Tuba Sarica

tuerkeiStatt eines Artikels nochmal Tuba Sarica.

Ein Blick hinein in die Welt der Erdogan-Türken in Deutschland.

In ihre deutschfeindliche, intolerante Welt. Die mit einer multikulturellen Welt kaum vereinbar ist.

Was sie hier immer Parallelgesellschaft nennt, bezeichne ich als GEGENgesellschaft.

Das Wort hat Tuba Sarica!

Die so unverschämt ist, Deutschland und die deutsche multikulturelle Gesellschaft hochzuschätzen.

Hier meine beiden vorherigen Artikel zu Tuba Sarica.

der erste

der zweite

Jemand meinte, Sarica äußere sich ohne historisches Bewusstsein über die Türken in Deutschland.

Falsch!

Man lese nur einfach mal ihr Buch. Es ist voller Geschichte – nur ist es eben nicht so einseitig die Geschichte, mit der man uns üblicherweise ein möglichst großes Schuldgefühl zu vermitteln versucht.

Die Geschichte unserer Fehler hat eben auch die Seite, die uns Tuba Sarica zeigt.

 

Kommentare

  1. Frank Berghaus meint:

    Tuba Sarica steht derzeit bei den Rechtsextremisten hoch im Kurs :D

  2. Das zeigt, dass die multikulturelle Offenheit jetzt sogar schon bis in die rechtsextreme Szene reicht. Sie fangen an, “Türken”, sogar explizit demokratisch und multikulturell orientierte Türkischstämmige zu respektieren …

    Ob ich vielleicht auch noch in den Genuss rechtsextremer Zustimmung komme?

    Frank,
    wie sehen die rechtsextremen Formulierungen zu Tuba Sarica aus?

    Und gibt es irgendetwas, das in ihrem Buch oder in ihren Interviews eine Nähe zum Rechtsextremismus zeigt?

  3. Falstaff meint:

    Sagt das etwas über den Wahrheitsgehalt der Aussagen von Frau Sarica aus ?

    Wenn Rechtsradikale sagen, ja , wir denken das die Evolutionstheorie
    wissenschaftlich als richtig zu betrachten ist, sollte man diese, weil eben
    Rechtsradikale dies sagen, in Frage stellen ?

    Nein ?

    Aha.

  4. Frank Berghaus meint:

    Allein die Tatsache, dass hier jemand, der Türkisch-stämmig ist, Türken kritisiert, reicht den Rechtsradikalen zum Beifall. Ein Bekenntnis zu Multikulti ist damit – anders als bei uns – nicht verbunden. Es ist reine Häme.

    Sie gehen eben immer davon aus, dass man sein “eigen Blut” nicht kritisiert. Das ist ja eine der Basen ihrer Dümmlichkeit.

  5. Korbinian meint:

    Der Netzbeschmutzer gilt bei den Nationalchauvinisten jeglicher Couleur als der Erzschurke.

  6. Onkel Tom gibs in allen Variationen.

    Tuba Saricas ist eine von vielen Meinungen, wieso man sich also gerade diese rauspickt und für richtig hält ist doch die Frage.

    Wieso mag die Rechte Ecke Leute wie Sarica oder eine Necla Kelek – Man kann deren Meinung quasi wiedergeben ohne als Rassist zu gelten. Denn oft ist das einfach nur polemischer und rassistischer Quatsch getarnt als “Kritik” oder “Abrechnung” mit der eigenen Gemeinschaft.

    Beispiel:
    Wenn ein Schwarzer in den USA behauptet, dass alle Schwarze ja eigentlich faul sind – wird er dann nicht Zustimmung von allen Rassisten bekommen? Hat er nun zudem Recht, weil ja Mut dazu gehört die eigenen Leute zu kritisieren Oder verpackt er einfach rassistische Ressentiments unter neuem Label?

    Tuba greift 1. die Ängste der Deutschen auf und kanalisiert sie 2. bläst ein marginales Problem zu einem riesen Ballon auf – davon profitiert sie.
    Wieso interessiert sich Leo gerade jetzt für Tubas Meinung? Kannte er sie vor einigen Monaten überhaupt? Welche relevanz hätte ihr Beitrag ohne den medialen Hype um die “Türken”?

    @Leo

    “Das zeigt, dass die multikulturelle Offenheit jetzt sogar schon bis in die rechtsextreme Szene reicht. Sie fangen an, “Türken”, sogar explizit demokratisch und multikulturell orientierte Türkischstämmige zu respektieren … ”

    Wenn Alice Schwarzer den Islam “kritisiert” wird sie dann nicht auch von Rechtsradikalen zitiert? Sind diese Rechtsradikalen nun Feministinnen?

    “Ob ich vielleicht auch noch in den Genuss rechtsextremer Zustimmung komme? ”

    Bei vielen Ansichten zu den Türken in Deutschland, kannst du dir einer Rechten und rechtsextremen Zustimmung fast sicher sein, mach dir da mal keine Sorgen.

  7. Korbinian meint:

    @Manu

    Onkel Tom gibs in allen Variationen.

    Tuba greift 1. die Ängste der Deutschen auf und kanalisiert sie 2. bläst ein marginales Problem zu einem riesen Ballon auf – davon profitiert sie.

    Was meinen Post um 14:27 Uhr bestätigt. Der Netzbeschmutzer kann sich der Verachtung (siehe Bedeutung des Begriffes Uncle Tom) der Nationalchauvinisten sicher sein. Vielen Dank, Manu!

  8. Gerne, Onkel Toms sind halt immer unter den “Kritikern” beliebt und müssen sozusagen als fremdartiges Testimonial herhalten.

    Nach dem Motto: wenn eine Türkin das schon schreibt, kann ich garkein Hetzer sein…

    Siehe meine Beispiele oben.

    Danke auch an dich, dass du uns immer wieder deine Einfältigkeit zur Schau stellst und somit als ersnthafter Gesprächspartner ausscheidest. Sehr amüsant.

  9. Korbinian meint:

    Gerne, Onkel Toms sind halt immer unter den “Kritikern” beliebt und müssen sozusagen als fremdartiges Testimonial herhalten.
    Nach dem Motto: wenn eine Türkin das schon schreibt, kann ich garkein Hetzer sein…

    Das ist Deine einzige Sorge, das weiß ich wohl. Deswegen verachtest Du Sie auch. Vielen Dank nochmal, an Deine Beleidigungen habe ich mich eh schon gewöhnt. Von Eurer Seite gilt das immer als großes Lob.

  10. Falstaff meint:

    “Sie gehen eben immer davon aus, dass man sein “eigen Blut” nicht kritisiert. ”

    Die[se] Türken ? Stimmt.

    Und sie ziehen noch nicht einmal in den Berreich des Möglichen, das diese
    Kritik, diese Kritiker evtl. recht haben [könnten ], weil..
    …man sein “eigen Blut” nicht kritisiert…

  11. Korbinian,

    ich stimme deinen Repliken auf Manu zu.

    Nestbeschmutzen ist in Deutschland teil der Kultur. Ein Deutscher darf sein deutsches Nest beschmutzen. Was man dann wiederum durchaus kritisieren kann, wenn man die Kritik falsch findet – nur, das geht nicht, dass man generell sagt: Wir müssen zusammenhalten, wir dürfen uns von außen keine Kritik gefallen lassen, wir müssen Nestbeschmutzung grundsätzlich als Verletzung unserer Ehre betrachten.

    Wenn mir ein Deutscher sagt, die Deutschen wären zum großen Teil Rassisten, dann ist das zwar falsch, und ich weise es heftig zurück – aber das Falsche daran ist nicht, dass hier ein Deutscher Deutschland und die Deutschen kritisiert.

    Tuba Sarica kritisiert ihre deutschtürkische Community auf einleuchtende und für uns Deutsche sympathische Weise. Sie ist ein gutes Beispiel für gelungene Integration. Sie ist in Deutschland angekommen. Warum sollte uns Deutschen das nicht gefallen?

    Sie ist mit ihrem sehr guten Buch und den darauf folgenden Interviews EINE Stimme in einem Konzert. Eine sehr musikalische Stimme. Aber nur eben eine Stimme.

    Ich habe in einem Artikel die Wichtigkeit einer anderen Stimmlage hingewiesen: Widerstand gegen das Fremde – ja!

    Menschen sind Menschen und verteidigen darum ihre Gewohnheiten gegen den Ansturm des Fremden. Das muss so sein. Es gilt auch für Deutschtürken, die als Einwanderer dem Ansturm des ihnen fremden Deutschen (oder Westlichen oder Europäischen) ausgesetzt sind.

    Die Fortsetzung meines Artikels betont dann aber auch die Notwendigkeit, das Fremde in sich aufzunehmen. Das ist der Preis, den Einwanderer zahlen MÜSSEN.

