Chemnitz – schafft sich ab? – Fortsetzung

rechts(von Wien aus geschrieben)

1

Die sächsische Polizei kann man “Pegizei” nennen. Sie ist nicht nur rechtsradikal unterwandert, sondern rechtsradikal orientiert. Man stelle sich vor, Linksradikale würden eine Demo in Chemnitz organisieren. Die sächsische Polizei wäre im Kriegsmodus präsent. Mit allen Mann und allen Waffen. In Chemnitz war sie mit 600 Mann gegen einen Mob von 6.000 im Einsatz – und froh darüber, dass sie nichts gegen ihre Kumpels und deren Hetzjagd auf alles, was fremd ausgesehen hat, tun musste. Ihr Feind steht “links”. Zu ihrem Feindbild gehören Angela Merkel und Medien wie das ZDF ebenso wie die sächsische Zivilgesellschaft. “Links” ist für sie alles, was nicht rechts-außen ist.

Jetzt konnte also der rechtsradikale Mob wie einst die SA die Straße dominieren, hetzen und jagen und prügeln – und die Polizei hat zugeschaut.

(Sie war vorgewarnt. – Und zu allem Überfluss leakt sie nun auch noch vertrauliche Infos an die rechtsradikalen Kumpels.)

2

Unter diesen Umständen meinen einige, die Gefahr gehe eben von der sog. “Messermigration” aus.

Jeder Mord ist einer zuviel. Aber wenn wir Mord abschaffen wollen, müssen wir den Menschen abschaffen. Was wir erreichen müssen, ist, dass es weniger Morde gibt. Darin haben wir Erfolg gehabt. Die Zahl der Morde geht seit Jahrzehnten immer weiter zurück, es sind heute nur noch halb so viele wie zu Zeiten meiner Jugend; und dies trotz all der Einwanderung.

Die Einwanderung hat Deutschland reicher gemacht – und damit auch sicherer.

Denn Kriminalität, gerade auch Gewaltkriminalität, hat vor allem soziale Ursachen.

3

Xenophobie ist ein Standort-Nachteil.

Nach den Ausschreitungen in Chemnitz haben Ökonomen vor den Folgen einer zunehmenden Aggression gegen Zuwanderer gewarnt.

“Ereignisse wie in Chemnitz werden die wirtschaftliche und soziale Polarisierung in Deutschland weiter verstärken”, sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, am Dienstag dem “Handelsblatt”.

Nicht nur Ausländer, sondern auch “eine große Mehrheit der Deutschen” wolle nicht in Städten und Regionen leben, “in denen Menschen Selbstjustiz üben” und Fremdenhass vorherrsche.

Es sei daher “höchste Zeit”, dass die Politik in den betroffenen Regionen Farbe bekenne und sich klar für Zuwanderung, Toleranz und Vielfalt ausspreche, sagte Fratzscher der Zeitung.

“Nur so kann der Teufelskreis durchbrochen werden, bei dem vor allem schwache Regionen in Ostdeutschland immer weiter abgehängt werden – wirtschaftlich, sozial und auch politisch.”

Eine Stadt, in der ein beträchtlicher Teil davon träumt, ohne Migranten leben zu dürfen, ist heutzutage kein guter Wirtschaftsstandort mehr.

Das wird einer der Haupteffekte des Chemnitzer Montags der Schande werden.

Wer sagt den Chemnitzern endlich, dass sie sich selbst kaputt machen mit ihrer xenophoben Reaktion auf Einwanderung? Dass sie die Stadt, die sie lieben, schädigen – und in letzter Konsequenz “abschaffen”?

4

Sind die Konservativen in Deutschland noch imstande zu erkennen, dass die Gefahr für uns (auch für sie!) von rechts kommt?

Sascha Lobo bezweifelt es.

Mit guten Gründen.

Auch all denen, die im Diskussionsbereich dieses Blogs mithetzen wollen gegen die angebliche “Messermigration”, sehe ich verpflichtet, diesen Artikel von Sascha Lobo zu lesen.

5

Ein Buchhändler aus Chemnitz im Interview mit der FAZ.

Kunden sagen mir, dass sie sich fremdschämen, und auch, dass sie überlegen, ob sie hier überhaupt noch leben wollen. Das wird ernsthaft so ausgesprochen! Stadträte, mit denen ich gesprochen habe, sagen, wie verzweifelt sie sind, weil sie seit Jahren versuchen, ein positives Bild von der Stadt aufzubauen, die es ja nicht ganz einfach hat, um dann so vor den Kopf gestoßen zu werden.

Es gibt auch dieses Chemnitz.

Und dieses:

Wenn man jetzt die Leute hier sagen hört, sie seien keine Nazis, aber dann laufen sie bei Nazi-Aufmärschen mit, dann ist das in meinen Augen Augenwischerei, das ist Begriffsklauberei. Wer sich davon nicht distanziert, gehört für mich dazu. Wer demokratische Werte im Herzen trägt, sollte sich dazu bekennen. In der Mitte der Gesellschaft meint man ja fast so etwas wie einen nahtlosen Übergang zum rechten Gedankengut zu erkennen.

