Wie viele Flüchtlinge leben in Deutschland?

asylEs sind etwa 1,6 Millionen – Stand 1.1.2017

Für diese “Schutzsuchenden” finden sich folgende genaueren Angaben.

Mehr als die Hälfte der Schutzsuchenden (872.000) hat einen humanitären Aufenthaltstitel und damit einen Schutzstatus.

Dieser ist bei den meisten befristet (600.00).

Gut jeder Dritte (573.000) wartet auf die Entscheidung seines Antrags.

Bei 158.000 wurde der Asylantrag abgelehnt.

Bei drei Viertel von ihnen (118.000) ist die Ausreisepflicht wegen einer Duldung vorübergehend ausgesetzt.

Schutzsuchende sind oft junge Männer, und zwar fast zwei Drittel der 1,6 Millionen. …

Das Durchschnittsalter der Schutzsuchenden beträgt 29,4 Jahre. Das Durchschnittsalter der Gesamtbevölkerung beträgt 44,2 Jahre.

Das Amt räumte ein, rund 392.000 Ausländer seien in der Statistik nicht berücksichtigt worden, da sich nicht eindeutig bestimmen ließ, ob sie aus humanitären Gründen gekommen seien.

Gegenüber dem 1.1.2015 ist die Zahl der Flüchtlinge um mehr als 100% gestiegen – infolge der großen Fluchtwelle ab September 2015: 890.000.

Weitere Details:

Zurzeit liegt die Zahl der Erstanträge auf Asyl pro Monat bei ca. 15.000. Die Flüchtlingszahl für die ersten beiden Monate des Jahres 2018 liegen bei 25.000. Das würde – aufs Jahr hochgerechnet – 150.000 bedeuten; also weniger als die 200.000, die als informelle (!) Obergrenze angegeben werden.

Die Herkunftsländer der Flüchtlinge in den letzten 14 Monaten (Januar 2017 – Februar 2018):

  • 5.853   Syrien
  • 2.767   Irak
  • 1.760   Nigeria
  • 1.549   Afghanistan
  • 1.366   Türkei
  • 1.293   Iran
  • 1.251   Georgien
  • 877     Somalia
  • 734    Eritrea
  • 628   Russische Föderation

Jedes dieser Länder würde eine besondere Analyse und Einschätzung erfordern.

Abgeschoben wurden

  • 2015: ca. 21.000
  • 2016: ca. 25.000
  • 2017: ca. 24.000

Etwa 4.000 Flüchtlinge wurden im Rahmen der Dublin-Verordnungen in andere EU-Staaten überstellt. Die ins Heimatland Abgeschobenen waren vor allem Flüchtlinge aus den Balkanländern. Die meisten anderen Länder lehnen die Rücknahme von Flüchtlingen ab.

Es gibt auch die freiwilligen Ausreisen. Prämie: 3.000 Euro. In den 3 Monaten von Dezember 2017 bis Februar 2018 waren es weniger als 5.000 Personen.

Aktuell eine weitere interessante Zahl:

In durchschnittlich gut 40 Prozent der Fälle, in denen 2017 Verwaltungsgerichte über Asylklagen inhaltlich entschieden, wurde der entsprechende Bescheid des BAMF zugunsten der Flüchtlinge korrigiert. Bei Flüchtlingen aus Syrien und Afghanistan sei die Erfolgsquote vor Gericht mit jeweils mehr als 60 Prozent noch höher.

Noch eine interessante Zahl: In Sachsen leben 4 Millionen Menschen. Und 24.000 Flüchtlinge. – Was für ein Problem!

Anmerkungen:

Man kann vielleicht die knapp 400.000 unklaren Fälle zu den 1,6 Millionen hinzuzählen.

Man muss aber auch eine unbestimmte, ebenfalls große Zahl abrechnen, da viele Flüchtlinge das Land anderswohin verlassen, ohne sich abzumelden; sie stehen dann dennoch weiter in unserer Statistik.

Hat sich die Zahl im Jahr 2017 erhöht? – Vermutlich nur leicht. 180.000 Flüchtlinge sind gekommen, 24.000 sind ausgewiesen worden, fast ebensoviele sind freiwillig ausgereist, eine unbekannte, aber wohl ebenso hohe Zahl ist ausgereist, ohne Nachricht hinterlassen zu haben.

Ich denke, man kann sagen: In Deutschland leben heute knapp 2 Millionen Flüchtlinge. Von über 60 Millionen weltweit.

Im Bundesland Sachsen leben ca. 5% der Einwohner Deutschlands – und kaum mehr als 1% der in Deutschland lebenden Flüchtlinge. – Die größten Probleme mit Ausländern, Muslimen, Flüchtlingen hat man da, wo es am wenigsten von ihnen gibt.

 

Kommentare

  1. Zwei Drittel junge Männer, aber nur 30% bis 40% (hängt vom Jahr ab) aller Asylbewerber (männlich wie weiblich) sind im Alter von 18-29.

