Lasst sie nur einfach gewähren! Und seid nett zu ihnen! Dann löst sich das Problem mit der Zeit. -? (2: Analyse)

migrationZunächst: Es wird stimmen für einen großen Teil der Einwanderer.

Man kann das jetzt schon beobachten. Hat Deutschland nachhaltige Probleme mit den Einwanderern aus Osteuropa? Aus Italien? Vom Balkan?

Die Integration gelingt. Oft schon in der ersten Generation, spätestens in der zweiten.

Sie gelingt auch deshalb heute schneller und besser als damals in den USA, weil wir mehr dafür tun, dass sie sich integrieren können, rechtlich und sozialstaatlich. Und dies, obwohl wir in Europa grade mal eben erst gelernt haben, Einwanderungsländer zu sein. (Oder noch dabei sind, es zu lernen.)

Anzunehmen, dass es auch den USA gelingen würde, die Einwanderer aus den lateinamerikanischen Ländern zu integrieren – eine Erfolgsgeschichte für beide Seiten daraus zu machen.

Da hat also Rauscher ganz recht.

Aber stimmt es auch für die Einwanderer aus islamischen Ländern?

Zunächst einmal – erneut: Ja, für viele stimmt es.

Man kann es beobachten. Erstens gibt es diejenigen, die recht schnell die Vorteile der liberalen multikulturellen Welt erfassen und für sich zu nutzen wissen. Zweitens werden viele aus der zweiten Generation “deutsch” – das heißt, sie distanzieren sich von ihrer Herkunftskultur, die für sich genommen kaum kompatibel zu sein scheint mit der liberalen, aufgeklärten Multikultur des Westens.

Für viele stimmt es - und für viele stimmt es nicht.

Man kann das auch wieder unmittelbar beobachten. Etwa wenn man in gewisse Schulklassen in Wien-Favoriten oder Berlin schaut. (Ich werde darüber noch berichten.)

Wenn man beobachtet, wie sich Teile der muslimischen Einwanderer bewusst und aggressiv gegen die westliche Welt abschotten, sich selbst ghettoisieren – eine GEGENgesellschaft zu bilden versuchen, die antiwestlich, antideutsch, antiliberal ist und die Vielfalt und die Offenheit der multikulturellen Gesellschaft ablehnt.

Müsste Rauscher das nicht berücksichtigen?

Geschichte wiederholt sich gern – aber nicht 1:1.

DIESES Problem der sich selbst ausgrenzenden islamistischen GEGENgesellschaft löst sich nicht so einfach mit der Zeit.

Es stellen sich noch mehr Fragen bezüglich der Unterschiede von damals (im Einwanderungsland USA)  zu der Situation von heute (in den neuen Einwanderungsländern Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien, Niederlande, England, Frankreich, Dänemark, Norwegen, Schweden).

Etwa die, ob sie Einwanderungsländer gegen den Willen ihrer Bürger bleiben können.

Wie kann man die Bereitschaft der Bürger, die Einwanderungspolitik zu befürworten und zu gestalten, bewahren?

Die Verächter des Westens und Deutschlands, also diejenigen, die sich nicht mit unserer multikulturellen Gesellschaft identifizieren wollen, sondern die Verhältnisse am paradiesischen Ideal messen und in Rassismusvorwürfen schwelgen, kurz gesagt: die Mitglieder der Sektengemeinschaft der 100prozentigen Migrantenverteidiger halten nichts von politischem Realismus.

Für Realisten stellt sich die Frage:

Wie verhindern wir, dass die politische Mitte nach rechts kippt?

Und damit der Einwanderungsgesellschaft und der multikulturellen Gesellschaft ein Ende bereitet?

Bart Somers und Mechelen liefern eine praktische Antwort.

Der Artikel antwortet auf einen Kommentar von Hans Rauscher.

Zitiert in meinem Artikel vom 4.11..

Ergänzung:

Es gibt noch mehr Unterschiede, die zu beachten wären. Etwa die Frage nach der Dimension. Oder die Frage nach dem Raum. Oder die Frage nach den Zukunftsaussichten. In diesen drei Hinsichten unterscheiden sich die Einwanderungsverhältnisse in den USA vor 1914 und in Europa nach 2000 durchaus.

Auch kann man die Frage stellen, inwiefern nicht die Einwanderung von 1 Million Ukrainern zu unterscheiden wäre von der Einwanderung von 1 Million aus der arabischen Welt.

Eine Frage, die sich nicht zuletzt den Frauen in Deutschland stellen dürfte. Und den Lehrern in den Grundschulen.

Darf man über solche Unterschiede reden? – Oder ist das schon Rassismus und Islamophobie?

Kommentare

  1. Korbinian meint:

    Hier mal wieder Wasser auf die Mühlen der AfD:

    https://www.merkur.de/politik/bericht-58-prozent-volljaehriger-asylbewerber-ohne-dokumente-zr-10471170.html

    Wär für viele solcher Fälle eine Abschiebehaft angebracht?

  2. Wenn ich aus Afghanistan oder Nigeria nach Deutschland möchte, bleibt mir vielleicht keine andere Möglichkeit, als es ohne ordentliche Ausweispapiere zu versuchen.

