Familiennachzug – strategisch betrachtet (Fortsetzung)

migration(vgl. den Artikel davor)

Also, wie halten WIR es mit der Strategie?

Mein Eindruck ist, dass viele von denen, die den freien und vollen Familiennachzug verteidigen, nicht strategisch denken und nicht strategisch argumentieren wollen.

Es ist für sie einfach und ausschließlich eine moralische Frage.

Moralisch scheint die Sache klar zu sein: Flüchtlinge sind genauso Menschen wie du und ich; Flüchtlinge haben also die selben Ansprüche auf menschenrechtliche Behandlung. Familiennachzug gehört dazu.

(Das ist unabhängig davon, ob man Christ ist oder Atheist.)

Für die moralisch klare Haltung würde auch ein strategisch relevantes Argument sprechen: Deutschland KANN ohne ernsthafte Einbußen sehr viel mehr Flüchtlinge aufnehmen.

Wir bewegen uns allerdings in der Sphäre der Politik.

In der Sphäre der Politik handeln wir – ob wir das wissen oder nicht – strategisch. Wir definieren unsere Interessen und wollen sie nach Möglichkeit im Gemeinwesen durchsetzen.

Wir haben es nun mit den vielen anderen zu tun, mit deren Interessen und Interessendefinitionen.

Wir stoßen auf Widerstand.

Aushandlungs- und Entscheidungsprozesse werden nötig.

In Sachen Familiennachzug stellen wir fest: Für den freien vollen Familiennachzug haben wir keine Mehrheit; selbst in den eigenen Reihen bemerken wir ein gewisses Schwanken.

Die Politik orientiert sich am Willen der Wähler. Die Politiker möchten gern in Wahlen gut abschneiden.

Mein Vorschlag: Wir drücken unser Bedauern über den Mehrheitswillen aus – ABER wir respektieren ihn und die Ängste, die dahinter stehen. Wir respektieren den unvermeidlichen Opportunismus der Politik.

(Dass wir überhaupt eine hörbare Stimme in dieser Frage haben, liegt nicht an den Kirchen, sondern an der Wirtschaft. Die steht für relativ offene Grenzen.)

Kommentare

  1. Bunt ist tödlich meint:

    Du Spaßvogel, wenn jetzt noch weitere Millionen im Rahmen des Familiennachzugs in unsere Sozialsysteme einwandern… das sind das also keine “ernsthaften” Einbußen?

    In welcher Welt lebst Du?!

    Ich dachte, mit der Zeit würde auch jemand wie Du vernünftiger und dazu lernen. Das Gegenteil ist offenbar der Fall.

    Natürlich kann man den ganzen Mist der Mehrheit der Bürger nicht mehr vermitteln. Das wird noch sehr häßlich für Euch Gutmenschen werden (AfD -> 30%?) , wenn hier nicht endlich die Vernunft siegt.

    Warum soll sich der gemeine deutsche Michel jeden Tag krumm legen, um Millionen von Leuten durchzufüttern? Nur aus Nächstenliebe? Haha… willkommen in der Realität!

    Und dieser “Win-Win”-Quatsch erst… als ob diese ganzen Leute, die da nachkommen sollen, überhaupt eine Chance auf eine Arbeitstelle hätten! Das schaffen doch keine 20% der Familiennachzügler im erwerbsfähigen Alter. Und da wohl vor allem Frauen nachkommen werden, frage ich mich, dürfen die überhaupt arbeiten? Von Seiten ihres Besitzers, äh, Manns aus.

    Sarrazin hatte vor Jahren mehr recht, als er selber geahnt hat.
    Dieser Staat schafft sich nicht bloß ab. Er zerstört sich regelrecht in Windeseile.

  2. Immerhin, diesmal ist keine Klage über die Zunahme der Kriminalität dabei. Sie wird ja auch kaum zunehmen und scheint weiterhin durchaus abzunehmen …

    Belastung der Sozialsysteme: Bisher sieht es damit nicht so schlecht aus. Müsste nicht die Wirtschaft klagen, wenn’s so düster würde, wie du annimmst, Mr. Monochrom?

    Bisher gibt es keine Meldungen darüber, dass bei unserem BSP und unserem Gesamthaushalt (um 2 Billionen Euro, wenn man die Haushalte von Bund, Ländern und Gemeinden zusammenzählt), die paar Milliarden Investition in die Flüchtlinge schwerwiegend zu Buche schlagen.

    Vor allem scheinst du eins nicht mitbekommen zu haben: Die Bundesregierung hat – bedauerlicherweise – den Familiennachzug der Flüchtlinge auf 1000 pro Monat begrenzt.

