Goslar kann und will MEHR Flüchtlinge aufnehmen.

migrationOliver Junk, der CDU-Bürgermeister von Goslar, sagt (laut SZ, 31.3./1.4.2018, Seite 8):

Mittelstädte wie Goslar sind prädestiniert, mehr Flüchtlinge aufzunehmen als sie nach dem Schlüssel müssten. Wir haben bewiesen, dass Integration funktionieren kann.

Wir haben keine sozialen Brennpunkte, keinen hohen Migrantenanteil in Kindergärten oder Grundschulen, kein Wohnraumproblem. Wir hatten den einen oder anderen Leerstand, wegen des demografischen Wandels. Private Eigentürmer haben vermietet, die Wohnungsbaugesellschaft hat geholfen und wir haben aufgepasst, dass nicht alle Flüchtlinge in einen Stadtteil kommen. Wir können Geschichten erzählen von Flüchtlingen, die in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen integriert sind und die Kindergärten durch ihr herzliches und extrem lernwilliges Wesen bereichert haben.

Erfolgreiche Flüchtlingsarbeit ist nicht abhängig vom Standort, sondern von der Haltung. Trotzdem: Es braucht eine kommunale Mindestgröße von mindestens 10000 Einwohnern. Man kann die demografischen Probleme der ländlichen Räume nicht dadurch lösen, dass man beliebig Flüchtlinge hinschickt. Es braucht öffentlichen Nahverkehr, Kindergärten, Schulen und engagierte Menschen.

Apropos 2015:

 Viele Bürgermeister und Landräte haben in der Flüchtlingskrise sogar als Brandbeschleuniger gewirkt, indem sie die Probleme noch größer geredet haben, als sie waren – gerade in Bayern. Sie sind aus meiner Sicht mitverantwortlich dafür, dass die AfD so stark geworden ist. Sie hätten sagen müssen: Klar ist das schwierig – aber wir kriegen das hin.

Es gibt Städte, in denen es Sinn machen kann, die Zahl der Flüchtlinge zu verringern. Aber auch Städte wie Goslar. Die sind wahrscheinlich häufiger.

Einwanderung vitalisiert unsere Städte. Die Dosierung ist allerdings ebenfalls wichtig. Infrastruktur. kluge Planung und Willkommenskultur sind die Schlüssel.

Ein Gegenbeispiel ist Pirmasens.

Schon 2014 sagte Oliver Junk, der Bürgermeister von Goslar:

Wir verlieren Einwohner. Schrumpfende Regionen aber werden weniger attraktiv für die Wirtschaft. Das ist eine Abwärtsspirale, aus der wir raus wollen. Eine Stadt wie Goslar braucht Zuwanderung.

Goslar würde also profitieren . . .

Genau. Ob Betriebe, Vermieter, Geschäfte, Schulen – ich sage: Die Stadt Goslar profitiert von Flüchtlingen, sie sind eine Bereicherung für uns, nicht nur in Goslar.

SZ

In den ostdeutschen Städten sollte man das einmal überlegen …

Kommentare

  1. Danke für diesen Beitrag. Er macht Mut. Und Goslar ist nicht alleine. In Altena/ Sauerland wollte der Bürgermeister auch mehr Flüchtlinge aufnehmen. Dafür hat dann jemand einen Mordanschlag auf ihn verübt. https://www.ksta.de/nrw/wegen-fluechtlingspolitik–messerattentat-auf-buergermeister-von-altena-im-sauerland-28963666 Krankes Deutschland.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

*