Erdogandebatte. @ Lourdes Ros (2)

initiativgruppeFortsetzung.

1. Die IG steht dafür, dass gelingende Integration keineswegs nur Aufgabe der Zugewanderten ist, sondern genauso Aufgabe der Aufnahmegesellschaft. Also Aufgabe aller, die hier leben – auf der Grundlage des Grundgesetzes und der Menschenrechte. Natürlich verändert sich auch die Aufnahmegesellschaft durch Migration, was denn sonst.

“… keineswegs nur …”?

Hier nochmal meine drei Integrationspunkte:

I) Die Regeln und die Grenzen setzen die Einheimischen, nicht die Einwanderer. Wenn einem diese Regeln und die Grenzen nicht passen, sollte man wieder gehen. (Wenn man kann. Für Flüchtlinge ist das nicht ohne weiteres möglich.)

II) Die Integration ist in erster Linie eine Leistung der Einwanderer. Die Aufnahmegesellschaft kann und soll – aus Eigeninteresse – diese Integration möglich machen, fördern und erleichtern. Aber die eigentliche Anstrengung und die Verantwortung für das Gelingen liegt bei den Einwanderern.

III) Die Kinder und Kindeskinder müssen Deutsche werden dürfen. Also das Recht haben, nach den Regeln zu leben, nach denen die einheimischen Kinder und jungen Leute üblicherweise ihr Leben gestalten. Auch wenn damit die Werte der Heimat der Eltern verloren gehen.

Das bezieht sich auf das, was Tuba Sarica in ihrem Buch darstellt: auf die systematische Integrationsverweigung mancher Einwandererfamilien. Auf die deutschlandfeindliche Gegen-Gesellschaft.

Es steht keineswegs im Widerspruch zu den IG-Leitlinien.

Natürlich ist Integration primär die Leutung der Einwanderer selbst. So, wie Deutschlernen primär die Leistung der Kursteilnehmer ist und nicht des Lehrers oder der Schule.

Das ist meiner Erfahrung nach für unsere Kursteilnehmer eine Selbstverständlichkeit.

Aber ohne die Aufnahmegesellschaft und ihren Beitrag geht es natürlich auch nicht.  Das formuliert mein Punkt II.

Beides muss in Balance gebracht werden. Ich werde allerdings, wenn ich in die Türkei einwandern sollte, nicht von den Türken verlangen, dass sie sich gefälligst mir anpassen sollen. Meine Integration wäre primär meine eigene Aufgabe und Anpassungsleistung. Sollte meine Integration misslingen, würde ich nicht den Türken die Verantwortung dafür zuschieben können, selbst dann nicht, wenn ich von ihrer mangelnden Aufnahmebereitschaft enttäuscht wäre.

Dass sich mit der Einwanderung und den Integrationsprozessen auch die Mehrheitsgesellschaft ändert, gehört zum großen Gewinn der Einwanderungsgesellschaft.

Macht das meinen Punkt III falsch?

Die Mehrheitsgesellschaft ändert sich nicht (oder eher zum Negativen), wenn die zweite und dritte Einwanderergeneration abgeschottet bleiben – nicht auf eine neue, schöpferische Weise deutsch werden.

Was hat das alles mit Erdogan zu tun? – Erdogan und sein Regime fordern die Deutschtürken auf, sich gegen uns abzuschotten. Das kulturell normale und gesunde Phänomen – die Parallelgesellschaft, die dazu dient, für eine oder zwei Generationen einen Übergang zu schaffen, bis die volle Eingliederung gelingen kann – wird politisch aufgeladen und vergiftet. Es soll eine türkisch-chauvinistische bzw. islamistische GEGENgesellschaft entstehen.

Erdogans Weg folgen – das bedeutet Selbstausgrenzung, Abschottung gegen die Deutschen und ihre Multikultur.

Dazu im nächsten Punkt mehr.

Kommentare

  1. Cenki66 meint:

    Zitat: “Erdogan und sein Regime fordern die Deutschtürken auf, sich gegen uns abzuschotten.”

    Hast du konkrete Beispiele oder lässt du gerade deine Gefühlslage spielen? Ich habe das hier gefunden:

    “Gleichzeitig warnte Erdogan aber vor Assimilation. “Ich sage ja zur Integration”, rief der Politiker der konservativ-islamischen Partei AKP. “Aber niemand wird in der Lage sein, uns von unseren Traditionen zu trennen.”"

    Dein Gegenargument wird aber wahrscheinlich ein Dünnes: Du bist Erdogan-Fan sein.

