Chemnitz – schafft sich ab?

rechts1

Ein Chemnitzer wurde bei einer Auseinandersetzung unter jungen Männern erstochen. Vermutlich von zwei Flüchtlingen.

Was genau ist passiert? – Wir wissen es noch nicht.

Es läge nahe, die Ermittlungen abzuwarten.

Von wem ging die Aggression aus? War es Notwehr?

Es ist jedenfalls in einem Rechtsstaat Sache der Polizei und der Justiz, die Sachlage zu erforschen.

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Nicht in Chemnitz.

Da bildet sich ein rechtsradikaler Mob und startet ein Pogrom. Zieht durch die Stadt und greift sich Menschen, die irgendwie “ausländisch” aussehen.

Die Polizei zeigt sich machtlos.

Jagdszenen.

Hitler wird gegrüßt und lässt grüßen.

Was für eine Stadt!

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Wer bedroht Chemnitz?

Die Stadt hat 250.000 Einwohner. Davon sind, wenn ich es richtig im Kopf habe, 20.000 “Ausländer”, von denen wiederum ca. 6.000 Flüchtlinge sind. Das ist für deutsche bzw. mitteleuropäische Verhältnisse ausgesprochen wenig.

Keine 8% sind Ausländer – München hat fast 30%, dito Stuttgart, Frankfurt, Köln oder, um eine etwa gleichgroße Stadt hinzuzufügen, Augsburg.

Die Zahl derer, die in Chemnitz durch Mord & Totschlag pro Jahr zu Tode kommen, dürfte (pro 100.000 gerechnet) nicht viel anders sein als in den von mir genannten Städten. Es ist jedenfalls nicht so, dass dort die Kriminalität bzw. die Zahl der Morde höher ist, wo es mehr Migranten gibt. (Eher das Gegenteil. Die ostdeutschen Städte sind eher etwas weniger sicher als die westdeutschen.)

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Wer bedroht Chemnitz?

Die Rechtsradikalen.

Sie schädigen die Stadt.

Sie machen die Stadt unsicher. Stellen den Rechtsstaat in Frage.

Sie beeinträchtigen die Motivation von Unternehmen, sich in der Stadt anzusiedeln.

Es gibt einen Zusammenhang zwischen wirtschaftlichem Erfolg und multikultureller Gesellschaft. Dort, wo die Wirtschaft floriert, ist die Stadt bunt. Vielfältig. Ist der Anteil der Einwanderer hoch. Es ist eine Wechselwirkung. Überall dort, wo es wenig Migranten gibt, stagniert die Wirtschaft.

Die Rechtsradikalen und die sich mit ihnen verbündenden “normalen Bürger” machen die Stadt Chemnitz ärmer.

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Der Westen päppelt nach wie vor den Osten mittels Soli. 

Die multikulturelle Gesellschaft des Westens stützt also finanziell den xenophoben Osten.

Die im Osten scheinen nicht zu merken: Eine moderne, im globalen Wettbewerb leistungsfähige exportorientierte Wirtschaft BRAUCHT offene Grenzen, Einwanderung und eine Willkommenskultur.

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Mitteilung an die sächsische Polizei und Justiz:

Der Feind steht rechts.

Von rechts her wird die Demokratie, wird der Rechtsstaat erschüttert.

Ein nicht unbeträchtlicher Teil der Mitte solidarisiert sich in Chemnitz mit dem Rechtsradikalismus.

Wir erinnern uns an den Untergang der Weimarer Republik.

Der Feind

steht

rechts.

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Aber haben denn die Bürger kein Anrecht auf Sicherheit? Müssen sie sich denn solche Mordanschläge durch Flüchtlinge gefallen lassen?

Solche Formulierungen sind Stürmer-Stil.

Woche für Woche hatte Streichers Stürmer die Untaten von Juden im Deutschen Reich gesammelt präsentiert – und den Eindruck erweckt, die Juden wären besonders kriminell und unheilvoll.

Das Spiel betreiben die Rechtsradikalen heute auch, nur dass es nicht mehr um Juden geht, sondern um Flüchtlinge, um Muslime, um Einwanderer.

Ein nüchterner Blick auf die Statistik zeigt die wahren Verhältnisse.

Die Bürger Deutschlands leben hier und heute sicherer als je zu vor, und sicherer als in fast allen anderen Ländern der Welt.