    (Dass jemandem auf der Flucht die Ausweispapiere abhanden kommen, für den sie persönlich lebenswichtig wären, dürfte auch vorkommen, aber nicht allzu häufig.)

    Natürlich ist das nun auch eine Herausforderung an die deutsche Asylgesetzgebung bzw. ihre Umsetzung. Einschließlich der Frage nach der Abschiebehaft.

    Die deutsche Wirtschaft hat offensichtlich nicht so viel dagegen, wenn tüchtige junge Männer es nach Deutschland schaffen. Und tüchtig müssen sie (im Durchschnitt) schon sein, um es zu schaffen. Jung, taff, geschickt und mutig.

    Würde die deutsche Wirtschaft sagen: Nein, die wollen wir nicht haben, dann würde für die Flüchtlinge ohne Papiere die Grenze schnell geschlossen werden.

    Es sind garantiert nicht die machtlosen Linken, die hier bestimmen, wie die Sache gehandhabt wird, oder wie die Gesetze lauten.

    Die AfD sollte sich also bitte vor allem bei der deutschen Wirtschaft beschweren.

    Von meinem Standpunkt aus könnte man nach Nigeria abschieben, aber nicht nach Afghanistan (außer im Falle von eindeutig Kriminellen; vgl. Kretschmanns Standpunkt dazu). Aber ich glaube nicht, dass mein Standpunkt in der Politik großes Gewicht hat. Nicht Leute wie ich entscheiden darüber. Wir sind nur ziemlich laut und nervig. Aber Macht steckt kaum dahinter.

    Wie kommt es, dass im Kopf eines AfDlers die Verursacher, die Gestalter der Asylpolitik die Linken sind (die von Teil der SPD, CDU-Christen, Grüne, Teil der Linken – ohne Wagenknecht&Co)?
    Ich verstehe, man ist dumm.
    Das gilt allerdings auch für Teile der Linken. Die glauben doch tatsächlich auch, dass WIR es wären, die hier “das Schlimmste verhindern” und die Grenzen halbwegs offen und die Abschiebungen halbwegs schwierig halten. Dass WIR die Macht dazu hätten.
    Beide Extreme blenden systematisch die Wirtschaft und ihre Interessen und ihre Macht aus.

    Übrigens haben auch unsere vom Artikel angesprochenen Probleme mit dem kalten Kalkül der Wirtschaft zu tun: Solche Fragen, die wir uns hier gesellschaftlich stellen, interessieren die Wirtschaft nur peripher.

    “Lasst sie mal rein und kümmert euch darum, dass sie Deutsch lernen, damit sie ordentlich ausgebeutet werden können. Was die mit ihrer Religion machen oder ob sie sich außerhalb der Arbeit einfügen oder draußen bleiben, ist für unseren Profit nicht so wichtig. Sollen die Politiker das mal irgendwie lösen, wenn’s Probleme gibt, dafür werden sie doch bezahlt!”

    Ist es nicht witzig, dass dann von der AfD diejenigen beschimpft werden, die sich eigentlich nur mit den Folgen dieser kühl profitorientierten Grundentscheidung der Wirtschaft beschäftigen können?

  3. Putschdämon meint:

    Rettungsversuch der europäischen Zivilisation für die nächsten Jahrzehnte:

    Schritt 1, bevor überhaupt irgendwas anderes auch nur erwogen wird, wäre natürlich eine völlige Begrenzung jeglicher Einwanderung aus nichteuropäischen, heißt v.a., muslimischen, Ländern auf ein strenges Auswahlsystem am Beispiel etwa Australiens. Wenn überhaupt. Im Angesicht der fortschreitenden Automatisierung brauchen wir keine Massen an Menschen und jetzt wandern in den kommenden Jahrzehnten wohl, even worse, Millionenheere in die ächzenden Sozialsysteme ein. Wahnsinn. Wird natürlich nicht passieren, die Begrenzung, ganz im Gegenteil.

    Schritt 2, das Kappen jeglicher ausländischer Islam-Indoktrinationsprojekte von Ankara über Katar bis Riad, in toto ! Wer islamisch beten will und pilgern, essen usf., kann das längst. Was hier läuft, ist ein Dschihad, jawohl, nichts anderes ! Wird auch nicht passieren, zu hoch der außenpolitische und finanzielle Einsatz. Auch das Bedrohungspotenzial der Gegengesellschaft ist schon zu groß und es macht schlechte Bilder.

    Ich glaube, Leo, es wird weder das finstere Szenario eines Kalifats Europa geben, noch die bunte, heitere Multikulti-Gesellschaft der Linken. Europa wird eher Ländern gleichen, in denen ein extremes Wohlstands- und Sicherheitsgefälle herrscht.

    - Die Superreichen, die durchaus heute schon gern grün wählen, um sich wohl zu fühlen, werden sich hinter Mauern und Stacheldraht verkriechen, zur Not können sie auch woanders hin. Für den den Rest wird es unangenehmer.

    - Der Islam wird starken Einfluss auf den Alltag nehmen, die Aufklärung de facto in vielen Teilen rückgängig machen schon aufgrund Einschüchterungsmacht.

