Ich gratuliere dem multikulturellen Frankreich

multikultur4:2. Verdient. Mbappé, Kanté, Dembelé, Pogba, Griezmann, Hernandez, Umtiti, Tolisso, Varane … Ein buntes Team wird Weltmeister. Es ist weiß – braun – schwarz. Europäisch – Arabisch – Afrikanisch. Black-Blanc-Beur: Französisch eben. Die meisten Spieler kommen aus Einwandererfamilien.

Wie wird Marine LePen dreinschauen? Was meinen nun die vielen französischen Rassisten? Haben sie für die “rassisch” bzw. “völkisch” reinen Kroaten gefiebert? (Nun, auch die Kroaten können stolz sein auf ihr Team. Modric war der beste Spieler des Tourniers.)

Multikulti ist ein Erfolgsprinzip für moderne westliche Nationen. (Zu denen in einigen Jahrzehnten auch die die Osteuropäer und die Südosteuropäer gehören werden. Es sei denn, sie verurteilen sich selbst zur dauerhaften Abschottung.)

Multikulti ist ein Erfolgsprinzip vorallem im Süden Deutschlands. München floriert, zum Beispiel. Augsburg, Nürnberg, Regensburg auch. Stuttgart und dem Schwabenland geht es bestens – MIT den Einwanderern.

Die Fußballwelt liefert ein Modell für die Stärke der Multikulturalität. Für den natürlichen Kosmopolitismus in einer Welt, die sich global vernetzt HAT.

Der Erfolg des Multikulti-Teams, des bunten Frankreich, wird den Vormarsch des Rassismus in Frankreich, in Europa, nicht stoppen. Den Vormarsch des völkisch-bornierten Abschottungs- und Reinheitswahns.

Aber er setzt ein Zeichen dagegen.

Ist Mbappé etwa kein Franzose? Das frage ich unsere völkischen Rassisten.

Der Erfolg des bunten französischen Teams wird die sozialen Probleme in Frankreich nicht lösen – die stärkste Ursache der xenophoben Reaktionen auf die Globalisierung unserer Welt.

Wir können aber lernen aus diesem Sporterfolg, dass Leistung immer und zuallererst auch Kooperation in der Vielfalt erfordert. Dass man sich nicht spalten lassen darf. Nicht sozial, nicht kulturell, nicht “völkisch”.

Morgen treffen sich die zwei mächtigsten Zerstörer in Helsinki. Es wird weitergehen auf dem Weg der Destruktion unserer Welt. Heute hatten wir mal Atempause.

Trump hat soeben Europa bzw. die EU zum Feind der USA erklärt.

Frankreichs Kader:

TOR: Hugo Lloris (Tottenham Hotspur), Steve Mandanda (Marseille), Alphonse Areola (PSG)

VERTEIDIGUNG: Djibril Sidibé (AS Monaco), Benjamin Pavard (VfB Stuttgart), Raphaël Varane (Real Madrid), Presnel Kimpembe (PSG), Adil Rami (Marseille), Samuel Umtiti (FC Barcelona), Lucas Hernandez (Atletico Madrid), Benjamin Mendy (Manchester City)

MITTELFELD: Paul Pogba (Manchester United), N’Golo Kanté (Chelsea), Corentin Tolisso (Bayern München), Blaise Matuidi (Juventus), Steven N’Zonzi (Sevilla), Thomas Lemar (AS Monaco)

ANGRIFF: Kylian Mbappé (PSG), Olivier Giroud (Chelsea), Antoine Griezmann (Atletico Madrid), Ousmane Dembélé (FC Barcelona), Nabil Fékir (Lyon), Florian Thauvin (Marseille)

Kommentare

  1. Impuls meint:

    Ein Sportereignis auszuschlachten, um sein eigenes, rosa-rotes Weltbild pseudo-faktisch zu untermauern – das schafft nur Leo Brux.

    Eine peinliche Nummer.

    Realitätscheck: Frankreich ist höchstexplosiv. Die “multikulturelle Bombe” kann dort jederzeit hochgehen. Einen kräftigen Vorgeschmack darauf gab es bereits 2015. Daran ändern auch die Leistungen einer franzözischer Migranten-Fußballer nichts.

    Multikulti kann maximal im kleinen Rahmen funktionieren. Etwa in einer Mischehe-Familie. In einem internationalen Unternehmen. Oder ja, auch in einer Fußballmanschaft (geschenkt!).

    Länder und Regionen, die Strukturprobleme haben, haben diese nicht wegen “fehlender” Einwanderung. Das ist eine dreiste Umdeutung der Geschichte.

