Was folgt politisch daraus? (3. Fortsetzung)

asylIch wage mich jetzt mal etwas weiter vor. (Und lege wert darauf, dass die folgenden Aussagen im Zusammenhang mit den vorigen Artikeln gelesen und bewertet werden. Die Links dazu finden sich unten – klicken Sie auf “Weiterlesen …”!)

Wir – die Anhänger der multikulturellen Gesellschaft, der Einwanderungsgesellschaft, der globalen Fairness – wir müssen selbst einen Schritt zur Seite tun und dabei mitwirken, dass die weitere Einwanderung in verträglichen, von den Bürgern akzeptierbaren Bahnen verläuft.

Wir müssen dafür (1.) der Einwanderung erkennbare Grenzen setzen und (2.) den Eingewanderten in deutlicherem Maße als bisher Integrationsbemühungen abfordern.

Wir müssen (3.) daran mitwirken, dass Deutschland denjenigen Einwanderern, die sich als wenig integrationsfähig oder integrationsbereit zeigen, die gelbe bzw. die rote Karte zeigen kann.

Wir müssen verständlich machen, wo WIR die Grenzen sehen. Und dass wir sie politisch durchsetzen. Auch gegen die in dieser Hinsicht verantwortungslos agierende Wirtschaft.

Das ist eine Kursänderung.

Es widerspricht dem, was ich bis vor einem Jahr hier geschrieben habe.

Ich habe also meine Agenda geändert.

Mit den drei Punkten ist noch nicht genau bestimmt, was nun die Politik sein soll. Es ist nur eine Richtung angegeben. Entscheidend ist, wie diese Richtungsangaben in eine politische Agenda umgesetzt wird.

(1.) Wo genau liegt die Grenze?

(2.) In welcher Weise werden welche Integrationsbemühungen gefordert und durchgesetzt?

(3.) Wie wird man Einwanderer los, die man nicht haben will?

Die Debatte dazu läuft.

Für diejenigen, die erschrocken fragen, warum ich diese Kursänderung vorschlage, habe ich eine knappe Antwort:

Wir leben in einer Demokratie. Es ist klug, sich in einer Demokratie pragmatisch am Möglichen zu orientieren. Wer sich nur einfach gesinnungsethisch einigeln will, stärkt das, wogegen er steht.

Wir brauchen die Brücke nicht zu den Rechtspopulisten, sondern zu denen, die angesichts der im Ausgangsartikel umrissenen “Revolution” verunsichert sind.

Über die strategischen Gründe für meinen Vorschlag einer Kursänderung schreibe ich einen eigenen Artikel.

Die Zukunft der Flüchtlingspolitik

Was folgt politisch daraus?

Was folgt politisch daraus? (1. Fortsetzung)

Was folgt politisch daraus? (2. Fortsetzung)

Was folgt politisch daraus? (3. Forstetzung)

Kommentare

  1. Ich persönlich denke, daß die Zeiten, in denen wir den Migranten Vorschriften machen konnten, durch die globale Entwicklung überholt und abgelaufen sind. Wir kontrollieren diese Konsequenz einer bellizistischen globalen Wirtschaft und Ausbeutung nicht mehr. Das ist eine Illusion, mehr nicht. Zwei, drei Millionen Flüchtlinge mehr und Europa ist Geschichte…

  2. Na, almabu, so schnell geht das nicht.
    Und bellizistisch ist die globale Wirtschaft und Ausbeutung eigentlich auch nicht – wär durchaus nicht in ihrem Interesse. Kapital braucht, alles in allem, Frieden, um erfolgreich ausbeuten und akkumulieren zu können. Das kann natürlich auch zu kriegerischen Gegenreaktionen bzw. kriegerischen Interventionen führen, wenn sich jemand zu sehr dagegen wehrt. Außerdem kann es passieren, dass dem Kapital das eigene Volk kriegsverrückt wird – nachdem es per Marktradikalismus verrückt gemacht worden ist. Das ist aber durchaus nicht im Interesse des Profitemachens.

  3. Nachricht für Jakobiner (der bemüht sich grade wieder darum, hier reinzukommen):

    Mit Leuten, die anderer Meinung sind als ich, hab ich hier ja kein Problem. Warum red ich nicht mehr mit dir, Jakobiner? Nicht, weil du andere Ansichten hast. Die haben Cenki oder Fruuf zum Beispiel auch.

    Der Unterschied ist: Du bist giftig. Ein Giftzwerg.

    Du kannst – gelegentlich – gut und interessant argumentieren. Aber dann, immer wieder, fährst du den Giftstachel raus.

    Kannst du ja machen, soweit du jemand findest, der nach dem fünften Mal immer noch bereit ist, sich giftig stechen zu lassen.

    Ich hab, wie du siehst, keine Lust mehr dazu. Du kommst hier nicht mehr zum Zug.

    Und das liegt nicht an deinen Einwänden gegen meine Ansichten oder etwa an deinem Counterdschihad oder was du sonst vertreten magst. Es liegt an deinem giftigen Charakter.

    Du darfst mich für diese Worte nach Belieben schlecht machen, Jakobiner. Das ist DEIN gutes Recht. MEINES ist, mich zu weigern, mit dir zu kommunizieren.

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