Keine Leitkultur, aber Verfassungspatriotismus

deutschlandAus einem Interview von derStandard mit Charles Taylor:

Frage:

Einige westliche Gesellschaften scheinen sich heute wieder stärker auf ihr “jüdisch-christliches Erbe” zu besinnen. Wie sehen Sie diese Entwicklung?

Taylor:

Unsere Geschichte ist Teil unserer Identität.

Es ist interessant, dass viele, für die Religion kein praktizierter Glaube mehr ist, in ihr trotzdem eine wichtige Dimension ihrer Identität sehen.

Religion wird dann kulturell verstanden und kann in einem Atemzug etwa mit der Aufklärung genannt werden.

Doch wenn Leute sagen, dass der Islam unserer jüdisch-christlichen Prägung wegen nicht zu uns gehört, so widerspricht das nicht nur der Tatsache, dass islamische Philosophen im Mittelalter eine herausragende Rolle spielten.

Es widerspricht auch dem Geist unserer demokratischen Verfassungen, die auf Gleichheit und Inklusion abzielen.

Jede Form von Leitkultur ist der falsche Weg, um mit religiöser und kultureller Vielfalt umzugehen.

Was wir verlangen sollten, ist ein Einverständnis mit den Regeln gütlichen Zusammenlebens, nicht völlige Assimilation.

Frage:

Wie sehen Sie Verbote religiöser Bekleidungen im öffentlichen Raum?

Taylor:

Dahinter stehen oft fragwürdige Überlegungen.

Nehmen Sie das Kopftuch als Beispiel. Die Befürworter von Verboten argumentieren, das Kopftuch sei ein Symbol für die Unterdrückung der Frau.

Doch so würden Gesetze beginnen, die inneren Beweggründe von Personen zu beurteilen. Das geht zu weit und entspricht nicht dem Geist unserer Verfassungen.

Tatsächlich zeigen Studien, dass Mädchen Kopftücher aus verschiedenen, oft vertretbaren Gründen tragen.

Gesetze sollten die inneren Motive von Personen respektieren, solange daraus keine Schäden für andere entstehen – selbst wenn sie uns nicht gefallen mögen.

Frage:

Reicht es also, wenn sich alle an die Gesetze halten?

Taylor:

Nein.

Für eine lebendige Demokratie braucht es auch gesellschaftlichen Zusammenhalt, wechselseitiges Vertrauen und Solidarität.

Vor allem müssen sich die Bürger als Akteure eines gemeinsamen Ziels oder Projektes verstehen, der Verwirklichung von Demokratie und Menschenrechten.

Jürgen Habermas hat dafür den Begriff “Verfassungspatriotismus” geprägt. Dieser Patriotismus ist geprägt von einer besonderen Beziehung zum eigenen Land und starken Gefühlen wie Stolz oder Scham über seine Entwicklung.

Fehlt diese affektive Beziehung, so läuft die Demokratie Gefahr, zu verschwinden.

Im Fall Kanadas ist dieses Projekt der Multikulturalismus, in leicht abgewandelter Form in Quebec der Interkulturalismus.

Er ist dort Teil der Verfassung, und viele kanadische Bürger sind sehr stolz darauf, gemeinsam ein Land geschaffen zu haben und zu schaffen, in dem Menschen mit Wurzeln in Europa, Asien und anderen Teilen der Welt zusammenleben und ihre Gegensätze überwinden.

Deutschland ist ein Einwanderungsland …

Gelingt es uns, die Einwanderer UND die Einheimischen auf diese Art Patriotismus einzuschwören?

Kommentare

  1. Falstaff meint:

    “Gesetze sollten die inneren Motive von Personen respektieren….”

    So lange ich sehe, wie Frauen z.B. im Iran um jeden Millimeter bei Nach-Hinten-Rutschen ihres VON RELIGION UND STAAT verpflichtenden
    Kopftuch ringen, verbietet sich jegliche Zustimmung ,Fürsprache und
    Tolerierung….

    Die Macht der Kirchen haben wir zumindest in D so weit domestiziert,
    das sie hier keinen größeren Schaden mehr anrichten können ( wobei
    ich mir die Unahme von Ev/Freikirchlichen Gemeinden, die sich mehr und mehr in Richtung Evangelikale entwickeln, mit großer Sorge betrachte).