    Offenbar werden Kinder unter 15 Jahren mit zu den jungen Männern gezählt?

  2. Man kann hier – wie so oft – sehen, wie wenig diejenigen, die Statistiken erstellen, darauf achten
    a) dass wir sie richtig deuten können
    b) dass die nötigen Unterschiede gemacht werden

  3. Ich habe es noch einmal gegengerechnet und der Anteil der männlichen Asylbewerber beträgt 65,96%. Das umfasst ALLE männlichen Asylbewerber, egal wie alt.

    Daraus wurde dann fälschlicherweise 66% junge Männer.

  4. Ich finde es wirklich unverschämt, dass sie Sachsen so an den Pranger stellen. Schon allein dass sie es extra erwähnen. Da fühle ich mich als Sachse nicht nur persönlich angegriffen, sondern alle Sachsen. Und außerdem wird da bei ihnen gar nicht genauer differenziert. Wo leben denn in Sachsen die 24.000 Flüchtlinge? Alle schön verteilt? Nein. Sie leben fast ausschließlich in den großen Städten. Und dort? Sind sie dort gleichmäßig verteilt? Nein. Meistens wohnen sie in der Stadtmitte. Ich komme aus Chemnitz. Auch hier sind die Flüchtlinge deutlich präsent. In Scharen tummeln sie sich den ganzen Tag an der Zentralhaltestelle, dem Wasserbecken neben dem roten Turm, am und im Rewe etwa 100 m weiter und im Hauptbahnhof. Es ist schlicht kein schöner Anblick. Es stört. Man kommt sich zuhause fremd vor. Laut Zensus 2011 lag der Ausländeranteil in Chemnitz bei ca. 3%, fast ausschließlich Russen. Er stieg seit 2015 schlagartig auf über 8% (Stand Dezember 2017), darunter fast nur Araber und Afrikaner. Das ist es, warum die Leute auf die Straße gehen. In meinem Viertel sind auf einer Hauptstraße mittlerweile fast ausschließlich von Migranten geführte Geschäfte zu finden und ab einer bestimmten Tageszeit sieht man auch nur noch überwiegend Migranten.

    Ihre über Dresden genannte Statistik weiter unten auf der Seite (Blog-Info), die wohl nicht mehr zum eigentlichen Artikel gehört, hat so auch keine richtige Aussagekraft, weil sie noch nicht um die eingemeindeten Dörfer bereinigt sind, wo keine Migranten leben. Nach Bereinigung beträgt der Migrantenanteil in Dresden nämlich über 11%, die Russlanddeutschen nicht mitgezählt. Sie jedoch machen sich nicht die Mühe, das zu berücksichtigen.

    Bei ihrer ebenfalls in der Kriminalitätsstatistik (über Dresden) erwähnten Fakten, dass Deutschland sicherer wird, differenzieren sie erneut nicht. Die Gesamtzahl der Straftaten sinkt. Jedoch nicht die Zahl von Straftaten wie etwa Raubüberfall oder Körperverletzung. Diese steigen, auch aufgrund von Flüchtlingen, die sich nicht zuletzt auch gegenseitig prügeln. Natürlich ist auch allgemein eine Verrohung der Gesellschaft zu beobachten und nimmt sicherlich Einfluss auf die Statistik, aber bei ihnen ist nichts dergleichen erwähnt. Sie versuchen nur gegen “Hetzer” zu argumentieren, was ihnen jedoch nicht gut gelingt.

  5. ES,

    (1) ist ein Ausländeranteil von nur 8% in einer Stadt sehr gering. In München oder Stuttgart oder Augsburg oder Nürnberg etc. liegt er dreimal so hoch – und diesen Städten geht es besser als Chemnitz. Gibt es in Westdeutschland überhaupt eine Großstadt mit einem ähnlich niedrigen Ausländeranteil wie in Chemnitz? Ich glaube nicht. Bei Großstädten in Westdeutschland liegt er wohl in der Regel doppelt so hoch. Und dies nicht zu deren Schaden.

    (2) Wenn du willst, kannst du ja den Ausländeranteil stadtviertelweise nehmen und dich dann beklagen, dass es vielleicht mal hier, mal da 15% oder so sind, in Dresden oder in Chemnitz. Sollen wir jetzt in München den Ausländeranteil nur noch messen an den Stadtvierteln, in denen er über 30% liegt? Ich wohne in so einem Stadtteil. Null Probleme gibt es hier damit.

    (3) Offensichtlich ist die Multikulturalität samt hohem Einwandereranteil für die meisten Städte in Westdeutschland ein Segen. Ohne Multikulturalität funktioniert die moderne, sich am globalen Markt ausrichtende deutsche Wirtschaft nicht. Drum ist die deutsche Wirtschaft in der Einwanderungsfrage mal – ausnahmsweise – einig mit denen, die politisch eher links stehen. Deutschland ist ein Einwanderungsland und muss es bleiben. Sagt die Wirtschaft. (Sagen also nicht nur wir von den Grünen, Linken, Kirchen, … Und die Wirtschaft hat die Macht, ihre Politik durchzusetzen – anders als die Minderheit derer, die links stehen.)

