Mit den Erdogan-Wählern reden! – Wie?

initiativgruppeWie soll das gehen?

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Ich stelle – mit Ahmed Mansour – fest: Sie teilen unsere Werte nicht.

Sie sind

  • für die Diktatur (und verehren einen charismatischen autokratischen Führer),
  • für völkisches Denken (turk-völkisch natürlich),
  • gegen die Trennung von Religion und Politik (nur für den Fall der islamischer Religion natürlich),
  • für patriarchalische Familienverhältnisse,
  • für die Vernichtung der Kurden als politisch eigensinniger Bewegung,
  • für den wüstesten Pöbler gegen Deutschland, den wir je erlebt haben,
  • für die Verhaftung von uns – weil wir ja doch irgendwie Terroristenunterstützer sind (natürlich nur, falls wir uns in der Türkei damit irgendwie bemerkbar machen, oder falls wir als Deutschtürken diesbezüglich in Deutschland auffällig geworden sind und den Fehler machen, in der Türkei Verwandte zu besuchen oder als Journalisten zu arbeiten),
  • für die Entlassung von allen aus staatlichen Jobs, die irgendwie oppositionell auffällig sind.

Die Verehrer Erdogans stehen gegen die offene Gesellschaft, gegen die multikulturelle Gesellschaft, wie wir sie in Deutschland einigermaßen etablieren konnten – in Westdeutschland wenigstens.

Sie schließen sich ab, sie schließen sich aus. Sie gehören nicht zu dieser offenen Gesellschaft und wollen auch nicht dazugehören.

Und wenn es nur eben aus Stolz ist, aus dem Gefühl des Beleidigtseins.

— So, meine Damen und Herren, nun erklären Sie mir bitte, wie der Diskurs mit diesen Erdoganverehrern aussehen soll.

Wie zum Teufel sollen wir ihnen freundlich entgegenkommen?

2

Diese Erdoganwähler gehören zu Deutschland genauso, wie die AfD-Wähler zu Deutschland gehören.

Sie sind Einwohner Deutschlands, mit oder ohne deutschen Pass. Sie sind unser Produkt und Teil von uns. Auch wenn sie sich selber ausschließen. Wir sind gemeinsam verantwortlich für diese Situation.

Was nun?

Ich habe das Recht, gegen die AfD und ihre Anhänger und Wähler zu sprechen und zu kämpfen.

Gegenüber diesen Rechtspopulisten und Rechtsradikalen kann ich – mit eurem vollen Einverständnis! – sagen: Da gibt es leider keine Brücke mehr, um Gemeinsamkeit herzustellen! Da gibt es keine Möglichkeit des gegenseitigen Verständnisses mehr. Keine Koalition, keine Kooperation.

Die AfD-ler bzw. die Bewegung der Rechtspopulisten hat die politische Rationalität abgeschafft; Fakten sind nicht mehr Fakten, Logik zählt nicht mehr. Diese rechten Revolutionäre vertreten die politische Kultur des Trumpismus.

Immer wieder mal machen sie uns deutlich, dass sie sich im Krieg befinden – im Krieg mit uns. Wenn sie es nicht direkt sagen, entnehmen wir es ihrem aggressiven Ton.

Sie wollen Deutschland retten und müssen uns, die Verderber Deutschlands, darum an die Wand drücken. Ausschalten.

Verhält es sich mit den Erdogan-Türken nicht ähnlich?

3

Nicht genauso.

Die AfD-ler wirken in die politische Mitte hinein. Wir wissen, dass die politische Mitte nach rechts kippen kann. Wir haben das historisch-traumatisierend erlebt: Es war das Ende der Weimarer Republik.

Das Kippen der Mitte nach rechtsaußen können wir auch in den USA beobachten und anderswo. Im Ansatz auch bei uns.

Hier haben wir es also mit einer großen politischen Gefahr zu tun.

Der antiwestliche, kulturreaktionäre und autoritäre Kurs der Erdotürken in Deutschland bedeutet in dieser Hinsicht keine Gefahr: Außer ein paar arabischen Flüchtlingen wird sich ihnen hier niemand anschließen. Da kippt nichts. (So sehr Sarrazin und Houellebecq und andere Paranoiker und Hetzer meinen, davor warnen zu müssen.)