    Andernfalls scheitert die Integration, die Eingliederung. Die Einwanderergruppe bleibt dann nicht eine Parallelgesellschaft, sie wird zur GEGENgesellschaft. Das kann auf die Dauer nicht gut gehen.

    (Ist es mir erlaubt, DARAUF hinzuweisen – im Blog der InitiativGruppe? – Die Debatte darüber wird im September in der IG stattfinden.)

  12. “Wir müssen zusammenhalten, wir dürfen uns von außen keine Kritik gefallen lassen, wir müssen Nestbeschmutzung grundsätzlich als Verletzung unserer Ehre betrachten.”

    Wenn ihr meint dass sei die allgemeine Einstellung der Türken (so wie es Sarica auch behauptet) bestätigt ihr genau das, was auch Sarica (auch von Deutscher Seite) vorgeworfen wird.

    Ihr seid anscheinend nkcjt in der Lage zu erkennen in welche Sackgasse ihr euch da manövriert. Von einem wie Korb oder falstaff ist das aber auch sicher zuviel verlangt.

    Noch was Leo, ich begrüße Saricas Kritik, halte sie allerdings in vielen Punkten für schlicht falsch. Und nun?

  13. Korbinian meint:

    Dann solltest Du mal genau erläutern was Du an Saricas Kritik begrüßenswert findest und was nicht.
    Bisher kamen von Deiner Seite nur persönliche Abwertungen (Uncle Tom und so) ihr gegenüber.

  14. Du bist da nicht mein Ansprechpartner, in einem anderen Post und auch in diesem wurde das bereits teilweise von mir aufgegriffen.

    Wieso haltet ihr Saricas Meinung für besonders richtig und nicht eine der kritischeren Türkischen Stimmen, die wir hier auch bereits gepostet hatten.

    Sarica verfehlt das Thema, liefert nur Angriffe, Verallgemeinerungen, bereits verstaubte Erklärmodelle. Intellektuell einfach sehr flach und vorallem einseitig. Sarica rechnet ab und bewegr sich innerhalb der bekannten Islam-Türken “kritischen” Argumentaionslinien.

    Euch kommt Sarica gelegen, sie spricht euch aus der Seele, sie ist in der Hinsicht erfolgreich.

  15. Korbinian meint:

    Sarica verfehlt das Thema, liefert nur Angriffe, Verallgemeinerungen, bereits verstaubte Erklärmodelle. Intellektuell einfach sehr flach und vorallem einseitig. Sarica rechnet ab und bewegr sich innerhalb der bekannten Islam-Türken “kritischen” Argumentaionslinien.

    Oh wie er sich wieder windet, der Wurm. Du willst nicht oder Du kannst nicht, mir ist es auch Wurscht. Reih Dich bei Deinen Nationalchauvinisten ein, Du Otto.

  16. Was für ein primitiver Mensch

  17. Korbinian meint:

    Jawohl Herr Professör! Stets zu Ihren Diensten!

  18. Manu,
    das alles bleibt sehr pauschal und unkonkret. Wie soll man da diskutieren?

    Sarica ist konkret. Sie bringt Beispiele und analysiert sie. So kann man dann Beispiel für Beispiel anschauen und prüfen.

    Also los, Manu, DEINE Beispiele, bitte!

  19. Mein Vorschlag, mach dein Job richtig und moderier ordentlich, so kann man dann auch diskutieren und ich nenn dir gerne konkrete Punkte.

    Du musst aufpassen oder der IG sollte hier lieber aufpassen, dass dein sog. Blog nicht von Trollen gekapert wird.

  20. Korbinian meint:

    Du musst aufpassen oder der IG sollte hier lieber aufpassen, dass dein sog. Blog nicht von Trollen gekapert wird.

    Du musst ein echt guter Go-Kart-Fahrer sein. Im Ausweichen bist Du Weltmeister.

  21. Fantomas007 meint:

    “Du musst ein echt guter Go-Kart-Fahrer sein. Im Ausweichen bist Du Weltmeister.”

    Bei deinen ständig dummen Kommentaren kann ich Manu sehr gut verstehen.
    Nicht jeder steht drauf, wie ich, dir ab und zu virtuell eins auf die Frresse zu geben.

    Außer Belustigungen und dummen Bemerkungen kommt nichts von dir. Wenn jemand sich mal Mühe gibt und einen ordentlichen Beitrag leistet und anschließend steht da ein total verblödeter Kommentar von dir, kann die Lust, weiterzuschieben, enorm beeinträchtigt werden. Wahrscheinlich ist das ja auch von dir so beabsichtigt- und dem Blogbetreiber scheint das auch egal zu sein. Er verwarnt lieber denjenigen, der dich nach deinen ständig verblödeten Belustigungen Depp (wie schlimm, im Vergleich zu deinen Beschimpfungen und Belustigungen) nennt.

  22. @fantomas

    Ja hast Recht.

    In so einer Atmosphäre kann ja keine Diskussion zustande kommen, habe hier ja auch sehr ausführliche Kommentare geschrieben, quasi umsonst.

    Da ist Koebinian sowieso nicht mein Gesprächspartner, aber dass der Blogebtreiber dieses Verhalten auch noch fördert und die Diskussionen somit ins lächerliche abdriften lässt zeigt, er nutzt den Clown Korb. um sich ungemütlichen Beiträgen zu entziehen und so denkt er kann er die anderen das sagen lassen was er sich vielleicht selbst auch nicht traut.

    Was eigentlich passiert ist, das sich ein unterirdisches Niveau offenbart, dass man so auch aus diversen Nazi und Pegida Blogs kennt.

    Da sollte unbedingt auch mal jemand vom IG ab und zu eingreifen und ermahnen.

  23. Korbinian meint:

    Da sollte unbedingt auch mal jemand vom IG ab und zu eingreifen und ermahnen.

    Fragt mal diesen Pegida-Hütchen-Träger der ermahnt auch gern. Vielleicht setzt er sich auch noch ein kleines Türkeihütchen auf, vielleicht könnt ihr ihn ja bestechen, aber besser nicht mit Eurer schwindsüchtigen Lira, nehmt besser den guten alten Rubel. Der Rubel rollt, auch bald in Fantomas’ Geldbörse, damit zeigst Du es uns allen richtig. Du bist ein richtiger ehrenvoller Krieger. Kapla!

  24. Korbinian meint:

    “Er verwarnt lieber denjenigen, der dich nach deinen ständig verblödeten Belustigungen Depp (wie schlimm, im Vergleich zu deinen Beschimpfungen und Belustigungen) nennt.”

    Höre ich da ein Mimimi? Ohh, ist es so schlimm? Macht nichts, ich biete Euch beiden ein Trostknuddeln an.

  25. Fantomas007 meint:

    Alles klar, Blogtrottel! Geh endlich schlafen.

  26. Korbinian meint:

    @fantomas

    Warum habt Ihr beiden eigentlich so einen Herrenmenschen-Befehlston an Euch? Wahrscheinlich früher als Kinder immer schön zusammengeknüppelt müsst Ihr das jetzt irgendwie kompensieren. Patriarchat ist schon scheiße.

  27. Fantomas007 meint:

    Na, ist heute wieder Saufen dran? Bist ja lange auf.

  28. Korbinian meint:

    So besoffen wir Du kann ich gar nicht werden.
    Übrigens lustig wie Ihr schon wieder angekrochen kommt:
    https://gazete.taz.de/article/?article=!5530571

  29. Falstaff meint:

    Mit diesen “Befehlston” ist der Herr auch schon früher unangenehm aufgefallen. Wenn man ihn auf dem falschen Fuß erwischt hat, oder er argumentativ nicht mehr weiter wußte.

  30. Frank Berghaus meint:

    Wenn ich hier gelegentlich vorbeischaue würde es mich ja freuen, auch einmal Sachargumente zu lesen.

    So wie jetzt ist das nur noch unerfreulich bis unappetittlich :-(

  31. Hier eine die andere Seite der Medaille:

    https://www.deutschlandfunkkultur.de/can-merey-der-ewige-gast-von-einem-der-auszog-um-sich-in.2165.de.html?dram:article_id=414935

    “Das Buch “Der ewigen Gast – Wie mein Vater versuchte, Deutscher zu werden” sagt viel über die Türkei aus und ist die Geschichte eines gescheiterten Versuchs, der vielleicht gar nicht gelingen kann.”

    “Durch das Schreiben habe er “sehr viel mehr Verständnis bekommen für die Türken in Deutschland”, sagt Can Merey. “Auch habe ich verstanden, dass es in Deutschland eine kritische, türkenfeindliche Grundstimmung gibt, die sich oft auch entlädt in einer Art Wut gegen dieses System Erdogan.” Natürlich könne und solle man die Regierung unter Präsident Recep Tayyip Erdogan “sehr kritisch sehen”. Trotzdem glaube er, “dieses Verhältnis zwischen Deutschland und der Türkei wird auf der deutschen Seite, aber auch auf der türkischen Seite eben nicht rational betrachtet, sondern sehr emotional. Und da spielt diese deutsch-türkische Geschichte vor allem der letzten Jahrzehnte eine wichtige Rolle.”