    (4) Wie kommt es, dass im Vergleich der Gewaltverbrechen Chemnitz und München (oder Augsburg, um eine Stadt von ähnlicher Einwohnerzahl zu nehmen) etwa gleichauf liegen? Wenn doch die Migranten so gewalttätig sind? Dann müssten doch Städte mit hohem Migrantenanteil deutlich höhere Gewaltkriminalitätsraten aufweisen, oder? Ist aber nicht der Fall. Es gibt in München oder Augsburg nicht mehr Raubüberfälle und schwere Körperverletzungen, auf 100.000 Einwohner gerechnet, als in Chemnitz oder Halle oder Magdeburg. Die Sicherheitslage ist in allen deutschen Städten hervorragend – im historischen Vergleich (früher war man in Deutschland mehr gefährdet als heute) und im internationalen Vergleich.

    (5) Was tut ihr in Chemnitz für die Integration der paar wenigen Flüchtlinge, die man bei euch zwangsweise untergebracht hat? Vielleicht liegt es ja an euch, wenn ihr den Eindruck gewinnt, die würden am Bahnhof herumlungern. Ihr könntet euch ja mal Programme überlegen, wie man die Flüchtlinge zu wertvollen Mitwirkenden an der Zukunft von Chemnitz macht. Chemnitz leidet darunter, dass es zu wenig Ausländer in der Stadt gibt; dass die Stadt für Migranten nicht attraktiv genug ist – und damit eben auch für die Wirtschaft nicht attraktiv genug.

    (6) 24.000 Flüchtlinge in Sachsen – bei 5 Millionen Einwohnern – das soll ein Problem sein? 6.000 in Chemnitz – bei knapp 250.000 Einwohnern … Unter diesen 6.000 sind mindestens 5.000 dabei, die mithelfen könnten, aus Chemnitz eine bessere, schönere, reichere, lebenswertere Stadt zu machen. Es liegt an euch, diese Chance zu nutzen! Macht euch attraktiv für Einwanderung! Ihr braucht es! Für eure Zukunft!

    Als Zugabe einige Links:

    Von den 39 deutschen Städten mit mehr als 200.000 Einwohnern liegen nur sechs in Mitteldeutschland. Was Kriminalität und Verbrechen angeht, spielen diese laut aktueller Statistik allerdings ganz oben mit.

    Im Detail nachzulesen: >>> hier

    Dresden rückte in der bundesweiten Statistik demnach auf Platz vier. 14.330 Straftaten pro 100.000 Einwohner gab es laut Statistik im vergangenen Jahr. Leipzig liegt mit 13.900 Straftaten bundesweit auf dem fünften Platz, Halle mit rund 12.770 Straftaten auf dem sechsten Platz. Magdeburg liegt mit rund 11.400 Verbrechen pro 100.000 Einwohner auf Platz 14 der Tabelle, Erfurt und Chemnitz mit rund 10.730 beziehungsweise 10.330 Verbrechen auf den Plätzen 17 und 18.

    Betrachtet man nur die Flächenstaaten, liegen Sachsen und Sachsen-Anhalt sogar ganz vorn, noch vor dem bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen.

    (Für Dresden wird allerdings ein statistisch ausreißender Sonderfall benannt, der herauszurechnen wäre.)

    ES,
    Ostdeutschland ist also trotz extrem geringem Ausländeranteil eher noch krimineller und damit gefährlicher als Westdeutschland … Und München, ausgerechnet München mit einem Migrantenanteil von über 40% und einem Ausländeranteil von fast 30%, ist die sicherste Großstadt Deutschlands.
    Na sowas!
    Das musst du dir selber mal erklären, meinst du nicht?

    Gewaltkriminalität in Deutschland – geht eher zurück:
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/153880/umfrage/faelle-von-gewaltkriminalitaet/
    Und das trotz der Einwanderung und trotz der Flüchtlinge … Wie ist es nur möglich?!

    Wenn man mal Äpfel mit Äpfeln (und nicht mit Birnen) vergleichen möchte:
    Man nehme deutsche junge Männer der Unterschicht – und vergleiche die Kriminalitätsrate mit den männlichen jungen Flüchtlingen … Was kommt dabei heraus?

    Kommt hinzu, dass die allermeisten Straftaten, die Flüchtlinge begehen, untereinander ablaufen und die Wohnbevölkerung nicht tangieren. Hat viel mit dem Stress zu tun, unter dem sie leben – zu leben gezwungen sind.

    Da könnte man was tun! Integration ist hier die beste Methode, die Kriminalitätsrate zu senken.