  2. Korbinian meint:

    Ja, ja cenki, erst Türkisch dann Deutsch: super duper integration :)
    http://www.taz.de/!5125751/?goMobile=1528588800050

  3. Cenki66 meint:

    erst die muttersprache, dann deutsch.

    das lernen selbst erstsemestler im pädagogik studium. identitäre volksfront-spackos wie du, verstehen sowas halt nicht. wundert mich nicht.

    https://www.kinderwelt-augsburg.de/kindergarten/schwerpunkte/die-bedeutung-der-erstsprache/

    oder hier: “Vor allem Migranten aus der Türkei stecken im Dilemma: Sollen sie auf den Rat vieler Lehrer hören und ihre Kinder erst einmal Deutsch lernen lassen? Experten widersprechen: „Lernt Türkisch!“”

    https://diepresse.com/home/panorama/integration/364171/Wer-Muttersprache-spricht-lernt-leicht-Deutsch

  4. Das können sie und sollen sie: zu Hause.
    Es spricht auch nichts dagegen, dass man schon im Kindergarten zweisprachig lernt.

  5. Korbinian meint:

    So wie die Kurden in der Türkei die natürlich zuerst kurdisch lernen…

  6. @Leo

    “Beides muss in Balance gebracht werden. Ich werde allerdings, wenn ich in die Türkei einwandern sollte, nicht von den Türken verlangen, dass sie sich gefälligst mir anpassen sollen. ”

    Verlangt hier auch keiner, Scheindiskussion.

    Verlant wird, dass der hier insbesondere gegen die Türken immer weiter zunehmende Rassismus, der sich mal als Islamkritik, mal als anti-Erdogan Plädoyer, mal als Flüchtlingsdebatte tarnt, offen angesprochen wird. Wir sehen aber diese Diskussion schmeckt den Deutschen nicht, auch nicht den aufgeschlosseneren – das zeigt, wie wichtig diese Debatte ist.

    In Deutschland agiert man gerne so, dass man ungemütliche Themen in anderen Ländern thematisiert, wenn sich das Blatt wendet, wird aber schnell alles untern Teppich gekehrt, bis es in anderer Form wieder zutage kommt.

    “Sollte meine Integration misslingen, würde ich nicht den Türken die Verantwortung dafür zuschieben können, selbst dann nicht, wenn ich von ihrer mangelnden Aufnahmebereitschaft enttäuscht wäre.”

    Unglaubwürdig, aber nehmen wir an dem ist so – Was ändert das an den Tatsachen, dass diese Menschen hier sind deiner Meinung nach unintegriert.

  7. @Manu/Fantomas

    Verlangt wird, dass der hier insbesondere gegen die Türken immer weiter zunehmende Rassismus, der sich mal als Islamkritik, mal als anti-Erdogan Plädoyer, mal als Flüchtlingsdebatte tarnt, offen angesprochen wird.

    schreibt er als Manu.

    Dabei hat er auf dem Blog zu schreiben begonnen als Flüchtlingsfeind, vor allem für die Flüchtlinge aus Schwarzafrika. Ich dachte ursprünglich, mit Manu einen Rechtspopulisten und Xenophoben freigeschaltet zu haben. Dann, plötzlich, outet er sich als Erdogan-Fan. (Und ich merke, Manu ist der mir wohl bekannte Fantomas.)

    Und jetzt – jetzt! – macht “Manu” uns weis, er stehe in der Flüchtlingsdebatte auf der Seite derer, die für relativ offene Grenzen eintreten …

    Täuschungsversuche.

    Halten wir auch fest, dass unsere Kritik an Erdogan für ihn auch nur eine Tarnung für unsere generelle Türkenfeindschaft ist.

    Das gilt für so gut wie alle, die in Deutschland sind überhaupt irgendwie mit der Türkei auseinandersetzen. Es gibt kaum jemanden, der Erdogan nicht verabscheuen würde. Eben diese Abscheu beweist nach Manu/Fantomas die Türkenfeindschaft.

    Er selbst hat (als Fantomas) Erdogan als Genie bezeichnet und erwartet von ihm, die Türkei wieder als Großmacht zu etablieren.

  8. Dein enges ideologisches Korsett macht es dir unmöglich eine offene Diskussion zu führen. Speätestens nach dem 2. – 3. Post wird losgefetzt.

    Alles muss schnell irgendwie irgenwo eingeordnet werden, so kann man sich natürlich die anstrengende Diskussion sparen.

    “Dabei hat er auf dem Blog zu schreiben begonnen als Flüchtlingsfeind, vor allem für die Flüchtlinge aus Schwarzafrika.”

