Italien auf dem Weg ins Chaos

verruecktBeklagen wir uns bitte nicht über Italiens Politiker. Es sind die Wähler. Die Wähler sind die Chaoten.

Was immer jetzt das genaue Wahlergebnis sein wird – es wird auf mehr Chaos hinauslaufen.

Die letzte Regierung (PD, Gentiloni) war relativ konstruktiv und erfolgreich. Dafür haben die Italiener mehrheitlich keinen Sinn.

Weil es insgesamt schwierig ist und schwieriger wird, mit den Problemen des Landes zurande zu kommen, muss ein Sündenbock her.

Wenn man die Italiener fragt, dann sind die Ausländer, die Flüchtlinge, die Migranten das größte, das heißeste Problem.

Also belohnt man die Parteien, die am schärfsten hetzen: Lega Nord an der Spitze, knapp dahinter Berlusconis Forza Italia; Grillos Cinque Stelle schließen sich an.

Nur, die Frage wird man sich als nüchterner Italiener wohl stellen müssen: Was zum Teufel tragen die Flüchtlinge zu Italiens Problemen bei?

Wie immer man das wenden mag – deren Beitrag bleibt marginal.

Aber für die Frustrierten ist es der willkommene Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.

Man braucht sich dann nicht selbstkritisch den eigenen Fehlern und Schwächen zuzuwenden, man kann mal so schlecht weitermachen wie gewohnt.

Man kann die berlusconisch inkompetente Politik wieder aufnehmen, potenziert durch Grillo’sche Inkompetenz – Hauptsache, es geht gegen Flüchtlinge.

Das Bündnis aus Forza Italia & Lega Nord muss sich allerdings erst noch mit den Chaoten von Cinque Stelle zusammenraufen.

Ich hoffe, das PD-Bündnis hält sich raus und organisiert die Opposition derer, die noch einigermaßen seriöse Politik bevorzugen.

Da kommt was auf die EU zu! Geht Italien kaputt, werden auch WIR zahlen.

Kommentare

  1. Korbinian meint:

    Die werden sich schon zusammenraufen und eine für wenige Jahre funktionierende Regierung bilden.

  2. Vielleicht. Aber wahrscheinlich ist es nicht.

  3. ResEvl meint:

    Mir fällt auf, dass du es bei jedem Thema (vermeintlich) besser weisst, als die Betroffenen. Woran das liegen mag?

    Deine Logik: Die Italiener wählen primär Parteien, die gegen Flüchtlinge sind – ergo müssen die Italiener blöd sein. Es könnte nicht etwa sein, dass die Flüchtlinge blöd sind (weil sie ‘ne Menge Geld kosten und die Kriminalität hochtreiben), weshalb die Italiener genug davon haben und entsprechend wählen…

    Blicken wir auf Deutschland: Weil die Probleme und Sorgen mit Flüchtlingen und Migration hierzulande auch marginal sind, hat die AfD knapp 13% geholt und ist der drittstärkste Partei geworden – trotz massiven Gegenkampagnen in den meisten Medien.

    Entweder spinnen die Leute alle oder mit dir stimmt etwas nicht.

    Vielleicht solltest du deine Wahrnehmung der Realität in Europa mal justieren – statt immer über die Anderen zu schimpfen.

  4. Robert meint:

    Ich würde die 5 Sterne nicht mit der rassistischen Lega und Berlusconis “Ich mach mir dreist die Taschen voll”-Forza nicht in einen Topf schmeißen. Da ist mir Dein Rundumschlag eindeutig zu undifferenziert. Fakt ist, dass Menschen in einer schwachen Lage gerne auf die noch Schwächeren (hier: Flüchtlinge) einschlagen und Politiker dieses Phänomen immer wieder gerne ausnutzen – in Italien und anderswo – und Fakt ist auch, dass der Rest Europas Italien mit den Flüchtlingen hängen lässt. Dublin II sei dank. Wer hat diesen Irrsinns-Vertrag ausgeheckt und unterschrieben???

  5. ResEvl,

    wie ist das mir dir? Du denkst also nicht, dass du recht hast? – Da geb ich dir recht. Du hast nicht recht. Vermutlich wirst du mir da aber nicht zustimmen können.

    Ich hab den Grund genannt, warum die Italiener mit ihrer Flüchtlingsparanoia falsch liegen und sich ins eigene Fleisch schneiden. Auf den gehst du natürlich nicht ein.

