CSU contra CDU – zugunsten der AfD

rechtsEine Umfrage ist noch kein Wahlergebnis. Unter diesem Vorbehalt -  jetzt haben wir es erstmals schwarz auf weiß:

Die CSU-Strategie fördert die AfD,

schwächt die Union insgesamt

und besonders die CSU selbst.

Ihr harter Kurs in der Flüchtlingspolitik zahlt sich für die CSU laut einer Umfrage in der Wählergunst nicht aus.

Drei Monate vor der bayerischen Landtagswahl käme die Partei nach der am Montag veröffentlichten Erhebung für die Sender RTL und n-tv derzeit auf 38 Prozent und wäre damit weit von einer absoluten Mehrheit entfernt.

Bei einer Bundestagswahl würde die CSU demnach in Bayern nur auf 34 Prozent kommen.

Die AfD würde dagegen bei einer Landtagswahl auf 14 Prozent kommen.

Wenn ein neuer Bundestag gewählt würde, käme die Partei laut der Umfrage sogar auf 16 Prozent und damit auf den höchsten Wert, der jemals vom Meinungsforschungsinstitut Forsa für die AfD ermittelt wurde.

„Anders als von der CSU erhofft, gewinnt sie durch den von ihr angezettelten Streit mit der CDU in der Flüchtlingsfrage keine neuen Wähler, sondern schwächt ihre Wählersubstanz weiter“, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner.

Die CSU kann und darf das natürlich nicht einsehen:

Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer und der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hatten sich noch am Wochenende überzeugt gegeben, dass mit der Verschärfung der Asylpolitik der AfD das Wasser abgegraben werden könne.

Auf jeden Fall drängt es die AfD zurück“, sagte Söder der „Welt am Sonntag“.

Die CSU-Führung sitzt in der Falle.

Sie kann nicht zurück. Sie kann nicht vorwärts.

Eigentlich.

Was wird sie tun?

So, wie ich sie einschätze, wird sie wohl weitermachen mit ihrem verantwortungslosen Radaukurs. Auf den Bruch mit der CDU hinarbeiten.

Dieser Kommentar der FAZ bestätigt die in meinen Artikeln beschriebene Niederlage von Seehofer und der CSU im Asylstreit; dass Merkel zwar nicht unbeschädigt aus der Schlacht hervorgegangen ist, aber sich und ihre Linie behauptet hat.

Merkels zentraler Punkt: kein nationaler Alleingang an der Grenze! Zurückweisungen nur in Absprache mit den betroffenen Ländern!

Diesen schlicht rationale und europapolitisch zwingende Punkt hat sie durchgesetzt – gegen den unsäglich pöbelnden Seehofer und die CSU.

Seehofer ist jetzt politisch erledigt. Auch wenn es für ihn noch eine Schonfrist geben sollte. Die jüngste Bloßstellung (bezüglich seiner Brexit-Intervention) deutet das Ende schon an.

Der Kommentator vermutet allerdings, anders als ich, dass Söder & Dobrindt jetzt einknicken werden.

Interessant ist auch, dass und wie ein CSU-Minister öffentlich die CSU-Asylstreitpolitik kritisiert: Entwicklungshilfeminister Gerd Müller.

U. a.:

Es sei beschämend, dass die Weltgemeinschaft beim Sterben zuschaue, dort sei nicht einmal die Hälfte des Hilfsbedarfs gedeckt.

“Da ist die Flüchtlingsdebatte in Deutschland doch völlig übertrieben und greift zu kurz.

Wir müssen endlich unsere Verantwortung in den Herkunftsstaaten wahrnehmen”, sagte Müller.

Nebenbei: Während die konservative FAZ hinter Merkel steht und gegen die CSU kommentiert, ist das bei der konservativen WELT andersherum: Sie stützt Artikel für Artikel Seehofer & Co. Indirekt damit die AfD.

Bricht das konservative Lager auseinander? Zivilisierte contra barbarische Konservative? – Letztere sind dann wohl keine Konservativen mehr, sondern – Rechtsradikale.

Kommentare

  1. Korbinian meint:

    Glaubt die CSU denn wirklich daran dass sie auf diese Art-und-Weise die AfD-Wähler einsammeln kann?

    Andererseits halte ich es nicht für falsch wenn es zwischen AfD und CDU eine konservative Kraft gibt. Die könnte auch die ganzen enttäuschten AfDler einsammeln (Alternative Mitte) und zurück bliebe so eine Art gärige Gauland- und Höcke-NPAfD.

