Ungarische Islamophobie – Zurück zur Barbarei!

islamDer Große Freund der CSU, Orban, hat seine Islamophobie verdeutlicht.

In seiner Rede zur Lage der Nation entwarf er am Sonntag finstere Szenarien für Europa.

„Dunkle Wolken liegen wegen der Einwanderung über Europa“, sagte Orbán vor Anhängern in Budapest.

„Nationen werden aufhören zu existieren, der Westen wird fallen, während Europa nicht einmal bemerken wird, dass es überrannt wurde.“

Der Ministerpräsident warnte auch davor, dass europäische Großstädte schon bald eine überwiegend muslimische Bevölkerung haben könnten.

FAZ

Im Spiegel findet sich die Ergänzung:

Der Westen habe “den Weg zum Niedergang der christlichen Kultur und der muslimischen Expansion geöffnet”, sagte er nach Angaben des “Guardian”.

Wer das in Deutschland so findet, wird gewiss nicht CSU, sondern AfD wählen. Was also bezweckt die CSU mit ihren Einladungen an Orban?

Welche deutsche Großstadt könnte schon bald eine überwiegend muslimische Bevölkerung haben? Welche nicht-deutsche mittel- oder nordeuropäische Großstadt?

München zum Beispiel? Die Stadt dürfte etwa 10% Einwohner mit muslimischen Hintergrund haben.

Wird der Anteil zunehmen? – Voraussichtlich um ein paar Prozent. Das ist nicht dramatisch.

Die ungarische Paranoia ist eine Kollektivkrankheit.

Man muss solche Islamophobie unterscheiden davon, dass ein Teil der Muslime in der Tat eine Art Gegengesellschaft zu bilden versucht und uns damit gefährlich wird. DA haben wir einzugreifen.  Die pauschale und krankhafte Islamophobie lenkt von dieser Aufgabe ab.

Im übrigen bedroht den Westen in seiner Eigenart etwas ganz anderes: Immer mehr Bürger wenden sich von der Aufklärung ab und barbarisieren sich – in der Art Ungarns. Auf der Linie von Orbans Barbarei könnte sich Europa selbst zerstören.

Kommentare

  1. Ich hatte am vergangenen Wochenende eine denkwürdige “Diskussion”, eher ein Monolog, mit einem im Vergleich zu mir eher jungen Menschen, einem Rheinländer aus dem Kölner Raum, der all diese Orban/Pegida/AfD-Argumente mit sektenhaftem Eifer und in affenartiger Geschwindigkeit abspulte. Diese Menschen sind wohl nicht mehr erreichbar für Argumente, fürchte ich?

  2. Hätte man im Jahr 1930 einen Hitleranhänger überzeugen können? Mit vernünftigen Argumenten beeindrucken können?

    Es gehört wohl zur Psychologie solcher Barbaren, dass sie eine unüberwindliche Barriere gegen alles aufbauen können, was sie von der Gegenseite her verunsichern könnte. Ihr Gefühl ist ihnen alles; das kann man ihnen durch ein noch so gutes Argument nicht wegnehmen.

    Ich werde nie versuchen, eine Barbaren von der Richtigkeit meiner Argumente zu überzeugen. Wenn ich ihr gegenüber argumentiere, dann immer mit Blick auf die Zuhörer, unter denen sich möglicherweise Personen befinden, für die Argumente noch etwas gelten.

    (“Barbaren“: Bürger, die in ihrer Haltung feindlich den Werten der Aufklärung gegenüberstehen: skeptische Distanz gegenüber den eigenen Gefühlen und Überzeugungen; skeptische Distanz gegenüber allen Autoritäten; umsichtig kritisches Prüfen und Korrigieren aller Fakten und Schlüsse; kooperatives und dialogisches Verhältnis der Menschen untereinander im Konfliktfall; u. a.)

  3. Korbinian meint:
  4. Alice ist geil meint:

    Das Hauptproblem besteht darin, dass viele Linke in ihrer pseudo-moralischen Überheblichkeit den Blick für die Ursachen verloren haben!

    Wenn Dir jeden Tag morgens um 7:00 Uhr auf Deinem Schulweg der selbe Schläger aufs Maul haut, wirst Du Dich spätestens beim dritten Mal fragen: Lasse ich mir weiterhin aufs Maul hauen oder nehme ich einen anderen Weg?

    Dem deutschen Wähler (ethnischer 08/15-Deutscher, gesund, arbeitend, hetrosexuell, ohne irgendeine Lobby) wird seit Jahren von den Altparteien aufs Maul gehauen. Mehr oder weniger. Seine Interessen werden kaum berücksichtigt.

    Ihm wird der Euro vor die Nase gesetzt, dann Millionen kulturfremder Einwanderer/Asylanten, die den Kampf um bezahlbaren Wohnraum und prekäre Jobs ordentlich anheizen.

    Hinzu kommen steigende Sozialausgaben, kulturelle Konflikte, steigende Kriminalität und das Gefühl, in seiner Heimat überfremdet zu werden (mancherorts zumindest, wo man auf den Straßen mehr fremde Sprachen als Deutsch hört). Für viele soziale Projekte ist kein Geld da, Schulen zerfallen, unzählige Rentner leben an der Armutsgrenze, aber für Flüchtlinge mit 2-3 Ehefrauen und 6 Kindern ist plötzlich Geld da!

    Und da wundert Ihr ignoranten Bessermenschen Euch noch, dass die Leute plötzlich AfD wählen? Trotz massiver Anti-AfD-Propaganda in den Medien und potentieller sozialer Ächtung.

    Das ist purer Frust und pure Verzweifelung!

  5. Korbinian meint:

    Leo, lies Dir die Fleischhauer-Kolumne einmal durch. Das sind Fragen welche die SPD beantworten muss.

  6. Dem deutschen Wähler (ethnischer 08/15-Deutscher, gesund, arbeitend, hetrosexuell, ohne irgendeine Lobby) wird seit Jahren von den Altparteien aufs Maul gehauen. Mehr oder weniger. Seine Interessen werden kaum berücksichtigt.

    Falsch, dem deutschen Wähler (60+, Rentner, Wohneigentum, großes Privatvermögen) wird seit Jahren sehr viel Geld gezahlt. Rentner sind auch beim aktuellen Koalitionsvertrag diejenigen, die am meisten davon profitieren werden. Die restlichen Wähler sind mengenmäßig völlig unbedeutend, was sich dann eben auch in der Politik widerspiegelt.