    Es kann nun schon passieren, ResEvl, dass die Leute spinnen, oder? Du meinst ja wohl auch, dass die vielen, die in der Flüchtlings- und Einwanderungsfrage liberal sind, spinnen. Nehme ich an. In der Zeit des Dritten Reiches haben mindestens zwei Drittel der Deutschen gesponnen. Und dass immer noch eine riesige Mehrheit NICHT die AfD wählt, liegt wohl auch daran, dass diese riesige Mehrheit noch irgendwie spinnt.

    Was also stimmt MIT DIR nicht?

    Mehrheiten können sich nicht täuschen? – Warum hat dann die AfD noch die große Mehrheit der Deutschen gegen sich?

    (“Hehehe!” – um dich zu zitieren.)

  6. Ja, Robert, vielleicht sollte ich Grillos wilde Truppe nicht in einen Topf mit der rechten Truppe um Salvini und Berlusconi werfen. Ich halte letztere für gefährlich, aber für weniger gefährlich – nämlich für weniger inkompetent – als die Cinque Stelle.

    Schon richtig, so extrem xenophob wie die Rechten sind die Sterneleute nicht.

    Aber was ich noch mehr fürchte als Xenophobie ist: die totale politische Inkompetenz.

    Ich verstehe es, wenn die italienische Politik inzwischen allergisch reagiert auf Dublin II. Da haben sich ALLE verrechnet. Die Flüchtlinge, die an den Küsten anlanden, nach Deutschland durchzuwinken halte ich für die angemessene Antwort.

    Aber dass Italiens Krise primär oder auch nur sekundär mit den Flüchtlingen zusammenhängen sollte, das ist eine riesengroße Lüge. Da belügen sich die Italiener selber.

    Das ist der Tenor meines Artikels, und daran halte ich fest.

    Ich sehe auch nicht, dass du DAGEGEN ein Argument vorgebracht hättest.

  7. ResEvl meint:

    Leo Brux,

    nun, der Unterschied zwischen dir und mir ist: ich betreibe keinen Blog, wo ich wöchentlich meine “Weisheiten” verkünde. Ich reagiere lediglich auf einige besonders absurde Artikel von dir, weil es mich dann in den Fingern juckt.

    Wieso ist es Paranoia, wenn die Italiener mehrheitlich die Schnauze von Flüchtlingen oder ganz allgemein Migration voll haben? Die werden ihre Gründe haben. Das allein mit Vorurteilen oder irrationalen Ängsten abzutun, ist doch billig. Da steckt schon mehr dahinter. Es ist vermutlich eine Mischung aus negativen Erfahrungen und wirtschaftlichen Problemen.

    Aufgrund einiger problematischer Personen innerhalb der AfD und der massiven Stimmungsmache gegen diese Partei, überrascht es mich, dass die AfD überhaupt knapp 13% erreicht hat. Geh mal davon aus, dass unter besseren Voraussetzungen auch 20% drin gewesen wären. Wobei das noch kommen kann, wenn die GroKo einfach “weiter so” macht.

  8. ResEvl,
    verstehe ich dich richtig? Wenn man einen Blog schreibt, darf man nicht seine Meinung vertreten; wenn man dagegen im Forum eines Blogs schreibt, darf man.

    Was die Größe und Bedeutung des Flüchtlingsproblems für die Krise Italiens betrifft: Es ist offensichtlich, dass die Flüchtlinge nicht schuld sind an dieser Krise. Dass viele Städte so katastrophal schlecht verwaltet werden; dass Korruption und Maria/Camorra/Ndrangeta Süditalien dominieren und kaputt machen; dass die Haushalte so defizitär sind; dass das Rechtssystem so lahmarschig ist; dass die Bürokratie noch mehr wuchert als sonstwo; dass die Jugendarbeitslosigkeit so hoch ist; etc. – daran sind offensichtlich die Flüchtlinge nicht schuld. Die Kosten für sie werden zum Teil von der EU getragen; der Rest an Geld, das Italien für sie ausgeben muss, ist peanuts im Vergleich zu den anderen Ausgaben und zu den Schulden.

    Also bitte, erläutere uns, wieso die Flüchtlinge so ein Riesenproblem sind? Ich stimme dir ja zu, wenn du sagst, sehr viele Italiener MACHEN ein Riesenproblem daraus. Aber damit lenken sie sich nur ab von ihren eigentlilchen Problemen, von ihren eigentlichen Schwächen und Fehlern.