Die Gefahr ist also um Dimensionen geringer. Aber dennoch ist es eine Gefahr:

(1) Aus der zunehmenden Abschließung und Verhärtung wird ein Gewaltpotenzial entstehen. In ein paar Jahren haben wir vermutlich etwas, das ich – vorausblickend – als Türk-Dschihadismus bezeichnen möchte. – Der wiederum wird Rechtsradikalen brutale Rechtfertigungen liefern.

(2) Aber auch ohne diese Antizipation: Der Weg der Erdogan-Türken ist Gift für die Integration. Eine zahlenmäßig nicht unerhebliche Gruppe schließt sich selbst aus der deutschen Gesellschaft aus. Verfestigt sich als GEGENgesellschaft. Das wiederum ist politisch kostspielig – vor allem belastet es das Konzept der offenen multikulturellen Einwanderungsgesellschaft.

4

Bezüglich meiner Situation als Blogger in der InitiativGruppe halte ich fest:

(1) Ich habe das Recht und die Pflicht, solche Probleme zur Diskussion zu stellen. Wer sie anders sieht, möge sich melden und seine Kritik an meiner Analyse hier vorbringen. (Warum geschieht das nicht?)

(2) Sagt mir doch mal, wie die Debatte mit den sich selbst ausgrenzenden Erdogan-Türken laufen soll! Werdet bitte konkret! Wie möchtet ihr diesen Leuten entgegenkommen? Wollen wir jetzt etwa in Bezug auf die Emanzipation der Frau bzw. in Bezug auf die patriarchalische Familienstruktur Komromisse schließen? Werdet konkrekt, bitte!

(3) Da es sich um Personen bzw. Gruppen und Vereine handelt, die zu Deutschland gehören – also integrierter Teil Deutschlands sind, möchte ich doch meinen, dass wir untereinander und miteinander auf Augenhöhe reden können. Das aber heißt, dass ich unsere Erdoganfreunde genauso kritisieren kann wie die unsere Rechtspopulisten.

(4) Grundsätzlich ist es ratsam, Probleme offen anzusprechen. Sich offen auseinanderzusetzen.

(5) Grundsätzlich ist es auch ratsam, wenn sich eine offene, eine multikulturelle Gesellschaft ihrer Leitwerte und ihrer Grenzen bewusst und sie zu schützen fähig ist.

Ich empfehle, diese beiden Bücher zu lesen:

Aladin Mafaalani: Das Integrationsparadox

Ahmed Mansour: Klartext Integration

Sie sind beide hervorragend und geben – auf hohem Niveau – die aktuelle Debatte wieder.

Mafaalani hält die Integration für gelungen bzw. auf einem guten Weg, und dies gerade weil sich endlich der Konflikt zeigt; Mansour hält die Integration eines Teils der Migranten für misslungen, insofern sich in eben diesem Konflikt ihre Antihaltung zur offenen, multikulturellen Gesellschaft offenbart.

Hier ein Link zu einer Debatte zwischen den beiden:

https://www.zdf.de/kultur/forum-am-freitag/forum-am-freitag-vom-19-oktober-2018-100.html?fbclid=IwAR2vdlehlgDAtY16BXxzWV4sJx7ei8L7siix70KKHR5bTmOU4Yok99hhqlw

Und noch ein einschlägiger Link:

https://www.deutschlandfunkkultur.de/debatte-ueber-integration-deutschlands-zerreissprobe.1270.de.html?dram%3Aarticle_id=430460&fbclid=IwAR2GKyCzima9o0JFTNt3WId0kgczmcxmEpLFWJRU1g8vCe06QpPB_Z73fEI

Wir sollten DIESE Debatte in der InitiativGruppe führen!

Kommentare

  1. “Gegenüber diesen Rechtspopulisten und Rechtsradikalen kann ich – mit eurem vollen Einverständnis! – sagen: Da gibt es leider keine Brücke mehr, um Gemeinsamkeit herzustellen! Da gibt es keine Möglichkeit des gegenseitigen Verständnisses mehr. Keine Koalition, keine Kooperation.”

