Pfeifkonzert. Fans contra Funktionäre.

tuerkeiNun hat also das deutsche Fußballpublikum Gündogan kräftig ausgepfiffen, nachdem er in der 57. Minute eingewechselt worden ist.

Woraufhin die bis dahin nicht so schlechte Leistung auf dem Feld deutlich abgenommen hat. (Nicht, weil Gündogan schlecht gespielt hätte, sondern weil es natürlich der Mannschaft nicht gut tut, wenn sie vom eigenen Publikum ausgepfiffen wird.)

Das Pfeifkonzert war zu erwarten.

Es ist schon erstaunlich zu beobachten, wie realitätsfern die Fußball-Verantwortlichen (Spieler, Trainer, Funktionäre) mit dieser Sache umgegangen sind. Nämlich nach der Art von Fußballkapitalisten, denen die Fans nur wichtig sind zur Finanzierung.

Das Fußballvolk will sich aber mit ganzem Herzen identifizieren können.

Gündogan und Özil haben einem für alle erkennbaren rabiaten Deutschlandfeind ihre Verehrung bezeigt. Öffentlich, unübersehbar.

Jeder weiß hier, dieser Erdogan ist ein politisches Monster und hasst die Deutschen und Deutschland und den Westen und unsere Kultur. Erdogans Tiraden sind in unser aller Ohr.

Auch in den Ohren von Özil und Gündogan!

Wie kann man solche Spieler noch FÜR die DEUTSCHE NATIONALMANNSCHAFT auflaufen lassen?

Es ruiniert die Identifikation. Und DAS ist auch krass demotivierend für die Spieler, also spielschädigend.

Ich wiederhole, was ich schon einige Male geschrieben habe:

Die Millionen Deutschen, die demnächst vor dem Fernseher sitzen werden, um ihre Mannschaft in Russland zu sehen, werden sich bei jedem Ballkontakt von Özil und Gündogan denken: Was zum Teufel wollen diese erklärten Antideutschen in UNSEREM Fußballteam.

Die anderen Spieler werden das jetzt nach dem Pfeifkozert von Leverkusen auch wissen.

Löw muss im Interesse der Mannschaft die Konsequenzen ziehen – Özil und Gündogan gehören nicht mehr zur Mannschaft.

Vergleiche dazu meinen ersten Artikel zu diesem Thema.

Hier erneut eine Auswahl aus Erdogans Angriffen gegen uns.

Für den Fall, dass jemand hier auf die Erklärung hereinfallen sollte, die beiden hätten doch nicht gewusst, wofür Erdogan steht, möchte ich fragen: Wie sollte denn das möglich sein?

Was sie unterschätzt haben, ist, wie RADIOAK’TIV Erdogan für uns Deutsche geworden ist.

Gündogans Versuche, seine Parteinahme für Erdogans Politik zu vertuschen, können nicht gelingen, solange er sich nicht klar von seinem Großen Führer und wahrend Präsidenten lossagt. Das dürfte aber weder seiner Mentalität noch seinem geschäftlichen Interessen in der Türkei entsprechen.

Kommentare

  1. Cenki66 meint:
  2. Siehst du, wie der Autor des Artikels konsequent am entscheidenden Punkt vorbeischreibt!
    Was hat er zu meinen zwei Gründen zu sagen? – Nichts. Er ignoriert sie einfach.

    Was hilft es? Es wird Gündogan und Löw nichts helfen.

    Viele wird es nicht geben, die dem Kommentator von Spiegel Online zustimmen werden.
    Anders als die Türkei sind wir aber ein freies Land, in der auch Extrem-Meinungen ungehindert vertreten und verbreitet werden dürfen.

    Es ist schon richtig, dass Özil, Gündogan und Erdogan unseren Fremdenfeinden eine Steilvorlage geliefert haben. Besser kann man die Xenophoben und Türkenfeinde in Deutschland nicht stärken, als es die drei getan haben.

    Also, richtig, für Rassisten war’s ein gefundenes Fressen. Aber eben nicht nur für sie ist es von Bedeutung, was sich Özil und Gündogan geleistet haben. Das übersieht dieser dumme Spiegel-Kommentator.

    Wenn die NATIONALmannschaft spielt, spielt eben auch die NATION eine gewisse Rolle. Andernfalls könnten wir die NATIONALmannschaft auch abschaffen.