  32. Über den Autor:

    Can Merey arbeitete nach seinem Studium der Sozialarbeit zunächst als freier Journalist, bevor er 1999 zur dpa kam. Im Anschluss an das Volontariat in Bayern ging er als Redakteur in die Politikredaktion nach Berlin. Nach einer Station als bundespolitischer Korrespondent wechselte er 2003 als Südasien-Büroleiter nach Neu Delhi. Schwerpunkt seiner Berichterstattung in den folgenden Jahren war der eskalierende Konflikt in Afghanistan, über den er 2008 ein Buch veröffentlichte. Zum 1. Juli 2013 wurde Merey in Istanbul mit dem Aufbau und der Leitung des Regionalbüros Nahost beauftragt, das neben der Türkei die Arabische Welt, Israel, den Iran, Afghanistan und Pakistan umfasst.

  33. Manu,
    es wirkt gespenstisch, wenn sich ein türkischer Faschist hier in Deutschland Sorgen macht um deutschen Rassismus. Es ist ganz einfach Heuchelei.

    Ich erinnere mich auch noch an deine rassistischen Warnungen vor der Einwanderung von Schwarzafrikanern.

    Im übrigen scheint ihr – Fantomas und du – euch zu troll-förmigen Ablenkungsmanövern entschlossen zu haben.

    Halten wir also fest:

    Erdogan und “seine” Türkei stehen für Diktatur und Islamismus, für Terror gegen die Kurden, Abschaffung des Rechtsstaats und der Meinungsfreiheit, ideologische Feindschaft gegen den Westen, Pöbelei gegen Deutschland, Geiselnahmen, Staatsterrorismus gegen die Opposition, kultur-reaktionäre Politik, Homophobie, Militarismus, Expansionismus, türkischen Chauvinismus.

    DAGEGEN richtet sich unser Protest.

    Diejenigen, die ich Erdotürken nenne – Deutschtürken, die Erdogan unterstützen, wählen, für gut halten – stehen damit hier in Deutschland gegen die liberale multikulturelle Gesellschaft. Sie organisieren sich als GEGENgesellschaft. Integration sehen sie als Gefahr, als Verlust ihres Türkischseins – das sich aktuell verbindet mit ihrer türk-chauvinistischen bzw. islamistischen Feindseligkeit gegen den liberalen und säkularen Westen.

    Es dauert noch ein bisschen, bis sich das auch in linken Kreisen herumgesprochen haben wird.

    Aber Erdogan und seine Fans hier (zu denen man euch zwei Türk-Chauvinisten ja wohl zählen muss) helfen kräftig mit, dass es sich herumspricht.

  34. Korbinian meint:
  35. Korbinian meint:

    Ein Hoch auf die Rechtsstaatlichkeit und Versammlungsfreiheit in der Türkei:
    https://gazete.taz.de/article/?article=!5531377

  36. “es wirkt gespenstisch, wenn sich ein türkischer Faschist hier in Deutschland Sorgen macht um deutschen Rassismus. Es ist ganz einfach Heuchelei”

    Ein harter Vorwurf, ich würde ja fragen, an welchem Zitat du das jetzt fest machst, aber wir beide wissen, du hast keine Antwort darauf.

    Für mich wirkt es auch gespenstisch wenn jemand für einen Integrationsverein schreibt und Millionen von Menschen quasi in Sippenhaft nimmt, wenn sie sich nicht politisch auf sein Seite schlagen. Dieser besagte Integrationsverein sieht das aber wohl auch so wie ich.

    “Ich erinnere mich auch noch an deine rassistischen Warnungen vor der Einwanderung von Schwarzafrikanern.”

    Interassant, die würde ich auch gerne mal sehen, die “rassistischen” Warnungen?

    “Erdogan und “seine” Türkei stehen für Diktatur und Islamismus, für Terror gegen die Kurden, Abschaffung des Rechtsstaats und der Meinungsfreiheit, ideologische Feindschaft gegen den Westen, Pöbelei gegen Deutschland, Geiselnahmen, Staatsterrorismus gegen die Opposition, kultur-reaktionäre Politik, Homophobie, Militarismus, Expansionismus, türkischen Chauvinismus.

    DAGEGEN richtet sich unser Protest.”

    Du hast mit all diesen Dingen kein Problem, wir haben doch hier herausgefunden, dich stört die Beleidigungen Erdogans, das hat dich in deinem Stolz gekränkt.

    Wer wirtschaftlich von diesem (und ganz besonders anderen asiatischen) Diktatore(n) profitiert, wer das alles als Pragmatismus bezeichnet, wer pöbelt aber dann doch Urlaub in der Türkei macht, sich gerne türkische/in der Türkei produzierte Produkte kauft und dann meint, er stünde gegen die oben beschiebenen Dinge in Sachen Erdogan ist ein Spinner.

    Die USA beweisen durch ihre Sanktionen, sie nehmen die von dir oben beschriebenen Dinge ernst und nehmen wirtschaftl. Nachteile in Kauf, sowohl gegen die Türkei als auch den Iran, so geht Glaubwürdigkeit.

    “Integration sehen sie als Gefahr, als Verlust ihres Türkischseins – das sich aktuell verbindet mit ihrer türk-chauvinistischen bzw. islamistischen Feindseligkeit gegen den liberalen und säkularen Westen.”

    Assimilation meinst du.

    “stehen damit hier in Deutschland gegen die liberale multikulturelle Gesellschaft. Sie organisieren sich als GEGENgesellschaft. ”

    Kann man eine Minderheit Gegengesellschaft nennen, wenn dieder Personenkreis hier arbeitet, Steuern zahlt, sich politisch engagiert, deren Kinder Deutsch sprechen etc. und es keine strafrechtlich relevanten Auffälligkeiten bestehen.

    Ich denke du versuchst hier den Begriff Gegengesellschaft zu verharmlosen oder diese sogenannte Minderheit zu diffarmieren und quasi als Terroristen/Schläfer/ tickende Zeitbomben darzustellen. Da bist du doch auf einer Linie mit den rechtsradikalen Rassisten.

    “Es dauert noch ein bisschen, bis sich das auch in linken Kreisen herumgesprochen haben wird.”

    Ja wie lange denn noch?

    “Aber Erdogan und seine Fans hier (zu denen man euch zwei Türk-Chauvinisten ja wohl zählen muss) helfen kräftig mit, dass es sich herumspricht. ”

    Träum weiter. Ich bin wohl integrierter als du denke ich. In der Deutschen Gesellschaft und Region in der ich lebe bist du der Fremde.

  37. Frank Berghaus meint:

    Niemand, der einem fremden islamistischen Despoten folgt, kann Anspruch darauf erheben, hier integriert zu sein.

  38. Korbinian meint:

    Träum weiter. Ich bin wohl integrierter als du denke ich. In der Deutschen Gesellschaft und Region in der ich lebe bist du der Fremde.

    Duisburg-Marxloh? ;)

  39. Ich wiederhole:


    “Erdogan und “seine” Türkei stehen für Diktatur und Islamismus, für Terror gegen die Kurden, Abschaffung des Rechtsstaats und der Meinungsfreiheit, ideologische Feindschaft gegen den Westen, Pöbelei gegen Deutschland, Geiselnahmen, Staatsterrorismus gegen die Opposition, kultur-reaktionäre Politik, Homophobie, Militarismus, Expansionismus, türkischen Chauvinismus.

    DAGEGEN richtet sich unser Protest.”

    Manu distanziert sich nicht von Erdogan, nicht von den hier aufgelisteten Punkten.

    Halten wir fest: Manu steht für diese von mir charakterisierte erdoganistische Türkei.

    In diesem Licht sind seine weiteren Ausführungen zu lesen.

    Manu fragt:

    Kann man eine Minderheit Gegengesellschaft nennen, wenn dieser Personenkreis hier arbeitet, Steuern zahlt, sich politisch engagiert, deren Kinder Deutsch sprechen etc. und es keine strafrechtlich relevanten Auffälligkeiten bestehen.

    Man kann. Es trifft zum Beispiel zu auf Salafisten. Nur einige kleine Gruppen von Salafisten sind kriminell auffällig, die meisten Salafistengruppen sind es nicht.

    Du bestätigst es indirekt selbst:

    Ich: “Integration sehen sie als Gefahr, als Verlust ihres Türkischseins – das sich aktuell verbindet mit ihrer türk-chauvinistischen bzw. islamistischen Feindseligkeit gegen den liberalen und säkularen Westen.”

    Du: Assimilation meinst du.