  6. Verzeihen sie bitte die Länge meines gestrigen Artikels. Ich habe erst später gelesen, dass sie sowas nicht gut finden. Ich habe das zum ersten Mal gemacht. Vorher habe ich mich nie getraut. Ich habe diesen Artikel gelesen und wollte eigentlich gleich kommentieren, habe es jedoch zunächst gelassen. Mir ist jedoch nicht aus dem Kopf gegangen, dass sie Sachsen so extra erwähnt hatten (das kam so provokant rüber) und dann habe ich schließlich doch kommentiert. Das konnte ich so einfach nicht stehen lassen. Ich war deswegen etwas in Rage, darum habe ich mich etwas derb ausgedrückt.

    Zum eigentlichen Thema:
    (1) Mir ist durchaus bewusst, dass 8% für Deutschland insgesamt wenig ist (ich kann mir sowieso nicht vorstellen, wie es die Leute in Städten wie etwa Frankfurt ‘aushalten’), mir geht es aber mehr darum, dass es so plötzlich so viele waren. Vorher gab es hier so gut wie keine sichtbaren Ausländer. Höchstens ein paar Vietnamesen oder chinesische Studenten und hier und da mal ein Afrikaner. Wahrscheinlich sind wir es einfach nicht gewohnt, aber es kamen eben auf einen Schlag so ‘viele’ derart fremde Menschen, dass sich die Leute unwohl fühlen (deshalb wohl auch das sinkende Sicherheitsgefühl). Die verschleierten Frauen, die auch im Hochsommer im Mantel umherlaufen und die düster wirkenden Männer. Es ist gruselig. Man fühlt sich ganz unwohl. Dass es Chemnitz nicht so gut geht wie anderen (vor allem westdeutschen) Städten, hängt hauptsächlich mit seiner Geschichte zusammen. Die einst prägenden Unternehmen sind zum Teil nach dem zweiten Weltkrieg abgewandert und zum Teil nach der Wende insolvent gegangen oder vom westdeutschen Unternehmen aufgekauft worden. Zu DDR-Zeiten hatte die VEB Textima um die 30.000 Mitarbeiter insgesamt. Heute beschäftigt wohl das Volkswagen-Motorenwerk die meisten Mitarbeiter (um die 1.000 glaube ich).

    (2) Natürlich könnte man nach einzelnen Stadtteilen differenzieren. Aber darum ging es mir nicht primär. Allerdings entwickeln sich Stadtteile mit hohem Ausländeranteil oft zu Problemvierteln oder verkommen ganz einfach. Die Migranten bilden Subkulturen, übrigens auch in Chemnitz ein Problem. Man muss allerdings allgemein noch differenzieren wie sich der Migrantenanteil zusammensetzt. In Westdeutschland sind oft noch andere Ethnien zu finden, die in dem Umfang in Ostdeutschland so nicht vorkommen, so etwa Kroaten (und Serben und Bosniaken, die wie viele nicht wissen ein und demselben Volk angehören), Polen, Italiener oder Westafrikaner. Vor allem die Europäer machen einem beträchtlichen Anteil an den beispielsweise 30% aus. Dennoch ist der Anteil an ‘sichtbaren Ausländern’ im Westen ungemein höher.

    (3) Deutschland ist ein Einwanderungsland, das stimmt. Aber Migration hat natürlich zwei Seiten. Den Regionen, die von der Abwanderung betroffen sind, geht es entsprechend schlecht, da die Leute dort fehlen. Völker mit einer höheren Reproduktionsrate, wie etwa Araber, können das nach einer Weile wieder ausgleichen, aber es dauert sehr lange und ist eben für die betroffene Region alles andere als gut. Besonders schlimm trifft es Regionen mit Geburtenarmut, wie etwa osteuropäische Länder. Schon allein aus diesem Grund bin ich der Meinung, dass man Migration im großen Stil unterbinden sollte. Natürlich ist mir bewusst, dass mehr Leute auch insgesamt eine höhere Kaufkraft haben, aber es ist doch egal, welche Leute das sind. Darum würde ich es deutlich besser finden, wenn man gezielt Deutsche anwirbt, die nicht in Deutschland leben (viele deutsche leben in Russland, Brasilien, den USA oder Südafrika). Die braucht man nicht umständlich integrieren und sie fallen nicht auf. Außerdem sind sie uns nicht derart kulturfremd. Generell würde ich nicht auf Einwanderung setzen, sondern es den Deutschen (nach Ethnie, nicht nach Staatsangehörigkeit) so einfach wie möglich zu machen, Kinder zu bekommen und aufzuziehen, um die Geburtenrate zu erhöhen.

    (4) Ich habe nie behauptet, dass die Migranten ‘so gewalttätig’ sind. Ich gehöre nicht zu den Leuten, die auf Ausländer schimpfen, weil sie angeblich kriminell sind oder nicht arbeiten. Denn das stimmt so nicht. Mein Argument ist viel eher, dass sie uns so fremd sind, dass sie nicht hierher passen (vor allem bezogen auf Muslime). Ich wollte lediglich darauf hinaus, dass zwar die Kriminalitätsstatistik sinkt, einzelne Straftaten jedoch häufiger werden und dass sie das nicht erwähnt hatten. Mir ging es auch nicht darum, dass es hier häufiger würde, sondern allgemein in Deutschland.