    Achso, also wenn man die Einwanderung aus wirtschaftlichen Aspekten, mit ausführlich vorgetragenen Argumenten, infrage stellt, ist man ein Flüchtlingsfeind?
    Ich glaube eher du bist ein Flüchtlingsfeind, denn Flüchtlinge kommen, weil sie Schutz benötigen und nicht weil sie so geil darauf sind harte Jobs für wenig Geld zu machen. Die Annahme von Flüchtlingen sollte garnicht zur Debatte stehen, da wir per Gesetz dazu in gewisser Weise verpflichtet sind.

    Im Schatten der Flüchtlinge versuchst du uns aber schlecht bis garnicht ausgebildete Tagelöhner als Rettung des Abendlandes zu verkaufen – wers anspricht wird angegiftet.

    Ich kann z.B. Falstaff in der Hinsicht Recht geben, auf der anderen Seite aber sagen, dass er es auch so sehen will und argumentiert, weil er allgemein gegen Ausländer ist. Das eine muss das andere nicht ausschließen, das gilt es aber einzuordnen. Nur weil er gegen Ausländer ist, macht das seine Argumente nicht wertlos.

    Man sollte doch differenzieren können oder nicht?

    Bei dir gehts nämlich nach dem Motto, bist du ideologisch nicht aus dem selber Lager, sind deine Argumente nicht gültig. Und wenn man das Lager nicht klar bestimmen kann unterstellt man einfach was.

    Du kannst nicht so wie es dir passt aus illegalen Einwanderern, Flüchtlinge machen – damit schadest du den echten Flüchtlingen- das nur so nebenbei. Wirtschaftsflüchtlinge sind keine Kriegsflüchtlinge.

    “Dann, plötzlich, outet er sich als Erdogan-Fan. (Und ich merke, Manu ist der mir wohl bekannte Fantomas.) ”

    Meister du hast doch wirklich ein an der Waffel oder?
    Zeig mir ein Zitat, dass mich als Erdogan Fan outet, zeig es mir!

    Also diesen Quatsch kann ich mir nicht länger antun, das ist ja wie im Irrenhaus :`D

    Das ist auch witzlos deine ganze Art, da sollte mal lieber jemand anderes aus dem IG die Diskussion führen finde ich. Solange bin ich hier raus.

    Egal was ich schreibe der alte kommt mit Erdogan, sag mal was stimmt bei dir nicht?
    Und was soll das ständig mit Fantomas?

    Das ist ja reine Zeitverschwendung.

  9. Lourdes Ros meint:

    Für alle, die in Deutschland leben, gibt es nur eine gemeinsame Grundlage: Das geltende Recht: Darüber hinaus besteht die ganze Gesellschaft aus Parallelgesellschaften, denn eine gemeinsame ‘Kultur’ gibt es nicht. Was hast z.B. du mit Herrn Seehofer gemeinsam, Leo? Oder mit einem Obdachlosen? Welche ‘Kultur’? Das abendliche Bier? Lourdes Ros, IG-GfV

  10. Korbinian meint:

    @Lourdes Ros

    Wenn es eine gemeinsame Kultur nicht gibt, würden sie mir dann auch zustimmen dass es so etwas wie eine Gesellschaft nicht gibt? Sondern alles nur Fragmente? Damit wären wir schon bei Thatcher :)
    Demzufolge könnten die Fremdenfeinde diese Gesellschaft auch nicht spalten, die ist ja gar nicht existent.

  11. Cenki66 meint:

    “Das können sie und sollen sie: zu Hause.”

    Niemand fordert das für den öffentlichen Raum.

  12. Falstaff meint:

    “Für alle, die in Deutschland leben, gibt es nur eine gemeinsame Grundlage: Das geltende Recht”

    Eine sehr verkürzte Aussage von Frau Ros. Es gibt jedoch das auch das Ausländerrecht, das Asylrecht, die NUR für spez. Personengruppen
    gelten. Oder nicht ?

    “Darüber hinaus besteht die ganze Gesellschaft aus Parallelgesellschaften, denn eine gemeinsame ‘Kultur’ gibt es nicht.”

    Eine höchst interessante, nein eher bizarre Position/ Aussage.

    Wenn DAS der Standpunkt der IG München ist,
    sollte sich die Stadt München und das Bamf
    (bei einem Fördervolumen von fast 65% ! ,
    Etat der IG 2016 ca. 12 Millionen Euro !)
    die Aktivitäten/Positionen der IG einmal
    näher ansehen.

    Wenn ich mir die Zielsetzungen der IG durchlese
    dann sind dies integrative Maßnahmen für
    INS LAND GEKOMMENE Migranten/Flüchtlinge,
    und NICHT die FÖRDERUNG VON
    EINWANDERUNG, oder ???