Man konfrontiere diese sachliche Erkenntnis mit der Hysterie in den Äußerungen, die wir von Chemnitzern hören.

Auch in Chemnitz leben die Bürger heute sicherer vor Straftaten als etwa im Jahre 2000 und davor.

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Grund zur Sorge haben wir allerdings.

Die Rechtsradikalen wirken in die politische Mitte hinein.

 

 

 

Kommentare

  1. Ich habe 2015/16 ausgiebig in Chemnitz recherchiert: https://soscheescho.de/chemnitz_radioreportagen/ Die Stadt ist nicht brauner als andere im Osten, eher eine relativ liberale Insel im an rechten Dumpfbacken “reichen” Umland. Schon damals haben mir viele Chemnitzer/innen erzählt, dass diese sich an den Wochenenden in Chemnitz einfallen, um “Ausländer” oder “Linke” zu attackieren. Das wird diesmal ähnlich sein. Das Problem ist kein lokales, sondern ein nationales. Rechte Hetze wirkt, vor allem, wenn sich ihr zu wenige entgegenstellen. Das war in den 20er/30er Jahren schon so. Im Osten ist die dumpfe, fremdenfeindliche Haltung vielerorts Alltagskultur. Da fallen die Neonazis gar nicht mehr auf, weil sie Teil der alltäglichen Normalität sind. Das macht sie so gefährlich.

  2. Robert,
    gut, dass du auf diejenigen Chemnitzer hinweist, die eher liberal und demokratisch orientiert sind. Und dass das gar nicht so wenige sind.

    Einige von ihnen haben sich ein Herz gefasst und es gezeigt. Es müssten aber mehr werden, die sich der rechtsradikalen Welle engagiert entgegenstellen.

    Am Ende entscheidet in der Politik immer auch die mobilisierte Energie.

  3. Putschdämon meint:

    Umgekehrt würdest du ja auch toben, Leo: Zehnergruppe Sachsen schlachtet einen Syrer auf offener Straße und verletzt zwei schwer. Good Lord !!! Was würde es für Demos geben, was für Ausschreitungen seitens Antifa. Und ich korrigiere mich, selbst bei Prügeleien würde es diese geben und du würdest (wenn auch nicht gewalttätig) natürlich demonstrieren gehen, gegen diese sächsisch-deutsche Barbarei.

    Da ist dann wieder, die unerträgliche Heuchelei. Wieso sollen Deutsche ihre Toten still begraben, auf den Boden schauen und das Blut leise aufwischen, sonst “Stürmer”?

    Es war wahrlich nicht der erste deutsche Messertote durch die Hand muslimischer Eingewanderter und doch soll das Erkennen des Musters hier unter Androhung absurder Vorwürfe und Anwendung ekliger Verlogenheit unterdrückt werden. Das ist menschenverachtend, es bespuckt die Opfer und macht die nicht-rechtsradikalen (die Mehrheit) Wütenden noch zorniger.

  4. @Putschdämon
    “Umgekehrt würdest du ja auch toben, Leo: Zehnergruppe Sachsen schlachtet einen Syrer auf offener Straße und verletzt zwei schwer.”

    Wenn sie das aus einem fremdenfeindlichen Motiv tut ist das auch ein Grund zu protestieren. Kannst du auf der anderen Seite zeigen, dass es sich bei den Syrern um eine deutschlandfeindliche rassistische Gruppe handelt, dich sich auf irgendwelche rassistischen Ideologien beruft oder setzt du das bei Muslimen einfach voraus?

    Das Opfer hier war übrigens ein Kubaner mit deutschem Pass. Also so ein richtiger Deutscher, den die gerade demonastrierende Gruppe wohl rassistisch beschimpfen würde und in der Vergangenheit auch gerne zusammengetreten hat.

  5. Putschdämon meint:

    @Manu

    Nehmen wir Köln, Silvester. Da gab es eindeutige Hinweise auf die Motivation, den “deutschen Schlampen” und deren “Waschlappen-Männern” mal zu zeigen, wer der rechtgläubige Herrenmensch ist, der sich ein fremdes Territorium erobert und über dessen Weibsgut verfügen darf. Gibt da, mit Hinblick etwa auf den IS, durchaus ideologische Fundamente.

