sie sich durchsetzen wird.”
    Die Forderung ist allerdings im Kontext des deutschen Staatsrechts vollkommener Nonsens. Es gibt in Deutschland auch kein Katholiken-, Protestanten-, etc. Gesetz. Wie sollte da ein Islamgesetz begründbar sein?
    Bei den Bewohnern der Ostmark sieht es da ganz anders aus. Da gibt es seit Joseph II. (seligen Angedenkens) eine rechtliche Traditionslinie, die solche Gesetze für Religionsgemeinschaften ermöglicht. Die habsbuger haben sowas auch für Muslime, Juden, Protestanten etc. erlassen.

    In der BRD wäre der Ansatzpunkt, die in letzter zeit ja oft unter großen Bohei abgeschlossenen verträgen mit diversen Islam-Verbänden. Da wäre es angebracht, dass die hiesigen PolitikerInnen den IslamfunktionärInnen deutlich machen, dass diese Verträge eben nicht nur die staatliche Alimentation ihrer Vereine regeln, sondern sich aus den Verträgen auch Pflichten der islamvereine ergeben.
    Notfalls kann man diese Verträge auch aussetzen oder kündigen. dann findet eben der islamunterricht an deutschen Schule ohne Ditib statt. Wäre wahrscheinlich kein Verlust.

  50. “Die Forderung nach einem Islamgesetz ist unter Konservativen und bis weit in die Mitte und in die Linke hinein so populär, dass sie sich durchsetzen wird.”
    Die Forderung ist allerdings im Kontext des deutschen Staatsrechts vollkommener Nonsens.

    Da stimme ich dir zu.

    Und trotzdem wird sich die CDU wappnen müssen gegen die Forderung aus ihren eigenen Reihen nach einem Islamgesetz.

    Populisten lieben Nonsense.

  51. Jakobiner meint:

    Der Punkt ist doch der; Man will man kein Islamgesetz, weil man kein Religionsgesetz will, da dies den Atheismus und Agnostizismus und eine weitgehende Säkularisierungb bedeuten würde. Da schützt einev Religion die andere, um die Säkularisierung zu verhindern!

  52. Jakobiner meint:

    Und dann eben die Grundfrage, die mir die zuvorige Grünenwählerin Marion stellte, die nun AfD wählt: Was haben all jene jungen Syrer in Deutschland zu suchen, die angenlich eine säkular-demokratische Herrschaft haben wollen und warum bleiben sie nicht in Syrien, damit die Opposiotion, die der Westen untersdtützen soll, sich mal mittels kämpfender Truppen manifestiert, die nicht durch Islamisten ersetzt werden?

  53. Kapier ich nicht, Jakobiner. Warum sollte ein Religionsgesetz mehr Atheismus bedeuten?

    Deutschland ist ein im wesentlichen nicht-religiöses Land. (Anders als Polen, die USA, Russland oder die Türkei) Also weitgehend säkularisiert. Warum sollte ein Religionsgesetz die religiösen Restbestände, die es noch gibt, weiter reduzieren? Es kommt doch drauf an, was in dem Gesetz steht.

  54. conring meint:

    @ Leo Brux
    “Es kommt doch drauf an, was in dem Gesetz steht.”
    Das Problem mit Religion und Staat in Teuschland ist doch, dass die hiesige Gesellschaft zwar weitestens gehend eher areligiös ist, aber dennoch der Staat die Religionsgemenschaften umfassend subventioniert und privilegiert (Kirchensteuer, Religionsunterricht, Feiertage etc.).
    In den USA, deren Gesellschaft viel religiöser als die hiesige ist gibt es sowas nicht. Da wären wahrscheinlich sogar die Herren und Damen der Southern Baptist Convention (größter Zusammenschluß evangelikaler PredigerInnen) die ersten, die den Versuch Good Friday als bundesweiten stillen Feiertag einzuführen, als unamerikanisches, europäisch-kommunistisches Teufelszeug brandmarken würden.

  55. conring,
    diese Reste von religiöser Privilegierung sind heute marginal. Ohne große Bedeutung. Da blicken die Agnostiker wie gebannt auf den 1%-Rest und übersehen die 99% Säkularismus.

    Die Religion ist in den USA sehr viel stärker, auch politisch. Trotz der stärkeren Trennung im staatlichen Bereich. In den USA ist die Religion noch wirklich eine politische und kulturelle Macht. Eine Macht, die Politik und Gesellschaft vergiftet.

    Also, seien wir froh, dass sich bei uns die Macht der Kirche so reduziert hat – und dass sie sich humanisiert hat: Ich schätze die Interventionen der Kirchen im sozialen Bereich und wenn es um Flüchtinge geht.

  56. conring meint:

    @ Leo Brux
    “diese Reste von religiöser Privilegierung sind heute marginal.”
    Bei der Kirchensteuer und der Alimentierung theologischer Seminare geht es schon um recht erhebliche Summen.
    Und da die Kirchen auf vielen sozialen Fledern, auch hier staatlich alimentiert, als Arbeitgeber auftreten, besitzen sie hier einen ziemlich illiberale und keineswegs marginale Kontrolle über das Privatleben ihre Mitarbeiter.
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article108575212/Warum-die-Kirche-lesbische-Erzieherin-entlassen-darf.html

  57. @Leo:

    So eingeschränkt kann nur denken, wer nicht einmal in der Lage ist, einen Link zu veröffentlichen, der das genaue gegenteil – unwidersprochen – beweist.

    Jetzt weiss ich ja, weshalb du die Wahrheit unterdrücken möchtest. Es geht eben wie bei allem, was dir nicht in den Kram passt. Da hat Fantomas absolut Recht.

  58. Du hast einen Link gebracht, der ins Nichts führt. Sorry, aber der Fehler ist deiner, und technischer Natur.

    Außerdem erlaube ich mir zu vermuten, dass dein Link nicht das Gegenteil beweist. Wir wissen schon, dass du Deutschland auf dem Weg zur Theokratie siehst. Das beweist aber nur, dass du eine ziemlich schräge Vorstellung von dem hast, was in Deutschland vorgeht.

  59. Der Link führt keinesfalls in die Irre, sondern zum Alibri Verlag.

    Wahrscheinlich steht der auf der Liste der verbotenen Verlage/Bücher :D

    Also hilft nur googeln nach Carsten Frerk Kirchenrepublik Deutschland. Die dort gegebenen Beweise sind unwidersprochen, auch wenn du in deiner engen Weltsicht es nicht wahrhaben willst

    Sie bestätigen in vollem Umfang meine Meinung zur angeblich säkularen Republik Deutschland. Eine grössere Abhängigkeit der Politik von den Religionen hat es seit Feudalzeiten nicht mehr gegeben.

    HIER gehört der Hebel angesetzt – nicht bei einem völlig unsinnigen Islamgesetz.

  60. Sie bestätigen in vollem Umfang meine Meinung zur angeblich säkularen Republik Deutschland. Eine grössere Abhängigkeit der Politik von den Religionen hat es seit Feudalzeiten nicht mehr gegeben.

    Was sag ich denn! Der Mann hat sie nicht alle.

    Was es nicht alles für Spinner gibt! Reichsbürger, Pegidaner, Katzenausrotter … etc pp … und eben auch Leute, die tatsächlich glauben, Deutschlands Politik sei abhängig von den Kirchen und bewege sich auf eine Theokratie zu.