    Du merkst es selber anscheinend nicht:

    Die Türken sind eine hier in Deutschland den schlimmsten Verbrechen der Nachkriegszeit zum Opfer gefallene Minderheit!

    Die AFD hingegen nährt sich aus autochtonen Deutschen, die keinerlei Benachteiligung zu ertragen haben.

    Ein Türke fällt alleine durch seinen Namen und Aussehen auf, kann ausgegrenzt oder diskriminiert werden.

    Nun sag mir, dass das was du hier betreibst auch nur den Hauch von Anstand hat?

    Du stellst dich als Opfer dar, dass ja nur die Wahrheit sagt, merkst aber selber nicht in welch radikaler Art du dies tust. Die “Art” wird hier kritisiert. Deine Kritik kann auch krisitiert werden!
    Fehlt nur noch das berühmte: Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!

    Wir reden hier über eine Minderheit, die nachweislich in der Schule, bei der Job Suche, bei der Wohnungssuche und sonst auch benachteiligt wird. Die immer wieder und besonders in letzter Zeit Opfer von Gewaltverbrechen geworden ist.

    Dass du hier nicht merkst, dass es eben einen Unterschied zwischen Ali und Hans gibt, ist schon traurig.

    Hinzu kommt, dass ein Türke nunmal eine kulturelle und familiäre Verbindung zur Türkei hat auch POLITISCH und dies gilt es ebenso zu berücksichtigen.

    Du kannst bei einem Deutschen Erdogan Anhänger gerne mit voller Härte “kämpfen”, genauso wie bei einem AFD Anhänger, tust du dies allerdings bei einem Türken, outest du dich als Ignorant, als Hetzer.

    Du redest hier von Djihad, von Soldaten Erdogans, von der Ditib als Kaserne, vom Feind, von Krieg – alles nachlesbar. Du hast das Augenmaß verloren.

    ich bin kein Teil der IG, kenne diesen Verein auch nicht, aber traurig, dass so wenige aus dem Verein dir das Feld überlassen. Desinteresse?

    Du verstehst desweiteren nicht, dass bestimmt 99% der Deutschen keinen Unterschied zw. Erdotürken und nicht Erdotürken machen – du ignorierst, dass bei einer weiteren radikalisierung des Tons in den Medien und Gesellschaft ALLE Türken noch mehr zum Opfer von Ausgrenzung und Hass werden, ich betone ALLE.

    Du wirst es dann nicht gewusst, gewollt haben. Es ist eben diese Ausgrenzung die ja erst zum erstarken der AKP in Deutschland geführt hat, bleibt der Umgang so wie er jetzt ist wird die Zahl derer die sich auf die Seite Erdogans schlagen zunehmen, erst recht, wenn es die ersten Opfer auf türkischer Seite gibt.

    Glaubst du wirklich sowas wie der NSU bleibt ohne Folgen bei den Türken, glaubt du die Angst, Verzweiflung und Misstrauen wächst nicht unter diesen Menschen?

  2. Frank Berghaus meint:

    Einer der wichtigsten humanistischen Grundsätze lautet:

    KEINE TOLERANZ GEGENÜBER INTOLERANZ

    AKP-Fans stehen ebenso wie die AfDeppen unserer Gesellschaft ablehnend bis feindselig gegenüber. Diese freie Gesellschaft mit ihrer teilweisen Säkularisierung verträgt aber weder antidemokratische Ideologie noch antidemokratische Religion, die ihren Einfluss zur Veränderung durchsetzen wollen. Zu dieser Veränderung würden sie auch vor Gewalteinsatz nicht zurückschrecken.

    Der Aufruf zum Diskurs auf gleicher Augenhöhe erscheint da geradezu naiv und weltfremd. Es kann keinen geben.