    Ich stelle mir mal vor, ein Spieler des FC Bayern München würde einem Politiker öffentlich seine besondere Ehrerbietung zeigen, der uns Münchner zu Faschisten und zum letzten Dreck erklärt, und überhaupt sei München eine Stadt der Terroristenhelfer …

    Der Spieler könnte sich sicherlich von Borussia Dortmund kaufen lassen, aber die würden dann wohl drauf verzichten, ihn auflaufen zu lassen, wenn das Auswärtsspiel in München ansteht.

  3. Korbinian meint:

    @cenki

    Komm schon, das waren doch PKK- und Gülen-Fans die sich da reingeschmuggelt haben. Anständige Deutsche würden das doch niemals tun ;)

    @cenki @fantomas
    Ich denke zwischen uns besteht der Konsens dass Erdowahn ein Deutschlandhasser. Demzufolge reagiert mittlerweile die klare Mehrheit hier stark ablehnend.

  4. Falstaff meint:

    Fußball-Profis kontra Funktionäre (und SPIEGEL)…

    Neuville Bevor du heutzutage so ein Foto machen lässt, sprichst du dich mit deinen Beratern ab. Die beiden wussten schon genau, was sie tun. Und der Dritte (Emre Can, Anm. d. Red.), hat die Einladung ja auch abgelehnt.
    Rolfes Die Reaktionen waren sicher nicht überraschend. Erdogan vertritt nicht unsere demokratischen Werte, daher war es ein Fehler. Wir machen alle Fehler, aber die muss man dann eingestehen. Da hätte ich mir schon ein noch klareres Bekenntnis gewünscht. Danach kann es auch wieder weitergehen. Dass sich Ilkay erklärt hat, war ein Schritt in die richtige Richtung.
    Neuville Özil aber noch nicht. Man weiß nicht, was im Hintergrund vorher passiert ist.
    Grings Ich fand das absolut grenzwertig. Du vertrittst als Verband, als Mannschaft und Spieler Werte, das müssen Profis wissen. Ich bin sicher, sie wussten, was sie tun. Ich habe dafür kein Verständnis. Vielleicht hätte man Konsequenzen ziehen müssen. Es gibt ja eigentlich nur eine, nämlich streichen.
    https://rp-online.de/sport/fussball/wm/wm-gipfel-der-rheinischen-post-guendogan-und-oezil-wussten-genau-was-sie-tun-wm-gipfel-der-rheinischen-post-guendogan-und-oezil-wussten-genau-was-sie-tun_aid-23256463

    Auch die Aussage von Gündogan jetzt:

    Er sei “immer noch dankbar, für dieses Land zu spielen”..

    Er hätte so viel reparieren können, hätte er z.B. gesagt

    für MEINLand

    für dieses Land, das mein Heimatland ist

    Aber das tut er nicht. Bewußt ?

    Und Özil ?

    Der sagt nichts, und geht bewußt jedem Journalisten, der ihn fragen könnte, aus dem Weg…

  5. Mich wundern diejenigen, die nicht merken, wie radioaktiv sich Erdogan für uns hierzulande (in Deutschland, Österreich und den Niederlanden) gemacht hat.

    Wenn man sich nochmal durchliest, wie Erdogan gegen uns gewütet hat, dann frage ich mich: Welches Staatsoberhaupt in den letzten Jahrzehnten hat je eine solche Sprache geführt gegen Nationen und Regierungen, mit denen er eigentlich (auf dem Papier) verbündet ist?

    Es zeigt sich immer mehr als großer Fehler, dass unsere Regierung so gut wie gar nicht darauf reagiert hat.

    Jetzt muss das Fußballpublikum es der Regierung und dem DFB etc. zeigen.

    Das kann auch noch insgesamt so kommen, wenn die Regierung nicht rechtzeitig ihren Beschwichtigungskurs gegenüber Erdogan ändert.

    Ich rate unseren Politikern, genau hinzuschauen auf das, was sich im Stadion von Leverkusen ereignet hat. Und wie belämmert Löw und die Nationalmannschaft und der DFB jetzt dasitzen.

    Einige wie dieser Rilke bei Spiegel Online wollen es noch nicht kapieren. Es geht hier nicht um Rassismus. Wer sich aktiv und provokativ GEGEN Deutschland wendet, der kriegt eine scharfe Reaktion.

    Das gilt für die Erdotürken wie für die Salafisten und verwahrloste junge Männer aus welchen Ländern auch immer, die meinen, bei uns ihrem Machowahn gemäß leben zu können.

    Das gilt aber – hoffentlich – auch für die Anhänger von Trump und Putin und Orban in Deutschland. Auch die streben danach, uns und UNSERE Welt kaputt zu machen.