    Multikulti ist KEIN Erfolgsmodell. Nirgendwo. Multikulti bedeutet fast überall Konflikte, Kriminalität und Verdrängung. Die wenigen positiven Aspekte von Multikulti wiegen die negativen Folgen nichtmal ansatzweise auf.

    Es hat schon seinen historischen Grund, warum es Nationen gibt. Verschiedene Kulturen und Mentalitäten sind im Laufe von Jahrtausenden entstanden und sind nunmal nicht alle miteinander kompatibel! Das kann mittelfristig nur Konflikte, Chaos und Gewalt hervorrufen. Ausnahmen mag es geben, etwa bei Nachbarländern, deren Kultur und Mentalität sich stark ähneln und die auf eine zumindest teilweise gemeinsame Geschichte zurück blicken können.

    Multikulti im globalen Maßstab (Beispiel: Afrikaner oder Orientale kommen nach Deutschland) KANN und WIRD niemals im größeren Maßstab funktionieren. Das ist ein hochgefährliches Menschenexperiment, initiert von Gutmenschen und Wirtschaftslobbyisten, die billige Arbeitskräfte suchen.

  2. Multikulti kann maximal im kleinen Rahmen funktionieren. Etwa in einer Mischehe-Familie. In einem internationalen Unternehmen. Oder ja, auch in einer Fußballmanschaft (geschenkt!

    München und die vielen anderen Gegenden in Deutschland, die multikulturell sind und bestens funktionieren, widerlegen deine Sicht – in jeder Hinsicht. Wirtschaftlich ebenso wie in Sachen Sicherheit und in puncto Kultur.

    Nicht alle Kulturen sind miteinander kompatibel. Die ostdeutsche Abschottungskultur ist wohl nur schwer kompatibel mit der weltoffenen Kultur in Westdeutschland. Die evangelikale Kultur in den USA ist nur schwer kompatibel mit der liberalen Kultur ebendort. Eine Kultur bekennenden Fleischgenießer ist nur schwer kompatibel mit einer Kultur von fundamentalistischen Vegetarier … Dem Sachsen graut’s vor München, dem Münchner graut’s vor Sachsen …

    Erzähl uns doch keine Märchen über “Konflikte, Chaos und Gewalt” in multikulturellen Gegenden. “Konflikte, Chaos und Gewalt” gibt es auch und manchmal besonders dort, wo die Unterschiede marginal sind. Beispiel Balkankriege. Beispiel Ukraine-Krieg. Beispiel Nordirsland. Beispiel Irak. Beispiel Syrien. Alles vergleichsweise homogene Verhältnisse – aber die Feinde machen die Unterschiede an Marginalien fest, an Aspekten, die eigentlich kaum einen Unterschied in der Kultur bedeuten.

    Wie war das mit dem 1. und dem 2. Weltkrieg? Lag der an Unterschieden in der Kultur und der Mentalität? Doch eher an genau dem, was du so schätzt: am Nationalismus. An einer politischen Borniertheit von Völkern, die sich kulturell sehr ähnlich waren.

    Dass Multikulturalität sehr gut funktionieren kann, zeigt der Sport, zeigt die Kunst, zeigt die Schule, zeigt die Wirtschaft.

    Wär noch die Frage, Impuls, was denn nun für praktische Politik aus deiner totalen Absage an die Multikulturalität folgt.

    Ich nehme an: die ethnische Säuberung Deutschlands. Alles, was schwarz und braun ist, muss raus! Alles, was osteuropäisch ist, folgt dann wohl noch nach, sobald ersteres erledigt ist.

    Dito für Frankreich, nicht wahr? Denn sonst geht dort, wie du schreibst, die multikulturelle Bombe hoch …

    Und: Wenn Multikulturalität im Fußball hervorragend funktioniert und zu glänzenden Erfolgen führt – wieso dann eigentlich nicht auch in anderen Bereichen der Gesellschaft? Könnte es daran liegen, dass man im Sport ganz einfach mehr für Multikulturalität tut? Dass man da offener ist für Multikulturalität? Und dass wir auf anderen Gebieten ähnlich erfolgreich würden, wenn wir entschiedener auf Multikulturalität setzen würden?

    Das ist doch auch ein guter Grund für meinen Artikel, meinst du nicht? Die Multikulturalität einer erfolgreichen Mannschaft ist auch ein politischer Faktor.