    Wer als Deutschtürke seine türk-chauvinistische bzw. islamistische Feindseligkeit gegen den liberalen und säkularen Westen aufgäbe, wäre für dich ein Fall von Assimilation.

    Wobei du wie Fantomas nicht zum islamistischen, sondern zum türk-chauvinistischen Flügel der neo-osmanischen Türkei gehörst.

  40. “Man kann. Es trifft zum Beispiel zu auf Salafisten.”

    Zeig mir Salafisten die sich politisch in Deutschen Parteien engagieren. Zieg mir Salafisten die Bildung- und Kultur fördern. Zeig mir Salafisten, die wirtschaftl. Brücken bauen, Milliardenunternehmen aufbauen. Zieg mir salafistische Schauspieler, Musiker, Künstler etc.

    Dass du Salafisten und 2.8 Mio Türken, die hier dieses Land quasi mitaufgebaut haben in einen Topf wirft, zeigt wessen Geistes Kind du bist.

    Peinlich!
    Was hat man also von so einem wie dir zu erwarten?

    “Wer als Deutschtürke seine türk-chauvinistische bzw. islamistische Feindseligkeit gegen den liberalen und säkularen Westen aufgäbe, wäre für dich ein Fall von Assimilation. ”

    Du beanspruchst für dich also ein Repräsentant des liberalen Westens zu sein? Oder meinst du damit Deutschland? Ist der liberale Westen nicht ziemlich pluralistisch und Deutschland nur eine der zahlreichen Facetten und du ebenso nur ein winziger Teil des Meinungsspektrums?

    Nimmst du dir hier also heraus, einer Person abreden zu können, sie sei nicht Teil des pluralistischen Westens, weil sie in deine Welt nicht passt, sie dir unangenehm ist, politisch konträr zu deinen Ansichten steht?

    Ich denke genauso ist es, du hast das hier ja klar gemacht, ich zitiere dich:

    “I) Die Regeln und die Grenzen setzen die Einheimischen, nicht die Einwanderer. Wenn einem diese Regeln und die Grenzen nicht passen, sollte man wieder gehen.”

    Nachdem es in der Diskussion darauf zu für dich entlarvenden und unangenehmen Situation gekommen ist, hast du diesen Punkt völlig zusammenhangslos und verzweifelt versucht zu relativieren:

    “Die “Einheimischen” sind alle diejenigen, die hier und heute deutsche Staatsbürger sind.”

    Das witzige laut deiner Aussage sind ich, fantomas und cenki zb. ja Einwanderer, du hast uns bereits du Ausreise nahegelegt – aber selbst Özil wird nach deinem Relativierungsversuch zum Einheimischen… Obwohl in deiner Formulierung genau das in Abrede gestellt wird. Es ist zu vermuten, dass du ordentlich ein auf den Deckel bekommen hast oder dir klar wurde in was für eine Sackgasse du dirch manövrierst.

    Ich empfehle jeden diesen Beitrag zu lesen:
    http://blog.initiativgruppe.de/2018/08/01/erdogandebatte-lourdes-ros-4/

    Es sei hier angemerkt, dass ich in keiner Weise FAN oder Unterstützer von Erdogan bin, sondern dies deine Erfindung und Diffarmierungstaktik ist, um einen ernsthaften Diskurs nicht wagen zu müssen, um eben nicht die Deutungshoheit zu verlieren.

    In dem Sinne ist dies ebenso einfach nur albern und billig. Du hast keine klare Linie, reagierst je nach Emotion, das zeigt die Diskussion hier: http://blog.initiativgruppe.de/2018/07/31/erdogandebatte-lourdes-ros-2/ im Veregleich zu deiner Aussage hier: http://blog.initiativgruppe.de/2018/08/01/erdogandebatte-lourdes-ros-4/

  41. Falstaff meint:

    “…die hier dieses Land quasi mitaufgebaut….”

    Diese these des QUASI MITAUFGEBAUT hält sich hartnäckig in der Community,gell?

    Dazu eine Artikel und eine Zeittafel, zum besseren Verständnis:

    1959 – Deutschland ist die zweitgrößte Industrienation der Welt nach den USA. Das Wirtschaftswunder ist vollendet.

    1960 – In Deutschland wird die Vollbeschäftigung erreicht. Das Abkommen mit Italien hat bis dahin kaum eine Wirkung gezeigt, die Anwerbung von Arbeitskräften aus Italien ist im wesentlichen nicht in Gang gekommen.

    1960 – Weitere Staaten, die im Handel mit Deutschland hohe Defizite aufweisen, dringen auf Abkommen, die es Arbeitskräften ermöglichen sollen, in Deutschland zu arbeiten. Besonders Portugal, das in diesen Jahren fast von Hungersnöten gebeutelt wird und das Entwicklungsland Türkei, das von einer Wirtschafts- und politischen Krise in die nächste schlittert, machen Druck auf das deutsche Außenministerium, derartige Abkommen zuzulassen.

    1961 – Das von der Türkei gewünschte Anwerbeabkommen wird unterzeichnet. Es wird vertraglich festgeschrieben, dass jeder türkische Arbeitnehmer maximal 2 Jahre in Deutschland arbeiten kann und dann zurückkehren muss (Rotation). Es wird vereinbart, nur Menschen aus dem europäischen Teil der Türkei aufzunehmen, ferner wird – in Abweichung zu den Anwerbeabkommen mit europäischen Ländern der Familiennachzug bzw. die Familienzusammenführung in Deutschland vertraglich ausgeschlossen.

    1967 – Die Nettoanwerbung von ausländischen Arbeitskräften sinkt auf 0. Es werden nur noch „rotierende“ Gastarbeiter ersetzt. Führende Vertreter der deutschen Wirtschaft proklamieren: es gibt keinen wirtschaftichen Nutzen durch Gastarbeiter.

    http://www.formelheinz.de/index.php/20090908274/Kultur/Wiederaufbau-in-Deutschland-Beitrag-der-Gastarbeiter.html

    bzw.

    Zwischen 1961 und 1965 wurden weitere Abkommen mit der Türkei, Marokko, Portugal und Jugoslawien abgeschlossen und bereits 1966 waren mit 1,3 Millionen Personen 6,3% der Beschäftigten in der Bundesrepublik Ausländer. Die Probleme, die mit der wachsenden Ausländerbeschäftigung verbunden waren, wurden damals zwar von Experten bereits thematisiert, von Politik und Öffentlichkeit jedoch ignoriert.[18]

    http://www.bpb.de/apuz/126004/kurze-geschichte-der-vollbeschaeftigung-in-deutschland-nach-1945?p=all

  42. @Fasltaff

    Selbst deine Quelle schreibt:

    “Das anhaltende hohe Wirtschaftswachstum in Deutschland führte dann bis Mitte der 60er zu einem echten Mangel an Arbeitskräften.”

    Ja insbesondere dieser Mangel wurde durch Gastarbeiter im Bergbau und Industrieproduktion gedeckt.

    Frage an dich Falstaff:

    Wie kommt es zu türkischen Gastarbeitern in Holland, Frankreich, Belgien, Schweden, Dänemark und UK?

    Wurden diese Länder auch gezwungen?

  43. Falstaff meint:

    1959 – Deutschland ist die zweitgrößte Industrienation der Welt nach den USA. Das Wirtschaftswunder ist vollendet.

    Und der Wiederaufbau vollendet.

    DANACH wurden sog. GASTARBEITER ( die aus der Türkei erst später, und auf Druck der USA und hartnäckigen Wünschen der TÜRKEI, die ihre eigenen Bürger nicht mehr beschäftigen konnte) ins Land geholt.

    DANACH.

    Weiteres hier, ab Rubrik
    Beispiel: wirtschaftliche Entwicklung der Türkei
    “Seit 1960 bat auch die türkische Regierung um die Erlaubnis, Arbeitskräfte nach Deutschland entsenden zu dürfen. Da zu dieser Zeit das deutsche Außenministerium nach Verbündeten suchte, die der DDR die Anerkennung als Staat verweigerten, wurde das von der türkischen Regierung verlangte Abkommen auch vom Außenministerium unterstützt.”

    “Das Ziel der türkischen Militärregierung war es, durch die befristete Emigration von „überschüssigen“ Arbeitskräften den Arbeitsmarkt in der Türkei zu entlasten, dringend benötigte Devisen ins Land zu holen und später durch das Know-How der qualifizierten Rückkehrer/innen die wirtschaftliche Modernisierung zu fördern.“

    ………

    Bund-streicht-Mittel-fuer-Moscheeverband

    Die Bundesregierung will vorerst keine Projekte des deutsch-türkischen Moscheeverbands Ditib mehr fördern. “Es wurde die Ditib betreffende Förderpraxis überprüft”, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums auf Anfrage in Berlin. Demnach wurden vom Bund schon seit 2017 keine neuen Anträge auf Förderung von Projekten mehr bewilligt, die in der alleinigen Trägerschaft von Ditib lagen.

    https://www.n-tv.de/politik/Bund-streicht-Mittel-fuer-Moscheeverband-article20599533.html

    P.S. Die türk. Lira steuert wieder auf die 8 Euro zu.