    Auch die unideologische, orientalische Gewaltkultur der “Ehre” ist ein Muster, das sich in diesen Massakern äußert.

  6. Frank Berghaus meint:

    Ich habe 1990/91 zwei Jahre lang in der Erwachsenenbildung in Chemnitz gearbeitet (Einführung in die Marktwirtschaft und Verkaufstraining vornehmlich). Damals war von Fremdenfeindlichkeit (nicht einmal uns Wessis gegenüber) auch nur das geringste zu spüren. Viele meiner Schüler haben mich noch jahrelang später kontaktiert – eine russisch-stämmige bis auf den heutigen Tag. Mir ist unbegreiflich, was dort in der Zwischenzeit passiert ist.

  7. Korbinian meint:

    Bei den rechten Führungskadern sieht man ja oft dass sei eigentlich aus dem Westen stammen und in den Osten eingesickert sind weil sie in den “alten” Bundesländern kein Bein mehr auf den Boden bekommen haben.

  8. Korbinian meint:

    Die Sache kocht auch deswegen so hoch weil es mal wieder um psychopathische, kriminelle Orientalen geht.

  9. Putschdämon,

    deine zwei Beiträge verstehe ich nicht.

    Es gibt in Deutschland heute nicht mehr, eher weniger Gewaltkriminalität als früher. Also, eher weniger Menschen werden umgebracht als früher. Wo ist also das Problem?

    Du schließt dich der Stürmer-Strategie an: Hetzen durch selektives und denunziatorisches Berichten.

    Tatsache ist: Es gibt relativ wenig Gewaltkriminalität in Deutschland, erstens weniger als früher, zweitens weniger als in den allermeisten anderen Ländern. Trotz des hohen Anteils an Einwanderern. Trotz der vielen Flüchtlinge.

    Und in ostdeutschen Städten mit ihrem ziemlich niedrigen Anteil an Einwanderern liegt die Gewaltkriminalität eher höher als in westdeutschen Städten mit hohem Anteil an Einwanderern und Flüchtlingen.

    Meinst du nicht, dass du dich diesen Fakten stellen musst?

    Wenn du das nicht machst und nur einfach mal stürmer-förmig hetzt, bist du – tut mir leid, das so krass sagen zu müssen – einer, der das Nazi-Spiel mitspielt.

    Darf ich nebenbei bemerken, dass in Deutschland jeden Tag ein Radfahrer von einem Autofahrer “abgeschlachtet” (umgebracht) wird? Als Radfahrer finde ich das durchaus bedrohlich.

    Im übrigen: Weißt du etwa schon, was genau passiert ist bei dem Mord bzw. Totschlag? Könnte es nicht sein, dass dieser Iraker einfach ein durchgedrehter Typ ist? Sowas kommt vor. Auch unter Nicht-Einwanderern.

  10. Dirty Harry meint:

    “Es gibt in Deutschland heute nicht mehr, eher weniger Gewaltkriminalität als früher. Also, eher weniger Menschen werden umgebracht als früher. Wo ist also das Problem?”

    Kapierst Du nicht, dass noch weniger Menschen ihr Leben verlieren würden, wenn wir nicht so viel Messermigration hätten? Geht das nicht in Deinen Kopf?!

    Die Deutschen sind “braver” geworden, dafür lassen jetzt die Migranten/Flüchtlinge die Sau raus, aber ist ja nicht schlimm, denn die Zahlen sind insgesamt rückläufig – tolle linke Logik!

  11. Zwei Messermorde pro Jahr – nun ja, das sind zwei zuviel.
    Aber auch ohne Migranten gibt es in einer Stadt wie Chemnitz Morde, oder? Und vermutlich nicht weniger als in einer von der Größe her vergleichbaren Stadt wie Augsburg oder Karlsruhe.

    Mein Vorschlag, Dirty Harry: Wir schaffen die Männer ab.

    Warum? – Es sind bekanntlich fast ausschließlich junge Männer, die morden.

    Vermutlich würde ein “ausländerfreies” Chemnitz mehr Gewaltkriminalität haben als eines mit einem so hohen Migrantenanteil wie Augsburg. Gewaltkriminalität ist weitgehend eine Folge der Armut.

    Je weniger Migranten, desto mehr Armut.

    Chemnitz hat nicht zu viele Migranten, sondern zu wenig.

