Dobrindt und die “konservative Revolution” (= Dobrindt contra Rechtsstaat, Teil 4)

rechtsIm Januar schrieb Dobrindt in der WELT:

„Auf die linke Revolution der Eliten folgt eine konservative Revolution der Bürger. Wir unterstützen diese Revolution und sind ihre Stimme in der Politik.“

Wir dürfen davon ausgehen, dass Dobrindt weiß, woher er den Begriff nimmt.

Es ist ein Schlüsselbegriff der Rechtsradikalen. War es schon zu Zeiten der Weimarer Republik. Ist es auch heute.

Die “konservativen Revolutionäre” waren keine Nazis, aber rechtsradikale Feinde der Republik, die sich als geistige Avantgarde des Deutschen Reiches verstanden und die Demokratie und den Pluralismus als dekadent verachtet haben.

Sie bekämpften die Grundprinzipien der Weimarer Verfassung, vor allem das demokratische, parlamentarische System, den politisch-gesellschaftlichen Pluralismus und Liberalismus sowie das Gleichheitsprinzip.

Die Ideologie der konservativen Revolutionäre verband traditionell konservative mit klassisch-rechtsextremen Elementen.

So unterschiedlich die rechten Vordenker auch waren, gemeinsam war der Wunsch nach einer militärisch formierten, hierarchisch strukturierten und autokratisch regierten Gesellschaft.

Der angestrebte autoritäre oder diktatorische Staat sollte von einer „neuen Aristokratie“, von einer kleinen Elite oder einem Führer geleitet werden.

(belltower news)

Ziel der neuen Rechten mit ihrer konservativen Revolution ist es, die Deutungshoheit in Sprache und Kultur zurückzuerobern, die Nation wieder völkisch zu denken und zu gestalten und damit die guten alten konservativen Werte wieder zur Geltung zu bringen.

Das vereint die AfD und ihre Ideengeber mit dem orbanisierenden Dobrindt.

Der Rechtsstaat und die Gewaltenteilung stehen im Weg. Dobrindt macht bereits Versuche, die Verfassung in Frage zu stellen.

 

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