  2. Es kann gerne auch 36% oder 34% werden.

  3. Korbinian meint:

    Wenn man ehrlich ist müsste es mal wieder eine Regierung ohne CSU geben. Wird es aber nicht da CSU und AfD zusammen auf,jeden Fall über 50% holen.

  4. Das ist glücklicherweise unwahrscheinlich.

    Die Deutschen sind nicht so verrückt, dass sie sich jetzt schon total ruinieren. Deutschland braucht mehr als die meisten anderen Länder die Globalisierung, den internationalen Freihandel, die Einwanderungsgesellschaft.

    Ich vermute, dass für den Fall, dass tatsächlich die Verrückten vor der Machtübernahme stehen, die Wirtschaft voll und ganz in die Alternativen dazu investieren wird. Denn dann geht es um ihre Existenz. Um ihren Profit. Und es wird um die Arbeitsplätze gehen und um den Sozialstaat. Ohne volles Mitspielen bei der Globalisierung, ohne internationalen Freihandel, ohne EU und ohne Einwanderungsgesellschaft würde Deutschland rasch verarmen.

    Bundesweit könnten jetzt oder in den nächsten Jahren eine bundesweite CSU und die AfD zusammen ca. 30% schaffen. Nicht mehr. Und dann müsste die CSU mit den politischen Idioten von der AfD zusammenarbeiten; mit den Halbfaschisten, die sich jetzt schon radikalisieren und damit nicht wirklich attraktiver werden.

    Man stelle sich eine Regierung vor, die eigentich nur EIN Thema kennt – die Flüchtlinge. Lächerlich, so eine Regierung. Bei den Amis funktioniert sowas wie Trump – bei uns in Deutschland, da bin ich mir sicher, braucht es noch 10 oder 20 Jahre, bis es vielleicht auch funktionieren wird. Der Trend zum politischen Irrsinn ist schon auch bei uns da, aber – ähem – nach mir die Sintflut. Ich bin 68 und muss es hoffentlich nicht noch erleben.

    Neu werden die Karten gemischt, wenn die Weltwirtschaft zusammenbricht – etwa aufgrund der Nebenwirkungen des Handelskrieges, den Trump jetzt wohl entfachen wird.

    Was DANN bei uns passieren wird, möchte ich jetzt mal lieber nicht ausmalen. Ich gehe in meiner Prognose noch davon aus, dass die Weltwirtschaft sich die nächsten 10 Jahre noch einigermaßen halten wird.

    Womit ich mich täuschen kann …

  5. Kürşat meint:

    @Leo Brux

    Ihre Art, wie Sie alles was und jeden der Ihnen nicht passt, abwerten und erniedrigen, ist einfach nur erschreckend und ekelhaft. Wenn ich mir Ihre Beiträge und Kommentare hier im Blog lese, erfüllen Sie sämtliche Merkmale einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung. So einen wie Sie sollte man am besten erst gar nicht ernst nehmen. Gehen Sie zum Psychiater und lassen Sie sich behandeln!

  6. Danke für den Tipp, Kürşat!

    Was für eine Therapie brauchen eigentlich jene, die zwar selber heftig kritisieren, aber es nicht vertragen, wenn sie selber kritisiert werden – oder Überzeugungen kritisiert werden, die sie vertreten?

    Im übrigen – wie immer meine Bitte darum, konkret zu werden:

    Was genau nimmst du, Kürşat, hier ins Visier? WEN würdige ich herab? WELCHE Kritik ist hier in der Debatte so daneben, dass sie illegitim ist?

    Ist es meine Kritik an Erdogan und seinen Verteidigern?
    Ist es meine Kritik an der AfD und ihren Vertretern?
    Eventuell beides?

    Kürşat, bitte klär uns auf!

  7. Impuls meint:

    Was Sie, Leo Brux, nicht verstehen oder aus ideologischen Gründen nicht verstehen wollen: Es gibt einen Unterschied zwischen einer Einwanderungsgesellschaft und einer Gesellschaft, die selektiv benötigte Fachkräfte anwirbt. Wir brauchen in bestimmten Branchen (ausländische) Fachkräfte – das ist richtig. Wir brauchen aber KEINE allgemeine Massenmigration, wo haufenweise Leute kommen, die nichtmal lesen und schreiben können oder deren Bildungsniveau so niedrig ist, dass sie maximal einfache Hilfsarbeiten übernehmen könnten. Diese Leute sind kein Gewinn, sondern eine dauerhafte Belastung der Sozialsysteme.