    Strukturprobleme haben die ostdeutschen Länder nicht wegen des Mangels an Migranten bekommen; aber sie können sie nicht ohne Migranten überwinden. Die Strukturprobleme bleiben erhalten, WEIL der Osten unattraktiv für Investitionen bleibt, und er bleibt unattraktiv, solange dort keine multikulturellen Verhältnisse einziehen.

    Warum ist im Osten Leipzig noch relativ erfolgreich? – Es hat den im Osten höchsten Anteil an Migranten.

    Genau da, wo der Migrantenanteil gegen Null geht, sind und bleiben auch die Probleme am größten. (Und die Kriminalität ist auch nicht geringer …)

  3. Impuls meint:

    Ja, ja, das tolle München…

    Mit einem Anteil von gut 28 Prozent hat München einen der höchsten Ausländeranteile in Deutschland, zugleich gilt die Stadt als eine der sichersten in Europa. Allerdings stellen nichtdeutsche Staatsangehörige knapp 48 Prozent aller Tatverdächtigen und sind damit in der Verbrechensstatistik überrepräsentiert.Knapp elf Prozent der Beschuldigten waren Zuwanderer, also Asylbewerber und Flüchtlinge.

    Quelle: Süddeutsche, April 2018

    Hör doch auf, Brux.

    Wem willst Du etwas vormachen?

    Ich werde auch weiterhin AfD wählen – rein aus Protest gegen die Etablierten und um Leute wie Dich zu ärgern! Und jetzt seile ich einen ab und denke dabei an Dich :P

    Tschüss und allen anderen noch viel Spaß im brux’schen Migrantenstadl :D

  4. Die letzten Bemerkungen unseres “Redford” (das war einmal sein früherer Nickname) bringen uns wieder zurück zur menschlichen Unreife dieses Typen, der immer erst einmal den “normalen besorgten Bürger” spielt – das aber nicht lange durchhalten kann.

    Zu den 48%: Wie kommt es, dass München trotzdem die sicherste Großstadt in Deutschland und die sicherste Millionenstadt in Europa ist?

    Impuls bemüht sich nicht, das zu erklären.

    Die Polizei aber erklärt es.

    Kurz gefasst: Kriminell werden überwiegend junge Männer der Unterschicht. Egal, ob das in Dresden dann Biodeutsche und in Warschau Biopolen sind oder in Amsterdam oder München dann eher Migranten.

    Merke: Männer, jung, Unterschicht. DAS sind die Kriterien.

    (Kommt dazu, dass ein erheblicher Teil der Kriminalität von touristisch eingereisten Tätern verübt wird – grade in einer reichen Stadt wie München. Die gehören nicht zur Einwohnerschaft der Stadt, müssten also auch noch herausgerechnet werden.)

    Wenn man nun die Unterschicht in München per ethnischer Säuberung wieder ganz biodeutsch machen würde, würde die Kriminalität eher steigen – denn das würde mit einem massiven Verarmungsprozess der Stadt und einer Ausweitung der Untershicht einhergehen.

    DARAUF wird uns Impuls also nun keine Antwort geben.

    Immerhin scheint Impuls zuzugeben, DASS München die sicherste Großstadt in Deutschland ist – trotz des besonders hohen Ausländeranteils. Nur möchte er daraus keine Schlüsse ziehen.

    Ja, es geht uns sehr gut – aber trotzdem so schlecht, dass wir – ja was tun sollten? Ethnisch säubern? … Interessante Logik!

  5. Falstaff meint:

    ….bringen uns wieder zurück zur menschlichen Unreife dieses Typen…

    …Immerhin scheint Impuls zuzugeben…

    …Ethnisch säubern? … Interessante Logik!…

    Du kannst es einfach nicht lassen, Leo.

    Verdrehen, hinein INTERPRETIEREN, unterstellen, persönlich herabsetzen…

    Und DARUM sollte es jeder, der wirklich einen sachlichen, ernsthaften Diskurs hier sucht, besser LASSEN.

  6. Falstaff meint:

    “Könnte es daran liegen, dass man im Sport ganz einfach mehr für Multikulturalität tut? Dass man da offener ist für Multikulturalität?”

    Nö. Es liegt DARAN, das man sich die besten FACHLEUTE hinzuholt.
    Und sie mit MILLIONEN bezahlt.

    Merkst Du eigentlich nicht,Leo, welchen haarsträubenden Unsinn du manchmal hier konstruierst ????