    Interessanter Unterschied zwischen Jakobiner und Berghaus: Der eine zielt speziell auf die Muslime, der andere auf alle Religionen. Religionsfreiheit bedeutet natürlich immer auch, dass Religionen eine öffentliche Rolle spielen dürfen. Bei Wahrung der Trennung von Staat und Kirche.

    Diese Trennung ist in Deutschland im wesentlichen gewahrt – mit ein paar minimalen, marginalen Ausnahmen, etwa den Schulkreuz und einigen finanziell bedeutsamen Regelungen, u. a.. Die sind wichtig für die Kirchen (symbolisch die einen, finanziell die anderen), aber für die Gesellschaft insgesamt eben eine Marginalie.

    Der Link geht allgemein zu einem Verlag, nicht zu einem Buch. Drum ist er wohl auch automatisch beim Spam gelandet. Du kannst ja das Buch verlinken. Es ist durchaus nicht verboten, für eine im Grunde harmlose Spinnerei zu werben.

  61. Hast du es gelesen, oder vielleicht sogar verstanden? Ich befürchte nein!

    Es ist immer sehr einfach, andere als Spinner zu bezeichnen, die nicht deiner Meinung sind. Das praktizierst du ja hier ausgiebigst bei den Kommentatoren.

    Bleib bei deinem eingerosteten Weltbild, das dir so schöne Feinde beschert, aber erwarte nicht, dass sich vernunftbegabte Menschen hier auch noch mit einer einzigen weiteren Zeile engagieren. Es sei denn, mein Freund Fantomas wird mal wieder übelst angemacht und bewusst missverstanden.

  62. Ausserdem offenbarst du gerade deine völlige Unkenntnis, was Religionsfreiheit bedeutet. Mach dich mal schlau unter dem Stichwort “cuius regio eius religio”, dann würdest du wissen, dass es sich um ein Individualrecht handelt und nicht um ein Institutionenrecht. Und genau so steht es auch in unserem GG.

  63. Du bist ziemlich allein mit deinem Thema, lieber Frank Berghaus.
    Die Öffentlichkeit scheint sich darum so wenig zu kümmern wie die Wissenschaft.

    Nur ein paar Sektierer sehe ich da paranoisieren.

    Aber bitte, formiere doch mal deine Partei und schare die nötigen “vernunftbegabten” Massen um dich!
    Pegida bringt wenigstens ein paar Tausend auf die Straße. “Atheistische Aufgeklärte gegen die Theokratisierung Deutschlands”. Athagthede.

    Wer reagiert auf deinen Spleen nicht mit ironisch gen Himmel gerichteten Augen?

  64. Jakobiner meint:

    Erstens sehe ich keinen Gottesstaat in Deutschland existieren oder kommen, weder durch das Christentum allgemein, noch durch den Islam. Zweitens frage ich mich, ob man das GG nicht auch so auslegen kann, dass die praktizierte Religionsfreiheit nicht auch anders gewichtet werden kann. Drittens wundert mich, dass du ellenlang über Constantin Schreibers Befund schreibst, dass in den normalen Moscheen ein antiaufklärerisches, antiwestliches, der Intergration diametral entgegengesetztes Weltbild verbreitet wird. Das soll dann wohl ohne Konsequenzen bleiben. Da sage ich eben, dass man DITIB und UETD in den Verfassungsschutzbericht aufnehmen soll, sowie ein Islam-/oder Religionsgesetz erlassen sollte wie das Österreich tut. Alles GG-konform.. Sonstige konkrete Forderungen siehe:

    Manifest des linken Counterjihad:

    https://www.global-review.info/2017/03/19/manifest-des-linken-counterjihad-2/

  65. Jakobiner meint:

    Wenn man über Religion spricht, sollte man nicht das moderierte deutsche Christentum oder einen Papst Franziskus oder den tibetischen Buddhismus als allseits glücklichmachenden Bezugspunkt nehmen. Bei einer Käßmann, einem Bedford-stroh oder Kardinal Marx oder einem Dalai Lama weiss man, dass sie keinen Gottesstaat wollen, noch ein kriegerisch-militantes oder undemokratisches Christentum oder einen militanten welterobernden Buddhismus. Bei ihnen ist eher ein ultraliberaler selbstverleugnender Pazifismus und Kulturrelativismus festzustellen, der bei einem Gottesstaat, wie auch jedem Staat eher die Selbstauflösung desselben herbeiführen würde, wenn man sich an ihre hehren Prinzipien halten würde.Aber sie sind eben nicht representativ dafür, das deutsche Christentum ist ein deutscher Sonderweg und viele konservative weißhäutige Kräfte im Vatikan könnten sich sogar einen Neger als nächsten Papst vorstellen im Wissen, dass Religionsvertreter aus Afrika im Durchschnitt allemal antimodernistischer und reaktionärer sind als ein Papst Franziskus—von daher versperrt der Blick aufs deustche Christentum und Papst Franziskus den Blick, wie es um die Religionen im Rest der Welt und ihrer Verbindung zu autoritären Regimen und Bewegungen bestellt ist.Da ergibt sich eben ein ganz anderes Bild der Radikalisierung und des Zusammenwachsens der Religion mit autoritär- chauvinistischen politischen Kräften, die sich auf die Religion berufen und wie es Samuel Huntington in seinem „Clash of Civilizations“/“Kampf der Kulturen“ gezeigt hat. National-chauvinistische Bewegungen berufen sich bei ihrer Identitätspropaganda zunehmend auf die Religionen und breite Massen von Religiösen und ihrer Vertreter gehorchen diesem Lockruf und unterstützen ihn.Da zieht sich schon eine Demarkationslinie zwischen dem polnisch-nationalistischen Katholizismus, der die nationalchauvinistisch-autoritäre PiS Kaczynskis unterstützt und einem mehr kosmopolitisch denkenden Papst Franziskus oder deutschen Adlaten.

  66. Jakobiner meint:

    Ebenso ist es überlegbar, ob man den Neubau von Moscheen verhindert, solange die Imame keinen verfassungskonformen Islam predigen. Das wäre einmal rechtlich auszutesten. Ansonsten blieb ja der Weg, dies übers Baurecht zu boykottieren. Denn es gibt keinen Grund, dass sich hier Propagandazenten gegen den Westen und die Aufklärung und DITIB-hetzzentren weiter ausbreiten. Denn wie meinte Erdogan: “Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Mionarette unsere Bajonette und die Gläubigen unsere Soldaten!”

  67. Korbinian meint:
  68. Korbinian:

    Ah, bei Amazon geht’s! Alibri ist wohl nicht fein genug für den Blogwart :D

  69. Korbinian meint:
  70. Jakobiner schreibt:

    Zweitens frage ich mich, ob man das GG nicht auch so auslegen kann, dass die praktizierte Religionsfreiheit nicht auch anders gewichtet werden kann.

    Ein Schuss ins Blaue. Kennst du EINEN Verfassungsexperten, der die Sache so sieht wie du?
    Und wenn es EINER wäre, hätte er irgendwo Rückhalt?

    Bleiben wir einfach mal auf dem Teppich!

    Wenn man was machen WILL, muss man schauen, was man tatsächlich machen KANN.
    Was man machen KANN, ist sehr sehr abhängig von allerlei Voraussetzungen, die man bei dem, was man gern machen WILL, vielleicht noch nicht umsichtig berücksichtigt worden sind.

    Früher oder später wird es Gelegenheit geben, DITIB und UETD unter Verfassungsschutzbeobachtung zu stellen. Im Moment ist das noch nicht opportun, vielleicht wäre es auch juristisch bedenklich. Ich halte mich da zurück.