Und diese Angst:

Es herrscht Angst, blanke Angst. Und die ist begründet. Einige Kunden sagten mir, dass sie sich wegen der geringen Anzahl von Polizeikräften nicht mehr sicher fühlten, um sich offen zu positionieren. In ihrer Wahrnehmung hat der Schutz der Polizei bei den Gegendemonstrationen gefehlt. Wer will schon einem Mob von siebentausend Menschen gegenüberzutreten? Und der wiederum hat von der Duldungspolitik profitiert.

Ist Sachsen noch fähig, den Rechtsstaat zu garantieren? Herausgefordert vom rechten Pöbel, dem ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung nachläuft – und gegen die “Pegizei”? Nicht verteidigt von konservativen Politikern, die zwischen Hilflosigkeit und Verharmlosung schwanken?

Und wo steht hier eigentlich Seehofer, unser Innenminister? Zuständig für den Rechtsstaat?

Kommentare

  1. Falstaff meint:

    Grundsetzliches zuerst: Die Vorgänge und Zustände in Chemnitz sind unerträglich. Und es ist völlig abzulehnen, wenn Leute meinen, das Gewaltmonopol des Staates (https://de.wikipedia.org/wiki/Gewaltmonopol_des_Staates) zu ignorieren, und in irgend einer Form Selbstjustiz zu üben. Grundsätzlich. Das gilt GLEICHERMASSEN für Rechts- als auch Linksradikale !

    “Und zu allem Überfluss leakt sie nun auch noch vertrauliche Infos an die rechtsradikalen Kumpels.”

    Vertrauliche Infos ? Du meinst den Haftbefehl ?

    Da wird laut dagegen “gehetzt” ( um dieses bei Dir, Leo, und auch vielen Medien dieses so beliebte wort einmal zu verwenden), wenn in soz. Medien “Gerüchte” über den möglichen Tathergang/die Gründe des Tötungsdeliktes und seine Beteiligten gesteut werden, BEVOR dieser
    durchermittelt ist.

    Aber für Leo steht jetzt schon glasklar FEST, das da VON DER POLIZEI
    “durchgerstochen” wurde.

    Einen (schriftlichen) Haftzbefehl erhalten einige Dienststellen/Personen im Rahmen der Strafermittlungen. Unter anderen auch DIE ANWÄLTE der Tatverdächtigen, Leo.

    Und DIE sind angehalten, ihre Klienten zu verteidigen, sespektive ein möglichst niedriges Strafmaß, oder sogar einen Freispruch für ihre
    Mandaten zu erreichen.

    Ein Foto des Papiers ist ruck zuck mit jedem Smartphone zu machen, und über einen Fake-Account unerkannt ins Netz zu stellen, dann ist es im Umlauf.

    Anwälte könnten es aus strategischen Gründen geleakt haben, um einen gewissen Grad an Vorverurteilung ( was dann erhebliche Auswirkungen auf einen Prozess hätte) zu bedingen.

    Ist das auszuschließen, Leo ?

    “Eine Stadt, in der ein beträchtlicher Teil davon träumt, ohne Migranten leben zu dürfen, ist heutzutage kein guter Wirtschaftsstandort mehr.”

    Aber ist es verboten/eine Straftat von so etwas zu “träumen” , Leo ?
    Evtl. Folgen eines solchen Wunschtraums müßen diese Bürger
    dann aber in Kauf nehmen.

    “Herausgefordert vom rechten Pöbel, dem ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung nachläuft?”

    Bundesland Sachsen. Bevölkerung ca. 4 Millionen. Ein BETRÄCHTLICHER Teil ?

    “Die Zahl der Morde geht seit Jahrzehnten immer weiter zurück, es sind heute nur noch halb so viele wie zu Zeiten meiner Jugend; und dies trotz all der Einwanderung.”

    Trotz ?

    Mal rein hypothetisch gefragt, Leo: Wie viel Straftaten/Morde gäbe es in Deutschland ( zusätzlich zum Rückgang) in den letzten 2-3 Jahren weniger, OHNE die Einwanderung/ Flüchtlingsbewegung der letzten 2-3 Jahre ? ? ?

    Dazu…

    Ein alarmierender Punkt, der nicht verschwiegen werden darf, sondern eine offene Debatte in Politik und Gesellschaft erfordert: Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger bei Straftaten insgesamt und gerade auch bei Gewaltdelikten ist unverhältnismäßig hoch.

    Bei Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen liegt die Zahl ausländischer Verdächtiger (1140) nicht mehr weit unter der Zahl der Deutschen (1558), obwohl den zehn Millionen Menschen in Deutschland ohne deutschen Pass rund 70 Millionen Deutsche gegenüberstehen.

    Man möge angesichts dieser Dimension nicht mit dem Argument kommen, Ausländer würden einer Straftat viel eher verdächtigt als Inländer. Ebenso wenig hilft das regelmäßig bemühte Vademecum, unter den Migranten sei der Anteil junger Männer besonders hoch, die im statistischen Durchschnitt eher zur Kriminalität neigten.