    Ebenso wie du, Leo, wittere ich hinter den Rechten die unmittelbarere Gefahr, der auch umgehend begegnet werden muss. Mal so als genereller Tipp (da das Thema ja hier ein anderes ist): Kontinuierliche Aufklärung möglicher Anhänger über das Endergebnis, zu dem uns die rechte Politik nach der “Machtübernahme” (O-Ton Höcke, “-ergreifung” mied er) tatsächlich als Staatsgebilde führen würde. Kritiker der Rechten dürfte es nicht mehr geben, Ausländer würden zum um Zug repatriiert, die Grundrechte für Ausländer (zB Revision gegenüber Abschiebungsbeschluss ausgeschlossen) und vieles andere mehr, das man im aktuellen Gesetzesentwurf auf 45 Seiten im Detail nachlesen kann. Wenn das alles nicht wirkt, hilft tatsächlich nur noch ein Parteienverbot.

    Mit Islamisten und türkischen Nationalisten kann man genauso wenig diskutieren wie mit den AfDeppen. Ein ganz wesentlicher Bezugspunkt für diese Leute ist die Möglichkeit der Zusammenkunft in extremistischen Moscheen vom Ditib-Typ. Hier muss man kontrollieren, notfalls Imame verhaften und Moscheen schliessen bis der Einfluss auf ein Minimum reduziert wird (Tunesien hat für diese Vorgehensweise ein hervorragendes Beispiel geliefert). Das wird viele, die im wesentlichen nur wegen des Gemeinschaftsgefühls dort sind, vielleicht herauslösen und für ein normales Leben zugänglich machen. Bei dem Rest muss man schauen, welchen Status sie im Lande haben. In vereinzelten Fällen muss hier sicher auch an Abschiebung gedacht werden.

    Zum Glück haben wir es in dem Sektor mit einer recht überschaubaren Menge zu tun – anders als bei den Deppen, die inzwischen über 6-10 Millionen Wähler verfügen.

    Ich weiss, dass du den religiösen Aspekt der Fragestellung gern anders betrachtest als ich, aber ich sehe in ihm eine ganz wesentliche Klammer auch für den türkisch-nationalistischen Zusammenhalt. Ausnahmen davon wie unser @fantomas spielen dabei eine nur geringe Rolle.

  3. Was hat Manu zu den Punkten zu sagen, die ich gegen die Erdotürken aufgelistet habe? – So gut wie nichts.

    Denn er ist selber ein Türkchauvinist. Autoritär und völkisch gesinnt.

    Wenn ihm Erdogan nicht gut erscheint – kritisieren wird er ihn nie! – dann deshalb, weil Manu eher nicht islamistisch, sondern säkular mhp- oder militärfaschistisch denkt.

    Inwiefern wäre ICH denn ein Opfer?
    Ich wüsste nicht, wieso oder von wem oder wie.

    Der Täter (hier: Manu) versteckt sich hinter den Opfern. Damit er weiter unbehelligt Täter bleiben kann: Anhänger und Förderer der türkischen Diktatur und des Kampfes gegen die Kurden.

    Deutschstämmige Feinde der Demokratie und der multikulturellen Gesellschaft darf ich bekämpfen, türkischstämmige Feinde der Demokratie und der multikulturellen Gesellschaft hingegen nicht.

    Meint Manu.

    Zweierlei Maßstäbe.

    Türkischstämmige dürfen kulturreaktionär sein, autokratische und völkische Politik vertreten, den mörderischen Kampf gegen missliebige Minderheiten (in der Türkei) bejubeln. Sie dürfen Rassisten sein und die offene Gesellschaft prinzipiell ablehnen.

    Wehe, einer, der kein Migrant hier in Deutschland ist, wagt es, so weit zu gehen!

    Dann ist er für Manu – was?

    Ich frage: Wie kann man mit denen, die Erdogan verehren (und alles das, was mit ihm und seiner Politik zusammenhängt), vernünftig reden? Ein konstruktives Gespräch führen?

    Wie soll dieses Gespräch aussehen?

    Ich möchte euch auffordern, mir mal dafür ein Beispiel zu zeigen. Wo hat so ein Gespräch schon mal stattgefunden und ist dann einigermaßen konstruktiv gewesen?