    Warum lobst du die Regierung nicht dafür?

    Und wie sieht es mit der Arbeitslosigkeit aus?
    Also, da, wo es viele Migranten gibt, nämlich in Süddeutschland von München bis rauf nach Frankfurt, gibt es phänomenal wenig Arbeitslosigkeit. Dagegen da, wo es kaum Migranten gibt, ist die Arbeitslosigkeit vergleichsweise hoch – in Ostdeutschland. Ich weiß, es gibt auch Bremen und das Ruhrgebiet. Das wäre dann eine dritte Region, Arbeitslosigkeit MIT Migranten.

    Für HALB Deutschland aber gilt: hoher Migrantenanteil – niedrige Arbeitslosigkeit.
    Erklär uns doch mal, warum das zumindest für diese größere Hälfte Deutschlands so ist!

    Schrecklich, denkt unser Mr. Monochrom, immer soll ich hier unmögliche Hausaufgaben machen. Aber der Herr Blogger besteht darauf. Schließlich soll hier debattiert werden. Bloßes Absondern von Meinungen reicht nicht. Man muss sie auch gegenüber Andersmeinenden begründen können. Also los, Mr. Unbunt! Lege Ehre ein für die AfD! Zeig, dass ihr was draufhabt!

    (Wir könnten uns natürlich auch darüber unterhalten, wie viele von denen, die super Geld verdienen, sich an der Steuer vorbeischmuggeln. Und wie unsere Steuergesetze Schlupflöcher für die Profis schaffen und überhaupt so angelegt sind, dass man nominell viel Steuern zu bezahlen scheint, in Wirklichkeit aber nur wenig bezahlen muss. Kommen noch Firmen wie Google, Amazon, Starbucks etc. dazu, die in Deutschland toll Geld verdienen, hier aber so gut wie keine Steuern zahlen müssen. Also, wenn du schon meinst, es wäre zu wenig Geld im Sozialtopf drinnen, dann wären das die richtigen Themen dafür. Hat die AfD da etwas zu bieten?)

  3. Bunt ist tödlich meint:

    Vorwort:
    Ich spreche hier nicht für die AfD, sondern nur für mich! Um es klar zu stellen: Ich bin kein Parteimitglied, sondern wähle die einfach deshalb, weil ich keine bessere Option sehe.

    “Belastung der Sozialsysteme: Bisher sieht es damit nicht so schlecht aus. Müsste nicht die Wirtschaft klagen, wenn’s so düster würde, wie du annimmst…”

    Nein, wieso? Die Sozialsysteme werden durch den deutschen Steuermichel finanziert. Den Unternehmen ist das doch egal.

    “Bisher gibt es keine Meldungen darüber, dass bei unserem BSP und unserem Gesamthaushalt (um 2 Billionen Euro, wenn man die Haushalte von Bund, Ländern und Gemeinden zusammenzählt), die paar Milliarden Investition in die Flüchtlinge schwerwiegend zu Buche schlagen.”

    Kapierst Du es nicht oder WILLST Du es nicht kapieren? Das sind keine “Investionen”! Das sind dauerhafte Belastungen durch dauerhafte Alimentierung. Die paar Prozent, die wirklich in den normalen Arbeitsmarkt integriert werden können, reissen es kaum raus. Was sollen die denn alle arbeiten? Die können teilweise nichtmal schreiben/lesen! Verstehst Du das eigentlich nicht? Bei den ALG2-Empfängern und Rentnern wird jeder Cent dreimal umgedreht, aber hier haut man die Kohle einfach so raus – Tendenz stark steigend (Familiennachzug).

    “Vor allem scheinst du eins nicht mitbekommen zu haben: Die Bundesregierung hat – bedauerlicherweise – den Familiennachzug der Flüchtlinge auf 1000 pro Monat begrenzt.
    Warum lobst du die Regierung nicht dafür?”

    Warum sollte ich unsere bekloppte Regierung dafür loben, dass sie Deutschland nun quasi langsamer ausbluten lässt? Das wird den großen Knall bloß etwas aufschieben.

    “Und wie sieht es mit der Arbeitslosigkeit aus?”

    Es geht um den Familiennachzug von FLÜCHTLINGEN, nicht um normale Einwanderung. Wobei Deine Ausführungen hierzu auch Blödsinn sind, denn wenn man sich die Zahlen anschaut, wie viele Ausländer in ALG2 stecken, lässt sich Deine Behauptung eh nicht halten.