    (5) Ich denke, es mangelt bei beiden Seiten an Bereitschaft. Ich kann das auch absolut verstehen, denn ich würde mich ungern mit Flüchtlingen unterhalten, weil ich mich äußerst unwohl in deren Gegenwart fühle. Einigen von ihnen geht es womöglich nicht anders.

    (6) Ich glaube wir Sachsen hier wollen lieber unter uns Sachsen bleiben. Das liegt wohl an der Mentalität. Die AfD hat hier nicht umsonst 30% erreicht. Wir möchten gern, dass es so wird, wie es vor den Flüchtlingen war und dann so bleibt. Hier sehen wir Einwanderung eher als Bedrohung als als Chance. Ich glaube wir sind da einfach anderer Meinung. Zum Thema Kriminalität möchte ich sagen, dass wir in Ostdeutschland ein großes Problem mit Rechts- und Linksextremen haben. Auch in Chemnitz ist das oft Thema. Da sie Leipzig erwähnen, Leipzig ist kriminell. Das ist bekannt. Besonders die Eisenbahnstraße ist berüchtigt. Dort finden überproportional oft Raubüberfälle oder Gewaltverbrechen statt. Es ist allerdings erstaunlich, dass gerade in den Anrainerstadtteilen der Migrantenanteil bei über 30% liegt (Leipzig insgesamt etwa 13%). Ich möchte damit wie gesagt nicht die Kriminalität mit den Migranten unmittelbar in Verbindung bringen, doch es erstaunt mich wirklich, dass hier tatsächlich ein Zusammenhang erkennbar ist.

    Was sie als Vorletztes erwähnt haben, hatte ich auch schon erwähnt.

    Was mich persönlich am meisten stört an den Flüchtlingen, ist dass ich sie oft beobachte, wie sie dauernd Frauen ansprechen auf eine total penetrante Weise (“ich komm mit zu dir nach Hause”) und nur von ihr ablassen, wenn sie verheiratet sind oder sich der Situation entziehen können (z.B. in den Bus einsteigen).

    Außerdem hört man oft von den Machenschaften im Frankfurter Bahnhofsviertel. In einer Dokumentation darüber habe ich gehört, dass die Hauptdrahtzieher der Drogenszene inzwischen im Gefängnis sitzen und deren Geschäfte (Zitat:) “zu 80% von Flüchtlingen übernommen wurden.” Die Doku lief auf dem hessischen Rundfunk (und wirkte sachlich).

    So, verzeihen sie erneut den sehr langen Kommentar.

  7. Danke für den ausführlichen, genauen, sachlichen, ehrlichen Beitrag.

    Wenn die Sachsen unter sich bleiben wollen, werden sie verarmen. Werden sie von der Entwicklung abgehängt. So wie ein Fußballverein, der sagen würde: Bei uns spielen nur deutsche Fußballer!

    Wäre es im 19. Jahrhundert eine gute Idee gewesen, wenn München sich gegen die Einwanderung von Nicht-Bayern erfolgreich gewehrt hätte? Damals waren die Schwaben und Preußen und Sachsen unsere total Fremden und Befremdlichen, unsere Ausländer, und sie haben unsere Stadt “überfremdet”. – Sehr zu Münchens Vorteil, wie ich als geborener München betonen möchte. Übrigens haben damals die Münchner sogar die Bayern, die vom Land her eingewandert sind, misstrauisch beäugt und nicht gern gesehen. Und was war das für ein Theater, dass so viele von den Fremdlingen Protestanten waren. Es gab sogar mal einen Volksaufstand in München gegen den Bau der ersten protestantischen Kirche. Der König hat ihn niederschlagen lassen – die evangelische Kirche wurde gebaut.

    Könnte ICH nach Sachsen ziehen? – ES, Sie würden mich als genauso fremd empfinden wie einen Afrikaner oder Araber. Ich bin ein total anderer Typ. Erstens, weil ich ein Bayer bin und bayerisch ticke. Zweitens: Ich habe von Kindheit an die Fremden interessant gefunden und es gern gesehen, dass es sie in meiner Stadt, in meiner Umgebung immer mehr gibt. Als ich ein Kind war, waren anfangs hier in München als Ausländer nur amerikanische Soldaten zu sehen. Dann kamen Italiener, Türken, Jugoslawen … Ich hab das immer wunderbar gefunden. Auch an der Uni – dass ich da ausländischen Studenten begegnet bin. Ich bin von meinem Naturell her ein Bayer UND ein Kosmopolit.

    Ich habe auch erlebt, wie ältere München ihre Probleme damit hatten. Ich konnte dieses Befremdetsein verstehen, auch wenn ich es nicht geteilt habe – und obwohl es mich befremdet hat. Es ist auch ein Generationenproblem. Schauen Sie sich eine Schulklasse an einem Gymnasium in München an. Die Hälfte der Schüler hat Migrationshintergrund. In den Grundschulklassen ist das noch stärker ausgeprägt. Die Kinder haben sich an die Multikulturalität gewöhnt. Sie ist ihnen in München schon längst selbstverständlich geworden.