    Ein kleiner, aber feiner Unterschied!

  8. @Impuls

    Unsere Wirtschaft braucht Einwanderung nicht nur in Form von Fachkräften.
    Im übrigen gibt es keine Einwanderung NUR für Fachkräfte. Denn die fühlen sich nur in einer multikulturellen Umgebung wohl. Die kommen kaum dahin, wo sie dann als Fremde allein bleiben, angefiest von den bösen Blicken derer, die eigentlich doch Fremdenfeinde sind.

    Deutschland braucht pro Jahr mindestens 300.000 Einwanderungsplus – per Saldo!

    Dass diese Einwanderung eine ernsthafte Belastung der Sozialsysteme wäre, glauben nur diejenigen, die nicht verstehen, dass natürlich erst einmal eine Investition nötig ist. Sonst könnte man sagen, auch Kinder sind eine Belastung der Sozialsysteme und sollten darum möglichst vermieden werden.

    Dass wir unsere Hausaufgaben im Fach Integration nicht gut genug machen, steht auf einem anderen Blatt. Aber DAZU hast du ja wohl nichts beizutragen. Vermutlich hältst du solche Aktivitäten sogar für schädlich.

    Nochmal zum Thema Finanzen (anschließend an den Mythos von den Sozialkosten): Wo in Deutschland funktioniert die Wirtschaft am besten? Wo wird besonders viel fürs BSP geleistet? – Genau da, wo auch die meisten Migranten leben und arbeiten. Genau da!! Und exakt nicht da, wo es die wenigsten Einwanderer gibt. — Sollte dieses seltsame Faktum dem Poster Impuls nicht einen Impuls geben? Nein? Warum nicht?

    Ja, warum nicht?
    Weil es “Impuls” gar nicht um die Ökonomie, um die Kosten, um den Sozialstaat geht. Er ist einfach bloß xenophob und sucht sich blindlings alles, wovon er meint, dass es gegen Einwanderung sprechen könnte.

  9. Korbinian meint:

    Deutschland braucht pro Jahr mindestens 300.000 Einwanderungsplus – per Saldo!

    Dieser Aussage liegt die Annahme zugrunde dass ein Land immer mehr Einwohner bekommen oder zumindest die Einwohnerzahl halten muss um wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Eine gewagte These in Zeiten der Industrie 4.0

  10. Korbinian,
    frag mal die Wirtschaft. Die Unternehmer. Die Unternehmen.
    Ich selber bin Unternehmersohn. Ich weiß, was es heißt, geeignete Arbeitnehmer zu finden.

    Mein Vorschlag, euch doch mal zu überlegen, wieso gerade die Gegenden in Deutschland besonders erfolgreich wirtschaften, in denen auch der Migrantenanteil am höchsten ist, wartet noch auf Antwort. Es müsste doch auch dir zu denken geben, oder?

    Natürlich hat es auch damit zu tun, dass ein großes Arbeitskräftepotenzial die Ware Arbeitskraft verbilligt.

    Die beste Maßnahme gegen die Migration wäre also, wenn die Regierung zusammen mit den Gewerkschaften dafür sorgen würde, dass die Arbeitnehmer deutlich höhere Löhne und Gehälter bekommen. Damit würde der Druck steigen, noch mehr technologisch zuzulegen, um Arbeitskraft einzusparen.

    Komisch, dass grade die Xenophoben nicht drauf kommen.

    Wenn es mal soweit sein sollte, dass in Deutschland – zum Beispiel auch in München und Umgebung – die Arbeitslosigkeit drastisch steigt, wird man ebenso drastisch die Einwanderung reduzieren. Soweit ist aber noch nicht. Im Gegenteil, hier in München und drum herum wächst der Ärger der Unternehmer, dass sie zu wenig Arbeitskräfte finden! Sie brauchen mehr Einwanderung!

    Es könnten natürlich auch die 11.000 Einwohner von Anklam allesamt ihr zugrundegehendes garantiert rein-deutsches Städtchen verlassen und zu uns nach Oberbayern ziehen. Machen sie aber nicht. Sie sind nicht so flexibel wie diejenigen, die als Einwanderer über unsere Grenzen kommen. Vermutlich würden sie also auch nicht so gut arbeiten.

  11. Korbinian meint:

    Leo, das Ruhrgebiet ist aber schon ein gutes Gegenbeispiel zu Deiner These.