    Neubau von Moscheen verhindern? – Wieso? Es kommt doch wohl drauf an, welcher Verein eine Moschee bauen will, oder? Und ob es in einem Gebiet stattfindet, in dem auch die katholische Kirche eine Kirche errichten dürfte.

    Du forderst die Sonderbehandlung. In deiner Counterjihad-Haltung stufe ich dich für so gefährlich verfassungsfeindlich und integrationsfeindlich ein wie die Erdotürken und ihr DITIB oder wie die Salafisten.

    Würde ich die Sache ähnlich eng sehen, müsste ich fordern, die Counterjihad-Vertreter und ihre Organe unter Verfassungsschutz-Beobachtung zu stellen.

    Es ist aber glücklicherweise und gesunderweise bei uns so, dass man im außerstaatlichen Bereich sich nicht viel um die Verfassung kümmern muss. Man darf Islamist sein, Kommunist, Armageddon-geiler Evangelical, Anhänger von AKP oder PKK oder MHP, Pegidaner, Autonomer, Putin-Fan und Russia-Today-Verbreiter, rabiater Tierschützer, undsoweiterundsofort.

    Solange man nicht strafrechtlich auffällig wird, ist dem freien Bürger in einem freien Land ein ziemlich großer Spielraum außerhalb dessen gewährt, was die Verfassung für die staatlichen Organe vorschreibt.

    Hier scheinst du einen grundsätzlichen Einwand zu haben.

    Du möchtest sozusagen etwas wie eine Sonderbehandlung der Muslime haben.

    DAS DARF DER STAAT NICHT.
    Es wäre glatter Verfassungsbruch.

    Außerdem kontraproduktiv.

    Weil du damit einen erheblichen Teil der Deutschen dazu zwingen würdest, diejenigen zu verteidigen, die diskriminiert werden sollen.

    Zielt deine “linke” Counterjihad-Strategie nicht darauf, den Rechtsstaat und Verfassungsstaat zu zerstören? Ganz so, wie das der rechte Counterjihad ja auch beabsichtigt.

    Da wirst du widersprechen. Liefere uns doch mal knapp und knackig die wesentlichen Punkte
    a) des “linken” Counterjihad und
    b) dass er staatliches Handeln im Rahmen der Verfassung bedeutet!

    (Bitte keinen ewig langen Riemen!)

  71. Korbinian meint:
  72. Korbinian meint:

    Moderation egal was man verlinkt?

  73. Jakobiner meint:

    “Du möchtest sozusagen etwas wie eine Sonderbehandlung der Muslime haben. DAS DARF DER STAAT NICHT.Es wäre glatter Verfassungsbruch. ”

    Nun Österreich hat ein Islamgesetz, die CSU fordert das auch für Deutschland–sind ÖVP, SPÖ, CSU Verfassungsfeinde? Meine expliziten Forderungen kann man im Manifest des linken Counterjihads gut begründet nachlesen. Keine Lust, daraus schon zum zigten mal zu zitieren.Dazu decken sich die meisten Forderungen mit den deinen, du Verfassungsfeind–Leo Wilders-Le Pen…

  74. Warum sollte man mit solchen Lächerlichkeiten seine Zeit verschwenden?

    Genauso könnte man ein Buch schreiben, das beweist, wie die Gesetzgebung und Regierungspolitik unter der Fuchtel der Gewerkschaften steht, und daran die Frage knüpfen, ob Deutschland denn noch eine Marktwirtschaft habe. Der Sozialismus steht vor der Tür!

    Alternativ: Es sind die Tierschützer! Tierrecht steht immer mehr über Menschenrecht.
    Noch eine Alternative: Es sind die Muslime. Deutschland wird gerade islamisiert.

    Lässt sich alles belegen! Voraussetzung: Radikale Einseitigkeit. Plus sektiererische Energie.

    Es ist bei Berghaus & Co eine Variante der Verschwörungstheorie. Vooorsicht, Leute, dunkle Mächte sind zugange!

    Es hat schon seine guten Gründe, warum sich so gut wie niemand um Deppen wie Frerk und Berghaus kümmert.

    Die Kirchen haben noch etwas Einfluss, aber der schwindet allmählich dahin. Im Vergleich zu früher ist er arg geschrumpft. Die Kirchenferne wächst unter den Bürgern in dem Maße, wie die Alten wegsterben. Die gesellschaftliche Säkularisierung sorgt dafür, dass die Kirchen leer bleiben und kirchliche Belange immer weniger Gehör finden.

    Ich erinnere mich an mein Jungfern-Erlebnis mit solchen Spinnern wie Berghaus. Als nämlich ca. 1973 ein Jüngling unsere kleine Juso-Versammlung in Sendling besucht hat, um uns zu erläutern, wie die Welt von einer gigantischen Verschwörung bedroht ist, deren Zentrum die Queen & Rockefeller seien, die sich zu diktatorischen Weltherrschern aufschwingen wollten. Die Queen von England! Was hab ich mich für diesen dummen jungen Mann geschämt! Inzwischen bin ich da robuster.

    Es sind heute schon ziemlich viele Hirnvergifter unterwegs, und in der Summe sind sie auch politisch gefährlich, weil sie die politische Kultur der vernünftigen Debatte unterminieren.

    Leute wie Berghaus nennen sich Atheisten. Sie sind fanatisch gläubige Atheisten mit Inquisitionstrieb. Durchaus vergleichbar mit Salafisten.

    Wie bei den mainstream-Religionen, so gibt es auch bei den Atheisten blinde Fanatiker und menschlich-großzügige, skeptische, tolerante Menschen. Die einen dürfen genauso ihre Bücher schreiben und verbreiten wie die andern. Lesenswert sind hauptsächlich die Skeptiker.

    Um die Bücher der Fanatiker kümmere ich mich nur, wenn sie – wie im Fall Sarrazin oder Dugin – politisch relevant werden. Dann allerdings lese ich sie aufmerksam und schreibe gegebenenfalls auch Artikel dazu.

    Die Berghaus-Atheisten sind politisch ohne Bedeutung. Ein impotentes Internet-Völkchen, das sich in seiner Parallelwelt suhlt. Ich will da nicht stören. Ich notiere das alles nur deshalb, weil halt der Berghaus meint, hier auf dem Blog präsent sein zu sollen, wohl um Proselyten zu gewinnen.

    Ich seh schon auch eine “dunkle Macht”, die zugange ist. Über die werden allerdings auch seriöse Bücher geschrieben, findet eine seriöse Debatte statt. Big Money ist wirklich ein Thema, das im Zentrum unserer Aufmerksamkeit stehen sollte. Und steht.

    It’s the economy, stupid!

    (Die man allerdings nicht ökonomistisch verkürzen darf.)

  75. Jakobiner meint:

    Jetzt spinnst du mal wieder in höchsten Tönen und vergleichst mich noch mit dem Berghaus. Auf meinen Eiuwand gehst du nicht ein, zumal bist du auffallend lesefaul, wenn es um dir nicht genehme Lektüre geht, die dein Weltbild nicht bestätigt, während du ansonsten alles Mögliche verschlingst. Sachliche Debatte–ein Witz, wenn du jedesmal hochgehst wie Rumpelstilzchen und dich in cholerische Anfälle samt Hass- und Verbalinjurien reinsteigerst.Ein Mann sieht rot!