  4. Nein, wieso? Die Sozialsysteme werden durch den deutschen Steuermichel finanziert. Den Unternehmen ist das doch egal.

    Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Den Unternehmen sind die Sozialsysteme egal – weil sie durch Steuern finanziert werden —
    Steuern, die sie auch zahlen; Steuern, die die Ware Arbeitskraft verteuern.

    Von Wirtschaft null Ahnung. Und keine Ahnung davon, dass er keine Ahnung hat.
    Da haben wir das Problem der Rechtspopulisten in Reinkultur: Sie sind DUMM.

    Investitionen:
    Natürlich sind es Investitionen. Frag die Wirtschaft! Und schau dir die Sache langfristig an. Es dauert bei einigen länger, aber am Ende finden fast alle Arbeit.

    Und natürlich kommt keine Antwort auf meine Frage:

    Für HALB Deutschland aber gilt: hoher Migrantenanteil – niedrige Arbeitslosigkeit.
    Erklär uns doch mal, warum das zumindest für diese größere Hälfte Deutschlands so ist!

    Von wegen Ausbluten. Du siehst doch, dass Deutschland genau dort, wo es die vielen Migranten gibt, NICHT AUSBLUTET, im Gegenteil, es zeigt sich besonders vital.

    Los, Mr. Unbunt, erklär uns das!

    (Kannst du wohl nicht. Wirst dich also nach einer Ausrede umsehen, um dich wieder zu verabschieden und unter einem anderen Namen erneut Meinungen ohne Begründung abzusondern.)

  5. Bunt ist tödlich meint:

    Nein, Brux, nicht ich bin der Dumme hier…

    Als ob den Unternehmen wichtig wäre, wofür ihre Steuern ausgegeben würden! Das ist doch lächerlich. Denen ist nur wichtig, dass ihre Produkte/Dienstleistungen weiterhin konsumiert bzw. genutzt werden. Desweiteren, dass qualifizierte und möglichst billige Arbeitskräfte zur Verfügung stehen.

    “Es dauert bei einigen länger, aber am Ende finden fast alle Arbeit.”

    Fast alle finden am Ende Arbeit? An diesem Satz kann jeder sehen, wie ideologisch verbohrt und blind für die Realität Du bist.

    “Für HALB Deutschland aber gilt: hoher Migrantenanteil – niedrige Arbeitslosigkeit.
    Erklär uns doch mal, warum das zumindest für diese größere Hälfte Deutschlands so ist!”

    Woher willst Du wissen, dass es da einen empirischen Zusammenhang gibt? Kann auch einfach den strukturellen Voraussetzungen liegen. Im übrigen sagte ich es bereits: Jeder 5. Ausländer in Deutschland lebt von Hartz IV! (Quelle: https://www.focus.de/finanzen/videos/grosse-staatenuebersicht-wie-viele-auslaender-tatsaechlich-hartz-iv-kassieren-und-wo-sie-herkommen_id_7208179.html)
    Dabei sind jene mit deutschem Pass und “MiHiGru” nocht nicht einmal eingerechnet!
    Willkommen in der Wirklichkeit, Brux!

    Wahrscheinlich hast Du nicht die Eier, DAZU mal etwas zu sagen und lässt diesen Kommentar wieder heimlich “verschwinden”. Wie es Du auch sonst gerne machst.

  6. Wo, Unbunter, gibt es in Deutschland mehr HartzIV-Bezieher – dort, wo die Wirtschaft boomt und der Anteil der Migranten besondes hoch ist – oder dort, wo die Wirtschaft Flaute hat und der Anteil der Migranten sehr sehr gering ist?

    HartzIV beziehen Menschen der Unterschicht. Ausländer sind in der Unterschicht besonders stark vertreten. Ergo …
    Dort, wo es kaum Ausländer gibt, bilden dann eben nicht die Ausländer die Unterschicht, sondern die mit dem deutschen Pass. Da dort die Wirtschaft schlechter läuft, ist das besonders schlecht für die Deutschen.

    Der Zusammenhang zwischen Multikulturalität und wirtschaftlicher Dynamik ist deutlich
    – nicht nur in Deutschland. Du kannst ihn dir auch mal ganz konkret vorstellen. (Ich hab dir das früher schon mal zu erklären versucht.) Welche Firma geht in eine ostdeutsche Kleinstadt, in der sie keine Ausländer einstellen könnte – weil die dort auf zuviel Ablehnung im Alltag stoßen würden? Ich denke da auch an kleine Firmen, an Hotels und an Kleinproduzenten aller Art. Für große Firmen gilt das ohnehin. Die Löhne dort sind relativ niedrig, die Mieten billig … aber ohne Ausländer läuft halt nicht viel. Da geht man sich dann lieber in eine kleine Stadt in Süddeutschland, wenn man die Wahl hat.

