Zuwanderung kein vorrangiges Thema für die Wahlentscheidung

migrationNur 29% der deutschen Wähler finden, laut Emnid (Quelle: WELT), dass Zuwanderung ein entscheidendes Thema für ihre Wahlentscheidung ist.

So sieht das Ranking im Moment aus:

  1. Schaffung gleicher Bildungschancen für die Kinder (75%)
  2. Altersarmut verhindern (70%)
  3. Kampf gegen Kriminalität und Terrorismus (69%)
  4. Vwerbesserung der Kranken- und Pflegeversorgung (65%)
  5. Besserer Umwelt- und Klimaschutz (65%)
  6. Mehr Maßnahmen für Familien mit Kindern (62%)
  7. Schaffung von bezahlbarem Wohnraum (61%)
  8. Kampf gegen Arbeitslosigkeit (53%)
  9. Gerechtere Verteilung des Wohlstands (52%)
  10. Senkung der Steuern und Abgaben (38%)
  11. Schuldenabbau (34%)

Und erst nun, an 12. Stelle, kommt die Begrenzung der Zuwanderung. 29%.

Dahinter liegen dann Agendapunkte wie; die Elektromobilität attraktiver machen (26%) oder: die Verteidigungsausgaben erhöhen (9%).

Dieses Umfrageresultat erstaunt mich. Es würde mich freuen, wenn es sich bestätigt.

Wenn die Prioritäten der Wähler in Deutschland im Moment tatsächlich so liegen, was könnte der Grund sein dafür, dass das Thema “Zuwanderung begrenzen” so weit nach unten gerutscht ist?

Ich sehe vor allem diesen Grund: ALLE Parteien, die nicht AfD heißen, aber in den Bundestag kommen werden, haben die Zuwanderungsbegrenzung zu einem Teil ihrer Agenda gemacht.

Das entspricht dem Bedürfnis der Wähler. Sie sehen, die Parteien haben einigermaßen richtig reagiert und sind jetzt auf dem richtigen politischen Weg.

Ein weiterer wesentlicher Grund ist: Die meisten Bürger sind durchaus der Meinung, dass Deutschland Zuwanderung braucht – nur eben einigermaßen selektiv und kontrolliert.

Dazu kommt, dass die Zuwanderungszahlen derzeit in einem für die meisten Bürger akzeptablen Rahmen bleiben.

In den Umfragen zur Wahlentscheidung kommt die veränderte Prioritätenlage deutlich zum Ausdruck:

Merkel liegt weit vorn; eine Große Koalition hätte fast zwei Drittel der Wähler hinter sich; die AfD schwächelt weiter – Emnid sieht sie nur bei 7% (knapp hinter der Linken, den Grünen und der FDP); andere Umfragen werten sie etwas höher, bei 8 oder 9%. Es wird leicht reichen für den Einzug in den Bundestag, insofern hat die AfD Erfolg. Aber aus ihren Träumen (20% und mehr) ist sie aufgewacht, und die inneren Spannungen zermürben sie allmählich. Und: von wegen, “WIR sind das Volk!

Die Emnid-Umfrage und die Umfragen zur Wahl geben einen ungefähren Eindruck, wo “das Volk” politisch steht.

Anmerkung:

Wir erinnern uns, wie kategorisch und dramatisch Seehofer die Obergrenze für Flüchtlinge (Vorschlag: 200.000 pro Jahr) gefordert hat. Jetzt rückt er davon ab.

Die Lage hat sich entspannt.

Ein weiteres Indiz. Das Wort “Flüchtlinge” taucht in den Wahlprogrammen der künftigen Bundestagsparteien nur selten auf.

Kommentare

  1. In der Tat eine einschläfernd-beruhigende Umfrage. Hätte man gefragt, ob eine unkontrollierte Einwanderung die zuvor genannten Punkte tangiert und gegebenenfalls in welcher Weise hätte man wohl ein etwas anderes Ranking erzielt?

  2. Peter Hall meint:

    “Wir erinnern uns, wie kategorisch und dramatisch Seehofer die Obergrenze für Flüchtlinge (Vorschlag: 200.000 pro Jahr) gefordert hat. Jetzt rückt er davon ab.”

