Was folgt politisch daraus?

asylDiese Frage habe ich im letzten Artikel gestellt.

Hier mal nur kurz, in Stichworten, als Anregung:

(1)

Es verändert sich das Verhältnis zu uns selbst.

Die Mehrheit sieht sich unter Druck.

Wird sie bestimmend bleiben? Wird sie die Mehrheit bleiben?

Die Sorge darum führt zu einer Besinnung aufs Nationale, aufs “Eigene”.

Das man allerdings kaum angemessen bestimmen kann.

Es ist ein Gefühl.

Auf jeden Fall verstärken sich die Tendenzen zur Abgrenzung und Ausgrenzung.

Diejenigen, die instinktiv auf Exklusion setzen, kommen stärker zur Geltung.

Der inklusiven Demokratie geht es an den Kragen.

Die Demokratie wird partiell autoritär.

Sie fängt an, Minderheiten als Gefahr zu betrachten und stärker zu diskriminieren.

Die Mehrheit meint damit, sich selbst retten zu müssen, sich selbst retten zu können.

Sie igelt sich ein.

(2)

Es verändert sich das Verhältnis zu uns selbst – auch auf die entgegengesetzte Weise.

Wir lernen.

Wir werden kosmopolitischer.

Wir gewöhnen uns ans Multikulturelle.

Wir merken, dass wir sowieso als große, komplexe, moderne Gesellschaften multikulturell sind.

Wir kommen zu uns selbst – indem wir auf globale Inklusion setzen.

Wir sind Weltbürger.

Unser Schicksal ist die Erde.

Es hilft uns nichts, wenn wir uns einigeln.

Nicht einmal ökonomisch würde es uns helfen.

Der Reflex, das Eigene zu verteidigen, kann selbstzerstörerisch werden.

(1) oder (2)?

Was wird überwiegen?

Ich lebe in München. (2) überwiegt.

Ich bin grade in Leipzig. Da sehe ich Chancen für (2).

Die Inklusion bewährt sich. Sie ist ein wirtschaftlicher, politischer und kultureller Erfolg.

Die Exklusion bewährt sich nicht. Siehe Anklam, Brexit, UngarnPolen, Trumpistan. Sie wird mehr und mehr als Sackgasse erkannt. (Hoffentlich.)

Die Zukunft der Flüchtlingspolitik

Was folgt politisch daraus?

Was folgt politisch daraus? (1. Fortsetzung)

Was folgt politisch daraus? (2. Fortsetzung)

Was folgt politisch daraus? (3. Forstetzung)

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