DITIB – Wie geht man mit diesem Integrationsproblem um? (2)

tuerkei

(Fortsetzung)

Ja, wie wird es weitergehen?

DITIB wird sich immer tiefer eingraben. Ankara wird dafür sorgen.

Das wird den 900 DITIB-Verinen zunehmend schaden. Sie werden dadurch nicht nur Geld und Entwicklungsmöglichkeiten verlieren, sie werden durch die Isolation auch weniger attraktiv für junge Muslime werden.

Die Maßnahmen von deutscher Seite her werden ganz langsam die Spielräume einengen. Die Schrauben werden allmählich angezogen. Es gibt noch viele kleine und größere Möglichkeiten, DITIB das Leben schwerer zu machen.

Dagegen wenden sich einige. Man müsse DITIB entgegenkommen, um den Weg immer tiefer hinein in die Isolation aufzuhalten. Diese Leute möchte ich fragen:

Wie sollen wir das machen? Werdet dabei bitte mal konkret!

Ich kenne die “Migranten-Appeasement-Strategie”.

Sie besteht erstens darin, (angeblich) den Dialog zu suchen – und dabei alles, was kontrovers sein könnte, einfach auszuklammern. Also Erdogan, die Diktatur, das Bekenntnis zur Diktatur, die antiwestliche Hetze, … Worüber möchte man da eigentlich reden? – Ach, so sagt man mir dann vielleicht, das ist doch gar nicht die Hauptsache, es geht doch nur darum, DASS man weiter miteinander redet, und dann könne man doch immer sehr gut über den deutschen Rassismus und die deutsche Islamfeindlichkeit reden …

Dabei findet ein solcher Dialog (?) kaum noch statt. Wer hat denn auch Lust zu so etwas? Nicht einmal die, die diesen Dialog vorschlagen.

Zweitens besteht diese Strategie im Ignorieren und Dulden. Im Wegschauen. Ach, lassen wir sie doch einfach in Ruhe. Reden wir nicht weiter darüber, denn darüber zu reden fördert nur den Weg in die Isolation und liefert außerdem den Islamophoben und Rechtsradikalen Material. Irgendwie wird sich das Problem schon auswachsen. 

Diejenigen, die innerhalb der türkisch-islamischen Gemeinschaft Opfer der Repression werden, lässt man im Stich. Die liberaler orientierten Muslime lassen wir allein. Denen hingegen, die sich bewusst von unserer multikulturellen und insofern liberalen Gesellschaft isolieren, um ihre kultur-reaktionäre und autokratie-geile GEGENgesellschaft aufzubauen, signalisiert man durch das Wegschauen:

Macht nur, wir haben nichts dagegen, wir machen auch nichts dagegen. Wir stehen zu 100% auf der Seite der Migranten und konzentrieren uns auf den DEUTSCHEN Rassismus. Schließlich sind wir an allem, was bei euch schlecht läuft, selber schuld.  

So arbeitet man GEGEN die Integration.

Diese Bemühungen um Dialog und Duldung bleiben marginal und ganz im Schatten. Diejenigen, die diesen Weg des Appeasement gehen wollen, beteiligen sich nicht einmal offen an der Debatte. Sie wissen, dass diese Debatte für sie peinlich laufen würde. Lieber schweigen sie still …

Kommentare

  1. Frank Berghaus meint:

    Das ist in hohem Mass vergleichbar mit der an mich bis zum Erbrechen wiederholten Forderung, man müsse doch endlich einmal auf die Lösungsvorschläge der AfD eingehen.

    Meine Antwort darauf: Dann zeigt mir doch die Vorschläge! Und dann kommt heraus, dass es bisher nur einen einzigen gibt, der am 11. Oktober nun im BT beraten werden soll: Ein Gesetzentwurf zur Abschaffung der gerade erst eingeführten “Ehe für alle”! Geht es noch lächerlicher?

    Ähnlich sehe ich das mit der Ditib. Fragt sie doch einfach mal, was sie denn unternehmen wollen, damit das in ihren heiligen Hallen Gesagte GG-konform und menschenrechtskompatibel ist. Dann wird ausser Blabla und Gewäsch eben nichts kommen, das auch nur annähernd der Integration dienen könnte. Und dann gibt es nur ein Mittel: Rigoros das Wasser abgraben – in jeder Beziehung bis hin zu Verboten!