    Wo rückt Seehofer davon ab? Das Gegenteil ist der Fall. In dem von Ihnen verlinkten Artikel bekräftigt er seine Obergrenze in Höhe von 200.000 Personen sogar nochmals.

    Wobei man leider anmerken muss, dass dies bei Seehofer ohnehin alles nichts zu sagen hat. Er ist der typische Machtpolitiker.

  3. @ Peter Hall

    Er rückt ab von der kategorischen Art der Forderung. Er hatte ja gesagt, ohne eine solche Obergrenze gehe es nicht. Jetzt geht es doch.

  4. Peter Hall meint:

    Ja, natürlich. Eben weil ihm sein Posten und der vermutliche Wahlerfolg der Schwesterpartei wichtiger als Inhalte sind.

  5. Peter Hall meint:

    Nachtrag: Nach außen hält er trotzdem an seiner Obergrenze fest. Das ist ja die bekannte Trickserei bei CSU/CDU! Alles, um die rechts-konservativen Wähler zumindest bei der Stange zu halten. Wer jedoch nicht blöd ist, lässt sich vom Horst nicht länger ver*rschen und wählt – sofern er oder sie eine echte Obergrenze möchte – gleich AfD.

  6. Ja, natürlich. Eben weil ihm sein Posten und der vermutliche Wahlerfolg der Schwesterpartei wichtiger als Inhalte sind.

    Schon mal was davon gehört, dass man in der Politik nur kooperativ weiter kommt – indem man Kompromisse eingeht?

    Keine Kompromisse! Alles oder nichts! - Wer hat in Deutschland schon mal mit diesen Parolen Politik gemacht?

  7. Peter Hall meint:

    Es ist kein Kompromiss, wenn man seine eigene Position um des Machterhalts Willens völlig aufgibt. Das ist peinliches Fähnchen-im-Wind-drehen.

    Nach außen hin behaart Seehofer ja nun doch auf seine 200.000. Offiziell. Wenn es dann hart auf hart mit Merkel kommt, wird er davon zu 100% abweichen. Da bin ich sicher. Deshalb braucht man auf Seehofers Aussagen auch nichts geben. Wie ich bereits schrieb: Eine echte Obergrenze gibt es derzeit nur mit der AfD. Deshalb ist die AfD aus meiner Sicht auch die einzige tatsächliche Opposition (von Splitterparteien und der unwählbaren NPD mal abgesehen).

  8. Es ist kein Kompromiss, wenn man seine eigene Position um des Machterhalts Willens völlig aufgibt. Das ist peinliches Fähnchen-im-Wind-drehen.

    In der Politik geht es um Interessen. Nicht um heilige Wahrheiten. Merkel ist sich klar über die unterschiedlichen Interessen – und berücksichtigt sie. So auch im Falle des Ausstiegs aus der Atomenergie.

    Natürlich werde ich, wenn es sich so ergibt, eine eigene Position aufgeben. Wo liegt denn da das Problem? Sagen wir, ich sei der Überzeugung, Deutschland habe durchaus noch die Möglichkeit, einige Millionen Flüchtlinge aufzunehmen. Das ist in der Tat meine Überzeugung. Nur, ich sehe, es geht politisch nicht. Der politische Schaden für mich (und die Interessen, die ich vertrete) wird zu groß. Also gebe ich diese Position auf und plädiere nun auch für eine sehr viel stärkere Begrenzung.

    Was mache ich da? Ich bin ganz einfach pragmatisch. Ist das irrational? Ist das ein Verrat an irgend etwas? Ich bin kein Ideologe, der irgendwas Heiliges hier aufgibt. Ich schau, was politisch sinnvoll und möglich ist.

    Die Leute, die ihre jeweilige politischen Position heiligen und für unantastbar halten, sind gefährlich. Sie sind Fanatiker, Dogmatiker – Leute, mit denen man keine Politik machen kann – und Leute, die man um Gottes Willen nicht an die Macht kommen lassen darf.

  9. Peter Hall meint:

    Interessant, hatte Sie als Ideologen eingeschätzt.

    “Sagen wir, ich sei der Überzeugung, Deutschland habe durchaus noch die Möglichkeit, einige Millionen Flüchtlinge aufzunehmen. Das ist in der Tat meine Überzeugung. Nur, ich sehe, es geht politisch nicht. Der politische Schaden für mich (und die Interessen, die ich vertrete) wird zu groß. Also gebe ich diese Position auf und plädiere nun auch für eine sehr viel stärkere Begrenzung. ”

    Sind Sie in der Politik aktiv? Als Privatperson ist das ja eigentlich unnötig.