    Ansonsten halt wieder die üblichen AfD-Werbe-Phrasen von Gerald.

    Werden Sie eigentlich nach Anzahl der Wörter bezahlt?

    Ihre ganze Paranoia von bösen Ausländern usw. ist ein absoluter Witz gegen die kommenden Auswirkungen von Deep Learning usw. Da gab es in den letzten Jahren so massive Fortschritte, das wird die gesamte Gesellschaft umkrempeln und davon werden sehr viele Leute betroffen sein. Darum sollten Sie sich mal kümmern.

  7. Wenn Dir jeden Tag morgens um 7:00 Uhr auf Deinem Schulweg der selbe Schläger aufs Maul haut, wirst Du Dich spätestens beim dritten Mal fragen: Lasse ich mir weiterhin aufs Maul hauen oder nehme ich einen anderen Weg?

    Wo passiert denn das? Irgendwo passiert das immer mal – und das tut es schon seit 100 und mehr Jahren. Früher noch öfter als heute.

    Dem deutschen Wähler (ethnischer 08/15-Deutscher, gesund, arbeitend, hetrosexuell, ohne irgendeine Lobby) wird seit Jahren von den Altparteien aufs Maul gehauen. Mehr oder weniger. Seine Interessen werden kaum berücksichtigt.

    KM hat das gut beantwortet.

    Diesem 08/15-Deutschen geht es nur dann schlecht, wenn er sich von der Globalisierung und Hypermodernisierung abgehängt fühlt; wenn er der größeren Belastung in der Arbeitswelt ausgesetzt ist und sich aufgrund prekärer Arbeitsverhältnisse unsicherer als früher fühlen muss. Mit den Einwanderern, Flüchtlingen, Ausländern, Muslimen hat das NICHTS zu tun. Die sind dann der Sündenbock. Für die eigentlichen Probleme dieses 08/15-Deutschen sorgen vor allem Leute wie die neoliberale Extremistin Weidel – die unser Alice-Fan toll findet.

    Hinzu kommen steigende Sozialausgaben, kulturelle Konflikte, steigende Kriminalität und das Gefühl, in seiner Heimat überfremdet zu werden (mancherorts zumindest, wo man auf den Straßen mehr fremde Sprachen als Deutsch hört). Für viele soziale Projekte ist kein Geld da, Schulen zerfallen, unzählige Rentner leben an der Armutsgrenze, aber für Flüchtlinge mit 2-3 Ehefrauen und 6 Kindern ist plötzlich Geld da!

    Deshalb ist unser Alice-Weidel-Fan für eine radikale neoliberale Politik?!
    Was die Kriminalität angeht, so steigt sie ja nicht, wenn man das mal über 10 Jahre hinweg betrachtet.
    Die Überfremdung kommt kaum von den Migranten, sondern von der permanenten Revolutionierung unseres Alltags durch neue Technologien und ihre umwälzenden Alltags- und Arbeitsfolgen.
    Wenn also nicht genug Geld für soziale Projekte, Schulen da ist, liegt das ja wohl eher an denen, die grundsätzlich gegen soziale Politik sind. Denen schließt sich der Weidel-Fan ausdrücklich an, indem er Weidel-Fan ist.
    Wie viele Flüchtlinge mit 2-3 Ehefrauen gibt es? Wie viel Euro werden für sie ausgegeben?

    Was also macht unser Weidel-Fan mal wieder? – Er hetzt. Er spielt Mob. Er schlägert – verbal. Es stellt nur Behauptungen auf, liefert keinerlei Analyse, keinerlei Pro&Contra, keinerlei vertiefte Interpretation. Sowas KANN er gar nicht. Er gehört zu den eher peinlichen Deutschen: ein deutschnationales Großmaul haben – und damit dumm daherreden.

    Apropos Kriminalität: In der rechten Spalte des Blogs findet sich eine Argumentation. Kurz, zugespitzt. Müsste sich der Weidelfan nicht erst einmal daran abarbeiten, eher er hier einfach mal wieder die Behauptung von der steigenden Kriminalität in die Welt setzt? – Er müsste. Aber er tut es nicht. Er kann sowas nicht. Und meint, dass er auch nicht braucht. Denn – so meint er, und die Realität bestärkt ihn darin – dass es genug Idioten gibt, die nur die Behauptungen brauchen und keine Analyse hören wollen.


    Das ist purer Frust und pure Verzweifelung!

    Das stimmt.
    Aber was ist von Menschen zu halten, die nichts wissen wollen von den Gründen ihres Frusts und ihrer Verzweiflung?
    Die einfach nur “den Juden” die Schuld in die Schuhe schieben?

    “Der Jude ist unser Unglück!” – Das war die Parole der Antisemiten im Kaiserreich, in der Weimarer Republik, im Dritten Reich.
    Von heute aus gesehen schlicht absurd. Grotesk. Man kann es kaum noch verstehen, wie die Leute solchen Unsinn glauben konnten.
    Heute heißt der Südenbock anders, es ist aber die selbe Psychologie dahinter.

  8. Alice ist geil meint:

    Genau diese Art von überheblicher Antwort habe ich erwartet.

    “Mit den Einwanderern, Flüchtlingen, Ausländern, Muslimen hat das NICHTS zu tun.”

    Es kann nicht sein, was nicht sein darf!
    Das ist förmlich Dein Lebensmotto!

    Wenn man als Deutscher sich also fremd im eigenen Land fühlt, weil man mancherorts mehr Ausländer als Deutsche auf der Straße erlebt, ist das pure Einbildung! Eigentlich sind NATÜRLICH wieder der “technologische Fortschritt” und “die Überforderungen” schuld! (Passend dazu die üblichen Juden-Vergleiche, Rassisten-/Nazi-Vorwürfe, bla bla bla.)

    Fazit: Wenn Du die genannten Probleme nicht siehst bzw. verstehst weiterhin falsche Schlüsse ziehst, warum die AfD in der Wählergunst zulegt, dann kann ich Dir auch nicht helfen.

    Es sind eben nicht nur die “Abgehängten”, sondern Leute, die von den etablierten Parteien schlicht massiv enttäuscht wurden. Hinzu kommen Menschen, die persönliche Erfahrungen mit den Konsequenzen aus der Einwanderungspolitik gemacht haben. Das bestreitest Du natürlich alles.