    Negative Erfahrungen mit Flüchtlingen? – Da gibt es einige. Na und? Wie kann man aus solchen marginalen Problemen ein Hauptproblem machen, wenn man einige wirkliche Hauptprobleme hat und diesen ratlos gegenübersteht?

    Stell dir einen Mann vor, der ein Haus mit Garten besitzt. Er hat Streit mit seinem Nachbarn – es geht um einen Baum, von dem einige Äste in den anderen Garten reichen – wem gehört das Obst? Die beiden Nachbarn fiesen sich an, steigern sich rein. Der Mann mit dem Haus hat größte Schwierigkeiten in seiner Ehe; er steht vor der Pleite; seine 15jährige Tochter geht mit einem höchst problematischen Typen – drei Hauptprobleme, die ihn ernsthaft beschäftigen sollten. Aber was nimmt er als sein Hauptproblem wahr? Was nimmt ihn emotional am meisten mit? Dieser fiese gemeine dreckige Nachbar! DER lässt ihn nicht mehr ruhig schlafen; über den muss er jeden Tag zu Hause reden, schimpfen, wüten. Alle Nervosität, Aggressivität, Zeit&Energie investiert er in die Auseinandersetzung mit ihm.

    Wenn du nun mit ihm sprichst, rätst du ihm, sich doch auf die drei wirklichen Probleme zu konzentrieren. Das aber will er nicht – er hat ja auch keine Idee, wie er sie lösen könnte, und eine Verhaltensänderung kommt für ihn nicht in Frage. Also investiert er alle seine Wut in den Streit mit dem Nachbarn wegen des blöden herüberragenden Baumens.

    Da kann man nix machen. Der Mann spinnt eben. Soll er spinnen!
    Nur, ResEvl, ich erlaube mir, genau dies zu diagnostizieren: Der Mann spinnt.

    Ein marginales Problem wird zu einem Hauptproblem aufgeblasen. Um von den eigentlichen Problemen abzulenken.

  9. Noch eine Bemerkung als Nachtrag:

    Ich greife das Volk an.

    Das Volk ist verantwortlich für seine Politiker und die Politik, die sie machen. VERANTWORTLICH. Sie WÄHLEN sie. Sie können auch andere wählen. Sie können klüger wählen.

    Das ist Demokratie. Gewaltenteilung und Verantwortlichkeit des Volkes.

    Mir fällt natürlich auf, dass ich mit dieser Tendenz, das Volk für verantwortlich zu halten und es darum anzugreifen, wenn die Politik m. E. schief läuft, ziemlich allein dastehe.

    Es gehört heute zu unserer Mentalität, dass man grundsätzlich alle Verantwortung abzuschieben bzw. zu leugnen versucht. Das sieht man im privaten Leben, im Arbeitsleben, in politischen Leben. Fast jeder hat Angst Angst Angst vor der Verantwortung. Aber ohne die Bereitschaft des Volkes, die Verantwortung für die Auswahl der Politiker und die Auswahl der politischen Agenda zu übernehmen, gibt es keine Demokratie.

    Sind WIR also dabei, als Volk die Demokratie abzuschaffen? Wenn NUR noch die Politiker verantwortlich sind, nicht mehr das Volk, ist die Demokratie am Ende.

    Das beziehe ich nun auf mich selbst: Ich erkläre mich hier für mit-verantwortlich für die Politik in Deutschland, und zwar so, wie sie tatsächlich stattfindet – unabhängig davon, ob ich mir ihr einverstanden bin oder nicht. Ich tu dies, weil ich ein Deutscher bin; weil ich ein Staatsbürger bin, Teil der deutschen Nation. Ich bekenne mich zu meinem Land, zu meinem Volk, zu meiner Nation.

    (Ich bin allerdings auch ein Münchner, ein Europäer und ein Weltbürger. Auch das sind für mich Verantwortungsgemeinschaften.)

  10. ResEvl meint:

    Leo Brx,

    nein, du hast mich nicht richtig verstanden. Selbstverständlich kannst du hier deine in meinen Augen wirren Ansichten verbreiten. Ich bin jedoch so frei, diese gelegentlich zu kommentieren.

    Noch ein allgemeiner Hinweis: Diesen Bereich eines Blogs oder einer Zeitung nennt man nicht Forum, sondern Kommentarbereich. Ein Forum im Internet ist etwas, wo verschiedene Kategorien mit unterschiedlichen Themen existieren und der Nutzer ein eigenes, neues Thema innerhalb einer Kategorie erstellen kann.