    Wie oft bringen Männer/Väter in Deutschland ihre Frau und ihre Kinder um? Kommt das nicht recht häufig vor?

    Wie viele rechtsradikal motivierte physische Angriffe auf Flüchtlinge gibt es pro Jahr in Deutschland? Mit wie vielen Opfern?

  12. Kapierst Du nicht, dass noch weniger Menschen ihr Leben verlieren würden, wenn wir nicht so viel Messermigration hätten? Geht das nicht in Deinen Kopf?!

    Da zählen Sie hoffentlich die ausländischen Opfer deutscher Täter dazu. Ausländer in Deutschland sind überdurchschnittlich oft Opfer von Kriminalität.

  13. Falstaff meint:

    “Ausländer in Deutschland sind überdurchschnittlich oft Opfer von Kriminalität.”

    Richtig .

    Demnach wurden Zuwanderer auch häufig Opfer von Straftaten. Sie stellten laut des Berichts 46.057 von insgesamt etwa einer Million registrierten Opfern. Auffällig oft wurden sie Opfer von gefährlicher und schwerer Körperverletzung.

    …sind Zuwanderer überdurchschnittlich oft an der gesamten registrierten Kriminalität beteiligt. Viel davon spielt sich in Flüchtlingsheimen ab, wo Zuwanderer gleichzeitig Opfer und Täter sind….

    Die Informationen bestätigen einen Trend, über den ZEIT ONLINE bereits im Vorjahr berichtet hatte. Demnach sind Zuwanderer überdurchschnittlich oft an der gesamten registrierten Kriminalität beteiligt. Viel davon spielt sich in Flüchtlingsheimen ab, wo Zuwanderer gleichzeitig Opfer und Täter sind.

    [ Wichtig: ]

    Bei den Berechnungen wurden jeweils ausländerrechtliche Straftaten wie etwa ein illegaler Aufenthalt ausgeklammert.

    [Und]

    Der Welt zufolge war der Anteil der Zuwanderer in einigen Kriminalitätsfeldern besonders hoch. Beim Taschendiebstahl stellten sie 2017 laut den Angaben fast jeden dritten Tatverdächtigen, beim Wohnungseinbruchdiebstahl gut jeden zehnten. Bei Vergewaltigung und sexueller Nötigung seien es 15,9 Prozent, bei gefährlicher und schwerer Körperverletzung 15,2 Prozent und bei den Raubdelikten 15,1 Prozent.

    Quelle
    https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-04/polizeiliche-kriminalstatistik-2017-straftaten-verdaechtige-zuwanderer-opfer

    15,9 Prozent, 15,2 Prozent und 15,1 Prozent.

    Man betrachte diese Zahlen in Zusammenhang mit dem %Anteil der Gesamtbevölkerung.

  14. Falstaff meint:

    “Darf ich nebenbei bemerken, dass in Deutschland jeden Tag ein Radfahrer von einem Autofahrer “abgeschlachtet” (umgebracht) wird? Als Radfahrer finde ich das durchaus bedrohlich.”

    Leo, DAMIT bist Du nicht besser als die, die Du hier als HETZER beschimpfst/darstelltst. Diese Art von ARGUMENTATION/VERGLEICH ist Deiner wirklich unwürdig.

    “Vermutlich würde ein “ausländerfreies” Chemnitz mehr Gewaltkriminalität haben als eines mit einem so hohen Migrantenanteil wie Augsburg. Gewaltkriminalität ist weitgehend eine Folge der Armut. ”

    Wie bitte ?

    Würdest Du die Migranten/Flüchtlinge der letzten 2-3 Jahre als REICHEN Bevölkerungsanteil bezeichnen, Leo ?

    “Wie viele rechtsradikal motivierte PHYSISCHE Angriffe auf Flüchtlinge gibt es pro Jahr in Deutschland? Mit wie vielen Opfern?”

    Gibts dazu genaue Zahlen ?

    Gefunden habe ich das:

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/4721/umfrage/vergleich-der-anzahl-von-rechten-und-linken-gewalttaten/

    http://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/264158/pmk-methoden-und-debatten

  15. “Man betrachte diese Zahlen in Zusammenhang mit dem %Anteil der Gesamtbevölkerung.”