    Na ja, macht doch was Ihr wollt. Die zukünftigen Wahlergebnisse werden mir recht haben.

    Und der olle KM mit seiner billigen Rentnerpolemik sollte sich schämen! Ich bin kein Rentner, aber ich habe Respekt vor dem, was viele Rentner in ihrem Arbeitsleben geleistet haben. Für die haben wir heute kein Geld, aber für Millionen Flüchtlinge und deren Großfamilien ist plötzlich wieder welches da. Eine Schande ist das.

  9. Wenn man als Deutscher sich also fremd im eigenen Land fühlt, weil man mancherorts mehr Ausländer als Deutsche auf der Straße erlebt, ist das pure Einbildung!

    Stimmt. Das ist Einbildung. Aber es gibt ja eine Möglichkeit für dich: Anklam. Da triffst du garantiert keinen Ausländer. Nicht einmal einen Polen, obwohl wir nahe der Grenze zu Polen sind.

    So also möchtest du Deutschland haben?

    Ich fühle mich fremd in einer Stadt wie Anklam. Das ist nicht Deutschland. Das ist der Untergang. München – DAS ist Deutschland. Zum Beispiel. Aber auch Berchtesgaden, Bad Kötzting, Tirschenreuth, … um mal drei bayerische Grenzstädtchen zu nennen.

    Schon klar, Weidel-Fan: Die Juden sind schuld. (Ich meine die, die heute die Rolle der Juden von früher übernommen haben.)

    Die Welt ändert sich immer schneller. Zu schnell, wie ich zugebe. Aber diese Veränderung hat viele Aspekte, und die Migration ist einer davon, aber eben nur einer. Wenn ein Land meint, sich entziehen zu können, wird es abgehängt.

    Diese Gefahr ist gegeben, wenn man sich auf die AfD einlässt. Wollen wir wirklich Verhältnisse in ganz Deutschland, die den Verhältnissen der Gegenden gleicht, in denen die AfD vorne liegt?

    Geht es Dresden besser als München?
    Leben die Menschen in Dresden sicherer als die in München?
    Haben die Menschen in Dresden mehr Arbeit als die in München?
    Verdienen sie mehr als in München?

    Also, Weidelfan, versuch dich doch einmal an einer Antwort auf diese Fragen! Und wenn du sie verneinen musst, erklär uns deine Klage noch einmal.
    (Dresden: 8% Einwohner mit Migrationshintergrund. München: über 40% Einwohner mit Migrationshintergrund. – München müsste doch eine Katastrophe sein im Vergleich zu Dresden, oder, Weidelfan?)

  10. Und der olle KM mit seiner billigen Rentnerpolemik sollte sich schämen! Ich bin kein Rentner, aber ich habe Respekt vor dem, was viele Rentner in ihrem Arbeitsleben geleistet haben. Für die haben wir heute kein Geld, aber für Millionen Flüchtlinge und deren Großfamilien ist plötzlich wieder welches da. Eine Schande ist das.

    Sie wechseln einfach immer wieder das Thema, wenn Sie hier nicht weiterkommen. Aber darauf fällt hier keiner rein. Sie haben behauptet, die Politik macht nichts für die Wähler. Das ist falsch, gerade die riesige Wählergruppe der Wähler 60+, die Gruppe die am Ende über alle Maßen für das Endergebnis einer Wahl entscheidend ist, wird sehr von der Politik hofiert.

    Es sind eben nicht nur die “Abgehängten”, sondern Leute, die von den etablierten Parteien schlicht massiv enttäuscht wurden. Hinzu kommen Menschen, die persönliche Erfahrungen mit den Konsequenzen aus der Einwanderungspolitik gemacht haben. Das bestreitest Du natürlich alles.

    Nein, siehe hier:

    Der große Zuspruch steht demnach weder nur mit Arbeitslosigkeit noch ausschließlich mit niedrigen Einkommen in einem Zusammenhang. Auch mit dem Ausländeranteil in den entsprechenden Wahlkreisen gebe es keine „einschlägige Korrelation“. „Ob da jetzt viele oder wenige Ausländer leben, das spielt eigentlich kaum eine Rolle“, sagte Fratzscher. Es seien eher die sozioökonomischen Faktoren, die Zukunftsaussichten in den verschiedenen Regionen, die eine Rolle spielten

    Der ungünstige demografische Wandel sowie die spezielle Wirtschaftsstruktur sind, wie die DIW-Experten konstatieren, typisch für viele ostdeutsche Wahlkreise. „Sie sind eine Begleiterscheinung der grundlegenden wirtschaftlichen Probleme in diesen Wahlkreisen und erlauben somit gewisse Rückschlüsse auf den auffallend hohen Zuspruch für die AfD im Osten Deutschlands.“ Jedenfalls spreche vieles dafür, dass in dünner besiedelten Regionen mit überalterter Gesellschaft auch aufgrund einer empfundenen Perspektivlosigkeit im Hinblick auf die weitere Entwicklung dieser Regionen der Zuspruch der Wähler für etablierte Parteien schwinde.

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/diw-studie-was-hinter-der-steigenden-zustimmung-fuer-die-afd-steckt/20985258.html

  11. Alice ist geil meint:

    Brux, man kann Zufriedenheit und Heimatempfinden nicht allein am Wohlstand festmachen. Da kommen viele “weiche” Faktoren hinzu, die Du nicht verstehst oder verstehen willst. Etwa das, wenn man sich im öffentlichen Raum bewegt und fast nur noch irgendwelches Kauderwelsch vernimmt. Das ist im Urlaub vielleicht ganz interessant, aber ich bin der Meinung, man hat als Einheimischer ein recht auf Heimat. Und in Deutschland sollte die Heimat nunmal – primär – DEUTSCH sein.

    Das heißt nicht, dass man sich komplett abschotten sollte. Eine Einwanderung nach Bedarf und kanadischem Vorbild (in unserem Fall z.B. 50.000 Personen jährlich) begrüße ich. Dann bekommt auch die nötigen Fachkräfte, wo tatsächlich welche fehlen – ohne weitere zahlenmäßige Überfremdung.