  44. Du gibst also zu, Mitte der 60er gab es einen Bedarf, deine Quelle schreibt es so.

    “Seit 1960 bat auch die türkische Regierung um die Erlaubnis, Arbeitskräfte nach Deutschland entsenden zu dürfen. Da zu dieser Zeit das deutsche Außenministerium nach Verbündeten suchte, die der DDR die Anerkennung als Staat verweigerten, wurde das von der türkischen Regierung verlangte Abkommen auch vom Außenministerium unterstützt.”

    Hast du dazu eine glaubwürdige Quelle?

    Willst du auf meine Frage eingehen:
    Wie kommt es zu türkischen Gastarbeitern in Holland, Frankreich, Belgien, Schweden, Dänemark und UK?

    Wurden diese Länder auch gezwungen?

  45. Desweiteren schrieb ich “mitaufgebaut”, ebenso bezieht sich das auf Leos Salafisten Vergleich – auch einer wie du wird wohl anerkennen, dass die Türken mehr geleistet haben als Salafisten und ein Vergleich beider Gruppen unanständig ist.

    Hast du sonst was zu meinem ursprünglichen Kommentar zu sagen? Das macht Leo auch gerne, pick dir einen Punkt von 10 Argumenten raus und verwässer die Diskussion, gehts jetzt um das Anwerbeabkommen oder was?

  46. Falstaff meint:

    Mitte der 60er. NICHT beim Wiederaufbau.

    Die Türkei galt während des Kalten Krieges als wichtiges NATO-Mitglied an der Südostflanke zur damaligen Sowjetunion. Die Türkei litt seit Jahrzehnten unter hohen Arbeitslosenzahlen, verursacht durch ein Bevölkerungswachstum, das seit langem höher war als das Wirtschaftswachstum: „Die Initiative für das deutsch-türkische Anwerbeabkommen ging, was wenig bekannt ist, von der Türkei aus. Die Türkei hatte ein erhebliches Interesse daran, einen Teil der rasch anwachsenden Bevölkerung befristet als Gastarbeiter ins Ausland zu schicken“.[7] Durch Geldüberweisungen türkischer Gastarbeiter in die Türkei sollte das Handelsbilanzdefizit der Türkei im Handel mit Deutschland durch Überschüsse in der Übertragungsbilanz kompensiert werden, um die türkische Leistungsbilanz der Bundesrepublik Deutschland gegenüber auszugleichen.[8] Die wirtschaftliche und politische Stabilität der Türkei lag im Interesse der NATO-Staaten und anderer westlicher Länder.

    Die Bundesregierung reagierte zunächst zurückhaltend auf das Angebot. Arbeitsminister Theodor Blank lehnte ein Abkommen ab und äußerte, er befürchte Konflikte zwischen türkischen Gastarbeiten und Einheimischen wegen der religiös-kulturellen Distanz zwischen diesen.[10] Im September 1960 erklärte Anton Sabel, Präsident der Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung, gegenüber dem Arbeitsministerium, arbeitsmarktpolitisch sei keine Vereinbarung mit der Türkei notwendig.[11] Kurz zuvor waren die Abkommen mit Spanien und Griechenland abgeschlossen worden. Im August 1961 stoppte der Mauerbau den bis dahin anhaltenden Zustrom von Arbeitskräften aus der DDR. Zwei Monate später gab die Bundesregierung dem Drängen der türkischen Regierung nach, da diese eine Absage ansonsten „als eine Diskriminierung betrachten müsse“.[10] In den ersten Jahren nach dem Abkommen spielten die türkischen Gastarbeiter in der Gesamtzuwanderung eine eher marginale Rolle. Das änderte sich nach der Wirtschaftskrise 1967 ..[!!!}

    https://de.wikipedia.org/wiki/Anwerbeabkommen_zwischen_der_Bundesrepublik_Deutschland_und_der_T%C3%BCrkei

    “Durch den außenpolitischen Druck der USA, welche nach der geostrategisch motivierten Aufnahme der Türkei in die Nato dieses Land ökonomisch stabilisieren wollte, übernahm das bundesdeutsche Außenministerium, im Gegensatz zum ursprünglich zuständigen Arbeitsministerium die Verhandlungsführung mit der türkischen Republik. Bei Abschluss des Abkommens standen die außenpolitischen Ziele der Nato, sowie die innenpolitischen und wirtschaftlichen Ziele der Türkei im Vordergrund. Insbesondere erhoffte sich die Türkei einen Rückgang der hohen türkischen Arbeitslosenzahlen, welche durch ein dauerhaft über dem Wirtschaftswachstum liegendes Bevölkerungswachstum verursacht waren.”

    • Eine Anwerbung war ausschließlich für Unverheiratete vorgesehen,
    • Ein Familiennachzug bzw. die Familienzusammenführung wurde im Abkommen explizit ausgeschlossen,
    • Eine Gesundheitsprüfung und eine Eignungsuntersuchung für die anzunehmende Arbeit,
    • Eine Obergrenze für den Aufenthalt von 2 Jahren wurde festgeschrieben, eine Verlängerung ausgeschlossen,
    • Die Arbeitnehmer sollten nur aus den europäischen Gebieten der Türkei stammen.
    http://www.fachkongress2011.de/index.php?option=com_content&view=article&id=3&Itemid=4

    4.0 Vertrag mit der Türkei.
    https://community.zeit.de/user/hths/beitrag/2010/09/19/der-beginn-der-zuwanderung-von-gastarbeitern-und-ihre-geschichte-mit-de

    Integrationspolitik in Europa
    http://www.erlaim.eu/

    Eine interessante Zitatesammlung:

    https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Sarrazin-schaedlich-fuer-das-deutsche-Image/Wir-muessen-eine-weitere-Zuwanderung-aus-fremden-Kulturen-unterbinden/posting-1556786/show/

  47. Falstaff meint:

    “Desweiteren schrieb ich “mitaufgebaut””

    Nein. NICHT mitAUFGEBAUT.

    Der Wiederaufbau war bereits vorher abgeschlossen.

    DANACH wurden sog. GASTARBEITER ( die aus der Türkei erst später, und auf Druck der USA und hartnäckigen Wünschen der TÜRKEI, die ihre eigenen Bürger nicht mehr beschäftigen konnte) ins Land geholt.

  48. Seit 1960 wurde in Deutschland nichts mehr gebaut, gar nichts.

  49. Willst du auf meine Frage eingehen:
    Wie kommt es zu türkischen Gastarbeitern in Holland, Frankreich, Belgien, Schweden, Dänemark und UK?

    Wurden diese Länder auch gezwungen?

  50. Manu,
    du bist als Türk-Chauvinist wohl kaum eine glaubwürdige Person, um uns hier über Liberalität und Multikultur zu belehren.

    Ich lege all denjenigen Deutschtürken nahe, in ihre Heilige Heimat zurückzukehren, wenn sie
    (1) das real existierende liberale, multikulturelle und demokratische Deutschland für unerträglich faschistisch und rassistisch halten,
    (2) die real existierende Türkei – Erdoganistan also – auf dem richtigen Weg finden, auf dem Weg zu neuer osmanischer Größe.

    Es liegt nahe zu fragen: WENN für dich das so ist, warum ziehst du nicht die Konsequenzen?

    Es gibt kein Gesetz, das es Einwanderern verbietet, eine krass deutsch-feindliche und diktaturverehrende Haltung einzunehmen. Ich fordere so etwas auch nicht. Aber ich nehme mir das Recht, deutsch-feindliche und diktaturverehrende Haltungen mit der Frage zu verbinden: Wieso bleibst du dann in Deutschland, wo du doch eine so tolle Alternative dazu hättest?

    (Die Antwort könnte dann auch sein: Alles in allem finde ich Deutschland besser als die Türkei. – Wäre das auch deine Antwort, Manu?)

    Es geht der InitiativGruppe um INTEGRATION. Explizit integrationsfeindliche Haltungen muss sie wahrnehmen und abwehren helfen.

    Was deine Unterstützung Erdogans angeht: Ich habe von dir (wie von Özil oder Gündogan oder Fantomas) noch keine Wort der Kritik gehört – im Gegenteil: Ihr findet den autokratischen Weg, den Krieg gegen die Kurden, die antiwestliche Propaganda, den türkischen Staatsterrorismus richtig.

    DARUM rechne ich dich zu den Erdotürken.

    Dass ich die “Einheimischen” schon immer so definiere, wie ich es letzthin erneut getan habe, zeigen meine Artikel seit 2009.

    Manu,
    wir wissen, was wir von Türk-Chauvinisten halten müssen. Sie gehören zur Kategorie der Faschisten.