    P.S. Und ich (ganz persönlich ! ) ordne für mich damit die IG genau als DAS
    ein, was verschiedene Politiker und Journalisten als (Teil) einer “Einwanderungsindustrie” bezeichnen.

    P.P.S. Das Leo jetzt unter BESCHUSS des eigenen Vereinsvorstandes gerät,
    sich wegen seiner Positionen dort verantworten soll/muß zeigt, wie strikt (auch) bei solchen Organisationen “Nibelungentreue” eingefordert wird.
    Ein interessanter Vorgang.

  13. @ Lourdes Ros

    Ich habe mich nie gegen Parallelgesellschaften ausgesprochen. Im Gegenteil. Ausdrücklich verteidige ich sie. Immer wieder.

    Ich habe außerdem immer betont, dass es in Deutschland multikulturell zugeht, bunt. Dass es also viele Kulturen gibt. Auch unter uns Biodeutschen (oder wie immer man das nennen will) gibt es viele und zum Teil sich aneinander reibende Kulturen. Das ist permanent ein Hauptthema auf diesem Blog.

    Es gibt aber trotzdem sowas wie einen Rahmen. Zum Beispiel wenden wir uns gemeinsam gegen Homophobie. Oder gegen Diskriminierung. Wir bemühen uns gemeinsam darum, dass Frauen, auch aus Einwandererfamilien, kulturelle Freiheit erlangen. Undsoweiter.

    Wogegen ich mich wende, sind GEGENgesellschaften – etwa die der Salafisten. (Da sind wir uns wohl einig.) Aber auch die Erdotürken haben ihre GEGENgesellschaft eingerichtet. (Da sind wir uns noch nicht einig.) GEGENgesellschaften wenden sich gegen die multikulturelle Gesellschaft, fühlen sich von ihr, von ihrer Offenheit, ihrer Liberalität bedroht. Möchte die IG solche GEGENgesellschaften als Teil der multikulturellen Gesellschaft sehen und verteidigen? – Das allerdings ist eine interessante strategische Frage!

  14. Falstaff,

    wenn wir ins Land gekommene Migranten (auch Flüchtlinge) fördern, dann fördern wir damit die Einwanderung. Das tun wir durchaus im Rahmen der offiziell von unserer Bundesregierung erklärten Einwanderungsgesellschaft Deutschland. Wir geben das Geld, das wir bekommen, also genau dafür aus, wofür es uns zur Verfügung gestellt wird.

    Deutschland ist ein Einwanderungsland und WILL eines sein und MUSS im eigenen Interesse eines sein. Sagt unser demokratisch vom Volk gewähltes Parlament. Sagt unsere Regierung. (Sagt, nebenbei bemerkt, auch die deutsche Wirtschaft.)

    Die strategische Frage, in der ich mit Lourdes Ros ringe, ist eine ganz andere. Müssen wir im Rahmen unserer multikulturellen und einwanderungsfördernden Haltung auch GEGENgesellschaftliche Strömungen verteidigen? Müssen wir auch die Anhänger von Diktatur und religiös oder chauvinistisch motivierter Abschottung verteidigen?

    Ich bin gespannt, wie sich diese Diskussion in der IG entwickeln wird.

    Und: Wozu ist ein Argumentationsblog denn da? – Um zu argumentieren. Um sich auch argumentativ aneinander reiben zu können. Von wegen “Nibelungentreue” oder dergleichen.

    Lourdes Ros hat jedes Recht, mich zu kritisieren, auch öffentlich hier auf dem Blog, wenn sie der Meinung ist, dass das nötig ist. Es ist mir ein Vergnügen, die Debatte anzunehmen. Ich hoffe, dass sich viele in der IG daran beteiligen werden. Und wenn sie es tun, wird es die einen geben, die mir, die anderen, die Lourdes Ros recht geben werden. Oder es findet sich eine uns allen gemeinsame Mitte.

    So geht es zu in einem der Demokratie und Aufklärung verpflichteten Verein.

    Am Ende kann es herauskommen, dass die Mehrheit in der IG meine Position für falsch hält. Was dann?

    Dann gibt es für den Blog zwei Möglichkeiten:

    Entweder diese Mehrheit akzeptiert es, dass ich dennoch meine Position weiter per Blog vertrete.
    Oder sie sagt: Leo, mach deinen Blog von der IG unabhängig. Wir wollen nicht, dass deine Position im Namen der IG vertreten wird.

    Letzteres wäre ein Ergebnis, dass ich zwar mit Bedauern, aber ohne Murren akzeptieren würde.

    Allerdings würde ich diese strategische Entscheidung der IG heftig kritisieren.