    Durchschnitt? Wer wirklich Flüchtling ist, weil er daheim um Leib und Leben fürchtete, sollte so viel Dankbarkeit gegenüber dem ihn aufnehmenden Staat zeigen, dass er sich nicht durchschnittlich kriminell, sondern überdurchschnittlich gesetzestreu verhält. Ansonsten hat er sein Bleiberecht verwirkt.

    sagt Ansgar Graw in der WELT, natürlich ein Neonazi…

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article175695478/Straftaten-Statistik-Die-Wirklichkeit-hinter-den-neuen-Zahlen-zur-Kriminalitaet.html

  2. Der Haftbefehl wurde von einem JVA-Beamten veröffentlicht.

  3. Sorry Leo,

    aber ich denke du machst es dir hier bei der Sicht auf die Polizei (again) zu einfach.

    Die Kommentatoren vor Ort von Spiegel, Zeit und Süddeutsche waren sich eigentlich dahingehend einig, dass die wenigen Polizisten vor Ort am Montag unter den Umständen recht gute Arbeit gemacht haben. Es waren viel zu wenige und die Führung hat kläglich versagt, keine Frage. Aber es konnten Zusammenstöße überwiegend verhindert werden, gerade bei der Abreise, wo die Rechten aus Seitenstraßen hervorkamen und versucht hatten, die Gegendemonstranten anzugreifen. Die jetzt hier verbal zu verfeuern ist ziemlich einfach und bequem, aber zu leicht, vor allem kannst du die verkorkste Personalplanung nicht dem “Fußvolk” anlasten. Es braucht eine neue Polizeiführung und einen neuen Innenminister, keine Frage. So zu tun, als wären die meisten Nazis, hilft da nicht weiter.

    Bei der Gelegenheit würde ich dann auch gern daran erinnern, dass die Sächsische Polizei generell bei Großveranstaltungen massive Probleme hat. Heidenau war ein Fanal, Freital sowieso, aber auch Connewitz des Öfteren. Fun Fact am Rande, zwei Monate, bevor die Rechten Connewitz 2016 verwüstet hatten, haben es die Linksextremen Ihnen gleich getan. War nur nicht so ein Thema für überregionale Medien. Eigentlich seltsam.
    http://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Heftige-Krawalle-am-Rand-von-Neonazi-Demo-im-Leipziger-Sueden

    Da wird dann auch gerne mal nen bisschen Tamtam gemacht:
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article136179037/Bulle-dein-Duldungsstatus-ist-aufgehoben.html

    Und nein, ich setze damit nicht links und rechts gleich, es geht nur um dein Argument, dass eine Linkendemo sofort das gesamte Arsenal abbekommen hätte – nö. Übrigens mindestens einmal im Jahr am Connewitzer Kreuz zu Silvester zu beobachten.

    Für jemanden, der sonst die Dinge recht ausgewogen sieht, ganz schön einfach. :(
    Das Problem in Sachsen sitzt überwiegend in der Landesregierung.

  4. Bei Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen liegt die Zahl ausländischer Verdächtiger (1140) nicht mehr weit unter der Zahl der Deutschen (1558), obwohl den zehn Millionen Menschen in Deutschland ohne deutschen Pass rund 70 Millionen Deutsche gegenüberstehen.

    Man möge angesichts dieser Dimension nicht mit dem Argument kommen, Ausländer würden einer Straftat viel eher verdächtigt als Inländer.

    Doch, wenn der Anteil der verurteilten Ausländer in diesen Straftaten unter 42% liegt, dann werden sie überdurchschnittlich oft verdächtigt. Eigentlich ganz logisch.

  5. Außerdem kommen noch die Ausländer dazu, die sich nur kurzfristig in Deutschland aufhalten und hier keinen Wohnsitz haben.

  6. OJ,

    dass die Polizeiführung und das Innenministerium hier systematisch versagen, ist die eine Seite der Sache.
    Dass ein erheblicher Teil der sächsischen Polizisten extrem rechts orientiert ist, eine zweite Seite der Sache, und hängt wohl auch mit der ersten Seite der Sache zusammen: der Führung.

    Dass für die sächsische Politik und Polizei der Feind so gut wie nur links zu finden ist – links von ihr selbst, ist ein Eindruck, der sich dem westdeutschen Beobachter aufdrängt.

    Dem entspricht auch, was wir an rassistischen und xenophoben Äußerungen von Chemnitzer Bürgern zu hören und zu lesen bekommen. Das ist die dritte Seite dieser Sache.

    Wer in Chemnitz traut sich noch, ÖFFENTLICH für Demokratie und Rechtsstaat und gegen rechts einzutreten? Wer in Chemnitz sagt öffentlich, das Problem sei die Öffnung er Bürger hin zum Rechtsradikalismus?

    Ich weiß, viele Chemnitzer kapieren diese Gefahr. Aber das Klima der Einschüchterung ist so stark, dass man diese Stimmen kaum zu hören bekommt.

    Chemnitz hat nicht zu viele, sondern zu wenig Einwanderer.
    Und je weniger es hat, desto schlechter wird es der Stadt gehen.
    Desto mehr Kriminalität wird es dann auch in Chemnitz geben.

    Kriminalität ist hauptsächlich eine Folge von Armut, von materiellen Defiziten.

    Die Vorgänge von Chemnitz schaden der Wirtschaft von Chemnitz. Sie schrecken jeden ab, in Chemnitz zu investieren.