    Dann zähl doch mal alle Personen ohne Deutschen Pass zusammen, inkl EU Ausländer und illegaler etc. Würde mich mal interessieren. Oder nenn uns die Zahl?

    Ich kann sie dir aber auch geben:
    “Ende 2017 waren rund 10,6 Millionen Personen mit ausschließlich ausländischem Pass erfasst, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte.”
    https://orange.handelsblatt.com/artikel/29581

    Da sich, Ausländer generell und in jedem Land eher am Rande der Bhttps://orange.handelsblatt.com/artikel/29581

    Da sich Ausländer generell in jedem Land eher am Rand der Bevölkerung befinden und generell den einkommensschwäheren Schichten angehören, die an sich krimineller sind, sehe ich jetzt hier keine besondere Auffälligkeit.

  16. Korbinian meint:

    @KM

    Dieses Argument kann nach hinten losgehen: Weil wenn die ausländischen Opfer nicht hier wären würden sie auch nicht in der Statistik auftauchen.

  17. @Leo

    Du kapierst die Argumentationsweise nicht vollends oder versuchst hier quasi zu relativieren:

    “Aber auch ohne Migranten gibt es in einer Stadt wie Chemnitz Morde, oder? Und vermutlich nicht weniger als in einer von der Größe her vergleichbaren Stadt wie Augsburg oder Karlsruhe. ”

    Ohne Flüchtlinge, keine Straftaten die durch Flüchtlinge begangen werden!
    Ist doch klar oder nicht? Weniger Straftaten = POSITIV!

    Alles andere was an Starftaten passiert sind interne und keine importierten Probleme. Ebenso gibt eine keine Prozentangabe an Straftaten bei der man sagen sollte: so jetzt ist es gut, nun brauchen wir uns nicht mehr zu schützen.

    In dem Fall ist weniger mehr, dem Opfer ist es egal, ob es nun Opfer einer recht wahrschl. oder unwahrschl. Straftat geworden ist.

    Ebenso hört sich deine Argumentation doch so an:

    Wenn bei mir jemand einbricht und mich ausraubt, relativiere ich das auch nicht damit, dass ich ja sowieso oft Sachen selber kaputt mache oder Geld auch so unnötig ausgebe.

    Deine Argumentationsweise ist Wasser auf die Mühlen der Fremdenhasser.

  18. Falstaff meint:

    “Da sich Ausländer generell in jedem Land eher am Rand der Bevölkerung befinden und generell den einkommensschwäheren Schichten angehören…”

    Ach. Wirklich ?

    Damit widersprichst Du allerdings Leo’s These, das eine Stadt, ein Bundesland, ein Staat OHNE Ausländer arm sei/ärmer werde…

  19. @Falstaff

    “Damit widersprichst Du allerdings Leo’s These, das eine Stadt, ein Bundesland, ein Staat OHNE Ausländer arm sei/ärmer werde…”

    Ja und?
    Das tue ich sowieso, siehe dazu meine anderen Posts zum Thema München.
    Wieso sollte ich ihm desweiteren nicht wiedersprechen? Geh mal lieber auf meinen oberen Post ein.

  20. “Wie viele rechtsradikal motivierte PHYSISCHE Angriffe auf Flüchtlinge gibt es pro Jahr in Deutschland? Mit wie vielen Opfern?”

    Gibts dazu genaue Zahlen ?

    Ich habe das vor einigen Jahren (bis 2014, also bevor die vielen Flüchtlinge gekommen sind) mal längere Zeit verfolgt und damals gab es pro Monat etwa zwei bis drei Dutzend fremdenfeindliche Angriffe mit etwa genauso vielen verletzen Opfern. Pro Jahr also ungefähr 300 bis 400 Opfer aufgrund von fremdenfeindlicher Gewalt, also im Schnitt täglich ein Angriff. Davon hört man leider fast nie etwas in den Medien. Dazu kommt noch die Dunkelziffer.

    Die aktuellen Zahlen müsste man in den Berichten zur politisch motivierten Kriminalität finden. Ich hatte meine Zahlen aus Kleinen Anfragen der Linkspartei den Antworten im Bundestag.

  21. Ohne Flüchtlinge, keine Straftaten die durch Flüchtlinge begangen werden!
    Ist doch klar oder nicht? Weniger Straftaten = POSITIV!