    Toleranz ? Nicht, wenn sie hinter das durch die Aufklärung und die westliche Zivilisation erreichte zurück geht. Wir leben nicht mehr im Mittelalter. Und eine Religion, die zugleich politische Ideologie und fest
    geregeltes Gesellschaftsmodel ist, in dem das Individuum sich
    ZU UNTERWERFEN hat ( denn nichts anderes bedeutet das Wort ISLAM),
    wird NIEMALS meine Akzeptanz, Toleranz, oder Zustimmung bekommen.

    Man sehe sich JEDES isl. geprägte Land an. In KEINEM gibt es eine persönliche Freiheit, wie im Westen. Und wenn überhaupt ist der Islam nur dann friedlich und FREIHEITLICH, wenn er nicht in der Mehrheit/an der Macht ist.

    “Es gibt verschiedene Kulturen, aber nur eine Zivilisation, die europäische.” Kemal Atatürk

    Punkt.

  2. Es gibt fundamentalistische Atheisten bzw. Religionsfeinde, Falstaff, und du gehörst wohl zu dieser Gruppe. Religiöse Rituale möchtest du nicht dulden. Das ist ein Angriff auf die von unserer Verfassung geforderte Religionsfreiheit.

    Außerdem plädierst du IM HINBLICK AUF DIE INTOLERANZ ISLAMISCHER STAATEN für die Intoleranz Deutschlands. Was ist das für eine Reaktion? Eine barbarische Reaktion ist das, sozusagen Mittelalter.

    Niemand ist verpflichtet, in seinem persönlichen Leben und in der Gruppe, zu der er sich zählt, ein Leben gemäß den Werten der Aufklärung zu leben. Das schafft ja auch nur eine Minderheit, und du gehörst wohl kaum dazu, da du den Säkularismus fundamentalisierst und damit zu einem Äqüivalent einer fundamentalistischen Religion machst.

    Der höchst intolerante Diktator Atatürk ist außerdem kaum ein guter Anwalt für westliche Zivilisation.

    Du scheinst, wie viele Muslime auch, Staat und Religion nicht voneinander trennen zu können. Die Religion gehört nicht dem Staat. Persönlich kannst du da kritisieren, soviel du willst – aber der Staat darf das nicht, und er darf die Religion in ihrer Entfaltung nicht beschränken, solange sie im Rahmen der Gesetze bleibt.

    Du kannst also – diese Freiheit gibt dir unsere liberale Verfassung – deinen Privatkrieg gegen Muslime führen. Aber der Staat darf das nicht – genau das verbietet das Grundgesetz. Der Staat steht für Religionsfreiheit.

    Du willst also unsere Verfassung ausschalten.

    Wir diskutieren hier immer mal wieder über Orban und die Orbanisierung Deutschlands. Das Konzept der “illiberalen Demokratie”. Es funktioniert in Ungarn auch nur, weil Orban das Verfassungsgericht kastrieren und die Gewaltenteilung reduzieren konnte. Orban ist damit ein paar Schritte weit den Weg Erdogans gegangen. Das, so scheint mir, strebst auch du an. Du wetterst gegen Erdogan, aber tendierst selber zu einer kulturell fundamentalistischen, antiliberalen Pseudo-Demokratie.

    Mit unserem Fantomas sitzt du da wirklich in einem Boot.

  3. Frank Berghaus meint:

    @Falstaff:

    “Man sehe sich JEDES isl. geprägte Land an. In KEINEM gibt es eine persönliche Freiheit, wie im Westen.”

    Tunesien ist sicherlich ein islamisches Land. Mehr muss ich wohl nicht sagen!

  4. Falstaff hat etwas Mühe, Islam und Islam zu unterscheiden. Es gibt auch nicht-fundamentalistische und nicht-traditionale Muslime. Solche, die mit unserer säkularisierten pluralistischen aufgeklärten Normalwelt kompatibel sind. (Auch wenn sie Kopftuch tragen und streng fasten.)

    Wobei ich mich frage, wie aufgeklärt eigentlich die Xenophoben und Islamophoben hierzulande sind. Für die ist die aggressive Ablehnung eine quasi religiöse und fundamentalistisch gelebte Obsession. Also das Gegenteil von Aufgeklärtheit.

  5. Falstaff meint:

    “Tunesien ist sicherlich ein islamisches Land. Mehr muss ich wohl nicht sagen!”

    Und in Tunesien gibt es eine persönliche Freiheit, wie im Westen ???