  12. Ist es nicht.
    Sind dort etwa die Türken schuld am Untergang der Kohle- und Eisenindustrie?

    Sie sind zumeist nicht weggezogen, sondern gehören dort zu denen, die das Leben dieser Städte aufrechterhalten.

    Außerdem: Wie hoch ist der Migrantenanteil im Ruhrgebiet im Vergleich zu München und Umgebung oder Stuttgart und Umgebung? Check das doch mal!

    Im Ruhrgebiet hast du vor allem die Einwanderer der 60er und 70er Jahre (plus Nachkommen), als dort noch Kohle und Stahl für ökonomische Stärke gesorgt haben. Auch dank der Einwanderer.

    Die Einwanderer der späteren Jahrzehnte findest du da, wo heute auch das BSP besonders hoch ist.

    Starke Einwanderung UND ökonomische Stärke gehen fast immer parallel.

    Jetzt hab ich selber mal nachgeschaut. Aktuell leben im Ruhrgebiet etwas über 5 Millionen Menschen. Davon sind etwa 600.000 Ausländer. Das macht knapp 12%. In München und Stuttgart ist der Anteil mehr als doppelt so hoch.

    https://www.metropoleruhr.de/land-leute/daten-fakten/bevoelkerung.html

    In München leben 1,5 Millionen Menschen – 400.000 davon haben einen ausländischen Pass … Das ist fast ein Drittel.

    Ok? – Jetzt bist du wieder dran, Korbinian!

    Bitte:
    München: 400.000 bei 1.500.000 Einwohnern,
    Ruhrgebiet: 600.000 bei 5.000.000 Einwohnern.

    Sollten wir nicht mal von Ostdeutschland sprechen? Ohne Einwanderung geht eben nicht viel – und die völkisch vergifteten Hirne im Osten wollen keine Einwanderung haben – also kriegen sie auch (fast) keine – also bleiben sie unten. Relativ zurück. Relativ arm. Ziemlich abgehängt.

    Und du möchtest das gerne für ganz Deutschland so haben, Korbinian?

    Und meinst du nicht, dass man diesen Zusammenhang den Deutschen endlich mal deutlich machen sollte?

  13. Impuls meint:

    Leo Brux:
    “Unsere Wirtschaft braucht Einwanderung nicht nur in Form von Fachkräften.”

    Ach so, Sie meinen, wir brauchen auch Einwanderung in die Arbeitslosenstatistik?

    Da sieht man mal, wie Sie ticken: Hauptsache Einwanderung, Hauptsache Multikulti – die Folgen sind Ihnen egal.

    Der Niedriglohnsektor ist bereits jetzt so groß wie nie zuvor. Und dann kommt so ein Gutmensch wie Sie daher und fordert weitere Einwanderung. Da fühlt man sich doch verarscht.

    Und noch etwas: Sie können aus Analphabeten und Menschen mit sehr niedrigem Bildungsniveau keine Fachkräfte machen. Das klappt vielleicht in wenigen Ausnahmefällen. Von daher ist es ein Märchen, hier von “Investitionen” zu sprechen.

    Das es in manchen Gebieten Deutschlands wirtschaftlich nicht läuft, liegt nicht an den angeblich fehlenden Ausländern, sondern an Strukturproblemen.

    Und Deutschland muss auch nichts zwanghaft mind. 80 Millionen Einwohner haben. Dieser Staat würde auch mit 50 Millionen noch funktionieren. Es gibt Länder auf dieser Welt, die proportional zur Fläche viel weniger Einwohner als Deutschland haben und wo das überhaupt kein Problem ist. Man müsste sich nur endlich vom überholten, derzeitigen Rentensystem verabschieden – ein Schritt, der ohnehin überfällig ist.

    Sie sind durch und durch ein linker Ideologe, der seine Weltsicht mit Pseudo-Fakten untermauern will. Sieht man aber genauer hin, stellt man fest, dass man den Großteil der Argumente leicht widerlegen kann.

    Bin mal gespannt, ob Sie die Eier haben, diesen Beitrag überhaupt freizuschalten. Habe da meine Zweifel.

  14. Impuls,
    fällt dir nicht auf, dass gerade dort, wo die meisten Einwanderer leben, die Arbeitslosigkeit am geringsten ist? Und dass gerade dort, wo die wenigsten Einwanderer hinkommen, die Arbeitslosigkeit am größten ist?