  2. Falstaff meint:

    @Leo

    Ich kenne die “Migranten-Appeasement-Strategie”.
    Sie besteht erstens darin, (angeblich) den Dialog zu suchen – und dabei alles, was kontrovers sein könnte, einfach auszuklammern.

    …..signalisiert man durch das Wegschauen:
    Macht nur, wir haben nichts dagegen, wir machen auch nichts dagegen…

    …das ist doch gar nicht die Hauptsache, es geht doch nur darum, DASS man weiter miteinander redet, und dann könne man doch immer sehr gut über den deutschen Rassismus und die deutsche Islamfeindlichkeit reden…

    —-

    Genau DAS war und ist die Taktik der Verbände, Leo, was wollt ihr denn, wir sind doch bereit zum Dialog. Nur, dieser Dialog führt eben zu nichts,
    er dient als Deckmäntelchen, um bloss nichts verändern zu müssen.
    Ich sagte schon vor Jahren, das die Existenz/das Wirken der Verbände eben NICHT der Integration (wie wir sie verstehen, so das sie nach 2, 3
    oder spätestens 4 Generation quasi zur Assimilation führt) dient, sondern zur andauernden Separierung/Abgrenzung/Konservierung als Parallelstruktur.

    P.S. Leo, das es zu dieser deiner Erkenntis so viele Jahre gedauert hat. Und sie wird dir leider sicherlich viel Ärger innerhalb der IG bringen.

  3. Falstaff,

    der fatale Irrtum, in dem du steckst, ist der Irrtum der naiven Verallgemeinerung. Du siehst nicht, dass die meisten Muslime in Deutschland durchaus hier ankommen, manche schon in erster Generation, die anderen dann eben in zweiter oder dritter Generation.

    Wir sprechen hier doch nicht von ALLEN Muslimen. Und nicht einmal von allen, die in den Moscheevereinen organisiert sind.

    Wir sprechen von vielleicht einem Drittel, bei dem die Integration gescheitert ist und eine Verfestigung in Form einer GEGENgesellschaft zu erkennen ist.

    Du unterschätzt die Nöte der Islam-Traditionalisten in Deutschland. Denen laufen die jungen Leute weg – ein kleiner Teil, weil er sich zu sehr radikalisiert, ein größerer Teil, weil er die traditionalen religiösen Formen nicht mehr attraktiv genug finden kann – oder ganz den Verführungen des westlichen Lebensstils verfällt.

    Es ist schon interessant zu sehen, wie dir das entgeht.

    Das wird wohl daran liegen, dass du für dich selbst ein Feindbild brauchst – und dir das nicht kaputt machen lassen willst von einem umsichtigen Blick auf die Realität.

    Wenn ich mich also geirrt habe, dann nicht total; ich habe nur früher nicht gesehen, dass die Integration bei einem Teil scheitern könnte, der größer ist, als dass man ihn vernachlässigen kann.

    Ich habe also was dazugelernt.

    Wie wär’s – könntest nicht auch du etwas dazulernen?

    Nämlich, indem du den Blick auf die richtest, die nicht auffallen. Aber die Mehrheit darstellen: Muslime, die sich tatsächlich erfolgreich integrieren. Dann würde auch deine Einstellung die Integration erleichtern und fördern.

    Aber halt, genau das willst du ja gar nicht, oder?
    Du willst ja gar nicht, dass sich Einwanderer integrieren!
    Denn wenn sie sich integrieren, sind sie kein Problem – dienen nicht mehr als Feindbild und erlauben es uns, die Grenzen weiter relativ offen zu halten.

    Also, Falstaff, ich verstehe schon, warum du zwei Drittel der Realität in dieser Muslim-Frage ausklammerst und darauf bestehst, dass das dir genehme Drittel allein zählt.

  4. Falstaff meint:

    Worum geht es in dem Artikel von dir, Leo ???

    Überschrift: DITIB – Wie geht man mit diesem Integrationsproblem um?