    Die pers. Freiheit hat in Tunesien ERHEBLICHE Einschränkungen ( wenn man mal von Touristen absieht, aber auch für die gibt es einige).

    Doch. Da mußt Du schon MEHR sagen.

    P.S. Zu Dir komm ich später,Leo. Gestern UNTERWERFUNG gesehen ? Grandios !

  6. Frank Berghaus meint:

    Falstaff:

    “Die pers. Freiheit hat in Tunesien ERHEBLICHE Einschränkungen ( wenn man mal von Touristen absieht, aber auch für die gibt es einige).”

    Die hätte ich dann doch gern einmal genannt. Ich wohne seit 20 Jahren hier und habe betrachten können, wie sich Tunesien seit der Revolution (14. Januar 2011) entwickelt hat. Sie scheinen die neue Verfassung aber nicht zu kennen – und schon gleich keine Ahnung vom täglichen Leben hier zu haben.

  7. Frank Berghaus meint:

    Man sollte sich einmal den “Global Peace-Index” anschauen, bevor man hier Unsinn von sich gibt. Tunesien ist dort nach all den Schwierigkeiten der Anfangsphase von Jahr zu Jahr die Leiter hinaufgeklettert und es geht beständig weiter.

    https://www.travelbook.de/ziele/laender/global-peace-index-die-friedlichsten-laender-der-welt

  8. Frank Berghaus meint:

    Falstaff:

    Warum bekomme ich keine Antwort auf Ihre Unterstellungen bezüglich Tunesien? Pulver verschossen mit platter Propaganda?

  9. Frank Berghaus meint:

    Falstaff:

    Eine kluge Namenswahl?

    Es handelt sich um einen wohlbeleibten, trink- und raufsüchtigen Soldaten, der in “Die lustigen Weiber von Windsor” als zur Selbstüberschätzung neigend und in Heinrich IV. als melancholisch dargestellt wird. Der Name Falstaff wird oft für einen dicken Angeber und Genießer verwendet.

    Ganz mein Eindruck!

  10. Falstaff meint:

    Tunesien

    Ein Konsens, der keiner ist
    Trotz der staatlich garantierten Gewissens- und Glaubensfreiheit beschäftigt der Streit um das Nichtfasten in der Öffentlichkeit die tunesische Gesellschaft bis heute. Ein Grund hierfür sind unklare Gesetzestexte, die viel Raum für Interpretationen zulassen.

    Demnach sollen Cafés und Restaurants während des Ramadans tagsüber geschlossen bleiben, eine demonstrative Nichteinhaltung des Fastengebots wird mit einer Strafe geahndet.

    Die Kontroverse um das öffentliche Nichtfasten während des Ramadans ist seit dem Sturz der Diktatur Ben Alis nach dem Aufstand vom 17. Dezember nie gänzlich verebbt. Sie macht deutlich, dass die Tunesier und Tunesierinnen NOCH EINEN LANGEN WEG vor sich haben, bis sie ein ausgewogenes Verhältnis finden zwischen den persönlichen Freiheitsrechten der neuen Verfassung und den Bedürfnissen der Öffentlichkeit – in einem Land, in dem die konservativen Kräfte nach wie vor großen politischen und sozialen Einfluss haben.

    “Mzali-Verordnung”. Gemäß der 1981 zu Zeiten der Regierung Habib Bourguibas v….. Ausgenommen sind davon hauptsächlich gastronomische Betriebe, die sich an Touristen richten. Sie erhalten eine Sondergenehmigung, müssen allerdings ihre Fensterfronten mit Zeitungspapier abdecken, so dass nicht zu erkennen ist, wer sich im Inneren aufhält. Außerdem dürfen sie ausschließlich nicht-muslimische Touristen aus dem Ausland bewirten. Diese Verordnung hat das Innenministerium für den Ramadan 2018 WIEDER IN KRAFT GESETZT.

    Weiter angeheizt wurde die Debatte als der Minister während einer Anhörung vor dem Parlament sagte, dass die Minderheit der Nichfastenden der fastenden Mehrheit der tunesischen Gesellschaft Respekt zeigen müsse.