  7. Putschdämon meint:

    Können auch die Plünderungen und Brandschatzungen in allen relevanten französischen Großstädten zur “heure du victoire” dein persönliches Bild vom multikulturellen Idyll nicht trügen, Leo? Das hat man vor diesem “Experiment” (nicht ich, sondern vom Pro-Multi-Kulti-Harvard-Professor Yasha Mounk) in Europa nicht gesehen und wird es auch in Zagreb und Split nicht sehen, denn die sengenden Brüder sind, wie jeder sich denken kann, afro-arabische, also muslimische (das Ausschlaggebende, denn orientalische Christen, oder Buddhisten, selbst afrikanische Christen würden das nicht tun, m.E.) Männer.

    Dein Gesellschaftsidyll ist in jeder Hinsicht eine Schimäre. Ich werfe etwas Entscheidendes ein: Loyalität! Richten sich die Migranten nach ihrem Islam oder ihrer Rasse (Afrikaner) primär aus und setzen sich so in eine natürliche Gegnerschaft zu den Ungläubigen/ Weißen, ist “Multikulti” schlicht ein Euphemismus für ethnische Zersplitterung.

  8. Impuls meint:

    Putschdämon, Du hast zu 100% recht.

    Aber eines solltest Du Dir gut merken: Leos Weltbild kann gar nichts trügen! Das ist Fakt. Der Mann könnte 100 werden und selbst wenn um ihn herum alles brennen würde, würde er keinen Millimeter von seinem Dogma abweichen.

  9. Tja, Falstaff, man holt sich die Leute, die man braucht. Global. Deutschland kriegt sie zum teil umsonst. Oder nur mit geringen Investitionskosten – für die zusätzliche Ausbildung.

    Ist dir nicht auch schon aufgefallen, wie wichtig im Sport die Multikulturalität geworden ist? Sport ist bunt. Multikulturell. Deutscher Sport auch.

    Was ist denn daran “haarsträubender Unsinn”? –

    Du sprichst mit diesem Ausdruck von dir selbst.

    Was das Ziehen von Schlüssen angeht – du weißt selber, dass es Leuten wie denen, für die du hier sprichst, natürlich um ethnische Säuberung geht. Was soll den sonst der Angriff auf die real existierende multikulturelle Gesellschaft bedeuten? Ihr wollt diese Multikulturalität, diese Buntheit nicht haben. Ich schließe daraus, dass ihr sie abschaffen möchtet. Und daraus lässt sich dann wieder schließen, dass es wohl ab einem bestimmten Punkt der Entwicklung rückwärts um ethnische Säuberung gehen wird.

    Ich meine schon, Falstaff, dass du dich mit dieser Logik sachlich auseinandersetzen musst. Dass es nicht genügt, einfach nur zu behaupten, diese Logik gebe es nicht. Sie liegt auf der Hand! Und du tust, was du kannst, dass die Leute hier und heute nicht zu schnell merken, wohin der Zug der Rechtspopulisten fährt.

  10. Frankreich hat mit der Vielfalt größere Probleme als Deutschland. Es hat auch größere Fehler gemacht. Die heißen Probleme in vielen Vorstädten und Innenstädten leugne ich nicht – insofern zeichne ich auch in meinem Artikel kein Idyll.

    Du kannst doch lesen. Was steht dazu in meinem Artikel?!

    Aber insgesamt, alles in allem, profitiert Frankreich von der Multikulturalität, von der Vielfalt. Nicht nur im Sport.

    Loyalität – ja, darüber spreche ich zum Beispiel immer wieder, wenn es um diejenigen geht, die ich die “Erdotürken” nenne. Wie du auch hier siehst, ich nehme das Problem ernst. Ich leugne es nicht, ich spiele es nicht herunter.

    Wir könnten uns durchaus näher kommen, wenn wir bei diesem Problem der Loyalität konkret und sachlich bleiben.

    Voraussetzung ist aber auch, dass wir den Grundsatz der Multikulturalität nicht in Frage stellen: Wir SIND heute real multikulturell aufgestellt. Man müsste schon eine Revolution rückwärts hinlegen, um das noch zu ändern.

    Voraussetzung ist außerdem, dass wir diese Entwicklung zur Multikulturalität vor dem Hintergrund der Wirtschaftsinteressen und vor dem Hintergrund der modernen Technologien und ihrer globalen Vernetzungsleistungen sehen.

    Das ist nicht einfach mal bloß ein Weltbild, wie Impuls meint. Das sind harte Fakten, mit denen die Gegner der Multikulturalität sich auseinandersetzen müssten. Sie müssten uns sagen, wie es denn ohne Multikulturalität gehen solle, ohne dass wir dabei massiv verlieren.

    Es gibt Teile in Deutschland, die sind in der Tat NICHT multikulturell. Geht es diesen Teilen Deutschlands besser? Warum geht es ihnen eher schlechter?