    Wer möchte in Chemnitz investieren, wenn er keine irgendwie “nicht-deutsch” aussehenden Arbeitskräfte einstellen kann?

    Zu viele Chemnitzer wollen die Globalisierung nicht. Bittesehr. Aber dann müssen sie auch die Konsequenzen dafür in Kauf nehmen: Sie werden immer mehr abgehängt werden.

    Also, mein Rat an diese Chemnitzer ist: Entwickelt eine Willkommenskultur für Migranten! Zeigt, dass ihr Einwanderer, auch Flüchtlinge gern in der Stadt aufnehmt und zu integrieren versteht!

    Die Stadt braucht Einwanderer – wenn sie Zukunft haben will.

  7. Noch ein Nachtrag zum Thema Kriminalität:

    Wenn die Zahl der Morde, wenn die Gewaltkriminalität und die Kriminalität insgesamt ohnehin auf einem historisch und international sehr geringem Level ist, und wenn die Zahlen dazu tendenziell eher noch günstiger werden, dann gibt es keinen Grund zur Behauptung, die Gefährdung sei heute größer, viel größer, man müsse Angst haben …

    Sind wir uns darüber einig?

    Wenn nein, warum nicht?

    Zwei oder drei Morde von Flüchtlingen an Nichtflüchtlingen pro Jahr in einem Land mit 83 Millionen Einwohnern: das bedeutet, die Gefährdung geht gegen Null.

    Es ist sehr viel wahrscheinlicher, dass dich, lieber Hysteriker, demnächst ein betrunkener Autofahrer tot fährt. Wollen wir also den Alkohol oder die Autos abschaffen? – Ich würde eher dafür plädieren, den Hysteriker auszuseufzen.

    Wenn in Chemnitz jemand behauptet, man könne in der Stadt nicht mehr sicher sein, solange es dort Flüchtlinge gebe, dann ist eine solche Äußerung krank. Nicht einfach nur unbegründet, sondern krank.

    Oder gezielte xenophobe Hetze.

    Ich wiederhole meine These:

    Die Kriminalität ist in Deutschland auch deshalb gesunken, weil wir dank starker Einwanderung wirtschaftlich erfolgreich sind – und damit nebenbei das Kriminalitätsrisiko senken.

    Das ist nicht der einzige ursächliche Faktor, aber einer. (Der andere ist: Immer weniger schlagen die Eltern in Deutschland ihre Kinder. Damit sinkt das Gewaltniveau generell und beträchtlich.)

    Wer Deutschland vom globalen Arbeitsmarkt abschneiden möchte – wie es zumindest eine Mehrheit der Ostdeutschen zu wünschen scheint – der plädiert (unbewusst) für wirtschaftliche Einbußen, damit für mehr Armut und Verwahrlosung, damit für mehr Kriminalität und Unsicherheit.

    Im übrigen: Ist die Kriminalität in Osteuropa – wo die Zahl der Migranten aus Afrika und den islamischen Ländern gegen null geht – etwa geringer als bei uns? Lebt man in Warschau, Prag, Budapest, Bukarest sicherer als in München, Stuttgart, Hamburg, Berlin?

    Interessant wäre es, eine Mord-Statistik für Chemnitz zu lesen: Wie viele Morde gab es pro Jahr 1990, 1991, … 2000, 2001, … 2017?
    Ich nehme an: pro Jahr etwa 2.
    Könnte das mal jemand nachprüfen? (Vielleicht mit Vergleichszahlen zu Dresden, Leipzig, Halle, Magdeburg, Erfurt; sowie zu München, Augsburg, u. a.)

    Hab grade noch mal gesucht – und gefunden:
    1990 – 2016 gab es in Chemnitz 24 Morde. Also 1 pro Jahr, im Durchschnitt. Das ist, bei 250.000 Einwohnern, nicht viel. Damit liegt Chemnitz im besonders sicheren Bereich.

  8. Falstaff meint:

    “Chemnitz hat nicht zu viele, sondern zu wenig Einwanderer.
    Und je weniger es hat, desto schlechter wird es der Stadt gehen.
    Desto mehr Kriminalität wird es dann auch in Chemnitz geben.
    Kriminalität ist hauptsächlich eine Folge von Armut, von materiellen Defiziten. ”

    Sorry, Leo, aber diese “Schlussfolgerungen” sind absolut hanebüchener
    Unsinn.

    “(Der andere ist: Immer weniger schlagen die Eltern in Deutschland ihre Kinder. Damit sinkt das Gewaltniveau generell und beträchtlich.) ”

    In ALLEN Bevölkerungsgruppen? Wird nicht beklagt, das gerade im migrantisch/muslimischen/patriachalischen Familienspektrum höhere Gewalterfahrungen gemacht werden ?
    http://www.taz.de/!457485/

  9. Falstaff meint:

    Tagesschau NEWS Blog

    Polizei Sachsen: Versammlungsteilnehmer nehmen Steine aus Gleisbett

    16:38 Uhr

    ….

    Die Polizei konnte nicht feststellen, aus welcher Demo-Gruppe das kam ??? Oder waren es “die Falschen” ?