    Um es überhaupt stattfinden zu lassen, müsste man alle die Punkte, die ich kritisch augelistet habe – ausklammern.

    Aber worüber will man dann noch reden?

    Klar, über die bösen Deutschen. Die deutschen Rassisten. Die Deutschen, die historisch versagt haben.

    So geht das dann. Allerdings ziemlich einseitig.

    Die Anhänger des Großen Führers und seiner Politik, die Verfechter der patriarchalischen Familie, die Hetzer gegen Deutschland fühlen sich dann bestätigt und gehen zufrieden nach Hause. Und wir? Was machen wir? Wir erzählen dann dem Publikum, wie friedlich wir doch mit denen geredet haben. Und dass wir auf diesem friedlichen Weg des Ausklammerns die Integration vorantreiben.

    Warum rennt die Hälfte der Türken in der Türkei Erdogan nach? – Wegen der Deutschen?

    Wenn ein Drittel der Deutschtürken Erdogan nachrennt, dann hat das
    (1) mit dem zu tun, was sie an Prägung aus der Türkei mitgebracht haben,
    (2) und mit der türkischen Propaganda, die sie sich jeden Tag am Fernseher und in Internet reinziehen und die diese Prägung konserviert.

    Vielleicht noch (3) damit, dass wir unser Deutschland nicht engagiert genug zu verteidigen gewillt sind, wenn wir auf massiven Islamismus und Türkchauvinismus stoßen – meisten weichen wir dann ja doch zurück. Diejenigen, die sich in solchen Konfliktsituationen engagiert für das offene, säkulare, multikulturelle Deutschland stark machen und den Konflikt mit Migranten riskieren, sind wohl bisher eher selten bzw. werden von anderen schnell allein gelassen. Man will ja doch nicht als Rechter erscheinen. Und so verrät man im Alltag die offene Gesellschaft und überlässt ihren Feinden das Feld.

    Außer Türken und Araber (also: außer einem Teil von ihnen, einem Drittel etwa) sind alle anderen Migranten in Deutschland überwiegend gut hier angekommen und trotz mancher Hürden und Reibungen auch aufgenommen worden. Diejenigen allerdings, die unbedingt ihr völkisches oder islamistisches Denken und Leben hier in Deutschland fortführen und verteidigen wollen, fühlen sich in einer offenen Gesellschaft nicht wohl, fühlen sich gefährdet und kapseln sich ab. Und versuchen, sich hier als GEGENgesellschaft zu etablieren. GEGEN die offene Gesellschaft.

  4. Solange du mich nach Lust und Laune auf Moderation setzt, ist diese Diskussion weder fair noch ehrlich.

    Dann sei so ehrlich und kündige es an, ansonsten ist dies ziemlich feige.

  5. Dein Feind meint:

    macht brux bei mir genauso – moderation und selektive freischaltung (oder eben löschung!) von beiträgen. ganz wie es dem herrn beliebt!

    brux ist ein elender feigling.
    treibt man ihn argumentativ in die enge, zensiert er.
    er behält gerne das “letzte wort” in debatten – technisch ermöglicht.

    nur seine fans (wie km) haben hier narrenfreiheit.

    ich bin hier weg. ist sowieso ein scheissblog.

  6. Aufnimmerwiederlesen,
    werter Feind.

    Aber wie ich dich kenne, wechselst du nur mal wieder den Namen.

    Du könntest einfach dein Repertoire etwas erweitern, also mal “echt” als einer hier auftreten, der kein AfD-Troll ist. Aber dazu müsstest du dich ein bisschen anstrengen und deine Ansichten etwas mit Informationen und Gedanken anreichern. Ich würde also zum Beispiel empfehlen, dass du endlich deinen Sarrazin liest. Jeden Tag ein paar Seiten, das müsstest du doch schaffen! Und dann überlegst du dir, wie du das, was du da liest, hier anbringen könntest. Mit eigenen Worten formulierend, nicht copy-paste.

    Damit wäre auch mir und dem Blog gedient.

    Also, AfD-Troll, mach dich nützlich! Und gesprächsfähig!