    Wenn Deutschland hunderttausenden Flüchtlingen hilft, nicht in einem Bürgerkrieg oder von Terroristen getötet zu werden sind das hunderttausende Straftaten weniger und daher ist das ebenso positiv.

  22. “Damit widersprichst Du allerdings Leo’s These, das eine Stadt, ein Bundesland, ein Staat OHNE Ausländer arm sei/ärmer werde…”

    Ja und?
    Das tue ich sowieso

    Das ist keine These sondern lässt sich z.B. in  ‘Der Beitrag von Ausländern und künftiger Zuwanderung zum deutschen Staatshaushalt’ nachlesen.

  23. Falstaff meint:

    @KM (die “Urlaubsvertretung für Leo ist wieder da)

    Aus der Studie von Bertelsmann:

    Dass heutige und künftige Ausländergenerationen mehr Steuern und Beiträge zahlen, als sie an Sozialtransfers erhalten, reicht aber nicht aus,
    um zukünftig für nachhaltige öffentliche Finanzen in Deutschland zu sorgen.

    Stellt man alle allgemeinen Staatsausgaben, etwa für Verteidigung oder
    Straßenbau, mit in Rechnung, schlägt für jeden lebenden Ausländer ein langfristiges Staatsdefizit von 79.100 Euro, für jeden lebenden Deutschen
    von 3.100 Euro zu Buche. Wegen dieses Defizits weist das Staatsbudget, wenn nicht gehandelt wird, langfristig eine Tragfähigkeitslücke von
    fast 150 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf.

    Die ZEW-Studie zeigt allerdings, dass gesteuerte künftige
    Einwanderung ein Beitrag dazu sein kann, diese Lücke zu verringern
    und so die Bevölkerung fiskalisch spürbar zu entlasten. Verglichen mit
    einem Szenario, in dem Deutschland sich abschotten und komplett auf Zuwanderung verzichten würde, entlastet eine künftige
    Zuwanderung von jährlich 200.000 Menschen jeden Bundesbürger
    um Beträge im Wert von 100 bis 300 Euro pro Kopf und Jahr.

    Voraussetzung dafür ist, dass eine human-und arbeitsmarktorientierte Steuerung der Zuwanderungdazu beiträgt, dass künftige Einwanderer
    im Durchschnitt ein besseres als mittleres Qualifikationsniveau
    aufweisen.

    https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/der-beitrag-von-auslaendern-und-kuenftiger-zuwanderung-zum-deutschen-staatshaushalt/

    Seite 9

    Diese Studie analysiert die fiskalischen Beiträge von zwei klar voneinander abgegrenzten Personengruppen: den im Jahr 2012 [!!!] in
    Deutschland lebenden Ausländern und den künftigen
    Zuwanderern.

    Und es geht um MIGRATION/ZUWANDERUNG, NICHT um FLÜCHTLINGE.

    Nichts ist gegen eine gesteuerte Zuwanderung von Qualifizierten zu sagen.

  24. Zitat aus der Studie:

    die Ausgaben etwa für öffentliche Infrastruktur, Verwaltung und Verteidigung hängen nur teilweise von der Größe der ausländischen Wohnbevölkerung ab. Nimmt man den zusätzlichen Ausgabeneffekt eines einzelnen Einwohners, ist dieser praktisch null.

  25. Von den Flüchtlingen gehen bereits Hunderttausende sozialversichrungspflichtiger Arbeit nach.

  26. Ein Defizit von 79.100 Euro fällt nur unter folgenden Bedingungen an:

    Das Defizit entsteht erst, weil der Deutsche Staat nicht nachhaltig wirtschaftet. Ausländer und Deutsche haben keinen Einfluss darauf, in welcher Höhe diese Staatsausgaben anfallen. (Seite 23)

    Es darf keine Einwanderung mehr geben, was die Bevölkerung zukünftig stark altern lässt und schrumpfen lässt (bis 2060 auf etwa 57 Millionen Einwohner (Seite 18)).

    Die bereits 2012 hier lebenden Ausländer (auch 2012 neugeborene Ausländer) dürfen ihr Steuerniveau zukünftig nicht verbessern. Dieses Steuerniveau ist besonders stark von den Gastarbeitern der 1960er- und 1970er-Jahre geprägt. (Seite 2, 51)
    Erst zukünftige Nachkommen der Auslander, die aber nicht in die obige Berechnung einfließen, dürfen ein höheres Steuerniveau haben.