    Insbesondere diejenigen Artikel der tunesischen Verfassung, die die individuellen und kollektiven Freiheiten behandeln oder die Sphäre der Religion berühren, wirken wie das Ergebnis eines Aushandlungsprozesses zwischen zwei starken Parteien (den Islamisten und den Säkularen), die mit allen Mitteln versucht haben, sicherzustellen, dass ihre jeweiligen intellektuellen und philosophischen Traditionen in der Verfassung ihren Niederschlag finden. Ein fataler Fehler….

    http://de.qantara.de/inhalt/debatte-in-tunesien-ueber-das-nichtfasten-im-ramadan-ein-konsens-der-keiner-ist

    NOCH EIN LANGER WEG….

  11. Frank Berghaus meint:

    Den zitierten Artikel habe ich gelesen und den Kopf geschüttelt, da er in manchen Teilen der erlebten Wirklichkeit widerspricht.

    Richtig ist, dass jedes Jahr erneut der Disput beginnt, wie man mit den Ramadan-Verweigerern umgehen sollte. Richtig ist auch, dass in den touristischen Zonen keinerlei Beschränkungen herrschen. Da werden auch keine Ausweise kontrolliert oder die Fenster verklebt. Ein Café mit verklebten Fenstern ist bei mir gleich um die Ecke – und das ist nun wirklich keine touristische Zone, sondern ein bürgerliches Wohnviertel. Dort (wie auch in Dutzenden anderen Cafés in Tunis) treffen sich die Ramadan-Abstinenzler völlig unbehelligt. Bei mehreren Demonstrationen auf der Ave. Habib Bourguiba wurde öffentlich getrunken, ohne dass den Teilnehmern auch nur das Geringste passiert wäre (anders als in Marokko).

    Die neue Verfassung ist ein fein austarierter Kompromiss zwischen den Parteiinteressen, der aber sicher eher die Hand der Säkularisten zeigt als die der Extremisten. Ein jeder kann sich darauf berufen und bekommt auch Recht. Dass im Code Pénal noch lä,ngst nicht alles angepasst ist, steht dabei auf einem anderen Blatt. Vordringlich erschien wahl zunächst die Angleichung der Frauenrechte, da müssen die Homosexuellen noch warten.

    Unter dem Strich: Tunesien ist ein Land mit Freiheiten, von denen man in anderen islamischen Ländern nur träumen kann.

  12. Falstaff meint:

    “Tunesien ist ein Land mit Freiheiten, von denen man in anderen islamischen Ländern nur träumen kann.”

    DAS hört sich dann ja schon gaaaanz anders an.

    Vielleicht solltest Du das mit Deinem “Eindruck”, ach lassen wir das….

  13. Frank Berghaus meint:

    Tunesien hat (je nach Umfrage) zwischen 5% und 8% Atheisten und 73% der Bürger lehnen einen Einfluss der Religion auf die Politik ab. Säkularer geht’s wohl kaum.

  14. Falstaff meint:

    Du gibst nicht nach, was ?

    Ok. dann nochmal:

    Und in Tunesien gibt es eine persönliche Freiheit, wie im WESTEN ???

    Es ging NICHT um

    Tunesien ist ein Land mit Freiheiten, von denen man in anderen islamischen Ländern nur träumen kann.

    Da kannst Du Deinen Kopf, ob Deiner SUBJEKTIVEN Einschätzung der Situation, so oft schütteln, wie Du willst.

    Aber unterstelle mir nicht, hier die Unwahrheit zu schreiben !

  15. Frank Berghaus meint:

    In Tunesien gibt es keinerlei schwerwiegende Begrenzungen der individuellen Freiheit.

    Zumindest gibt es hier keinerlei Hetze gegen Normaldenkende wie es Rechtsradikale wie Sie nur zu gern und leider derzeit mit Erfolg verbreiten.

    Siehe dazu Leos richtige Erkenntnis, dass hier der “Stürmer-Strategie” gefolgt wird. (Das habe ich mit freundlicher Erlaubnis und Namensnennung auch bei uns Humanisten zitiert).

    Das macht in Deutschland langsam Angst, eine Angst, die wir hier nicht kennen. Ja, hier gibt es westliche Freiheiten, die in D wegen euch Brechmitteln langsam verloren gehen.

  16. Frank Berghaus meint:

    Und ja, Sie lügen ohne Sachkenntnis frech vor sich hin! Ist ja nicht schlimm – sind ja nur Moslems hier. Ich bekomme die Krätze, dass ich gezwungen werde, auf solchen Unsinn überhaupt einzugehen.

  17. Falstaff meint:

    Sie werden unsachlich.