    Der Islam in seiner heutigen Form ist eine besondere Religion, da sie in breitem Ausmass den Islamismus hervorgebracht hat, der im Ganzen Greater Middle East wütet und mit seinem Terrorismus eben auch inzwischen die westliche Hemisphäre atackiert. Mit Ausnahme der christlichen Army of the Lord, die aber kein Massenphänomen unter Christen ist, gibt es nichts Vergleichbares wie Taliban, Boko Haram, Al Shabab, Muslimbrüder, Al Kaida und wie sie alle heißen. Es sind nun einmal nicht buddhistische Gotteskrieger, die die Twin Tower, das Pentagon und das Weiße Haus angegriffen haben, es sind auch nicht hinduistische Fanatiker, die sich regelmäßig mit Bomben, Äxten, Lkws in Szene setzen, sondern eben Muslime. Und seltsamerweise hat man mit Konfuzianern, Hindus, Buddhisten, Christen nicht derartige Integrationsprobleme und kennt niocht einen derartigen Terrorismus. Zumal eben der Islam auch keiner Aufklärung unterzogen wurde, bleiben die Khorchides eben die Ausnahme von der Regel wie auch Constantin Schreibers “Moscheenreport”über die ganz “normalen Moscheen” beweist. Und dann erinnere dich an deine eigenen Fehleinschätzungen zu Erdogan. Da reagierst du an mir ab, weil du dir eigene Fehler bezüglich deiner Islameinschätzung nicht eingestehen willst.

  76. Jakobiner,

    meine Äußerungen waren ruhig und sachlich und fragend.

    Warum lieferst du nicht?
    Ich habe dich gebeten, mal knapp und bündig den Counterjihad hier vorzustellen.
    Und ich habe dich gebeten, uns darzustellen, wie er sich im Rahmen der Möglichkeiten unserer Verfassung bewegen kann.

    Es ist doch nicht zuviel verlangt von dir, das einmal darzustellen.

    Es gibt viele verschiedene Islam-Varianten. Sagst du doch selbst. Also. Manche gefallen uns nicht, wir halten sie für problematisch – aber deshalb sind sie noch kein Objekt des Strafrechts. Andere sind es (siehe deine Liste).

    Was bringt es, wenn du alle Muslime über den Talibankamm scherst?
    Das kannst du natürlich machen, niemand hindert dich daran. Nur, du bist dann eben kein Gesprächspartner.

    Es bleibt dir immer auch die Möglichkeit, dich hier zu verabschieden, wenn das so ist, wie du hier gerade mal wieder gemeint hast:

    Sachliche Debatte–ein Witz, wenn du jedesmal hochgehst wie Rumpelstilzchen und dich in cholerische Anfälle samt Hass- und Verbalinjurien reinsteigerst.Ein Mann sieht rot!

    Wirklich, es zwingt dich niemand, mit einem so üblen Choleriker und Rumpelstilzchen wie Leo Brux zu diskutieren.

    Warum tust du dir das an?

    Ich muss dich nun mal im großen und ganzen dulden. Ich will nicht zu streng mit meinen Ausschlusskriterien umgehen. Also, ich kann mich nicht so leicht verabschieden von dir. Aber du könntest es von mir – und müsstest es eigentlich, wenn du deine eignen Äußerungen ernst nehmen würdest.

    Mit einem so grässlichen Blogger wie ich es bin, Jakobiner, KANN man einfach nicht vernünftig diskutieren.

    Kleine Parallele, nebenbei: Wie können die Erdotürken in der für sie doch so faschistischen Bundesrepublik bleiben? Wieso trollen sie sich denn nicht? Werden sogar wütend, wenn man sie auf diese eigentlich naheliegende Option hinweist.

    Vielleicht zeigt sich da ein Muster: Ihr Wutbürger nehmt eure Wutworte selber nicht ernst. Ihr merkt gar nicht, was in euren Äußerungen so alles impliziert ist. Wort und Handlung sollten einigermaßen kongruent bleiben. Wenn ein Erdotürke meint, Erdo habe recht mit seinen Charakterisierungen des Westens im allgemeinen und Deutschlands im besonderen, dann liegt die praktische Konsequenz, der Umzug in die rettende Türkei, doch auf der Hand.

    Genau das gleiche frage ich mich bei Berghaus und bei dir: Wieso äußert ihr euch hier, wenn ich euch doch zum Kotzen bin? Könnte es nicht sein, dass hier auf dem Blog das auch für euch das Positive das Negative aufwiegt? So, wie es für die Erdotürken vielleicht auch so ist, dass sie nämlich Deutschland und das Leben hier für sich besser finden – und eigentlich gar nicht so faschistisch. Sie würden das schnell merken, wenn sie sich in der realen Türkei unter Erdogans Herrschaft als Bürger zurecht finden müssten.

    Was wäre die Alternative?

    Man muss ja nun wirklich nicht meiner Meinung sein, um hier sinnvoll mit mir und mit anderen zu diskutieren.

    Man kann mich auch scharf angreifen.

    Aber man sollte doch darauf achten, dabei nicht die Grenzen des Anstands einerseits, die Grenzen der Debatte andererseits zu übertreten.

    Wie im wirklichen Leben: Man sollte sich immer bewusst bleiben, was man sagt und wie man es sagt.

    Das ist kein Verbot der Polemik. Ich selber schätze die polemische Zuspitzung. Aber die ist kalkuliert. Sie ist nicht einfach ein Wutausbruch. Oder ein Böhmermännischer Schlag unter die Gürtellinie.

    So, und jetzt ran an die Arbeit. Ich hab dich oben um etwas gebeten.

  77. Counterjihad. Gegendschihad.

    Schon der Begriff zeigt mir, dass da wahrscheinlich etwas Perverses dahintersteckt.

    KANN die Antwort auf den Dschihad ein Dschihad sein?

    Von vorne herein: Nein!

    So wenig, wie die Antwort auf einen Mord ein Gegen-Mord sein kann.
    Rache = Barbarei.

    Die Antwort auf den Dschihad der Islamisten wird nicht dschihadistisch sein können. Denn wäre sie es, würde sie den Dschihadismus bestätigen.

    Ich vermute also: Die Counterjihadisten bewundern den Dschihadismus, möchte ihn nachahmen. Die Psychologie dürfte also eine gewisse Verwandtschaft zeigen, wenn wir einen Verehrer des islamistischen Dschihadismus und einen Verehrer des Counterjihadismus miteinander vergleichen. Beide sind seelisch krank und versuchen sich mittels barbarischer Frontstellungen zu heilen.

    Also, wieso soll ich ein viele Seiten langes counterjihadistisches Manifest lesen?

    Ich hab auch noch kein Reichsbürger-Manifest gelesen. Mich interessieren Elsässer, Ulfkotte, Kopp-Verlags-Produkte, Russia Today nicht sonderlich. So wenig wie der Berghaus’sche Atheismus. Oder die Theologie der Zeugen Jehovas. Oder die neueste Begründung dafür, warum 9/11 ein Insidejob gewesen sei. Ich hab auch nie Däniken gelesen oder mich mit dem Ufo-Scheiß beschäftigt.

    Um die Aufmerksamkeit und die Lesebereitschaft von Menschen mit gesundem Menschenverstand erregen zu können, muss man schon was einigermaßen Plausibles anbieten. Das kann durchaus contra Mainstream sein. Ich halte es für plausibel, dass im Fall NSU der Verfassungsschutz erheblich Dreck am Stecken hat, zum Beispiel.

    Oder, um mal ein ganz anderes Feld zu begehen, ich halte es für offen, ob Shakespeare der Kaufmann aus Stratford-on-Avon war oder Edward de Vere, Earl of Oxford. Die Oxford-Shakespeare-Hypothese dürfte fast die einzige Verschwörungstheorie sein, die für mich eine gewisse Plausibilität hat.