    Warum steigt ihr nicht auf diese Debatte mal sachlich ein?

    Weil ihr dann zugeben müsstet, dass wir Multikulturalisten schon auch ziemlich starke Argumente auf unserer Seite haben.

  11. Impuls,
    du könntest doch mal versuchen, auf meine Argumente einzugehen.

    Was das Dazulernen angeht, so wirst du, wenn du den Blog über seine 9 Jahre hinweg verfolgst, gewisse Lernprozesse feststellen können.

    Beispiel Türkei. Beispiel Flüchtlinge und Grenzen der Aufnahme.

    Du sprichst, wie Falstaff, von dir selber, wenn du den Vorwurf der Lernunfähigkeit vorbringst.

    Ich passe meine Argumentation den sich wandelnden Fakten an – und überlege mir auch immer, wieweit meine Schlüsse tatsächlich logisch sind. In beidem kann man sich vertun. Kein Problem. Dann ändert man eben seine Position. Was bei mir durchaus vorkommt. Und bei dir?

    Wie ist das übrigens mit der ethnischen Säuberung?
    Nehmen wir an, du lebst im Ruhrgebiet und dir stinken die Türken dort.
    Möchtest du sie dann nicht gerne weghaben? Ethnisch raussäubern?
    Falstaff nimmt an, dass du das durchaus nicht willst. Kategorisch ablehnst.
    Hat er recht?
    Falls ja, was machen wir denn dann deiner Meinung nach mit diesen Ruhrtürken?

  12. Putschdämon meint:

    Mach das grad mit nem Händi, also zunächst: Leo, volkswirtschaftlicher Profit? Durch Migranten, die überwiegend direkt in die Sozialkassen einwandern? Ich kenne einzelne erfolgreichen Fälle durchaus, gesamt gesehen jedoch wird der Staatshaushalt durch die Asyleinwanderung enorm belastet. Der Wohnungsmarkt, die Kitas.

  13. Putschdämon,
    wie kommst du darauf, dass die Migranten überwiegend direkt in die Sozialkassen einwandern?
    Schau dich doch mal in Süddeutschland um! Extrem niedrige Arbeitslosigkeit – hohe Nachfrage nach Arbeitskräften – Süddeutschland braucht MEHR Migranten, mehr Einwanderer!

    Der Staatshaushalt wird speziell durch die Asyleinwanderung ein wenig belastet – und auf längere Sicht dann wieder eher entlastet, denn natürlich finden die meisten nach einiger Zeit und einiger Investition in ihre Ausbildung Arbeit und tragen dann dazu bei, das, was wir in sie investiert haben, zurückzuzahlen.

    So läuft das glücklicherweise für Deutschland.

    Wodurch wird der Wohnungsmarkt belastet? – Durch den politisch verursachten Mangel an Sozialwohnungsbau und Sozialwohnungserhalt.

    Möchtest du, dass unsere Firmen in Süddeutschland einen Schrumpfprozess einleiten? Nur damit künftig nicht mehr so viele Migranten nach Deutschland kommen?

    Freilich, da, wo es kaum Migranten gibt, gibt es auch viele Arbeitslose und billigen Wohnraum.

    Ökonomischer Erfolg (= volkswirtschaftlicher Profit, hohes BSP) und hoher Migrantenanteil korrelieren stark – Ausnahmen bestätigen hier nur die Regel.

    Dass dieser ökonomische Erfolg ungerecht, sozial schädlich verteilt wird, steht auf einem anderen Blatt. DAFÜR können die Einwanderer nichts. Also sollte man sie auch nicht dafür beschuldigen.

    Auch dass ein großer Teil des erwirtschafteten Gewinns in der Spekulationssphäre verschwindet, statt in die Realwirtschaft investiert zu werden, steht auf einem anderen Blatt.

    Fällt es dir nicht auf, dass sich die Leute kaum über das echauffieren, was in der Finanzwelt Schädliches für uns passiert – aber über die Flüchtlinge regt man sich auf. Eine Marginalie erschüttert uns politisch – und den Finanzmönströsitäten und dem dort lauernden Grauen wenden wir den Rücken zu.

    So sind die Menschen. So ist die Politik.

  14. Noch ein Nachtrag:

    Es könnte sein, dass zum Beispiel nächstes Jahr als Folge des sich vielleicht entfaltenden, zuspitzenden Handelskriegs die Konjunktur verschlechtert und es zu deutlich höherer Arbeitslosigkeit kommt.