    Die AfD hat begonnen, sich von Trump begeistern zu lassen …

    Ich nehme an, dass hier die größere Gefahr liegt, Falstaff. Die Erdotürken und Salafisten und Abenteurer unter den Flüchtlingen haben keine politische Chance. Die Anhänger der autoritären Wende hingegen schon.

    Gehörst du nicht auch zu ihnen?

  6. Cenki66 meint:

    “in der auch Extrem-Meinungen ungehindert vertreten und verbreitet werden dürfen.”

    @Leo saygi deger blog adminim

    sieht man ja eindeutig am Pfeiffkonzert. hör’ auf dich selbst zu belügen.

    scheinbar habe ich doch eine rosarote Brille gehabt und @fantomas007 hat Recht –> Biologischer Rassismus.
    Ich erinnere mich noch als Asamoah aufgelaufen war. Das waren Diskussionen. Statt über Erdogan-Fans zu schwadronieren, sollte die Mehrheitsgesellschaft mal die Rassisten in den Griff bekommen.

  7. Korbinian meint:

    Also ich schwadroniere gern über Erdogan-Fans. cenki maßt sich schon wieder an die Gesellschaft belehren zu müssen. Vielleicht solltest Du mal vor Deiner eigenen Moschee kehren.
    Was ist jetzt eigentlich mit Gündogan? Er tut mir ja richtig leid dass er gar nicht mehr für seinen Präsidenten spielen kann. Da musste er sich doch glatt aus Karrieregründen für die Kartoffelmannschaft entscheiden. Wie der Minderleister Özil. Man hat es schon nicht leicht im Leben.

  8. Cenki,

    sind Gündogan bzw. Özil früher ausgepiffen worden?
    Werden Kedhira oder Boateng ausgepfiffen?

    Es gibt schon Rassisten unter den Fußballfans. Und die haben es natürlich jetzt gut. Dank Erdogan und seinen zwei deutschen Verehrern.

    Der Grund für das Auspfeifen von Gündogan liegt in der Politik. Er hat seine Verehrung für den Deutschlandfeind Nummer 1 – Erdogan – gezeigt.

    Was sagst du übrigens DAZU?
    https://derstandard.at/2000081356625/Moscheen-In-der-Islamischen-Glaubensgemeinschaft-tobt-ein-Machtkampf

    Siehe dazu meinen Beitrag unter dem einschlägigen Artikel.

  9. Cenki66 meint:

    wir haben hier doch schon festgestellt, dass es in D Alltagsrassismus gibt. Und für den biologischen Rassismus ist man ja auch empfänglicher. Da gibt es sicherlich auch eine kritische Masse, die das als gefundenes Fressen sehen und jetzt so plötzlich aus sich heraus gehen. Es geht ja nicht um die, die ohnehin schon rassistisch sind.

  10. Falstaff meint:

    Aus dem verlinkten Artikel:

    “…und ist in Deutschland der größte staatsunabhängige sunnitische Verband.”

    Die IGMG Milli Görüs ? Staatsunabhängig ? Ich lach mit tot….

  11. Falstaff meint:

    IGMG ? Staatsunabhängig ?

    „Die Diyanetisierung von Milli Görüs schreitet voran“ – Quelle: https://www.ksta.de/29949890 ©2018

    [Volker Beck/Die Grünen]

    Seit dem Jahr 2006 drängte die AKP-Regierung unter Recep
    Tayyip Erdogan auf eine Vereinheitlichung der Organisationslandschaft in Deutschland, was dazu beigetragen hat, dass der
    Konflikt zwischen der DITIB und der IGMG abgeschwächt wurde und sich die Organisationen seit dem Jahr 2007 im Koordinationsrat der Muslime(KRM) zusammengefunden haben .

    http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/095/1809504.pdf

    Die aktuellen Entwicklungen legen nahe, dass die Unterschiede zwischen DITIB und der radikal-islamistischen Milli Görüs nahezu verschwinden, bzw., dass DITIB in Zukunft als Unterorganisation von Milli Görüs fungiert. Bei seinem ersten Deutschland-Besuch empfing der türkische Ministerpräsident Erdogan gleich am ersten Abend die Vertreter der radikal-islamischen Organisation Milli Görüs.(Stuttgarter Nachrichten, 3.03.03). Schon einige Monate zuvor gab es eine offizielle Anweisung des türkischen Außenministeriums an die Botschaften der Türkei, künftig mit der islamistischen Vereinigung Milli Görüs zusammenzuarbeiten. (Stuttgarter Nachrichten, 26.04.03)

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