    Also um die VERBÄNDE.
    VIKZ und IGMG stehen der DITIB dabei in NICHTS nach,
    die DESINTIGRIEREN/KONSERVIEREN eher NOCH stärker.

    Genau DARAUF habe ich mich bezogen.

    Also nix mit “fatalem Irrtum”.
    Setzen, sechs. Thema verfehlt.

  5. Na, Falstaff, ich habe deine Bemerkung – voreilig? – vor dem Hintergrund von Sarrazins Buch verstanden.
    Du hast schon recht, deine Formulierung bezieht sich nur auf die Verbände.

    Sollte es also so sein, dass du mir im übrigen zustimmst – nämlich dass ja doch die meisten, die aus muslimischen Ländern stammen, bei uns recht gut ankommen, kulturell wie materiell, dann würde ich mich freuen.

    Dann hätten wir mit dir einen starken Gegner im Streit mit Sarrazin gewonnen.

    Dann setze ich mich tatsächlich vergnügt zerknirscht auf meinen Stuhl und akzeptiere dein vernichtendes Setzen. Sechs.

  6. Frank Berghaus meint:

    Ich kann nur immer wieder betonen, wie man diese Dinge bei uns in Tunesien handhabt. Nach dem Umbruch gab es auch jede Menge Hassprediger, die gegen die Demokratie hetzten. Das war wirklich kritisch. Daraufhin hat man die 68 schlimmsten Moscheen geschlossen und etliche Imame inhaftiert. Heute sind sie alle wieder geöffnet (bis auf zwei oder drei glaube ich) und alle halten sich bei den Freitagspredigten an die vom Religionsministerium (kein Witz, sowas gibt es hier!) vorgegebenen Texte.

    Die Sache hat man ganz gut im Griff – und hier kann man aus naheliegenden Gründen auch extremistische Zellen sehr viel einfacher unterwandern und auffliegen lassen. Sowas wie Ditib (noch dazu ausländisch finanziert) hätte hier keinen Bestand.

  7. Cenki66 meint:

    wo wären denn für dich der türkisch geprägte konservative Islam außerhalb der DITIB verortet? Kann es den überhaupt geben?

    und: wenn man die DITIB ausklammert, wird die DITIB davon keinen Schaden nehmen. Das wurde hier, ich glaube von Manu, schon aufgefasst. Der Koranunterricht wird von aus der Türkei ausgebildeten Imamen fortgesetzt werden. Business as usual. Die Ortsgemeinden kommen ohne große Hilfe jetzt schon von sich aus klar. Das Thema Jugend könnte zu einem Problem für die etablierten Verbände werden. Daher gibt es auch Fassadenveranstaltungen wie die Junge Deutsche Islamkonferenz.

    Ansonsten bleibt alles beim Alten. Der Staat/Politik hat somit überhaupt keinen Einfluß auf die Verbände. Ganz großes Kino.

    Eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz ist ohnehin meines Erachtens Politikum. Wirklich neue Erkenntnisse wird es nicht geben. Und will man die Zentrale überprüfen? Ein Laden, wo Diplomaten sitzen?

    Du erinnerst dich daran, als der türkische Geheimdienst deutsche Parteistiftungen ins Visier nahm. Abwarten und Cay trinken :-)

  8. Korbinian meint:

    In der Polizei wurden ja auch schon türkische Spitzel hochgenommen…

  9. Cenki66 meint:

    ja, und deswegen wird die Polizei vom Verfasssungsschutz beobachtet.

    Man, verpiss’ dich einfach.

  10. Korbinian meint:

    Denkst Du Deine dümmlichen Beschimpfungen beeindrucken mich irgendwie? Sei bloß froh dass wir uns nicht persönlich gegenüber stehen, Freundchen.

  11. Cenki66 meint:

    “Beschimpfung”, weil der Cenki mal verpiss’ dich gesagt hat. Das ist allenfalls ein abwertender Eindruck. Da du ja aber hier leider von Leo Narrenfreiheit genießt, fällt es dir selbst nicht auf, dass du ständig am stänkern, provozieren und am Beleidigen bist.

    Schließlich schreibe ich dich Trottel ja auch an.

    Ich kriege schon Angst vor deiner Drohung. Du bist einfach nur primitiv und jetzt zieh’ Leine.