    Counterjihad?

    Nun, Jakobiner, du hast es in der Hand, du kannst mir diese Sache vielleicht plausibel machen, um sie wenigstens zu erwägen. Mach dir die Mühe! Und vergiss dabei nicht, die Handlungsvorschläge des Counterjihad am GG zu messen.

    Und vergiss nicht, dass ich erst einmal eine knappe, thesenartige Fassung lesen möchte, bevor ich mich auf mehr einlasse.

    Soviel Faulheit leiste ich mir.

  78. Jakobiner meint:

    “Was bringt es, wenn du alle Muslime über den Talibankamm scherst?”

    Tu ich nicht, ist auch nachzulesen. Ich unterscheide zwischen Islamisten–evolutionäre und militant-putschistische-, konservative und moderate. Letztere können Reformen innerhalb des Islams bewirken, während die Konservativen bezüglich des Islamismus so die Rolle spielen, die die Konservativen und Nationalkonservativen bei der Machtergreifung des Faschismus und Nationalsozialismus spielten, also eine förderliche–der Nährboden, aus dem “das”kroch.Schon allein an dieser Äußerung sieht man, dass du mit Unterstellungen arbeitest.

    Manifest des linken Counterjihads

    These 1

    Die Linke hat aufgrund ihrer Position zur Religion bezüglich des Islam und des Islamismus eine zumeist passive Rolle eingenommen und aufgrund ihres Antiimperialismus, Kulturrelativismus, westlichen Schuldkomplexes den Islamismus nicht als Gefahr für die Linke und die Arbeiterbewegung gesehen, sondern als alleiniges Produkt und Instrument des Imperialismus betrachtet , das der Islamismus teilweise und zeitweise auch war. ohne dessen Eigendynamik zu verstehen.

    These 2 Die Linke hat auf einen linken Counterjihad verzichtet, da sie befürchtete, dass der rechte Counterjihad einen Kampf der Kulturen losbrechen will, weswegen man zu dieser Frage paralysiert und passiv und tolerant war.

    These 3 Die revolutionäre Linke sah Religion nur als Überbauphänomen, das sich mit Kapitalismus und Kommunismus selbtauflösen würde. Die reformistische LInke sah die Religion als unausrottbaren Bestandteil einer menschlichen Natur, verzichtete auf Religionskritik und wollte in ihr nur eine sozialreformerische, arbeitungsbewegungsähnliche, ja auch antikapitalistische Bewegung sehen, halt nur mit etwas religiösem Vorzeichen.

    These 4 Aufgrund dieser Einstellung zur Religion und des westlichen Schuldkomples sowie Kulturrelativismus wurden die Rolle der Religionen unterschätzt und nicht als gefährlich eingeschätzt.

    These 5 Die westliche Religionskritik konzentrierte sich vor allem auf das Christentum und entwicklete einen kulturrelativistischen SChuldkomplex, weswegen das Aufkommen des Islamismus und fundamental-religiöser Bewegungen , zumal in Zusammenspiel mit nationalistischen Bewegungen verharmlost und ausgeblendet wurde.

    These 6 Nach 9-11 kam es zu einem Umdenken bezüglich des Islamiusmus, aber die Islamismuskritik konzentrierte sich nur auf den militatnten Dschihhadismus wie Al kaida und sah in den evolutionären Islamisten wie den Muslimbrüdern und der AKP eine demokratische Alternative, obgleich diese auch nur eine islamistische Dikatur anstreben.Zudem wurde vielen Menschen, die sich eher ethnisch oder national oder säkluar verstehen gemeinsam und pauschal der religiöse Label “Muslim”aufgedrückt und die Linke sah sich nun nur noch als “Muslimverteidiger”gegen den rechten Counterjihad und einen befürchteten Kampf der Kulturen, verzichteten auf Islamkritik und sahen selbst in evolutionären Islamisten die neuen Hoffnungsträger (EU-Mitgliedschaft der Türkei).

    These 6 Aufgabe des linken Counterjihads ist es vor allem die Millionen von säkularen Menschen in muslmischen Ländern als Kern einer Bewegung zu gewinnen, sie in Richtung Atheismus oder falls ihnen dies zu radikal ist zu Agnostizismus zu bewegen, um einen säkularen Kern herauszuformen der dann mittel- und langfristig organisatorisch und programmatisch so gefestigt ist eine säkular-demokratische Revolution zu vollführen. Aufgabe der Linken ist es nicht alternative Sufimystikerkreise oder Reformkoranexegesen zu betreiben–dies ist Aufgabe von moderaten Muslimen und Theologen, mit denen man zwar kooperieren kann, aber sich organsiatorisch nicht verbinden sollte.

    Konkrete Forderungen:
    5) Bekämpfung des Islamismus, sei er nun der militanten oder evolutionären Erscheinungsform.

    Militärisch durch Bekämpfung des Islamischen Staats, der Einghegung des Irans, der Bekämpfung Boko Harams, Al Shababs und der Taliban. Keine Unterstützung für Minderheiten unter dem Banner des “Selbstbestimmungsrechts der Völker”, deren Widerstand vor allem islamistisch organisiert ist—Tschetschenien oder die Uiguren. Bei den Palästinernsern nur UNterstützung der PLO und linker Kräfte, nicht aber der islamofaschistischen Hamas. Insoweit die Linke nicht über eigene Kampfverbände wie etwa die Internationalen Brigaden ala Spanischer Bürgerkrieg verfügt oder aufstellt, ist taktische Unterstützung seitens westlicher oder anderer Militärs durchaus denkbar. Denn etwa wie die Linkspartei den Feldzug der irakischen Armee und der kurdischen Peschmerga gegen den IS nicht zu unterstützen, bedeutet faktisch sehenden Auges einen Völkermord an den Yessiden und Religionsmord an den moderaten Muslimen zuzulassen. Wichtig hierbei ist es aber keinen genmerellen Blankoscheck für Militärinterventionen und humanitären Imperialismus auszustellen, sondern je nach Einzelfallprüfung diese zu erwägen oder auch nicht.Unterstützung säkularer Militärputsche, wenn die demokratischen und/oder linken Kräfte eine demokratische Machtübernahme der Islamisten nicht mehr druch eine Massenbewegung oder eine eigene Machtübernahme stoppen können–dabei auch die Bereitschaft wie in Algerien 200 000 Tote als Preis gegen eine Machtübernahme der islamistischen FIS einzugehen. Islamkritik, Anerkennung, dass die Muslimbrüder, die Gülenbewegung und andere sogenannte moderaten Islamisten eben solche sind.Schlussstrich mit der Tolerierung islamistischer Parteien oder Gruppen, die bisher fälschlicherwiese als demokratisch gehalten wurden und vor allem Förderung der säkularen Muslime..

