Gedicht am Freitag

verrueckt

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Angst!

 

So viele Ausländer!

Panikk!

So viele Kopftücher!

Panick!

So viel Kriminalität!

Pani!

So viele Schwarze!

Panigg!

So viele Braune!

SOS!

PS:

Am Samstagabend bin ich wieder zu Hause. Zurück im multikulturellen München, kommend vom geradeso multikulturellen Bamberg.

Was für ein blasses müdes stagnierendes Land wären wir ohne die Große Einwanderung!

Wir haben Grund, uns bei den Einwanderern bedanken.

Multikulturalität blüht und gedeiht. Sie ist unsere Gegenwart und sie ist unsere Zukunft.

Kommentare

  1. Bunt ist tödlich meint:

    Du solltest weniger saufen, Brux.

    Das Einzige was hierzulande “blüht und gedeiht” sind importierte Messerstechereien und Antisemitismus. Vergeht ja kaum ein Tag, wo nicht eine entsprechende Meldung in den Medien steht.

    Danke, auf diese Messerfolklore, die kriminellen Familienclans und andere “bunte” Errungenschaften hätte ich gerne verzichtet.

    Manchmal glaube ich beinahe, Du betreibst hier einen Satire-Blog.

  2. Ja, und die Satire bist du.

  3. Wenn wir mal jeden Tag jeden Verkehrsunfall, bei dem ein Radfahrer getötet oder schwer verletzt wird, groß in allen Medien publizieren, immer auch mit Fortsetzungsbericht aus dem Krankenhaus und ggfs. aus dem Gerichssaal, dann kriegen wir zwangsläufig den Eindruck eines ungeheuerlichen Geschehens. In Wirklichkeit ist Radfahren eine einigermaßen sichere Angelegenheit. Auch wenn jedes Jahr in München 3 oder 5 Radfahrer zu Tode kommen. Ich fühle mich gut auf meinen fast täglichen Radfahrten.

    Nun vergleiche man das mal mit der Anzahl der Messerstechereien etc.. Wie viele Tote gibt es da pro Jahr in München? Wie viele solche Messerstechereien gibt es überhaupt in München?

    Wie viele Fälle von antisemitischen Straftaten gibt es pro Jahr in München?

    München ist relativ sicher, sicherer als viele der Großstädte in Ostdeutschland, in denen kaum Migranten leben und die gewiss nicht multikulturell sind. Dafür aber ist München vital und erfolgreich.

    Buntisttödlich-Poster geht natürlich nicht argumentativ auf solche Punkte ein. Dazu ist er zu dumm. Oder besser gesagt: zu borniert.

    Er kennt meine Argumentation gut genug und könnte ja mal nachdenken. Aber als Antwort kommt immer nur wieder der Scheiß von oben. Ich charakterisiere das in meinen zwei Donnerstagsgedichten – ich hab mich da an die Dreigroschenoper angelehnt.

    Was für ein Gehirn muss man haben, um das schreiben zu können:

    Das Einzige was hierzulande “blüht und gedeiht” sind importierte Messerstechereien und Antisemitismus.

    In was für einer Höllenwelt lebt dieser arme Buntisttödlich-Poster!

  4. Falstaff meint:

    “Wenn wir mal jeden Tag jeden Verkehrsunfall, bei dem ein Radfahrer getötet oder schwer verletzt wird, groß in allen Medien publizieren…”

    Tja, Leo, alles nur dumme Einzelfälle…

    Wie gerade wieder in Münster.

  5. Falstaff,
    möchtest du die Dschihadisten fördern?
    Möchtest du die Dschihadisten in ihrem Wahn bestärken?

    Wenn ja, warum?

    Warum machen sie diese Anschläge? – Um uns zu hysterisieren.
    Haben wir also Grund, das Hysterie-Spiel mitzuspielen, das sie uns aufzudrängen versuchen?

    Sie können nicht viel machen gegen eine Gesellschaft und Zivilisation wie die unsere – außer, sie kriegen uns dazu, dass wir uns selber zu beißen anfangen.

    Wir hätten also guten Grund, besonnen und gelassen zu reagieren.

  6. Jetzt hat sich rausgestellt, dass unser Reflex daneben gegangen ist: Es war kein Dschihadist und kein Flüchtling, nicht einmal ein Ausländer oder einer mit Migrationshintergrund, sondern ein durch und durch normalverrückter Ethnodeutscher. Natürlich: ein junger Mann.
    Jung.
    Mann.
    Junge Männer sind das Problem. Die Probleme junger Männer sind unser Problem.

    Für diejenigen, die das übliche Hysterie-Spiel erhofft haben, ist “Münster” eine kalte Dusche.

    Aufgabe: So schnell wie möglich vergessen! DAS Beispiel Münster kann man nicht brauchen.

    Leider können wir uns auch auf die Dschihadisten verlassen. Der nächste Fall für das Antreiben der Hysterie-Spirale hinein in den kollektiven Wahnsinn wird kommen.

    Wir können uns auch auf das Bedürfnis nach hysterischer Reaktion unsererseits verlassen. Das ist nicht nur ein “deutsches” Phänomen. Ich hatte in der Zeit des Massakers im Olympia-Einkaufzentrum eine intelligente, tüchtige Chinesin als Schülerin – sie war so geschockt von dem Ereignis, dass sie gemeint hat, München sei wahnsinnig gefährlich und sie wolle wieder nach China (Peking) zurückkehren, da fühle sie sich sicherer.

    Im Herbst 2015, als jeden Tag tausende von Flüchtlingen am Münchner Hauptbahnhof angekommen sind, hat mir eine Schülerin aus Tschechien erzählt, ihre dort lebende Mutter hätte sie beschworen, unbedingt sofort zurückzukehren, denn in München sei doch die Hölle los und das Leben lebensgefährlich geworden.

    Die Angstmache hat ein politisches Ziel. Verhältnisse wie in Ungarn soll sie schaffen.

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