Familiennachzug – strategisch betrachtet

migrationMoralisch betrachtet: Familien gehören zusammen. Gibt man einer Person in Deutschland ein Aufenthaltsrecht, liegt es – moralisch – nahe, dass sie auch ihre Familienangehörigen nachkommen lassen darf.

Christlich betrachtet: dito.

Für die CSU überwiegt die strategische Betrachtung. Die Bürger sind ob der beträchtlichen Einwanderung aus dem islamischen Raum nervös. Die meisten verlangen entweder den Stopp oder wenigstens eine weitgehende Reduktion solcher Einwanderung.

Strategisch kann hier zweierlei bedeuten:

a) Unsere Wähler bestehen drauf. Wir wollen Wahlen gewinnen. Ergo …

b) Unabhängig davon, ob die Wähler das so sehen und so wollen: Wir überfordern uns objektiv mit der offenen Grenze, dem vollen Familiennachzug – wir überfordern unsere Fähigkeit zur Integration, wir überfordern unser Sozialsystem. Ergo …

b) trifft sicherlich nicht zu. Alles in allem ist die Einwanderung ein win-win-Ereignis. WIR gewinnen MIT den Einwanderern zusammen. München liefert ein überzeugendes Beispiel dafür.

a) ist für die Parteistrategen der Grund, den Familiennachzug möglichst gegen Null zu reduzieren.

Die CSU muss sich auf einen Kompromiss einlassen. Seehofer macht das möglichst so, dass es nach Koalitionsbruch aussieht – in der Erwartung, dass sich das am bayerischen Wahltag auszahlen wird. Orban lässt grüßen.

Pro Monat will die Regierung nur 1.000 Familienangehörige von anerkannten Asylbewerbern nachziehen lassen. Das legt der Koalitionsvertrag fest.

Ein Auswahlkriterium: Wer von ihnen Sozialleistungen bezieht, kommt erst einmal nicht dran. Damit der Staat nicht zusätzliches Sozialgeld beisteuern muss? – Nein.

Der komplizierte Text verlangt es nicht wirklich.

Die CSU möchte aber gern ihren Wählern mitteilen, dass der Anspruch auf Familiennachzug abgeschafft sei …

Die Partei mit dem C schafft begeistert ihr C ab – verbal.

Wie aber halten wir – in der Opposition – es mit der Strategie in der Frage des Familiennachzugs?

Fortsetzung folgt

Kommentare

  1. Migrationsblog…….Initiative…. ????
    Hat der Autor des Blogs es einmal versucht mit einer regulären Tätigkeit seinen Lebensunterhalt zu bestreiten und an das Steueraufkommen beizutragen ? Denke mal , wär ab 6:00 Uhr morgens bis 18:00 Uhr des Abends auf den Beinen ist, hatten die Faxen dick von den Problemen die Fr. Merkel uns diktiert hat und den von Schulz u.a gelobten “Goldstücken”.
    Mit Arbeit haben es die meisten von den Invasoren nicht so .
    Vorzugsweise das ernähren lassen ist der bequemere Weg und ganz so nebenbei sei mal erwähnt ,wir werden doch schon ausgepresst mit Zwangsabgaben/Steuern das uns die Luft ausgeht und es eigentlich keinen Sinn mehr macht seinen Hintern zu bewegen , denn für was ? Die Zukunft der BRD ist Geschichte….verursacht durch CDU/CSU/SPD + den ganz wichtigen Nichtsnutzen von Grünen , sie alle sind Alimentierte wie der gering geschätzte H4 er.

  2. Bremer,
    ich gehöre zu denen, die ihr Erwachsenenleben lang immer brav ihren Lebensunterhalt selbst verdient haben …

    Was die Flüchtlinge angeht, so würden die das auch gerne, wenn man es ihnen möglich macht.

    Wie wir deinen Worten entnehmen können, bist du gegen Steuern. Gesellschaft muss also nicht finanziert werden. Deine Fundamentalkritik am Staat gilt dann wohl für alle Staaten der Welt.

    Seltsamerweise funktioniert Deutschland dort am besten, wo auch der Ausländer- und Migrantenanteil besonders hoch ist. Am schlechtesten dort, wo er gegen null geht – in weiten Bereichen Ostdeutschlands. Dort wäre dann die Zukunft der BRD allerdings Geschichte – bzw. wenn es in ganz Deutschland so aussähe wie dort.

    Die Grünen gehören meines Wissens zu denjenigen, die durchschnittlich recht erfolgreich arbeiten und Geld verdienen und überdurchschnittlich am Steueraufkommen beteiligt sind.

  3. Schulz hat nicht von “Goldstücken” gesprochen.

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