    - Frauen werden sich seltener allein unterwegs sein.

    - Polizei wird künftig heißen: schwer bewaffnete Truppen, bei jeder heute banal bezeichneten Gelegenheit. Keine Gemütlichkeit mehr.

    - Menschen werden eher nach Rasse und Kultur, nach Identitäts-Pressure-Groups wählen, weniger nach Inhalt !

    - Der türkische Präsident, wie er auch heißen wird, wird ein gewichtiger Faktor sein in der deutschen Politik, vll auch der russische. So ist das in instabilen Krisenländern

    Leo, war es das, ist es das wert ?

  4. Frank Berghaus meint:

    Ich fand Satire auch schon lustiger als diese.

  5. Frank Berghaus meint:

    Sorry, aber ich kann auf den Duennpfiff des putzigen oder putschigen Daemons nicht eingehen. Wenn ich Duennpfiff unbedingt brauche nehme ich Dulcolax.

  6. Frank Berghaus meint:

    Leo wird in seiner unendlichen Guete natuerlich auf jedes Detail des Daimons eingehen :D

  7. @Putschdämon

    (1) völlige Begrenzung jeglicher Einwanderung aus nichteuropäischen (besonders muslimischen) Ländern:
    (a) geht nicht, siehe Grundgesetz: Asylparagraph und Verbot rassistischer Menschenunterscheidung; darf also einer wie Abdel Samad nicht mehr nach Deutschland fliehen?
    (b) die Wirtschaft ist damit nicht einverstanden; es ist gegen ihre Interessen;
    (c) unsere europäische Zivilisation ist eher bedroht durch Rechtspopulisten und durch die Finanzoligarchie und ihre Operationen.

    (2) Fortschreitende Automatisierung – wir brauchen keine Massen an Menschen … Millionenheere: Deutschland braucht aus demographischen Gründen (Überalterung, Rentenproblem) und ökonomischen Gründen (in München sehe ich ständig, dass wir zu wenig Angebot auf dem Arbeitsmarkt haben) einen starken Einwanderungsüberschuss. Ca. 300.000 pro Jahr mindestens.

    (3) Gegen das “Steuern” ist nichts einzuwenden, es fragt sich nur: wie genau? (Auf diese Frage gehe ich hier nicht ein. Bei Bedarf wiederhole ich meine Überlegungen hierzu gern noch einmal.)

    (4) Ich halte ein Bedrohungspotenzial durch das, was ich GEGENgesellschaft nenne, für gegeben, aber relativ klein. Eine Islamisierung findet nicht statt – trotz einiger auch für mich ärgerlicher Erscheinungen wie etwa das, was in einigen Ecken Berlins zu beobachten ist, oder wie das Verhalten derer, die ich polemisch “Erdotürken” nenne. Hier läuft kein Dschihad. Das bilden sich nur radikale Minderheiten (teils deutscharabisch, teils deutschtürkisch) ein – und Leute wie du, Putschdämon. Würdest du mit nüchternen Blicken auf die Szenerie schauen, würdest du das ohne weiteres erkennen.

    (5) Ich bin auch der Meinung, dass man die von mir “relativ klein” genannte Gefahr anspricht und ernst nimmt. Man kann das ganz gelassen und im Rahmen des Rechtsstaats und einer zivilisierten Politik machen. Die ersten Schritte dazu geschehen auch bereits. Die Salafisten sind ohnehin zuverlässig isoliert, die “Erdotürken” erleben gerade die Anfänge einer Isolation, die sie sich selbst zuschreiben müssen.

    (6) Die multikulturelle Gesellschaft gehört nicht den Linken, sondern der Wirtschaft. Die Wirtschaft operiert sowohl in ihrer Produktion und Administration wie im Handel konsequent multikulturell. Sie ist fast schon vollständig offen für die reale Vielfalt auf dieser Welt – Leistung zählt, nicht Religion, Hautfarbe, Herkunft, sexuelle Orientierung, Sprache. Bitte, Putschdämon, beschwer dich bei der Wirtschaft, wenn du keine multikulturelle Gesellschaft haben willst. An einer Nationalisierung und an rassistischen Abgrenzungen (etwa Islamverboten) hat die Wirtschaft definitiv kein Interesse.

    (7) Welche Superreichen wählen grün? Es täte mich interessieren – und es würde mich freuen, wenn es da das eine oder andere Beispiel gäbe. Es könnte ja auch politisch kluge Superreiche geben.

    (8) Bisher kann ich auf unseren Straßen und in unseren Firmen und Verwaltungen, auch in den Schulen in Bayern keine Einschüchterung durch Muslime erkennen. Es gibt aber Winkel in Deutschland, in denen solche Einschüchterung beobachtbar ist: einzelne Schulen bzw. Schulklassen, auch einzelne Communities, die sich abschotten und andere in die GEGENgesellschaft hineindrängen wollen. DAS muss man erkennen, DARAUF muss man reagieren. Mit grober Pauschalisierung ist uns dabei nicht geholfen.