    Unsere Firmen brauchen Ausländer, brauchen Migranten; oben in den Hochleistungsbereichen ebenso wie unten, beim Service (als Hausmeister, als Putzteam, als Kuriere, etc.).

    Was unserer Wirtschaft natürlich auch gefällt – mir aber weniger: Die Einwanderung sorgt für ein Überangebot an Arbeitskräften; das schwächt die Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer, verbilligt die Ware Arbeitskraft. DAS wäre dann mal ein Ansatz für dich zur Kritik an der Einwanderungspolitik.

    Fazit: Ohne die starke Einwanderung wäre Deutschland um einiges ärmer, etwa auf dem Stand von Ländern wie Polen oder Tschechien. Wir hätten dann auch eine größere Unterschicht. Deutschland würde stagnieren, international allmählich abgehängt werden. Dasselbe gilt für Länder wie Schweiz, Österreich, Niederlande, Dänemark, Schweden …

    Ich habe festgestellt:

    Für HALB Deutschland aber gilt: hoher Migrantenanteil – niedrige Arbeitslosigkeit.
    Erklär uns doch mal, warum das zumindest für diese größere Hälfte Deutschlands so ist!

    Deine Erklärung? Keine. Du meinst nur, es liege halt irgendwie an strukturellen Vorteilen. Erklär uns doch die doch mal! Müsste doch hochinteressant für dich sein, das herauszufinden!

    - Ja, es liegt an strukturellen Vorteilen, und einer davon ist, dass wir offen für Einwanderung sind. Wir lassen uns nicht hängen, jammern nicht rum. Die Zeiten der nationalen bzw. ethnischen Homogenität sind längst vorbei.

    Zum Thema Steuern und Unternehmen: Das ist nun wirklich ein Beitrag zum Schmunzeln. Den Unternehmern ist es also egal, wofür der Staat die Steuergelder ausgibt …

    Peinlich. Aber so geht das, wenn man keine Bücher liest und auch sonst kaum Informationen aufnimmt, weil man nicht neugierig ist und weil man denkt, man wisse ja immer schon alles Wesentliche.

    Es ist den Unternehmern auch, nach deiner ersten Bemerkung dazu, unwichtig, wie viel Steuern und Sozialabgaben sie bezahlen müssen.

    Solche Leute wählen AfD.

  7. Bunt ist tödlich meint:

    Komm mal von Deinem hohen Ross runter.
    Hochmut kommt vor dem Fall, Brux!

    Sicher lese ich Bücher, jedoch nicht Marx oder irgendwelche zeitgenössische Gutmenschenliteratur.

    Deine Ausführungen zeugen von geballter Ignoranz und Realitätsverweigerung. Ironischerweise wirfst Du mir dies vor.

    Besonders dreist ist es, dass Du verschiedene Themen bewusst vermengst. Es ging hier um Flüchtlinge, genauer gesagt, um den Familiennachzug und die damit verbundenen negativen Konsequenzen für Deutschland (explodierende Kosten, noch mehr Überfremdung)! Du fängst dann plötzlich damit an, dass die Wirtschaft ja Einwanderung bräuchte…

    Ja, natürlich braucht die Wirtschaft ein gewisses Maß(!) an Einwanderung. Qualifizierte Fachkräfte! Keine Flüchtlinge ohne Deutschkenntnisse, die zum Teil sogar Analphabeten sind. Wie willst Du die fit für den hart umkämpften Arbeitmarkt machen? Das ist doch völlig absurd! Du zündest hier Nebelkerzen. Du bist ein verbohrter Ideologe. Ich hoffe sehr, dass Du noch miterlebst (bist ja nicht mehr der Jüngste), wie uns diese ganze Scheisse auf die Füße fällt. Denn das wird passieren, früher oder später (eher früher). Dann kommt vielleicht sogar bei Dir ein Fünkchen Einsicht auf. Doch dann wird es zu spät sein. Sobald ich kann, wandere ich aus aus dem bekloppten Migrantenstadl.

  8. So so, Unbunt, es sind also nur die Flüchtlinge für dich ein Problem.

    Nur die Flüchtlinge.