    Als Feind ist man ja nun – Feind. Und eben nicht gesprächsfähig. Schon dein nickname schließt dich hier aus.

  7. Manu,
    hab ich schon einmal einen Beitrag von dir nicht zugelassen? Oder von Fantomas?

    Oder möchtest du jetzt unseren AfD-Troll verteidigen?

    Andere Frage: Meinst du nicht, dass man auch als Deutscher sein Land und seine (offene, multikulturelle) Gesellschaft schätzen kann? Dass man auch als Deutscher ein deutscher Patriot sein kann?

    Wie würdest du unsere Debatte sehen, wenn du ein Deutscher und ein deutscher Patriot wärst?

    Eins hab ich schon verstanden: Du würdest auf jeden Fall mit der AfD für ein strengeres Grenzregime eintreten. Grenzen zu! Jedenfalls für Flüchtlinge aus Afrika.

  8. “Deutschstämmige Feinde der Demokratie und der multikulturellen Gesellschaft darf ich bekämpfen, türkischstämmige Feinde der Demokratie und der multikulturellen Gesellschaft hingegen nicht.”

    Siehst du, du stellst dich als Opfer dar, dabei hat NIEMAND behauptet du sollest keine Türken kritisieren.

    Es wird lediglich Augenmaß gefordert. Du machst die Türken zur Zielscheibe, zu Feinden der Demokratie, du legst ihnen nahe, am besten das Land zu verlassen, weil ihnen in Zukunft Verfolgung Drohe.

    Du klammerst dich dabei schön aus, merkst aber selber nicht, wie du durch deine übertriebene Art genauso auch ein Sprecher der AFD sein könntest.

    “Ich frage: Wie kann man mit denen, die Erdogan verehren (und alles das, was mit ihm und seiner Politik zusammenhängt), vernünftig reden? Ein konstruktives Gespräch führen? ”

    Die Frage lautet doch vielmehr: Worüber willst du mit ihnen reden?
    Du willst ihnen den “Erdoganismus” austreiben, du willst ja selber kein konstruktives Gespräch führen – Für dich sind ja schon Leute Erdotürken, die die Türkei in der einen oder anderen Sache verteidigen, trotz Erdogan – dein Blog ist voll von solchen Beispielen.

    “Außer Türken und Araber (also: außer einem Teil von ihnen, einem Drittel etwa) sind alle anderen Migranten in Deutschland überwiegend gut hier angekommen”

    Woran machst du das also fest?

  9. Manu,
    wie führt man ein konstruktives Gespräch über Erdogan?
    Bitte, führ es uns mal vor!
    Zeig uns ein Beispiel!

    Woran mach ich das Ankommen fest?

    Daran, dass sich die Einwanderer nicht in sich verfestigenden GEGENgesellschaften gegen die deutsche Gesellschaft abschotten. Daran, dass sie es erlauben, ihren Kindern einen der in Deutschlands multikultureller und offener Gesellschaft angemessenen Weg gehen lassen.

    Es gibt viele solche Wege. Viele Varianten in einer offenen, multikulturellen Gesellschaft. Aber die feindselige Abschottung gegen genau diese Offenheit, die panische oder aggressive Abschottung gegen sie ist ein Problem.

    Wenn einer hier einwandert, wird er seine Kultur mit im Gepäck haben und nach Möglichkeit weiter pflegen wollen. Finde ich naheliegend und sympathisch. Aber er oder sie muss es akzeptieren, dass die Kinder sich wegbewegen von dieser Kultur, hin zu der bunten multikulturellen und offen Welt, die wir hier halbwegs (noch lange nicht ganz) realisiert haben. (Ich rede jetzt allerdings nur von West-, nicht von Ostdeutschland.)

    Muslime brauchen also einen offenen, einen liberalen, einen deutschland-kompatiblen Islam, zum Beispiel.

    Es gibt auch arrogante, bornierte, fanatische christliche Sekten bzw. Tendenzen. Auch die passen nicht so recht in eine multikulturelle Gesellschaft. Diese aber kann es sich aufgrund ihrer Robustheit erlauben, an ihren Rändern auch solche nicht-kompatiblen Sekten zu dulden. Nur – soviel darf man dann schon sagen: Diese anti-liberalen Sekten, diese sich abschließenden Gruppen gehören nicht richtig dazu.

