Deutschland wird sicherer. – Woher kommt die Angst? (1)

theorieDie Polizei informiert uns Jahr für Jahr: Die Kriminalität in Deutschland ist (im internationalen und historischen Vergleich) gering und auch dieses Jahr mal wieder eher gesunken.

Solche Informationen führen nicht dazu, dass sich die Bürger beruhigen; das wahnhafte Verunsicherungsgefühl nimmt ständig zu. Immer schlimmer werde es … immer noch schlimmer … – Obwohl das Leben in Wirklichkeit und trotz der hohen Einwandererzahlen immer sicherer wird.

Spiegel-Kommentator Thomas Fricke fragt:

Woher kommt die Angst? Ist es nur ein mediales Hochschaukeln? Ein der AfD nacheilender Pseudo-Volksversteherdrang, von nun an möglichst ausführlich über alles Kriminelle zu berichten, vor allem, wenn es irgendwie mit Flüchtlingen zu tun hat? Müsste man den Leuten einfach nur Wahrscheinlichkeitsrechnung beibringen, um faktisch übertriebene Ängste zu nehmen? Möglich.

Aber er gräbt tiefer.

Es gibt immer mehr solide Studien, die zu erklären versuchen, was jene Menschen gemeinsam haben, die wütend sind, auf alles Fremde schimpfen und überdurchschnittlich häufig jene stramm-rechten Parteien wählen, die sich als Retter gegen Überfremdung und Unsicherheit geben. Diesen zufolge geht Wut über Ausländer auffällig oft mit dem Frust über das eigene Leben einher.

In einer gerade neu veröffentlichten Studie gehen die Ökonomen Panu Poutvaara vom Münchner Ifo-Institut und Max Friedrich Steinhardt von der Bundeswehr-Universität in Hamburg diesem Verdacht nach, indem sie Umfragen der vergangenen Jahre auswerteten.

Wie die Forscher herausfanden, gibt es in Deutschland keine andere Gruppe von Menschen, die sich so besorgt über Zuwanderung gibt, wie die, die zugleich verbittert über ihr eigenes Schicksal ist. Es sind Menschen, die glauben, nicht das bekommen zu haben, was sie verdienen, so die Forscher.

Fortsetzung heute Abend!

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