    Die Zahl ist allerdings nicht besonders hoch. Und ziemlich viele Flüchtlinge integrieren sich prächtig, wenn man sie lässt. Bleibt ein kleiner Teil, bei dem es hakt. Soweit geb ich dir schon recht. (Ich sehe auch die Probleme, die es in einigen Winkeln Deutschlands mit nicht-integrierten und zum Teil auch nicht-integrierbaren Migranten gibt.) Alles in allem haben die wirtschaftlich florierenden Teile Deutschlands (und das sind mindestens zwei Drittel) kaum größere Probleme mit den Flüchtlingen.

    Dann kommt eben noch etwas anderes hinzu:
    a) Das GG. Du willst es wohl abschaffen. Denn das Asylrecht ist nun mal mit dem Grundrechteartikel gewährleistet. Ergänzend: die Genfer Flüchtlingskonvention.
    b) Unsere Standards bezüglich Zivilisation und Humanität. Wir sind keine Barbaren. Die Flüchtlinge kommen aus guten Gründen. (An denen wir zum Teil auch mitschuld sind.) Im Rahmen des uns Möglichen handeln wir nicht völlig inhuman, nehmen wir weiterhin einige Flüchtlinge auf. Leider weniger als früher.
    c) Die Willkommenskultur. Die braucht ein Land, das auch qualifizierte Fachkräfte anziehen will.
    d) Die Wirtschaft. Die legt wert darauf, dass sie zum Beispiel auch billige und trotzdem gute Putzkräfte und Lagerarbeiter und dergleichen bekommt. Die brauchen dann keine so hohe Qualifikation.

    Halten wir fest: Die Flüchtlinge sind offensichtlich (!) kein großes Problem für Deutschland. Sie sind nur insofern ein großes Problem, als xenophobe Hysteriker eins draus machen.

    Gäbe es die Flüchtlinge nicht, würden die xenophoben Hysteriker ihre Energie auf eine andere Fremdgruppe lenken.

    Welche “Scheiße” könnte uns auf die Füße fallen? Doch wohl nur die “Scheiße”, die du anzurühren versuchst: die Orbanisierung Deutschlands und Europas.

    Sobald ich kann, wandere ich aus aus dem bekloppten Migrantenstadl.

    Gute Idee! Wohin? Ich empfehle Ungarn und Polen. Auch Russland wäre eine Option, oder?

    Überall da, wo es der Wirtschaft gut geht und du einen guten Arbeitsplatz finden könntest, ist auch der Ausländeranteil sehr hoch … Durch dich würde er noch ein bisschen höher …

  9. Bunt ist tödlich meint:

    Habe ich gesagt, dass NUR die Flüchtlinge ein Problem sind? Nein, habe ich nicht.

    Deutschland war bereits vor 2015 zunehmend überfremdet. Die Flüchtlinge haben diesen Trend bloß noch verstärkt.

    Ich habe nicht grundsätzlich etwas gegen Ausländer, ein gewisser Prozentsatz ist sinnvoll, auch wirtschaftlich nötig und kann tatsächlich bereichernd sein. Das gesunde Maß wurde allerdings bereits überschritten. Die Einwanderung sollte daher auf ein absolutes Minimum begrenzt und nach kandadischem Vorbild gesteuert werden.

    Flüchtlinge sollten nur begrenzt und temporär aufgenommen und sobald es die Lage in den Herkunftsländern zulässt, zurückgeführt werden.

    Bezüglich auswanders warte ich noch, bis ich finanziell ausreichend gut aufgestellt bin. Es sieht bereits recht gut aus. Ich hoffe, in spätestens fünf Jahren bin ich hier weg. Und nein – ganz sicher nicht Russland (woher kommt eigentlich dieser Schräge Gedanke, AfD-Wähler wären automatisch Russland-Fans – lächerlich)? Mich zieht es eher in den Süden. Rein vom Wetter schon :) Und ja, ich würde mich dort perfekt integrieren, die Kultur und Gesetze achten und keinem auf der Tasche liegen (was von vielen Migranten in Deutschland ja leider nicht sagen kann).

  10. Ist in München “das gesunde Maß” überschritten?
    Wieso? München blüht! München ist sicher! München hat Zukunft!

    Flüchtlinge sollten nur begrenzt und temporär aufgenommen und sobald es die Lage in den Herkunftsländern zulässt, zurückgeführt werden.

    Genau das passiert.

    Es ist aber so, dass in den meisten Fällen eine Rückkehr nicht möglich ist. Entweder, weil der Krieg dort immer weitergeht, oder weil die Länder nicht bereit sind, die Flüchtlinge zurückzunehmen.

    Woraus folgt: Es ist für uns von Vorteil, den Flüchtlingen eine Bleibe- und Integrationsperspektive zu geben.