    (9) Da in Deutschland ca. 60% der Wähler mitte-rechts oder rechts wählen (CDU, CSU, FDP, Freie Wähler, AfD) – und da auch ein Teil der SPD und der Grünen und der Linken recht kritisch auf übergriffiges Verhalten von Migranten zu reagieren pflegt, sehe ich keine Gefahr für das Putschdämon-Szenario, nach dem bei uns Frauen wegen muslimischer Migranten sich nicht mehr allein auf die Straße trauen. Dass es da nachts ein Problem gibt, weiß ich schon immer – ich habe drei jüngere Schwestern, und in den 60er und 70er Jahren sind die später nachts auch nicht gern allein in München nach Hause gegangen – und da war die Bedrohung primär keine migrantische. Es geht in dieser Hinsicht heute eher entspannter zu als früher, auch, weil mehr Leute bis spät nachts unterwegs sind als früher.

    (10) Zu deinem Polizeiszenario kann ich nur sagen: Ja mei … Spinnen ist nicht verboten. Es käme nur dann so, wenn sich eine dramatische, auch länger hinziehende Wirtschaftskrise einen Großteil der Bürger verarmen und in ökonomische Verzweiflung stürzen würde. Dann kann es natürlich hart werden – aber das hat dann kaum mit Migration zu tun. Siehe 1929-1933.

    (11) Das Wählen nach “Identität” ist in den USA schon ein Problem. Wer betreibt diese Barbarisierung? Die Rechtspopulisten machen das. Wollen diese Art der Selbstverblödung des Volkes. Die Kosten dieser Selbst-Bornierung werden bald sichtbar werden, soweit sie es nicht schon sind – und sie werden steigen.

    (12) Wir leben wohl am Ende eines Goldenen Zeitalters. Die westlichen Gesellschaften haben ein erhebliches Selbstzerstörungspotenzial akkumuliert. Wie kann man glauben, dass die Re-Nationalisierung angesichts der permanenten globalen technologischen Revolution der richtige Weg, die richtige Antwort ist?

    (13) Auch wenn ich pessimistisch bin: Wir brauchen KONSTRUKTIVE Antworten auf die Schwierigkeiten, in die uns die technologischen Herausforderungen und die Globalisierung von Wirtschaft, Politik und Kultur bringen. Mir fällt auf, dass die Einwanderungskritiker zwar heftig Erscheinungen kritisieren und schlimme Folgen prophezeien, aber nicht in der Lage sind, uns zu zeigen, wie denn ein sich abschottendes Deutschland erfolgreich gestaltet werden könnte. Sie haben eine Utopie im Kopf – und weigern sich, sie zu beschreiben. Da sag ich dann nur: Anklam! Putschdämon, schau dir doch mal Deutschland da an, wo es sich “erfolgreich” abschottet! DIESE Zukunft möchtest du propagieren?

  8. Putschdämon meint:

    Oh, das Grundgesetz kann man durchaus ändern, die Asylgesetzgebung fällt, wie du eigentlich selber wissen müsstest, nicht unter die Ewigkeitsklausel. Es wurde ja auch bereits modifiziert. Das änderte freilich nichts daran, dass man durch die Macht des Faktischen UND vor allen Dingen des politischen Willens, den Art. 16a II GG einfach ignoriert hat. Willkür.

    Du kannst nicht einerseits Jesus (“der Sabbat ist für den Menschen da…”) und andererseits die Pharisäer (“Gesetz ist Gesetz”) bemühen, ohne Heuchler geheißen zu werden. Entweder oder. Und die Wirklichkeit zeigt uns ja, dass hier nichts in Stein gemeißelt ist. Kann (und muss) geändert werden.

    “300.000 Einwanderer aus Ghana bis Pakistan jährlich, sonst wirtschaftlicher Untergang”
    Japan ist also des Todes? Schade, hatte da immer eine gewisse Neigung für. Wie wäre es, mit Nationen wie dieser zusammen Konzepte auszuarbeiten?

    _

    Die Einwanderung gehört sowohl der Wirtschaft, als auch den Linken. Beide sind Globalisten und erhoffen sich davon wohl das Ende des Nationalstaats, die Konzentration der Macht auf supranationale Institutionen. Mit unterschiedlicher Motivation freilich. Erhalten werden wir allerdings, wie ich bereits gesagt habe, den “Primitiv-Nichtstaat”, den Schritt zurück vor den Nationalstaat. Stichwort ethnische Wahl, Wahl nach Rasse, Barbarisierung. Richtig, Leo.

    Beiden ist das wurscht: “Die Wirtschaft” kann umziehen und die Linken denken über sowas nicht nach, Geschichte ist nicht deren Lieblingsfach, sie leben in Utopia, seit jeher. Ein Ort, der nie erreicht werden kann. Tragisch eigentlich.

    _

    Polizei:
    Geht jetzt schon los. Hast du etwa die berühmten Poller vor jedem Kaff-Jahrmarkt vergessen? Natürlich wird ein land wie etwa der Libanon, ethno-religiös völlig zersplittert, eine martialischere Polizei haben als Dänemark vor 30 Jahren. Leo, wenn du Menschen importieren willst, die aus Stammesgesellschaften kommen, wirst du Gewalt importieren. Ach, Herrgottnochmal…

  9. Das erinnert mich an die Wutrede von Udo Pastörs von vor x Jahren, dass hier bis 2011 alles zusammenbrechen wird.

    Es wäre besser, sich an der Realität zu orientieren als irgendwelche Zusammenbruchsfantasien zu erspinnen.