    Hier noch eine Aufforderung der ANTIFA auf indymedia:

    bewaffent euch!

    https://de.indymedia.org/node/23860

    Die dürften auch VOR ORT sein, und was bis jetzt an Videomaterial zu sehen ist: Vorgehen aus dem LINKEN Lager gegen Polizei und AfD Demo.

    Aber das sind ja, laut Frau Barley keine LINKEN:

    „Wenn sich Menschen den Rechtsradikalen entgegenstellen, dann ist das nicht Rechts und Links, sondern dann sind das Rechtsradikale und es sind ein paar Anständige“, sagte Barley am Donnerstag in der ZDF-Sendung „maybrit illner“.

    HINWEIS:
    Ich erwarte von den Medien, insbesondere von der ÖR, eine WERTFREIE, SACHLICHE Berichterstattung. ACH WEGLASSEN von bestimmten Informationsteilen KANN einen Sachverhalt verfälschen.

  10. Falstaff meint:

    Angeblich sind es bei der Gegendemo 4.000 Teilnehmer. Es wäre doch ein Leichtes, von einem etwas erhöhten Standort aus dazu ein Foto zu machen, was diese Menschenmenge gut erkennbar/einschätzbar machen würde.

    Das Bild im SPIEGEL sieht eher dürftig aus:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bild-1117060-1060893.html

    Vielleicht findet hier jemand andere ?

  11. Falstaff meint:

    Polizei Sachsen
    ‏Verifizierter Account @PolizeiSachsen

    Die Versammlungszeit der Demonstration AfD ist bereits überschritten, eine Umgehung der Bahnhofstraße/Zschopauer Straße ist aus gefahrenabwehrrechtlichen Gründen nicht möglich.
    Der Versammlungsleiter wurde angesprochen, seine Demo zu beenden. #Chemnitz #c0109
    10:18 – 1. Sep. 2018

    Tja, warum/wegen WEM ist das nicht möglich ???

    Und von WEM wurde der Demonstrationszug teilweise über größere Zeiträume aufgehalten, was NATÜRLICH auf Kosten der Versammlungszeit geht ?

    Fragen über Fragen….

    P.S. Wenn das größte Polizeiaufgebot der Neuzeit nicht mal in der Lage ist, das Demonstrationsrecht durchzusetzen….
    … ach ja, da sind ja auch die von SCHWARZEN BLOCK,
    siehe Hamburg…..

    Ich verweise auf § 21 Versammlungsgesetz:

    Wer in der Absicht, nichtverbotene Versammlungen oder Aufzüge zu verhindern oder zu sprengen oder sonst ihre Durchführung zu vereiteln, Gewalttätigkeiten vornimmt oder androht oder grobe Störungen verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

  12. Das Versammlungsgesetz greift nur bei Verhinderung und Sprengung von Demonstrationen (hier nicht der Fall), bei Androhung von Gewalt (hier nicht der Fall) oder bei grober Störung (hier nicht der Fall).

  13. Falstaff meint:

    Ich stelle fest, das mein Beitrag zu den STEINAUFNEHMERN hier NICHT freigeschaltet wurde !

    Wenn es also um die (unliebsame) Wahrheit geht, ist Schluss mit der Demokratie…

  14. Falstaff meint:

    Und auch weitere nicht. So siehts also aus, Leo….

  15. Falstaff meint:

    Heute 17:12
    Bisher ist laut Polizei alles friedlich geblieben. Die Beamten appellieren an alle Teilnehmer, dass das auch so bleibt.
    Einige Teilnehmer der Versammlung “Frieden wahren” haben soeben Steine aus dem anliegenden Gleisbett aufgenommen. Bitte unterlasst das! Zeigt Herz statt Hetze! #c0109 #Chemnitz
    — Polizei Sachsen (@PolizeiSachsen)

    Teilnehmer der Versammlung “Frieden wahren”

  16. Falstaff meint:

    @KM (hier nicht der Fall)

    Deine rein persöniche Wertung

    Verhinderung und [auch bei] Sprengung

    Da ich offensichtlich hier auf Moderation geschaltet wurde, verabschiede ich mich zunächst. GEFILTERTE Fakten sind nicht mein Ding….

  17. Ungefilterte Fakten: Rechte Demonstranten haben MDR-Reporter und eine SPD-Gruppe angegriffen.

  18. Danke für die – wie immer – differenzierten zu Chemnitz. Bemerkenswert ist meines Erachtens vor allem, dass AfD und Nazis nahtlos zusammenwachsen. Es gibt keine Berührungsängste mehr und auch Leute wie Weidel und Meuthen, die sich winden würden, dort aufzutreten, werden sich vermutlich nicht distanzieren. Die Masche ist auch klar geworden: Wenn einem etwas nicht passt, präsentiert man eine Verschwörungstheorie. Elsässer hat nun behauptet, der Hitlergrußzeiger sei von Links eingeschleust. Zumindest, solange er es nicht für opportun hält, sich zu Hitler zu bekennen. Aber auch das kann sich jederzeit ändern. Denn den Zweiten Weltkrieg haben ja bekanntlich die Juden begonnen.

  19. genova,
    wer gewinnt die Mitte?