    Wer ist dann Schuld daran?

    Natürlich nicht der Handelskrieg, sondern die Ausländer. Die Flüchtlinge. Die Einwanderer.

    Wie schon vor 1933: Die Juden waren an allem schuld. Wir haben den Krieg verloren – die Juden sind schuld. Inflation – die Juden sind schuld. “Verwahrlosende” Kultur in den Roaring Twenties – die Juden sind schuld. Wirtschaftskatastrophe nach dem stock market crash 1929 – die Juden sind schuld.

    So geht das dann auch wohl bei uns seinen historisch bekannten Gang: Irgend eine Minderheitengruppe kriegt den Schwarzen Peter, wird zum Prügelknaben und zum Sündenbock, der in die Wüste getrieben werden muss. Der für uns alle zu sterben hat.

    Verrückt. Aber wir können das Spiel bereits hier und jetzt beobachten – in diesen absurden Klagen darüber, dass ausgerechnet die paar Flüchtlinge, die es nach Deutschland schaffen, uns finanziell grausam belasten würden.

    Sie belasten uns kaum finanziell – sie belasten die schwachen Nerven der Xenophoben. Die dann, weil man bei uns ja “rational” sein muss, irgendwelche “rationalen” Gründe herbeiphantasieren müssen.

    Wie wenig Mühe sie sich dabei geben, einmal rundherum zu schauen, was an diesen “rationalen” Gründen rational dran ist!

    Warum geben sie nicht zu, dass doch Süddeutschland (z. B. München und Umgebung) blendend mit der Einwanderung und der damit verbundenen Multikulturalität fährt?

    Ist doch ein kaum zu übersehendes Faktum, oder?

    Bei aller möglichen Kritik und Nervosität wegen der mit der Einwanderung verbundenen Veränderungen – das Faktum des Erfolgs sollte man dabei doch nicht ausklammern, Putschdämon!

  15. Putschdämon meint:

    Leo, das wirst du doch wohl nicht ernsthaft bestreiten!? Du willst uns hier wirklich erzählen, all die Menschen aus dem Bogen zwischen Senegal und Afghanistan, die hier hereinströmen, würden nicht ins Sozialsystem einwandern und würden quasi morgen bei Siemens oder Benz anfangen?

    Das ist natürlich völliger Quatsch. Im besten Fall arbeiten diese Leute irgendwo im Niedrig(st)lohnsektor, in Aushilf- und Gelegenheitsjobs und bringen unserer Wirtschaft insofern gar nichts, außer weiteres verdecktes Lohndumping.

    Natürlich werden sie, und wer könnte sie dafür rüffeln, selbstverständlich von den Geldleistungen für reine Anwesenheit angezogen. Es sind Versorgungsmigranten (Heinsohn). Das alles ist nur möglich, weil es kaum einen Staat gibt, in dem die Bürger derart “treudeutsch” und obrigkeitshörig ihre horrenden Steuern und Abgaben leisten, ohne zu murren. Der deutsche Michel ist ein gemütlicher, naiver und fleißiger Esel in vielerlei Hinischt.

    Die Wirtschaft boomt zur Zeit TROTZ alledem. Der Osten ist strukturschwach, nicht weil dort so wenig Afrikaner und Araber wohnen, sondern weil die Spätfolgen des Realsozialismus immer noch nicht komplett verdaut sind, in Leipzig z.B. sieht das anders aus.

  16. Nein, nicht ALLE. Aber DIE MEISTEN können in unseren Arbeitsmarkt gut integriert werden. Die meisten!

    Dass die nicht in unsere Sozialsysteme einwandern, zeigt doch die Statistik! Wie hoch ist denn bei uns die Arbeitslosigkeit? Wie hoch ist sie dort, wo die meisten Migranten zu finden sind?

    Natürlich finden viele Jobs als Lagerarbeiter, als Amazon-Sortierer, als Putzleute, als Regalauffüller, als Zimmermädchen im Hotel, als Hilfskraft in der Küche eines Restaurants, als Hilfskräfte im Handwerk, etc. Glaubst du denn, man braucht da keine Leute? Offensichtlich braucht man da noch mehr, als derzeit zur Verfügung stehen. Unsere Wirtschaft in und rund um München könnte gern doppelt so viele Flüchtlinge aus Afrika und Wirtschaftsmigranten vom Balkan beschäftigen, als sie es im Moment tut.

    Bei uns ist man froh, dass man sie hat.