  10. Putschdämon,

    das alles klingt mir ziemlich nach Paranoia.

    Ich kann so gut wie NICHTS davon bei uns erkennen – von ganz marginalen Erscheinungen abgesehen, die wohl relativ leicht korrigiert werden in der Zukunft. (Die Korrektur hat schon angefangen. Ditib zum Beispiel ist praktisch draußen, kein relevanter Gesprächspartner mehr.)

    Wieso soll der Wirtschaft einerseits, den Linken andererseits der Primitiv-Nichtstaat wurscht sein? Lebe ICH in Utopia? Alles in allem hat die Linke einen relativ nüchternen Blick auf die Folgen der permanenten technologischen Revolution – und zu diesen Folgen gehört die globale Vernetzung – und zu den Folgen der globalen Vernetzung gehört die Herabstufung der nationalen Grenzen.

    Ist einfach so. Ganz nüchtern betrachtet.

    Unter Drogen muss man wohl stehen, wenn man glaubt, der NATIONALstaat sei die Lösung.

    Importieren wir Gewalt? – Offensichtlich eher nicht. Denn Deutschland ist im Laufe der Jahre immer eher sicherer geworden. Die Gewalt hat alles in allem eher abgenommen. Es erstaunt mich immer wieder, wie Leute wie du dieses Faktum übersehen können. Hat wohl mit der Unfänigkeit zu tun, den Unterschied von Beispiel und Statistik zu erkennen.

    Ich werde dir jederzeit zugestehen, dass es (marginale) Bereiche gibt, in denen wir tatsächlich Integrationsprobleme haben. Ich hab darüber einiges geschrieben, Artikel ebenso wie Diskussionsbeiträge – und bekomme dafür Kritik, die mich dazu bringt, den Blog abzukoppeln. Aber die (objektiven) Schwierigkeiten, die man in ein paar Quartieren in Berlin oder Wien hat, aufzublähen zu einem nationalen Problem und gar Untergangsszenarien damit zu verbinden, halte ich tatsächlich für Paranoia.

    Ich gestehe dir auch zu, dass der Nationalstaat weiter gebraucht wird. Ich bezeichne mich auch ausdrücklich als deutschen Patrioten. Damit hoffe ich auch klar zu machen, dass Deutschland als Nation weiter besteht und bestehen muss. Mit allem, was dazu gehört. Aber – siehe oben – der Globalisierungs- und Internationalisierungsprozess schreitet nun mal voran, getrieben von der permanenten technologischen Revolution, die alles global vernetzt.

    Nimm also mal deine Brille ab und betrachte genau DAS! Genau diese zunehmende Vernetzung.

    Historisches Parallelbeispiel: die Bildung von Nationen aufgrund der damals modernen Technologien, Eisenbahn, Telegraph, Kanalsystem … Die Technologie hat damals Entfernungen reduziert und eine davor nie gekannte Nähe erzeugt, neue Zusammenhänge. Plötzlich war dann zum Beispiel Berlin für die Münchner kein Ausland mehr, Berliner waren keine Aliens mehr, Protestanten mussten ihre Kirchen bekommen, Hochdeutsch hat sich langsam ausgebreitet und das Bayerische zurückgedrängt, … Es war die Technologie und in ihrem Gefolge die Wirtschaft, die diese Technologie profitabel angewendet hat, die diese Entstehung eines großen nationalen Raumes politisch nahe gelegt hat.

    Etwas Ähnliches erleben wir hier und heute. Jetzt geht es um den ganzen Globus.

    Diese Darstellung hat nichts Utopisches. Es ist einfach nur nüchterne Beobachtung und rationale Schlussfolgerung.

    Die 300.000, die Deutschland mindestens pro Jahr als Plus braucht, bestehen ja nun nur zum geringeren Teil aus Flüchtlingen. Die meisten kommen aus EU-Ländern. Was dann allerdings ein Problem für diese Länder ist: Unser Gewinn ist hier ihr Verlust. Insofern sehe ich ein Problem, und nicht darin, dass wir was Ungewolltes importieren würden.

    Du willst also das GG im Asylartikel fundamental geändert haben – und dass dies für dich hohe Priorität hat. Na, dann darf ich daraus schließen, dass du AfD wählst. Wäre jedenfalls naheliegend.

    Du entscheidest dich also für unsere Barbaren. Orban wäre dann wohl ein attraktives Modell für dich. – Ist es so?

  11. Putschdämon meint:

    Leo, die fundamentale Frage ist doch, ob deine Vision überhaupt machbar ist. In der Jurisprudenz trägt der Kläger, der Aktive (lat. actio = Klage) die Beweislast. Der Gedanke lässt sich zwanglos auf andere Bereiche übertragen. Rechte, Konservative sehen die Erneuerung in der Beweispflicht. Was wird kommen, wenn Deutschland als Nation, wenn Europa als Kulturkreis, als Zivilisation geht? Du behauptest, das du wärest pro Deutschland als Nation, pro Europa als Abendland. Wie sollen diese Entitäten weiterexistieren in drei Generationen, wenn jährlich mehrere Großstädte an Menschen einwandern, die ihre Herzen und Köpfe an andere Götter, Priester und Zeitalter und sogar politische Führer hängen ?