    Zum Thema Flüchtlinge: Nicht bloß der politische, vor allem der gesellschaftliche(!) Schaden wir zu groß! Deshalb hoffe ich ja sehr, dass die AfD nächsten Monat zweistellig in den BT kommt. Das hätte Signalwirkung und würde die Altparteien zumindest zu kleinen Kurskorrekturen nötigen. Wobei ich befürchte, dass der durch Merkels eigenmächtige Grenzöffnung angerichtete Schaden bereits zu groß ist, als das sich da noch viel kitten ließe. Leider. Die richtigen Folgen der Jahre 2015 bis heute werden wir in spätestens 10-20 Jahren zu spüren bekommen.

  10. Peter Hall meint:

    Hier übrigens ein interessanter Beiträge von Dr. Meuthen (AfD BaWü):
    https://www.facebook.com/Prof.Dr.Joerg.Meuthen/photos/a.554885501326826.1073741828.554345401380836/880090945472945/

    “Flüchtlinge” fliegen nach Hause in den Urlaub! Was für ein Irrenhaus!

  11. Ich hab eine ganze Reihe von Artikeln geschrieben, in denen ich meinen Positionswechsel darstelle und begründe. Du könntest sie mal lesen.

    Ich bin bei den Grünen und verstehe mich als politisch aktiv – als Privatperson.

    Von einem großen Schaden bezüglich der vorübergehenden Grenzöffnung 2015 für die weitere Zukunft kann ich nichts erkennen.
    Und eigenmächtig war diese Grenzöffnung natürlich nicht. Angela Merkel agiert als eine Art leitende Angestellte der Wirtschaft und hat deren Interessen im Auge. Die Wirtschaft steht hinter der Politik der relativ offenen Grenzen.

  12. Da glaub ich kein Wort. Soll Meuthen doch mal seine Fakten auf den Tisch legen. Meuthen ist ein fanatischer Ideologe.

    Warum sollte ich solche Informationen glauben? Weil ein Meuthen – ausgerecht ein Meuthen sowas bringt?

  13. Peter Hall meint:

    “Warum sollte ich solche Informationen glauben? Weil ein Meuthen – ausgerecht ein Meuthen sowas bringt?”

    Nein, diese Informationen bringt nicht nur Meuthen.

    Bittesehr:

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article158049400/Fluechtlinge-machen-Urlaub-wo-sie-angeblich-verfolgt-werden.html

    Oh, schon 1:30 Uhr. Zeit zum schlafen. Gute Nacht!

  14. Wollen wir uns doch erst mal anhören, wie das gehen soll.
    Für den Fall, dass es einen (=1) Fall gibt, dürfte der sich rasch erledigen.
    Wie blöd wäre denn ein solcher Flüchtling, wenn er das machen würde? Er kommt ja nicht mehr zurück, oder? Wie will er denn dann zurück kommen?

    Da stimmt was nicht.

  15. Peter Hall meint:

    “Wollen wir uns doch erst mal anhören, wie das gehen soll.
    Für den Fall, dass es einen (=1) Fall gibt, dürfte der sich rasch erledigen.”

    Zitat welt.de: “Die Bundesagentur für Arbeit bestätigte: „Es gibt solche Fälle.“ Offizielle Erhebungen lägen dazu aber nicht vor.”

    Ich schließe daraus, dass es mehrere solcher Fälle gibt. Vielleicht sind es wenige, doch es zeigt, dass unsere Behörden die Lage nicht im Griff haben, wenn so etwas möglich ist.

    “Wie blöd wäre denn ein solcher Flüchtling, wenn er das machen würde? Er kommt ja nicht mehr zurück, oder? Wie will er denn dann zurück kommen?

    Das würde mich auch interessieren. Doch in Absurdistan halte ich mittlerweile (fast) alles für möglich.