    Ich wiederhole also:

    “Erdogan und “seine” Türkei stehen für Diktatur und Islamismus, für Terror gegen die Kurden, Abschaffung des Rechtsstaats und der Meinungsfreiheit, ideologische Feindschaft gegen den Westen, Pöbelei gegen Deutschland, Geiselnahmen, Staatsterrorismus gegen die Opposition, kultur-reaktionäre Politik, Homophobie, Militarismus, Expansionismus, türkischen Chauvinismus.
    DAGEGEN richtet sich unser Protest.”

  51. @ Falstaff,
    der geschrieben hat:

    1959 – Deutschland ist die zweitgrößte Industrienation der Welt nach den USA. Das Wirtschaftswunder ist vollendet.

    Und der Wiederaufbau vollendet.

    DANACH wurden sog. GASTARBEITER ( die aus der Türkei erst später, und auf Druck der USA und hartnäckigen Wünschen der TÜRKEI, die ihre eigenen Bürger nicht mehr beschäftigen konnte) ins Land geholt.

    Der Wiederaufbau war nach 1959 noch in vollem Gange. Was ich mit meinen eigenen Augen bezeugen kann. Er war erst etwa zu zwei Drittel geschafft. Ich habe noch Anfang der 60er Jahre mit Barackenkindern zusammen gespielt, zum Beispiel. Und mich in und vor Ruinen herumgetrieben.

    Aber der eigentliche Unsinn steht im letzten Absatz.

    Die deutsche Wirtschaft hatte inzwischen alle verfügbaren Arbeitskräfte untergebracht – und dringend mehr gebraucht. Darum haben sie die Regierung unter Druck gesetzt: Wir brauchen “Gastarbeiter”! Die Regierung hat es per Kompromiss versucht. Einerseits hat sie in Italien, der Türkei und Jugoslawien Millionen “Gastarbeiter” angeworben, andererseits hat sie der natürlich unwilligen Bevölkerung versprochen: Die bleiben nur 3 Jahre, dann schicken wir sie zurück, damit sie hier nicht heimisch werden können. Wir holen dann eben weitere Gastarbeiter für die folgenden drei Jahre.

    Das hat nicht funktioniert, weil die Wirtschaft hier nicht mitgespielt hat. Es dauert immer einige Zeit, bis ein “Gastarbeiter” angelernt ist – und kaum ist er fit, soll er gehen und Platz machen für einen neuen, den man wieder erst anlernen muss?

    Also hat sich die Regierung von der Wirtschaft breitschlagen lassen und den Aufenthalt um weitere drei Jahre verlängert … und um nochmal drei Jahre … Und dann war es eben so weit: Die Gastarbeiter waren keine Gastarbeiter mehr, sondern Einwanderer. Auch wenn sie es zumeist selbst noch nicht begriffen haben.

    Dass da ein Druck der Türkei zu den Ursachen gehört, ist blanker Unsinn. Die Türkei hatte keine Druckmittel. Dass die USA hier Druck ausgeübt hätten, ist ebenso Unsinn. Druck von außen war nicht nötig. Der Druck kam ganz und gar von der deutschen Wirtschaft, die schlicht mehr Arbeitskräfte gebraucht hat.

    Auch heute noch ist es so: Einwanderung wird zugelassen und sogar gefördert, weil die deutsche Wirtschaft es will. Nicht, weil irgendwelche Linken und Gutmenschen das wollen – wir haben doch keine Macht. Die Wirtschaft braucht Zugang zum sich globalisierenden Arbeitsmarkt. Davon kann sich ein Land wie Ungarn vielleicht vorübergehend abschotten, aber nicht ein Land wie Deutschland (oder Österreich oder die Niederlande).

    Dass man diese Einwanderung steuern und anders steuern kann, als Deutschland es bisher tut, steht auf einem anderen Blatt. Aber Fakt ist, dass hier alle Richtlinienkompetenz qua Macht bei der deutschen Wirtschaft liegt – und dass Berlin den Willen der deutschen Wirtschaft umzusetzen versucht.

    Also, Falstaff, beschwer dich bei der deutschen Wirtschaft!

  52. Falstaff meint:

    “Dass da ein Druck der Türkei zu den Ursachen gehört, ist blanker Unsinn. Die Türkei hatte keine Druckmittel. Dass die USA hier Druck ausgeübt hätten, ist ebenso Unsinn. Druck von außen war nicht nötig.”

    Deine MEINUNG. Nicht mehr. Die Quellen sprechen eine andere Sprache.

  53. Leo

    “Es liegt nahe zu fragen: WENN für dich das so ist, warum ziehst du nicht die Konsequenzen?”

    Ich sehe die oben genannten Punkte nicht so, dennoch gibt es aus türkischer Sicht vieles zu kritisieren, das tue ich und werde von dir diffarmiert: chauvinist, faschist, rassist, ich sei krass Deutsch- feindlich etc…

    Zu deiner Frage: Ich bin in diesem Land geboren, es war keine WAHL. Ich bleibe hier, weil ich hier ausgebildet wurde und sich mein Lebensmittelpunkt hier befindet – Das ist der Grund.

    Das du jemanden der hier geboren wurde nahelegst doch zu verschwinden wenn es ihm nicht passt und ihm somit das Recht auf Teilhabe absprichst zeigt und bestätigt genau das was ich weiter oben geschrieben habe.

    “Es gibt kein Gesetz, das es Einwanderern verbietet, eine krass deutsch-feindliche und diktaturverehrende Haltung einzunehmen.”

    Wieso bin ich Deutsch-feindlich? Das ist eine unverschämte Unterstellung.

    “Ich fordere so etwas auch nicht. Aber ich nehme mir das Recht, deutsch-feindliche und diktaturverehrende Haltungen mit der Frage zu verbinden: Wieso bleibst du dann in Deutschland, wo du doch eine so tolle Alternative dazu hättest? ”

    Ich bin hier geboren, ich bin kein Einwanderer. Die Frage an sich zeigt, du bist eben kein Teil des toleranten und plural. Deutschlands. Du kennst noch nicht mal den Unterschied zw. dem Geburtsortprinzip (https://de.wikipedia.org/wiki/Geburtsortsprinzip) und Einwanderung.

    Wenn du trotzdessen so eine Frage stellst, in Verbindung mit persl. Angriffen und üblen Diffarmierungen, dann zeugt das bei dir eher von emotionaler Schwäche.

    Ich kann desweiteren z.B. für Australien oder Amerika schwärmen aber dann doch akzeptieren, dass sich mein Umfeld und Arbeit hier befinden. Wieso verlasse ich dieses Land also nicht? Wieso sollte ich, es wäre nicht zu meinem Vorteil, ich habe mir hier Dinge erarbeitet und die soll ich aufgeben, weil Leo mich angreift und mir die Ausreise nahelegt?

    Dadurch, dass du auf meinen vorherigen Kommentar also quasi nicht eingehst, soll dies wohl deine Antwort sein: Eine Anreihung von persl. angriffen und das allseits beliebte Totschlagargument, doch abzuhauen, wenn es mir hier in diesem Land nicht gefällt, in Form einer “harmlosen” Frage.

    Ich denke, dass ist auch eine Antwort, die zeigt, dass du mit deiner Art wohl eher in Richtung Erdogan tendierst als ich. Wo ist also dein Platz im demokratischen Westen Leo? Auch das denke ich kann jeder für sich selbst, eindeutig beantworten.

  54. Korbinian meint:

    Ich sehe die oben genannten Punkte nicht so, dennoch gibt es aus türkischer Sicht vieles zu kritisieren, das tue ich und werde von dir diffarmiert: chauvinist, faschist, rassist, ich sei krass Deutsch- feindlich etc…

    Tja wenn Du es denn mal tun würdest. Von Deiner Seite kommt da gar nichts.

  55. Falstaff meint:

    Bleibt die Frage, als was er sich SELBST sieht/betrachtet/einordnet.

    Als Deutscher ?

    Als Türke ?

    Als Deutscher mit türk. Pass ?

    Als Deutscher mit (auch) türk. Pass ?

    Als Türke mit dt. Pass ?

    Als Türke mit (auch) dt. Pass ?

  56. Als Mensch?

  57. Korbinian meint:

    Menschen sind sie alle. Auch der Bernd Höcke

  58. Fantomas007 meint:

    @ Manu

    “Ich kann desweiteren z.B. für Australien oder Amerika schwärmen aber dann doch akzeptieren, dass sich mein Umfeld und Arbeit hier befinden. Wieso verlasse ich dieses Land also nicht? Wieso sollte ich, es wäre nicht zu meinem Vorteil, ich habe mir hier Dinge erarbeitet und die soll ich aufgeben, weil Leo mich angreift und mir die Ausreise nahelegt?”