    Wer hat den Niedriglohnsektor geschaffen? Doch nicht die Einwanderer. Die deutsche Regierung, neoliberal orientiert, hat sie unter der Regierung Schröder geschaffen. Wieso schiebst du nun die Verantwortung den Einwanderern zu?

    Deutschland würde auch mit 8 (statt 80) Millionen Einwohnern noch “funktionieren”. Sicherlich auch mit 800.000. Je weniger, desto besser … Luxemburg oder Liechtenstein sind reicher als Deutschland. Zur Verteidigung unserer Grenzen könnten wir uns dann jede Menge hochgerüsteter Söldner leisten. Schwierig wird die Reduktion, wenn fast alle, die dann noch im Lande sind, Rentner sind …

    Es scheint dich nicht zu interessieren, dass unsere Wirtschaft weniger produzieren würde und dass damit Arbeitsplätze verloren gingen, wenn die Einwanderung nicht für Nachschub bei den JUNGEN LEUTEN sorgen würde.

    Kannst du dir nicht vorstellen, wie Deutschland unter der Überalterung leiden würde, wenn der Anteil derer, die im Arbeitsalter stehen, ständig weiter sinkt?

    Zurück zum ersten Argument:

    Fällt dir nicht auf, dass gerade dort, wo die meisten Einwanderer leben, die Arbeitslosigkeit am geringsten ist? Und dass gerade dort, wo die wenigsten Einwanderer hinkommen, die Arbeitslosigkeit am größten ist?

    Wie kommt es, dass du dieses doch naheliegende und überaus sichtbare Phänomen nicht berücksichtigst?

    Als Zugabe die Statistik der Arbeitslosigkeit in Deutschland seit 1996.

    Merkst du, wie bescheuert deine Einwürfe hier sind?
    Wie trumpistisch sie sind? Hirnlos! Blindwütend hingeschmissen.

    Die Einwanderung nimmt zu bzw. bleibt hoch – und viele Flüchtlinge kommen – und die Arbeitslosigkeit S I N K T.

    Warum schaltest du nicht mal dein Hirn ein? – Hast du etwa keins zum Einschalten, oder fehlt nur der Einschaltmechanismus?

  15. Falstaff meint:

    So lange, wie Du (ganz bewußt !) NICHT zwischen den verschiedenen Einwander/Migrationsgruppe und deren Herkunft, resp. Bildungsgrad ( z.B. zwischen München/Bayern und z.B. dem Ruhrgebiet) differenzierst, Leo, und somit ÄPFEL MIT BIRNEN verbleichst, ist jedweder Diskurs mit Dir dazu völlig sinnlos.

    Und, so lange Du, Leo, NICHT bereit bist zu erkennen, das sich der Arbeitsmarkt durch die Digetalisierung schon in wenigen Jahren DRASTISCH verkleinern und verändern wird ( und es daher nicht nur die einfachen Jobs DRASTISCH weniger werden), sondern auch in Berufssparten wie Einzelhandel, Versicherungen, Banken u.s.w enorme Freisetzungen erfolgen werden, ist jedweder Diskurs mit Dir dazu völlig sinnlos.

    Die Ausführungen von Impuls sind durchaus richtig und nachzuvollziehen, Deine “Entgegnungen” dazu ( wie üblich) lediglich polemisch. Ja hetzerisch, Leo.

    Und weitestgehen Unfug.

  16. Falstaff meint:

    “Die Einwanderung nimmt zu bzw. bleibt hoch – und viele Flüchtlinge kommen – und die Arbeitslosigkeit S I N K T. ”

    Und wie hoch ist der Anteil der Flüchtlinge an der STATISTIK ???
    An der Arbeitslosenzahl ???

    Ich könnte DICH, Leo, jetzt fragen:

    Warum schaltest du nicht mal dein Hirn ein? – Hast du etwa keins zum Einschalten, oder fehlt nur der Einschaltmechanismus?

    Aber Leo, Du HAST Hirn. Und Du benutzt es auch. Zum bewußten GESTALTEN von Zusammenhängen, die keine sind !

  17. Falstaff,

    Arbeitslose sind in aller Regel Angehörige der Unterschicht. Da in Deutschland die Unterschicht ganz überproportional aus Migranten besteht, ist auch der Arbeitslosenanteil höher.

    Ändert das etwas am Faktum, dass die Arbeitslosigkeit genau dort, wo es in Deutschland die meisten Migranten, die meisten Einwanderer gibt, am geringsten ist?

