Das Kreuz mit dem Kreuz (4)

bayern56% der Bayern findet also Söders politischen Kreuz-Zug gut. (38% nicht.)

Schauen wir uns an, wie sich die Befürworter verteilen, ergibt sich ein Muster: Das politische Kreuz ist populär bei genau denen, die auch xenophob sind.

Es ist am populärsten bei AfD-Wählern: + 77%.

Danach kommen die CSU-Wähler: 71%.

Dann die Freien Wähler: 56%.

Sogar die SPD-Wähler: 52% (Peinlich.)

Deutlich darunter die FDP-Wähler: 33%

und die Grünen: 26%

In den Städten mit vielen Migranten – denen über 100.00 Einwohnern – liegt das Ja bei unter 50%, in den Gemeinden bis zu 5.000 Einwohnern bei über zwei Dritteln.

Kommentar:

Das Kreuz wird von der CSU bisher halbwegs erfolgreich zum politischen Kampfsymbol gemacht: In diesem Zeichen will Söder die (irdische) Schlacht gegen die “Fremden” gewinnen. (In hoc signo vinces … Milvische Brücke, 312.)

Wir dürfen annehmen, dass das Ja zum Kreuz als politischem Symbol des Kampfes gegen die Überfremdung gerade auch von denen kommt, die mit der christlichen Religion nichts oder nicht viel zu tun haben.

Jedes respektable Zeichen, mit dem man seiner Xenophobie Ausdruck geben kann, wird bejaht.

Für die AfD ist das ein toller Erfolg. Sie wird feixend feststellen, dass sie die CSU erfolgreich vor sich hertreibt.

Und dabei eher noch Stimmen gewinnt.

Die Wahlumfrage lautet: 41% CSU (+1), 12% AfD (+2).

Für die Grünen ist diese Konfrontation auch nicht schlecht: Sie liegen jetzt in Bayern als Oppositionspartei an der Spitze: 14%.

Für die Kirchen dürfte dieses Votum am schlimmsten sein. Das Kreuz wird politisch enteignet – für das Gegenteil von dem, wofür es für die heutigen Christen steht.

WARUM wohl haben vor allem AfD-Wähler für das Kreuz gestimmt?

Das Kreuz mit dem Kreuz (1)

Das Kreuz mit dem Kreuz (2)

Das Kreuz mit dem Kreuz (3)

Kommentare

  1. Die CSU bei der Landtagswahl deutlich unter 40% wäre als Strafe Gottes gar nicht so verkehrt.

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