    Konkret für Deutschland bedeutet dies angesichts der Türkeikrise:

    Die beste Möglichkeit, den Erdogantürken in Deutschland entgegenzuwirken, ist es, den Doppelpass abzuschaffen, ein Islamgesetz ala Österreich, das keine ausländischen Imame und Fremdlandsfinanzierungen türkischer und religiöser Vereine mehr zulässt, die Imame an deutschen Hochschulen von einem Euro-Islam ausbilden lässt, Observation Erdogannaher Vereine und der Ditib,wie auch der Union Europäisch-Türkischer Demokraten durch den Verfassungsschutz wie auch Erwähnung im Verfassungsschutzbericht gleich neben den Muslimbrüdern und der Hisbollah, Öffentlichmachen von Denunziationsaktivitäten erdogannaher Organisationen gegenüber der türkischen Opposition, Stärkung der zivilgesellschaftlichen Organisationen der Erdogangegner und massive Gegenpropaganda .Cem Özdemir hat dazu noch einen sehr wichtigen Vorschlag gemacht: Einen eigenen deutsch-türkischen TV-Sender ala ARTE, damit die deutschtürkische Community nicht gezwungen ist alternativlos nur die türkischen Erdogansender zu sehen. Selbiges wäre auch für andere Minderheiten wie Syrer, Iraker, Nordafrikaner und Afghanen überlegenswert– vielleicht in Kooperation mit der Deutschen Welle, dier ja über einen eigenen Sprachendienst verfügt.. Halt auch alles eine Finanzfrage, aber eigentlich nicht: Steichung der teuren Traumschiffproduktionen oder der inflätionären Krimis oder Rosamunde Pilcher und das ginge auch ohne Erhöhung der GEZ-Gebühren von sich. Desweiteren: politisches Asyl zumindestens für führende Köpfe der türkischen Opposition und ihr Umfeld. Mobilisierung aller linker und Anti-Erdogantürken, -alewiten und- kurden zu Gegendemonstrationen, Einreiseverbot für türkische Politiker oder als Gegenforderung ala Cem Özdemir, dass er mit der türkischen Opposition in Ankara eine Gegenveranstaltung machen kann. Gleichzeitig dazu außenpolitisch: den Abbruch der EU-Mitgliedsverhandlungen mit der Türkei und die Infragestellung des Assoziationsabkommens, einschließlich der Zollunion oder Koppelung an menschenrechtliche Erleichterungen für die verbliebene Opposition in der Türkei–aber eben Konditionierung.

    Kürzer geht es nicht, wenn man keine Selbstkastrattion vornbehmen will.

  79. Jakobiner meint:

    Tu ich nicht, ist auch nachzulesen. Ich unterscheide zwischen Islamisten–evolutionäre und militant-putschistische-, konservative und moderate

    Korrektur:

    Ich unterscheide zwischen Islamisten–evolutionäre und militant-putschistische-, konservative und moderate Muslime

  80. Jakobiner meint:

    “Die Antwort auf den Dschihad der Islamisten wird nicht dschihadistisch sein können. Denn wäre sie es, würde sie den Dschihadismus bestätigen. ”

    Da scheinst du deinen eigenen Thomas Bauer und sonstige islamophile Junkfoodautoren selbst nicht aufmerksam gelesen zu haben: Der Dschihhad kann mindestens der große oder der keline Jihad sein, der Religionskrieg oder die Selbstfindung. Dazwischen gibt es noch einige Jihadformen, wie es eben auch den Unterschied zwischen revolutionär-militanten und evolutionären Islamisten und konservativen und moderaten Muslimen gibt. Wenn sie sich alle auf den Jihad berufen, der zu führen sei, egal in welcher Form kann man dann eben auch den linken Counterjihad erklären. Dschihad bedeutet ja wohl nicht nur Terrorismus oder hast du da deinen Bauer nicht sorgfältig genug gelesen?

  81. Jakobiner meint:

    “Ich hab auch noch kein Reichsbürger-Manifest gelesen. Mich interessieren Elsässer, Ulfkotte, Kopp-Verlags-Produkte, Russia Today nicht sonderlich”

    Aber eben Thomas Bauer und soviel besser ist dieser islamophile Junkbuchautor auch nicht, auch wenn du ihn als deine Bibel siehst wie der Putinfan den Elsässer.

  82. Jakobiner meint:

    Korrektur und Ergänzung:

    “Zudem wurde vielen Menschen, die sich eher ethnisch oder national oder säkluar verstehen gemeinsam und pauschal der religiöse Label “Muslim”aufgedrückt,die Linke akzeptierte diese Stigmatisierung und die Linke sah sich nun nur noch als “Muslimverteidiger”gegen den rechten Counterjihad und einen befürchteten Kampf der Kulturen, verzichteten auf Islamkritik, mobilisierte nicht mehr die zumeist säkularen „Muslime“ und sahen selbst in evolutionären Islamisten die neuen Hoffnungsträger (Erdogan-AKP und EU-Mitgliedschaft der Türkei).

  83. Jakobiner meint:

    Ergänzung:

    These 7

    Aufgabe des linken Counterjihads ist es vor allem die Millionen von säkularen Menschen in muslmischen Ländern als Kern einer Bewegung zu gewinnen, sie in Richtung Atheismus oder falls ihnen dies zu radikal ist zu Agnostizismus zu bewegen, um einen säkularen Kern herauszuformen der dann mittel- und langfristig organisatorisch und programmatisch so gefestigt ist eine säkular-demokratische Revolution zu vollführen.Zu diesem Zweck diskutieren Linke nicht um Gott, das Paradies, Jenseits-oder religiöse Vorstellungen, sondern um die konkrete sozialgerechte Ausgestaltung der irdischen, menschengemachten Gesellschaft und wie diese Gesellschaft durch eigenes Zutun zu organisieren ist. Aufgabe der Linken ist es nicht alternative Sufimystikerkreise oder Reformkoranexegesen zu betreiben–dies ist Aufgabe von moderaten Muslimen und Theologen, mit denen man zwar kooperieren kann, aber sich organsiatorisch nicht verbinden sollte.

  84. Schritt für Schritt.

    These 1

    Die Linke hat aufgrund ihrer Position zur Religion bezüglich des Islam und des Islamismus eine zumeist passive Rolle eingenommen und aufgrund ihres Antiimperialismus, Kulturrelativismus, westlichen Schuldkomplexes den Islamismus nicht als Gefahr für die Linke und die Arbeiterbewegung gesehen, sondern als alleiniges Produkt und Instrument des Imperialismus betrachtet , das der Islamismus teilweise und zeitweise auch war. ohne dessen Eigendynamik zu verstehen.

    In vielen Aspekten falsch.

    Die Linke hat eine aktive Rolle eingenommen: die des Brückenschlagens; die des Dialogs; die des Schutzes gegen Islamophobie. Dahinter stand u. a. die richtige Idee, dass man auf Übergangs- und Anpassungsprozesse setzen muss. In vielen Fällen hat das auch so geklappt. Aber nicht in allen. Nicht genug. Das zeigt sich jetzt – und es wird korrigiert.

    Die Linke hat keinen westlichen Schuldkomplex. Sie denkt kosmopolitisch und anti-imperialistisch. Also auch kritisch gegenüber der kolonialistischen, imperialistischen, eurozentristischen Vergangenheit. Wieso soll das ein Schuldkomplex sein?

    Ich hab auch keinen deutschen Schuldkomplex wegen des 34. Reiches. Mir ist einfach klar, was da passiert ist und wie die Verantwortlichkeiten liegen. Und wie man dann als Nachfahr mit sowas konstruktiv nach innen und außen, persönlich und kollektiv umgeht.

    Arbeiterbewegung? – Gibt es schon seit längerem nicht mehr. Ein Mythos.

    Füpr wen ist der Islamismus eine Gefahr (ich meine jetzt: einschließlich des konservativen, an sich nicht aggressiven Islamismus)? Für alle.

    Was verstehen die, die diese Thesen formulieren, vom Islamismus? Da sie selber Ideologen und Fanatiker sind, verstehen sie vermutlich nicht viel davon. Es wäre jedenfalls zu prüfen, indem wir uns eine Analyse des Islamismus von dieser Seite anschauen.

