CSU contra CDU: Mögen täten sie schon wollen, aber dürfen sie sich auch trauen?

rechtsDie Pentranz, Schärfe und Direktheit der Angriffe auf die Bundeskanzlerin kann nur bedeuten: Die CSU will Merkels Sturz und ggfs. die Ausweitung der CSU auf Deutschland.

Ich nehme an, das ist das Ziel, und wir sehen die Strategie.

Es geht natürlich nicht um ein paar kleinere Weichenstellungen im Umgang mit den Flüchtlingen.

Die CSU will den Krach.

Die CDU kann nicht einfach nachgeben (obwohl sie das vielleicht gern täte): In der Koalition ist auch noch die SPD, und die macht das Einknicken vor der CSU voraussichtilch nicht mit.

Ende der Koalition – so oder so?

Möglich ist auch, dass die CSU am Ende so tut, als ob sie ihr Ziel ohne Merkelsturz erreicht habe.

Das nimmt ihr aber wohl kaum noch jemand ab.

Merkel muss weg! – signalisiert uns die CSU mit ihrer rabiaten Frontbildung gegen die Bundeskanzlerin.

Kann es auch sein, dass die CSU nur – versehentlich, ungeschickterweise – überdreht hat? Dass es nicht die Absicht ist, Merkel zu stürzen und die CSU auszuweiten?

Unwahrscheinlich.

Es gehört zur Taktik, dass man beteuert, man wolle doch Angela Merkel gar nicht stürzen, etc.

Gebracht hat der CSU ihre aggressive Frontstellung gegen Merkel bisher nichts. Die AfD nimmt in Bayern zu, die CSU steht schlechter da als vorher – bei 40% (laut Forsa), und Merkel ist in Bayern beliebter als Söder.

Was wird also nun passieren?

Trauen sie sich zu springen?

Ich denke, es steht 50:50, dass die CSU die Regierung und Merkel stürzen wird und dann 10.000 Polizisten an den bayerischen Grenzen zu Österreich aufmarschieren und rechtswidrig ohne Prüfung zurückweisen lässt, oder wie wollen sie denn die bayerischen Grenzen “schützen” gegen die Österreicher und Italiener, die die Flüchtlinge bisher noch zu uns durchlassen?

Die Italiener haben schon mal klargemacht, dass sie keine Flüchtlinge mehr zurücknehmen.

Wir sehen einmal mehr:

Die größeren Gefahren für uns gehen von Überreaktion und Selbstschädigung aus.

Kommentare

  1. Falstaff meint:

    Es entbehrt nicht einer gewissen Süffisanz, das ausgerechnet Dobrindt
    heute die „Schicksalsgemeinschaft“ der Union beschwört….

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