Seehofers Heimat (1)

theorieHeimat. Was ist Heimat? Was ist MEINE Heimat?

Heimatminister Seehofer macht sich darüber Gedanken – und – eine kleine Überraschung! – es sind kluge Gedanken.

Vorab: Ich selber bin ein Heimat-Mensch. München (nicht Deutschland) ist meine Heimat, und mich bringt aus München niemand weg, außer für kleine kurze Ferienreisen.

Ich hab hier meine Wurzeln. Ich bin hier DAHEIM. Bin ich mal weg, fang ich nach zwei Wochen an, mich nach München zu sehnen.

Ich bin hier geboren, aufgewachsen, geprägt worden, ich lebe hier seit ich lebe, ich spreche den (leider verschwindenden) Dialekt.

Die Einwohner von Innsbruck, Bozen oder Verona sind mir näher als die Sachsen oder Mecklenburg-Vorpommeraner. Auch menschlich.

Ich genieße Münchens Vielfalt, Multikulturalität, Veränderungbereitschaft. Die Einwanderer, die (in 1. und 2. Generation) inzwischen mehr als 40% der Münchner stellen, gehören zu meiner Heimat.

Ohne sie wäre München für mich eine Zombie-Stadt. Krank.

München verliert nichts durch die vielen Einwanderer, sondern wird durch sie noch münchnerischer.

Meine Heimat München ist mir wie mein Körper. Er kann leiden, er kann ein Stück verlieren – dann leide ich mit. Ich erlebe mich nicht ohne meinen Körper. Ich denke und fühle mich nicht ohne meine Heimat.

Soviel vorab.

Und nun Seehofer (siehe auch Anmerkung unten).

Man könnte erwarten, dass er auf “Leitkultur” macht. Heimat gegen den Islam etc. mobilisiert. Christlich-jüdisches Abendland heuchelt.

Ein bisschen kommt das schon auch. Aber man lese, was darüberhinaus alles angesprochen wird. Und wie es angesprochen wird.

Ich würde sagen: Auf dieser Grundlage lässt sich vernünftig miteinander reden und streiten.

Fortsetzung morgen!

Ich werde aus der ZEIT zitieren, da die FAZ Seehofers Artikel hinter der Bezahlmauer versteckt.

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