    Nun, Falstaff, meinst du nicht, dass so, wie ich das hier dargestellt habe, unserer Demokratie und unserem demokratischen Anstand ein gutes Zeugnis ausstellt?

  15. Falstaff meint:

    “…wenn wir ins Land gekommene Migranten (auch Flüchtlinge) fördern, dann fördern wir damit die Einwanderung.”

    Nö. Die IG (soll) Migranten, die bereits hier im Land sind, fördern.

    Es ist nicht die Aufgabe der IG, zusätzliche Migranten ins Land zu holen,
    oder ?

    Sollte die IG dies dennoch als ihre Aufgabe betrachten,
    ergäbe sich daraus ein Interessenkonflikt mit der
    Stadt München/der Landesregierung/ dem dt. Staat,
    da die Fördermittel damit nicht mehr (nur) zweckgebunden
    verwendet würden, oder ???

  16. Falstaff,

    wer die Einwanderer (die hier sind) fördert, der macht Einwanderung attraktiver. Fördert also auch die Einwanderung.

    Und unsere Bundesregierung will seit ca. 2005, dass genau das geschieht. Deutschland ist ein Einwanderungsland. Ganz offiziell.

    Nimm es einfach zur Kenntnis. Du kannst ja dann dagegen sein und protestieren, aber nimm es einfach mal zur Kenntnis:
    Die Regierung in Berlin ist für Einwanderung.
    Das Parlament in Berlin ist für Einwanderung.
    Die Regierungen und Parlamente der Bundesländer sind für Einwanderung.
    Die Kommunen sind für Einwanderung. (Gibt es da Ausnahmen? – Möglich. Wenn ja, einige. Anklam vielleicht, zum Beispiel.)

    Deutschland ist offiziell ein Einwanderungsland und WILL ein Einwanderungsland sein und will Einwanderung in großem Umfang möglich machen. Will attraktiv für Einwanderer sein und die, die kommen, möglichst schnell und gut integrieren. Nur im Falle von Flüchtlingen gibt es da kontroverse Standpunkte.

    Auch die Wirtschaft ist für (massive) Einwanderung.

    Und zu guter Letzt auch die InitiativGruppe.

    Und ich in Person.

    Protest dagegen ist erlaubt und kommt zahlreich und vielstimmig.

    Aber es ist lächerlich, wenn jemand nicht zur Kenntnis nimmt, DASS Deutschland de facto und de jure ein Einwanderungsland IST und sein WILL.

    Nimmst du es jetzt zur Kenntnis, Falstaff?

  17. Falstaff meint:

    Das mag alles so sein,Leo, aber ich bringe es nochmals auf den PUNKT (den Du natürlich, wie üblich, zu umschiffen versuchst):

    Es ist nicht die Aufgabe der IG, zusätzliche Migranten ins Land zu holen !
    Oder ? Ihre Aufgabe ist es, VORHANDENE/EINTREFFENDE Migranten
    zu fördern, und zwar zur INTEGRATION.

    Würde sie es DOCH tun, wäre sie so etwas wie eine Schlepper-Organisation. Es steht ihr aber eben NICHT zu, eine AUSWAHL zu treffen,
    WER und WIE VIELE in dieses Land migrieren, oder als Flüchtlinge gelten, oder als solche anerkannt werden.

  18. Falstaff meint:

    Wirtschaft und Staat sind für(was die Einwanderung betrifft) GEZIELTE Einwanderung von Menschen/Arbeitskräften, die qualifiziert sind, also
    in diesem Land GEBRAUCHT werden, und zwar in einer vom Staat ( und NUR von diesem) festzulegenden Größenordnung.

    Eine Zuwanderung ins Sozialsystem wird vom Staat explizit NICHT gewünscht oder gefördert.

    Nimmst du es jetzt endlich mal zur Kenntnis, Leo ?

  19. Na, Falstaff,
    wie HOLT denn die IG Einwanderer nach Deutschland?

    Ist mir noch nicht aufgefallen, dass wir welche irgendwo im Ausland abholen und nach Deutschland bringen. Dafür gibt es tatsächlich kein Projekt.

    Viele Einwanderer brauchen Deutschkurse und berufliche (Nach-)Qualifizierung. Das geschieht mittels staatlich finanziertem öffentlichem Engagement. Ist das ein Problem?

    Nicht gewünscht ist, dass Einwanderer tatsächlich ins Sozialsystem einwandern, also dort dauerhaft bleiben. Aber grade darum tut die IG, was sie kann – auch mittels öffentlicher Gelder und in öffentlichem Auftrag – damit das so selten wie möglich passiert.