    Wie gewinnen wir die Mitte?

    Ich nehme an, dass dies die entscheidende strategische Frage ist.

    Wie beantworten wir sie?

    Ich kann nicht anders, als an Weimar zu denken. Wie dort die Mitte zerrieben und aufgerieben worden ist von den Radikalen rechts (NSDAP, DVNP, Junker- und Großkapitalistengruppen) und links (KPD, linksradikale Intelligenzia – kommunistische und nicht-kommunistische, aber radikal linke Utopisten).

    Die Demokratie von Weimar hatte zu wenig Träger und Verteidiger.

    Formiert sich auch heute wieder die “Mühle”: Mühlstein oben, Mühlstein unten – und zermahlen wird die pragmatische, konstruktive, durchaus selbstkritische Mitte. Die Fanatiker und Absoluten gewinnen?

    (Natürlich dann die von rechts. Das kann man auch heute schon wieder sehen. Man braucht sich nur die Wahlergebnisse anzuschauen. Wobei ich Die Linke zur demokratischen Mitte zähle. Links von der Partei der Linken gibt es kaum etwas – die Linksradikalen kann man prozentual kaum erfassen, weil sie im Promillebereich bleiben. Mit ihren zwar marginalen, aber spektakulären Auftritten fördern sie den Rechtsradikalismus.)

  20. Falstaff meint:

    @ KM

    DA hätte ich gerne (Deine) Quellen (meine habe ich), und die genauen Abläufe/Beschreibungen dazu. Gern ausführlich. DANN sehen wir weiter.

    P.S. Wenn man solcher Art “Fakten” hier einstellt, sollte man immer wenigstens die Quellen dazu auch nennen. Ansonsten bleiben es nämlich lediglich BEHAUTUNGEN/EINSCHÄTZUNGEN.

  21. Falstaff meint:

    @KM

    “…wenn der Anteil der verurteilten Ausländer in diesen Straftaten unter 42% liegt….”

    Woher stammt diese Zahl 42% ?

    Wie hoch liegt die Quote denn bei Deutschen ?

    Und wie sehen die Zahlen bei Doppelstaatlern (deutsche und ausl. Staatsbürgerschaft aus ?

    Zahlen MIT Quellen bitte.

    P.S. Es wäre begrüßenswert, wenn man dir nicht alles erst AUS DER NASE ZIEHEN müßte.

  22. Falstaff meint:

    Offenbar.

    Was die POSITIONIERUNG in der Berichtestattung betrifft, möchte ich an
    Hans Joachim Friedrichs erinnern:

    “Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache – auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazu gehört.”

  23. 42% sind 1140 zu 1558.

    Quellen gibt es beim Justizministerium. Einfach nach der Strafverfolgungsstatistik suchen. Kann ja nicht so schwer sein. Da finden Sie glaube ich auch, den Anteil der Verurteilten, die keinen Wohnsitz in Deutschland haben, die Statistik aber zum Nachteil der hier wohnenden Ausländer nach oben verzerren. Um einen besseren Vergleich zwischen Deutschen und Ausländern zu haben, müsste man noch die Zahl der Touristen und Durchreisenden auf den Ausländeranteil an der Bevölkerung draufschlagen.

  24. Falstaff meint:

    “Quellen gibt es beim Justizministerium”

    “Da finden Sie glaube ich…”

    Nichts. Wie üblich. Kein Link, nichts.

    So nicht. Ich bin es leid, wenn KM fast grundsätzlich NICHT auf genau gestellte Fragen antwortet, sondern ausweichend, respektive in einem völlig anderen Zusammenhang. Ebenfalls gilt mein Hinweis auf fehlende Quellengaben. Ich werde daher bis auf Weiteres nicht mehr die Mühe machen, auf seine “Beiträge” ( insbesondere seine 2-3 Zeiler, die er hier so gern “reinrotzt) zu reagieren. Ihn wir das sicher freuen.

  25. Quelle habe ich genannt. Google liefert gleich die Links dazu in den Ergebnissen, wenn man es dort eingibt.

    Von mir aus können wir uns auch ausführlich über Quellen unterhalten. Dann dürfen Sie aber nicht einfach nach einer Antwort kneifen und nichts mehr von dich hören lassen, wie gerade erst bei der Studie zum Beitrag von Ausländern zum Deutschen Staatshaushalt. Da kam nach meinen Hinweis mit diversen Seitenangaben nichts mehr von Ihnen.

    Dafür ist mir meine Zeit zu schade. Ich hätte lieber Dutzende Antworten von Ihnen. Danke!

  26. Wenn Sie sich zu Diskussionen bereit erklären, dann würde ich mir vielleicht sogar die Mühe machen und eine Software wie Citavi nutzen, damit Sie die Quellenangaben professionell formatiert zu lesen bekommen. Aber ich habe halt keine Zeit, täglich eine Stunde meiner Freizeit zu verwenden, wenn Sie nicht Diskutieren möchten. Dann würde ich ja meine Zeit verschwenden. Und deswegen schreibe ich meine Kommentare halt nur so kurz wie Sie selbst Kommentare schreiben. Das ist doch auch ein guter Weg, oder?