    “Den zitierten Artikel habe ich gelesen und den Kopf geschüttelt, da er in manchen Teilen [ in TEILEN !] der [subjektiv] erlebten Wirklichkeit widerspricht. ”

    “Ja, hier gibt es westliche Freiheiten, die in D wegen euch Brechmitteln langsam verloren gehen.”

    Die wären ?

  18. Frank Berghaus meint:

    Wenn Sie das noch nicht gemerkt haben, wie weit die Rechtsradikalen bei uns die Freiheiten abbauen, kann ich Ihnen auch nicht helfen.

    Ich habe jedenfalls keine Lust, meine Energien an Knalltüten und Lügner zu verschwenden.

    Leo mag das anders sehen.

  19. Falstaff meint:

    Tunis im Februar 2018, von Susanne Kaiser

    Noch etwas zum Kopfschütteln:

    Zu Zeiten der Diktatur gab es Rechte ohne Freiheit, jetzt fürchten sich viele Frauen in Tunesien vor der Freiheit ohne Rechte. Gleichheit wird von Konservativen als elitäre und westliche Idee verteufelt.

    «Die Islamisten», das sind für die Frauenrechtlerin gewaltbereite Extremisten, die Muslimbrüder und die gemässigte Nahda-Partei gleichermassen. Grosse Unterschiede zwischen den einzelnen Gruppen macht sie nicht. «Die von der Nahda geben sich jetzt moderat, um ihre Macht zu sichern. Aber in Wirklichkeit sind das alles Radikale, die uns infiltrieren wollen»

    Ist die Mässigung der Nahda deshalb wirklich nur ein opportunistisches Blendwerk, um in der Regierung zu verbleiben? Vordergründig hat die Partei eine komplette Kehrtwende vollzogen…………………. trauen viele säkulare Tunesier nicht. Sie fürchten, dass die islamische Partei nur ihre Macht konsolidieren will, um Tunesien dann doch zu einem islamischen Staat umzubauen.

    Das genau aber ist der grosse Zwiespalt, in dem sich das kleine Tunesien befindet, die Kluft zwischen Elite und Volk. Eine säkulare liberale Demokratie ist nicht mehrheitsfähig — und die «Islamdemokratie» eine ferne Zukunft.

    Komplett hier
    https://www.nzz.ch/international/kopie-von-die-revolution-nagt-an-ihren-frauen-ld.1356976

    Die NZZ. Aus dem Verlag DER STÜRMER. Sie lügt ohne Sachkenntnis frech vor sich hin!

  20. Frank Berghaus meint:

    Ich lasse Ihnen – einmal als lügende Knalltüte erkannt – gern das letzte Wort! OMG!

  21. Falstaff meint:

    Die Frauen in diesem Artikel sind also alles Lügnerinnen ?

    Na dann………

  22. Frank Berghaus meint:

    Ich bin eigentlich nur wieder hierher gekommen, weil ich wissen wollte, wie es meinem alten Freund Fantomas hier ergeht. Weder Leos noch Fantomas’ Einlassungen fand ich ermutigend. Leider!

    Und dann trifft man völlig unvermutet auf einen rechtsradikalen Spinner, der hier wirklich nichts zu suchen hat.

    Leos Brust ist weit :D

  23. Frank Berghaus meint:

    Nur bei Humanisten flippt er aus! :D

    Rechtsradikale sind offenbar willkommen.

  24. Es gefällt mir, mich mit einem halbwegs ausdrucksfähigen Rechtsradikalen wie Falstaff auseinanderzusetzen.
    Und was das Ausflippen angeht: Das warst schon du, der ausgeflippt ist, als ich dich als religiös-fundamentalistischen Atheisten bezeichnet habe. Dabei ist das doch eine recht überzeugende Charakterisierung deiner Version des Humanismus.

    Nimm’s mit Humor, Fank! Du darfst mich ja auch als gläubigen Katholiken bezeichnen. Ist ja keine Beleidigung. Der Gedanke, dass jemand wie du mich so sieht, gefällt mir. Aber verrückt ist er trotzdem.

    Im übrigen hast du ja recht mit allem, was du gegen den ziemlich kranken Fanatiker Falstaff in Sachen Tunesien vorbringst. Der ist völlig blind in seiner Obsession. Ich fand das recht interessant und sehr gut differenziert und argumentiert von deiner Seite. Hab ich was gelernt!