    Darüberhinaus bleibst Du jeglichen Beweis für Deine absurde These schuldig, dass es die Migranten sind, die eine Stadt wie München relativ wohlhabend machen. München wäre auch ohne Ausländer erfolgreich, einfach, weil die strukturellen Voraussetzungen gegeben sind. Das reicht weit in die Geschichte zurück (als es kaum Ausländer in München gab). Die jetzt kommenden Menschen setzen sich bloß noch ins gemachte Nest.

    Ich sage es gerne nochmal: Mit Deinen deplazierten Vergleichen zur Judenverfolgung beschädigst Du lediglich das Gedenken an tatsächliche Verbrechen! Du entwertest es damit. Falls Dir das nicht klar ist.

  12. Alice ist geil meint:

    KM,

    ich wechsele nicht das Thema, ich antworte auf Deinen Unfug bzgl. deutschen Rentnern. Das Thema hast Du begonnen. Als ob jeder Rentner wohlhabend wäre! Ich kenne genügend ältere Menschen, denen es finanziell nicht besonders gut geht. Natürlich versucht die Politik, vor der Wahl, die eigene Partei den Rentnern “schmackhaft” zu machen. Am Ende bleibt trotzdem viel Alterarmut.

    Und Deine vorgebrachten Zitate zum Wahlverhalten, nun ja, darüber kann man streiten. Ich denke, da theoretisieren wieder einige gut situierte Forscher aus ihrem Elfenbeinturm heraus über die Ursachen für den Erfolg der AfD, ohne diese wirklich zu kennen

    “Gewisse Rückschlüsse…”, “Es spreche vieles dafür…”
    Sagt im Grunde wenig aus!

    Ich habe die nachvollziehbaren, naheliegenden Gründe für einen Teil des Wahlerfolgs der AfD bereits genannt. Einfach mal lesen. Diese Erklärung halte ich zumindest für weitaus plausibler, da lebensnah.

    Das Du wegen mir hier plötzlich nach monatelanger Stille wieder richtig ins Zeug legst, betrachte ich mal als Kompliment :D
    Aus meiner Erfahrung heraus weiß ich ja, dass Du immer nur anspringst, wenn Dir und Bruxi die Felle davon zu schwimmen drohen… hihi.

  13. ich wechsele nicht das Thema, ich antworte auf Deinen Unfug bzgl. deutschen Rentnern.

    Sie wechseln die Themen munter wie Ihre Nutzernamen. Um Rentner geht’s gar nicht. Es geht um Wähler. Und Ihre Kategorisierung ist Unsinn. Wenn Sie hier nur immer mit Schaum vorm Mund schreiben, dann werden Sie das natürlich nie begreifen.

    Ich denke, da theoretisieren wieder einige gut situierte Forscher aus ihrem Elfenbeinturm heraus über die Ursachen für den Erfolg der AfD, ohne diese wirklich zu kennen

    Es kann nicht sein, was nicht sein darf!
    Das ist förmlich Dein Lebensmotto!

  14. Mit München irrst du dich. München hat seinen ökonomischen Aufstieg MIT den Migranten erlebt. Die Migranten sind gekommen – und München ist gewachsen – ökonomisch und kulturell.

    München war keine wohlhabende Stadt, bevor die Migranten gekommen sind. Sie sind es nicht allein, die München reich gemacht haben, aber sie gehören dazu. Ohne diese vielen Migranten ginge München schlicht vor die Hunde.

    Du könntest dir ja mal eine Geschichte der Münchner Wirtschaftsentwicklung besorgen. Die Süddeutsche Zeitung hat dazu ein ganzes Buch herausgebracht.

    Brux, man kann Zufriedenheit und Heimatempfinden nicht allein am Wohlstand festmachen. Da kommen viele “weiche” Faktoren hinzu, die Du nicht verstehst oder verstehen willst. Etwa das, wenn man sich im öffentlichen Raum bewegt und fast nur noch irgendwelches Kauderwelsch vernimmt.

    Wo ist das Lebensgefühl besser – in München oder in Dresden?
    Offensichtlich in München. Die Dresdner sind ziemlich verbiestert – wie du ja selbst zugegeben hast: verzweifelt, frustriert. Warum? Weil sie keinen Geschmack an der Weltoffenheit finden können – die Welt aber in diese Richtung geht. Die Dresdner merken, dass Weltoffenheit prämiert wird, können und wollen aber nicht so recht dabei mitmachen. Drum sind sie frustriert.

    Die Münchner sind nicht frustriert. Es lebt sich gut bei 40% Migranten und Migrantenkindern.

    Du möchtest deinen eigenen Frust gern allen anderen aufdrängen. Nur wer frustriert ist, ist ein guter Deutscher! Nur wer verzweifelt ist, ist ein guter Deutscher. Wer dagegen, wie die meisten Münchner, sagt: Es lebt sich gut und sicher und interessant mit so viel Weltoffenheit und Internationalität und Multikulturalität! – der ist ein schlechter Deutscher für dich.

    Die ökonomische Rechnung kannst du dir doch auch selber machen. Warum geht keine Firma nach Anklam – die Stadt ohne Ausländer? Weil es sich dort nicht zu produzieren lohnt. Da hast du ja nur Deutsche. Die putzen nicht so gut und gern und billig, die bedienen nicht so gut und gern und billig, die strengen sich nicht so viel an …

    Da denkt einer dran, ein Hotel dort aufzumachen. Aber er kriegt keine polnische Putzfrau, kein polnisches Zimmermädchen, keinen polnischen Koch dort. Nur Deutsche. Die fitten Deutschen sind aber alle längst weggezogen – dahin, wo man als Deutscher mehr verdient, weil es dort eben auch sehr viele Ausländer gibt. Bleiben die eher Unbegabten, Unflexiblen, Phlegmatischen in Anklam. Die Dynamischen ziehen weg.

    Das könnten die Stadt und ihre Bürger schon ändern. Sie müssten sich ganz dem nahen Polen öffnen. Dafür sorgen, dass Anklam für die Polen attraktiv wird. Dafür sorgen, dass die kleine Stadt für internationales Publikum (vor allem aus dem Osten) attraktiv wird. Dazu braucht man aber internationale Gastronomie und eine überzeugende Willkommenskultur. Nach Anklam traut sich kein Tourist, der nicht irgendwie deutsch ausschaut. Und Arbeit sucht sowieso keiner dort.