    Du siehst selber die Problemchen, das Adjektiv “marginal” ist dabei deiner politischen Präferenz geschuldet. Wie soll ein alternder Kontinent voller Selbstzweifel jungen, selbstbewussten, glaubensstarken und fruchtbaren Völkern auf der Wanderschaft seine Identität überstülpen? Willst du das überhaupt? Und wie passt das dann zu deinem vorgeblichen “Patriotismus”?

  12. Das passt sehr gut. Dahinter stecken moderne deutsche Werte wie Demokratie, Solidarität, Pluralismus, Liberalismus, Toleranz usw.

    Es wird kein Zurück geben, es wird kein Stopp von Veränderung geben. In den letzten Jahrtausenden gab es nie Stillstand in der sozialen und politischen Entwicklung der Menschheit und es wird das auch zukünftig nicht geben.

    Der Kontinent altert eben nicht. Er erlebt nur den nächsten Schritt nach vorne.

  13. Frank Berghaus meint:

    Das “Zurück in die Vergangenheit” beschreibt ja eh eine nostalgische Vergangenheit, die es so nie gegeben hat. Wenn ich an die 50er und 60er Jahre zurückdenke mit all ihren Beengungen, so graust es mich.

  14. Putschdämon,
    du überschätzt die islamische Welt. Das ist keine selbstbewusste, glaubensstarke und fruchtbare Welt. Es ist eine ziemlich verkommene, hoffnungslos rückständige Welt, unproduktiv zum Verzweifeln. Ich kann in dieser Welt von Marokko bis BanglaDesh keine Stärke erkennen. Nichts, was uns (oder China) ernsthaft Konkurrenzkampf liefern könnte.

    Weiterhin wundere ich mich, dass du behauptest, ich würde Europa als Kulturkreis und Deutschland als Nation “gehen lassen”. Grade das Gegenteil. Ich würde sagen, Leute wie ich haben die Chance, Deutschland als Nation und Europa als Kulturkreis und Zivilisation zu bewahren – gegen die eher barbarisch orientierten Nostalgiker und Reaktionäre, die eben die Grundlagen der Aufklärung – also das Fundament unseres Kulturkreises und unserer Zivilisation – zu zerstören beabsichtigen.

    Der Einwnderungsprozess wird anhalten müssen – UNSERE Aufgabe ist es, ihn so zu gestalten, dass er unser Europa, unser Deutschland vitalisiert. In München zum Beispiel kann man erleben, dass das gelingen kann.

    Ich hab dich auch was gefragt:
    Orban wäre dann wohl ein attraktives Modell für dich. – Ist es so? Bist du für die AfD?

  15. Zur Info:

    Am Mittwoch – voraussichtlich – beginnt der neue, der MigrationsBlog, abgekoppelt von der IG.

  16. Frank Berghaus meint:

    Hoffentlich ist der neue Blog optisch etwas attraktiver als dieser hier :D

  17. Nein, Frank, ich will optisch gar nicht so flott attraktiv werden.
    Ich bin eben ein alter Mann.
    Entweder man liest und findet das Gelesene interessant und denkt darüber nach, oder man soll es lassen.

    Ich freue mich natürlich über jede Person, die hier die Debatte verfolgt.

    Ich freue mich auch über die, die sich dabei ärgern. “Liebe deine Feinde” – flüstert mir Jesus zu – einer meiner Helden in der Menschheitsgeschichte.

    Apropos Augenschmaus: Ich hätt schon gern jemand, der gern fotografiert und für eine bildhafte Begleitung der Blogtexte sorgt. Ich hab aber niemanden, also muss ich schwarz-weiß bleiben – optisch jedenfalls.

    Inhaltlich ist der Blog ja nun alles andere als binär (schwarz-weiß) gestrickt. Links und Rechts schütteln den Kopf und können sich nicht richtig drin finden. Der Blog schillert bunt und tanzt zwischen den Welten. Gedanklich. Dabei soll er klar und konsistent bleiben …

  18. Frank Berghaus meint:

    Bilder wären schon schön. Die wecken Interesse und erleichtern das Lesen. Ausserdem bist du verglichen mit mir ein Jungspund :D

    Wirst du auch Fremdautoren zulassen?

  19. Ja. Gern. Auch solche, die andere Ansichten haben als ich.

    Was Bilder angeht: Du hast ja recht. Wenn ich fotografieren könnte wie genova … oder jemand hätte, der das kann …

  20. Frank Berghaus meint:

    Ich habe auf deinen “Test” der neuen Seite dreimal zu kommentieren versucht – nix ist da. Fehler von mir?