  12. Cenki66 meint:

    *Eindruck = Ausdruck

  13. Korbinian meint:

    “Beschimpfung”, weil der Cenki mal verpiss’ dich gesagt hat. Das ist allenfalls ein abwertender Eindruck.

    Du machst das bloß ständig aber ist schon ok. Leute die autoritäres Gebaren zu ihrem Habitus gemacht haben verhalten sich nun mal so. Dabei sind sie doch einfach nur Jammerlappen. Austeilen aber nicht einstecken können.

  14. Frank Berghaus meint:

    Niemand darf das Recht haben, verfassungsfeindliche und meschenrechtsfeindliche Hetze und Propaganda zu verbreiten. Wer das tut muss unbedingt nach §130 StGB bestraft werden und bei nicht-deutscher Staatsangehörigkeit selbstverständlich dauerhaft ausgewiesen ohne Rückkehrrecht. Ausserdem ist mit sofortiger Wirkung die Finanzierung durch ausländische Institutionen zu untersagen. Bei Verstoss sofortige Schliessung und möglicherweise Abriss der Baulichkeiten.

    Anders werden die nicht merken, wie man sich hier zu verhalten hat. Ein Missbrauch des Gastrechts darf keinesfalls hingenommen werden.

    Wendet man das auch nur einigermassen konsequent an wie hier in Tunesien, ist der Spuk recht bald vorbei.

  15. Frank Berghaus meint:

    Damit kein Missverständnis entsteht: Religion darf durchaus gegen das GG und die FDGO verstossen. Das tut das Christentum ebenso, wenn man bei beiden lediglich das Schrifttum zur Basis macht.

    Der Vorschlag oder besser die Forderung des in München weltberühmten Islamwissenschaftlers Stürzenberger, man müsse grosse Teile des Koran schwärzen, ist natürlich kompletter Blödsinn. Da darf stehen was will.

    Es geht um Aufhetzen, nicht um Lesen.

  16. Cenki66 meint:

    @Nazi

    was weisst du schon über mein Habitus? Da is’ der Deutsche aber mal beleidigt? Ooooh, das tut mir wirklich leid. Ich dachte sowas nimmt man hierzulande sportlich und tut das als Größe ab.
    Du Depp, wie soll ich dich beleidigen/beschimpfen, wenn ich dich weitgehend ignoriere? Du bist doch derjenige, der wie ein Wadenbeißer substanzloses Zeug in drei Sätzen von sich gibt und dann sich wieder verpisst.

  17. Korbinian meint:

    @cenki

    Siehste da kommt schon wieder die nächste Beleidigung. Das lässt mich aber ziemlich kalt. Man weiß ja woran man bei Euch Dreien ist: Ein Mischung zwischen Jammern und Größenwahn. Jede auf seine eigene Art aber letztendlich kommt immer wieder diesselbe grobe Stoßrichtung heraus.

  18. Cenki66 meint:

    hätte nicht gedacht, dass der Deutsche so dünnhäutig ist.
    Heul’ doch.

    “….wenn ich dich weitgehend ignoriere?”

    kannst du aber nicht erklären, wa? da kommst du wohl nicht so ganz mit.

  19. Korbinian meint:

    hätte nicht gedacht, dass der Deutsche so dünnhäutig ist.

    Sag mal liest Du eigentlich was ich schreibe?
    Es geht mir total am A**** vorbei was Du hier in meine Richtung absonderst. Von Euch drei Stooges bin ich das gewohnt.

  20. Cenki66 meint:

    dann ist doch alles ok, du Jammerlappen.

  21. Frank Berghaus meint:

    Habt Ihr Streithansel nicht gelegentlich wieder einmal Lust, etwas zur Sache zu sagen?

    Ist ja grottenübel!

  22. Cenki,
    wenn ihr Teil der deutschen Gesellschaft sein möchtet, müsst ihr euch zur deutschen Gesellschaft hin öffnen. IHR müsst schauen, wie ihr das hinbekommt. ICH hab keine Lust mehr, hier in Vorleistung zu gehen. Und ich merke, dass auch sonst in Deutschand kaum noch jemand große Lust hat, hier in Vorleistung zu gehen oder euch sonstwie entgegenzukommen. Die Zentralmoschee-Eröffnung war da mal wieder ein krasses Ereignis.