  27. @Falstaff

    “Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache – auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazu gehört.”

    Was gewiss diejenigen Personen auszeichnet, die mit der AfD etc. sympathisieren?

    Siehst du, Falstaff: Genau auf mich trifft das Friedrich-Zitat zu, genau ich denke genau so. Ich bin dazu da, die Nester zu beschmutzen, in denen ich sitze und auch sitzen möchte. Darum meine doch auch für dich nicht uninteressanten Abweichungen von der reinen linken Lehre, nicht wahr?

    Ich stehe links und bin misstrauisch gegen links.
    Ich wähle grün und bin misstrauisch gegenüber den Grünen.
    Ich bin Deutscher (leidenschaftlich, ein Patriot) und verhalte mich kritisch zu meiner Nation.
    Ich engagiere mich für Migranten und bin misstrauisch und kritisch gegenüber allen Tendenzen bei Migranten, sich NICHT integrieren zu wollen.

    Bei alledem geniere ich mich nicht, mich mit der Geschäftsführung der IG anzulegen. Ich nehme mir die Freiheit, ein freier Mensch zu sein. Und danke Deutschland und München und der IG, dass ich diese Freiheit habe.

    Anders als du, Falstaff, finde ich unser (reales) Deutschland ein gutes Land. Grade eben, weil es auch multikulturell und aufgeklärt und liberal und bunt und selbstkritisch ist.

    Wie Friedrich so schön andeutet: Ich bin voll dabei, aber immer mit etwas kritischer, neugieriger, misstrauischer, eigensinniger Distanz. Ich bin voll dabei – und gehöre doch nicht ganz dazu.

    Da dir der Satz von Friedrich so gut gefällt, wie er auch mir gefällt – läge es nicht nahe, dass du ein ähnlich distanziertes Verhältnis zu deinen rechten Gesinnungsfreunden entwickelst? Es könnte natürlich sein, dass sie dir das nicht großzügig verzeihen. Denn für diese Leute ist Gesinnungstreue wichtig. Wenn du da zum Beispiel mal die Argumente vorbrächtest, die ich in der Kriminalitätsdebatte verwende, würdest du schnell als Verräter ausgeschlossen aus der Gemeinschaft.

    Da hab ich es auf der linken Seite leichter. Da akzeptiert man den Nestbeschmutzer zwar auch nicht leicht, aber doch eher als auf der rechten Seite.

  28. Ein Rechtsradikaler, der sich im Moment mal Karotte nennt, schickt mir einen Link, der interessant ist und den ich hier, unter den dazu passenden Artikel, setze:

    https://www.emma.de/artikel/frau-w-und-nesrin-chemnitz-336085

    Meine vorläufige Einschätzung:
    Einerseits: xenophobe Hysterie
    Andererseits: Es ist auch etwas dran.

    Ich vermute auch, dass einige der jungen Männer aus islamischen Länder Scheißkerle (geworden) sind, die sich machomäßig und islamistisch aufblasen und nicht wissen, was sie tun. Und dass der eine oder andere auch gefährlich wird.

    Warum kritisieren die Frauen nicht die üble Unterbringungspolitik Deutschlands: Man kann junge Männer nicht massenhaft in Unterkünfte stecken und nichts tun lassen. Wenn sie nichts zu tun haben, wird ein Teil von ihnen übergriffig.

    Das weiß man. Warum macht man es dann? Warum sorgt man nicht dafür, dass diese jungen Männer etwas Vernünftiges tun können? Vielleicht will man ja, dass sie übergriffig werden?

    Diese Chemnitzer Frauen, die in dem Emma-Artikel zitiert werden, sollten sich der Ursache des Problems annehmen: der üblen Unterbringungsweise und der Arbeitsverhinderungspolitik; dem Mangel an Angeboten auch der Stadt Chemnitz für diese jungen Männer.

    Gebt ihnen etwas Sinnvolles zu tun!

    Vielleicht widme ich heute Nachmittag meinen Artikel diesem Thema.

  29. Korbinian meint:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-wer-sie-waehlt-waehlt-nazis-a-1226160.html

    Das ist doch der Stürzi da direkt hinter dem Bernd Höcke.

  30. Sieht so aus. Könnte er sein.

    Verhältnis Männer – Frauen auf diesem Bild: 10:1.
    Auch das sagt uns etwas.

    Es ist mir schon bei meiner Pegida-Exkursion letztes Jahr aufgefallen: Fast lauter Männer. (Und eher ältere Männer.)

    In den rechtsorientierten Kreisen engagieren sich im wesentlichen die Männer. Frauen sind nur Beigabe. Mitläufer – mit einigen wenigen Feigenblättern wie Weidel.

    Was ist los mit den Männern in Deutschland?

    Wenn Frauen so besonders bedroht sind – müssten dann nicht 10.000 Frauen auf einer Frauendemo in Chemnitz protestmarschieren?

    Bei den Kultur-Reaktionären überlässt man sowas lieber dem (angeblich) “starken Geschlecht”?