  16. Wemm das ernsthafte Fälle wären, gäbe es Ermittlungen und Erhebungen dazu. Ich schließe aus der Äußerung, dass da eigentlich nichts Substanzielles dran ist. Vielleicht gibt es ja ein paar ehemalige Flüchtlinge, die vor 20 Jahren nach Deutschland gekommen sind, hier einen festen Aufenthaltsstatus erworben haben, gut ins Berufsleben integriert sind, vielleicht auch deutsche Staatsbürger geworden sind – und die nun (weil sich die Situation in ihrem Herkunftsland für sie entspannt hat) dorthin in den Urlaub reisen. Daraus kann man dann das machen, was Meuthen draus macht.

    Ich wüsste im Moment wirklich nicht, wie einer, der in den letzten 5 Jahren als Flüchtling nach Deutschland gekommen ist, mal kurz Urlaub in seinem Herkunftsland machen könnte, um dann wieder zurückzukommen. Das geht ja wohl rein technisch (die Papiere betreffend) schon gar nicht.

    Apropos “Absurdistan”: Wie ideologisch verblendet muss einer sein, wenn er unsere recht übersichtlichen und einigermaßen zuverlässig rechtstaatlichen Verhältnisse im Bereich Flüchtlinge als Vorgänge in “Absurdistan” charakterisiert? Da verrät sich der harte hemmungslose Propagandist.

    Geh doch mal in München spazieren! Wo ist da Absurdistan?

    WENN etwas absurd ist, dann die allzu lange Lagerhaltung von Flüchtlingen. Das tut niemandem gut. Schadet allen. SOWAS ist absurd. Aber eine Absurdität macht noch kein Absurdistan. Ich selber hab schon manchmal absurde Gedanken, und es kommt auch vor, dass ich im Alltag kleine absurde Fehler mache. (Das heißt Fehler, bei denen ich mich dann über mich selbst wundere.) Deshalb spreche ich noch lange nicht von Absurdistan oder halte mich selber für einen absurden Typen. Eher für einen Menschen. Wir sind alle mehr oder weniger anfällig für gelegentliche absurde Entgleisungen. So ist das auch in der Politik.

    Wenn du so generell von Absurdistan sprichst, merkt man: Es geht dir um eine Revolution. Du bist Fundamentalist. Nur von einem fundamentalistischen Standpunkt aus kann man Deutschland als Absurdistan bezeichnen.

  17. Peter Hall meint:

    “Wemm das ernsthafte Fälle wären, gäbe es Ermittlungen und Erhebungen dazu. Ich schließe aus der Äußerung, dass da eigentlich nichts Substanzielles dran ist.”

    Interessant. Nachdem Sie das Thema zunächst als eine Lüge von Meuthen abtun wollten, mutmaßen Sie nun, dass da nichts Substanzielles dran sein wird, obwohl bereits Mainstream-Medien darüber berichten. Ich habe den Eindruck, Sie verkraften Dinge, die gegen Ihre Weltbild gehen, nicht sehr gut.

    Ich persönlich denke, da ist sehr wohl etwas dran. Vielleicht sind es vergleichweise wenige Fälle, aber etwas “dran” ist da zweifelsohne. Lesen Sie aus Spaß doch mal den Kommentarbereich unter dem welt.de-Artikel, wo einige Leser weitere Beispiele für Absurdistan nennen.

    Zur Klarstellung: Mit Absurdistan bezog ich mich auf die deutsche Asylpolitik. Nicht auf Deutschland im allgemeinen. Mich deshalb gleich als Propagandist und Fundamentalist abzustempeln, ist schon ein starkes Stück. Letztendlich fällt so eine Debattenkultur auf Sie zurück, Brux. Nicht auf mich.

    Das die Asylpolitik unter aller Sau ist, zeigten doch bereits die aufgedeckten Fälle von Sozialbetrug, wo sogenannte Flüchtlinge sich mehrfach registriert und tausende Euro ergaunert haben. Es hat schon seinen Grund, warum es in manchen Kreisen mittlerweile Germoney statt Germany heißt.

  18. Peter Hall meint:

    Gerade mit Entsetzen gelesen: 59 Prozent der Flüchtlinge haben nichtmal einen Schulabschluss!