  27. Km

    “Wenn Deutschland hunderttausenden Flüchtlingen hilft, nicht in einem Bürgerkrieg oder von Terroristen getötet zu werden sind das hunderttausende Straftaten weniger und daher ist das ebenso positiv.”

    Der Deutsche Staat hat in erster Linie die Aufgabe Straftaten in Deutschland zu verhindern/-aufzuklären und nicht in Syrien.

    Humaniäte Hilfe in Form von Asyl ist nicht Gegenstand der Kriminalitätsdebatte und somit völlig zusammenhangslos von dir eingebracht.

    Das wir den Syrern helfen, nicht in Syrien ermordet zu werden, rechtfertigt wie genau Straftaten die durch Flüchtlinge begangen werden? Oder soll das heißen, wir sollen das einfach über uns ergehen lassen, weil sonst sterben Menschen in Syrien?

    Du gibst also auch zu, die Flüchtlinge begehen Straftaten und ohne Flüchtlinge würden diese Straftaten nicht begangen werden.

    Die Aufnahme von Flüchtlingen ergibt sich aus unseren und internat. Gesetzen, das steht nicht zur Diskussion. Was hier zur Diskussion steht ist deine und Leos Unfähigkeit passende Argumente gegen Rechts zu liefern.

    Die Rechten wiederum kann man an sich garnicht ernst nehmen, das sieht man auch hier im Blog. Gebe es keine Flüchtlinge könnte man sich wieder wie vor 2015 voll und ganz auf den Islam (Sarrazin Debatte), die Türken, Bulgaren oder sonstwen konzentrieren. Würde es keine Straftaten durch Ausländer geben böten sich genügend andere Themen an die in Bezug zu den Ausländern stehen z.B. Beschneidung oder Kopftuch.

    Der Grund wieso außerdem trotz abnehmender Kriminalität, eine Zunahme von Rechtsradikalimsus zu beobachten ist, liegt daran, dass kein wirklicher Zusammenhang zwischen diesen Dingen besteht.

    Die Ursache und Zusammenhänge sollte man in der Internetkultur suchen.

  28. Flüchtlinge sind einfach nur der aktuelle Sündenbock.

    Wenn es hier um Ursachensuche gehen soll, dann sollte man vielleicht mal lieber die Ursache darin suchen, dass die Täter von Chemnitz ihre Tat offenbar im Alkohol- und Drogenrausch begangen haben. Alles andere geht ziemlich am Thema vorbei, weil es nicht um das Warum geht sondern um das Wer.

  29. @KM

    “Flüchtlinge sind einfach nur der aktuelle Sündenbock”

    Ja genau darum geht es, eine Diskussion darüber hinaus ist mit Falstaff und Konsorten zeitverschwendung.

    “Alles andere geht ziemlich am Thema vorbei, weil es nicht um das Warum geht sondern um das Wer.”

    Völlig richtig, das ist auch mein Kritikpunkt, wenn man eben München als Vorbildstadt anpreist. Selbst wenn diese Flüchtlinge Milliarden in die Chemnitzer Staatskassen einbringen würden, die Anfeindung bliebe bestehen.

    Hier trifft eben eine aufgeklärte Ansichtsweise auf primitive Ignoranz.

    Wenn diese sog. Rechten schon was bewegen wollen, dann doch bitte politisch in dem man Gelder für Justiz, Sicherheit und Integration zur Verfügung stellt. Genau dort kann man nämlich präventiv einwirken.

    Das Recht auf Asyl indes ist nicht verhandelbar, aber genau darum geht es diesen Leuten.

    Auf der anderen Seite sollten aber auch Integrationsbefürworter unbedingt Versäumnisse ansprechen und nicht erst dann, wenn der Zug abgefahren ist.

  30. Die Befürworter fordern schon seit Jahrzehnten Änderungen im Umgang mit der Integration. Das Problem ist, dass die Regierungsparteien seit ebenso langer Zeit Änderungen blockiert und oder Bedingungen verschärft haben. Einwanderer sollten sich nicht integrieren, die sollen gehen.

    Die Problembereiche, die man heute hat, sind das Ergebnis von jahrzehntelanger, politisch geförderter und gesteuerter Isolation der Einwanderer von der einheimischen Bevölkerung.

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