    Nichts.

    Die Regel in Deutschland ist (mit seltenen Ausnahmen):
    Viele Migranten – relativ geringe Arbeitslosigkeit.
    Wenig Migranten – relativ hohe Arbeitslosigkeit.

    Wollen wir mal ganz Deutschland daraufhin durchchecken?

    Im Ruhrgebiet gibt es einen für Deutschland durchschnittlichen Ausländeranteil. Keinen relativ hohen. Das Ruhrgebiet ist also keine Ausnahme von der Regel.

    Ändert das etwas an dem Faktum, dass die Arbeitslosigkeit in Deutschland in den letzten 10 Jahren deutlich zurückgegangen ist, obwohl die Einwanderung für ein Wachstum des Migrantenanteils in Deutschland gesorgt hat?

    Auch nichts.

    Das wär doch mal was zum Überlegen. Aber natürlich nicht für Xenophobe.

    Es wäre Falstaff lieber, die Unterschicht würde in München etc. so wie in Ostdeutschland fast ausschließlich aus Deutschen bestehen.
    Ob das aber im Interesse der Deutschen ist, Falstaff? Deutsche runter in die Unterschicht! Das scheint – hintenherum – deine Forderung zu sein.

    Bestreite ich übrigens, dass unter den Einwanderern auch manche sind, die nur sehr geringe Bildung bzw. Ausbildung mitbringen?

    Nein.

    Ich bestreite auch nicht, dass das ein Problem ist. Ich selber arbeite beruflich in diesem Metier.

    Für diejenigen, die die Auseiandersetzung zwischen mir und Falstaff & Impuls lesen, dürfte deutlich sein, wer hier sachlich die Fakten zur Kenntnis nimmt und wer nicht.

    Wollen wir regiert werden von einer Mehrheit von xenophoben Fanatikern wie Falstaff und Impuls? Von opportunistischen Politikern, die den Falstaffs und den Impuls-Typen nach dem Munde reden? Von einem deutschen Trump? Von einer deutschen Version der Republican Party?

    Die Deutschen haben die Wahl. Und die Verantwortung.

    NOCH wachsen die Bäume des Rechtspopulismus nicht in den Himmel.

    Mit Bangen schau ich auf den kommenden Handelskrieg. Der könnte die Verhältnisse allerdings radikalisieren. DANN werden die Falstaffs und die Impuls-Deppen den Ausländern, den Migranten die Folgen des Handelskriegs vorwerfen. Die Einwanderer werden dann schuld daran sein, wenn wir dank Trump eine Weltwirtschaftskrise bekommen.

    So, wie für Falstaff natürlich die Türken daran schuld sind, dass im Ruhrgebiet die Kohle-Eisen-Wirtschaft zugrundegegangen ist.

    Für die Antisemiten früherer Zeiten war immer klar: Die Juden sind schuld.
    Egal was Schlimmes passiert ist – die Juden sind schuld.

    Heute sind für die Rechtspolisten immer die Migranten schuld.

    Sind sie auch schuld an den Problemen dort, wo es kaum Migranten gibt? Etwa an der Stagnation in großen Teilen Ostdeutschlands?

  18. Falstaff meint:

    Und er tut es schon wieder:

    “Die Regel in Deutschland ist (mit seltenen Ausnahmen):
    Viele Migranten – relativ geringe Arbeitslosigkeit.
    Wenig Migranten – relativ hohe Arbeitslosigkeit. ”

    Und DARUM bleibe ich dabei:

    So lange, wie Du (ganz bewußt !) NICHT zwischen den verschiedenen Einwander/Migrationsgruppe und deren Herkunft, resp. Bildungsgrad ( z.B. zwischen München/Bayern und z.B. dem Ruhrgebiet) differenzierst, Leo, und somit ÄPFEL MIT BIRNEN verbleichst, ist jedweder Diskurs mit Dir dazu völlig sinnlos.

    “Bestreite ich übrigens, dass unter den Einwanderern auch manche sind, die nur sehr geringe Bildung bzw. Ausbildung mitbringen?

    Nein. ”

    Manche ??? Die Mehrzahl, Leo .

    DIES als nur EIN Beispiel.