    Quelle: http://www.bild.de/politik/inland/bild-kommentar/erinnerung-mit-dem-holzhammer-52944328.bild.html

    Im Gegensatz zum Autor dieses Kommentars, befürchte ich, dass wir das nicht “schaffen”, sondern die Situation uns schaffen wird! Es ist ja sogar mit Schulabschluss sehr schwierig, im Niedriglohnsektor einen Job zu finden. Ohne ist es nahezu aussichtslos. Das bedeutet faktisch, dass über 50% der Flüchtlinge (es werden am Ende 70-80% sein, da geeignete Jobs nunmal Mangelware sind) uns dauerhaft auf der Tasche liegen werden. Schöne Aussichten für den 08/15-Steuchermichel, der sich jeden Tag krumm machen muss, um das zu finanzieren.

    Perfiderweise ist für unsere Rentner kaum Geld da, für wichtige Infrastruktur-Projekte ebenso nicht.

    “Deutschland geht es gut” hört man oft. Wichtig ist es, mal genau hinzusehen, wem es gut geht. Vielen geht es nämlich maximal im Vergleich zur sogenannten Dritten Welt gut. Sie existieren und müssen nicht hungern, aber Leben ist etwas anderes.

  19. Natürlich war es eine Meuthen-Lüge. Er erweckt einen Eindruck, der total in die Irre führt. Ich hab das dargestellt. Was glaubt ein naiver Leser oder Hörer, wenn er Meuthens Äußerung folgt? Er glaubt etwas, das so garantiert nicht stimmt. Und du, Peter Hall, stimmst in diese Meuthensche Propagandalüge mit ein. Aber bitte, wenn du es nicht für eine Lüge hältst, dann beschreib mir doch mal den – angeblichen – Vorgang: Flüchtling (hat Pass? hat Geld?) fliegt in Heimatland (welches?) und kommt (mit Pass?) wieder zurück? Und dies ohne aufenthaltsrechtliche Folgen?

    Wenn man da nicht detailliert beschreibt, wie das bei wem warum gegangen ist, der sollte sich erst einmal schlau machen. Andernfalls ist das ein Fall von Hetze.

    Schauen wir doch erst einmal, was da wirklich dahintersteckt!

    Absurdistan:

    Doch in Absurdistan halte ich mittlerweile (fast) alles für möglich.

    Das bezieht sich eindeutig auf die Bundesrepublik Deutschland insgesamt. Andernfalls hättest du geschrieben: Bei der absurden Asylpolitik halte ich mittlerweile (fast) alles für möglich.

    Wenn du schon über die Absurditäten der Flüchtlingspolitik schreibst: Warum erwähnst du nicht, dass es natürlich immer auch einige Missbrauchsfälle gibt, wo Menschen etwas regeln? Das ist doch normal, oder? Normal und marginal. Es ist schon gut, die Missbrauchsfälle zu registrieren und zu schauen, wie man die Zahl und das Ausmaß reduzieren kann. Aber was du daraus machst, ist Hetze.

    Warum eschauffierst du dich über die alles in allem recht überschaubaren Kosten der Flüchtlingsintegration für den Steuerzahler, aber nicht über die sehr viel größere Belastung des Steuerzahlers durch eine Steuer-, Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik, die dafür sorgt, dass die Reichen reicher und die Armen ärmer werden?

    Apropos “gerade mit Entsetzen gelesen”: Du bist ein Heuchler. Du hast es mit Vergnügen gelesen. Es hätte dich eher geärgert und enttäuscht, wenn es 59% Akademiker gewesen wären …

    Im übrigen: Wenn 59% der Flüchtlinge (die ja aus Ländern kommen wie Somalia, Sudan, Syrien, Irak, Afghanistan) keinen bei uns verwertbaren Schulabschluss vorweisen, überrascht mich eher, dass 41% sowas haben. Das ist ein relativ hoher Prozentsatz an Personen mit schulischer Bildung – für diese Länder. Wenn wir schlau sind, entwickeln wir bessere Wege als bisher, wie wir sie bilden und für den Arbeitsmarkt fit machen. DAS wäre doch wohl die Folge, die wir aus der Information, die dich angeblich erschreckt hat, ziehen müssten – wenn wir konstruktiv Politik machen wollen.

  20. Peter Hall meint:

    “Natürlich war es eine Meuthen-Lüge. Er erweckt einen Eindruck, der total in die Irre führt. Ich hab das dargestellt. Was glaubt ein naiver Leser oder Hörer, wenn er Meuthens Äußerung folgt? Er glaubt etwas, das so garantiert nicht stimmt.”