    Da hab ich jetzt noch nicht von den Ingenieuren und sonstigen Fachkräften gesprochen. Keine nicht-deutsche Fachkraft möchte in eine Stadt wie Anklam ziehen und dort arbeiten – weil man sie immer wieder schief anschauen würde. Die Strukturschwäche in dieser Gegend ist selbst gemacht.

    Einmal angenommen, die Dresdner wählen eine AfD-Mehrheit in ihren Stadtrat und einen AfD-Bürgermeister, dann wird ein beträchtlicher Teil der größeren Betriebe nach und nach Dresden verlassen. Verlassen müssen. Weil man, wenn man irgendwie nicht richtig ausschaut und nicht richtig Deutsch spricht, sich in der Stadt nicht mehr willkommen fühlt.

    Die Wirklichkeit führt dir das vor Augen. Schau dich nur mal um in Süddeutschland. Es ist ja nicht München allein. Nimm von mir aus die strukturschwachen Gebiete von Bayern, etwa den Bayerischen Wald – fahr mal dahin und besuch ein paar Kleinstädte dort an der tschechischen Grenze. Wirklich, eine strukturschwache Gegend! Und trotzdem kommt sie voran. Trotzdem hast dort Dynamik und Optimismus und Stolz. Die Migranten gehören ganz selbstverständlich dazu. Diese kleinen Städte schotten sich nicht ab. Arbeitskräfte fremder Herkunft sind für sie eine Selbstverständlichkeit und eher ein Zeichen dafür, dass die Stadt attraktiv ist.

    Was für ein Unterschied zum depressiven Anklam.

    Die AfD ist eine Partei der Frustrierten und Depressiven. Und von Frustrierten und Depressiven sollen wir erwarten, dass sie ein besseres Deutschland schaffen?

    Die AfD ist eine Partei der Wütenden und Aggressiven. Sie ist eine Partei der Nostalgiker und Reaktionäre. Von solchen sollen wir erwarten, dass sie ein besseres Deutschland schaffen?

    Die AfD ist eine Partei der Destruktiven. Das Gute in Deutschland – die Internationalität, Multikulturalität, Weltoffenheit, Weltmarktfähigkeit, Anschlussfähigkeit, Zukunftsfähigkeit soll zerstört werden, damit das ALTE Deutschland wieder ersteht?

  15. Alice ist geil meint:

    KM,

    Du spielst wieder Deine typischen rhetorischen Spielchen, nicht wahr? Du hast das Thema Rentner angestoßen, um eine Nebelkürze zu zünden. Ich sprach allgemein von Wählern.

    Doch das spielt jetzt auch keine Rolle mehr.

    Fakt ist: Der lobbylose, steuerzahlende 08/15-Michel wird seit Jahren von den etablierten Parteien nur verarscht und ausgenommen.

    Die AfD setzt sich als einzige deutsche Partei tatsächlich für DEUTSCHE Interessen ein. Das müssen nicht zwangsläufig die Interessen irgendwelcher Unterschichtler sein, aber vor allem sind es nicht die Interessen von Asylanten oder kleinen, aber lauten Minderheiten.

  16. Alice ist geil meint:

    Brux, Du gehst mir mit Deinem ewigen München hier, Anklam da auf den Sack. Muss ich mal so deutlich sagen. Gibt es bei Dir wirklich nur Schwarz und Weiss?

    München hatte Glück, Anklam eben nicht. Das hat mit Migranten NULL zu tun.. Der Unterschied ist, dass Anklam offenbar große strukturelle Probleme hat – wie viele Orte im Osten. Ich kenne dieses Kaff nicht und es ist mir auch völlig egal. Hier in NRW gibt es auch viele strukturschwache Gebiete und “abgehängte” Dörfer/Kleinstädte. Ja, die gibt es vereinzelt sogar in Bayern und BaWü. Und nun?

    “Die Dresdner sind ziemlich verbiestert – wie du ja selbst zugegeben hast: verzweifelt, frustriert.”

    Wo soll ich das gesagt haben? Ich schrieb allgemein von den Deutschen. Davon, dass viele die Schnauze gestrichen voll haben und deshalb AfD wählen. Die AfD hat, wie ich gelesen habe, auch in Deggendorf (Bayern) stark abgeschnitten. Und in Teilen von BaWü und NRW ebenso.

    “Die Münchner sind nicht frustriert. Es lebt sich gut bei 40% Migranten und Migrantenkindern. ”

    Du meinst sicher “trotz 40%…” :P
    Ich bezweifel stark, dass alle Münchener Deiner Meinung sind.

    Es gibt nunmal auch viele Deutsche, die Multikulti doof finden. Oder jene, die zumindest finden, dass es ZU VIELE Migranten gibt (sind deshalb nicht gleich alles Ausländerhasser). Schade, dass das in Deinen Kopf nicht reingeht. Obwohl, ich denke schon, dass Du das verstehst. Du willst es bloß gezielt ausblenden. Wenn Leo Brux Multikulti toll findet, dann sollen es verdammt nochmal alle Deutschen toll finden (müssen). So schaut’s doch aus, oder?

  17. Alice ist geil meint:

    Noch ein kleiner Nachtrag zur AfD: Du magst diese Partei so sehen, viele sehen in ihr einen Hoffnungsschimmer, dass endlich wieder Politik für Deutsche gemacht wird. Für ganz normale, arbeitende, steuerzahlende Deutsche – und nicht für irgendwelche lauten Minderheiten.

    Alice, auf geht’s :)

    Ich glaube, meine Zeit ist mal wieder abgelaufen.

    Bye, bye.

  18. ach was ihr alle habt….. ich finde es gut das es die afd gibt….
    da kann man endlich mal wieder ohne zwang und political correctnes den deutschen raushängen lassen….. und einfach auf die ganzen ausländer und bonzen in wirtschaft und politik scheissen…..

    frischer winds in parlament…… ich bin dabei

  19. Du spielst wieder Deine typischen rhetorischen Spielchen, nicht wahr? Du hast das Thema Rentner angestoßen, um eine Nebelkürze zu zünden. Ich sprach allgemein von Wählern.

    Doch das spielt jetzt auch keine Rolle mehr.

    Gerade deswegen haben Sie sich ja geirrt. Die haben nicht allgemein vom Wähler gesprochen sondern nur von einem Bruchteil, etwa 1/7. Ich habe das entsprechend korrigiert.