    Hätte von mir sein können. Es wird aber nichts bringen. Falls du es nicht mitbekommen hast: Leo ist ein Extremist.

  59. Korbinian meint:

    Ahh der Chefkomiker der von der türkischen Atomwaffe träumt meldet sich auch mal wieder. Was macht er denn so, der Vergeltungsdöner 1? Kommt der Bau gut voran?

  60. @ Falstaff:

    Welche Quellen denn?

    Mich wundert, dass jemand wie du überhaupt eine so unplausible “Meinung” vertritt. Deutschland hatte ab ca. 1959 Vollbeschäftigung. Also hat es Arbeiter aus dem Ausland geholt. Was hätte man denn sonst tun sollen? Und wieso braucht BMW Druck aus der Türkei oder den USA, um sich Arbeiter aus der Türkei zu holen, wenn es mehr Arbeiter braucht, als in Deutschland zu bekommen sind? Soll BMW etwa auf Wachstum verzichten?

    Ich wiederhole: Ich wundere mich, wie jemand, der nicht ganz blöd ist, den Zusammenhang Vollbeschäftigung – Gastarbeiter-Anwerbung nicht verstehen kann.

  61. Manu,
    es wär schon interessant zu hören, wie DU den türkischen Staat kritisierst. WAS GENAU du an ihm kritisierst. Und an Erdogan und seiner Politik.

    Darüber bekommt man nichts zu hören. Warum wohl?

    Niemand wirft dich hier raus, Manu, auch ich nicht. Ich spreche dir auch nicht das Recht auf Teilhabe ab.

    Ich stelle nur eine naheliegende Frage: WENN für dich die Türkei das bessere Land ist, Deutschland aber überwiegend aus Türkenhassern besteht und insofern doch dann recht ungemütlich für einen Türkchauvinisten wie dich ist, WARUM bleibst du dann hier? Du hast doch die Wahl! Du kannst wählen!

    Ich kann mir schon gute Gründe vorstellen, die du nennen könntest: Etwa, dass du hier mehr Geld verdienen kannst als in der Türkei. Oder dass Deutschland halt doch irgendwie das bessere Land ist, im Vergleich zur Türkei.

    Deutschfeindlich bist du, das kann man deinen wütenden Äußerungen entnehmen. Die Deutschen sind so ziemlich einhellig Erdogan gegenüber feindlich eingestellt, und finden sowohl seine islamistische und autokratische Politik (samt Verhaftungsorgien) wie auch seine antiwestlichen Pöbeleien dermaßen übel, dass er sich bei uns zum Buhmann gemacht hat. Es gibt so gut wie niemand hier (außer den Erdotürken natürlich), der ihn zu verteidigen gewillt ist.

    Du aber bist nicht bereit, Erdogan zu kritisieren – du belässt es bei einer vage distanzierenden Bemerkung. Daraus können wir den Schluss ziehen, dass du eben doch ein Erdogan-Anhänger bist – eben unfähig bzw. unwillig, den Großen Meister der Türken zu kritisieren.

    Da aber nun dieser Große Meister samt Anhängerschaft und Erdo-Medien krass deutschfeindlich sind, folgt mein Rückschluss auf dich.

    Der wird dadurch verstärkt, dass man vielen deiner Äußerungen entnehmen kann: Du gehörst du den MHP-Türken, stehst den Grauen Wölfen nahe, bist also ein Türk-Chauvinist.

    Auch daraus ergibt sich der Schluss, den ich ziehe: dass du deutschfeindlich bist.

    Wenn du schreibst, du seist eben mal hier geboren und hättest eben mal hier einen Lebensmittelpunkt und dir hier einiges erarbeitet, so sind das schon gute Gründe, Manu, hierzubleiben.

    Aber reichen sie aus? Wie gesagt, ich gehe davon aus, dass du die Türkei für deine eigentliche Heimat hältst (nicht die USA oder Australien), und dass du ein Türk-Chauvinist bist, der primär am Wohl und an der Größe der Türkei interessiert ist – und sei es auf Kosten Deutschlands. Reichen da die von dir genannten Gründe aus, um deine Wahl plausibel zu machen?

    Und noch einmal: Niemand schmeißt dich hier raus. Ich schon gar nicht. Ich will nur verstehen, warum du deine Wahl so triffst, wie du sie triffst, wenn du doch zugleich die Türkei als deine eigentliche Heimat siehst, das Land, dem deine Loyalität gilt – auch gegen Deutschland, wenn es denn zu einem Loyalitätskonflikt kommt, und warum du nicht imstande bist, unserer Türkeikritik zu folgen (praktisch aller Deutschen, die sich über die Türkei äußern!).

    Die Türkei ist zu einer üblen Diktatur geworden. Und du stehst zu dieser Diktatur, oder? Du bist für die Diktatur, Manu. Für die Diktatur Erdogans in der Türkei. Für die Politik der türkischen nationalen Größe, die sich nun mal mit der autokratischen Herrschaft Erdogans verbindet.

    Ich möchte dich gern dazu bringen, uns reinen Wein einzuschänken.

    DA du in Deutschland bleibst, gehe ich davon aus, dass für dich Deutschland die bessere Option ist. Aber inwiefern sie das sein kann, wenn man doch ein Türk-Chauvinist ist, das möchte ich gern verstehen.

  62. @ Manu, als Ergänzung zu meiner vorigen Antwort eine Analogie.

    Nehmen wir mal an, ein ächter Münchner klagt, er halte es nicht mehr aus hier, soo viele Ausländer, München sei völlig überfremdet; er wolle bitte in einer deutschen Umgebung leben, unter Deutschen.

    Was werde ich diesem ächten Münchner wohl antworten?

    Lieber Mann, ich hab da einen Vorschlag. Anklam! Geh nach Anklam. Da hast du, was du dir wünscht: garantiert nur Deutsche!

    Antwort: Aber ich bin doch Münchner, geborener Münchner, ich will hier in München leben!

    Ich: Versteh ich. Aber München ist nun mal bunt geworden, eine multikulturelle Stadt. Du musst dich entscheiden, was dir jetzt mehr wert ist – München, so wie es ist, oder die für dich angenehme Vorstellung, nur unter Deutschen leben zu dürfen.

    Er: Du kannst mich nicht aus München rausschmeißen! Das ist auch MEINE Stadt!

    Ich: Richtig. Ich will dich auch nicht rausschmeißen, mal abgesehen davon, dass ich es auch nicht könnte. Aber du, mein Lieber, du hast die Wahl, und ich frage dich, warum gehst du nicht nach Anklam, wenn dir so eine rein-deutsche Umgebung so viel wert ist?

    Er: Aber die Anklamer sind keine Münchner! Und Arbeit finde ich dort auch kaum!

    Ich: So ist es. Billige Wohnung findest du schon, aber kaum Arbeit. Könnte dieses ärgerliche Faktum nicht daran hängen, dass wir in München eben eine vitale multikulturelle Welt haben? Wo es Arbeit gibt, gibt es Multikulturalität, wo es Multikulturalität gibt, gibt es Arbeit. Beides bedingt sich.

    Er: So ein Unsinn! Wir Deutsche arbeiten viel besser als die Ausländer!

    Ich: Na, der Blick auf Ostdeutschland legt uns nahe, dass wir hier im Westen mit unserem hohen Einwandereranteil eher besser fahren.

    Das wird den Mann nicht überzeugen. Er wird weiter jammern und fordern, dass München doch – wie Anklam – wieder eine DEUTSCHE Stadt werde. Und ich werde ihm weiter vorschlagen, er möge dann doch bitte die Konsequenz ziehen und das unerträgliche, überfremdete, undeutsch und unsympathisch gewordene München verlassen und in die heilere, sympathischere Welt des deutschen Ostens ziehen. Er sei doch frei, niemand hindere ihn daran, die Konsequenz zu ziehen. Er solle bitte nicht erwarten, dass wir Münchner unsere Stadt in eine monokulturelle Stadt verwandelt sehen wollen.

    Das als Analogie zu meiner Frage an dich, Manu, warum du nicht die Konsequenz ziehst.

    Ich vermute, wenn du ehrlich wärst, würdest du sagen: Alles in allem ist eben Deutschland für mich doch besser als die Türkei.

    Ich würde dann darauf antworten: WENN das so ist, würde ich das auch mal laut sagen. Und mich bemühen, mich den anderen Einheimischen hier einigermaßen angenehm zu machen. Als Türkchauvinist hat man hierzulande nun mal eher schlechte Karten. Wenig Ansehen.

    (Mich angenehm machen: Also, wenn ich in erster oder zweiter Generation in der Türkei leben würde, als Türkisch-Deutscher, würde ich dann nicht versuchen müssen, mich den dort lebenden Türken angenehm zu machen?)