    In welchem Land des Südens wärst du denn nicht von lauter Nicht-Deutschen umgeben?
    In welchem Land des Südens schätzt man arrogante Deutsche?
    Und: Wer sich nicht einmal als Deutscher in Deutschland perfekt integrieren kann, wird es wohl auch im fremden Land und unter erschwerten Bedingungen kaum schaffen. Nach einem Jahr geht dir die dortige Menschheit auf die Nerven.

    Wie steht es mit der Erklärung zu dem Problem, das ich dir gestellt habe? Den des Zusammenhangs zwischen wirtschaftlicher Dynamik und multikultureller Gesellschaft!

  11. Bunt ist tödlich meint:

    München hatte Glück, das es von linker Politik weitgehend verschont geblieben ist und die Chance hatte, zu wachsen. Da spielen sichere mehrere Gründe in der Geschichte der Stadt und Region eine Rolle – ja, ja, nach Deiner Logik waren es natürlich die Migranten, die Aufschwung und Wohlstand gebracht und sich nicht bloß ins gemachte Nest gesetzt haben ;)

    München ist desweiteren nicht der Nabel der Welt (wie man bei Dir manchmal meinen könnte), nein, es ist nichtmal repräsentativ für Deutschland. Es gibt viel mehr Negativbeispiele als Positivbeispiele, wenn es um Migration und besonders Flüchtlinge geht. Da kann München noch so toll sein (angeblich).

    Ich hatte an die Kanaren gedacht, sobald es mir finanziell möglich ist. Dort war ich bereits einige Male, es ist wirklich traumhaft dort. Die Spanier sind ein anständiges, zivilisiertes Volk. Sicher deutlich temperamentvoller als die meisten Deutschen, doch ansonsten durchaus “kompatibel”. Man muss sich natürlich anpassen, womit ich kein Problem habe. Lieber lebe ich unter Spaniern als gut integrierter Deutscher als in Deutschland unter lauter schlecht integrierten Orientalen mit einem Benehmen wie die Axt im Walde. Du schätzt mich völlig falsch ein, glaube ich. Aber ist letztendlich auch egal.

  12. München wird seit 1949 fast durchgehend von der SPD regiert, hat eine ausgesprochen linke Stadtregierung seither.

    Aber es ist ja nicht nur München, ganz Süddeutschland floriert. Es waren nicht die Migranten, sondern AUCH die Migranten, die München (und die anderen Städte und Gegenden) zum Blühen gebracht haben.

    Es gibt auch Negativbeispiele – ich gehe immer wieder auf sie ein, schreibe Artikel darüber, besuche auch persönlich diese Orte in Deutschland und schaue mich um. Aber offensichtlich gibt es sehr viel mehr Positivbeispiele als Negativbespiele in Deutschland. Das zeigt auch die Statistik.

    Viel Spaß auf den Kanaren! Mit Deutschland und den Deutschen kommst du wohl nicht zurecht, vielleicht auch mit dir selber nicht, da ist mal eine Flucht ganz naheliegend.

    Wie hoch ist dort der Anteil der “Ausländer” – die Touristen natürlich abgerechnet? Ich schätze mal, dass es dort ziemlich viele Billig-Arbeitskräfte im Bereich Dienste gibt (Putzen, Bedienen, etc.). Es sollen etwa 15% sein. Das ist dann etwa so viel wie im Ruhrgebiet … Vermutlich viele Schwarzafrikaner, aber so genau weiß ich das nicht.

    Es ist auch ein Unterschied, ob man mal ein paar entspannte Urlaubswochen auf den Kanarischen Inseln verbringt – und ob man sich dort für ein ganzes Jahr oder sogar auf Lebenszeit dort ansiedelt.

    Auf jeden Fall dürften die Kanarischen Inseln ein schönes Bild einer multikulturellen Gesellschaft abgeben, auch aufgrund der vielen Touristen, aber nicht nur darum. BUNT geht es dort zu, BUNT!

    So hab ich Zweifel daran, ob du – ein Mensch, der sich gern seine eigene Realität schafft – mit dieser selbstgeschaffenen Realität Anschluss an die anderen, fremden Realitäten der Menschen dort finden kannst. Das ginge nur mit einer guten Portion Demut. Mit der Fähigkeit, Fehler bei sich selber feststellen zu können. Wenn etwas schief läuft, beschimpfst du lieber andere, als dass du dich an der eigenen Nase fasst. Ein Jahr auf den Kanarischen Inseln, und du verfluchst die Menschen dort!