  21. Wolfgang meint:

    @Leo bleiben die alten Beiträge erhalten?
    Als vor vielen vielen Jahren “der Politblogger” migrierte (und kurz darauf ganz schloss), war leider auch das ganze wertvolle Archiv verloren. Hoffe das ist bei dir nicht der Fall.
    LG und gutes Gelingen

  22. Putschdämon meint:

    Dann müsstest du ja diese ganzen Menschen, die sowieso in schon “gemachte Nester”, also beachtliche afro-orientalische Exklaven innerhalb Europas einwandern, nach Kräften umerziehen. Selbst wenn man den moralischen Aspekt dessen außen vor lässt: Das ist nicht mal Mustafa Kemal mit seinen eigenen Türken nachhaltig gelungen, wie wir nun immer deutlicher sehen können. Wie willst du also Pakistaner und Sudanesen von einer ziemlich blutleeren Grundgesetz-Identität ohne jeden kulturell-abendländischen Bezug (Leitkultur ist ja nazimäßig) überzeugen?

    Nochmal, wir reden hier von vielen Millionen, die du noch zusätzlich hereinlassen möchtest. Das ist doch aussichtslos. Im Ernst, Umerziehung?

  23. Putschdämon meint:

    Ach so, zu Orban und der AfD:

    Das AfD-Programm ist doch die CDU von vor 25 Jahren. Nein, selbst Merkel persönlich klang vor 15 Jahren wie die AfD. In Thüringen muss ich ja nicht wählen, also, warum nicht? Zu konkreten Veränderungen der finsteren Großwetterlage kommt es dadurch indes eh nicht.

    Orban:
    Hat Einiges in seinen Reden richtig erkannt. Mit “illiberaler Demokratie” kann ich jedoch nichts anfangen. Und, bevor du konterst: Nein, Liberalität braucht keine Masseneinwanderung aus illiberalen Kulturen, das gerade nicht ;)

  24. Frank Berghaus meint:

    @Putschdaimon:

    Die nächsten Wahlen finden ja nun im Nahen Osten statt. Wir werden sehen, ob die zu erkennende Abwärtsbewegung der AfD auch dort weitergeht. Ein wenig Zeit bis dahin haben wir ja noch.

  25. Es ist noch nicht so weit, Frank. Am Mittwoch, hoffe ich, kommt der Sprung.

    Wolfgang, alle Artikel bleiben erhalten und zugänglich. Das ist jedenfalls unsere Absicht, und ich denke, wir kriegen das hin.

    Nebenbei bemerkt: Ich hab seit 2009 ca. 3000 Artikel geschrieben – und von keinem einzigen davon würde ich mich heute distanzieren müssen.

    Meine Ansichten haben sich nur wenig gewandelt – etwas aber schon: Ich bin kritischer, distanzierter gegenüber den Muslimen in Deutschland geworden.

    Das ist die Folge des Wirkens von Erdogan in der Türkei und des Wirkens seinen Fans hierzulande, sowie die Folge einiger ziemlich beunruhigender Erscheinungen etwa von der Art, die Kretschmann soeben drastisch angesprochen hat.

    Kurz gesagt: (1) verwahrloste junge Männer aus muslimischen Ländern sind ein Problem, das ich so nicht vorhergesehen habe; sowie (2) die Bildung von GEGENgesellschaften (eines kleinen salafistischen und eines sehr viel größeren türkchauvinistischen bzw. türkislamistischen Ghettos).

    Bemerkenswert finde ich darüber hinaus, dass es tatsächlich bei uns Leute gibt, die meinen, man müsse diese beiden Entwicklungen ignorieren, beschönigen, verteigigen – man müsse zu 100% hinter den Migranten stehen – auch hinter denen, über die ich mich in Punkt (1) und (2) gesprochen habe.

    Bemerkenswert viele haben Özil und Gündogan verteidigt – zwei bekennende Anhänger der türkischen Diktatur und seines Diktators, ergo zwei Feinde der Demokratie und der offenen, der multikulturellen Gesellschaft. Es gibt Linke, die es nicht stört, dass Putin ein Diktator und Demokratiefeind, ein Unterstützer der Rechtsparteien in Europa und überdies ein Kulturreaktionär ist. So gibt es nun auch Linke, die kein größeres Problem haben mit Türkchauvinisten und Islamisten und deren organisierte GEGENgesellschaftliche Aktivitäten hier im Lande. Gesamtpolitisch gesehen sind das Sektierer. Sie können immerhin in der Wählerschaft Irritationen hervorrufen, die die Chancen von Linken und Grünen mindern.

    Das also wird ein heißes Thema auf dem neuen Blog werden – ich sehe da einen Grundsatzkonflikt kommen, der sich politisch vor allem innerhalb der Grünen abspielen wird.

    (Bei der Linken ist er schon angekommen, aber etwas anders, als ich ihn bei den Grünen erwarte. Die sind sich immerhin einig im nicht-nationalen Ansatz – der Gegensatz ist damit nicht ganz so extrem.)

  26. @Putschdämon

    Die Millionen, die ich hereinlassen werde (mit der Macht, über die ich tollerweise verfüge!), stammen überwiegend aus Europa. Der Zustrom aus islamischen und afrikanischen Ländern ist vergleichsweise eher ein Tröpfeln. Zugegeben, im Jahr 2015 war es eine Welle. Es zeigt sich, dass wir uns das leisten konnten.