    Zurück zur Ausgangsfrage: Ist Deutschland nun offiziell ein Einwanderungsland? – Vermutlich wirst du zustimmen. Will Deutschland offiziell starke Einwanderung (also etwa in der Höhe, wie sie 2017 oder 2018 stattfindet)? – Offensichtlich ja.

    Wie gesagt, im Falle von Flüchtlingen haben wir da eine politische Kontroverse. Aber die ändert nichts am Status des Einwanderungslandes und des Willens, die Grenzen für Einwanderer möglichst offen zu halten. Für EU-Einwanderer sowieso. Das sind ohnehin die meisten.

  20. Falstaff meint:

    “Will Deutschland offiziell starke Einwanderung (also etwa in der Höhe, wie sie 2017 oder 2018 stattfindet)? ”

    Der dt. Staat ( und hier, die Bundesregierung ) und die Wirtschaft WILL offiziell die Einwanderung von QUALIFIZIERTEN Arbeitskräften, die in Deutschland gut integrierbar sind. Vornehmlich ZUERST aus dem europ. Raum, ZUSÄTZLICH, je nach Bedarf, aus anderen Ländern.

    Der dt. Staat ( und hier, die Bundesregierung ) duldet die Aufnahme von
    Schutzbedürftigen ( Asylberechtigte, Kriegsflüchtlinge) , und ergreift zunehmend alle Möglichkeiten, durch möglichst verkürzte Prüfungsverfahren NICHT Schutzbedürftige so schnell wie möglich
    wieder außer Landes zu bringen.

    Und DAMT bin ich voll und ganz einverstanden.

    Und DU, Leo ?

  21. Falstaff,

    du überrascht mich (angenehm)! Also können unsere Grenzen für starke Einwanderung (ca. + 300.000 bis + 500.000 Netto pro Jahr?) offen bleiben. Wunderbar.

    Der deutsche Staat und die deutsche Wirtschaft bestimmen die Einwanderungspolitik. Soweit sind wir uns einig.
    Der deutsche Staat und die deutsche Wirtschaft bestimmen genau die Einwanderungspolitik, die im Moment abläuft. Da sind wir uns also auch einig? Ich glaube: ja.

    Nicht so ganz einig sind wir wohl, wenn ich sage: Die deutsche Wirtschaft kann auch ziemlich viele nicht so qualifizierte Einwanderer brauchen. Das verbilligt viele Tätigkeiten. Aber das gehört ja wohl auch zur aktuellen Einwanderungspolitik, die unsere Regierung im Namen und Auftrag unserer Wirtschaft betreibt.

    Aucn rechnet die Wirtschaft damit, dass man viele nicht so qualifizierte Einwanderer qualifizieren kann. Sie sind meistens jung und dynamisch. Lernfähig und lernwillig.

    Schutzbedürftige bekommen Asyl oder zumindest Duldung, werden nicht zurückgewiesen. Dazu werden auch diejenigen nicht zurückgewiesen, die eigentlich – nach den Annahmen und Vorgaben der Regierung! – nicht schutzwürdig sind, die aber von ihrem Fluchtland nicht wieder aufgenommen werden.

    So läuft das tatsächlich – und du, Falstaff, bist damit voll einverstanden.

    Ich selber würde die Kriterien, nach denen die Schutzwürdigkeit bestimmt wird sowie die Verfahren, in denen die Kriterien angewendet werden sowie die Umstände und Formen der Lagerhaltung von Aslybewerbern kritisieren – aber ich weiß, ich und diejenigen, die hier Kritik äußern, haben kaum politische Macht und können nicht viel ändern an den Verhältnissen.

    Für dich stelle ich fest: Du bist jetzt also doch endlich mit der Politik der Bundesregierung und ihrer Umsetzung des Willens der Wirtschaft einverstanden.

    Immerhin. Da zeigt sich ein respektabler Lernprozess. Wir sind zwar noch nicht beisammen, aber uns doch deutlich näher gekommen.

    Ich muss dann meinen Vorwurf oder Verdacht, dass du ein verkappter Nazi bist, zurücknehmen.

    Jetzt könnten wir noch einen Schritt weiter gehen: Mit dieser starken Einwanderung (bei ohnehin schon fast einem Viertel an Einwohnern mit Migrationsgeschichte) bleibt uns nichts anderes übrig, als uns auch zur multikulturellen Gesellschaft zu bekennen. Die SIND wir dann eben.

    Einverstanden?

  22. Falstaff meint:

    “Also können unsere Grenzen für starke Einwanderung (ca. + 300.000 bis + 500.000 Netto pro Jahr?) offen bleiben. Wunderbar. ”

    Nö.