    Die AfD setzt sich als einzige deutsche Partei tatsächlich für DEUTSCHE Interessen ein. Das müssen nicht zwangsläufig die Interessen irgendwelcher Unterschichtler sein, aber vor allem sind es nicht die Interessen von Asylanten oder kleinen, aber lauten Minderheiten.

    Die AfD ist die laute Minderheit. Um die Unterschicht geht es auch nicht. Es geht um Perspektivlosigkeit. Da haben Sie wieder nicht aufgepasst.

    Hier in NRW gibt es auch viele strukturschwache Gebiete und “abgehängte” Dörfer/Kleinstädte. Ja, die gibt es vereinzelt sogar in Bayern und BaWü. Und nun?

    Sie sehen die Ursachen für Protestwähler eben nicht, selbst wenn man Ihnen mehrfach alles auf dem roten Teppich ausrollt. Es darf nicht sein, was nicht sein darf.

    Aber genau das macht halt die Anpassungsfähigkeit eines Menschen aus. Es gibt welche, die hinterfragen immer wieder ihre Einstellungen, suchen sich immer neue Blickwinkel und lernen von neuen Erkenntnissen. Und diese Menschen kommen halt sehr gut im Leben voran.

    Und es gibt halt Menschen, die entscheiden sich Anfang 20, dass sie sich nicht mehr persönlich weiterentwickeln wollen. Und die bleiben halt auf der Strecke. Und da gehören Sie auch zu.

    Daher bringen Sie auch seit Ewigkeiten nichts Neues sondern immer nur die gleiche Wahlwerbung. Mal ist es halt die AfD, mal ist es Pro NRW, mal ist es Die Freiheit. Je nachdem, was gerade im Angebot ist. Nach der zukünftigen Höcke-Spaltung machen Sie dann eben hier einfach weiter Werbung für seine Partei.

    Wenn Leo Brux Multikulti toll findet, dann sollen es verdammt nochmal alle Deutschen toll finden (müssen). So schaut’s doch aus, oder?

    Nein, es schaut so aus, dass Sie hier seit Jahren angekrochen kommen und von sich aus seine Artikel lesen. Keiner zwingt Sie dazu. Keiner zwingt Sie dazu die Artikel zu lesen und seine Meinung toll zu finden.

    Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Herr Brux kommt nicht zu Ihnen und bedrängt Sie, seine Ansichten toll zu finden. Stattdessen kommen Sie täglich hierher und bedrängen ihn mit Ihren Ansichten.

    Sie sind derjenige, der will, dass wir hier Ihren Traum vom abgeschotteten Monokulti ganz toll finden müssen. Das bekommen Sie gar nicht mit. Sie sind quasi der Geisterfahrer auf der Autobahn, der sich andauernd sagt: “Wo kommen die ganzen Geisterfahrer her?”

  20. Weidelfan,
    wenn man mal meine Argumentation liest und dann anschaut, was du dagegen vorzubringen hast, ist das schon erbärmlich.

    Du hast also nicht viel Substanzielles zu sagen.

    Nur, dass es auch Münchner gibt, die AfD wählen. Was ja nun stimmt. Nur ist das keine Antwort auf meine Darstellung. In manchen – heruntergekommenen – Teilen Deutschlands bringt die AfD durchaus ein politisches Bein auf den Boden. Warum? Weil die Abgehängten dort selbstzerstörerisch (depressiv, frustriert) und nicht dynamisch (sich in die Entwicklung integrierend) darauf reagieren. In München und in den meisten Städten und Gegenden Deutschlands läuft das anders, da bringt die AfD kein politisches Bein auf den Boden, da ist sie zwar auch präsent, aber sie bleibt marginal.

    Du setzt – wie die AfD – auf die Zerstörung Deutschlands. Deutschland soll so werden, wie es in den Gebieten ist, in denen die AfD schaffen kann, zur stärksten Partei zu werden. ARMES Deutschland.

  21. ferdi schreibt – unmissverständlich:

    da kann man endlich mal wieder ohne zwang und political correctnes den deutschen raushängen lassen….. und einfach auf die ganzen ausländer und bonzen in wirtschaft und politik scheissen…..

    Der Nazi wird unmittelbar erkennbar.

    Apropos bonzen in der wirtschaft: DAS kommt allerdings bei der AfD nicht vor. Die ist – mit Weidel – neoliberal, also entschieden für die weitere Bereicherung der “Bonzen in der Wirtschaft”.

    So passt auch das zu meiner Diagnose, dass ferdi ein Nazi ist: ein NationalSozialist. Während die AfD “nur” rechtsradikal ist, aber nicht oder noch nicht exakt nationalsozialistisch:

    Könnte sein, dass das zeitgenössische Nazitum vier wesentliche Nazi-Charakteristika nicht übernimmt oder jedenfalls nicht voll und ganz:
    a) den “sozialistischen” bzw. “antikapitalistischen” Aspekt,
    b) den offenen Antisemitismus,
    c) den Kollektivismus,
    d) den Militarismus und Imperialismus (den Willen zum Krieg).

    Insofern neige ich zwar immernoch dazu, auch bei Teilen der AfD von Braunen und NEOnazis zu sprechen, aber eigentlich ist diese Benennung zweifelhaft. Die AfD gehört zu dieser Familie, hat aber auch abweichende Eigenschaften und geht zum Teil andere Wege. (Was bei Familienangehörigen der nächsten Generation recht häufig vorkommt, auch im tatsächlichen Familienleben.)

    ferdi hingegen dürfte einer von den Voll-Nazis sein, die der AfD peinlich sind. Was nicht heißt, dass man sich nicht auch gern von diesen ganz offenen Neonazis unterstützen lässt. Das allerdings “färbt ab” … und rechtfertigt wieder den Begriff Neonazis für die AfD. Wenn auch, zugegebenermaßen, vorerst nur bedingt.

    Man fragt sich, wie weit die AfDler ihre tatsächlichen Absichten und Einsichten verstecken, weil sie im Moment noch nicht opportun sind. Es ist klug von uns, sowas zu vermuten – wir können oft dem aggressiven Ton und den extremen Konsequenzen einiger ihrer Äußerungen entnehmen, dass da hinter dem Schirm rechtsbürgerlicher Anständigkeit eine mörderische Gesinnung schwärt.