    München profitiert davon sehr. Denn das schafft das gute Klima auch für hochqualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland. Ein indischer IT-Spezialist oder ein chinesischer Künstler oder ein rumänischer Ingenieur kann sich in München pudelwohl fühlen.

    Nachteile hat es keine.
    Die Kriminalität geht weiter zurück, die Stadt ist und bleibt exzellent organisiert – und München bleibt München und die Münchner bleiben Lokalpatrioten, die ihre Stadt lieben und verteidigen.

    Nur die Mieten steigen zu sehr – Deutschland hat zu wenig für den sozialen Wohnungsbau getan, auch München leidet darunter. Aber die Steuerquellen sprudeln, weil München eben wirtschaftlich hoch-attraktiv ist, und es ist hoch-attraktiv (wie Stuttgart oder Wien), weil es wunderbar multikulturell ist.

    Apropos Frankfurt: Das ist ein Gegenbeispiel. Auch Frankfurt ist multikulturell und sehr sehr reich, aber im Vergleich zu München weniger sicher. Weniger “gemütlich”. Allerdings glaube ich, dass wir Deutsche in Frankfurt immer noch angenehmer leben können als zum Beispiel in Dresden.

    Ich war letztes Jahr eine Woche in Dresden und hab mir die Stadt angeschaut. Wohl gefühlt hab ich mich nur in der Neustadt. Da ist Deutschland Deutschland, nämlich lebendig. Das Zentrum ist auch nicht schlecht für Touristen, Siedlungsgebiete wie der Weiße Hirsch eignen sich gut zum Spazierengehen – aber dann sind da die vielen Plattenbau-Wüsten. Mein Gott! Wer da wohnen muss, den beneide ich nicht.

    Insgesamt hat mir Leipzig besser gefallen. (Auch da bin ich eine ganze Woche gewesen.)

    Zurück zur Ausgangsfrage: Möchten Sie wirklich, dass Sachsen sich von der Entwicklung abkoppelt, einigelt und — verarmt?

    Eine daran anschließende Frage: Weil wir hier (Deutsche UND Ausländer) zu wenig Kinder bekommen, überaltert das Land – es sei denn, wir gewinnen zum Ausgleich Einwanderer. Die Überalterung würde rasch zu einem riesigen ökonomischen Problem.

    Da nicht zu erwarten ist, dass die Menschen hier deutlich mehr Kinder in die Welt setzen werden, brauchen wir auch weiterhin eine starke Einwanderung. Sachsen etwa nicht?

    Warum sollte ein Deutscher nach Sachsen ziehen wollen, wenn es sich einigelt? Wenn es fremdenfeindlich bleibt?

    Warum sollte eine deutsche Firma oder eine europäische Firma nach Sachsen ziehen, wenn man dort kaum Ausländer oder fremdländisch aussehende Personen beschäftigen kann?

    Sachsen geht mit seiner Entscheidung gegen die Einwanderung langsam zugrunde.

    Irgendwann werden die Westdeutschen keine Lust mehr haben, das Versagen der Sachsen mit dem Soli zu kompensieren.

  8. Ich denke, es ist nochmal ein deutlicher Unterschied, ob Menschen gleicher Ethnie und gleicher Sprache (wenigstens halbwegs verständlich) in eine Stadt kommen oder aber Menschen, denen man an der Hautfarbe ansieht, dass sie aus einer völlig anderen Kultur kommen. Denen gegenüber ist man misstrauisch und reserviert (in einem größeren Umfang als bei fremden Leuten gleicher Ethnie). Das ist vollkommen normal. Es ist allerdings auch verständlich, dass man sich fremd fühlt, wenn rund um einen plötzlich ein ganz anderer Dialekt gesprochen wird. Für mich ist es nur schwer vorstellbar, dass München auf einmal voller Schwaben war… Aber klar würde ich mir da auch fehl am Platz vorkommen. Sie fragen ob es eine gute Idee gewesen wäre, hätte sich München gewehrt? Das kann ich schlecht einschätzen, aber ich glaube München hätte sich viel von seiner ursprünglichen Identität bewahrt. Heute spricht kaum ein Münchner noch richtiges Bairisch, besonders der Jugend ist dies gar völlig fremd. Das finde ich extrem schade. Einzig die schöne Altstadt hat sich (zum Glück!) bewahrt von der ursprünglichen Identität, die meiner Meinung nach durch die massive Einwanderung ab 1970 immer mehr verloren geht (allerdings nicht so krass wie in anderen Städten, wie etwa Frankfurt). Mit der Religion das ist dann noch eine ganz andere Geschichte. In Ostdeutschland sind die Leute nahezu ausschließlich atheistisch. Auf dem Land (besonders im Erzgebirge) gibt es noch ein paar Christen. Möglicherweise kommt das erschwerend zur Akzeptanz von Flüchtlingen hinzu. Die Unterschiede zwischen dem Islam und dem Christentum sind deutlich kleiner als die zwischen Atheismus und Islam. Wirtschaftlich wird es München vermutlich in jeder Hinsicht sehr geholfen haben, dass von überall her immer mehr Menschen kamen. Aber ich finde die Wirtschaft ist nicht das Wichtigste.