    Wenn ihr nicht Teil der deutschen Gesellschaft sein möchtet, bittesehr. Dann haben beide ein Problem. Es ist leicht auszurechnen, wie sich die Reibung in diesem Fall zu Blitz und Donner entwickeln wird, und wer dann vor allem leiden wird.

    Erdogan hat schon klar gemacht, dass ihr (IHR!) primär Türken sein und bleiben müsst. Und zwar Türken im Sinne von Erdogan – nämlich sowohl völkisch als auch religiös. Eure Heimat ist Deutschland – UND die Türkei, und die Türkei ist Heimat Nummer eins und die Heimat, die zählen soll.

    Der Islam ist ein Teil von Deutschland. Aber nicht jede Variante des Islam. Wir werden längerfristig schauen müssen, wie wir die Integration des Islam in die deutsche Gesellschaft und in die deutschen Institutionen ohne Ditib hinbekommen. Mit Ditib ist nichts mehr anzufangen. Der Grund dafür liegt nicht bei uns.

    Wir brauchen einen langen Atem, um die Integration des Islam auch gegen die Islamisten (die salafistischen wie die erdoganistischen oder diyanetistischen sowie die muslimbrüderlichen) hinzubekommen. Angefangen haben wir auf jeden Fall schon mal. Das finde ich gut.

    Ich hoffe, dass immer noch mehr junge Muslime so frustriert von Ditib und den anderen traditionalistischen oder islamistischen Vereinen sein werden, dass sich allmählich eine echte Alternative entwickelt.

  23. Frank, du sagst es!

    Ich habe leider in den letzten zwei Tagen die “Debatte” nicht verfolgen können. Sonst wär ich schon mal eingeschritten.

    Ich würde mir von Korbinian mehr Sachlichkeit und Besonnenheit wünschen. Warum dieses Geschimpfe? Das lenkt doch vom Thema ab.

    Allerdings meint ja auch Manu, ich – ICH! – würde auf diesem platten Schimpfniveau schreiben … Da heißt es dann für mich, einfach sachlich zu bleiben und das Trump- oder Brüll-Spiel nicht mitzuspielen.

  24. Cenki66 meint:

    “(die salafistischen wie die erdoganistischen oder diyanetistischen sowie die muslimbrüderlichen) hinzubekommen. Angefangen haben wir auf jeden Fall schon mal. Das finde ich gut.

    Ich hoffe, dass immer noch mehr junge Muslime so frustriert von Ditib und den anderen traditionalistischen oder islamistischen Vereinen sein werden, dass sich allmählich eine echte Alternative entwickelt.

    wow, was für Kampfbegriffe du hier verwendest :-) diyanetistisch. haha.

    die beste lösung wäre eine kooperation MIT der diyanet in ankara in religiösen belangen. ömer özsoy in ffm war ein gutes beispiel dafür.

    Leo, du weisst, dass ich diesen Menschen (??) mit Nazi-Habitus bisher immer gemieden habe. Ich bin mir keiner Schuld bewusst. Auch habe ich dich davor gewarnt, dass die Qualität in deinem Blog darunter leidet. Das musst du aber wissen.

  25. Cenki,

    eine Kooperation mit Erdogan kommt ja nun nicht in Frage, auch nicht in religiösen Belangen. Du hast doch selbst gesehen, wie Erdogan sich die Kölner Zentralmoschee unter seinen politischen Nagel gerissen hat, damit niemand mehr in Deutschland oder in der Türkei einen Zweifel haben kann, wer hier der Meister ist.

    Dieser Meister wird noch sehr viel mehr kaputt machen. Jedem ist zu raten, möglichst große Distanz zu ihm zu halten. Und sich dem radioaktiven Mann nur im diplomatischen Schutzanzug zu nähern.

    Erdogan hat nun schon Ditib kaputt gemacht. Im Moment ist er dabei, die türkische Wirtschaft kaputt zu machen.