    Zum Thema Italien: Ich sage ja nicht, dass Italien nicht größere Probleme als die Flüchtlingswelle hat. Dadurch werden die Probleme mit Flüchtlingen aber nicht zwangsläufig zu einem Marginal. Das ist schwarz-weiss Denken.

    Sieh es mal so: Den Bürgern gefällt die Gesamtsituation offenbar nicht, man ist unzufrieden und dann kommen auch noch die Probleme mit den Flüchtlingen quasi “obendrauf” – ist doch naheliegend, dass sich die Leute dagegen mit den Füßen wehren und entsprechend wählen.

    Spinnen die Italiener deshalb? Nein, ich denke nicht.

  11. ResEvl meint:

    Nachtrag:

    Schaden Sie die Italiener mit der Wahl politisch fragwürdiger Parteien? Möglicherweise!

    Das ist eben ähnlich wie mit der AfD hier. Ich finde sie längst nicht so toll, wie du eventuell vermutest. Ich halte sie aber derzeit für nötig, da es in den letzten Jahren abgesehen von der Linkspartei (die für mich nicht wählbar ist) kaum echte Opposition im Bundestag gab. Für die vielzitierte Demokratie ist die AfD daher sogar sehr gut. Außerdem zwingt sie die anderen Parteien indirekt zu dringend nötigen Kurskorrekturen. Da sehe ich über einen Höcke oder Poggenburg mal großzügig hinweg.

  12. ResEvl meint:

    Entschuldigung, sollte “Schaden sich die Italiener…” lauten.

  13. Wenn die Italiener ihre eigentlichen Probleme sehen und angehen würden, würden sie kaum verantwortungslose (Cinque Stelle) oder rechtsradikale Parteien wählen. Die verschlimmern ihre Probleme ja noch.

    schwarz-weiß-Denken: Ersetze es durch differenzierendes Denken! Schwarz-weiß ist ja wohl eher das Denken derer, die meinen, die Flüchtlinge seien das Hauptproblem der Italiener.

    Würdest du mir zustimmen, dass die Fixierung auf die Flüchtlinge eine Ablenkung von den Grundproblemen der italienischen Politik bedeuten?

    Würdest du – wärst du Italiener – nicht eher deine ganze heiße Energie auf die Bewältigung des Mafia/Camorra/N’drangeta-Problems richten?

    Und auf das Problem mit der Jugendarbeitslosigkeit?

    Und auf das Problem der ineffizienten öffentlichen Verwaltungen?

    Und auf das Problem der unsäglich langsamen Gerichte?

    Und auf das Problem der schlechten Schulen?

    Das alles möchten viele Italiener lieber ignorieren. Denn da müssten sie ja wirklich was tun. Es gibt auch Probleme mit den Flüchtlingen – vergleichsweise marginale – aber die sind irgendwie sexy. Die eigenen sich dazu, dass man sich aufgeilt. Und die schwierigen anderen Probleme an den Rand drängen kann.

    Was ist echte Opposition? – Eine solche, die zu Kompromissen und Koalitionen fähig und bereit ist.
    Ist das nicht der Fall, handelt es sich nicht um Opposition, sondern um Bürgerkrieg.

    Die NSDAP und die KPD waren 1932 keine Oppositionsparteien, sondern Bürgerkriegsparteien. Umsturzparteien. Der Reichstag ist damals untergegangen, weil eine Mehrheit zu keinem Kompromiss mehr bereit war.

  14. ResEvl meint:

    Zu Italien sagte ich ja bereits, dass es natürlich noch andere, auch größere Probleme (z.B. Mafia) als die Flüchtlinge gibt. Das macht diese aber nicht automatisch zu einem “marginalen” Problem. Die tatsächliche Dimension kann man wohl nur beruteilen, wenn man vor Ort wäre.

    -

    Wer sagt, dass die AfD nicht zu Kompromissen bereit wäre? Das Problem ist doch wohl eher, dass sie von den anderen Parteien als Schmuddelkind behandelt und blockiert wird.

  15. Da die AfD grundsätzlich provoziert und eben durch Provozieren und Fundamentalopposition punktet, zeigt sie, dass sie eine Bürgerkriegspartei ist. Es ist schlechterdings unmöglich für eine demokratische Partei, mit einer AfD zu kooperieren.

    In puncto Italia musst du uns plausibel machen, inwiefern denn die Flüchtlinge beitragen zu den von mir genannten tiefen Problemen der italienischen Politik.