    Wer in Deutschland autoritäre Politikformen befürwortet – wie die AfD, wie die Erdotürken, wie die Türkchauvinisten u. a. – gehört eben nicht richtig dazu. Und ich sage das dann auch ganz offen. Ich werde mich nicht davon abhalten lassen, AfDler wie unseren AfD-Troll als einen zu behandeln, der nicht zu den Trägern der multikulturellen, liberalen, offenen, demokratischen Gesellschaft gehört. Was ja nichts daran ändert, dass der AfDler genauso wie der Erdotürke oder der Türkchauvinist Teil unserer Gesellschaft ist. Auch Verbrecher gehören zur Gesellschaft, aber eben nicht ganz so, wie diejenigen dazugehören, die keine Verbrecher sind.

    AfDler wollen auch keine Träger der multikulturellen, liberalen Gesellschaft sein. Sagen sie selber. Das gilt aber auch für Erdotürken, oder? Sie wollen eben ihrem Großen Führer nicht abschwören. Wie wollen in der Türkei keine offene demokratische Gesellschaft bekommen. Sie wollen kein Teil der liberalen, offenen Gesellschaft sein. Das muss ich respektieren. Aber ich darf darauf auch deutlich ablehnend reagieren. Und mich fragen, wieso sie unbedingt in einer ihnen so unangenehmen liberalen Gesellschaft leben wollen, wenn sie doch eine ihrer eigenen Überzeugung nach überaus verlockende Alternative haben.

    Zurück zur eigentlichen Frage:

    Wie führt man als deutscher Demokrat und Patriot ein konstruktives Gespräch mit dir als Türkchauvinisten oder mit einem Erdotürken über Erdogan?
    Bitte, führ es uns mal vor!
    Zeig uns ein Beispiel!

    Wir könnten das so machen:
    Ich übernehme die Rolle des Türkchauvinisten und Erdogan-Verteidigers, du übernimmst die Rolle des “vernünftigen” Deutschen, der konstruktiv die Verständigung sucht.

    Ich mache mal den ersten Zug:

    ICH (Erdogan-Verteidiger): Ihr Deutsche müsst doch zugeben, dass Erdogan ungeheuer viel für die Türkei erreicht hat. Das muss man auch als Deutscher würdigen.

    Und jetzt DU (als deutscher Demokrat und Patriot): ???

    - Käme dieses Gespräch irgend wann einmal auf einen der kritischen Punkte? Vermutlich nicht. Denn du würdest jetzt immer nur in dieser Weise antworten:

    DU (als deutscher Demokrat und Patriot): Richtig. Ein toller Mann, ein toller Politiker. Ich verstehe gar nicht, wie man sich so bösartig gegen diesen erfolgreichen und zurecht beliebten Politiker Stimmung machen kann. Die Leute sind einfach schlecht informiert. Oder sie sind von Haus aus Türkenfeinde.

    IcH (als Erdogan-Verteidiger): Genau.

    Ende des “Dialogs”.

    Also, Manu, wie sähe deiner Meinung nach die konstruktive Auseinandersetzung aus?

  10. Frank Berghaus meint:

    Vergebliche Liebesmühe, lieber Leo. Wer ins Ghetto geht, tut dies absolut freiwillig. Und einmal dort angekommen beschwert er sich lieber darüber, dass ihn die “Türkenfeindlichkeit” dorthin getrieben habe.

    Warum gibt es in München oder Stuttgart diese Form von Gegengesellschaft nicht wie in Marxloh oder Neukölln? Weil man dort das Verstecken im Ghetto nicht zugelassen hat.

    Die Massnahmahmen, die erfolgversprechend sind, habe ich oben genannt. Aber Fräulein Manu ist ja nicht darauf eingegangen, weil sie sonst zugeben müsste, dass DITIB und Konsorten eine Riesenschuld auf sich geladen haben mit ihrer Abgrenzungspolitik.

  11. Frank Berghaus meint:

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