    Und so lange Du es nicht unterlässt, hier das Geschriebene anderer
    SO DERMASSEN BÖSARTIG ZU VERDREHEN, und ZU UNTERSTELLEN wie

    “Das scheint – hintenherum – deine Forderung zu sein. ”

    “So, wie für Falstaff natürlich die Türken daran schuld sind…”

    SO LANGE, Leo, kann ich DIESEM deinem Satz nur wirklich zustimmen:

    “Für diejenigen, die die Auseiandersetzung zwischen mir und Falstaff & Impuls lesen, dürfte deutlich sein, wer hier sachlich die Fakten zur Kenntnis nimmt und wer nicht. ”

    Denn DAMIT desavouierst DU DICH hier höchst selbst. Vor allen.

  19. Impuls meint:

    @Leo Brux

    Sie drehen sich die Dinge einfach so, wie Sie es für richtig halten. Manche Regionen haben seit Jahrzehnten Strukturprobleme, das hat mit dem Ausländeranteil wenig bis gar nichts zu tun. Das fällt besonders stark in Ostdeutschland auf, was auch logisch ist, wenn man die Geschichte kennt.

    Noch eine allgemeine Anmerkung:
    In anderen Foren und Blogs wird dem Gegenüber mit einem Mindestmaß an Respekt begegnet. Das ist hier nicht der Fall. Bereits nach meinem ersten Beitrag wurde ich grundlos persönlich angegriffen.

    Meine Bewunderung gilt Falstaff, der offenbar mehr Geduld und Eifer aufbringen kann.

    Ich bin hier raus.

  20. Offensichtlich nicht die Mehrzahl, Falstaff. Würden sie sonst nicht fast alle in München und Umgebung, in Stuttgart und Umgebung etc. Arbeit finden?

    Schau dir die Arbeitslosenzahlen in diesen Gebieten an. Sie liegen extrem niedrig. Viel niedriger als dort, wo die Deutschen mehr oder weniger unter sich sind.

    Was den Vergleich Ruhrgebiet – München/Stuttgart angeht: Inwiefern vergleiche ich hier Äpfel mit Birnen? Mache ich nicht eben den Unterschied, den du nicht machen möchtest?

    Nun gehen wir doch mal Deutschland durch und schauen, wie Region für Region, Stadt für Stadt das Verhältnis Migrantenanteil – Arbeitslosigkeit/BSP ist!

    Ich sag dir die Gebiete, in denen der Migrantenanteil weit überdurchschnittlich ist und die gleichzeitig unterdurchschnittliche Arbeitslosenraten haben.

    Du sagst mir die Gebiete, in denen der Migrantenanteil weit überdurchschnittlich ist und die gleichzeitig überdurchschnittliche Arbeitslosenraten haben.

    Dito umgekehrt: Ich sag dir die Gebiete, in denen der Migrantenanteil unterdurchschnittlich, die Arbeitslosigkeit überdurchschnittlich ist, und du mir, wo der Migrantenanteil unterdurchschnittlich, die Arbeitslosigkeit ebenfalls unterdurchschnittlich ist.

    Einverstanden?

  21. Impuls,
    sie behalten diese Strukturprobleme auch deshalb, WEIL sie zu wenig Migranten aufzunehmen bereit sind. Es ist doch klar, ohne multikulturelle Verhältnisse ist kaum noch eine erfolgreiche Produktion zu machen. Genauso, wie bei den großen Fußballklubs der Arbeitsmarkt globalisiert ist, so ist das auch in weiten Teilen der Wirtschaft. Wer sich abschottet, verliert.

    Kommt noch etwas hinzu: Ostdeutschland wird seit 1990 enorm per Soli gepäppelt. Das sind inzwischen Billionen von Euro, die in den Osten geflossen sind. Das Ruhrgebiet hingegen kriegt keinen Soli. Die müssen ihre Problemlösungen fast ganz allein finanzieren. Das ist einigermaßen unfair. Ich finde, wir sollten den Soli teilen, halb für Ostdeutschland, halb für das Ruhrgebiet und die anderen ehemaligen Industriegebiete, die Umbauprobleme haben.

    Warum übrigens sollte ich dich nicht angreifen? Ich halte dich für xenophob. Darf ich das nicht schreiben? Ich halte dich für einen Menschenfeind. Darf ich dich nicht dafür halten? Es ist immerhin meine gut begründete Überzeugung! Du wertest Flüchtlinge und Fremde ab. Also bist du ein Menschenfeind.

    Ihr greift an – ich greife auch an. Ihr dürft – ich darf nicht?

