Mhallamiye in Essen

kriminalitaetDie faz (20.4.2018, Seite 3; Autor: Reiner Burger) hat eine Reportage darüber. “Klare Kante in Essen” – die Polizei zusammen mit Zoll, Ordnungsamt und Finanzbehörden setzen die Mhallamiye-Clans unter Druck.

Der Rauschgifthandel macht sie reich. Diebstahl und Raub kommen hinzu, auch zahlreiche Fälle von Körperverletzung und Tumultdelikte.

Kriminelle Mhallamiye würden die “Werte und Normen der Gesellschaft” offensiv missachten. Zugleich stellen sie ihren “Erfolg” auch offensiv zur Schau, im Internet oder durch Paradieren mit Luxusautos. Sie investieren groß in Immobilien – die beste Möglichkeit zur Geldwäsche.

Verschiedene Clans scheinen auch miteinander zu rivalisieren und ihre Kämpfe blutig auszutragen.

Die Reportage berichtet von einer Großrazzia der Polizei. Ich spare mir die Einzelheiten – sie überzeugen mich nicht so recht – ebensowenig wie die beunruhigten Anwohner.

Polizei, Zoll, Finanzfahndung und Ordnungsamt arbeiten zusammen und , so heißt es, haben das Problem “auf dem Schirm”. Die nördliche Innenstadt Essens ist nach §12 des NRW-Polizeigesetzes als “gefährlicher Ort” bestimmt worden; das gibt der Polizei mehr Möglichkeiten der Kontrolle und der Durchsetzung des staatlichen Gewaltmonopols.

Razzien sind sicherlich ein Mittel gegen die Mhallamiye. Aber offensichtlich kein hinreichendes.

Was könnte, was müsste der Staat tun, um das Mhallamiye-Problem in Essen, in Bremen und vor allem in Berlin zu lösen?

Interessant, dass darüber in einem so ausführlichen Artikel – es ist die ganze Seite 3 der faz – nichts gesagt wird. Hat sich der Autor nicht erkundigt? Oder hat man resigniert abgewunken?

Haben die Mhallamiye also wirklich einen Weg gefunden, den deutschen Rechtsstaat systematisch schachmatt zu setzen?

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Mhallamiye-Artikel 1

Mhallamiye-Artikel 2

Mhallamiye-Artikel 3

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