    Du weißt GENAU, das diese ahlen eben NICHT die der Bundesregierung sind. Und die Grenzen sollen ja immer stärker für NICHT Schutzbedürftige
    dichter gemacht werden, inkl. Zurückweisung.

    “Der deutsche Staat und die deutsche Wirtschaft bestimmen die Einwanderungspolitik. ”

    Nö.

    Der dt. Staat bestimmt.

    “…die im Moment abläuft”

    Nö.

    Die Regierung arbeitet ( meiner und vieler anderer Ansicht nach leider zu schleppend) an neuen, veränderten Regularien. Insbesondere für die Rückführung NICHT Schutzbedürftiger.

    “Die deutsche Wirtschaft kann auch ziemlich viele nicht so qualifizierte Einwanderer brauchen.”

    Nö.

    Dafür gibt es genügend noch zu vermittelnde dt. Arbeitssuchende,
    plus Deckung des Bedarfs aus dem europ. Ausland, plus eine bestimmte Zahl aus dem Reservoir der auf Dauer hier bleibend dürfenden FLÜCHTLINGE.

    Und in den nächsten Jahren werden mehr und mehr dieser Stellen für gering Qualifizierte in D wegfallen, und auch die in Bereichen wie Einzelhandel, Banken, Versicherungen, u.s.w. . Wirtschaft/Industrie 4.0

    “Aucn rechnet die Wirtschaft damit, dass man viele nicht so qualifizierte Einwanderer qualifizieren kann.”

    Einige. Plus Deckung des Bedarfs aus dem europ. Ausland, plus eine bestimmte Zahl aus dem Reservoir der auf Dauer hier bleibend dürfenden FLÜCHTLINGE.

    “Schutzbedürftige bekommen Asyl”

    Richtig.

    “…oder zumindest Duldung…”

    Subsidiär. Zeitlich begrenzt.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Subsidi%C3%A4r_Schutzberechtigter

    “… die aber von ihrem Fluchtland nicht wieder aufgenommen werden. ”

    Daran arbeitet die Regierung, leider noch zu langsam und nicht effektiv genug. ZIEL der Regierung IST es aber, diese möglichst schnell zurückzuführen.

    “So läuft das tatsächlich – und du, Falstaff, bist damit voll einverstanden. ”

    Nö.

    Du, Leo verdrehst, resp. interpretierst es nur so.

    “…haben kaum politische Macht und können nicht viel ändern an den Verhältnissen. ”

    Und das ist auch gut so, und mit Sicherheit sieht das die übergroße Mehrheit der Deutschen auch so.

    “Du bist jetzt also doch endlich mit der Politik der Bundesregierung und ihrer Umsetzung des Willens der Wirtschaft einverstanden. ”

    Nö.

    Die Politik der Bundesregierung ist AUF EINEM GUTE WEG, aber immer noch zu langsam, und ineffizient. Und die WITSCHAFT spricht sich KLAR für qualifizierte Zuwanderung aus.

    “Immerhin. Da zeigt sich ein respektabler Lernprozess.”

    Der Mensch lernt ( so er denn WILL) sein Leben lang. Es kommt darauf an, welche Schlüsse er aus dem Erlernten zieht, und das Erlernte anwendet.

    “Wir sind zwar noch nicht beisammen, aber uns doch deutlich näher gekommen. ”

    Nö.

    Du ziehst völlig andere Schlüsse, und auch in der Anwendung unterschieden wir uns grundsätzlich. Unsere Ansätze sind vom Grund her völlig diametral.

    “Mit dieser starken Einwanderung (bei ohnehin schon fast einem Viertel an Einwohnern mit Migrationsgeschichte) bleibt uns nichts anderes übrig, als uns auch zur multikulturellen Gesellschaft zu bekennen.”

    Nö.

    es kommt eben auf die ZUSAMMENSETZUNG der Einwandererung, der multikulturellen Gesellschaft an, die Richtlinien, die sie sich gibt, und deren EINHALTUNG. NICHT die Aufnahmegesellschaft muß sich daran anpassen, sondern die ZUWANDERER.

    MULTIKULTI , wie Du es definierst ist, und da hatte Frau Merkel recht, gescheitert ( siehe unter anderem das Thema Parallelgeselschaften/Erdo-Türken u.s.w. )

    Und natürlich bleibt Deutschland, seinen Bürgern etwas ANDERES übrig.

    P.S. Leo, ich fordere Dich nochmals NACHDRÜCKLICH dazu auf, dieses bewußte Verdrehen und Fasch-Interpretieren von Kommentaren zu unterlassen. Es führt zu nichts, und macht Dich für einen ERNSTHAFTEN Diskurs unglaubwürdig.