    Schon witzig, wenn einer wie ich von den Rechtspopulisten hemmungslos auch persönlich mit Schmähkommentaren überzogen wird – aber zurückgeben darf ich nicht? Meine Kritik, auch meine persönliche Kritik ist immer sorgfältig begründet. Da kannst du immer lesen, warum ich dich so oder so einschätze. Worauf du ja dann wieder sachlich contra geben könntest.

    Und, Falstaff und Impuls: Ihr seid frei, hier zu schreiben oder nicht zu schreiben. Wenn es euch nicht passt, wie ich euch antworte, dann lasst es eben! Es zwingt euch doch niemand, hier eure Kommentare anzubringen, oder?

    Was soll also das Gejammer?

    Es sind von eurer Seite her Einschüchterungsversuche.

  22. Noch etwas, Falstaff:

    Du scheinst doch wirklich – wenigstens indirekt – zu fordern, dass die Unterschicht in Deutschland bitte möglichst nur oder vorwiegend aus Deutschen bestehen soll. So wie in Ostdeutschland. Da sind die Deutschen – die “Biodeutschen” – arbeitslos, anders als in Westdeutschland, oder?

    Wollen wir das auch in München und Stuttgart so haben?

    Und noch ein Punkt, den ich vergessen habe – und auf den du nicht eingegangen bist:

    Wie willst du das demographische Problem der Überalterung lösen?

  23. Und noch was, Falstaff.
    Du schreibst:

    SO LANGE, Leo, kann ich DIESEM deinem Satz nur wirklich zustimmen:
    “Für diejenigen, die die Auseiandersetzung zwischen mir und Falstaff & Impuls lesen, dürfte deutlich sein, wer hier sachlich die Fakten zur Kenntnis nimmt und wer nicht. ”
    Denn DAMIT desavouierst DU DICH hier höchst selbst. Vor allen.

    Das ist schwach. Und warum? – Weil du es nicht begründest!

    Das ist immer wieder euer Problem. Ihr lasst euch auf eine von der Aufgabe her sachliche Konfrontation ein – und dann gehen euch schnell die Argumente aus. So steht dann dein Satz da – OHNE BEGRÜNDUNG.

    OHNE BEGRÜNDUNG.

    Man liest ihn und merkt: Der Satz hängt peinlich in der Luft.

    Was hindert dich daran, ihn sorgfältig zu begründen?

  24. Frank Berghaus meint:

    Einfach nur lustig zu lesen, auch wenn ich natürlich nicht eingreife. Unsere wahren Probleme der Überalterung und des geistigen Abflusses liegen eben nicht in der (nur ansatzweise gelungenen ) Migration.

    Es wird endlich Zeit für ein Einwanderungsgesetz. Das wird, wenn es etwa nach kanadischen Vorstellungen geformt ist, viel Dampf aus der Diskussion nehmen.

  25. Falstaff meint:

    …und er tut es schon wieder…

    “Du scheinst doch wirklich – wenigstens indirekt – zu fordern…”

    Nein. Das fordere ich nirgendwo hier. Auch nicht indirekt.
    DAS kann hier jeder Leser selbst überprüfen.
    Du BEHAUPTEST das lediglich. Und zwar bösartigerweise.

    Und darum lasse ich es hier….

  26. Falstaff,
    es liegt in der Konsequenz.

    Schau dir die Gegenden an, in denen es kaum Ausländer gibt. Wer ist DA die Unterschicht?

    Was glaubst du denn, was in München passieren würde, wenn nicht die Ausländer einen erheblichen Teil der Unterschicht bilden würden? Wer macht dann die ganze Unterschichten-Arbeit?

    Das ist durchaus ein Problem. Ein Kapitalismus-Problem. Wir schaffen und erhalten und erweitern sogar noch eine relativ schlecht bezahlte, zum Teil verwahrlosende Unterschicht. In Ostdeutschland hat die Unterschicht ganz überwiegend einen deutschen Pass, in Westdeutschland hat sie zu einem beträchtlichen Teil keinen.

    Was also willst du?

    Du siehst, dass meine Schlussfolgerung Sinn macht: INDIREKT forderst du ostdeutsche Verhältnisse. Deutsche als schlecht bezahlte Unterschicht.

    Unsere Wirtschaft macht da nicht mit. Aus Profitgründen. Die fährt besser, wenn die Unterschicht aus leichter auszubeutenden und trotzdem relativ kompetenten Ausländern besteht. Diese Ausländer machen, wie man in München sieht, GUTE ARBEIT. Und hätten bessere Löhne verdient!

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