    Sie sagen, es stimmt nicht. Welt.de und vermutlich weitere Medien berichten darüber und berufen sich auf behördliche Quellen, welche die Vorgänge bestätigt haben sollen. Mit Verlaub, im Zweifel glaube ich statt Ihnen oder Meuthen dann doch eher noch einer deutschen Behörde. Wie diese “Flüchtlings-Urlaube” praktisch von statten gegangen sein sollen, weiß ich nicht, aber ich denke, dass werden wir noch erfahren.

    “Wenn du schon über die Absurditäten der Flüchtlingspolitik schreibst: Warum erwähnst du nicht, dass es natürlich immer auch einige Missbrauchsfälle gibt, wo Menschen etwas regeln? Das ist doch normal, oder? Normal und marginal. Es ist schon gut, die Missbrauchsfälle zu registrieren und zu schauen, wie man die Zahl und das Ausmaß reduzieren kann. Aber was du daraus machst, ist Hetze. ”

    Wenn simple Tatsachen zu benennen für Sie bereits Hetze ist, dann kann ich daran auch nichts ändern. Das ist nicht mein Problem.

    “Warum eschauffierst du dich über die alles in allem recht überschaubaren Kosten der Flüchtlingsintegration für den Steuerzahler [...]”

    Überschaubar? Ich bitte Sie. Wir reden hier von Millionen, wenn nicht sogar Milliarden (man denke an den auf uns zu kommenden Familiennachzug).

    “[...] aber nicht über die sehr viel größere Belastung des Steuerzahlers durch eine Steuer-, Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik, die dafür sorgt, dass die Reichen reicher und die Armen ärmer werden? ”

    Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun? Meinen Sie ernsthaft, ein Problem macht das andere Problem weniger “schlimm”? Und woher wollen Sie wissen, dass ich nicht auch ausdrücklich gegen Turbokapitalismus und Ausbeutung von z.B. Leiharbeitern bin? Sie machen es sich sehr einfach, Brux.

    “Apropos “gerade mit Entsetzen gelesen”: Du bist ein Heuchler. Du hast es mit Vergnügen gelesen. Es hätte dich eher geärgert und enttäuscht, wenn es 59% Akademiker gewesen wären …”

    Das ist ein infame Unterstellung! Wären es lauter Akademiker, würde ich mir weitaus weniger Sorgen um die Zukunft Deutschlands machen.

    “Im übrigen: Wenn 59% der Flüchtlinge (die ja aus Ländern kommen wie Somalia, Sudan, Syrien, Irak, Afghanistan) keinen bei uns verwertbaren Schulabschluss vorweisen, überrascht mich eher, dass 41% sowas haben. Das ist ein relativ hoher Prozentsatz an Personen mit schulischer Bildung – für diese Länder. Wenn wir schlau sind, entwickeln wir bessere Wege als bisher, wie wir sie bilden und für den Arbeitsmarkt fit machen. DAS wäre doch wohl die Folge, die wir aus der Information, die dich angeblich erschreckt hat, ziehen müssten – wenn wir konstruktiv Politik machen wollen.”

    Ja, wie ich schon schrieb: Der deutsche Steuermichel wird sich freuen, all dies finanzieren zu dürfen bzw. zu müssen. Nach der Wahl wird es dann wohl erste Steuererhöhungen geben (versteckt natürlich, damit möglichst wenige Wähler den Zusammenhang bemerken). Danach werden die Krankenkassenzusatzbeiträge steigen usw. usf.

  21. Peter Hall meint:

    Die AfD steht laut INSA übrigens (wieder) bei 10%.
    Quelle: http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/insa-umfrage-union-gewinnt-spd-verliert-linke-bei-neun-afd-bei-zehn-prozent-a2196075.html

    Grüne liegen bei 7% (seien Sie tapfer, Brux!).

    Sicher, 10% für die AfD ist nicht die Welt. In meinen Augen viel zu wenig. Bei dem, was in Deutschland vor sich geht, müsste die AfD eigentlich bei 20% und mehr stehen. Aber ich sehe die 10% als guten Anfang. Zumindest werden sie erstmalig im Bundestag sein und den anderen Parteien schön Druck machen. Darauf freue ich mich schon.

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