    Ich glaube, ich würde sie nicht als ‘fremd’ in dem Sinne betrachten. Natürlich ticken Bayern anders als Sachsen, besonders auch aufgrund der DDR, die uns nachhaltig geprägt hat. Auch in meiner Generation ist das Erbe der DDR noch deutlich präsent und das finden wir keineswegs schlimm, im Gegenteil, wir betrachten es als Teil unserer Identität. Selbst wir, die die DDR nie selber miterlebt haben. Bis heute werden die ‘Wessis’ hier misstrauisch beobachtet, aber da Bayern genauso Deutsche sind wie Sachsen, würde man es ihnen sowieso nicht ansehen, dass sie aus München kommen und entsprechend wäre das auch nicht problematisch. Sie würden wohl höchstens durch den Dialekt bzw den möglicherweise nicht vorhandenen Dialekt (ich weiß nicht, ob sie Bairisch sprechen) auffallen, denn hier ist das Sächsische noch allgegenwärtig, jedoch auch bei vielen Jugendlichen inzwischen schwächer ausgeprägt. Ich persönlich spreche deutlich sächsisch und sehe das als integralen Bestandteil meiner sächsischen Identität.

    Bei uns ist Multikulturalität alles andere als selbstverständlich. In meinem Jahrgang am Gymnasium waren von über 140 Schülern drei Russen, eine Ukrainerin und ein Vietnamese. Mit denen hatten wir kein Problem aber es waren auch ganz einfach so wenige, dass es nicht auffiel. So finde ich das vollkommen akzeptabel. Ich denke es ist keineswegs ein reines Generationsproblem. Eigentlich hat hier ungefähr jeder Zweite eher fremdenfeindliche Ansichen wie ich (auch die Jugendlichen) und dem Großteil vom Rest ist das Thema vollkommen egal. Die, die übrig bleiben sind dann die mit den linken bis sehr linken Ansichten. Das ist in allen Generationem eher die Regel, bei den Jugendlichen ist der Anteil derer, denen es egal ist höher und auch der der eher links-grün denkenden, doch die Ablehnung Fremder ist eigentlich die Meinung der Mehrheit.

    Mit den Mieten gab und gibt es hier in Chemnitz absolut kein Problem. Hier stehen aufgrund der extremen Abwanderung nach der Wende etwa 20.000 Wohnungen leer. Für meine 33 m2-Wohnung bezahle ich kalt 120 € und warm 250 € (Gebäude aus der Gründerzeit). Das ist recht preiswert für Chemnitz, allerdings sind auch die teuersten Wohnungen weit weniger als doppelt so teuer.

    In Frankfurt liegt der Anteil an Nichtdeutschen inzwischen bei 50%. Für mich eine Horror-Vorstellung. Ich habe sogar schon Leute gehört, die sagten sie mussten dort wegziehen, weil sie es nicht mehr ausgehalten haben.

    Dresden ist wirklich nicht so schön, da gebe ich ihnen vollkommen recht. Der Krieg hat vom einstigen Stadtbild sehr wenig übrig gelassen. Anstelle der Gründerzeitbebauung, die einst einen Großteil der Bebauung ausgemacht hat, stehen nahezu überall Plattenbauten (außer im Süden und im Norden). Die sind architektonisch natürlich alles andere als schön und versauen meiner Meinung nach auch das Stadtbild vollkommen, aber ich habe viele Jahre in einem solchen Gebäude gewohnt und man wohnt dort nicht anders als anderswo. Auch im Gegensatz zu vielen westdeutschen Plattenbausiedlungen sind unsere fast nie soziale Brennpunkte (natürlich gibt es auch so manche Ausnahme. So gilt Prohlis den Dresdnern als inbegriff der Asozialität). Finden sie als Münchner Neuperlach nicht ebenso schrecklich? Ich gebe ihnen auf jeden Fall recht, dass Leipzig schöner ist als Dresden. Man hat hart gearbeitet, um das zu erreichen.

    Ich persönlich würde mich tatsächlich lieber abkoppeln und isolieren als auf Einwanderung zu setzen. Ich bin der Meinung, dass man es allein durch Erhöhung der Geburtenrate schaffen kann. Sachsen hat jetzt schon mit 1, 5 Kindern pro Frau die höchste in ganz Deutschland, trotz dem geringen Anteil an Muslimen. Glücklicherweise ist Sachsen aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung ab 2000 nicht mehr oder nicht mehr lange auf den Soli angewiesen, da es inzwischen beinahe gleichauf mit Rheinland-Pfalz liegt. Ich hoffe, es klingt nicht zu bescheuert, aber lieber sehe ich Chemnitz ohne Flüchtlinge langsam dahinsiechen als mit Flüchtlingen zugrunde gehen. Chemnitz hat auch so schon ein großes Identitätsproblem. Viele Chemnitzer wohnen nicht gerne hier, finden die Stadt “scheiße”. Die Flüchtlinge tragen nicht unbedingt positiv dazu bei. Im Gegenteil sind sie sogar ein Grund wegzuziehen.