  22. Korbinian meint:
  23. @Korbinian

    Was bringt dieser Artikel? Nur eine Sammlung von Beispielen. Keine Statistik-Analyse. Also: Eher ein Fall von Angstmache.

    Es gibt ziemlich viele Bundesbürger, die grundsätzlich nur auf Informationen reagieren, die uns von MEHR Kriminalität berichten. Wann immer Kriminalität zurückgeht (sei es mal im Jahresvergleich, sei es bei einer einzelnen Deliktsorte), schauen sie verärgert weg.

  24. Das Problem ist immer, dass man nur unvollständige Informationen hat.

    Letztens hatten sich auch wieder Leute aufgeregt, weil Personen, die einen Obdachlosen angezündet haben, nur zu wenigen Jahren Haft verurteilt wurden.

    Da hat dann z.B. die Information gefehlt, dass die nur ein brennendes Taschentuch auf die Bank geworfen haben, auf welcher der Obdachlose gesessen hat. Verletzt wurde er nicht.

    In diesem Kontext kann man mehrere Jahre Haft schon ganz anders bewerten.

    In seinem Geiste sieht man natürlich ein ganz anderes Bild, wenn man nur von: “Obachloser angezündet” hört. Da denkt man sich: “Die haben das Opfer bestimmt mit Brandbeschleuniger übergossen und angezündet! Wieso verurteilt die Justiz diese Leute nicht wegen versuchten Mordes?”

    Das ist auch so, wenn man von Gruppenaufläufen hört, wenn die Polizei mal wieder in bestimmte Viertel gefahren ist oder wenn sich Unfallgaffer gesammelt haben. Dann spielt das Gehirn vielleicht irgendeine Szene aus einem Film ab, den man vor zwei Jahren gesehen hat und man deutet die Geschehnisse subjektiv falsch.

    Wenn man “schwere Körperverletzung” hört, dann denkt man wahrscheinlich sofort an halb eingeschlagene Gesichter und zahlreiche Knochenbrüche. Soweit mir bekannt ist, werden aber automatisch alle Verletzungen dazu gezählt, für die man einen Tag im Krankenhaus bleiben muss und dann schon wieder entlassen werden kann.

  25. “Es gibt ziemlich viele Bundesbürger, die grundsätzlich nur auf Informationen reagieren, die uns von MEHR Kriminalität berichten. Wann immer Kriminalität zurückgeht (sei es mal im Jahresvergleich, sei es bei einer einzelnen Deliktsorte), schauen sie verärgert weg.”

    Von der Website des BKA kann man sich die polizeiliche Kriminalstatistik downloaden. Auch die der letzten Jahre.
    Wenn man die sich zu Gemüte führt, gibt es keine weiteren Fragen.
    Und Märchen der Kategorie “Flüchtlinge sind nicht krimineller als Deutsche” glaubt man dann auch nicht mehr.

  26. Flüchtlinge sind Deutschen gegenüber und bei Berücksichtigung des Faktums, dass junge Männer generell häufiger kriminell sind, außerdem Personen in sozial schwacher Situation auch, in der Tat nach Meinung der Kriminalsoziologen kaum krimineller als die exakt zu ihnen passende deutsche Vergleichsgruppe.

    Im übrigen: Erklär mir mal, warum zum Beispiel Dresden und München etwa gleich hohe Kriminalität haben – obwohl Dresden nur 8% Migranten (1. + 2. Generation) hat, München hingegen über 40%.

    (Ich bin gespannt, ob ich von FrankD darauf eine argumentierende Antwort bekomme.)

  27. Flüchtlinge sind Deutschen gegenüber und bei Berücksichtigung des Faktums, dass junge Männer generell häufiger kriminell sind, außerdem Personen in sozial schwacher Situation auch, in der Tat nach Meinung der Kriminalsoziologen kaum krimineller als die exakt zu ihnen passende deutsche Vergleichsgruppe.

    Und wenn man noch das Wetter mit einbezieht und die Windrichtung, dann…

    Man kann sich eine Statistik natürlich zurecht interpretieren.

    Ich empfehle mal die folgende Lektüre:
    https://www.bild.de/regional/leipzig/asyl/warum-werden-so-wenig-intensivtaeter-abgeschoben-54892016.bild.html

    und diese hier

    http://www.bild.de/bild-plus/regional/chemnitz/chemnitz/jetzt-kommen-die-mita-52396670,view=conversionToLogin.bild.html

    “MITA = Mehrfach Intensivtäter Asylbewerber”
    Ja, kein Witz. Man könnte darüber lachen, wenn es nicht so traurig wäre…

  28. ResEvl,

    du negierst also die Arbeit der Kriminalwissenschaft.

    Wenn man Statistik verstehen will, muss man sie interpretieren. Die Frage ist nicht, ob man sie interpretiert, sondern ob man sie richtig interpretiert. Darüber können wir in ein Streitgespräch eintreten. Ich bitte um DEINE Interpretation. Bitte mit Berücksichtigung des statistischen Faktums, dass es zum Beispiel in Dresden und in München etwa gleich viel Kriminalitätsbelastung gibt (in beiden Fällen ist sie gering) – bei höchst unterschiedlichem Anteil an Migranten.

    Wer nur Beispiele vorschiebt, der betrügt. Denn Beispiele gibt es immer. Ich könnte aufgrund von Beispielen die Behauptung aufstellen, Männer sind Mörder. Deutsche Männer. Ethnodeutsche Männer. Ständig bringen sie ihre Frauen und Kinder um. Da bekomme ich eine eindrucksvolle Liste zusammen.

    Ich könnte anhand von Beispielen behaupten, die Autofahrer wären auf einem mörderischen Kreuzzug gegen die Radfahrer.

    Undsoweiter.

    Beispiele veranschaulichen. Aber sie sagen nicht viel über das Ganze.

  29. Ich negiere nichts. Ich halte bloß nichts davon, sich die Fakten durch die rosa-rote Sozialarbeiterbrille schön zu reden. Wenn man nur lange genug analysiert und interpretiert, lässt sich fast immer das gewünschte Ergebnis präsentieren.

    Fakt ist leider, dass Ausländer deutlich häufiger kriminell werden. Das weshalb, warum, wieso – finde ich eher zweitrangig. Und das werden die Opfer der Straftaten vermutlich genauso sehen.

