Eine geniale österreichische Lösung des Flüchtlingsproblems!

oesterreichDer “Wehrsprecher” der FPÖ, Reinhard Bösch, hat endlich die Lösung des Flüchtlingsproblems gefunden und mutig ausgesprochen:

Wir müssen – militärisch natürlich – in Nordafrika (in Libyen am besten) ein Stück Land erobern und besetzen, um dann dort unsere “Anlandeplattformen” für Flüchtlinge aus Schwarzafrika einrichten zu können.

Wörtlich:

“Wenn es uns nicht gelingt, Anlandeplattformen in Nordafrika zu errichten, zum Beispiel in Libyen – wenn wir in Libyen mit der einen Regierung das nicht organisieren können, müssen wir es halt mit der anderen libyschen Regierung organisieren.

Und wenn das nicht funktioniert, dann ist das auch nach meiner Auffassung mit verschiedensten militärischen und polizeilichen Kräften einfach durchzuführen.

Also einen Raum in Besitz zu nehmen vonseiten der Europäischen Union, ihn zu sichern, dort auch Versorgungseinrichtungen für diese Menschen einzurichten und dann diese Menschen zurückzubringen in ihre Heimatländer.”

(…)

“Praktisch natürlich mit militärischen Kräften einen Raum in Besitz nehmen, ihn sichern, dort Versorgungseinrichtungen für diese Menschen bereitstellen und sie dann in ihre Heimatländer zurückbringen (…).

Eine Besetzung auf Zeit, das wird nur eine Besetzung auf Zeit sein müssen, weil wenn einmal klar ist, dass die Flucht über das Mittelmeer nicht eine Eintrittskarte nach Europa bedeutet, dann wird auch dieser Flüchtlingsstrom abebben.”

Da spricht er sicherlich vielen Ösis und Kartoffeln aus dem Herzen. Vielleicht auch Salvini, dem Möchtegern-Mussolini – Italien hat ja schon reiche historische Erfahrungen mit militärischen Aktivitäten in Nordafrika gesammelt und dabei ordentlich Lehrgeld bezahlt …

Wann immer die FPÖ skandalös wird, schweigt Kanzler Kurz.

Ob er es auch diesmal schafft, die Sache durch Schweigen aus der Welt zu schaffen?

 

Kommentare

  1. Korbinian meint:

    Sag mal Leo hast Du nicht auch mal Ähnliches vorgeschlagen?
    Registrierungszentren in Nahost für Leute die Asyl in der EU beantragen wollen?

  2. Nein.
    Im Gegenteil, ich hab dagegen polemisiert und gezeigt, dass solche Zentren nur möglich wären, wenn man sie praktisch militärisch führt. Was sie natürlich unmöglich macht.

    Was ich mir denken kann, wäre: In den Ländern, aus denen Einwanderung nach Deutschland gewünscht wird, könnte man Einwanderungsbüros einrichten. Dazu Kurse bzw. sogar Schulen, die auf die Einwanderung in Deutschland vorbereiten.

  3. Oiso, des deng i ma aso:

    Mia ham a Militär, oda? Und de in Liebien ham a lange Küstn mit vui Wüste, do wochst nix und is a sonst nix, und da nemma uns amoi a Stückl, song ma amoi, dausend Kwadratkilomäta, des is ja nix fia Liebien. Do kemmas olle nei, de Schwarzen. Und unsa Militär passt auf, damit a Rua is. Und dann hamma do hundat Fliager, extra soichene, mit dene ma wiedaspenstige Leid transportiern ko, und de lodn ma do olle eine, imma an Fliega voi, und ob gähts ins Heimatland. Oiso, dreißge aus Niegeria, nei in den Fliaga und ob noch Niegeria.

    Des ko ma do glei mit da Ausbildung für Soidotn vabindna. Do kenna de junga Leid glei amoi a bissl a Herte lerna.

    Oiso, des mach ma amoi drei Jor, und nacha drei Jor is do a Rua und koana kummt mera. Weisas kapiert ham, dass do nix mea gähd.

    Is doch ganz einfach, oda? De Politika brauchan bloß amoi zu unsam Stammtisch kumma! Mia song eana scho, wia mas macht.

  4. Frank Berghaus meint:

    @Korbinian:

    Erfassungszentren in Nordafrika sind unter Umständen keine schlechte Idee – im Einvernehmen mit den dortigen Regierungen. Aber mit dem Bundesheer? Die hätten ja nicht einmal die maritimen Möglichkeiten, dorthin überzusetzen :D

  5. Die FPÖ wäre jederzeit bereit, die Aufrüstung der italienischen Marine finanziell und personell zu unterstützen, um eine große Landeoperation möglich zu machen. Wüstengeeignete Panzer könnte ein von der AfD mitregiertes Deutschland beisteuern. Bis dahin hat es vielleicht auch Le Pen geschafft, dann haben wir auch die französische Marine dabei.

    Also, MILITÄRISCH sehe ich da gar kein Problem. MILITÄRISCH wär das schon zu machen.

    Und UNTERHALTSAM wär es auch. Jeden Tag neue Militärmeldungen … das vertreibt die Langeweile, das steigert den Adrenalinspiegel des Publikums.

    Ich frage mich: Müssen wir Korbinian und all den anderen, die den Vorschlag der FPÖ irgendwie sexy finden, wirklich erklären, warum es so nicht geht?

  6. Korbinian meint:

    @Frank

    Vielleicht liegen ja im Hafen von Triest noch ein paar Kreuzer aus der K.u.K.-Zeit.

  7. Frank Berghaus meint:

    @Korbinian:

    Den Schrott wollten selbst die militärisch nicht sehr erfolgsverwöhnten Italiener übernehmen.

  8. Korbinian meint:

    Ich frage mich: Müssen wir Korbinian und all den anderen, die den Vorschlag der FPÖ irgendwie sexy finden, wirklich erklären, warum es so nicht geht?

    Finde ich das?

  9. Geniale Idee: das Österreichische Bundesheer besetzt unter dem Kommando von Wüstenfuchs Generalfeldmarschall Bösch ein Stück Nordafrika und richtet dort ein ANKER-Zentrum ein. Deutschland überstellt Horst Seehofer nach Wien, wo er dann Kolonialminister wird. Ein wahrer Kaiserschmarrn das Ganze.

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