FPÖ: blau – oder eher doch braun?

oesterreichMit Farben kann man mogeln.

Die Nähe der FPÖ zur Farbe braun hat sich in einer ebenso eindrucksvollen wie konstanten Serie von “Einzelfällen” gezeigt. Entgleisungen aller Art, Nazilieder, Burschenschaftstexte, Gesten (Hitlergruß etc.), Devotionalien, Nazisprache gegen Flüchtlinge …

Jetzt sitzt die FPÖ verantwortlich in der Regierung …

Den Sturm wegen der Liedtexte der Germania, mit dem FPÖ-Spitzenpolitiker Landtaler als Germania-Vorständler, hätte die FPÖ früher wegstecken können. Jetzt geht das nicht mehr. Man ist in der Regierung.

Strache hat darauf verbal mit relativer Klarheit und Härte reagiert. Die braunen Flecken der FPÖ sind politischer Schmutz.

Es war und ist kein Zufall, dass sich bei so vielen FPÖlern, auch solchen in Ämtern, braune Schmutzflecken immer wieder zeigen.

Die Partei kann sich offenen Rechtsradikalismus nicht leisten – sie muss ihn verstecken, relativieren, zumindest zum Teil zum Schweigen bringen, wenn sie hinreichend wählbar bleiben will. Aber dieser völkische und deutsch-nationale Rechtsradikalismus gehört zur DNA der Partei, zum Herzblut.

Das ist der Grund, warum Strache, Hofer, Gudenus u. a. immer wieder vorsichtig andeuten, dass sie nachwievor rechtsradikal (völkisch, deutsch-national) denken und sich nur aufgrund der Umstände zurückhalten.

Die Völkischen, die Deutschnationalen, die Braunen sollen nicht abgeschreckt werden, die FPÖ braucht sie.

Für ein Fünftel oder Sechstel der Österreicher sind die Braunen kein Problem. Man steht ihnen nahe, spricht gern mal ihre Sprache.

Die Fahne der FPÖ ist blau – aber wir können die braunen Flecken als ein Durchschimmern der tatsächlichen Farbe dieser Partei verstehen.

Wenn sie könnten, würden sie den Weg Orbans oder Erdogans oder Putins oder Kaczynskis gehen.

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