  25. Falstaff meint:

    Auf WB…

    “Frank Berghaus Ich kloppe mich gerade mit einer solchen Knalltüte auf einer anderen Seite. Der will uns doch tatsächlich verkaufen, alle Ausländer seien bereits von der Veranlagung her kriminell.”

    Alle Ausländer ? Von der Veranlagung her ?

    WO, bitte, tue ich das? Ich erwarte Belege dafür.

    Ansonsten nehmen Sie Ihre unverschämte Unterstellung gefälligst zurück.

    Wenn ich mir die Beiträge dieses “Humanisten” dort [WB] näher ansehe stelle ich fest, das er mit der (durchaus heftigen) Kritik am Christentum/christl. Kirchen ( denen ich genau so kritisch, wie dem Judentum, gegenüber stehe)
    keinerlei Probleme hat.

    Aber bleiben wir bei seinen Positionen zum Islam:

    “In jedem Fall trifft hier der Begriff der Islamisierung lokal begrenzt durchaus zu. ”

    “Googelt man den Satz „Mazyek fordert“, so erhält man auf Anhieb 30.200 Ergebnisse. ”

    “Inwieweit sollte ein Staat überhaupt religiöse Feiertage als staatliche Feiertage anerkennen, und diese auch noch z.T. als „stille“ Feiertage deklarieren, damit eine Minderheit nicht durch das Verhalten einer Mehrheit in ihren religiösen „Gefühlen“ beeinträchtigt wird? Das ist unsinnig und gehört eh eingegrenzt.”

    “Die Berücksichtigung islamischer Speisevorschriften in Kantinen wird bereits eifrig propagiert und lokal durchaus mit Erfolg umgesetzt.”

    “Rücksichtnahmen während des Ramadan, Nichtteilnahme von Mädchen am Sportunterricht, Einführung von Badezeiten in öffentlichen Schwimmbädern für muslimische Frauen und vieles andere mehr steht in den Katalogen. ”

    [ und jetzt sein Fazit)

    Insgesamt muss sich eine freie Gesellschaft irgendwann entscheiden, wie viel Toleranz sie solchen Wünschen gegenüber aufzubringen bereit ist. Letztlich würde ein unbegrenztes Eingehen auf die Forderungen eine selbst herbeigeführte Islamisierung der Gesellschaft bedeuten.

    http://www.wissenbloggt.de/?p=27006

    Interessanter Artikel.

    Sehr schön ( und aufschlussreich) ist auch die Zitatesammlung zu Religionen dort. POSITIVES liest man dort aber nicht.
    Warum, Frank Berghaus ?
    http://www.wissenbloggt.de/?page_id=2370

    Islamunterricht ist die falsche Antwort auf dem Weg in die offene Gesellschaft
    http://www.wissenbloggt.de/?p=33173

    Tja, so ist er, der “Humanist” Berghaus….

  26. Falstaff meint:

    Berghaus auf FB:
    Moscheeschließungen für Türkei “islamophob” und “rassistisch” (DiePresse)

    Berghaus dazu: Österreich als Modell für Deutschland?

    Dänisches Parlament debattiert gesetzliches Mindestalter für Genitalbeschneidungen

    Berghaus dazu: Ab Volljährigkeit entscheidet die Person selbständig darüber. Dir macht auch niemand Vorschriften, wenn du dir Nase und Ohren abschneidest – aber erst ab 18!

    Berghaus zum Islam ? Nur Religion ? Oder ?

    Islam ist eben nicht nur Religion, sondern untrennbar Religion und gesellschaftlich-politisches Modell.
    https://de.qantara.de/inhalt/dr-frank-berghaus-21-mai-2009

    Und jetzt…?

  27. Falstaff meint:

    Hier noch etwas nachgereicht für unseren Tunsesien-Kenner Frank Berghaus, vom früheren österr. Botschafter (12-17) in Tunis, Herrn Gerhard Weinberger :

    “Mit dem Koran ist
    kein Staat zu machen”

    Der Autor räumt mit der Legende auf, Tunesien sei ein moderat-islamisches Land gewesen. In dem als modern eingestuften Staat machte er die Erfahrung, dass die “nicht hinterfragten” Koran-Inhalte vom Großteil der Bevölkerung als Lebensrahmen akzeptiert werden.

    https://www.news.at/a/islam-mit-koran-staat-10135347

    Einen schönen abend noch….

Hinterlassen Sie einen Kommentar

*