    Wieviele Afrikaner leben zurzeit in Deutschland?
    Wieviele Personen aus arabischen Ländern?
    Wieviele aus anderen islamischen Ländern?

    Die Zahlen sind bisher recht bescheiden.

    Mir läge hauptsächlich daran, dass wir besser werden beim Integrieren. Da haben wir noch viel zu lernen.

    Ceterum censeo – du kennst meinen Cato-Spruch: Nicht ICH lasse jemand nach Deutschland herein, es ist die deutsche Wirtschaft, die die Politik der relativ offenen Grenzen braucht, verlangt und durchsetzt.

    An der solltest du dich also abarbeiten. DA sitzt dein “Feind”.

    Wenn ich richtig sehe, lehnst du die Globalisierung ziemlich pauschal und generell ab. Da die Globalisierung aber eine Folge der permanenten technologischen Revolution ist (und globale Vernetzung zu unser aller Alltag macht), würde mich interessieren, wie du dieser Revolution bzw. ihrer Folgen Einhalt gebieten möchtest.

    (Vermutlich entgeht dir der Zusammenhang zwischen technologischer Entwicklung und politischer/ökonomischer/ kultureller Entwicklung. Du könntest hierzu einmal die Veränderungen im 19. Jahrhundert studieren – wie die Modernisierungen im Bereich Politik/Ökonomie/Kultur mit den Innovationen Dampfkraft, Stahlproduktion, Maschinenbau, Eisenbahn, Dampfschiff, Telegraph, Elektrotechnik … zu tun haben. Wie die Wirkungen der technologischen Revolution damals die ökonomische, politische, kulturelle Welt verändert haben.)

    Um 1933 herum konnte Hitler die deutsche Wirtschaft hinter sich bringen. 2018 ist die Wirtschaft konzeptionell globalistisch – sie lässt sie sich nicht mehr nationalistisch oder völkisch einfangen. Siemens in München ist es egal, ob der Ingenieur, den die Firma anheuert, ein Deutscher ist oder ein Inder (oder eine Deutsche oder eine Inderin), ob er ein Christ ist oder ein Muslim oder ein Atheist, ob er schwul ist oder nicht, ob er in gelöcherten Jeans herumläuft oder in gediegener Geschäftsuniform. Was zählt ist seine Leistung. So, wie Leistung auf dem Platz für den FC Bayern München zählt. Dafür braucht man den globalen Arbeitsmarkt. Und der wiederum erfordert offene Grenzen. Wer die Grenzen schließt, beschädigt die Erfolgschancen. Schau dir an, wie es dort aussieht, wo in Deutschland kaum Migranten zugange sind.

    Ja, bis 2005 klangen CDU und CSU nicht in allem, aber doch in vielem ähnlich wie die AfD heute. Deutschland ist KEIN Einwanderungsland und KANN und DARF es auch nicht werden. Eine multikulturelle Gesellschaft ist eine Katastrophe. Das Volk will sowas nicht!

    Die Zeiten ändern sich. Die Wirtschaft hat 2005 Angela Merkel unsanft am Kragen gepackt und sie zu unser aller Überraschung auf den neuen Kurs geschoben. Der Tanker hat sein gewaltiges Wendemanöver tatsächlich vollzogen. (Durchaus auch zu meiner Überraschung.)

    Mit “illiberaler Demokratie” kann ich jedoch nichts anfangen. Und, bevor du konterst: Nein, Liberalität braucht keine Masseneinwanderung aus illiberalen Kulturen, das gerade nicht ;)

    Richtig. Da liegt ein Problem. Wenn wir schon relativ viele Menschen aus reaktionären, illiberalen, antimodernen Kulturen einwandern lassen, dann müssen wir dieses Problem auch ansprechen und ernst nehmen. In diesem Punkt versagt die deutsche Wirtschaft – sie kümmert sich einfach nicht darum.

    Aber wir beide, Putschdämon, haben hier – trotz aller schwerer Differenzen – etwas Gemeinsames.

    Wie du siehst, weiche ich diesem schmerzhaften Streit “unter Freunden” nicht aus.

  27. Das AfD-Programm ist doch die CDU von vor 25 Jahren. Nein, selbst Merkel persönlich klang vor 15 Jahren wie die AfD.

    Merkel hat in den letzten 15 Jahren eben nicht verbessern, dass sie sich politisch weiterentwickeln muss, um sich neuen politischen Herausforderungen zu stellen.

    Die AfD hat jetzt also mindestens 25 Jahre Rückstand mit ihrem Programm auf die aktuellen politischen Fragen.

  28. Es geht weiter auf

    http://migrationsblog.de/

    Die letzten Diskussionsbeiträge werde ich heute noch nachtragen.

    Alle, die Kommentare auf der neuen Seite schreiben, muss ich erst wieder freischalten. Ich bitte um (kurze) Geduld.

  29. Frank Berghaus meint:

    Die Kommentare werden aber gar nicht angenommmen. Sie sind grau und nach dem Abschicken verschwinden sie einfach. Das ist ein technisches Problem und keine Frage der Freischaltung (gegen die ja niemand etwas hat).

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