    Zugegeben, in einer Hinsicht tragen sie dazu bei: Sie erlauben den Italienern, sich von ihren eigentlichen Problemen ablenken zu lassen.

    Das ist das eigentliche Problem, das Italien mit den Flüchtlingen hat.

    Hat München Probleme mit den Flüchtlingen? Ja, natürlich. Na und? Es sind marginal bleibende Probleme. Und es regt sich kaum jemand in München darüber auf. Außer den rabiaten Xenophoben, die es auch bei uns gibt; die aber nicht so recht durchdringen, weil die meisten Münchner unmittelbar erleben, dass der hohe Anteil an Einwanderern der Stadt durchaus gut tut, jedenfalls kein vorrangiges Problem ist.

    München beherbergt sehr viel mehr Flüchtlinge pro Einwohner als Italien bzw. italienische Millionenstädte.

  16. ResEvl meint:

    Bei dir scheinen Probleme mit Flüchtlingen oder allgemein Ausländern grundsätzlich marginal zu sein. Egal, wo, was, warum… alles ist bloß marginal. Wie soll man sich auf einer solchen Basis ernsthaft unterhalten?

    Man wird auch in München nicht “xenophob” sein müssen, um die Probleme zu sehen. Und die Frauen, die in Bayern und andererorts von Flüchtlingen belästigt oder gar vergewaltigt wurden, regen sich bestimmt auch nicht “kaum darüber auf”, sondern richtig bzw. sind für’s Leben gezeichnet.

    Also, eines muss ich dir lassen: im verharmlosen bist du die Nummer Eins, Leo. Aber das ist leider kein Kompliment.

    Bin geschäftlich gerade etwas eingespannt, daher musst du auf mich eventuell die nächste Zeit verzichten. Grüß mal KM von mir, wenn du den alten Wadenbeisser siehst ;)

  17. Unter welchem Gesichtspunkt ist denn die Flüchtlingsproblematik nicht marginal?
    Ich sage, ja, es gibt Probleme in diesem Bereich. Aber es sind keine großen Probleme, keine Probleme, die an Gewicht und Gefahrenpotenzial vergleichbar sind mit den eigentlichen Schwierigkeiten, die wir in München haben, oder die Italien hat.

    Ich denke, das Wohnungsproblem – also das Problem, BEZAHLBAREN Wohnraum zu finden, ist ein Problem in München, das viel gravierender ist. Ich meine auch, dass die Krise unserer Schulen ein weitaus größeres Problem ist. Vor allem finde ich, dass die digitale Revolution mit ihren tiefgreifenden Folgen direkte und Nebenwirkungen und Langfristwirkungen hat, die sehr viel umwälzender, entfremdender, gefährlicher sind als die Flüchtlinge. Auch fürchte ich den nächsten Finanzcrash. Was Ausländer angeht, so sehe ich vor allem drei echte Gefahrengruppen: a) die Salafisten, die Dschihadisten; b) die kriminellen arabischen Clans in Berlin und einigen anderen Städten; c) für die Zukunft die Erdotürken, die dabei sind, eine GEGENgesellschaft zu errichten. Dieser Problembereich ist ernstzunehmen; mit den Flüchtlingen sehe ich da eher weniger Probleme. Und was München betrifft, dürften wir auch in den von mir genannten Bereichen a) b) c) eher nur am Rande ein Problem bekommen.

    Es nun mal so, dass es in Süddeutschland zwar sehr viele Migranten und sehr viele Flüchtlinge gibt, die Probleme mit ihnen aber nicht sonderlich ins Gewicht fallen, weder finanziell noch was die Sicherheit angeht.

    Wir reden aber eigentlich über Italien. Also, wieso fixieren sich so viele Italiener so sehr auf dieses Randproblem – und lassen sich damit von ihren eigentlichen Problemen ablenken?

    Das kannst oder willst du uns nicht erklären.

    Was werden uns jetzt die beiden Wahlgewinner, Lega Nord und Cinque Stelle an Lösungen für die eigentlichen Probleme Italiens liefern? Haben sie Programme dafür, die in Italien funktionieren?

    Die PD-Regierung vor ihnen hatte einige vernünftige Ansätze zu Reformen. Was bekommen die Italiener jetzt? – Chaos? Totale Inkompetenz? Und wofür? Dafür, dass es dann ein paar weniger Afrikaner in Italien gibt? Benissimo!

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