  9. @ ES

    1

    Ich denke, es ist nochmal ein deutlicher Unterschied, ob Menschen gleicher Ethnie und gleicher Sprache (wenigstens halbwegs verständlich) in eine Stadt kommen oder aber Menschen, denen man an der Hautfarbe ansieht, dass sie aus einer völlig anderen Kultur kommen. Denen gegenüber ist man misstrauisch und reserviert (in einem größeren Umfang als bei fremden Leuten gleicher Ethnie). Das ist vollkommen normal. Es ist allerdings auch verständlich, dass man sich fremd fühlt, wenn rund um einen plötzlich ein ganz anderer Dialekt gesprochen wird.

    Die Zeiten ändern sich, die Kulturen ändern sich, die Menschen ändern sich …
    Was einmal “normal”, ist es heute nicht mehr.
    Wieso soll jemand misstrauisch und reserviert gegenüber Menschen anderer Kultur und anderer Hautfarbe reagieren? SIE tun das, aber die meisten Münchner (mich eingeschlossen) tun das nicht.

    Rassismus ist heute nicht mehr normal.

    2

    München hat sich dramatisch geändert.
    Ich selbst bin in München geboren und in einem Vorort aufgewachsen. Ich spreche Bayerisch. Wenn ich Hochdeutsch spreche, hören sie meinen bayerischen Akzent. Es ist natürlich ein Verlust, dass man in München kaum noch Bayerisch spricht. Trotzdem sage ich Ihnen aus 68jähriger München-Erfahrung: München ist heute eine viel bessere, lebenswertere, schönere Stadt als früher, als es noch total bayerisch war. München hat gewonnen durch die Veränderungen. München hat das gut gemacht. Es ist heute bunt – reicher, sicherer, lebendiger, schöner, lebenswerter als früher.

    Nicht nur ich erlebe das so. Warum wohl ist München so attraktiv, dass es Menschen anzieht?

    3

    Mir sind Sachsen wie Sie fremder als Italiener, Griechen, Türken, Polen … Mir sind Menschen fremd, die sich gegen die Multikulturalität wehren. Die die deutsch-völkische Abschottung fordern.

    4

    Neuperlach ist lebendiger, bunter, schöner und vermutlich auch sicherer als die Plattenbausiedlungen Dresdens.

    5

    Mit 1,5 Kindern pro Frau und NULL Einwanderung ginge Sachsen dem Absterben entgegen. Mit der wirtschaftlichen Dynamik wird es auch nichts ohne starke Einwanderung von Deutschen und Nicht-Deutschen.

    6

    Ich persönlich würde mich tatsächlich lieber abkoppeln und isolieren als auf Einwanderung zu setzen. … Ich hoffe, es klingt nicht zu bescheuert, aber lieber sehe ich Chemnitz ohne Flüchtlinge langsam dahinsiechen als mit Flüchtlingen zugrunde gehen. Chemnitz hat auch so schon ein großes Identitätsproblem. Viele Chemnitzer wohnen nicht gerne hier, finden die Stadt “scheiße”. Die Flüchtlinge tragen nicht unbedingt positiv dazu bei. Im Gegenteil sind sie sogar ein Grund wegzuziehen.

    Wie man in Westdeutschland (oder auch Leipzig) sehen kann, geht eine Stadt nicht an den Flüchtlingen oder an den Einwanderern zugrunde. Im Gegenteil, sie blüht auf.

    Ich bestreite Ihnen nicht, dass Sie das fühlen und denken, was Sie hier schreiben, und dass viele in Sachsen so fühlen und so denken. Es ist auch menschlich und verdient Respekt.

    Nun denn, lieber gehen Sie unter, als dass Sie sich ändern. Das ist traurig. Und fatal. Wollen Sie jetzt, dass auch München untergehen soll? Wollen Sie ganz Deutschland in Ihren Untergang mit hineinziehen? Nur weil SIE mit der neuen Zeit nicht zurechtkommen, soll auch der Rest von Deutschland sich stur stellen und den Untergang wählen?

    Das Wirtschaftskonzept der AfD zielt auf den wirtschaftlichen Abstieg Deutschlands. Deutschland soll unattraktiv werden. Nur so kann man sich Einwanderung vom Leibe halten.

    So wie Sie, ES, will die AfD den Untergang Deutschlands. Aus Trotz gegen das Neue, das Andere, das Fremde. Aus Unfähigkeit, mit den Veränderungen mitzugehen, die uns der Fluss der Wirklichkeit zumutet.

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