    Schon die Selbstbezeichnung als Counterjihad weckt den Verdacht, dass es sich um fanatische Typen handelt, die sich selber gern in Gewaltphantasien ergehen. Die Antwort auf einen Dschihad kann kein Gegendschihad sein. Denn das hieße ja, dass man sich dem Feind angleicht. Dass man genauso barbarisch und pervers wird wie er. (Das aber gehört wohl zum insgeheimen Bedürfnis der Counterjihadisten – genauso, wie es zum Bedürfnis der rechten Islamophoben gehört: Sie hätten gern einen Freibrief für ihre gewalttätige Gesinnung.)

  85. Jakobiner meint:

    Wie stehst du dann eigentlich zu einem Verhindern neuer DITIB-Moscheen, da du dies ja als Angriff auf die allgemeine Religionsfreiheit und die so archtitektonisch so wunderbaren Gebäude–bar ihres Inhalts-siehst? “Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Gläubigen unsere Armee!” Wie kann man dies noch anders verstehen als “Die Demokratie ist ein Wagen, aus dem man aussteigt, wenn man sein Ziel erreicht hat”. Weswegen muss ich mir dann noch solchen Schwachsinn anhören über Religionsfreiheit im allgemeinen, wenn Erdogan, DITIB, wie auch Saudiarabien und Katar da ein Hasszentrum der Feindschaft gegen den Säkularismus nach dem anderen aufstellen wollen?

  86. Fortsetzung.

    These 2

    Die Linke hat auf einen linken Counterjihad verzichtet, da sie befürchtete, dass der rechte Counterjihad einen Kampf der Kulturen losbrechen will, weswegen man zu dieser Frage paralysiert und passiv und tolerant war.

    Wie gesagt, ein Dschihad kommt für halbwegs vernünftige und zivilisierte Menschen sowieso nicht in Frage. Mit Fanatikern will ich nichts zu tun haben. Weder mit islamistischen noch mit counterjihadistischen Fanatikern.

    These 3

    Die revolutionäre Linke sah Religion nur als Überbauphänomen, das sich mit Kapitalismus und Kommunismus selbtauflösen würde. Die reformistische LInke sah die Religion als unausrottbaren Bestandteil einer menschlichen Natur, verzichtete auf Religionskritik und wollte in ihr nur eine sozialreformerische, arbeitungsbewegungsähnliche, ja auch antikapitalistische Bewegung sehen, halt nur mit etwas religiösem Vorzeichen.

    Ich gehöre nicht zur revolutionären Linken. Ich war als Linker immer der Überzeugung, dass der Mensch ein von Grund auf religiöses, religionsbedürftiges Wesen ist. Gerade das führt zu einer scharfen Religionskritik – nämlich zur Kritik an allen Formen der Religion, die nicht mehr zeitgemäß sind bzw. die eher destruktiv gewesen sind und noch heute destruktiv sind. Siehe Spinoza, um ein klassisches Beispiel für meine Position zu nennen. (Wenn du willst, schreib ich dazu mehr.)

    Unsinn ist der zweite Teil der Darstellung der “reformistischen Linken” – dass sie im Islam “nur eine sozialreformerische, arbeitungsbewegungsähnliche, ja auch antikapitalistische Bewegung” gesehen habe. So beschränkt mögen einige feindselige Beobachter der Szene die Reformisten unter den Linken gesehen haben oder sehen.

    Die Türken, zum Beispiel, sind nun mal überwiegend ziemlich religiös, und dies in einem recht traditionalen Sinne. Wie geht man damit um? Ich bin nach wie vor (und trotz meines Positionswechsels) der Meinung, es war richtig, die Annäherung und den Kompromiss zu suchen. Dass er gescheitert ist, macht den Versuch nicht falsch.

    These 4

    Aufgrund dieser Einstellung zur Religion und des westlichen Schuldkomples sowie Kulturrelativismus wurden die Rolle der Religionen unterschätzt und nicht als gefährlich eingeschätzt.

    Macht ist gefährlich. Feuer ist gefährlich. Religion ist gefährlich. Marktwirtschaft ist gefährlich. Polizei ist gefährlich. Ideologie ist gefährlich. Philosophie ist gefährlich. Etcetera.

    Wieso hätten diejenigen, die den Menschen für ein von Grund auf religiöses Wesen halten (mit oder ohne Gott als Person, mit oder ohne Heiliges Buch, mit oder ohne Kirche, mit oder ohne Dogma, mit oder ohne Schöpfungs- und Offenbarungsglauben), die Rolle der Religionen unterschätzt? Das passiert doch eher denen, die meinen, sie selber wären, bloß weil sie keiner der Religionsgemeinschaften anhängen, frei von Religion.

    Westlicher Schuldkomplex – siehe oben. Den gibt es nicht. Jedenfalls nicht bei mir. Auch nicht bei den Autoren, die ich schätze.

    Kulturrelativismus: Zu dem bekenne ich mich. Ich bin der Überzeugung, dass jede Kultur für sich bestimmt, was (für die eigenen Angehörigen) kulturell gelten soll und was nicht. – Da lass ich mich gern auf eine philosophische Diskussion ein. Vorab: Ich hab den Verdacht, dass sich in der Ablehnung des Kulturrelativismus der quasi-religiöse Charakter des Counterjihadismus zeigt.

  87. Jakobiner meint:

    “Die Linke hat eine aktive Rolle eingenommen: die des Brückenschlagens; die des Dialogs; die des Schutzes gegen Islamophobie. Dahinter stand u. a. die richtige Idee, dass man auf Übergangs- und Anpassungsprozesse setzen muss. In vielen Fällen hat das auch so geklappt. Aber nicht in allen. Nicht genug. Das zeigt sich jetzt – und es wird korrigiert. ”

    Die Linke hat allerdings einen Brückenschlag eingenommen–schon aufgrund ihres Antiamerikanismus bezüglich Khomeinis–da wurde dieser als Antiimperialist auch noch gefeieret, als dieser schon Zehntausende Linke verhaftet, gefoltert hatte und auch heute finden ja so Linke wie du Islam,ofaschisten wie die Hamas als legitime Vertreter eines palästniensischen Volkes, obgleich die Hälfte der PLO-Vertreter in Knästen der Hamas im Gazastreifen einsitzt, weil sie für eine friedliche Zweistaatenlösung und ein friedliches palästina sind. Und Erdogan hast du ebenso als Hoffnung gesehen, wie du auch die Muslimbrüder als besser als Al-Sissi siehst. DAS sind diese Brückenschläge. Damit bestätigst du eben alle Annahmen über die islamophile Linke, die sich letztendlich nur zum Idioten der Islamisten macht. Und du liest auch lieber auch nur Thomas Bauer, diesen islamophilen Junkfoodautor, der im wesentlichen sagt: Islam war so viel harmloser als das böse Christentum und der Westen–trotz Millionen Toten und Sklavenhaltersystem unter den Muslimen. Und nehmen wir selbst dies einmal an, so tut er, als gebe es heute den Islam ohne Islamismus.Nein, auf solche “Linke”wie dich vertraue ich wirklich nicht und deswegen ist es nötig einen linken Counterjihad zu formulieren.