  13. Bunt ist tödlich meint:

    Das es mehr Positiv- als Negativbeispiele im Bereich Migration und Flüchtlinge gibt, dürfte Deinem Wunschdenken entspringen.

    Oder sind steigende Sozialausgaben und Gewaltkriminalität (vor allem Übergriffe gegen Frauen) in Deinen Augen “positiv”?

    Es mag hier und da und mal eine tolle Integrationsgeschichte geben, sicher. Unterm Strich zahlt Deutschland die Zeche. Besonders die einfachen Bürger, die nun noch mehr Druck auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt bekommen.

    Zum potentiellen auswandern:
    Abgesehen von den maximalpigmentierten Uhrenverkäufern und einigen Prostituierten, sind die Kanaren nicht allzu bunt (Touristen zähle ich nicht). Es gibt überall Ecken, wo man relativ unter Einheimischen ist und man wird dort – sofern man Sprachkenntnisse mitbringt sowie Interesse an der Kultur und Respekt für die Einheimischen zeigt – als Deutscher auch weitgehend akzeptiert.

    Wie bereits gesagt: Du schätzt mich völlig falsch ein. Das ist aber nicht schlimm. Ich weiß ja, von wem es kommt ;)

  14. Bunt ist tödlich meint:

    Eine kleine Annekdote noch: In einem Gespräch mit einem Spanier über “Gott und die Welt” hatte mir dieser ziemlich deutlich zu verstehen gegeben, dass man “die” lieber los wäre, da “die” nur Ärger machen, Touristen behelligen und sich nicht anpassen. Wer mit “die” gemeint war, überlasse ich mal Deiner Fantasie. Ich fand es jedenfalls sehr interessant.

  15. War in München nicht sogar die erste regierende rot-grüne Bürgerschaft in Deutschland?

  16. Was Zuwanderung betrifft, ist Zuwanderung im Alter 25-30 Jahre wirtschaftlich positiv, selbst wenn die Einwanderer nur schlecht verdienen. Das liegt daran, dass der Staat keine Kosten für Schule und Kindergeld aufwenden muss.

  17. Die Gewaltkriminalität ist in den letzten 15 Jahren nicht gestiegen. Auch nicht gegenüber Frauen.

  18. Die Sozialausgaben steigen nicht wegen der Flüchtlinge; die Gewaltkriminalität nimmt Jahr für Jahr nicht zu, sondern eher ab; die Positivbeispiele, was die Städte angeht, überwiegen bei weitem die negativen. Deutschland hat sich recht erfolgreich entwickelt.

    Du aber lebst in einer anderen Realität.

    Am Druck auf dem Wohnungsmarkt oder Arbeitsmarkt sind wohl kaum die Ausländer schuld, sondern, wenn schon, die Wirtschaft und die Politik, die eher neoliberal verfahren.

    Man wird auf den Kanaren kaum den Fehler machen, den Anteil der Migranten zu senken. Er wird wie auch sonst in Europa eher steigen. Steigen müssen – zu unserem Vorteil. Das Nörgeln gegen die Migranten gehört zur Normalität. Fremde haben das schon immer aushalten müssen. Das wird dem Deutschen auf den Kanaren auch nicht anders gehen.

  19. Die Gewaltkriminalität ist in den letzten 15 Jahren nicht gestiegen. Auch nicht gegenüber Frauen.

    Selbst wenn sämtliche Polizeipräsidenten Deutschlands, unterstützt von allen Innenministern und allen Fachleuten der Kriminologie unserem BuntiTödli das sagen und zeigen und vorrechnen und erklären würden, würde er es nicht glauben. Es gibt nun mal Menschen, die brauchen gewisse “alternative Fakten” so notwendig wie Herz, Lunge und Leber. Ohne sie würden sie zusammenbrechen, wären sie nicht mehr lebensfähig. Es wäre Selbstmord, wenn dieser Typ das unerträgliche Faktum akzeptieren würde.

    Können wir so viel verlangen?

    Er lebt in einer anderen Welt. In einer anderen Realität.

  20. Das ist halt ein AfD-Wähler. Die leben gut, haben zum Beispiel Vermögen wie Wohneigentum, gehen einer gut bezahlten Arbeit nach und sind zufrieden mit ihrer Existenz. Aber sie wählen AfD weil die sich von Untergangsparanoia treiben lassen und jeden Tag nur diese Horrormeldungen konsumieren und Angst haben mittelfristig ihren Reichtum zu verlieren. Mit Realität hat das wirklich nichts zu tun.

  21. Bunt ist tödlich meint:

    “Er lebt in einer anderen Welt. In einer anderen Realität.”