    Wie ist das in den angeblich strukturschwachen Gebieten des Ostens? – Anklam zum Beispiel liegt an der wunderschönen Peene. Ein ideales Urlaubsgebiet für alle gestressten Städter Europas. Es kommen schon auch einige hin. Aber relativ wenige. Das Angebot dort ist armselig. Es fehlen einfach die Migranten. Die internationale Gastronomie zum Beispiel ist kaum vertreten. Auch sonst gibt es kaum was im Angebot. Trostlos deutsch ist es dort.

    Ich stelle mir mal vor, ich wäre ein Hotelunternehmer und würde mir überlegen, ob ich mal in einem im Moment noch eher abgelegenen Teil von Deutschland ein neues Hotel errichten soll. Dann kann ich nicht nach Anklam gehen. Da kommen mir keine Migranten als Arbeitskräfte hin, und wohl auch kaum Touristen, nicht nicht sauber arisch ausschauen. Da versuche ich es lieber im eigentlich noch abgelegeneren Bayerischen Wald. In Cham oder Bad Kötzting oder Furth im Walde hab ich kein Problem, wenn zwei Drittel meines Personals Migrationshintergrund haben.

    Es kommen nicht nur Kriegsflüchtlinge und politische Flüchtlinge und Diskriminierungsopfer. Es kommen auch Wirtschaftsflüchtlinge. Na und? Was lernen wir denn im Kapitalismus? – Geh dahin, wo du Arbeit findest! Sei flexibel, schau dich um, wo du die beste Arbeit für dich finden kannst! Jetzt, wo wir eine Weltökonomie haben und unsere Waren und unsere Infos und unsere Kultur und unsere Verkehrsmittel und unsere Touristen überall hinkommen, haben wir eben auch einen globalen Arbeismarkt.

    Wir bewegen uns auf diesen globalen Arbeitsmarkt zu, Putschdämon. Ob wir das wollen oder nicht. Es passiert. Und wer dabei nicht mitmacht, der verliert. Der wird abgehängt. Wie eine Fußballmannschaft, die sich nicht auf dem globalen Fußballmarkt bedienen, sondern nur einheimische Kräfte antreten lassen möchte.

    Der Osten hat die Folgen des “Realsozialismus” noch nicht verdaut – ja, so ist das. Dazu gehört aber eben auch die Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt, bzw. der Mangel daran. Die Flexiblen sind überwiegend in den Westen abgewandert. Die Unflexiblen sind geblieben. So geht es auch weiter, wenn man sich die Mobilität der Abiturjahrgänge anschaut.

    Der Osten ist nicht attraktiv genug für den internationalen Arbeitsmarkt. So bleibt die Wirtschaft dort dauerhaft zurück. Obwohl wir vom multikulturellen Westen her die Defizite im xenophoben Osten durch unseren Soli teilweise kompensieren. Wenn die im Osten nicht endlich bereit sind, Anschluss an die globale Entwicklung zu gewähren, auch auf dem Arbeitsmarkt, auch in Form von Willkommenskultur, dann sehe ich schwarz für sie.

  17. Ich habe geschrieben:

    Ökonomischer Erfolg (= volkswirtschaftlicher Profit, hohes BSP) und hoher Migrantenanteil korrelieren stark – Ausnahmen bestätigen hier nur die Regel.

    Bestreitest du das?

    Ich hab schon Falstaff vorgeschlagen, wir gehen ganz Deutschland mal durch, Region für Region, und prüfen diese Regel nach.

    Wir könnten mal alle Regionen nehmen, in denen der Ausländeranteil bei über 15% und der Migru-Anteil bei über 20% liegt – und andererseits alle Regionen, bei denen der Ausländeranteil bei unter 10% und der Migru-Anteil bei unter 15% liegt.

    Und dann vergleichen wir die Bruttosozialprodukte dieser Regionen.

    Du wirst mir doch auch so zugeben, dass dann meine Regel herauskommt, oder? Hoher Migrantenanteil und hoher Beitrag zum BSP korrelieren stark – nicht mit dem Wert 1, aber doch sehr deutlich über Null.

    Wenn das so ist, können wir als nächste Frage stellen: Gibt es hier auch einen kausalen Zusammenhang?

    (Ich weiß auch, dass die Abnahme der Zahl der Störche und die Abnahme der Geburtenhäufigkeit in Deutschland stark miteinander korrelieren, ohne dass deshalb ein kausaler Zusammenhang besteht.)

    Offensichtlich BRAUCHT unsere Wirtschaft den Zugang zum globalen Arbeitsmarkt, und zwar nicht nur bei der professionellen Elite, sondern auch in den mittleren und unteren Rängen.