  23. Falstaff meint:

    “Darüber hinaus besteht die ganze Gesellschaft aus Parallelgesellschaften, denn eine gemeinsame ‘Kultur’ gibt es nicht. ”

    Hier ein STIMMUNGSBILD einer dieser Parallelgesellschaften, die Frau Lourdes Ros als so SELBSTVDERSTÄNDLCH für dieses Land hält.
    Aktuell gestern in der Sendung KONTRASTE der ARD, 29 Minuten:

    https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/kontraste/videosextern/arabische-grossfamilien-in-deutschland-102.html

    Ehrenmorde und Gruppengewalt stiften sozialen Unfrieden und schüren Angst. Oft genügt es, wenn die Clans mit ihren Namen drohen. Wer sind diese Familien? Wie genau sieht ihre abgeschottete Parallelwelt aus? Wo kommen sie her? Was denken die Clanmitglieder über den deutschen Rechtsstaat? Antworten geben sie selbst in dieser exklusiven Reportage aus der Welt der Clans.

    Sehen, und STAUNEN, was im dt. Rechtsstaat ÜBER JAHRE SCHON möglich ist, und GEDULTET wurde/wird…

  24. Falstaff,
    WER ist denn nun verantwortlich für das gegebene Einwanderungsplus pro Jahr? Es wird auch dieses Jahr wieder irgendwo zwischen 300.000 und 500.000 liegen. (Die Flüchtlinge sind davon nur ein Teil.)

    Wie sollen wir dich verstehen?

    Dein Beitrag ist konfus. Unverständlich – in Relation zu deinem vorherigen, indem du genau das zu behaupten scheinst, was du jetzt ablehnst.

    Geringer werden – wie ich ja auch schreibe – nur die Flüchtlingszahlen. Die Einwanderung bleibt auf dem relativ hohen Niveau. Einschließlich der Wenig-Qualifizierten. Denn die EU-Grenzen sind offen. Auch Flüchtlinge werden weiter in relevanter Anzahl kommen. Vielleicht bald sehr viele aus der Türkei …

    Ja, wie ist das mit Flüchtlingen aus der Türkei, Falstaff? Du wirst aufgrund deiner eigenen Argumentation zugeben müssen, dass es sich dann um Millionen von Schutzbedürftigen handeln könnte, die vor dem Wüterich Erdogan fliehen müssen …

    Dass Multikulti nicht gescheitert ist, sieht man überall da, wo es besonders stark ausgeprägt ist. München etwa.

    Falstaff,
    es wäre hilfreich, wenn du mal konsistent argumentieren würdest. Dein letzter Beitrag und dieser jetzt passen nur bedingt zusammen. Nicht ich verdrehe etwas, sondern du drehst und windest dich.

  25. Dazu vier Artikel von mir.

    http://blog.initiativgruppe.de/?s=Mhallamiye
    (Beim erstgenannten wird die Mhallamiye nur erwähnt. Die anderen vier meine ich.)

    Ich habe über diese spezielle Angelegenheiot nicht mit Lourdes Ros gesprochen, aber ich nehme an, dass es da keinen Dissens zwischen uns gibt.

    Die Mhallamiye bilden keine Parallel-, sondern das, was ich eine GEGENgesellschaft nenne.

  26. Falstaff meint:

    “Nicht ich verdrehe etwas, sondern du drehst und windest dich.”

    Du bleibst also bei Deiner TAKTIK Na dann…

  27. Falstaff,
    niemand ist gezwungen, hier mit mir zu diskutieren.
    Wenn ich dir zu unfair bin, dann zieh die Konsequenz und lass es eben. Mit dem Brux kann man eben nicht diskutieren!

    Taktik? – Strategie, Falstaff, Strategie. Ich pflege in meinem Spiel mit dir nicht nur zu verteidigen, ich greife auch immer mal wieder an. Wie gemein von mir, dass ich dir das Angreifen nicht überlasse und mich nicht aufs Verteidigen beschränke!

    Ich greife an: Ich suche die Schwachstellen in deiner Argumentation. Vielleicht lernst du ja auch einmal, auf solche Schwachstellen zu achten! Dann kann ich nicht mehr so viele Tore gegen dich schießen.

    Ja, wie ist das mit Flüchtlingen aus der Türkei, Falstaff? Du wirst aufgrund deiner eigenen Argumentation zugeben müssen, dass es sich dann um Millionen von Schutzbedürftigen handeln könnte, die vor dem Wüterich Erdogan fliehen müssen …

    Was fällt dir nun dazu ein?

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