    Sagt derjenige, der seine ganz eigene Realität pflegt…

    Satire pur.

  22. Bunt ist tödlich meint:

    “Das ist halt ein AfD-Wähler. Die leben gut, haben zum Beispiel Vermögen wie Wohneigentum, gehen einer gut bezahlten Arbeit nach und sind zufrieden mit ihrer Existenz. Aber sie wählen AfD weil die sich von Untergangsparanoia treiben lassen und jeden Tag nur diese Horrormeldungen konsumieren und Angst haben mittelfristig ihren Reichtum zu verlieren. Mit Realität hat das wirklich nichts zu tun.”

    Aha, KM ist wieder aktiv geworden! Na, dann habe ich wohl alles richtig gemacht, wenn Du Dich genötigt fühlst, zu schreiben ;)

    Dein AfD-Bashing kannst Du knicken.

    AfD-Wähler sind vor allem Protestwähler. Sollte sogar Dir einleuchten. Es sind Wähler aus allen Schichten dabei und sie eint, dass Sie mit Merkels Flüchtlingspolitik (und vermutlich auch der sonstigen Politik) höchst UNZUFRIEDEN sind. Deshalb wählen Sie AfD. Nicht so sehr, weil sie das Personal der AfD oder deren Programm toll finden (manche natürlich schon), sondern als Signal: Kein weiter so, Angela!

    Hoffe sehr, das ist bei Euch endlich mal angekommen.

  23. Bunt ist tödlich meint:

    “Was Zuwanderung betrifft, ist Zuwanderung im Alter 25-30 Jahre wirtschaftlich positiv, selbst wenn die Einwanderer nur schlecht verdienen. Das liegt daran, dass der Staat keine Kosten für Schule und Kindergeld aufwenden muss.”

    Was für eine Milchmädchenrechnung!

    Die Einwanderer bzw. Flüchtlinge verdienen GAR NICHTS, null-komma-null. Selbst wenn sie (später) arbeiten dürfen – der Großteil wird keinen Job bekommen, da keine Qualifikation vorhanden ist. Manche können nichtmal lesen/schreiben. Und dann stellst Du so eine Rechnung auf. Wen willst Du damit verarschen?

  24. Das, was du als du dir als Fakten denkst, kannst du nicht belegen. Wie sich hier immer wieder gezeigt hat. Du versuchst es nicht einmal.

    Woraus etwas folgt …

    Wir können es dabei belassen.

    Viel Glück auf den Kanaren!
    Hier in Deutschland ist es ja für dich nicht auszuhalten. Die deutsche Realität ist dir einfach zu grässlich. Und die Deutschen neigen zu wenig dazu, DEINE Realität anzuerkennen.

  25. Afd-Wähler sind vor allem Leute, die sich abgehängt fühlen. Aber das hatten wir ja gerade erst vor zwei-drei Wochen diskutiert.

    Außerdem stelle ich keine Rechnung auf, sondern Bernd Raffelhüschen, denn aus seinen Untersuchungen stammen die Zahlen.

  26. Falstaff meint:

    “Das, was du als du dir als Fakten denkst, kannst du nicht belegen.”

    Leo, Du solltest Dir die Printverson des FOCUS von dieser Woche besorgen, Ausgabe vom letzten Montag,
    darin steht ein ausführlicher Artikel zu diesen “Fakten”, der genau DAS beschreibt. Er wird Dir nicht gefallen, auch die Prognosen darin.
    Sie belegen genau, das ein NUTZEN nicht zu erwarten ist.
    Nicht einmal annähernd.

    Leider nicht online.

  27. Den Flüchtlingen zu helfen ist ein Nutzen. Ein sehr guter Nutzen.

  28. Falstaff,

    dann tipp doch mal ein paar Absätze für uns ab! Oder fass sie sinngemäß zusammen!
    Ich bin immer neugierig auf sachliche Gegeninformation aus!

    (FOCUS halte ich für ein übles Propagandamedium, antisozial, rabiat neoliberal, rechtspopulistisch, immer zu Hetze gegen links bereit; MedienMob. Jubelt vermutlich auch über Orban und dessen Politik. – Trotzdem kann auch mal bei FOCUS gute, für mich wichtige Info drinstecken. Messen muss ich mich an denen, die GUT gegen mich argumentieren – das traue ich FOCUS schon zu. – Der Unbunte kann das leider nicht. Er ist wohl nicht einmal in der Lage, FOCUS zu lesen und Infos von dort auszuwerten. Dazu müsste er neugierig sein und außerdem nachdenken. Soweit reicht es bei ihm nicht.)

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