    Es gab in Chemnitz am Samstag zwei Demos, beide mit 4.000 – 5.000 Teilnehmern. Wie war da das Verhältnis männlich – weiblich? Bei den Verteidigern der Demokratie vermutlich halbe-halbe, bei den Nazis und ihren Mitläufern vermutlich 5:1 oder noch einseitiger. Vermute ich jetzt mal. Hat jemand Zahlen dazu?

  31. Falstaff meint:

    Ca. 8000 zu 3000

    https://www.n-tv.de/politik/In-Chemnitz-wurden-18-Menschen-verletzt-article20603359.html

    “Bei den Verteidigern der Demokratie….”

    So,so, Linksextreme und Schwarzer Block, die ganz klar unser pol. System bekämpfen, zählen für dich zu Verteidigern der Demokratie, Leo Barley…

    Was auch wiedermal zu der Thema WIE versuchen Medien, insbesondere die ÖR, durch Zahlenmanipulation/Kameraposition/Bildauswahl einen gewünschten (bzw. nicht-gewünschten) Eindruck über die Größe von Demonstrationszügen/Veranstaltungen zu vermitteln.

  32. Falstaff meint:

    “Was gewiss diejenigen Personen auszeichnet, die mit der AfD etc. sympathisieren?
    Siehst du, Falstaff: Genau auf mich trifft das Friedrich-Zitat zu…”

    Hajo Friedrichs bezog sich explizit auf Journalisten, die Berichterstattung machen (sollen) und nicht die Meinungsbildung steuern (sollen).

    Weder du noch ich sind Journalisten.

    “Anders als du, Falstaff, finde ich unser (reales) Deutschland ein gutes Land.”

    Völlig falsch. und genau DAS schwarz und weiß, das du immer beklagst.
    Deutschland ist ein gutes und weiestgehend erfolgreiches Land.
    Aber mit einigen (teils erheblichen) Defiziten.

    “…dass du ein ähnlich distanziertes Verhältnis zu deinen rechten Gesinnungsfreunden entwickelst?”

    Noch einmal, ich verbitte mir diese Unterstellung.
    Es (wer ?) sind nicht meine “Gesinnungsfreunde”.

    Aber ich erwarte, ja verlange, eine ideologisch ungefärbte,
    ehrliche Berichterstattung. Die strickte Trennung von
    nüchterner Nachricht, und pers. Kommentaren.

  33. First World Problems.

  34. Die Mühe musst du dir schon selber machen, Information und Meinung zu trennen. Keiner schafft das so einfach bei seinen Äußerungen, und ich nehme auch an, dass es nicht wirklich geht.

    In jeder Info steckt bereits auch Meinung, in jeder Meinung steckt Info.

    Bei dir, Falstaff, sehe ich eine brutal rechtsorientierte ideologische Tendenz. Du möchtest dich als unideologisch bezeichnen? Das ist schon ein starkes Stück. Es sagt mir, dass du dich selber nicht kennst.

    Man merkt immer wieder, wie sehr du zum Rechtsextremismus neigst. Und dies krass ideologisch, uninteressiert an den Fakten, an der nüchternen Wahrheit. Du suchst keine Wahrheit, du suchst Bestätigung für deine xenophobe und völkische Obsession.

    So kommst du bei mir jedenfalls rüber. Und wohl nicht nur bei mir. Bei der AfD wärst du bestens aufgehoben, oder?

    Nie distanzierst du dich konkret und wirksam von rechtsradikalen Vorgängen. Höchstens mal so ganz vage und allgemein, so, wie sich Manu und Fantomas gelegentlich mal ganz schwach von Erdogan distanzieren, indem sie sagen, sie seien doch keine Anhänger von Erdogan. Aber konkret kommt dann keine Kritik – nur eine Kritik an denen, die Erdogan kritisieren. So läuft das auch bei dir mit dem Rechtsradikalismus.

    Darum bleibe ich bei meiner Annahme, dass du ein Rechtsradikaler bist, der sich nur ein bisschen bedeckt halten möchte. Dass du – so wie Manu und Fantomas – ein unerhliches Spiel mit uns zu spielen versuchst.

    Es liegt an dir, Falstaff, diesen Eindruck zu widerlegen. Mit empörten Protestrufen gegen meine Annahme kommst du da nicht weit. Wir wissen doch, wie unehrlich im anonymen Internet die Kommunkation zu laufen pflegt. Die Anonymität schützt die Schwindler und Betrüger. Aug in Aug wär es schwieriger zu betrügen, und wenn man dann noch die Identität der Person kennen würde, würde wohl leichter Klarheit hergestellt, wer einer ist und wo einer wirklich steht.

    Ich blogge hier unter meinem Namen. Meine Identität, meine Adresse, meine Vergangenheit, meine realen Engagements – alles ist O F F E N. DAS ist eine der Vorbedingungen für Glaubwürdigkeit.

    Falstaff, ich mach dir einen Vorschlag. Treffen wir uns mal zu einem Gespräch unter vier Augen! Leg deine Identität offen und leg deine politischen Verbindungen offen! Zeig mir, wer du bist!

    Vielleicht täusche ich mich ja und tu dir unrecht.

    Aber solange du dich rechtsradikal äußerst bzw. nicht konkret und direkt von rechtsradikalen Äußerungen und Taten distanzierst, nehme ich dich als Rechtsradikalen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

*