    Wir brauchen die Flüchtlinge!

    Es wäre natürlich besser, wir würden sie nicht als Flüchtlinge sozusagen anarchisch zu uns kommen lassen, sondern wir würden sie förmlich in ihren Herkunftsgebieten rekrutieren können.

    NOCH besser wäre es, wir würden generell unseren Reichtum mit der Welt teilen und dazu beitragen, dass die Menschen aus keiner Region der Erde mehr fliehen müssen. Mit diesem Gedanken überfordere ich natürlich die meisten meiner Landsleute. Und die Politik. Drum erwähne ich das mal nur am Rande.

  18. Falstaff meint:

    “Dass die nicht in unsere Sozialsysteme einwandern, zeigt doch die Statistik!”

    “Wie hoch ist denn bei uns die Arbeitslosigkeit?”

    LÜGEN MIT STATISTIKEN

    Jeder zweite Arbeitslose in Westdeutschland hat Migrationshintergrund

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article166743394/Jeder-zweite-Arbeitslose-in-Westdeutschland-hat-Migrationshintergrund.html

    Arbeitslose Flüchtlinge: Wie zwei Drittel durch die offizielle Statistik fallen

    https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/arbeitslose-fluechtlinge-wie-zwei-drittel-durch-die-offizielle-statistik-fallen-a2124840.html#

    Statistiktricks So wird die Arbeitslosigkeit schöngerechnet

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/arbeitslosenstatistik-so-hoch-ist-die-verdeckte-arbeitslosigkeit-a-1133354.html

    Arbeitsmarkt
    410.000 Flüchtlinge in Deutschland sind arbeitslos

    https://www.nrz.de/wirtschaft/410-000-fluechtlinge-in-deutschland-sind-arbeitslos-id214656497.html

    Lesen, und STAUNEN,Leo….

  19. Falstaff,

    1
    mindestens jeder zweite Arbeitslose gehört zur Unterschicht.
    Also, dort, wo es kaum Migranten gibt, sind das dann eben Nicht-Migranten, und dort, wo die Unterschicht überwiegend aus Migranten besteht – etwa im prosperierenden München – sind das dann eben auch überwiegend Migranten.

    2
    Auffallenderweise ist die Arbeitslosigkeit dort, wo es nur wenig Migranten gibt, größer als dort, wo es viele gibt. DAS ist das Faktum, auf das du mal antworten solltest.

    3
    Unsere Arbeitslosenstatistik ist in der Tat in manchem fragwürdig. Das hat unsere Regierung aufgrund der Wirtschaftslobby so hingetrimmt, und zwar schon lange vor dem Hochkochen des Flüchtlingsthemas. Es ging der Regierung darum, generell die Arbeitslosenzahlen geringer erscheinen zu lassen, als sie tatsächlich sind. Die Debatte darum gab es also schon in den 80er Jahren. Damals waren die politisch Rechtsstehenden sehr dafür, diese kleine Manipulation vorzunehmen. Jetzt plötzlich nicht mehr? Nur wegen der Flüchtlingsthematik!

    Ja, Falstaff, in allen Ländern wird die Arbeitslosigkeit schöngerechnet. Und das schon seit Jahrzehnten. Und mit eurer Zustimmung.

    4
    Logischerweise sind Flüchtlnge erst einmal längere Zeit arbeitslos. Sie brauchen Deutschkurse, sie brauchen Ausbildung bzw. Nachqualifizierung. Es dauert eben ein bisschen, bis sie (die meisten von ihnen) Zugang zum Arbeitsmarkt finden können. Aber sie finden ihn am Ende, in den allermeisten Fällen.

    5
    Wenn ich lese, 410.000 Flüchtlinge seien in Deutschland arbeitslos, dann erstaunt mich eher, dass es nur so wenige sind. Denn in Deutschland leben zurzeit 1,7 Millionen Flüchtlinge, und etwa eine Million ist erst in den letzten drei Jahren gekommen.

  20. Putschdämon meint:

    Vll kann ein Syrer dir ein wenig die verklebten Augen öffnen?

    https://www.saarbruecker-zeitung.de/die-undankbarkeit-vieler-syrer-ist-mir-peinlich_aid-23932349

  21. Und?

    Ich weiß auch, dass es das gibt. Und dass es besonders auffällt. Wenn Von 100 Leuten 1 undankbar ist, fällt genau der auf. Und wenn es 5 sind, glaubt man, die sind ja doch fast alle undankbar. Nur – Dankbarkeit fällt eben nicht auf. Sie läuft mal so nebenbei mit.

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