Zur anti-integrativen Wirkung der Moscheekultur

islam(Ein Beitrag aus Österreich – von einem österreichischen Muslim: Ednan Aslan, Professor für Islamische Religionspädagogik an der Uni Wien. – derstandard)

Es wäre also höchst an der Zeit, die Rolle der Moscheen als der Symbole des Islams schlechthin genauer unter die Lupe zu nehmen.

Leider gibt es – auch in Österreich – kaum eine Moschee, die nicht aus dem Ausland gesteuert wird.

Dass diese Moscheen hier nicht heimisch werden konnten, liegt daher weniger an Diskriminierung als viel mehr an den in ihnen vertretenen theologisch-ideologischen Überzeugungen.

Immer wieder wird aus der Opferrolle heraus die Ablehnung der Mehrheitsgesellschaft propagiert, das Feindbild gepflegt, um den falschen Schein des Auserwähltseins, der moralischen Überlegenheit zu wahren.

Aber haben wir Muslime wirklich versucht, in der Mitte der Gesellschaft anzukommen, haben wir uns bemüht, jenen, die anders denken und leben, mit Respekt zu begegnen?

Mittlerweile wissen wir aus vielen Studien, dass die Menschen sich immer mehr von diesen Moscheen abwenden und ihre Religiosität außerhalb, gemäß ihren eigenen Vorstellungen leben.

Der Autor bezieht sich auf die Gründung der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin und die systematische Diskriminierung der Frau im Islam. Warum sollte zum Beispiel eine Frau nicht Imam sein können?

Die Berliner Moschee ist aus der Not geboren, sie spiegelt das Versagen der muslimischen Moscheenkultur in Europa, der es nicht gelungen ist, den hiesigen Lebensverhältnissen gerecht zu werden.

Die Moscheen und ihre aus dem Ausland delegierten Imame sind nicht in der Lage, die Situation der Frauen oder gleichgeschlechtlicher Paare zu verstehen, geschweige denn adäquate Beratung oder seelsorgerische Betreuung anzubieten.

Unsere Moscheen sind als Orte der Propagierung ausländischer Interessen missbraucht worden.

Verunsicherung und Unbehagen, wie sie Migration nun einmal mit sich bringt, wurden ausgenutzt und mit falschen Heilsversprechungen am Leben gehalten.

Wenn wir die Integration der Muslime und des Islam als Religion in unsere Gesellschaften befürworten, dann müssen wir erstens deren Fernsteuerung aus dem Ausland beenden und zweitens den Muslimen in Europa einen europa-kompatiblen Islam nahelegen.

(Sie können eine solche Beeinflussung ablehnen. Aber wir können dann sagen, dass wir für sie wohl das falsche Land sind.)

 

Kommentare

  1. Korbinian meint:

    Achtung Achtung cenki und fantomas, wir brauchen Eure Hilfe: Fethullah Gülen hat sich als Seyran Ates verkleidet und in Berlin eine Ketzermoschee gegründet:
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article166155366/100-Morddrohungen-gegen-liberale-Moschee-Gruenderin.html

    Wir müssen jetzt alle zusammenhalten gegen Terror und für Demokratie.

  2. Kürşat meint:

    “Wenn wir die Integration der Muslime und des Islam als Religion in unsere Gesellschaften befürworten, dann müssen wir erstens deren Fernsteuerung aus dem Ausland beenden und zweitens den Muslimen in Europa einen europa-kompatiblen Islam nahelegen.
    (Sie können eine solche Beeinflussung ablehnen. Aber wir können dann sagen, dass wir für sie wohl das falsche Land sind.)”

    Mit dieser sich selbst entlarvenden Aussage haben Sie sich als ernstzunehmenden Menschen endgültig disqualifiziert. Erklärung erübrigt sich.

  3. Korbinian meint:

    Für solch einen “Eroberer“ wie Kürsat in der Tradition Mehmets und Süleymans müssen solche Worte hart klingen, also Kürsat, in diesem Sinne: Güle Güle! Und lass Dich nicht von ein paar Kurden zu Iskembe verarbeiten.

  4. Kürschat,

    Erklärung erübrigt sich.

    In der Tat.

    Da hat Korbinian recht. Man kann deine Äußerung nur so verstehen: Du bist ein Möchtegern-Eroberer.

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