    Das mit den Männern und Autofahrern ist so abstrus, das lasse ich mal unkommentiert stehen. Äpfel und Birnen… du verstehst.

  30. ResEvl,
    du gehst nicht auf die Argumentation ein. Du verweigerst dich der Argumentation.
    Ich schließe daraus, dass du nicht weißt, wie du auf meine Argumente argumentativ reagieren kannst.
    Du belässt es bei der Negierung der Kriminalwissenschaft. Denn die lehrt uns gerade das, was ich vorgebracht und was du als rosa-rote Sozialarbeiterbrille bezeichnest.

    Niemand bestreitet das Fakt, dass Ausländer deutlich häufiger kriminell werden als Nicht-Ausländer. NIEMAND bestreitet das. Nur – erklär uns doch dann mal, warum dort, wo es recht wenig Ausländer gibt, zum Beispiel in Dresden, die Kriminalität grade so hoch oder niedrig ist wie in München, wo sich der Migrantenanteil (1. und 2. Generation) auf die 50% zubewegt. Daran siehst du doch, dass man dieses Faktum häufigeren Ausländerkriminalität INTERPRETIEREN muss. Sonst müsste München doppelt und dreifach so kriminell sein wie Dresden.

  31. Ich nehme an, dass deine Angaben zu München und Dresden stimmen (gleiche Kriminalitätsbelastung in München trotz deutlich höherer Ausländeranzahl).

    In diesem Fall müsste man auch fragen, warum die Kriminalität in München nicht deutlich niedriger als in Dresden ist. Immerhin dürfte es in München mehr Wohlstand und weniger soziale Brennpunkte geben. Könnte es daran liegen, dass Ausländer häufiger kriminell werden und so die Statistik nach oben treiben?

    Man kann alles immer aus zwei Blickwinkeln betrachten. Dieser ist natürlich weniger angenehm aus Sozialarbeitersicht, aber ich bin der Ansicht, man sollte sich an Fakten statt ideologische Weltbilder halten.

  32. ResEvl,

    ich denke, dass du da ein gutes Argument vorgebracht hast.
    Andererseits können wir sehen, dass generell die Kriminalität um so höher ist, je größer die Stadt. München hat dreimal mehr Einwohner als Dresden, also ist zu erwarten, dass es eine erkennbar höhere Kriminalitätsbelastung hat. Die ist aber sogar ein kleinwenig niedriger. Das gleicht diesen Effekt dann wieder aus. Jedenfalls teilweise.

    Trotzdem denke ich, dass dein Argument nicht unberechtigt ist.

    Es zeigt aber, dass Kriminalität primär eine Sache der sozialen Lebenslagen ist. Dass Migranten dann aufgrund ihrer besonderen – mit dem Migrantenleben zusammenhängenden – Lebensumstände noch häufiger kriminell handeln, kann man leicht sehen. Vor allem bei Flüchtlingen, die kaserniert sind. Es handelt sich dann überwiegend um Kriminalität unter ihnen – die ja auch in die Statistik eingeht.

    Es kommt noch ein Faktor dazu. München ist als besonders reiche Stadt ein besonders attraktives Ziel von kriminellen Banden aus dem Ausland, also von Leuten, die nicht in München, nicht in Deutschland leben. Die gehen als Ausländer in die Statistik ein und verfälschen sie dadurch – der Eindruck dessen, der das nicht weiß, entsteht, es handle sich um Kriminalität von in Deutschland lebenden Ausländern.

  33. Jetzt fängt Gerald auch schon mit der Polizeistatistik an. Er lernt also dazu, was super ist. Da könnte er sich doch bitte auch einmal die Zeitreihen ansehen und vergleichen, wie sich die Zahlen im Laufe der Jahre entwickelt haben. Und dann alles auf die Gesamtzahl der Ausländer in Deutschland umrechnen, damit man ein entsprechendes Verhältnis hat, dass man vergleichen kann.

  34. Ich hoffe, er macht weiter so. Es ist in der Tat ein guter Ansatz. Sein Argument war richtig.
    Allerdings geht die Argumentation weiter – und wir wollen unserem Kritiker mal etwas Zeit geben, sich auch zu unserer Fortführung der Debatte noch etwas ähnlich Konstruktives einfallen zu lassen.

    Er beschäftigt sich im Momen taber lieber mit der Essener Tafel.

  35. Hier ein Städtevergleich in puncto Kriminalität aus dem Jahre 2006.

    Leider ist Dresden nicht dabei, da hier nur die deutschen Städte mit mehr als 500.000 Einwohnern verglichen werden. Als ostdeutsche Stadt findet sich darum nur Leipzig. Das beeinträchtigt etwas die Aussagekraft des Vergleichs.

    Trotzdem: Man sieht, wir Münchner brauchen uns nicht zu beklagen. München ist die sicherste der 13 deutschen Städte mit über einer halben Million Einwohnern.

    Nur bei der Gewaltkriminalität schaut es nicht so gut für München aus. Da liegen Essen und Leipzig noch etwas besser, München ist da nur die dritt-sicherste Stadt.

    Lassen sich die Zahlen für Leipzig auf Dresden übertragen? Ich vermute, das Dresden noch etwas besser liegt als Leipzig.

    Wie hat sich das alles in den letzten 10 Jahren weiterentwickelt?

    Falls jemand von euch Zugang zu den Seiten von Statista hat, könnte er oder sie mal nachschauen und uns hier informieren. Aber bitte nicht selektiv.

  36. Jetzt bin ich selbst fündig geworden:

    https://www.frankfurt.de/sixcms/media.php/678/14_Kriminalstatistik_2015.pdf

    München liegt tatsächlich weiter ganz vor, ist sicher.
    Dresden ist bei diesem Ranking dabei – hat mehr Kriminalität als München, aber weniger Gewaltkriminalität. Da ist dann Dresden die sicherste Stadt, knapp vor München.

    Bei fast allen anderen dort aufgeführten Kategorien steht Dresden schlechter da als München. Halle und Magdeburg, aber auch Leipzig und Chemnitz haben deutlich mehr Gewaltkriminalität als München – obwohl in diesen Städten sehr sehr wenig Ausländer zu finden sind.

    Diese Statistik gibt uns den Stand aus dem Jahre 2015.

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