  63. Falstaff meint:

    @ Leo
    zu 2. September 2018 um 11:49 ganz kurz:

    siehe
    Außenpolitische Motive
    Verlauf und Folgen
    Historische Einschätzung des Anwerbeabkommens
    (hier insbesondere der abweichende Standpunkt)

    https://de.wikipedia.org/wiki/Anwerbeabkommen_zwischen_der_Bundesrepublik_Deutschland_und_der_T%C3%BCrkei#cite_note-google1953-10

    Bitte dort die entsprechenden Fußnoten/Quellen beachten !

  64. Was nun soll nicht stimmen an der Tatsache, dass in Deutschland Vollbeschäftigung geherrscht hat und dass die Unternehmer zusätzliche Arbeitskräfte gebraucht haben?

    Dass man dann auch die Türkei berücksichtigt hat bei der Anwerbung von “Gastarbeitern”, kann durchaus außenpolitische Gründe haben, aber dass man überhaupt “Gastarbeiter” gebraucht hat, daran besteht doch bei niemandem ein Zweifel, oder?

    Der Wikipedia-Artikel sagt eigentlich auch nichts anderes, auch wenn die Sachlage zu wenig pointiert und insgesamt nicht sonderlich kompetent dargestellt wird.

    Wie gesagt, was hätte denn BMW (zum Beispiel) tun sollen – ohne “Gastarbeiter”? Was hättest du BMW vorgeschlagen? Die Produktion gering zu halten, entsprechend dem (geringen) Angebot an Arbeitskräften?

    Die Wirtschaft hat nach “Gastarbeitern” verlangt – daran besteht kein Zweifel.

    Es ist auch kaum wahrscheinlich, dass Bonn oder sonst jemand BMW gezwungen hat, “Gastarbeiter” zu beschäftigen, oder?

  65. Falstaff meint:

    @ Leo

    Du hast die entsprechenden Passagen, INSBESONDERE die dort verlinkten Quellen offensichtlich NICHT gelesen.

    “Die Wirtschaft hat nach “Gastarbeitern” verlangt – daran besteht kein Zweifel. ”

    Richtig. Aber es gab erhebliche Vorbehalte seitens der Politik, was türk. Gastarbeiter angeht. Und es gab (in diesem Fall) außenpolitischen Druck,
    sowie Forderung/Druck seitens der türk. Politik.

    Bestreitest Du das ?

  66. Genau das bestreite ich. Es gab den Vorschlag bzw. die Bitte der Türken, auch türkische “Gastarbeiter” zu holen, aber keinen Druck. Ein solcher wäre nicht möglich gewesen. Die Türkei hatte gegenüber Deutschland keine Druckmöglichkeiten.

    Dass die Regierung in Bonn dem türkischen Wunsch entsprochen hat, hatte natürlich auch damit zu tun, dass die Türkei NATO-Partner war.

    Man hat aber auch jugoslawische “Gastarbeiter” geholt, sogar noch mehr. Und Jugoslawien war immerhin kommunistisch. So dringend war der Bedarf an Arbeitskräften. Und das ist doch wohl der Hauptpunkt, Falstaff.

    Deutschland hatte Vollbeschäftigung, die Wirtschaft hat dringend nach “Gastarbeitern” verlangt – und die Politik hat – widerwillig natürlich, weil man schon wusste, dass das bei den Wählern gar nicht populär war – letztlich doch zugestimmt und den Transfer rechtlich möglich gemacht.

  67. Noch etwas über unser deutsch-türkisches Verhältnis:

    Der Tagesspiegel: Bundesregierung will Einfluss Erdogans in Deutschland eindämmen

    Sonntag der 2. September 2018 – 14:48 Uhr

    Berlin (ots) – Die Bundesregierung will den Einfluss der Türkei auf die in Deutschland lebenden Muslime zurückdrängen – und sich dafür notfalls auch in einen Konflikt mit Ankara begeben. Im Interview mit dem Berliner “Tagesspiegel” (Montagausgabe) ermuntert der Staatssekretär im Innenministerium, Markus Kerber, die rund fünf Millionen hier lebenden Muslime, sich über einen deutschen Islam zu verständigen. Das Ziel sei, “den Einfluss von staatlichen Religionsämtern zum Beispiel aus der Türkei” zurückzudrängen, sagte Kerber.

    Das gelte “ganz grundsätzlich für die Einflussnahme vor allem staatlicher oder politischer Kräfte von außen”. Das funktioniere aber nur, wenn die Muslime hierzulande eigene, ihrem Lebensgefühl in Deutschland entsprechende, Kriterien für einen Islam deutscher Prägung erarbeiten und entsprechendes Religionspersonal ausbilden. Dabei wolle die Bundesregierung helfen. “Das wird Ankara womöglich nicht gefallen und zu Konflikten führen”, sagte Kerber. “Aber das werden wir aushalten.”

    https://news.feed-reader.net/ots/4050201/der-tagesspiegel-bundesregierung-will/

    Das passt dazu:

    Bundesaußenminister Heiko Maas hat finanzielle Hilfen für die wirtschaftlich trudelnde Türkei ausgeschlossen. “Wir haben keinerlei Interesse daran, dass die Türkei wirtschaftlich und politisch abschmiert”, sagte er der “Bild am Sonntag” kurz vor seiner Reise in das Land. “Es geht aber jetzt nicht um konkrete finanzielle Hilfsmaßnahmen für die türkische Wirtschaft, sondern um eine Normalisierung unserer Beziehungen. Dafür muss die Türkei liefern.”


    Im Gespräch mit der “Bild am Sonntag” erinnerte Außenminister Maas daran, dass “ohne nachvollziehbaren Grund” auch noch sieben Deutsche in türkischer Haft sitzen. “Menschen müssen seit über einem Jahr Einzelhaft ertragen, ohne dass Anklageschriften vorliegen. Diese Zustände sind unhaltbar und müssen beendet werden.”

    https://www.n-tv.de/politik/Maas-schliesst-Finanzhilfen-fuer-Tuerkei-aus-article20602931.html

    Ausführlicher noch hier:
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article181403240/Diyanet-Innenministerium-geht-auf-Konfrontationskurs-zur-Tuerkei.html

    Thema für einen Artikel.

    Die Türkische Lira steht im Moment bei 1:6,6 (Verhältnis zum Dollar). Die Inflation ist im August auf fast 18% gestiegen. Und steigt und steigt. Im Juli waren es noch knapp 16%.

    Fangen die stolzen Osmanen jetzt an, uns in den Arsch zu kriechen?

    https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/erdogans-krasse-kehrtwende-richtung-europa-56990598.bild.html

    Nachtrag: Die türkische Zentralbank kündigt eine Zinserhöhung vor. Etwa zum 13. 9. Schauen wir mal, ob der Große Meister die Hosen runterlässt, und wie weit er sie runterlässt. Und ob es reicht und den Absturz der TL für wenigstens ein Jahr stoppt.

  68. Die türkische Wirtschaft steht am Abgrund.

    Erdogan muss sich entscheiden: beherrschbare Rezession oder unkontrollierter Kollaps.

    Die Entwicklungen der letzten Zeit charakterisiert kurz und knapp Clemens Fuest in einem Interview mit Spiegel online.

    Ich widme diesen Link Manu und Fantomas.

  69. Falstaff meint:

    Auch eine mutige Frau….

    DAS ist zur Zeit in Österreich DAS Gesprächsthema, und wird diskutiert:

    Wiener Lehrerin: „Kulturkampf im Klassenzimmer“ – Wie der Islam die Schulen verändert

    Schüler: “Wer den Propheten beleidigt, hat den Tod verdient”. Susanne Wiesinger hat lange geschwiegen zu den Problemen an ihrer Schule mit muslimischen Kindern. In ihrem jetzt veröffentlichten Buch erzählt die Österreicherin von ihrem Weg aus dem Schweigen heraus.

    https://www.epochtimes.de/politik/europa/wiener-lehrerin-veroeffentlicht-buch-kulturkampf-im-klassenzimmer-wie-der-islam-die-schulen-veraendert-a2634005.html

    Direktor über Islam in Schule: “Konsequenz wird als Rassismus ausgelegt”

    Christian Klar, Direktor einer Schule mit hohem Ausländeranteil in Wien-Floridsdorf, über kulturelle Konflikte, klare Regeln und die Grenzen des Akzeptablen – ein STANDARD-Videointerview

    https://www.derstandard.de/story/2000087122984/nms-direktor-unsere-demokratie-zu-schuetzen-ist-nicht-rechts

    Und wie sieht es an Deutschlands Schulen aus In Großstädten ? In Brennpunktschulen mit hohem musl. Schüleranteil ?
    Da gabs doch mal eine Doku in der ARD….

  70. Ich hab mir das Buch schon bestellt.

    Ich bin aber mit dem nun doch etwas langweiligen Sarrazin noch nicht fertig.

    Den Mansour hab ich allerdings schon beendet – ein tolles Buch!

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