    Jetzt hat er sich bei seinem Ungarn-Besuch auch noch in die rechtsradikale Achse eingereiht: Orban-Putin-Erdogan-FPÖ-Lega-AfD-RN. Nun, als Diktator und Kulturreaktionär passt er da hinein. Genau so wie Manu.

  26. Korbinian meint:

    Leo, du weisst, dass ich diesen Menschen (??) mit Nazi-Habitus bisher immer gemieden habe. Ich bin mir keiner Schuld bewusst.

    Alles andere wäre auch etwas vollkommen Neues. Da müssten die Flüsse schon bergauf fließen.

  27. Korbinian meint:

    Jetzt hat er sich bei seinem Ungarn-Besuch auch noch in die rechtsradikale Achse eingereiht: Orban-Putin-Erdogan-FPÖ-Lega-AfD-RN. Nun, als Diktator und Kulturreaktionär passt er da hinein. Genau so wie Manu.

    Da Ungarn ja fest in der Anti-Islam-Front steht frage ich mich wie der Erdogan-besuch da angekommen ist. Und wie Erdogan sich dort verhalten hat. Gibt es da Presseartikel zu?

  28. Cenki66 meint:

    @Leo

    na gut, wir werden die Entwicklung sehen.

  29. Wie ist der Besuch in Ungarn angekommen? – Keine Ahnung. Die ungarischen Medien sind wie die türkischen weitgehend gleichgeschaltet. Da kann man nicht erkennen, was die Leute denken.

    Da es in Ungarn so gut wie keine Türken gibt, hatte Erdogan dort auch nicht viel falsch machen können:

    Erdogan könne seinen zweitägigen Besuch in Ungarn dazu nutzen, um seinen Kritikern zu zeigen, dass sich “nicht die komplette EU von der Türkei abgewendet hat”, sagte der ungarische Wirtschaftsprofessor Tamas Szigetvari. “Es ist angenehm für ihn, ein EU-Land zu besuchen, in dem er nicht wegen der Lage der Menschenrechte und der Demokratie in der Türkei unter Beschuss gerät.”

    BILD:
    Dass sich Orbán und Erdogan gut verstehen, ist kein Wunder. Orbán hatte in der Vergangenheit die Türkei unter Erdogan – zusammen mit Russland und China – als Vorbild für den „illiberalen Staat“ bezeichnet, den er aufzubauen gedenkt.

    Diktator zu Diktator gesellt sich gern.

  30. Frank Berghaus meint:

    Orban hat wohl auch zugesagt, den türkischen Aufnahmewunsch in die EU (soweit der überhaupt noch existiert) unterstützen zu wollen.

    Das ist alles ein hanebüchener und nicht zusammenpassender Unsinn, den die Rechtsradikalen da von sich geben.

  31. Frank Berghaus meint:

    Je mehr ich darüber nachdenke umso klarer wird mir: es geht nur mit Härte gegen die Zerstörer unserer Gesellschaftsordnung und gleichzeitig weit geöffneten Armen für diejenigen, die hier wirklich aus Überzeugung leben wollen.

    Tertium non datur!

    Da hilft alles Drumherummogeln von Cenki oder Manu keinen Millimeter weiter.

  32. Frank Berghaus meint:

    Sorry, wenn ich an dieser Stelle deutlich werde. Als Humanist weiss ich, dass Toleranz exakt dort endet, wo sie auf Intoleranz stösst. Das ist seit Epikur unumstösslich.

    Jedes Herumgeeiere in dieser Frage bringt mich zum konvulsischen Vomitieren.

  33. Frank,

    auch bei mir wächst die Leidenschaft. Wir müssen den Widerstand gegen die Feinde der Humantität, die Feinde der Liberalität, die Feinde der multikulturellen Gesellschaft vofn der Defensive in eine Offensive verwandeln.

    Das heißt auch, dass wir die Migranten neugierig und mit einem fordernden Blick fragen, ob sie hier wirklich dazugehören wollen. Und das heißt: zur humanen, liberalen, demokratischen, säkularen, multikulturellen Gesellschaft Deutschlands.