  88. Jakobiner meint:

    “Unsinn ist der zweite Teil der Darstellung der “reformistischen Linken” – dass sie im Islam “nur eine sozialreformerische, arbeitungsbewegungsähnliche, ja auch antikapitalistische Bewegung” gesehen habe. So beschränkt mögen einige feindselige Beobachter der Szene die Reformisten unter den Linken gesehen haben oder sehen. ”

    Völliger Blödsinn: Zinsfreiheit, Kompensierung des Sozialstaats, Unterschichtenkarikaritivität, Islamic Banking mit ethischen Grundsätzen ist auch so die Schnittmenge, die ein Schröder und Oskar Lafomntaine explizit mit “dem Islam” sehen wollten und Erdogan zum “Europäer des Jahres”ausriefen.

  89. Jakobiner meint:

    Lies halt mal das Original, wenn du nicht immer falsch und häppchenweeise und ohne Kontext lesen willst!

  90. Bezüglich der Verhinderung von DITIB-Moscheen:

    Ich bin schlicht für den rechtlichen Gang der Dinge.

    Ich glaube nicht, dass DITIB jetzt (!) noch einen Neubau irgend einer Moschee plant. Man weiß bei DITIB, dass die bisherige Kulanz der Verwaltungen und der lokalen Politik weg ist. Ohne diese Kulanz geht nicht viel. Die lokale Politik und die jeweilig befasste Verwaltung werden keinen Grund sehen, DITIB irgend etwas zu erleichtern. Man hat da Ermessensspielräume, die man zugunsten und zu ungunsten eines Bauvorhabens nützen kann.

    Man könnte vermutlich so manche bestehende Moschee in Schwierigkeiten bringen, wenn die Verwaltung mal prüft, wie viele Gläubige bei den Freitagsgebeten teilnehmen – und für wieviele Personen die Räumlichkeiten genehmigt worden sind. Die Diskrepanz könnte, soviel weiß ich aus Erfahrung, beträchtlich sein. Könnte sein, dass doppelt so viele Leute im Gebäude sind, als im Genehmigungsbescheid genannt sind.

    Schwachsinn über Religionsfreiheit
    – Jakobiner, ich muss mir deinen Schwachsinn über Religionsfreiheit auch anhören. Du gehst einfach nicht ein auf meinen Hinweis auf die Karlsruher Rechtsprechung. Das ist schon ziemlich bedenklich. Ein Demokrat wird sich bemühen, im Rahmen der Verfassung zu bleiben. Die interessiert dich aber offensichtlich nicht.

    Nenn mir mal einen Verfassungsexperten, der deiner Sicht der Religionsfreiheit gemäß argumentiert! Dazu vielleicht auch noch EINEN einzigen Verfassungsrichter, bei dem so eine Sicht wie die deine denkbar wäre.

    Wieso suchst du nicht den Anschluss an die realen Debatten um die Religionsfreiheit und deren Grenzen? Ich schließe aus deinen Bemerkungen, dass dir generell Religionsfreiheit am dicken Arsch vorbeigeht.

  91. Apropos Thomas Bauer:

    Hast du ihn gelesen?
    Wenn ja, aufmerksam?

    Ich hab nicht den Eindruck.

    Bauer hebt das Potenzial des Islam für Toleranz und Liberalität hervor, das sich in der Geschichte dieser Religion zeigt. Daran können dann liberale Muslime von heute anknüpfen.

    Für dich natürlich Anathema.

    Ich hab eigentlich keine Lust, mit einem Giftzwerg zu diskutieren. Ein Giftpfeil nach dem andern.

    Such dir doch jemand anderen dafür!

    Entweder du entscheidest dich dafür, mit mir anständig zu diskutieren, oder wir lassen es.

  92. Du gibst dich als Dschihadist. Auch hier in deinen posts. Und gegen mich.
    Kannst du machen.
    Aber warum sollte ich mich darauf einlassen?

    Counterjihad ist Dschihad, und Dschihad ist Religionskrieg. Du willst also einen Religionskrieg führen? Oder was? Jedenfalls definierst du dich als Dschihadisten. Als Gotteskrieger. Oder Antigotteskrieger. Was ja ungefähr auf das Gleiche hinausläuft.

    Ich diskutiere nicht mit Dschihadisten. Auch nicht mit Counterjihadisten.

    Womit dann wohl diese Debatte beendet ist.

    (Eine Debatte kann kein Krieg sein. Sie erfordert ein Mindestmaß an Anstand. An gegenseitigem Respekt.)

    Entweder du verziehst dich freiwillig, oder ich benütze mal wieder meinen Papierkorb-Befehl.

  93. Dann sprech ich jetzt mal mein Schlusswort zu
    a) Jakobiner, den Counterjihadisten
    b) Berghaus, den atheistischen Paranoiker
    c) Fantomas, den türkischen Nationalisten

    a) Counterdjihad ist Dschihad, und Dschihad ist Religionskrieg. Counterjihadisten betreiben also (verbal allerdings nur) genauso Religionskrieg wie die Dschihadisten, und jeder, der diesen Dschihad nicht mitmacht (wie ich), wird dschihadistisch angefeindet. Jakobiner wird damit zur Giftspritze.

    b) Berghaus ist rabiater und paranoischer Atheist. Er glaubt, Deutschland verwandle sich gerade in eine Theokratie, und der politische Kampf gegen diese Entwicklung zur Theokratie müsse im Mittelpunkt stehen.

    c) Fantomas, der türkische Nationalist, will mir und uns (und sich selber?) weismachen, die Attacken Erdogans und seiner Leute auf den Westen, auf die Niederlande und auf Deutschland seien nicht rhetorisch kriegerisch. Er wütet gegen uns und gegen mich, weil wir sie nicht einfach ignorieren.

    Was haben sie gemeinsam?

    1. Sie beschimpfen mich. Ich bin für sie ein Fanatiker, Rechthaber, etc.

    2. Es kommt zwischen uns zu keiner rationalen, sachlichen Debatte. (Es beteiligt sich auch kein anderer.)

    3. Die Position, für die diese drei jeweils streiten, ist gesellschaftlich marginal. Spinnerei. Alle drei haben keinerlei Anschluss für ihre Positionen in der politischen Debatte. Kein Journalist, kein Politiker spielt bei solchem Unfug mit. Keiner kümmert sich um diese drei extremen, grotesken Standpunkte. Ob es sich nun um die Verharmlosung von Erdogan und seinen Attacken handelt oder um die Theokratiefrage oder den Counterjihad, nichts davon spielt in der öffentlichen Debatte auch nur die geringste Rolle – und dies zurecht.

    4. Es ist Zeit- und Energieverschwendung, wenn ich diesen irren Sektierereien so viel Text widme.

    5. Fantomas gestehe ich immerhin noch zu, dass er mich aus verständlicher Verzweiflung angreift. Die andern beiden sind einfach kaputte Typen.

    Bei jedem Thema, bei jeder Debatte sollte man drauf achten, dass sie gesellschaftlich einigermaßen anschlussfähig ist:

    Ich muss nicht extra beweisen, dass Deutschland nicht auf dem Weg zur Theokratie ist.
    Ich muss nicht langwierig erklären, dass Counterjihad verfassungsfeindlich und blanke Barbarei ist.
    Ich muss nicht wieder und wieder plausibel machen, dass Erdogans Attacken Kriegserklärungen sind und kein harmloses Bellen, das einfach nur ignoriert werden kann.

    Also: Schluss damit.

    Auch wenn es dadurch ruhiger wird im Diskussionsanhang zu den Artikeln.

  94. Endlich.
    3:0 für Sie.

  95. Fantomas möchte ich diese Schriftenreihe empfehlen, wenn er hier noch mitliest. http://www.hessen.rosalux.de/fileadmin/ls_he/dokumente/infobrief_tuerkei_142017.pdf

Hinterlassen Sie einen Kommentar

*