    Einfach nur zu kommen, um hier mal zu arbeiten und Geld zu verdienen, ist zu wenig. Dieses Minimum reicht, wenn jemand nur zeitlich befristet in Deutschland leben will. Aber wenn jemand meint, hier auf Dauer leben zu wollen, samt Familie und Nachwuchs, dann erwarten wir mehr.

    Dafür ist es – von unserer Seite aus – auch nötig, dass WIR unsere eigene Gesellschaft nicht madig machen. Dass wir unsere Gesellschaft positiv sehen und darstellen.

    Ich sehe, wie diese Einsicht und Bereitschaft wächst – vor allem im Abwehrkampf gegen die Zerstörer von rechts, die Verächter Deutschlands, die uns weis zu machen versuchen, dieses reale Deutschland sei die Hölle auf Erden, total überfremdet, dem Islam verfallen, überschwemmt von Gewaltkriminalität …

    Da entsteht eine Gegenbewegung. Die Sarrazins und Höckes werden unser Deutschland nicht so einfach abschaffen können.

    Wobei wir von Belgien lernen können, genauer gesagt: von Mechelen, von Bart Somers.

  34. Falstaff meint:

    Causa DITIB. Religionsgemeinschaft ? Nö. Ist sie lt. türk. Sicht NICHT, sondern….

    Mitarbeiterin des regierungsnahesten ThinkTanks in der Türkei SETA will den “Deutscher Islam” Diskurs auseinandernehmen und stellt DITIBs und IGMGs Daseinszweck als Erhaltung der Bindung der TR-stämmigen zur Türkei dar. Wer solche Verteidiger hat, braucht keine Kritiker.

    Man glaubt es ja nicht, wenn man es nicht lesen könnte. Ein ThinkTank bar jeder Kenntnis von den Grundbegriffen des hiesigen Diskurses. An die Betroffenen: Glückwunsch zum Status von Folklore-Verbänden! Die Einordnung kommt ja von höchster Stelle – wer mag da schon widersprechen.

    Das Problem nur: Wenn der Aufenthalt des ausländischen Personals nicht vorrangig der Erfüllung religiöser Dienste dient, sondern vornehmlich dem Erhalt von kultureller ubd nationaler Identität, wird der Argumentationsspielraum für die Erteilung von Aufenthaltstiteln plötzlich sehr eng.

    siehe
    https://twitter.com/kaymanmurat?lang=de

  35. Falstaff meint:

    Neues von der integrativen DITIB, diesmal aus Berlin:

    Deradikalisierungsprojekt in Sehitlik-Moschee gescheitert

    08.11.18

    Eine Mitarbeiterin eines Deradikalisierungsprojektes für muslimische Jugendliche wird in der Berliner Sehitlik-Moschee bedrängt und anschließend hinausgeworfen. Es ist das Ende des bundesweit letzten Projekts in diesem Bereich, an dem Ditib beteiligt war.

    https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2018/11/letztes-kooperationsprojekt-deradikalisierung-ditib-gescheitert.html

    Frau Cetin ist übrigens die Ehefrau von Ender Cetin, dem früheren
    Vorstand der Sehitlik-Moschee in Berlin-Neukölln, der Ende 2016 ausgetauscht worden, weil er sich um Öffnung und Integration bemüht hatte.

    Näheres hier:

    https://www.tagesspiegel.de/politik/tuerkischer-einfluss-in-deutschland-tuerkisches-religionsamt-setzt-vorstand-von-moscheeverein-in-berlin-ab/14993238.html

  36. Falstaff meint:

    Nachtrag:

    Verfassungsschutz zur türkisch-islamischen Ditib “Das sind Nationalisten”

    Der Moscheeverband Ditib ist nach den Erkenntnissen des Verfassungsschutzes keine religiöse, sondern eine nationalistische Organisation. Für eine Beobachtung durch die Behörden reicht das jedoch [ leider ] nicht.
    https://www.domradio.de/themen/islam-und-kirche/2018-11-08/verfassungsschutz-zur-tuerkisch-islamischen-ditib

  37. Korbinian meint:

    Da es sich um keine religiöse Organisation mehr handelt können die sich dann auch nicht mehr auf den Passus der Religionsfreiheit berufen. Ergo behandelt man den Verein halt in zukunft wie ein ausländisches Agentennetzwerk.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

*